LEGO vs. Held der Steine: Meine Einschätzung der Situation [Update]

LEGO vs. Held der Steine

Update 2 (22. Januar, 15:40 Uhr): Ich habe unten einen weiteren Text ergänzt der erklärt, warum LEGO überhaupt noch Markenrechte am LEGO-Stein besitzt, obwohl doch so viele Zeitungen etwas gegenteiliges berichtet haben.


Update (22. Januar, 08:20 Uhr): Erst einmal vielen dank an alle Leser für das viele positive und konstruktive Feedback zu diesem Artikel! Im Laufe des gestrigen Abends haben sich noch einige Details rund um den Held der Steine entwickelt, die ich unter dem Artikel ergänzt habe. Es geht dabei vor allem um die Begrifflichkeit „Abmahnung“ und die Zeit, die zwischen dem Eintreffen des Briefes von LEGO und der Aufnahme des Videos verstrichen ist.

Außerdem habe ich eine Art „Stellungnahme“ von der Pressestelle von LEGO bekommen, die ebenfalls unten zu finden ist. Zu guter Letzt gibt es seit gestern Abend noch einige interessante Videos (von und mit mir 😉 ) zu dem Thema, das ihr ebenfalls unten findet.


Die meisten von euch haben es sicherlich schon mitbekommen, denn auch außerhalb des LEGO Universums überschlagen sich die Neuigkeiten: Thomas Panke, den meisten bekannt als „Held der Steine“, hat Post von einer Anwaltskanzlei im Auftrag von LEGO bekommen und daraufhin einige drastische Änderungen angekündigt. Ich habe mit Thomas telefoniert und einige von euren dringendsten Fragen beantwortet.

Ich erkläre in diesem Beitrag also erstmal was genau passiert ist und wie ich die Situation einschätze. Dabei gibt es einige wichtige Infos aus einem Telefon-Interview, dass ich mit Thomas geführt habe, die so im Video nicht ganz klar geworden sind.

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Was ist passiert?

Am Sonntagmittag hat Thomas auf seinem Kanal das folgende Video hochgeladen:

Darin erklärt er, dass er von einer Kanzlei im Auftrag von LEGO einen Brief (keine kostenpflichtige Abmahnung!) erhalten hat. In dem Brief nimmt die LEGO Gruppe anstoß am Logo des „Held der Steine“, das auf Youtube und vielen anderen Plattformen verwendet wird. Die Kanzlei argumentiert hier, man wolle eine Verwechslung zwischen LEGO und dem Held der Steine ausschließen. Das sorgt bei Thomas und vielen Fans natürlich für ratlose (und wütende) Gesichter.

Wichtig ist hier allerdings der Hinweis: Thomas hatte das Logo nicht nur einfach „verwendet“, sondern eben auch als Marke in mehreren Klassen eintragen lassen. Den (mittlerweile laut Thomas in der Löschung befindlichen) Markeneintrag findet ihr hier. Dieses Detail ist wichtig, wie ich später weiter unten ausführen werde.

Markenanmeldung "Held der Steine"

Also Konsequenz hat der Held der Steine zunächst mal sein Logo geändert, dass nun ein Erdmännchen mit Superhelden-Umhang zeigt.

Außerdem ist neu, dass der Held der Steine nun seinen Youtube-Kanal insofern umgestaltet, dass er dort auch Sets von ausländischen Wettbewerbern vorstellen will. Dabei bezieht er sich allerdings auf Hersteller wie XINGBAO und COBI, die keine Plagiate von existierenden LEGO Sets erstellen, sondern eigene Sets entwerfen und auf den Markt bringen. Lediglich die Teile sind kompatibel mit den Produkten von LEGO. Sets von LEPIN sollen nach wie vor nicht vorgestellt werden – zumindest so lange, bis die nicht das Kopieren von LEGO Sets einstellen, nur noch eigene Sets verkaufen und außerdem ihr Logo anpassen.

Die wahrscheinlich größte Änderung für Thomas bezieht sich auf seinen kleinen Laden in Frankfurt-Sachsenhausen. Denn scheinbar ist dieser ab sofort auch kein LEGO Laden mehr, sondern eben ein Laden für Klemmbausteine. Thomas ist nämlich laut eigener Aussage kein offizieller LEGO Händler mehr.

In unserem Telefonat hat mir Thomas bestätigt, dass diese Entscheidung von ihm selber und nicht etwa von LEGO ausgeht: „Ich habe die Geschäftsbeziehung zu LEGO beendet.“

Meine Einschätzung zur Situation

Da ich das Schreiben nicht im Wortlaut genau kenne, kann ich im Folgenden bei einigen Punkten nur spekulieren. Und wie gesagt: Ich bin zwar ein interessierter Laie im Patent-, Marken- und Urheberrecht, aber eben kein Anwalt. Dennoch denke ich, dass ich hier gründlich recherchiert habe.

Zunächst einmal: Es ist nichts unübliches im Markenrecht, dass Firmen ihre angemeldeten Marken verteidigen wollen/müssen. Denn: Wenn eine Marke nicht verteidigt und durchgesetzt wird, verliert sie irgendwann an Wert – vor allem vor Gericht. Das soll heißen: Wenn LEGO nicht versucht sich auch gegen „kleinere“ Markenrechtsverletzungen durchzusetzen, wird es irgendwann schwieriger vor Gericht zu argumentieren, falls es mal eine wirklich „schlimme“ Markenrechtsverletzung geben sollte.

Aber wogegen hat der Held der Steine eigentlich genau verstoßen?

Dazu müssen wir einen Blick in das Verzeichnis des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) werfen. Hier kann jeder nachschauen, welche Marken in Deutschland angemeldet sind. Wirft man einen Blick in das Verzeichnis der aktiven Marken von LEGO, findet man unter den aktuell 88 in Deutschland eingetragenen Marken und anderem diese Marke: Eine dreidimensionale Marke eines LEGO Steines mit vier Noppen.

LEGO-Stein Marke

Diese Marke darf nicht mit einem Patent verwechselt werden (das ist schon ausgelaufen) und es gibt auch kein Urheberrecht auf den gezeigten LEGO Stein. Es ist eine dreidimensionale Marke, die das Anbieten von Waren und Dienstleistungen, die aussehen wie dieser LEGO Stein, in bestimmten Klassen schützt: Nämlich in den sogenannten Nizza-Klassen.

Hier ist noch wichtig zu sagen: Es gibt für diesen Stein meiner Einschätzung nach KEINE eingetragene Marke für Bausteine im Bereich Spielzeug, denn hier haben Patentgerichte damals LEGO einen Strich durch die Rechnung gemacht. LEGO hat damals versucht den Stein als Marke für Spielzeug (in der Klasse 28) schützen zu lassen, nachdem das Patent abgelaufen war. Hier hat damals der europäische Gerichtshof widersprochen. Jetzt ist der Stein in Klasse 28 nur noch für Plüschspielzeug, Kartenspiele und Christbaumschmuck geschützt.

Allerdings gilt diese dreidimensionale Marke (unter anderem) noch für die folgenden Dinge:

  • Klasse 25: Bekleidungsstücke (z.B. T-Shirts)
  • Klasse 35: Einzelhandelsdienstleistungen in Bezug auf Spielzeug

Jetzt kommen wir wieder zur oben gezeigten zweidimensionalen Marke von Thomas, nämlich dem „Held der Steine“ Logo: Hier hat Thomas versucht, eine Marke, die dem LEGO Stein zumindest in Grundzügen ähnelt, unter anderem in den folgenden Nizza-Klassen anzumelden:

  • Klasse 28: Modellbausätze, Spielwaren
  • Klasse 35: Einzelhandelsdienstleistungen in Bezug auf Spielwaren

In einer anderen Markenanmeldung (die schon vor einiger Zeit zurückgenommen wurde) hat Thomas auch versucht, die Bildmarke „Held der Steine“ für die Klasse 25 (Bekleidung) anzumelden.

Meine Einschätzung ist: Um die eigene Marke (aus rechtlicher Sicht) zu schützen, blieb LEGO wenig anderes übrig, als gegen die Markenanmeldung von Thomas vorzugehen. Das ist sozusagen ein Standardprozess in den Patent- und Markenabteilungen von Unternehmen. Hätte Thomas das Logo einfach nur „genutzt“ und nicht versucht als Marke anzumelden, wäre hier wahrscheinlich nie etwas passiert. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich das aktuell bestehende Logo von StoneWars behalten werden, obwohl es ebenfalls den LEGO Stein zeigt.

Zufall oder gezielter Angriff?

Die Frage, die sich viele Fans jetzt stellen, lautet: Hat LEGO hier wirklich nur versucht, die eigene Marke zu verteidigen? Oder wird hier versucht, den Held der Steine mundtot zu machen?

Die meistens Fans scheinen hier aktuell von der zweiten Möglichkeit auszugehen, denn die sozialen Netzwerke sind voll von einem ausgewachsenen Shitstorm. Wer auf dem deutschen Facebook-Auftritt von LEGO vorbei schaut, findet hier jede Menge bunt ausformulierter Kritik und auch die ersten Memes haben nicht lange auf sich warten lassen:

Held der Steine Shitstorm

Über 500 Kommentare hat der aktuelle Post auf der Facebook-Seite von LEGO, die meisten davon beziehen sich ganz klar auf den Held der Steine. Auf Twitter findet man unter dem Hashtag #helddersteine ebenfalls viele erboste Stimmen.

Ich gehe hier nach meinem Telefonat mit Thomas allerdings davon aus, dass es hier „nur“ um den Markenschutz ging. Denn: Thomas hat eben keine zahlungspflichtige Abmahnung, sondern eher einen „anwaltlichen Hinweis“ bekommen. Wenn LEGO wirklich großen Ärger hätte machen wollen, wären zum einen eine teure Abmahnung oder gar die Eröffnung eines Verfahrens eine Alternative gewesen.

Das LEGO hier dennoch wahnsinnig ungelenk agiert hat, steht außer Frage. Aus Sicht vom Held der Steine wäre sicherlich ein einfacher Anruf mit einem „bitte lösche deine Marken und zwar aus folgenden Gründen…“ die nettere Variante gewesen. Man darf aber nicht vergessen: LEGO muss hier natürlich ZUSÄTZLICH immer schriftlich kommunizieren, um im Zweifel alles belegbar zu halten. Den Brief einfach wegzulassen, wäre nicht möglich gewesen.

Nun muss LEGO erstmal den Shitstorm ausbaden und wird damit wohl einiges zu tun haben. Ich verstehe hier natürlich die Wut vieler Fans, deren Lieblings-Youtuber hier von einer großen Firma angegriffen wird – aus rechtlicher Sicht hat LEGO hier allerdings genau so gehandelt, wie jedes andere große Unternehmen handeln würde.

Fazit zum Thema LEGO vs. Held der Steine

Ich bin ehrlich: Ich verstehe hier beide Seiten. Durch das „David gegen Goliath“-Verhältnis (und auch aufgrund des StoneWars Logos 😉 ) tendiere ich natürlich auch dazu, mich erstmal mit dem Held der Steine zu solidarisieren. LEGO hat hier unglücklich reagiert und hätte besser ein anderes Vorgehen gewählt, um einen Shitstorm zu vermeiden.

Allerdings war auch Thomas Versuch sein eigenes Logo als Marke anmelden zu wollen wohl eher eine schlechte Idee, von der ein Anwalt mit Spezialisierung im Markenrecht wohl auch abgeraten hätte. LEGO kann hier eigentlich gar nicht anders, als gegen diese Markenanmeldung vorzugehen. Ob LEGO mit einem Verfahren vor Gericht gewonnen hätte, steht übrigens auf einem ganz anderen Blatt. Hier hätte sich wahrscheinlich viele teure Anwälte für einen langen Zeitraum darum gestritten.

Bei Thomas war das wohl der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, weshalb er seine Geschäftsbeziehungen zu LEGO in seinem Laden beendet hat. Ich bin mal gespannt, wie es zukünftig bei Thomas weiter geht und auch wie LEGO aus dem Shitstorm hervorgeht.

Was denkt ihr über die Geschehnisse? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren!


Updates und Ergänzungen

Hat LEGO noch Markenrechte am LEGO-Stein?

Mittlerweile haben mich einige Leser angesprochen, dass LEGO ja laut einem Urteil im Jahr 2009 die Markenrechte am LEGO Stein verloren hat. Darüber haben damals viele Zeitungen berichtet und man findet die Artikel dazu heute noch überall (z.B. bei Welt, Spiegel, Zeit).

Ich habe mich daraufhin eben mal durch den Volltext des EuGH gequält. Diesen findet ihr hier.

Darin steht in Bezug auf die ursprüngliche Klageschrift von Mega Blocks wörtlich: „[…] diese Marke nach Art. 51 Abs. 1 Buchst. a der Verordnung Nr. 40/94 in Bezug auf zur Klasse 28 des Abkommens von Nizza gehörendes „Bauspielzeug“ für nichtig zu erklären“

Dieser Aufforderung kam der EuGH schließlich nach und bestätigte damit vorangegangene Urteile. Das bedeutet, dass die dreidimensionale Marke des LEGO Steins in Bezug auf „Bauspielzeug“ gelöscht wurde. Alle anderen eingetragenen Klassen sind hiervon allerdings nicht betroffen. Das ist jedenfalls meine persönliche Sicht als Nicht-Jurist auf die Rechtslage.

War es eine „Abmahnung“?

Zunächst einmal zum Begriff „Abmahnung“: Ich hatte gestern geschrieben, dass es sich bei dem Brief nicht um eine Abmahnung handelt, sondern lediglich um eine Art „Hinweis“. Inwiefern die Begrifflichkeit korrekt ist, kläre ich so bald wie möglich mit einem Anwalt im Bereich Markenrecht. Fakt ist jedoch: Der Brief an den Held der Steine war nicht mit unmittelbaren Kosten verbunden.

Daher habe ich bewusst auf den Begriff „Abmahnung“ verzichtet, weil darunter im allgemeinen Sprachgebrauch viele Menschen eben eine kostenpflichtige Abmahnung verstehen. Es gab aber wohl durchaus die „Androhung“ von Kosten, sollte der Held der Steine den Aufforderungen im Brief nicht nachkommen.

LEGO wollte wohl nicht über den Brief reden

Eine weitere wichtige Info, die nochmal zeigt, wie die Kommunikationsstrategie von LEGO auf voller Linie versagt hat (wofür man durchaus kritisieren darf und vielleicht auch muss): In einem Interview mit RP Online hat der Held der Steine sich zu Wort gemeldet und erklärt, dass der Brief bei Aufnahme des Videos schon etwa 10 Tage alt war. Thomas hat wohl daraufhin mehrfach versucht mit LEGO über die Thematik zu sprechen und eine Lösung zu finden – dies wurde von LEGO allerdings nicht wahrgenommen:

Mir wurde die Echtheit des Schreibens bestätigt; die Kanzlei sei in der Tat auf Anweisung von LEGO tätig. Mehr nicht. Ich habe dem Konzern noch eine weitere Woche Zeit gegeben. Dann erst habe ich das Video aufgenommen und hochgeladen […]

Stellungnahme von LEGO

Ich habe gestern natürlich sofort über mehrere Stellen versucht Kontakt zur Pressestelle von LEGO aufzunehmen. Am Telefon wollte man mir keine Fragen beantworten, also habe ich schriftlich mehrere detaillierte Fragen an LEGO gesendet. Zurück kam die folgende Antwort, die ich hier ungekürzt präsentieren möchte:

Es ist die Mission der LEGO Gruppe, die „Baumeister von morgen“ durch kreatives Spielen und das damit verbundene Lernen zu inspirieren und zu fördern. Für uns steht neben dem Spielspaß Sicherheit sowie höchste Qualität jedes unserer Produkte und Angebote, sei es digital oder haptisch, immer an erster Stelle. Da es uns ein wichtiges Anliegen ist zu gewährleisten, dass unsere Kunden klar unterscheiden können, ob Sie ein offizielles LEGO Angebot nutzen, ein hochwertiges LEGO Set oder aber ein anderes Produkt erwerben haben wir über einen langen Zeitraum daran gearbeitet, dass Kinder und Eltern unsere Marke eindeutig wiedererkennen. Daher nehmen wir den Schutz unserer Markenrechte sehr ernst und wollen sicherstellen, dass Dritte keine Zeichen zur Eintragung bringen, die die LEGO Marke verwässern könnten, da dies aus unserer Sicht bei Zeichen mit einer Ähnlichkeit zu unseren Marken der Fall wäre.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir zu möglichen juristischen Sachverhalten und Einzelfällen darüber hinaus keine Aussagen treffen können.

Wir wissen, dass das Bauen und kreative Spielen mit LEGO Steinen kleine wie große Fans begeistert. Für uns ist es sehr wichtig, in engem Kontakt mit unseren Fans in der ganzen Welt zu stehen. Wir schätzen die Meinung und das Feedback unserer Fans und nehmen dieses sehr ernst, sowohl positive als auch kritische Rückmeldungen. Derzeit kümmern sich zum Beispiel etwa 20 Mitarbeiter um die AFOL Community sowie um alle Aktivitäten, die damit in Verbindung stehen. Auch Rückmeldungen zu unseren Produkten, die wir zum Beispiel in Form von Videobeiträgen auf YouTube erhalten, sind für uns wertvoll. Wir sprechen uns klar für eine freie Meinungsäußerung aus und respektieren daher selbstverständlich auch kritische Stimmen.

Wir legen großen Wert darauf, unser Angebot stetig bestmöglich weiterzuentwickeln. Denn das Bauen mit LEGO Steinen macht einfach Spaß – ob zusammen oder allein, klein oder groß.

Inhaltlich ist diese Antwort für mich (um es sehr vorsichtig auszudrücken) absolut wertlos. Keine meiner Fragen an LEGO wurde hiermit beantwortet. Hier lässt LEGO leider jegliche Chance aus, auf die Thematik angemessen zu reagieren. Naja, Schade.

Videos zum Thema

Wer sich das Thema lieber (oder nochmal) in Form eines Videos anschauen will, findet mein Video im StoneWars Youtube Kanal oder eben hier:

Außerdem bin ich gestern (leider erst zu einem späteren Zeitpunkt so. ca ab Minute 26:00) in eine Diskussionsrunde bei BenBricks auf Youtube eingestiegen. Ryk, der ja mittlerweile das Team von StoneWars als Autor verstärkt, war allerdings von Anfang an dabei:

Zu guter letzt will ich euch noch ein Video vom Rechtsanwalt Christian Solmecke ans Herz legen, die Thematik beleuchtet hat. Meiner Meinung nach fehlen Solmecke hier noch einige Fakten, daher hoffe ich, dass noch zweites Video zu dem Thema kommt – eine rechtlich versierte (und nicht nur laienhafte) Einschätzung wäre in dem Fall wirklich sehr willkommen!

Über Lukas Kurth 365 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 27 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

176 Kommentare

  1. Das ist wirklich ein starkes Stück.
    Ich hoffe LEGO wusste worauf Sie sich einlassen, als der Anwalt beauftragt wurde.
    Das BrickHeadz Logo ist noch nicht geschützt und vllt wird es auch nie dazu kommen, sollte die Serie wirklich mal enden.

    • Anwälte werden in solchen Fälle selten gezielt wegen einer Sache eingesetzt, sondern tendentiell eher mit dem generellen Schutz der Marken-, Patent- und Urheberrechte beauftragt. Es ist also unter Umständen sogar vorstellbar, dass in Grasbrunn niemand von dem speziellem Schreiben wusste. In Billund interessiert sich dafür garantiert sowieso niemand.

    • Hallo Jens und Stonewars Comunity,
      ich finde das ist endlich mal ein sachlicher Artikel zu diesem Thema, was man von den ganzen Shitstorm nicht erwarten kann. Um auf das einzugehen ob LEGO wusste, worauf Sie sich einlassen, kann ich mit großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass Sie es nicht wussten und das ist bei einem Konzern in dieser größe ganz normal, da hier rechtliche Themen in der Regel fremdvergeben werden, genauso wie teile des Marketings, etc. Man kann und darf nicht die Entscheidungsstrukturen von einem Großkonzern mit denen eines Kleinbetriebes vergleichen, da anscheinend viele im glauben sind, dass sämtliche Entscheidungen an einem Tisch getroffen werden. Es sollte sich auch von dem Gedanken gelöst werden, dass ein Anwanlt für diesen Fall angagiert wurde. Die Kanzlei wird von LEGO für Markenrechtliche Themen in einer Art Gewerk betrieben, wie es bei Firmen in dieser Größe eigentlich normal ist. Der Brief von der Kanzlei kam zustande, da Thomas sein Logo als Markenlogo eintragen wollte, so wie ich das verstanden habe. Da in diesem Fall LEGO wie oben beschrieben wurde ein Vetorecht hat, hätte Thomas mit so einem Schreiben rechnen müssen. Dazu ist es ja noch nicht mal eine richtige Abmahnung, so wie ich es aus mehreren Quellen verstanden habe. Ich bin mal gespannt, wie das ganze ausgeht und hoffe, der ganze Shitstorm hat bald ein Ende. Ich finde das irgendwie Peinlich, wie sich einige Leute im schutze des Internets aufführen, da es irgendwo auch ein schlechtes Licht auf die Comunity wirft.

      • Dein Kommentar lässt eigentlich nur einen Schluß zu: Du hast nichts auf Faecbook gelesen. Alle Einträge bei LEGO sind recht sachlich, aufgebracht, aber durchaus sachlich…. nix mit peinlich…. Peinlich ist, das LEGO 0,0 reagiert hat, das macht man nicht bei einem Shitstorm. Überhaupt wäre ein Anruf cleverer gewesen…

        • Aber das ist ja genau der Punkt, warum es nicht sachlich ist. Es gibt überhaupt keinen Grund aufgebracht zu sein. Für Thomas ist die ganze Aktion doch ein Erfolg von Anfang bis Ende. Er hätte sich nichts besseres Wünschen können.
          „Ein Anruf wäre cleverer gewesen“ erscheint mir kleinlich. So ein Brief hat doch auch was. Man schreibt viel zu wenig Briefe. Aber zu dem Thema sagt Lukas auch was im Video.

          • @Figura, das ist doch Quatsch! Das sagt er vor der Kamera nur so.
            Es ist aber so, dass ihm dadurch Schäden für ein paar wenige tausend Euro entstehen (so stand es in einem bericht) durch die Änderung, viel Arbeit, weil er JEDES Video rein rechtlich nun auch ändern muss und zwar mit dem Satz: „[…] in meinem wunderbaren kleinen !!!LEGO!!!-Lädchen an einem fantastischen Tag“
            Natürlich ist das für ihn eine riesige Freude, als kleiner Mann zahlen zu dürfen. Er hat auch den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Videos zu ändern. Deshalb mag er ja die Spielereien mit Bildchen einblenden und und und, wie klemmbausteinlyrik das immer macht!
            Sorry, dass ich das so sage, aber du liegst falsch in meinen Augen!
            Die Kosten erkläre ich mir aus der Entsorgung des alten Schildes im/am Laden und die Herstellung eines neuen. Ich war da leider noch nie, das können die Besucher die dort waren vielleicht besser sagen, was er an Schildern mit HdS hat. Aber selbst wenn keine Kosten wären: Die Arbeit bleibt für hunderte videos! Und das wo er fast nie Zeit hat! Und das hat er nicht verdient diese unnötige Arbeit!

          • Er muss nicht alle seine Videos ändern, keine Angst. Die Videos sind rechtlich völlig unbedenklich und können sie bleiben.

            Und zu den Schildern: Er hat ein LEGO-Logo draußen am Laden hängen. Das nimmt er jetzt ab, weil er auf eigenen Wunsch hin die Geschäftsbeziehung zu LEGO beendet hat. Die Kosten für das neue Schild kann man also LEGO nicht anhängen.

            Der Schaden der entsteht liegt hauptsächlich bei den Tassen und T-Shirts, die jetzt unverkäuflich sind. Das sind aber nicht allzu viele.

      • Nüchtern betrachtet gibt es einen deutschsprachigen Händler, der vom LEGO Konzern vielleicht zu Recht einen Schuss vor den Bug gesetzt bekommt. Keiner, der nicht direkt Betroffenen, der all das liest und hört, weiss, was zwischen diesem Konzern, diesem Händler und deren Anwälten vor sich geht. Offensichtlich besteht zwischen den beiden keine Harmonie. Dennoch lebten bislang beide Parteien mit Sicherheit sehr gut von dem, was verkauft wurde.
        Der Aktiengesellschaft LEGO passt es jedoch mit Sicherheit nicht, dass der Händler mit Leidenschaft, ungeschönt kritisiert, weil das den Umsatz reduziert. Insofern ergreife ich keine Partei.
        Mich interessiert die offene zumeist berechtigte Kritik scheinbar mehr als den LEGO Konzern, wo man für Kritik nicht empfänglich zu sein scheint. Aber vielleicht kann man von einem Konzern, der nüchtern betrachtet auch Kriegsspielzeug produziert (StarWars und Ninjago), wo z.B. auf einem Karton (LEGO 70615) mit einem „von Menschenhand gesteuertem Roboter mit Flammwerfer“ geworben wird, der auf Menschenjagd ist, nicht all zuviel erwarten.

      • Ich kannte den Youtuber bis dato gar nicht und darum geht es. Würde er professionell agieren, wäre das alles gar nicht an die Öffentlichkeit gekommen. Das ist reine Werbung für ihn und macht ihn in meinen Augen unsympathisch.

        Wer denkt, dass das nicht von dem Youtuber genauso gewollt war, sollte sich mal mehr mit Social Media auseinander setzen.

        • Ganz genau so isses. Der HdS hat eine solche Reichweite, dass er diese Werbung NICHT NÖTIG HAT. Zudem sollte er potenzielle Kunden durchaus über Konzeptänderungen informieren. Und dann natürlich auch über den Grund. Übrigens: Ich bin, was die Kritik an LEGO angeht, gar nicht beim Helden. Aus dem Erfolg von Playmobil (Burgen, Piraten, Raumschiffe ohne Lizenzthema…), Kindern, die bei LEGO-Events Burgen bauen und der Tatsache, dass der Held der Steine hauptsächlich Feedback seiner Kunden ausspricht, lässt sich nur schließen, dass er Unrecht hat. Dass LEGO international agiert ist KEIN Argument; wer chinaexklusive Sets produziert, kann auch ´ne Burg ausschließlich auf europäischem Boden verkaufen. Würde LEGO aber ganz sicher ruinieren. Natürlich. Sicher doch. Zumal: Hält LEGO uns für so doof, dass wir Videos vom LEGO-Kritiker schlechthin mit einem Konzern verwechseln, der sich über seine Produkte nur mit lobendstem Geschwurbel zu äußern weiß? Ernsthaft???

      • „Man kann und darf nicht die Entscheidungsstrukturen von einem Großkonzern mit denen eines Kleinbetriebes vergleichen, da anscheinend viele im glauben sind, dass sämtliche Entscheidungen an einem Tisch getroffen werden. Es sollte sich auch von dem Gedanken gelöst werden, dass ein Anwanlt für diesen Fall angagiert wurde. Die Kanzlei wird von LEGO für Markenrechtliche Themen in einer Art Gewerk betrieben, wie es bei Firmen in dieser Größe eigentlich normal ist. Der Brief von der Kanzlei kam zustande, da Thomas sein Logo als Markenlogo eintragen wollte, so wie ich das verstanden habe“

        GENAU so etwas in der Arte hätte LEGO als schnellstmögliche Reaktion verfassen müssen!… das haben viele erwartet! ABER das haben sie NICHT! Stattdessen wurde munter irgend ein Mülle gepostet als wäre nichts gewesen. Dazu kommt noch eine wertlose Stellungnahme mit dem Satz am Schluss „Bauen mit LEGO Steinen macht einfach Spaß – ob zusammen oder allein, klein oder groß.“ Paradebeispiel wie mans falsch macht in meinen Augen. Auch wenn ich genauso finde, dass die Reaktion etwas überschlagen hat. Dürfte aber daran liegen, dass hier viele Emotionen mit im Spiel sind. Die tolle LEGO Firma, die bei vielen mit Erinnerungen aus der Kindheit verbunden ist, ist plötzlich ganz „böse“ geworden und schießt mit mit Anwaltskanonen auf LegoFanSpatzen…

        • „Die tolle LEGO Firma, die bei vielen mit Erinnerungen aus der Kindheit verbunden ist, ist plötzlich ganz „böse“ geworden und schießt mit mit Anwaltskanonen auf LegoFanSpatzen…“

          Ja. Emotionen. Da kommt man jetzt mit Vernunft und Nachdenken oder ein paar klärenden Tatsachen bei vielen einfach nicht mehr weiter, die bestimmt ansonsten denken, ihr Kopf funktioniere eigentlich gut genug. Aber wenn man erst einmal ins moralische Entrüsten gekommen ist, dann ist eben alles vergebens.

        • Lego hat doch genau das komuniziert, nur in Konzern üblicher Weise zu spät und über irgendwelche influencer 🙂

          Mal im Ernst: Selbst wenn Lego den Patentanwalt vollends ausgesourced hat (was ich mir denken kann), dann sendet der vor dem Schriftwechsel nach aussen garantiert zuvor entweder eine Liste mit „Abmahnvorhaben“ oder -vielleicht nur auf Verlangen- den gesamten Schriftsatz.

          Diese Info liegt der Konzernleitung vor und die wird diese Info auch an die Länderchef weiter reichen. Dort wurde meiner Ansicht nach geschlafen, dass man den potentiellen Impackt auf die Maarke falsch eingeschätzt hat. Grosskonzern eben.

  2. Ich verstehe nicht, was das Logo des Helden prinzipiell mit Lego zu tun hat?
    Du argumentierst: „die dem LEGO Stein zumindest in Grundzügen ähnelt“

    Es sieht anders aus, hat ne andere Farbe, ist nicht mal ansatzweise gleich?
    Oder wird jetzt alles was Noppen hat verklagt(sorry, eine Klage angedroht)?

    Was ist z. B. mit Kondomen? Die haben auch Noppen…

    Oder dem hier: http://666kb.com/i/e0l0em4xnxdpmpo6d.png

    In diesem Sinne ist das einfach stark übertrieben und ein Schlag ins Gesicht aller Lego Fans!

    • LEGO hat eine dreidimensionale Marke auf den LEGO Stein. Das Logo vom Held der Steine zeigt einen LEGO-Stein. Aus der Sicht von LEGO reicht das erstmal aus. Bisher hat LEGO ja auch nur gebeten, die Markenanmeldung zurück zu ziehen. Ein Richter hat hier ja noch nix entschieden und wird auch nichts entscheiden, da Thomas der Bitte nachgekommen ist.

      • Zitat: „Das Logo vom Held der Steine zeigt einen LEGO-Stein.“

        Das seh ich nicht so. Das Logo zeigt einen Klemmbaustein.
        Zu einem LEGO-Stein wird dieser erst durch den, auf die Noppen aufgedruckten, LEGO-Schriftzug.
        Und eben diesen sieht man ja im HdS-Logo nicht, weil perspektivisch von unten abgebildet.

  3. Ich finde das vorgehen von Lego unmöglich. Hätte man auch anders klären können.
    Meiner Meinung nach will man hier jemandem Schaden, der berechtigte Kritik an Lego übt.
    Ohne darüber nachzudenken, wie viel Umsatz Lego durch den Held der Steine macht.
    Hoffentlich bekommst du jetzt nicht auch noch so einen Brief.

    • Nein, ich werde keinen Brief bekommen, da ich nicht versuche eine Marke anzumelden. Und ich denke nicht, dass LEGO hier aufgrund der Kritik schaden will. Weil sie haben null Schaden zugefügt, sondern nur darum gebeten, das Logo nicht als Marke anzumelden.

    • Ist das so schwer mal die Lego-Hass-Brille abzusetzen und neutral zu urteilen?
      Der Held der Steine ist ein strittiger Typ, ich mag ihn nicht. Die Anmeldung des Logos war falsch und das wurde ihm mitgeteilt. Damit wäre alles gut.
      Dann macht der Held aber ein Video und beschwert sich und plaudert Briefinhalte aus. Das ist eigentlich strafrechtlich relevant.
      Wenn Lego in deinen Augen so schlimm ist, dann hör auf zu lesen und es zu kaufen. Ich finde auch vieles nicht richtig, aber als Kunde bekomme ich einen super Service. Die neue Duploeisenbahn war defekt (Motor ohne Ton) und ich hatte nach 7 Tagen ohne weitere Nachfragen kostenlos einen neuen Motor erhalten. Das macht kaum ein Konzern so schnell und ohne Nachweis des Besitzes.

      • „ist das so schwer… neutral zu urteilen?“.. und dann… „Der Held der Steine ist ein strittiger Typ, ich mag ihn nicht.“

        Du, echt ey. Das ist wirklich neutal. *Ironie*

        „plaudert Briefinhalte aus. Das ist eigentlich strafrechtlich relevant.“ Nö.
        https://drschwenke.de/darf-ich-eine-email-oder-ein-schreiben-im-internet-veroeffentlichen-eine-anleitung-in-7-schritten/

        Und weil du einen guten Service bei einem neuen Motor erfahren hast, ist jemand, der Lego in einigen Punkten kritisiert ein strittiger Typ oder wie? Au weia

        • Bitte zieht die Diskussion hier nicht auf ein so persönliches Niveau. Ich möchte hier ungerne Kommentare löschen, aber ich will auch keine gegenseitigen Schimpftiraden hier haben. Habt euch bitte ein bisschen lieb, okay? <3

      • “ Die Anmeldung des Logos war falsch und das wurde ihm mitgeteilt. Damit wäre alles gut… Dann macht der Held aber ein Video und beschwert sich und plaudert Briefinhalte aus. Das ist eigentlich strafrechtlich relevant.“
        Gar nichts hat er falsch gemacht und nichts ist hier strafrechtlich relevant.
        Er hat versucht eine Marke einzureichen, Lego hat gebeten das zu unterlassen. Das Logo wurde daraufhin geändert und der „Held der Steine“ teilt die Gründe für den Logowechsel bzw. den Wechsel der Geschäftsstrategie seiner Community mit. Das ist sein gutes Recht. Zudem beteuert er im Beitrag, dass er keineswegs die „Werte“ von Lego übernehmen und verwässern will.
        Weder ruft er zum Shitstorm auf, noch veröffentlich er Internas von Lego.

      • Also so langsam bekomme ich den Eindruck das viel so sehr an Lego hängen das sie alles verzeihen würden nur um nicht den Schritt gegen zu müssen Lego klar den Rücken zu kehren für eine Weile und sich mit andren Anbieter zufrieden zu geben. Das hat Lukas ja eben auch selber zu gegeben das er nur Lego will und kein anderen Klemmbausteinlieferant. Wenn man das Video von Thomas genau schaut dann sagt er aber auch das er mit der Geschäftsphilosophie nicht einverstanden ist. Also wie einige andere hier schon vermutet en, Das war nur ein Tropfen für das Fass. Und ja es scheint so, wenn man ein paar Videos von Thomas sieht, das Lego 1. viel zu teuer geworden ist. Und die Qualität bei Einigen Modellen sehr fragwürdig ist. So wie mit dem blauen Abschleppwagen der aus meiner Sicht seit der akritik wie Blei in den Regalen liegt. Und Lego deswegen ziemlich angefressen ist. Sonvermute ich da ist noch viel mehr gelaufen. Also wärest Du wirklich bereit sich vom echten Lego zu trennen wenn Lego sich doch als arrogant und beleidigtes hinweisresistentes Unternehmer präsentiert ?

        • Ehrlich gesagt: Nein. Mir geht es bei LEGO nämlich vor allem um die lizenzierten Sets: Star Wars, Harry Potter, Ghostbusters, Overwatch und viele mehr – all diese Lizenzen hat eben nur LEGO. Andere Hersteller verkaufen hier nur Kopien, was ich dann doch deutlich schlimmer finde als ein arrogantes Unternehmen. Wer andere Technic Fahrzeuge kaufen will, der kann das ja tun. Die sind (mir persönlich) sowieso ziemlich egal.

          Aber ich finde im großen und ganzen nicht, dass LEGO so arrogant ist wie hier viele behaupten. Es gibt Bereiche, die sind total beratungsresistent, ja. Aber nennt mir bitte einen Kundenservice eines so riesigen Unternehmens, des so kundenfreundlich agiert wie der von LEGO. Da kann nicht mal Apple mithalten, Amazon schon gar nicht. Und ich finde, sowas muss auch irgendwas zählen. Ja: LEGO macht nicht alles richtig. Aber eben auch nicht alles falsch.

  4. Danke für deinen ausführlichen Artikel und die Recherche im DPMA-Register! Finde die Sache mit der 3D-Marke seitens LEGO in der Tat sehr interessant 🙂

    Ich persönlich mag zwar Thomas‘ Erdmännchen – fand das alte Logo leider schöner bzw. besser.

    Wie schaut es nun mit euch aus? Das StoneWars-Logo hat ja noch mehr Ähnlichkeiten als Thomas‘ altes Logo.

  5. Ich kann die da nicht zustimmen.
    Das Logo welches der Held verwendet hat, zeigt den Stein aus einer anderen Perspektive, sowie nur drei Noppen.
    Im Gegensatz zu dem abgebildeten Legostein oder den Stonewarsstein ist das doch ein deutlicher Unterschied.

    • Die Ähnlichkeit ist aber doch groß genug, dass eine Verwechslung oder Assoziation nicht auszuschließen ist. Genaueres könnte nur ein Gerichtsverfahren klären, aber man muss auch dran denken, dass z.B. Yello-Strom ein Markenrecht-Gerichtsverfahren gegen Go Yellow gewonnen hat. Zwei Unternehmen in unterschiedlichen Branchen, und selbst da wurde entschieden, dass die Verwechslungsgefahr zu groß wäre. Allzu hoch sind die Ansprüche an die Ähnlichkeit also dann doch nicht.

      • Hi, da muss ich leider widersprechen: Das Urteil gegen GoYellow wurde von der nächsten Instanz, dem OLG München, wieder kassiert (AZ: 29U3700/06). Was man auch daran erkennt, dass GoYellow weit über zehn Jahre nach dem Rechtsstreit weiterhin geschäftlich als GmbH fungiert.

        Zum Thema: Rechtlich hat Lego vielleicht alles richtig gemacht, kommunikativ und in der Außendarstellung war es eine Katastrophe. Die Angelegenheit hätte man weitaus cooler und geräuscharm regeln können, stattdessen lässt man jetzt noch wertvolle Zeit verstreichen, um wenigstens etwas die Wogen zu glätten. Kurz gesagt, Auweia.

    • Hallo Peter, die Perspektive ist dabei egal! Es geht um einen 2×2 Stein in 3D, und genau das war das alte Logo des Helden. Stein des Anstoßes ist jedoch wirklich die Markenanmeldung. Er hätte sein altes Logo für den Youtube-Kanal etc. ja sogar behalten können. Bloß halt nicht als eigene Marke schützen. Völlig legaler und normaler Vorgang.

  6. Eigentlich kann man dazu nur sagen schade dass man es nicht schafft sich zusammen zu setzen.
    Man könnte so gut von einander Profitieren. Rechtlich alles nachvollziehbar aber aus Marketing Sicht ein Desaster. Danke wiedermal für einen tollen Artikel wie schon bei „Bares für Rares“. Macht weiter so klasse Beiträge.

    • Ich frage mich gerade, warum Thomas dies in seinem Video nicht erwähnt bzw. verschwiegen hat.
      Dass das deutsche Markenrecht nicht ganz koscher ist, weiß man ja schon länger. Für mich persönlich würde keine Verwechslunggefahr zwischen den beiden Logos geben. Allerdings hätte ich als Thomas auch das Held der Steine Logo nie als Marke eintragen lassen. Dafür wirkt es mir zu einfach. Sein neues Logo hat da mehr Potenzial. Aber wird wohl schon von Disney verwendet werden 😉
      @StoneWars: Danke für den informationsreichen Artikel!

      • Ganz klar. Er fühlt sich jetzt dumm weil er versucht hat ein ähnliches Logo anzumelden. Er hat mit der Anmeldung bestimmt einiges vorgehabt und da hat ihm Lego einfach ein Riegel vorgeschoben. Ich guck echt gern seine Videos aber diesmal hat er scheisse gebaut und das gefällt ihm nicht.

  7. Unabhängig davon, wie sich der Sachverhalt im Konkreten darstellt, sind die von LEGO getroffenen Maßnahmen alles andere als nachvollziehbar. Auch ein anwaltlicher Hinweis hat eine andere Wirkung auf den Empfänger, als ein konstruktiver Austausch.

    Es wäre für LEGO ein Leichtes gewesen, die vermeintliche Markenrechtsverletzung bei einem persönlichen Termin zu besprochen und gemeinsam mit Herrn Panke nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Auch dies hätte in letzter Konsequenz wohl zur Änderung des Logos beigetragen. Aber es hätte die Geschäftsbeziehung zwischen LEGO und Herrn Panke nicht nachhaltig beschädigt.

    Dass LEGO also offensichtlich ohne vorherige Schlichtungsversuche einen Anwalt zur Durchsetzung ihrer Interessen beauftragt, wohlwissend, dass es sich bei Herrn Panke nicht um einen Gewerbetreibenden handelt, der die Marke LEGO schädigen möchte, ist äußerst kritikwürdig.

    Zusammenfassend ist also zu sagen, dass es vermutlich für Herrn Panke aber ganz gewiss für seine Abonnenten und Fans der Marke LEGO völlig irrelevant ist, ob der Konzern LEGO hier lediglich ihr markenrechtliches Interesse durchsetzen musste oder nicht. Sehr viel relevanter ist, wie der Konzern seine Interessen durchsetzt. Ein anwaltliches Schreiben zeugt jedenfalls nicht von einem guten Verhältnis zwischen LEGO und dem Einzelhandel per se.

    • „Es wäre für LEGO ein Leichtes gewesen, die vermeintliche Markenrechtsverletzung bei einem persönlichen Termin zu besprochen und gemeinsam mit Herrn Panke nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“
      ==> Vielleicht gab es diesbezüglich Bereitschaft eine Lösung zu finden.

      „Dass LEGO also offensichtlich ohne vorherige Schlichtungsversuche einen Anwalt zur Durchsetzung ihrer Interessen beauftrag“
      ==> Woher weisst Du das?

      Keiner kann nachvollziehen, was zwischen beiden Parteien passiert ist. Vielleicht wollte der Held seine Interessen durchsetzen ohne Kompromisse einzugehen.

      Fatal ist, dass Lego stumm bleibt. Ich bin gespannt, wie sich die Situation entwickeln wird.

      • Und wie bewertest Du dann, dass es von offizieller Seite Legos bisher keinerlei Statements zur Arbeit, Marketing, Kritik vom HdS gibt? Einen Influencer mit soviel so viel Einflusspotenzial zu ignorieren ist in der heutigen Zeit keine gute Idee und das allein reicht schon, dass viele Menschen ein Problem mit der Kommunikationsstrategie Legos haben. Dann reicht halt auch ein Faux-pas, der das Fass zum überlaufen bringt.
        Meiner Meinung ist das einfach sehr ungeschickt von Lego…

        • „Und wie bewertest Du dann, dass es von offizieller Seite Legos bisher keinerlei Statements zur Arbeit, Marketing, Kritik vom HdS gibt?“

          Ist das so?
          Friends hat mehr Pferde bekommen. Light & Sound ist wieder da. Es gibt Fallschirme und weitere Neuheiten. Die Sets zum Film sind diesmal sogar vor dem Film da.
          Bitte bedenke dabei: Die Reaktionszeit eines Großunternehmes ist langsamer.

          “ Einen Influencer mit soviel so viel Einflusspotenzial zu ignorieren ist in der heutigen Zeit keine gute Idee“
          Richtig. Die YT-Knälen beeinflussen die Massen. Wer die Veränderungen haben will, muss selbst tätig werden. Frage: Wer von den über 160.000 Abonennten (zzgl. sonstiger Views) hat seine Bedenken an Lego gerichtet?
          Ärgern ist einfach, aktiv werden erfordert Engagement.

          Was genau hätte Deiner Meinung nach Lego in seinem Statement sagen sollen, damit die deutschen Fans zufrieden sind? Beachte bei der Antwort, dass Lego international aufgestellt ist.

          Ich persönlich habe auch ein Problem mit Legos Kommunikation: Die Antworten des Kundenservice wirken automatisiert. Oftmals ist der Kundenservice nicht über Sachverhalte informiert. Das ärgert mich. Meine Erfahrung zeigt, dass es lohnenswert ist nachzuhaken.

          Ganz nebenbei bemerkt eine wunderschöne Marketingmaßnahme für den HdS. Innerhalb von 24 Stunden über 7.000 Abos gewonnen.
          Glückwunsch RP Online! Der Artikel ist an Einseitigkeit nicht zu übertreffen. Wo ist die Hinweis auf einen Disput im Markenrecht? Hatte Lego eine Chance sich zu äußern? Der Bericht ging um 07:26 online. Eine Kontakt zu Lego-Sprecher hat es anscheinend erst im Laufe des Vormittags gegeben. Fair?

          Wer sich ein Bild über den verantwortliche Journalisten machen möchte, sucht hier: https://rp-online.de/autor/tobias-jochheim-tojo/

    • Ich glaube persönlich nicht das Lego den Anwalt nach speziell im Fall „Held der Steine“ beauftragt hat diesen abzumahnen. Lego wird grundsätzlich einen Markenrechtsanwalt damit beauftragt haben Markenrechtsanmeldungen in Bild und Wortmarke zu beobachten. Das ist ein ganz üblicher Vorgang. Das dann ein Schreiben rausgeht „hey, finden wir nicht so cool, Ihr Logo verletzt unsere Bildmarke, bitte löschen“ ist auch ganz normal. Für den Laien stellt sich das natürlich anders dar wenn da unangekündigt ein Anwaltsschreiben in der Post liegt. Verschwörerische Absicht sehe ich gar nicht dahinter, zeigt aber wie Social Media und Influencer funktionieren und Strategien die vor 10 Jahren noch völlig üblich und normal waren heute ganz gewaltig in die Hosen gehen können. Speziell bei hochemotionalen Themen wie Spielzeug das eigentlich niemand „braucht“, aber haben will. Bei Lego wird man heute auch recht verwundert auf den Shitstorm geschaut haben, die waren vermutlich vorher gar nicht informiert. Bin gespannt ob beide Seiten daraus lernen und vielleicht sogar noch zu einer guten Übereinkunft kommen.

        • Und genau da liegt doch das Problem. Es macht die Firma LEGO in der Summe aller Kritik (und bei der bin ich auch nicht einmal voll beim HdS) einfach noch unsympathischer und deren Vorgehen in Kombination aus Innen- und Außenwirkung, zusammen mit Modell- und Preisgestaltung, einfach noch weniger nachvollziehbar.
          Rechtlich mag LEGO im zulässigen und begründeten Bereich und der HdS etwas verbergend gehandelt haben, wenn ich eine Kanzlei aber damit beauftrage generell (ich unterstelle keine direkte Ansetzung) bei solchen eventuellen Verletzungen tätig zu werden, dann sollte man besonders auf dem Level an Professionalität erwarten, dass sich die dann aufkommenden Fälle auch in Fragen der bisherigen Zusammenarbeit und der Marktposition angeschaut werden. Also nicht nur eine Frage der Kommunikation, sondern übergreifend auch der Organisation und Aufstellung.

    • „Unabhängig davon, wie sich der Sachverhalt im Konkreten darstellt, sind die von LEGO getroffenen Maßnahmen alles andere als nachvollziehbar.“
      Sorry, aber wie kann man so einen Satz schreiben. Das bedeutet, dass es Dir vollkommen wurscht ist, was eigentlich Sache ist, aus Deiner Sicht ist Lego auf alle Fälle der Böse. Alternative Fakten lassen grüßen.

    • Warum hat Herr Panke sich nicht im Vorfeld mit Lego zusammengesetzt und besprochen was er als Marke anmelden will um Merch zu verkaufen?
      Warum hat Herr Panke nicht bei Lego angerufen nachdem er den Brief bekommen hat und hat stattdessen ein Video gemacht in dem er nur sehr limitiert Informationen anspricht?

    • Eine sehr schöne Vorstellung einer freundlichen Welt, die Realität sieht allerdings ganz anders aus 🙂 Der weltgrößte Spielzeughersteller ist Kunde einer der weltgrößten Kanzleien, die für ihn unter anderem die Markenrechte schützt und überwacht. Kommt es zu einem Verstoß/Konflikt, handelt die Kanzlei bevollmächtigt und klärt die Angelegenheit im Sinne ihres Mandanten. Lego bekommt davon nicht mal was mit. Klingt jetzt vielleicht abgehoben, aber oft wird hier scheinbar vergessen wie riesig Lego ist! In deren Dimension ruft mal nicht eben jemand bei Thomas an um irgendwelche Standardvorgänge zu kommentieren, geschweige denn irgendwelche rechtlichen Angelegenheiten zu besprechen!
      Ein Schlichtungsversuch, wie von dir vorgeschlagen, wäre auch überhaupt nicht nötig gewesen. Das ganze war keine große Angelegenheit, zumindest solange bis Thomas sich dazu entschloss, in einem nebulösen und sehr frei interpretierbarem Video das ganze zu einem unglaublichen Skandal aufzublasen. War nur eben keiner. Kein feiner Zug von ihm, PR-technisch jedoch sehr klug. Auch ich bin im ersten Moment drauf reingefallen. Jetzt fühle ich mich allerdings manipuliert und auch instrumentalisiert, und das mag ich nicht.

  8. Ein sehr guter Beitrag zum dem Thema!
    Ich bin persönlich kein Freund von „Shitstorms“, gerade weil sie oftmals das Thema verfehlen.
    Trotzdem hoffe ich das der HdS auf seinem neuen Weg Erfolg hat und das Lego auch mal darüber nachdenken wie sie solche Situationen demnächst besser angeht.

    • Leider wird es die Schreihälse nicht verstummen lassen, die haben ihre Meinung und werden sich diese nicht durch Fakten zerstören lassen, vorallem da Thomas sicher unter klarem Kalkül „versäumt“ hat in seinem Video sein Versuch der Markenanmeldung darzulegen um wirklich transparent zu agieren und wenn der Mob erstmal mütet, sucht niemand nach Fakten.

  9. Danke für den ganz wunderbaren Artikel.
    Der erste den ich lese/schaue, der sich wirklich die Mühe gemacht hat, den Sachverhalt mit Hintergrundinfos relativ genau auszuleuchten.
    Leider ist das nicht bei allen der Fall. Bei promobricks bspw. wurde leider nur durch einen Kommentar auf den fahrenden Shitstorm-Zug aufgesprungen.
    Insofern: herzlichen Dank für deine Mühe und den „aha-effekt“!

  10. In erster Linie geht es doch eher um die Sache mit den „Qualitätserwartungen und Wertvorstellungen der Lego-Unternehmensgruppe“. So wie der Brief formuliert ist könnte man meinen, dass Lego bzw. deren beauftragte Anwälte, hier Lego ganz klar in einer „Das-Maß-der-Dinge-Stellung“ sehen. Da würde ich auch ausrasten. Das ist nämlich an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten.

    • Das ist halt eine Standardformulierung, die jeder Markenanwalt benutzt. Ein vorheriger Anruf bei Thomas mit ein paar erklärenden Worten wäre halt sinnvoll gewesen und hätte wahrscheinlich Wunder gewirkt.

    • Das sind doch sicherlich Standardfloskeln, die dieser Markenrechtsanwalt bei jedem Unternehmen einsetzt, dessen Rechte er durchsetzen soll. Selbstverständlich ist der Auftraggeber/Rechteinhaber „das Maß der Dinge“. Hätte der Anwalt etwa eine Fußnote einfügen sollen über fehlende Ritterburgen und Schienengeraden, oder wie? Das hat absolut nix miteinander zu tun.

      • Tja, auf Standardfloskeln gibt es eben im Jahre 2019 die Standard-Reaktion: Shitstorm ohne Ende, bis es der Standardfloskelschreiber gelernt hat, sich diffferenziert auszudrücken…
        Und anscheinend hat Lego keine PR-Abteilung, denn das ganz obige Geschreibsel geht ja nicht ansatzweise auf die Fragen von Stonewars ein. Da dürfte morgen einige Diskussion im Konzern Lego stattfinden.
        Zu dem Zeitpunkt, wo eine Firma nicht mehr weiß, was einzelne Konzernteile oder beauftragte Fremddienstleister tun, dauert es eh nicht mehr lange, bis der Riemen runter ist, weil Flexibilität fehlt, die heutzutage für den Unternehmenserfolg unabdingbar ist.
        Zumal der Brief unnötig ist, niemand mit Zurechnungsfähigkeit hätte aufgrund des angemeldeten Logos den HDS mit Lego verwechselt. Nicht ansatzweise! Dass Markenanwälte dem kompletten Volk gesammelte Unzurechnungsfähigkeit unterstellen, sollte man abmahnen!

  11. Sehr guter Artikel, danke dafür. Nun erklärrt sich einiges.
    Knackpunkt ist ja nicht unbedingt, DAS uns allen bekannte Lego Logo sondern der dreidimensionale Stein der als Marke registriert wurde. Ist mir zwar so nicht bekannt, aber wahrscheinlich übersieht man das auch einfach.
    Dieser sieht dem Held der Steine Logo tatsächlich ähnlich und man kann nun auch die Anwälte von Lego verstehen. Das son Riesenladen wie Lego sowas über Anwälte und nicht einem netten Anruf vom Chef persönlich regelt ist auch klar. Zumal es ja nur eine nette Aufforderung war das Logo zu ändern (ohne Geldbußen)
    Mit dem Hintergrundwissen scheint nun eher des Helden Video das Problem zu sein, da er seine Probleme mit Lego vermischt mit dem Brief vom Anwalt, bzw. die Zuschauer machen das.
    Abschließend: Es ist wie so oft, erscheint etwas absord sollte man doch erstmal die Hintergrundinfos kennen.

    • Finde es dennoch äußerst verblüffend, dass es bei Lego anscheinend keine Personen aka Key-Account-Manager oder ähnliches gibt, die sich gezielt um solche Kunden und Geschäftspartner wie Der Held der Steine oder auch andere Einzelhändler kümmern …

      • Es gibt bestimmt welche, allerdings bestimmt auch zu wenige 😉 Und durch sein geringes Absatzvolumen dürfte der Held der Steine halt nicht ganz oben auf der Liste stehen, auch wenn er wahrscheinlich der einflussreichste Händler ist, was die öffentliche Meinung angeht.

  12. Danke Lukas für deine objektive und vor allem auch rechtsbasierende Zusammenfassung!!!! Hoffe das lesen hier alle und vor allem auch zu Ende.
    Finde das ganze auch sehr schade. Ich selbst gehöre zu den vielen,vielen die vor allem auch wegen Thomas zu Lego zurück gefunden haben. Vor allem hab ich mir auch Sets gekauft die Thomas nicht so toll fand.
    Ich bin ganz klar der Meinung Lego hat mehr vom HdS provitiert als das es finanziell oder imagetechnisch geschädigt wurde!?
    Ich komme auch nicht davon ab,mir vorstellen zu können,das das schon ein gewollter „Schuß vor den Bug“ sein sollte.
    (Ich weiß ist offiziell nicht Kernthema!)
    Wie professionell und doch emotionslos Thomas darauf antwortet find ich aber auch sehr bemerkenswert! Ich hätte es wohl nicht geschafft die Wut und Enttäuschung nicht in mein Video zu packen.

    • Naja, es gab ja eigentlich nichts zu „wütend drüber sein“. Der Brief war ja nicht zahlungspflichtig. Im Prinzip war das eine rechtlich verklausulierte Bitte mit dem Inhalt: Bitte zieh deine Markenanmeldung zurück.

      • Naja,also superglücklich mit der Geschäftsbeziehung und der Firmenpolitik im Allgemeinen war Thomas ja schon lange nicht mehr!
        Ich weiß leider zu genau wie es bei den Großen abläuft. Gewinn über alles ist das Einzige das zählt. Den großen Einzell- und/oder Online-Versandhändler wird „der Zucker in den …..geblasen“ Und der Kleine 10qm Laden von nebenan der kein Umsatz bringt wird benachteiligt wo es geht. Ich könnte jetzt genügent Beispiele (Marken) nennen die so verfahren. Ich nehme mir aus persönlicher Erfahrung die Meinung raus mir schon vorstellen zu können wie Thomas das empfand.

  13. Zusammen wäre der bessere Weg gewesen, als gegeneinander. Das muss man einem Marktingexperten normal gar nicht sagen. Wie dumm kann man eigentlich sein, jemanden der kostenlos (wenn auch kritische) Werbung für mein Unternehmen macht so vor den Kopf zu stossen. Bin selbst auch jemand der nach 25 Jahren Pause wieder mit dem Bauen angefangen hat, und der dankbar ist dass DHDS die Spreu vom Weizen trennt (hat mich vor 2 Fehlkäufen bewahrt, dafür mich für 3 andere Sets begeistert). Natürlich muss man nicht jeden Kritikpunkt teilen, aber i.d.R. hat sie Hand und Fuss. Freu mich jedenfalls sehr auf die Wettbewerbsvorstellungen (der blaue F1 Flitzer aus den 50ern sah schon sehr vielversprechend aus).

    • So vor den Kopf zu stoßen? Es war doch Thomas, der den Stein ins Rollen gebracht hat, indem er ein rechtlich nicht zulässiges Logo zur Marke anmelden wollte, um damit Geld zu verdienen. Was sollte Lego denn deiner Meinung nach tun? Das ist hier nicht der Turnverein um die Ecke, Lego ist der weltgrößte Spielzeughersteller! im globalen Markt laufen die Dinge ein wenig anders als viele sich das hier offensichtlich vorstellen wollen und können

  14. Der Umstand der Markeneintragung (auch noch für SPIELWAREN!) ändert doch alles. Der HDS hat das Verfahren in Gang gebracht und Lego hat nur reagiert. Natürlich hätte Lego auch mal anrufen können um ihn zu bitten das ganze zu beenden, aber wahrscheinlich haben die doch eine externe Anwaltskanzlei mit der Wahrung ihrer Markenrechte vor Jahren beauftragt und nicken nicht jeden Widerspruch gegen neue Marken einzeln ab. Der Anwalt wiederum hat die freundlichste aller formellen, rechtssicheren Reaktionsmöglichkeiten gewählt. Für den Widerspruch läuft ja nun einmal auch eine Frist!

    Ich hätte mir wirklich gewünscht der HDS hätte die Information „Markeneintragung“ selbst gegeben. So wirkt das ganze jetzt auf mich so wie ein wohl kalkulierter Publicity Stunt, frei nach dem Motto: „Ich wollte schon länger vom Vollsortiment weg, jetzt habe ich einen tollen Anlass dafür und kann so tun als wäre dies ein Fall von David gegen Goliath.“

    Auch den großmütig erklärten Verzicht auf Lepin-Produkte empfinde ich jetzt als Farce. Auf der einen Seite das „Clonen“ von Lego-Sets verteufeln, auf der anderen Seite versuchen Lego den Lego-Baustein als Spielwarenmarke abzuluxen. Auch der Verweis auf „ein paar T-Shirts“ ist doch manipulativ. Für „ein paar T-Shirts“ lässt sich niemand eine Spielwaren(!)marke eintragen.

    • Das mit der Spielwarenmarke hat Thomas gemacht, um z.B. MOCs mit Anleitung unter seinem Namen zu verkaufen. Ist ja auch ein sinnvoller Zug für ihn als (Bricklink-)Händler. Er wollte ja nicht die Form des Steines als Spielware eintragen, sondern eben nur das Logo. Das das zu sehr ähneln würde, war ihm warscheinlich nicht bewusst. Böswillig war hier vom Held der Steine also auch nichts.

      • Hi Lukas,
        besten Dank für die guten Berichterstattung und die vielen klärenden Worte. Den Hinweis mit den MOC´s finde ich sehr interessant. Es gibt ja einige Adresse, die genau das tun, aber im Marketndesign „geschickter“ sind.

  15. Großartiger Beitrag, der tatsächlich etwas Licht ins Dunkel bringt! Ich verfolge die Diskussion nun seit gestern Vormittag und habe viele Kommentare gelesen, die einseitig die Solidarität zu Thomas unterstrichen. Wie es scheint, ist Lego im Recht, wenngleich man das Gefühl nicht loswird, dass Lego auf einen entsprechenden Brief verzichtet hätte, wenn Thomas sich weniger kritisch über Lego geäußert hätte. Und wie hier richtig dargestellt wird, sprechen wir nicht über eine Abmahnung! Viele der Kommentare lesen sich so, als hätte Lego den Helden der Steine auf eine Millionensumme verklagt. Die Entscheidung, keine Produkte mehr bei Lego zu beziehen, hat Thomas nun aus freien Stücken getroffen. Ich hoffe sehr, dass Thomas ein gutes Konzept für den Fortbestand seines Ladens hat und uns noch lange mit tollen Videos versorgt.

    • Ich denke mal mit Lego-Sets verkaufen lässt sich eh kaum Geld verdienen. Große Unternehmen machen die Gewinnmargen normalerweise so klein wie irgend möglich, weil sie genau wissen wie beliebt ihre Produkte sind.

    • Lego hätte rechtlich gar nicht auf diesen Brief verzichten dürfen, da sie sonst Gefahr liefen ihre starke Marke zu verlieren. Klingt komisch, ist aber so. Sie mussten also dagegen vorgehen. Ist aber ganz normal und total egal ober der Empfänger HdS oder sonst irgendwie heißt. Außerdem ist ja eine Kanzlei mit dem Schutz ihrer Markenrechte betraut. Ich traue mich auch zu sagen, das ist bis zum Lego-Konzern niemals durchgedrungen, so läuft das in diesen Größenordnungen eben.

  16. Danke für die Hintergrundinfos! Lego ist tatsächlich gezwungen, gegen Markenverletzungen vorzugehen, sonst kann ihnen die Marke gelöscht werden.
    Dass der Held Marken eingetragen hat, wusste ich nicht, auch bin ich von einer kostenpflichtigen Abmahnung ausgegangen. Eine solche hätte Lego ohne Weiteres aussprechen können, das hätte den Helden dann auch ein paar Tausend EUR gekostet.

    Genau genommen hat LEGO juristisch gemacht was sie machen mussten, und das auch in der mildest möglichen Form (abgesehen von einem Anruf, der schwer nachzuweisen gewesen wäre im Streitfall).

    • Die Formulierungen in dem Schreiben, von wegen Werte von Lego etc, waren trotzdem grober Unfug und zeigt die Denke hinter dem Legomanagement. Da darf man sich zurecht aufregen.

      • Das ist aber einfach so bei juristischen Formulierungen fürchte ich. Habe ich auch schon oft lesen müssen. Daher würde ich bei sowas immer ZUSÄTZLICH einen Anwalt anrufen lassen, der auch ein bisschen erklären kann und das ganze „übersetzt“.

  17. Der gesamte Shitstorm entlädt sich aktuell gegen Lego und seine RA/PR/Marketingabteilung. Diese werden höchstwahrscheinlich aber heute früh erstmal aus allen Wolken gefallen sein, da sie das weder gewusst, noch veranlasst haben. Wieso? Ganz einfach: Firmen wie Lego beauftragen Spezialkanzleien im Bereich Markenrecht, die ständig den weltweiten „Markt“ an Markenanmeldungen beobachten und im Falle eine drohenden Verletzung selbständig tätig werden. So auch in diesem Fall.

  18. Das Thema wird viel zu hoch aufgebauscht, als es wirlich ist. Vielleicht sollten die Leute einfach mal mehr wieder rausgehen, als nur vorm Rechner zu sitzen und nachplappern, was andere so von sich geben 🙁

  19. Vielen Dank für diesen Artikel, der bringt doch sehr viel Licht ins Dunkel, und hier war Lego wohl tatsächlich auch durchs Markenrecht gezwungen, das zu beanstanden. Das wirft auch kein gutes Licht auf Thomas Panke, dass der nicht offen damit umgeht, dass es um eine Markenanmeldung ging.

  20. Vielen Dank für die Details!
    Das mit den beiden Bauklötzen der Marken ist für mich nun klar.
    Schade, daß hätte durchaus im Vorfeld vermieden werden können,
    nur welcher Einzelkaufmann kann ohne den Rechtsbeistand solcher Konzerne
    alle rechtlichen Folgen abschätzen?

    Thomas Pranke hat den Zenit seiner Schaffenkraft noch nicht erreicht,
    seine Abwendung von LEGO hinterläßt in den Herzen der LEGOfans
    eine schmerzende Wunde!
    Für nicht wenige AFOLs wird dies zu einem Bruch mit LEGO führen.
    HdS und seine Art hatte mich wieder dazu gebracht,
    viele tausend Euro für LEGOs auszugeben, das ist definitiv vorbei!
    Eigentlich wollte ich mir auch das neue KinoMovie ansehen …
    Auch vorbei !

    Es ist keine „Rache“ oder Boykott,
    ich hab einfach die Freude an LEGO verloren.
    Schade, das mit Thomas Prankes Markenlogo, das hatte er nicht richtig bedacht.

    Für LEGO kann ich kein Mitleid empfinden,
    hier wäre vllt ein freundlicher Anruf unauffäliger
    und zielführender gewesen, dafür gibt TLG Millionenbeträge für
    Marketing und Rechtsanwälte aus.
    Ein Goliath muß seine Macht sensibler einsetzen,
    wenn er seine besten Freunde nicht zurquetschen will!

    • „nur welcher Einzelkaufmann kann ohne den Rechtsbeistand solcher Konzerne
      alle rechtlichen Folgen abschätzen?“

      Wer spricht denn von ohne Rechtsbeistand?
      Okay, auf die dreidimensionale Marke muss man erstmal kommen, aber kein Einzelhändler sollte sich ohne Rechtsbeistand im Geschäftsleben bewegen. Alleine die Informationspflichten bieten in DE viel zu viele Fallstricke.

  21. Danke für den ausführlichen Artikel, sehr schön beschrieben.
    Allerdings entschuldigt das für mich das Vorgehen von Lego nicht. Lego hätte schon viele Möglichkeiten gehabt auf verschiedensten Plattformen, mit der Kritik von Thomas konstruktiv umzugehen, ihm einen Dank für das Marketing auszusprechen, sogar gemeinsame kreative Aktionen könnten möglich sein (sofern es nicht in bezahlte Werbung ausartet). Anstattdessen werden einerseits Kleinhändler, wie hier ausführlich beschrieben (https://www.promobricks.de/kommentar-lego-vs-held-steine/75028) drangsaliert und die einzige Kommunikation von Lego findet über einen Anwalt statt. Korrespondenz zu den Kundenwünschen gleich null, plus die Tatsache, dass man den Kunden mit der Vorgehensweise für blöd verkauft.
    Deswegen der Shitstorm.

    • Ja, ich verstehe ja auch die Wut über die Art des vorgehens. Die PR Abteilung wusste entweder nichts davon, oder hat geschlafen. Ich habe bis jetzt auch noch keine Antwort der Pressestelle von LEGO zu dem Sachverhalt.

      Trotzdem sind Teile des Shitstorms jetzt zu krass, weil sie von falschen Tatsachen ausgehen.

      • Zustimmung!
        Solange ich nicht weiss, ob Lego von dem Brief überhaupt wusste, ob die Kanzlei ‚eigenmächtig‘ gehandelt hat (was ja eigentlich Sinn einer Beauftragung wäre), solange halte ich mich mit Schimpftiraden zurück.

  22. Danke Lukas für die Aufklärung!
    Das lässt die ganze Geschichte doch in einem völlig anderen Licht erscheinen.

    Ein anwaltlicher Brief mit einer (einigermaßen) freundlichen Aufforderung zum Logowechsel/Löschung der Marke ist absolut harmlos.

    Das Ganze hätte auch eine teure Abmahnung nach sich ziehen können.

    HdS (und die Shistorm-Meute) überzieht hier mMn total.

  23. Vollkommen unabhängig davon ob Lego im Recht ist oder nicht. Ein Mrd Unternehmen dass es nötig hat rechtlich gegen ein kleines 1-Mann-Unternehmen vorzugehen, dass (berechtigte) Kritik am Produkt äussert, aber auch gutes am Produkt hervorhebt, und nicht zu vergessen Werbung für das Mrd-Unternehmen macht, gibt sich per Se der Lächerlichkeit preis.

    • LEGO ist nicht vorgegangen wegen der Kritik, sondern wegen einer (vielleicht unbedachten) Markenanmeldung von Thomas. Man hätte dabei einfach anders vorgehen müssen, um dieses PR-Desaster zu verhindern.

      • Interessant ist, dass der Held bereits am 11.01.18 den ersten Versuch der Markeneintragung unternommen hat. Die Anmeldung wurde nach ca. 4 Monaten zurückgezogen und der Vorgang abgeschlossen.
        Ich kann Lego ein wenig verstehen: Im jetztigen zweiten Verfahren wurde ein Markenmuster mit den Zweck „Modellbausätze [Spielwaren]; Spielwaren“ beantragt. In Kombination mit den Logo könnte man die Grundung eines deutschen Spielwarenherstellers mit Klemmbausteinen unterstellen. Logisch, dass Lego darauf reagiert. Aus Gründen der Beweisführung hat das natürlich schriftlich zu erfolgen.

  24. Danke für die Einschätzung. Das wirft aber mMn noch folgende Fragen auf: a) Der Markenschutz von Lego bezieht sich auf 3D – die Schutzmarke vom Helden sollte Wort-Bild-Schutz werden. Warum ist dies trotzdem problematisch? b) Heißt dass, das jegliche Verwendung, eines wie auch immer gestalteten 2×2 Klemmbausteins in isometrischer Ansicht als Logo von Lego untersagt werden kann? c) soweit ich weiß müssen Marken genutzt werden, um den Schutzstatus zu behalten. Ist dies bei Lego tatsächlich der Fall?

    • Okay, ich versuche das mal mit meinem Laienwissen zu beantworten. Allerdings bin ich mir nicht bei allem sicher:

      a) Ja, sowas ist immer auch zwischen den verschiedenen Kategorien problematisch. Wenn ich jetzt die Wortmarke „StoneWars“ hätte und dann jemand eine Wort-Bild-Marke mit einem Logo und einem StoneWars-Schriftzug anmelden würde, könnte ich auch dagegen vorgehen.

      b) Schwierig. Die Nutzung als Logo wahrscheinlich nicht so wirklich. Wenn dann nur in einigen Nizza-Klassen. Gegen eine Markenanmeldung in dem Bereich wird LEGO immer vorgehen (müssen). Ob ein Gericht hier im Endeffekt LEGO recht geben würde, steht ja absolut in den Sternen. Nur den Gerichtsstreit will eben niemand führen.

      c) Ja, das ist bei LEGO der Fall. Es gibt ja T-Shirts mit LEGO-Steinen, LEGo-Läden und alles mögliche was irgendwie mit dem LEGO-Stein bedruckt ist. Daher ist hier definitiv eine Nutzung vorhanden.

  25. Da hast du echt einen guten Artikel geschrieben. Tolle Recherche.
    Das ganze hat jetzt natürlich einen etwas bitteren Beigeschmack gegenüber Thomas, der ja offenbar – wissentlich oder nicht – einige Details in seinem Video ausgelassen hat und die ganze Sache dazu nutzt, um sich nochmal mit einem ordentlichen Knall von Lego zu verabschieden.
    Der Kanzlei oder gar Lego würde ich hier auch keinen bösen Willen unterstellen, wie es hier schon in einem Kommentr gesagt wurde. Wahrscheinlich wurde die Kanzlei vor Jahren schon damit beauftragt Legos Markensnaprüche zu überwachen. Da wird dann eben so ein Brief rausgesendet, vielleicht auch ganz automatisch. Ohne vorher alles mit Lego abzusprechen. Und von der Kanzlei kann man auch nicht verlangen sich mit Thomas und seiner Situatiln im Speziellen vorher auseinander zu setzen, wenn sie lediglich für Markenrechtsansprüche engagiert wurde.
    Für mich sieht die Situation wie folgt aus: Lego wusste von der ganzen Aktion nichts und hat jetzt ein riesiges PR-Disaster. Die Kanzlei hat eigenständig gehandelt, weil es so mit dem Auftraggeber vereinbart ist (Es kommt dazu, dass es sich ja lediglich um einen Hinweis und eine Bitte handelte, noch nichts verbindliches – wahrscheinlich ein standardisiertes Schreiben. Wer hier ein persönliches Telefonat verlangt, gar von Lego selbst, den kann ich nicht verstehen. Wahrscheinlich müsste man dann in Billund eine eigene Abteilung mit Telefonisten eröffnen.). Und zu guter letzt inszeniert Thomas alles als Angriff gegen ihn persönlich, was ich leider sehr schade finde. Schließlich hat Lego lediglich das Recht zum Widerspruch angewandt, dass ihnen zusteht, falls jemand ein Noppenbild als Marke im Spielwareneinzelhandel eintragen lassen will.
    Für seinen YouTube Kanal hätte er das Logo ja offensichtlich weiter benutzen können. Eben nur nicht für seinen Laden.
    Letztendlich bleibt zu sagen, dass ich es schade finde, dass er sich als gestandener Mann so als Opfer inszeniert.

    LG Max

    • Thomas hätte auch einfach sagen können, das er darauf verzichtet sein Logo als Marke anzumelden und hätte es somit ganz normal weiter verwenden können und alles wäre Tutti – aber er wollte wohl auf biegen und brechen seine Heldentassen und Shirts unter der Markensicherung verkaufen und stellt sich nun als Opfer hin, was er einfach nicht ist, sondern in dem Fall sogar eher ein Blender, ich will nicht Lügner sagen aber er hat seine Community durch das Verheimlichen seiner Marken-Aktion und dem Auslassen der wichtigen Details des Anwaltschreibens hinter der Licht geführt und gezielt aufgestachelt und das macht ihn doch sehr unsympathisch.

    • Verzeihung, aber Sie scheinen da etwas zu verwechseln. Auch wenn man Anwälten nachsagt ein Herz aus Stein(en) ^^ zu haben, handelt es bei uns NICHT um Roboter. Und ich kann das aus eigener Erfahrung in dem Bereich sagen, wenn man einen solchen Fall hat, schaut man sich als ALLERERSTES an, wer der Gegner ist. Wenn auch nur der geringste Zweifel daran besteht, dass es sich um einen Geschäftspartner des Auftraggebers handelt, hält man natürlich vorher Rücksprache, wie vorzugehen ist.

      Es ist also im Gegenteil sehr wohl davon auszugehen, dass Lego von dem Vorgehen seiner Anwälte wusste und es so abgesegnet hat.

      Wenn überraschenderweise hier nicht, haben sie die falschen Anwälte beauftragt. Das wäre dann nur noch nen Auswahlverschulden ..

      Achja und weil es hier so dargestellt würde, als hätte die Anmeldung eines Logos als Wort-Bild-Marke zu Folge, dass Lego ihr Geschäft aufgeben müsste, das ist doch völliger Blödsinn. Oder verwenden sie die Worte „Held der Steine“? Ein abgewandelter Teil der Silhouette ist eben NICHT dasselbe.

      Es ist völlig normal, dass man im Geschäftsbetrieb sein Logo schützt. Und zwar gegen Nachahmer. Nicht gegen bestehende andere .. da hat man eh praktisch keine Chancen. Es wäre im Gegenteil dumm gewesen, das Held der Steine Logo nicht zu schützen.

  26. Danke für deine Recherche! Das erklärt auch, warum sich Lego nach jahrelanger Nutzung des Logos gerade jetzt meldet.
    Allerdings finde ich das Helden-Logo – gerade mit dem Schriftzug – zum Legostein so unterschiedlich, dass ein beabsichtigter Schutz der Legomarke lächerlich scheint. Was einen nach anderen Gründen suchen läßt… oder die o.g. Vermutung richtig aussehen lässt, dass eine Kanzlei ohne Lego-Ahnung über den Markenschutz wacht. Dumm gelaufen.

  27. Wer LEGO(R) verkauft unterschreibt jährlich eine Jahresvereinbarung, und hat einen Basisvertrag. Im Basisvertrag ist ausführlich beschrieben, wie man als offizieller LEGO-Händler Logos, Abbildungen, Steine etc. verwenden darf und wie nicht. Für die „Lesefaulen“ sind sogar Bilder dabei, wie Logos NICHT aussehen dürfen, wie die Größenverhältnisse etc. aussehen. Wer gegen diese Richtlinien verstößt, läuft 1. Gefahr weniger als den Maximalen Händlerrabatt zu bekommen, Neuheiten nicht als 1. zu bekommen und in letzter Konsequenz wird man nicht mehr beliefert. Ein HdS hält sich oft nicht an diese – auch von ihm unterschriebenen – Richtlinien. Konsequenz: Brief von Lego, sich an diese Richtlinien zu halten. Jede große Marke wird zumindest von ihren Retailern erwarten können, dass die Vereinbarungen eingehalten werden. Thomas lebt mittlerweile wohl besser von Klicks als vom Handel – spricht ja auch nichts dagegen. Finde es sehr schlau von ihm, durch die öffentlichmachung dieses normalen Prozesses generiert er sicher wieder viele Klicks. Gut für ihn, LEGO hat nichts falsch gemacht (in diesem Bezug)

  28. Hier werden wunderbar Theorien geschürt, Vermutungen aufgestellt und Leute in falsches Licht gestellt ohne echte Hintergründe. Alles nur reine Vermutungen und Zusammengereimtes aber.
    Anscheinend hat sich aber RP mal die Mühe gemacht Infos aus erster Hand zu besorgen: https://rp-online.de/panorama/deutschland/youtuber-held-der-steine-lego-ist-nicht-boshaft-nur-dusselig_aid-35784229

    Dass ein Händler irgendwann sein Logo als Wort-Bild Marke anmelden will ist absolut verständlich und ja jeder darf diese Anfechten -allerdings macht stets der Ton die Musik!

  29. Ich zitiere einen Kommentar aus dem Youtube Kanal von Thomas Panke:
    BGH, Beschlüsse vom 16.07.2009, Az. I ZB 53/07 und I ZB 55/07
    § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG

    Der BGH hat entschieden, dass der berühmte Legostein mit der typischen Anordnung von Noppen auf der Oberseite – welcher seit 1996 als dreidimensionale Marke für „Spielbausteine“ eingetragen worden war – nicht die Anforderungen einer dreidimensionalen Marke erfüllt und somit zu löschen ist. Nach dieser Bestimmung sind Zeichen dem Markenschutz nicht zugänglich, wenn sie ausschließlich aus einer Form bestehen, die zur Erreichung einer technischen Wirkung erforderlich ist. Der Vorschrift des § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG liegt der Rechtsgedanke zugrunde, dass im Allgemeininteresse Formen vom Markenschutz freigehalten werden müssen, deren wesentliche Merkmale eine technische Funktion erfüllen.

    Für die Frage der Eintragung des Spielbausteins als Marke sei ausschließlich auf die Klemmnoppen auf der Oberseite des Spielsteins abzustellen. Die quaderförmige Gestaltung des Steins könne für den Markenschutz nicht berücksichtigt werden, weil es sich um die Grundform der Warengattung handele. Die Noppen auf der Oberseite des Spielsteins hätten ausschließlich eine technische Funktion. Sie seien im Zusammenwirken mit der Gestaltung der Innenseite des Spielsteins Teil des für Lego typischen Klemmsystems. Über weitergehende nicht technische Gestaltungsmerkmale verfüge der Legobaustein nicht. Die technischen Bestandteile des Spielsteins müssen aber im Interesse der Wettbewerber vom Markenschutz freigehalten werden.

    http://www.damm-legal.de/bgh-der-legostein-ist-markenrechtlich-nicht-geschuetzt

    http://www.absatzwirtschaft.de/kein-europaeischer-markenschutz-fuer-legosteine-10070/

    https://www.derwesten.de/wirtschaft/lego-steine-sind-nicht-als-marke-geschuetzt-id3713128.html

    • Das ist richtig. All diese Artikel beziehen sich allerdings meines Wissens nach auf die Anmeldung des LEGO-Bausteines als Marke im Bereich Spielzeug, genauer gesagt Bausteine. Da hat LEGO in der Tat keinen Schutz bekommen und die Marken wurden auch entsprechend gelöscht. Kann man auch alles noch im DPMA finden.

      Was die Marke in Bezug auf Kleidung o.Ä. angeht: Die ist nach wie vor aktiv. Ob sie Bestand hätte, wenn jemand dagegen vorgeht, ist natürlich nicht klar.

  30. Ich teile nicht die Ansicht, dass es sich nur um reine Verteidigung der Marke ging. Ich bin davon überzeugt, dass es ein gezielter Angriff auf den HdS war. Zwar hat man offensichtlich auf Abmahnkosten verzichtet, aber mal ehrlich, das wäre für den Konzern ja eh nur Peanuts. Viel wichtiger ist doch, dass der HdS jetzt kein offizieller Lego-Händler mehr ist.
    Es ist doch geschickt gerade keine Abmahngebühren zu verlangen, um ganz offiziell seine Marke nur mit den besten Absichten a la „seht her, wir nehmen nicht mal Abmahngebühren“ zu schützen und gleichzeitig hinten rum „endlich“ den HdS loszuwerden. Dumm nur, dass man erst vor ein paar Wochen z. B. auch Promobricks als offizielles Fanmedium rausgekickt hat und da drängt sich mir dann schon eine klare Zielrichtung auf.

    • Der Held der Steine wurde nicht als Händler rausgeworfen, sondern hat aus eigenem Antrieb die Geschäftsbeziehung zu LEGO gekündigt. Ich habe eben lange und ausführlich mit ihm darüber geredet. Das einzige Problem war, dass LEGO vorher nicht auf diesen Brief hingewiesen und ihn erklärt hat. Für Thomas war das nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

      • Ich habe mich schon länger gefragt, wann es soweit ist. Wenn man mal die neueren mit den alten Videos vergleicht, merkt man, wie viel negativer die sind, auch bei Dingen, die den Held früher nicht gestört haben, obwohl sie immer schon problematisch waren.
        Ich habe den Eindruck, dass das blaue Elend die Kehrtwende war, und dann kriegte Thomas dafür soviel Zuspruch, dass er erstmal ein paar mehr hyperkritische Videos gemacht hat. Das hat sich dann scheinbar so verselbständigt, dass er jetzt echt nicht mehr mit den Produkten zufrieden ist. Vielleicht war es Zeit.
        Ich find’s schon eine ganze Weile schade, dass ihm die Begeisterung abhanden gekommen ist. Nicht mal die tollen Sets machen ihn mehr so richtig glücklich. Das hätte ich mir auch für ihn anders gewünscht.
        Ich werde mir jedenfalls trotzdem gespannt die neuen Videos ansehen, auch wenn ich nicht weiß, ob ich mit Cobi was anfangen kann. Kriegsspielzeug ist mir unangenehm, wenn es so realistisch ist.

      • Entweder man geht selber voran, oder man nervt die Gegenseite solange, bis diese den Schritt macht. Für mich nur eine Frage der Strategie.
        Die Frage lautet daher für mich nicht, wer den Schlussstrich gezogen hat. Sondern ob der Vorwurf mit normalem Menschenverstand und unter dem Aspekt einer laufenden Kundenbeziehung realistisch gerechtfertigt ist. Verwechsle ich das Logo des Helden mit dem der Dänen und könnte ich ernsthaft den Eindruck haben, Thomas ist in Wahrheit der Held der Dänen?
        Ein klares Nö und ich habe bisher auch noch keinen Kommentar gelesen, der auch nur Ansatzweise in Richtung „ggf.“ ginge. Wenn ich das -nur für mich- dann mal als sinnfreien Vorwurf einstufen darf, könnte man so einen sinnfreien Vorwurf aus markenrechtlichen Gründen ja ggf. noch gegen Wettbewerber/ Marktbegleiter verstehen. Gegen einen normalen Kunden jedoch eher wenig. Es sei denn man will ihn los werden. Wer haut denn seinen eigenen Kunden via Anwalt mit einem sinnfreien Vorwurf an und geht davon aus, es beschädigt nicht massiv die Geschäftsbeziehung. Richtig, niemand.

  31. Tja, da ertappt man sich selbst doch glatt dabei, das Differenzieren vergessen zu haben weil der gängige Narrativ so schön romantisch und einfach klang :)…. danke für den Artikel. Toll recherchiert und geschrieben!

  32. Auch ich habe gestern das Video vom Held der Steine kommentiert. Nach dem Bericht von Stonewars sehe ich das Ganze etwas differenzierter.

    – Thomas ist seit längerer Zeit unzufrieden mit LEGO (Preispolitik, Produktpalette, Qualität usw)
    – Thomas wollte das „Held der Steine“ Logo als Bild-/Wortmarke schützen lassen (Klasse 28,35,38)
    – Thomas ist auf „Qualitäts-Forschungs-Tour“ unterwegs

    Ich fasse meine Gedanken zusammen und spekuliere wild drauf los:

    „Ich suche mir in Fernost einen Klemmbausteinhersteller mit dem ich kooperiere. Dort lasse ich Sets (z.B. Burg, Pirat und Eisenbahn) produzieren und zwar mit meiner eingetragenen Marke „Held der Steine“(Klasse 28 für Modellbausätze/Spielwaren, Klasse 35 für Einzelhandel und Onlineversand, Klasse 38 Vorstellung der Sets bei Youtube.) Ich halte dann alle Rechte an den Set und kann sie verkaufen, versenden und bewerben. Ich erweitere mein Sortiment und biete den Kunden das was sie haben wollen.“

    Vielleicht war das Ende des LEGO-Ladens sowieso schon beschlossene Sache um wie er bereits selbst sagt wieder unabhängiger zu sein.
    Ob meine Theorie stimmt oder nicht kann nur Thomas selbst beantworten. Mich hat ein Satz in seinem Video stutzig gemacht „Ich möchte kein Inverkehrbringer werden…das muss NOCH nicht sein.“
    (Minute 16:25)

    • Sorry, aber da ist mal ganz schön viel Unterstellung dabei. Gegen deine Hypothese spricht ziemlich deutlich, dass der HdS seither überhaupt kein Interesse hatte, außer über BrickLink Produkte online zu vermarkten. Und wenn man einige seiner Videos gesehen hat, dann weiß man auch, dass ein Projekt solchen Ausmaßes nicht seiner Vorstellung entspricht. Mal abgesehen davon, dass es so ziemlich das Gegenteil von Unabhängigkeit ist.

  33. Sorry, aber die beiden Marken sehen so unterschiedlich aus – allein schon aufgrund des fetten Schriftzugs bei HdS – dass es absurd ist da eine Verwechslungsgefahr zu konstruieren.

    • Ich denke das auch. Eine Verwechslungsgefahr zu argumentieren ist vollkommen aus der Luft gegriffen und die wirklich nur vage ähnlichkeit des alten Held der Steine Logos mit dem geschützten 3D Abbild eines Legosteins keine überzeugende Grundlage für eine Ablehnung der Abbildung der Marke vom Held der Steine. Nur: Willst Du Dich ein als kleiner lokaler Händler rechtlich mit einem Weltkonzern streiten? Die Kanzlei im Auftrag von Lego hat hier ein Schreiben aufgesetzt um einzuschüchtern und hat sich damit in meinen Augen im Ton vergriffen. Nun, werden sie ja sehen, was sie davon haben. Ein Shitstorm ist schonmal da und gut möglich, dass damit Konkurrenzprodukten die Tür in Deutschland geöffnet wird…

  34. Und wieder einmal hat sich eine an sich harmlose Freizeitunterhaltung (HdS-Videos gucken und mit vierzig Jahren wieder bei Legsteinen gelandet zu sein) in etwas sehr Unschönes verwandelt… Danke für den etwas Licht ins Dunkle bringenden Artikel. Verstehe das Gebaren des HdS nicht… Nirgendwo (auch nicht auf rp-online) mal wirklich erklärende Worte über die Sache mit der Markenanmeldung…
    Was den Ton angeht, der die Musik macht: auch wenn es generisch war bzw. ist, aber in seinen Videos das Einnehmen von wie auch immer gearteten Substanzen oder das nicht mehr aus dem …koma-Aufwachen zu unterstellen, ist dann wohl normaler Umgangston..?
    Wer ist denn jetzt hier wem auf den Schlips getreten? (die Frage ist ernst gemeint, nicht ironisch).
    Angesichts einer tausendfachen Anhängerschaft wäre er nicht der Erste, dem ein wenig die Relationen verloren gehen…
    Wie hier bereits kommentiert wurde, einfach mal raus an die frische Luft gehen.
    Ich wollte am Sonntag nur ein Lego-Video sehen, stattdessen dieser Zug (und wir wissen ja vom HdS, was Züge sind).

  35. Ich habe eben das Kommentar von Panke in RP-Online gelesen. Vielleicht solltest du es noch einmal unter deinem Artikel hängen.

    Thomas hatte Lego angefragt, was nun Phase ist bzgl des Schreibens etc.
    Es kam nur ein: „Ja wir bestätigen das der Brief in unseren Namen ausgehändigt wurde“ oä. Das Video kam eine Woche später dann raus.

    Also hätte Lego eigentlich eine Woche Zeit gehabt einmal Alarm zu läuten. Sie setzen arrogant auf ihre eigenen Influenzer. Und das sie den Sturm aussitzen können bzw es sich leisten können ihn auszusitzen.

    Da muss ich allerdings sagen: Hier hat Lego den Schuss nicht gehört, wir sind nicht mehr im Jahr 2001, sondern im Jahr 2019 wo Leute nicht Fernsehen schauen sondern Youtube zum Entspannen und es gibt halt nun viele die den Held der Steine beim Legobauen zuhören und zusehen. Mich hat er auch dazu gebracht letztes Jahr mir seit 25 Jahren Abstinenz wieder mit Lego anzufangen.

    Wenn man sich dann noch einige Entscheidungen von Lego ansieht wie:
    Die Saturn V kommt 2017 raus, ist dann plötzlich 2019 zum 50ten Jahr der Mondlandung vergriffen und nicht vorrätig und man überlegt ob man sie wieder nachproduziert (sah ja im November/Dezember 2018 ja beinahe sogar so aus als ob sie ganz verschwindet). Dann kommt man zum Schluss das Lego den Zeitgeist total verpennt hat und nur noch Glückstreffer landet und dafür machen sie ein PR Desaster nach dem anderen. (40 Jahre Technik, habe ich mir Geschenkt dank TP)

    Wie gesagt die PR Abteilung hatte 6 Werktage Zeit zu reagieren, auf die Anfrage vom Held der Steine, es wurde aber nur lapidar bestätigt.

  36. Gut aufgeschlüsselt. Man muss sagen, dass Thomas den Sachverhalt auch unglücklich rübergebracht hat.
    In seinem Video erfährt man nicht den Grund, dass er versucht hat eine Marke anzumelden die dem LEGO-Stein ähnlich sieht. Klar geht LEGO dagegen vor.

  37. Erstmal ein Lob an den Sachlichen Artikel auch wenn ich einiges anders sehe.

    So ist das eigentliche Logo des dänischen Herstellers für mich, wie für viele andere der Name im roten Quadrat.

    Das Logo von Thomas zeigt da schon was anderes und im Grunde stammt der Noppenstein in seiner Urform aus England, was Lego durch Zukauf und der Weiterentwicklung am Ende nur verfeinert und weltweit zum Erfolg gebracht hat.

    Ob Thomas nun einige Infos gezielt oder unbewusst nicht den Zuschauern gesagt hat steht dennoch auf einen anderen Blatt.

    Ich hoffe das sich die Bogen wieder glätten und am Ende beide Seiten was aus der Sache lernen.

  38. Ich würde darauf tippen, dass der HdS einige Infos gezielt nicht gesagt hat… Der HdS scheint mir ein ziemlicher Schlaufuchs zu sein (ist absolut positiv gemeint und das Wort benutze ich schon seit Jahrzehnten), und plötzlich ist man ganz unbedarft und unbedacht..? Aber dann wäre ja vielleicht einigen treuen Zuschauern mal wieder bewusst geworden, dass der HdS ja HÄNDLER ist und eben nicht nur Legofan, mir ging es bei einigen Videos so und ich habe gerade bei den Youtube-Kommentaren manchmal so das Gefühl gehabt… Der PostIt-Zettel oben rechts sagt doch wohl alles… Stattdessen ist der Doofe in dieser Sache schon vorher klar, Lego natürlich, wer sonst, sind ja selber Schuld mit ihren dusseligen Sets…da hat der Tag doch Struktur.
    Von solchen Werten möchte ich mich wiederum distanzieren.
    Lego muss nämlich gar nichts, schon gar nicht auf den HdS hören oder ihn irgendwie anders behandeln als andere Vorgänge rund um solche Angelegenheiten. Das kann man doof finden, das kann man auch so sagen oder schreiben, es bleibt aber trotzdem dabei.
    Ja, die Firma besteht, weil viele, viele Menschen überzogen viel Geld für ihre Produkte ausgeben, aber Lego muss trotzdem gar nichts.
    Eine selten dämlich ambivalente Angelegenheit… ich wünsche sowohl dem HdS nur das Beste, als auch, dass Lego wieder die Kurve kriegt.

  39. Zunächst einmal: Danke für diesen sehr guten Artikel. Ich bin immer wieder begeistert wie ausgewogen eure Artikel sind.
    Ich möchte hier mal eine Lanze für die Lego Company brechen. Ich kann das Vorgehen von TLC verstehen. Wie beschrieben muss TLC gegen solche Markenrechtverletzungen vorgehen, wofür ich Verständnis habe insbesondere wenn man in China dies Zähnen und Klauen verteidigen muss.
    Auf der anderen Seite finde ich die Reaktion von HdS ein wenig überzogen deswegen nun zu drohen das man Legofremde Produkte vorstellt.
    Am peinlichsten finde ich allerdings die Reaktion der „Fans“ aufgrund einseitiger Informationen so einen Shitstorm zu veranstalten.

    Ich hasse die Tatsache dass sich diese nette beschauliche Community in einen Ragemob verwandelt aufgrund einer legalen Auseinandersetzung von zwei Firmen.

    • Lego muss gegen eine Markenrechtsverletzung vorgehen, wenn es denn eine gibt. Im vorliegenden Fall hingegen ist es wohlwollend ausgedrückt kreativ, eine solche zu konstruieren.

    • Ich fand die Reaktion vom Held nicht überzogen, sondern sie entspricht dem was er schon vorher immer in seinen Videos gesagt hat.

      Was überzogen ist, ist der Shitstorm gegen Lego. Zum einem wurde nichts, was interpretiert wurde so in dem Video gesagt und zum anderen waren die fehlenden Fakten (die u.a. hier und bei RP Online zu lesen sind) ja anscheinend einfach beim Helden erfragbar und auch aus seiner Sicht kein Geheimnis. Die Unterstellungen gegen ihn finde ich aber genauso überzogen. Er hat legitim als Unternehmer gehandelt. Das er ein solcher ist und als solcher auch auf YouTube handelt, hebt er selbst immer hervor (womit er sich von den anderen YouTubern tatsächlich unterscheidet). Nur scheint der gemeine YouTuber das wohl nicht (mehr) richtig einschätzen zu können was das bedeutet.

      Bei den fraglichen Marken selbst wird man wie üblich von zwei Juristen drei verschiedene Meinungen bekommen. Von daher sollte man auch sonst da nichts reininterpretieren.

  40. Lieber Lukas,

    vielen herzlichen Dank für das sehr ruhige, sachliche und dennoch informative Video zur Erklärung der Sachlage.
    Für mich einer der besten Beiträge zu diesem Thema.

    Großartig!

  41. Also Lego hat offensichtlich alles richtig gemacht. Macht aber nix. Ich werde nie wieder etwas von Lego kaufen. Da können sie juristisch noch so sauber davonkommen.

  42. Zudem bin ich der Meinung, dass die Betreiber der Seite Stonewars.de ein Abmahnschreiben von besagtem Anwalt erhalten sollten. Nicht nur, weil sie offensichlicht einen klar erkennbaren Lego Stein als Logo verwenden. Sondern auch weil sie offen Lego-Firmenprogpagande verbreiten. Was Kunden zum Gedanken verleiten kann, dass es sich bei den Betreibern von Stonewars.de tatsächlich um die Firma Lego handelt.

    • Lass die Drogen weg! Ernsthaft. Dein anderer Kommentar ist schon grenzwertig.
      Aber wenn der HdS alles in deinem Leben bedeutet, dann bleiben solche blinden, sinnleeren Kommentare nicht aus.

  43. Lieber Herr Kurth,

    Vielen Dank das Sie die Aufklärung angestoßen haben. Aber beim deuten des rechtlichen Sachverhaltes lasse ich mich lieber vom RA Solmecke überzeugen und der sieht die Gültigkeit der Marke auf die sie sich beziehen anders. Siehe: https://m.youtube.com/watch?v=g1n9peRdCy0

    Trotzdem danke für den Anstoß der zusätzlichen Aufklärung.

    • Hallo Patrik, ich bin da voll bei dir: Die Deutung der rechtlichen Situation sollte UNBEDINGT ein Rechtsanwalt machen. Aber: Er sollte auch ein wenig recherchieren und wissen, auf welche Marken LEGO sich da genau bezieht. Das bisherige Video von Solmecke bezieht sich nur auf Inhalte aus Thomas Video. Ich wünsche mir aber unbedingt, das Solmecke ein zweites Video macht, in dem weitere Informationen enthalten sind!

      Ich habe ja hier im Beitrag mehrfach betont: Ich bin kein Anwalt und kann das daher nicht rechtlich deuten. Ich kann nur versuchen, den Sichtweisen von Thomas einen Kontext zu geben.

  44. Bei der geradezu fanatischen Anhängerschar des Herrn Panke war ja ein Shitstorm für Lego (leider)zu erwarten. Mir geht diese schon beinahe religiöse „Heldenverehrung“ schon länger auf die Nerven. Ich halte Herrn Panke nicht für den lieben, harmlosen Kerl, der in seinem kleinem Lädchen herumwerkelt und nur mal offen seine Meinung sagt. Ich halte ihn für einen durchaus cleveren Geschäftsmann der seine Möglichkeiten als sog. Influencer knallhart ausnutzt, um seinen (darin dürfte er Lego recht ähnlich sein) Profit zu maximieren. Sein gutes Recht aber, dass es ihm offensichtlich Spaß macht, die Massen zu manipulieren, gefällt mir nicht! Bezeichnend ist doch, dass er in seinem Video vom Sonntag ein paar kleine aber nicht ganz unbedeutende Details nicht erwähnt. Z.B., dass der Anwaltsbrief (nur)eine Reaktion darauf ist, sich sein Logo als Marke eintragen zu lassen oder, dass er aktiv die Geschäftsbeziehung zu Lego abgebrochen hat und nicht umgekehrt oder, dass der Brief gar keine richtige Abmahnung war! Geschickt spielt er die Opferrolle und seine Jünger folgen ihm blind. Auch ich habe seine Videos eine zeitlang amüsiert betrachtet, tue das aber schon länger nicht mehr. Die ständige überzogene von selbstgefälligem Sarkasmus getragene Kritik kam mir zu den Ohren heraus.
    Aber vielleicht wird wenigstens das, wo er sich jetzt auch anderen Marken öffnet, wieder besser!

  45. Der Beitrag ist an sich relativ informativ, nur vergisst du 2 Sachen, die die wachsende Kritik an Lego schon rechtfertigen.

    A. Lego beharrt auf ein kaum durchzusetzenden Markenschutz.
    Du sagst, sie hätten das volle Recht ihre Marke schützen zu wollen, insbesondere auf Hinblick auf zukünftige Rechtsstreitigkeiten. Dabei ist eigentlich schon relativ klar, dass der 2×2 Stein mit Noppe kaum noch schützenswert ist als Marke.
    Damit ein Richter sich das auch nicht ansieht, damit der Markenschutz formell in den Büchern bleibt, schießt Lego auf die kleinen, die einen Rechtsstreit aus dem Weg gehen, so wie Panke.

    B. Die Begründung im Brief ist quatsch.
    Kein Mensch wird jemals Lego mit dem Held der Steine Laden verwechseln. Das zeigt eben auch, das sie keine wirkliche Begründung haben was zu A. führt.

    C. Lego beleidigt in dem Brief Panke.
    Man unterstellt ihm ziemlich deutlich, dass sein Laden und dessen Werte minderwertig im Vergleich zu den Werten der Lego Gruppe sind.
    Und hier ist Panke dann wohl die Hutschnur geplatzt. Lego, jener Konzern der in letzter Zeit eher mit Habgier und Ignoranz gegenüber den Fans gepunktet hat, wirft Panke vor, kein guten Werte zu haben. Da spielte Panke nicht mehr mit.

    • Diese Formulierung aus dem Brief ist meines Wissens nach eine Standardformulierung, die Unternehmen im Markenrecht nutzen. „Unsere Qualität ist so toll blabla, wir müssen sicherstellen blabla“ – genau so etwas hatte ich auch schon in der Post, allerdings nicht von LEGO.

      Das Problem ist, dass LEGO es massiv verkackt hat, seine Social Media Abteilungen vorzuwarnen und seine PR Abteilung in Stellung zu bringen. Oder alternativ eine Woche VORHER bei Thomas anrufen und ihm erklären, WARUM dieser Brief kommt und warum da das drin steht, was drin steht. LEGO hat einfach eine unfassbar miese Kommunikation – intern und extern.

      • Selbstverständlich ist das ein Standardschreiben. Die Kanzlei betreut auch nicht nur Lego, die schreiben solche Briefe ja regelmäßig.

        Irgendwem in der Kanzlei ist dann die Markenanmeldung von Panke aufgefallen, wahrscheinlich kennt dieser jemand den Youtube-Kanal auch gar nicht oder weiß wer Panke ist. Man kann Lego bzw. seine ausgelagerte Rechtsabteilung also auch kaum Böswilligkeit unterstellen. Die haben halt nur die Noppen gesehen, die Kopfzeile angepasst und den Brief ausgedruckt. Das machen die wahrscheinlich häufiger als wir denken.

        Aber das zeigt halt auch die Ignoranz von Lego (ja, Lego selbst hat hier gar nichts geschrieben, aber sie sind halt für diejenigen verantwortlich, der in ihren Namen Briefe verschicken darf), dass sie überall das Standardprozedere drauf werfen lassen und vorher nicht nachdenken.

        Und dann hat der Brief halt so schön gepasst mit der Formulierung damit C. gelingt, was ja reiner Zufall war, bzw. überhaupt nicht gepasst, sodass auch B. eintrat und fertig war das PR-Desaster.

        War dann halt der perfekte Brief für den perfekten Sturm und das alles nur, weil keiner nachdachte bevor man den nächsten Serienbrief verschickte.

  46. Eine wichtige Zusatzinformation, wenn er allerdings tatsächlich ein paar Tage Abstand ließ und LEGO nicht reagiert hat ist das seltsam.

    Konzerne haben außerdem nicht zwingend Recht und Marketing outgesourced, eher im Gegenteil werden andere Teile der Wertschöpfung ausgelagert – zB Wartungsarbeiten, Zulieferung von Teilen etc.

    Ungeschickt und umgelenk aber auf jedenfalls, wohl zu einem gewissen Grad von allen.

  47. Ic denke, es ist die aufgestaute Wut die sich hier entlädt. Wie LEGO mit Kritik, auch konstruktiver, umgeht – nämlich gar nicht. Das was die Kunden wollen, interessiert LEGO nicht. Und was so bitter ist: die zahlungskräftige Zielgruppe wird nicht ernst genommen, ja teilweise verhöhnt.
    Was in Deinem Artikel nicht erwähnt wird: Herr Panke hat nache dem Erhalt des Schreibens mit LEGO telefoniert und wollte die Sache klären, worauf aber nix kam eine Woche lang. Die Erfahrung hat er ja schon jahrelang gemacht und ich kann sie auch bestätigen: LEGO interessiert die Meinung des professionellen LEGO Kundens nicht. Kannst Dich ja mal mit nem LEGO Store Betreiber unterhalten, wozu das Online LEGO Feedback-Formuar nach Kauf in einem LEGO Store dient…

  48. Was soll Lego denn bitte sagen? Dass der HdS einige für die Bildung einer Meinung zu dieser Sache ganz entscheidende Dinge eben nicht erzählt hat? Macht man sowas denn? Das ist genauso miese Kommunikation (um es milde auszudrücken). Man könnte den Eindruck gewinnen, dass etliche Menschen das erst recht nicht aushalten würden.
    Ich bin nur zu froh über den sachlichen Bericht hier.
    Ich fühle mich verar…t, aber bestimmt nicht von Lego…
    Die Maßstäbe, die auf Lego angewendet werden, gelten die für den HdS nicht?

    Um mal Lepinmäßig zu kopieren, kann ich mich nur einem Kommentar auf YouTube zum Video vom HdS anschließen: Das Video vom HdS plus der Bericht hier ergibt dann auch nur Marketinggewäsch vom HdS in eigener Sache.

    Genauso schäbig wie Lego in vielen Punkten. Es wird nicht besser, weil es vom HdS kommt.

    • Man kann seinen Frust aber nachvollziehen.. oder etwa nicht? Du verkaufst Produkte für jemanden, der dir immer nur in die Fresse tritt. Das Anwaltsschreiben war doch nur die Spitze des Eisbergs. Er hatte ja auch schon oft genug darüber gesprochen, wie sehr man als kleiner LEGO Händler vom Weltkonzern im Stich gelassen wird (Beschränktes Sortiment, Verknappung der Ware, Niedrige Rabatte). Und er ist ja auch nicht der einzige, der darüber klagt. Dann macht er auch noch Youtube Videos und damit unbezahlte Promotion. Gedankt wird es ihm lt. RP-Online auch nie. Dafür kommt als I-Tüpfelchen ein Anwaltsschreiben rein, was man hätte mit einem einfachen Telefonat oder Mail hätte klären können. Und dass sich auf Nachfrage noch nicht mal einer bei LEGO sich dazu genötigt fühlt mit ihm zu sprechen.. Voila.. Ganz ehrlich? Wäre ich HDS, ich wäre glaube so richtig ausgetickt… Lego profitiert durch den Verkauf von Sets in seinem Laden gleichermaßen wie mit dem veröffentlichen von Videos auf seinem YOutubekanal. Als Anerkennung gibts Post vom Anwalt gegenüber.

      • Ich kann seinen Frust total nachvollziehen (mal abgesehen davon, dass den HdS doch hoffentlich niemand gezwungen hat, als Lego-Händler zu arbeiten, oder?). Und es wäre die Chance gewesen, sich völlig vom Lego-Gebahren abzuheben, indem man eben die ganze Geschichte erzählt.
        Warum nicht schon längst ein groß angelegter positiv besetzter Aufruf, das alle Fans/Zuschauer/Anhänger Lego anschreiben, anmailen, Kommentare hinterlassen usw. ? Genauso wie jetzt auch, aber eben nicht als Effekt einer nicht vollständigen Darstellung darüber, wie Lego auf die eigene Markenanmeldung reagiert hat. Bei seiner „Reichweite“ wäre das ja vielleicht genauso ein Wirkungstreffer gewesen. Nur so ein Gedanke.
        Wie gesagt, der Frust ist komplett nachvollziehbar, von allen Legofans, aber mir gefällt hier die Vorgehensweise ganz und gar nicht.

  49. ich empfehle folgendes Video zum Thema Lego Marke auf den 3D Stein / Logo von HdS:
    https://www.youtube.com/watch?v=g1n9peRdCy0
    scheinbar könnte unser HdS das anfechten, weil die Marke auf die 3D Abbildung vom Stein von einem dt. Gericht bereits 2009 für ungültig erklärt wurde, was natürlich kostspielig wäre und es auch ums Prinzip geht (mit Kanonen auf Spatzen schießen)

  50. Die Antwort von Lego … ahaahahahaha so gut. Feinstes Copy Paste aus irgendwelchen Konzernsprech-Bullshit-Bingo-Seminaren.

    Egal, wer in diesem Fall recht hat oder nicht – wir erleben das komplette kommunikative Versagen eines internationalen Unternehmens. Ein Fest!

  51. Und wenn es am Ende nur dazu dient, LEGO in Sachen Händlerumgang und Vertrieb darauf hinzuweisen, dass da nicht alles so sauber ist, finde ich das schon eine sehr gute Sache.
    Angeblich soll das Ganze ja mittlerweile auch auf reddit laufen, vielleicht nimmt es dann sogar noch internationale Züge an.

  52. Hallo Lukas,
    ich möchte einen konstruktiven kritischen Beitrag leisten. Du legst ja Wert auf eine sachliche und korrekte Darstellung der Ereignisse und die Erklärungen zum Markenrecht fand ich sehr aufschlussreich und interessant. Danke dafür. Allerdings lässt Du einige entscheidende Informationen weg, wodurch ein etwas schiefes Bild entsteht. Wenn Du sagst (ich verkürze es etwas), dass der Held hat selbst Schuld hat, dass er den Brief bekommen hat und Du deswegen findest, dass der Shitstrom etwas übertreiben sei, bildet dies auch nur einen Teil der Wahrheit.
    Thomas hat doch in dem Video erklärt, dass es eine Reihe von Vorkommnissen gab, mit dem Lego ihm das Leben schwer gemacht hat (Beispiel Plastiktüten). Und Du selbst hast auf Facebook geschrieben, dass Thomas Dir bestätigt hat, dass der Brief letztlich nur der Tropfen war, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Das erwähnst Du allerdings im Video nicht (warum auch immer).
    Und gerade diese Information zeigt meiner Ansicht nach, wie Lego mit seinen Fans umgeht. Für Lego gibt es offensichtlich nur „Kundschaft“. Das sind Leute, die in den Laden gehen, etwas kaufen (für sich selbst oder die Kinder). Das ganze dann aufbauen und dann nie wieder drüber nachdenken. Aus diesem Grunde gibt es auch eine Eisenbahn ohne Bahnhof, keine Erweiterungen für Technik-Sets usw. Von den wirklich schlecht konstruierten Sets, wie z.B. dem Harvester, der umkippt, wenn man den Arm zur Seite schwenkt, will ich gar nicht erst reden.
    Und weil Lego sich für seine Fans so ziemlich null interessiert, gehen sie auch auf Kritik nicht ein. Und das zeigt das Beispiel Held der Steine sehr deutlich. Lego hat eine Reihe von youtubern (z.B. Henry) mit denen sie zusammenarbeiten. Das ist auch erstmal völlig in Ordnung, es gibt aber nur ein sehr einseitiges (für Lego positives) Bild. Ich will Henry gar nicht kritisieren. Der macht sein Ding, bekommt die Sets von Lego kostenlos. Völlig ok. Dafür gibts dann auch bei (meiner Meinung nach) sehr schlechten Sets von ihm „nur“ 8 von 10 Punkten. Wie gesagt, das ist ok, ich schau mir auch das eine oder andere Video von Henry an aber es hat für mich wenig Informationswert.
    Und dass seh offenbar nicht nur ich so, sondern auch viele andere, deswegen hat Henry ca.40.000 Abos und der Held 160.000 Abos. Denn der sagt vollumfänglich seine Meinung und das gilt fürs Positive aber auch fürs Negative und dafür mögen ihn die Leute. Man hat nie den Eindruck, dass er sich kaufen lassen würde.
    Und da fällt Lego eben nichts anderes ein, als diesen Leuten das Leben möglichst schwer zu machen. Thomas sagt ja, dass es keinen Kontakt zu Lego gab und wenn dann nur negativ (indem sie ihm z.B. keine Tüten fürs Weihnachtsgeschäft liefern, und sehr wahrscheinlich noch andere Nadelstiche).
    Und genau aus diesem Grund ist der Shitstorm aus meiner Sicht mehr als berechtigt, weil es um die ganze Kundenpolitik von Lego geht! Es geht eben nicht nur um einen Brief! Thomas ist doch kein Dummkopf, der einfach so seine Geschäftsbeziehung zu Lego beendet nur weil sie ihm diesen Brief schreiben und sonst alles Bestens läuft. Ich finde, dass hättest Du ruhig auch in dem Video mal erwähnen können. Gerade wenn Du Wert auf eine sachliche Darstellung legst. Viele Grüße, Nik (PS. Ich habe den Kommentar auch bei youtube veröffentlicht und poste ihn hier nochmal. Ich hoffe, dass ist ok)

    • Hallo Nik, ich habe auf Youtube auch schonmal geantwortet und mache das jetzt auch nochmal hier:

      Danke für deinen langen Beitrag. Das Video hier ist ziemlich spontan und vor allem ohne Skript entstanden. Daher bitte ich um Verzeihung, dass einige Aspekte nicht rübergekommen sind. Ich hoffe, dass die allerdings im Blog alle rüberkommen und auch vollständig sind. Weil das letzte was ich hier betreiben will, ist ein Bashing vom Held der Steine. Ich will lediglich eine andere Perspektive auf das Thema geben und erklären, warum ich einige Auswüchse des Shitstorms („LEGO will einen Kritiker mundtot machen“) für übertrieben und Quatsch halte. Diese „Sticheleien“ gegen den Held der Steine gehen übrigens gegen alle kleineren Händler. Das mit den Tüten habe ich schon von vielen Händlern gehört – das ist also kein gezieltes Vorgehen gegen Thomas, sondern ein schlechtes Verhalten gegenüber kleinen Händlern.

      Ich war auch gestern persönlich bei Thomas und habe lange mit ihm über meinen Beitrag gesprochen. Es gibt hier also kein böses Blut oder so und ich will hier auch in keinster Weise die miese Kommunikation von LEGO verteidigen. Ich bin ja selber KEIN Partner von LEGO, sondern (wie z.B. auch Promobricks seit einiger Zeit) vollkommen unabhängig von LEGO. Ich habe bisher ein einziger mal ein kostenloses Set für eine Rezension von LEGO angenommen, werde das aber auch in Zukunft bleiben lassen. Es gab zwar keinerlei Vorgaben für irgendwas, aber bevor irgendwo ein falscher Eindruck entsteht, kaufe ich lieber alles selber und mache dafür ein weniger Rezensionen.

  53. Mein Bild auf das Schreiben ist durch Stonewars dahin gegenangen das Lego durch aus bei den Fan Artikeln und dem alten Helden Logo im recht ist.
    Es läst sich zwar darum Streiten wie ähnlich sich die 2 Logos tatsächlich sind. Aber lass ne Heldentasse runterfallen kaputt gehen und jemand verletzt sich daran dies könnte durch aus auf Lego zurückfallen.

    Durch die klare Abtrennung ist dem ha nun vorgebeugt.

    Das die Kommunikation von LEGO misserable ist und die art wie es Nik weiter oben beschrieben hat kommt hinzu.

    Das die Thematik für Thomas einfach auch als Händler schlechter wurde.
    Ist auch nicht von der Hand zu weisen.

    Seine Kritik über die Füchse und deren Entscheidungen unfertige AT-STs zu verkaufen als ein Beispiel. Würde bei mir wenn ich Händler einer Marke wär auch zu der Überlegung bringen. Mein Sortiment über mehrere Marken zu erweitern.

    Den Legos Betriebsmoloch wird noch mindestens 3 Jahre brauchen um die jetzigen Fehler auszubügeln.
    Technik Neuheiten 2018 habe. Wir ein Boot und einen Lader der Rest technic verne Autos.

    Durch die Reichweite von Thomas und der Vorstellung Von Mitbewerbern bekommt Lego mit Sicherheit zu Spüren im deutschsprachigen Raum.

  54. Das bedeutet aber doch,dass Lego das Logo von stonewars.de morgen als eigene Marke anmelden könnte und dann unter diesem Logo die wildesten Sachen veröffentlichen könnte, ohne dass Lukas Kurth das geringste dagegen machen könnte, oder? Vielleicht wäre eine Anmeldung eines eigenen Logos doch keine so dumme Idee?

      • Danke für die Antwort. Heißt also wenn ein Logo als Erkennungszeichen verwendet wird ist es vom Urheberrecht geschützt. Erst wenn das Logo quasi selbst zum Produkt werden soll wird es schwierig?

        • Nein, das Urheberrecht hat erstmal jeder, der ein Werk erschafft. Wenn du ein Foto machst, hast du ein Urheberrecht darauf und niemand anderes darf es einfach verwenden. So ist das bei diesem Logo auch: Das hat jemand erstellt und der hat das Urheberrecht. Da das hier ein externer Designer war, hat er mir für das Logo die exklusiven Nutzungsrechte überschrieben. Ich bin also nicht der Urheber, aber trotzdem der einzige, der dieses Logo nutzen darf.

          Manche Leute melden ihre Logos noch als Marke an, was die Position vor Gericht nochmal verstärken würde. Nehmen wir mal an jemand baut mein Logo „so ähnlich“ nach und schreibt auch stonewars.de da rein, dann kann er aktuell problemlos gefälschtes Merchandise verkaufen – das wird schwieriger (nicht unmöglich) wenn ich das Logo als Marke anmelden würde.

          Wo genau die Grenzen liegen, das muss mal ein Anwalt erläutern. Mein Wissen ziehe ich wie gesagt aus 2 Semestern Marken- und Patentrecht und viel persönlichem Interesse.

          • Eine Marke wird zur Marke sobald sie Verkehrsgeltung erlangt, unabhängig von jedweden Eintragungen beim DPMA.
            HdS hätte gegen jeden Plagiatsversuch seines alten Logos vorgehen können, auch ohne Markenanmeldung. Genauso wie Lego auch gegen HdS hätte vorgehen können hinsichtlich Ähnlichkeit zu Lego-Bildmarken.

            Da der Eintrag beim DPMA die Sachlage nicht ändert, ist die Interpretation, Lego habe seine Marken ob des Eintrags beim DPMA schützen wollen, wohlwollend spekulativ zugunsten Legos und sachlich zweifelhaft, da der Markeneintrag hinfällig wäre so Legos Rechte verletzt worden wären. Woher kommt denn diese Information?

          • Dennoch stärkt die offizielle Eintragung einer Marke als solche eben die Marke bzw. kann eine andere eingetragene Marke verwässern. Aber das Thema ist kompliziert, darüber streiten nicht umsonst sehr gut bezahlte Richter und Anwälte weltweit. Das man auch so gegen jeden Plagiatsversuch vorgehen kann, bezweifel ich ja nicht. Ich sage nur: Die Marke macht es einfacher – wie im Anschluss ein Richter entscheidet, steht in den Sternen. Wenn Markeneintragungen aber sinnlos wären, würde sie ja keiner nutzen.

            Und ich interpretiere hier NICHTS zugunsten von LEGO. Ich erkläre, warum große Konzerne so agieren. Das LEGO hier Mist gebaut hat, steht auch mehrfach hier im Beitrag drin. Ich versuche hier nur, in den unkontrollierten Shitstorm („ein Kritiker wurde nur aufgrund seiner Kritik Mundtot gemacht“) ein bisschen Sachlichkeit zu bringen.

            Und was meinst du mit „woher kommt diese Information“? Welche Information meinst du genau?

          • Der Markeneintrag ist für den HdS insofern nützlich, dass er Merchandise-Trittbrettfahrer sehr schnell von den Plattformen wie Spreadshirt o.ä. sperren kann. Lego könnte als Weltfirma sowas wahrscheinlich auch ohne Eintrag.

            Die Verschwörungstheorie, Kritiker würden mundtot gemacht, kaufe ich auch nicht. Lego ist ein technokratisch-ignoranter Moloch, dem der Kunde am Allerwertesten vorbeigeht: möglicher Markenverstoß -> Anwalt, Nachfragen unerwünscht.

            Der Firestorm resultiert aus genau dieser unternehmensimmanenten Ignoranz. Über die Form des Protests lässt sich sicher streiten. Eine Entlastung Legos à la „Ist halt ein arroganter Konzern, der sich null um seine Kunden kümmert“ finde ich albern.

          • Das Problem ist halt, dass HdS hier selbst zum Trittbrettfahrer wird.
            Das Logo ist definitiv geeignet, für ein offizielles Lego-Logo gehalten zu werden.

            Das dürfte so lange unkritisch sein, wie es fest mit Pankes Person und Kanal verbunden ist.

            Wenn er jetzt aber beginnt eigene Lego-Sets (ggf. sogar zusammengestellt aus Klemmbausteinen anderer Hersteller) auf den Markt zu bringen, begibt er sich in einen Bereich, wo er Legos Kerngeschäft angreift.

            Panke ist eben nicht der „kleine Youtuber“ von nebenan, sondern vor allem auch Geschäftsmann.

            Das sollte man nicht vergessen.
            Alleine mit Youtube und Affiliate-Links sollte er ein durchaus angemessenes Einkommen haben.

  55. Erstmal Dank an Lukas für die tolle Recherche, die Mühe selbst von Lego eine Antwort zu bekommen und auch die heutigen Updates.
    Rechtlich, moralisch mag man die Situation bewerten wie man mag. Allein an den Reaktionen merkt man sehr gut wie viel Emotion ein Hobby erwecken kann.
    Ich bin mir sicher wir alle haben mehr wie eine Quelle bei der wir uns über Bausteine informieren. Ich persönlich find viele Lego Sets toll, andere wiederum absolut grausam. Die Kritikpunkte sind letztlich immer ähnlich (Aufkleber, Preis/Leistung, Beleuchtung, Verfügbarkeit usw.). Ihr habt sie eigentlich alle schon mal gehört.
    Allein das Antwortschreiben an Lukas hier seitens der Firma Lego macht mich traurig. Standardphrasen: „Wir nehmen uns die Kritik unserer Fans sehr zu Herzen“
    Das kann doch nie im Leben deren ernst sein?
    Hab für mich jedenfalls noch mal ein älteres Video von Johnnys World (25 Alternativen zu Lego) entdeckt, und mir heute ein Set der Fa. Coby aus Polen besorgt. RC Panzer, beleuchtet, alke Steine bedruckt. Bin sehr angenehm überrascht. Für ca. 80€ das bekommen was ich bei Lego bemängele/schade finde. Leider ist es ein Panzer… Wenn die doch nur ein breiteres Sortiment hätten…

    Was ich damit sagen möchte: Lego benimmt sich wie ein Monopolist, da die meisten nicht gewillt sind schwerere Beschaffungsmöglichkeiten etc. auf sich zu nehmen. In anderen Bereichen funktioniert es ja auch. Glaube kein BMW Fahrer wird ernsthaft behaupten das Mercedes keine Autos bauen kann und umgekehrt. Fände etwas mehr gut verfügbarer Wettbewerb würd Lego in vielen Bereichen wieder besser machen. Ich jedenfalls werd ab sofort öfter über den berühmten Tellerrand schauen…

    • Cobi hat ein breites Sortiment! Wir haben vor Jahren deren Doctor Who Sets aus England importiert (als Character Building Sets von der BBC verkauft) und jetzt haben sie eine Lizenz von Jeep, da hab ich mir ein fengesteuertes Modell gekauft. Und als nächstes werde ich mir ein paar Autos im Maßstab 1:35 bestellen aus deren Youtimer Collection. Qualität ist recht ordentlich, mittlerweile haben sie auch den Cobi Schriftzug auf den Noppen. Cobi macht viele Formteile, die mir ein bischen zu weit gehen, aber dafür gibt es auch so einige Teile, die ich mir von Lego immer schon gewünscht habe. Allein eine 1×5 Platte lässt mein Herz höher schlagen… 🙂

  56. Laut Bild.de soll das ursprüngliche Logo vom HdS von Schülern entworfen worden sein. Dabei sollen diese sich an RIchtlinien von LEGO gehalten haben. Das macht das ganze natürlich noch interessanter. Hat jemand diese Richtlinien?

    • Funfact: LEGO beschreibt dort eigentlich ganz genau das, was sie jetzt getan haben: Sie verteidigen ihre Marke in solchen Fällen. Sogar dass der Legostein in manchen Ländern als Marke geschützt ist wird erwähnt.

  57. „Zunächst einmal: Es ist nichts unübliches im Markenrecht, dass Firmen ihre angemeldeten Marken verteidigen müssen. Denn: Wenn eine Marke nicht verteidigt und durchgesetzt wird, verliert sie irgendwann an Wert – vor allem vor Gericht. Das soll heißen: Wenn LEGO nicht versucht sich auch gegen „kleinere“ Markenrechtsverletzungen durchzusetzen, wird es irgendwann schwieriger vor Gericht zu argumentieren, falls es mal eine wirklich „schlimme“ Markenrechtsverletzung geben sollte.“
    Dies unterstellte Kausalität halte ich für schwierig. Der „Held der Steine“ stellt selber keine Klemmbausteine her und hat, bis zu diesem Zeitpunkt, nur mit Produkten von Lego gehandelt. Faktisch wird hier also gar nichts verletzt.
    Ob das rechtlich der Fall gewesen wäre, darüber kann man nur spekulieren.

    • Also: Zunächst mal geht es nicht um Bausteine, sondern um andere Bereiche wie z.B. „Einzelhandelsdienstleitungen im Bereich Spielzeug“. Außerdem (was mir Thomas ja bestätigt hat) gab es von ihm durchaus Überlegungen, mal irgendwann vorgepackte Sets als MOC zu verkaufen.

  58. LEGO kann gerne Marken anmelden – und HdS eben auch. Man bräuchte ein Crowd-Funding, um die Sache mal auszutesten. Wer sagt denn, dass LEGO Recht bekommt? Gleiches Recht für alle gilt leider nicht mehr, wenn man nicht das finanzielle Polster hat, vor Gericht auch verlieren zu können. Und genau die Karte spielt LEGO hier ohne mit der Wimper zu zucken. Da macht das Bauen doch Spaß für groß – nur eben nicht für klein.

  59. vor Kurzem räumte ein hochrangiger MA eines international operieren den Unternehmens auf der Spielwarenmesse in Nürnberg ein, es hätte kommunikativer zugehen können in der Causa.
    Bemerkenswert bleibt für mich dabei Besonnenheit bei der Analyse, die sowohl Herr Lukas Kurth, sowie eine ergebnisorientiert wirkende Gesprächsrunde am 21. dM bei YT unter Beweis gestellt haben.

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