Ganz großes Kino: Der LEGO 10327 Dune Atreides Royal Ornithopter im Review!

LEGO 10327 Dune Ornithopter Review Titelbild

Dune: Part One wurde von den Kritikern gefeiert, räumte 2022 bei den Oscars ab und Part Two dominiert derzeit an den Kinokassen. Meine Erwartungen an das erste LEGO Set zum epischen Science Fiction Franchise waren entsprechend hoch und doch bin ich noch völlig überrascht worden. Der LEGO 10327 Dune Atreides Royal Ornithopter ist ohne Frage ein außergewöhnliches, und für mich persönlich ein überragendes LEGO Set. Umso mehr möchte ich euch das Modell und alle acht beiliegenden Minifiguren daher heute in allen Facetten vorstellen!

Der LEGO 10327 Dune Atreides Royal Ornithopter ist mit Dune-Lizenz, ganzen acht Minifiguren und einem Innenleben aus LEGO Technic ein recht kontrovers diskutiertes Modell. Als Fan von Denis Villeneuves Dune-Adaption und langjähriger LEGO Technic Liebhaber ist es mir persönlich nicht schwergefallen, dieses Set zu mögen. Im Gegenteil: Besonders der Aufbau, den ich in dieser Review exzessiv thematisieren werde, hat mich begeistert. Wer bisher nicht von diesem Set überzeugt war, kann nach dieser Review also möglicherweise etwas positiver auf das Modell blicken. Wer sowieso schon vorhat, den Ornithopter zu bauen, sollte eher achtgeben, dass ich nicht zu viel vorwegnehme. Als Begleitung zu all den Bildern und meinem langen Text empfehle ich den Oscar-prämierten Dune Soundtrack von Hans Zimmer, den ihr zu Beispiel auf Spotify findet.

Allgemeine Infos zum Ornithopter

Der LEGO Dune Atreides Royal Ornithopter trägt die Setnummer 10327 und reiht sich damit in den Zahlenkreis von LEGO Icons mit ein. Es ist das erste Modell zum Dune Franchise und vorerst vermutlich auch das einzige. Dennoch ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass auch hier ein Nachfolger – ähnlich dem Barad Dur (10333) zu Bruchtal (10316) – innerhalb die Icons-Serie erscheinen könnte, wenn sich das Set als Erfolg erweist und der neue Kinofilm wieder Potenzial für LEGO Modelle bietet.

Apropos Dune 2: Ursprüngliche Gerüchte besagten, dass das Set bereits ab November letzte Jahres hätte im Handel verfügbar sein sollen. Zu dieser Zeit sollte auch der zweite Dune Kinofilm von Regisseur Denis Villeneuve im Kino anlaufen. Der Start verzögerte sich allerdings aufgrund des Schauspieler-Streiks um einige Monate. Auch ohne eine offizielle Stellungnahme von LEGO kann man davon ausgehen, dass das auch zur Verschiebung des Sets geführt hat. Der Dune Atreides Royal Ornithopter bezieht sich zwar auf den ersten Film, bildet aber für Warner Bros. sicherlich auch eine willkommene Werbemöglichkeit des Nachfolgers. Das dürfte auch zu der langen Zeitspanne zwischen Reveal und Release geführt haben: So wurde das Modell bereits Ende Oktober gezeigt, ist nun aber erst seit dem 1. Februar 2024 im Verkauf. Das Set enthält 1369 Teile und acht exklusive Minifiguren. Die UVP von 164,99 Euro ergibt einen relativ hohen Teilepreis von 12,1 Cent. Da das Set allerdings überall im Handel verfügbar ist, war es schon jetzt mehrfach mit hohem Rabatt zu bekommen – beispielsweise bei Proshop.

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*Partnerlinks (Werbung), Preise zuletzt am 16.06.2024 aktualisiert

  • Setnummer: 10327
  • Name: Dune Atreides Royal Ornithopter
  • Preis: 164,99 Euro
  • Minifiguren: 8
  • Anzahl der Steine: 1369
  • Preis/Stein: 12,1 Cent
  • Release: 1. Februar 2024
  • Altersempfehlung: 18+

Ornithopter im Dune Franchise

Bevor wir unsere ganze Aufmerksamkeit dem LEGO Ornithopter widmen, sollten wir zuvor einen Blick auf das Filmvorbild werfen. Frank Herbert, Autor der sechs ursprünglichen Dune-Romane, beschrieb die Ornithopter in Der Wüstenplanet (1965) als vogelartige Flugvehikel. Sie sind das gebräuchlichste atmosphärische Transportmittel im Imperium und bewegen sich mithilfe schlagender Flügel fort. Im Laufe der Jahre gab es viele visuelle Interpretationen dieses Konzepts, darunter für Buch-Illustration, Computerspiele und Filme oder Serien. Dabei war das Aussehen der Thopter keineswegs einheitlich, sondern immer unterschiedlich. Einen ästhetischen Tiefpunkt erreichter David Lynch’s Der Wüstenplanet (1984) mit einem froschartig-plumpen, stummelflügeligen Design, während das Dune Computerspiel von Cryo Interactive (1992) dem Ornithopter bereits eher insektenartige Züge verlieh.

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Ornithopter in Der Wüstenplanet (1984); Gallerie: Videospiel Dune (1992) und Serie Dune – Der Wüstenplanet (2000)

Denis Villeneuve, Regisseur der neuen Dune Filme, hat unter anderem in einem IGN Interview über seine Herangehensweise an das Ornithopter-Design gesprochen. Der libellen-förmige Aufbau des Vehikels verleiht der neuen Interpretation des Fluggeräts mehr Eleganz und einen völlig neuen Look, ohne zu sehr von Herberts Beschreibung abzuweichen. Auch habe man versucht, sich nicht zu sehr von den technischen Möglichkeiten unserer Realität zu entfernen. Das offene, rundherum verglaste Cockpit ist hingegen entstanden, weil sich das Dune Universum in einem wesentlichen Punkt von unserer Welt unterscheidet: Es gibt keine Computer. Statt mit Displays gespickt zu sein, bietet die Pilotenkanzel daher möglichst viel Sicht. Die Taktung der Flügel übernimmt eine biologische Steuerung, sodass das Flugvehikel vollständig durch natürliche Intelligenz gesteuert wird – im Dune Universum besonders wichtig.

Dune Ornithopter
Ornithopter in Dune (2021); Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Über den ersten Villeneuve-Film verteilt sind verschiedene Typen von Ornithoptern erkennbar. Neben dem klassischen Atreides Thopter mit acht Flügeln gibt es auch eine Variante mit sechs Tragflächen, die von den Harkonnen genutzt wird. Ein älteres Ornithopter Modell mit nur vier Flügeln wird von Paul Atreides und Lady Jessica auf ihrer Flucht verwendet.

Und apropos: Diese Review beinhaltet selbstverständlich keine Spoiler zu Dune: Part Two. Da das LEGO Set auf dem ersten Teil beruht, werde ich ausschließlich diesen thematisieren. Für den zweiten Teil wünsche ich indes ganz viel Spaß im Kino! Nehmt bitte auch in den Kommentaren Rücksicht: Nutzt den Spoiler-Tag, wenn ihr Mitteilungsdrang zum neuen Teil habt oder vermeidet das Thema noch, um niemandem das Leinwanderlebnis kaputt zu machen.

Verpackung und Inhalt

Die Box des Sets ist überraschend klein und misst gerade einmal 45 cm in der Breite sowie 28 cm in der Höhe. Wie für 18+ Icons Sets üblich, ist das Design hauptsächlich schlicht-schwarz gehalten – die Banderole ist passend zur Wüstenlandschaft Arrakis’ beige gestaltet. Alle wichtigen Logos sind in den diversen Ecken der Vorderseite untergebracht, zudem hat die LEGO Designabteilung einen sehr schön gestalteten Schriftzug mit dem Setnamen “Atreides Royal Ornithopter” beigesteuert. Besagter Ornithopter ist hingegen in einem eher ungünstigen Winkel auf der Verpackungsfront abgebildet: Irgendwie klobig und unförmig sieht das Modell hier aus, während uns die Schokoladenseite erst später begegnen wird.

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Die Rückseite zeigt den Ornithopter mit eingefalteten Flügeln, allen Figuren und einigen Detailbildern zu Funktionen, Vorbild und Größe des Modells.

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Während Breite und Höhe der Verpackung dieses Sets überraschend klein bemessen sind, ist zumindest die Tiefe der Box mit 12 cm sehr beachtlich. Das hat den Vorteil, dass auf der Oberseite genug Platz ist, um auch den extrem hohen Baron Harkonnen gut im Minifiguren-Lineup darzustellen. Etwas seltsam mutet hingegen die Flügelspitze an, die von der Vorderseite auf die Oberseite ragt.

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Öffnet man die Box vorsichtig an den Klebesiegeln, kommen zunächst zehn Teiletüten herausgefallen. Weiterhin handelt es sich dabei um Plastiktüten: Auch dieses futuristische Set aus dem Jahr 10191 beehrt uns noch nicht mit den innovativen Papierbeuteln.

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Einige wenige, aber umso wichtigere Teile sind extra verpackt oder liegen lose in der Box. Dazu gehören eine lange graue Technic Stange mit Pin-Löchern an den Enden, zwei große Scheiben, ein Umschlag mit Stoffelementen und ein extra Karton, der die Flügel des Ornithopter vor etwaigem Verbiegen schützen soll. Das klappt relativ gut: Zumindest bei mir war keines der Elemente stark verknickt. Eine leichte Biegung musste ich dagegen bei allen acht Teilen feststellen – offenbar ist diese durch den Herstellungs- oder Verpackungsprozess bedingt, denn auch andere Fanmedien haben bereits über dieses Problem berichtet.

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Zu guter Letzt darf auch die Anleitung nicht fehlen. Auf dem Cover ist der Ornithopter – nun schon in einer recht schnittigen Perspektive – dargestellt. Mir persönlich gefällt das minimalistische Design bei diesem Set sehr gut, so viel weiße Fläche ist aber sicherlich nicht für jeden etwas.

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Die ersten Seiten verweisen zunächst auf die nicht vorhandenen Papiertüten und die LEGO Builder App. Letztere Erinnerung ist in diesem Fall nicht schlecht: Der Aufbau dieses Sets beinhaltet häufig komplexe Schritte, bei denen das 3D-Bild der App von großem Nutzen sein kann. Außerdem werden drei edel gestalteten Doppelseiten noch einmal dem Ornithopter aus den Dune Filmen, allen enthaltenen Charakteren und einem kleinen “Vorwort” von Designer Mike Psiaki gewidmet, bevor endlich der Aufbau losgeht.

Aufbau

Schon mit dem Öffnen der ersten Tüte lässt sich erahnen, was der Aufbau des Dune Ornithopters bietet: Einen bunten Mix aus Systemteilen und Technic-Elementen, garniert mit vielen, sehr schön gestalteten Minifiguren.

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Insgesamt ist der Bau des Thopters mit nichts vergleichbar, das ich bisher von LEGO gesehen habe. Die Kombination aus LEGO Technic und “normalen” Systemsteinen funktioniert perfekt und ist unglaublich raffiniert umgesetzt. Zahlreiche clevere Bautechniken, aber auch die beeindruckenden Funktionen des Sets, die komplexe Mechaniken im Rumpf des Ornithopters voraussetzen, machen den Aufbau unheimlich unterhaltsam. Vor allem aufgrund meiner eigenen Begeisterung ist dieser Teil der Review deshalb ungewöhnlich lang und detailliert geworden. Mit dem Hans Zimmer Sound auf den Ohren war das Ornithopter-Bauerlebnis auf jeden Fall unglaublich beeindruckend, was sowohl am Set als auch am Sound lag…

Für lästige Side-Builds werden keine Steine verschwendet: Der Aufbau beginnt schon bei Tüte 1 sofort mit dem Grundgerüst des Ornithopters. Paul Atreides wird als erste Minifigur zusammengesteckt, während aus Technic- und System-Steinen schon die Ansätze für spätere Funktionen geschaffen werden. Darauf weist auch die Anleitung hin, die immer wieder kleine Erläuterungen zum Bauprozess beisteuert:

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Sehr häufig im Verlauf des Aufbauprozesses finden sich Stellen, an denen Pins, Technic-Löcher und SNOT-Techniken clever kombiniert werden:

Am Ende von Schritt 1 nimmt das Heck des Thopters bereits Form an. Der Hebel, mit dem später die Flügel-Mechanik betätigt wird, funktioniert hingegen noch nicht.

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Als nächste Minifigur erweitert Lady Jessica den Cast. Eine besondere Stelle in Bauschritt 2 hat mich außerdem stutzig gemacht: Hier werden Lantern-Bricks horizontal verbaut, was seit der Einführung des D-SNOT Elements eigentlich eine hinfällige Bautechnik ist. Ist das etwa ein Hinweis darauf, dass dieses Modell schon sehr lange in Entwicklung war und daher nicht immer up-to-date bezüglich neuer Teile ist? Mal sehen…

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Die Zustiegsrampe des Ornithopters ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie sehr bei diesem Modell auf Stabilität geachtet wurde. Alle integralen Bestandteile sind innen durch Technic Konstruktionen verstärkt.

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Der Technic-Anteil macht auch den Aufbau abwechslungsreicher. Statt nur Steine und Platten zu stapeln, werden immer wieder einige Bauschritte mit Achsen, Balken und Pins eingeschoben, wobei jedoch beides stets eng miteinander verbunden wird. Anders als beispielsweise bei Star Wars UCS Sets mit einer reinen Technic-Innenkonstruktion, verschmelzen hier die Systeme viel stärker, während LEGO Technic nicht nur zur Stabilisation der Konstruktion, sondern auch zu den Funktionen beiträgt. Vereinzelte Bauschritte sehen fast mehr nach der Anleitung eines LEGO Technic Sets aus – sicherlich Geschmackssache, aber für mich persönlich sehr erfrischend.

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Einen weiteren offensichtlichen Vorteil bringt der große Anteil an LEGO Technic Elementen jedoch mit sich: Der Aufbau des Sets ist immer wieder herausfordernd und das Modell hat sich seine 18+ Altersempfehlung wohl verdient. Bei Bauschritt 71 muss man beispielsweise einmal wirklich aufpassen:

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Kurze Zeit später löst sich auch das Rätsel um die waagerechte Lampensteine auf: Die Bautechnik ist keineswegs antiquiert, sondern extrem clever, denn die überstehenden “Füße” der Lantern-Bricks füllen perfekt die entstehende Lücke beim Anbau des Hecks an den Rumpf. Die mathematische Finesse dieses Modells übertrifft schon damit die allermeisten übrigen Sets im LEGO Sortiment.

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Der Rumpf wird unterdessen noch vervollständigt, bevor auch Bauschritt 2 zu einem Ende kommt. Erste Ansätze der Landemechanik sind bereits erkennbar. Wie bei einem guten LEGO Technic Set gilt aber auch hier: Bevor eine Funktion nicht fertig gebaut ist und einwandfrei funktioniert, kann man meist kaum erahnen, woran man gerade überhaupt werkelt: Eine Spannung, die den Aufbauprozess in meinen Augen besonders reizvoll macht.

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Duncan Idaho eilt dem Haus Atreides in Bauschritt 3 zur Unterstützung herbei, während der Ornithopter weitere Teile der Flügelschlagmechanik spendiert bekommt. Auch die Ansätze für die unteren vier Flügel werden bereits montiert. Ein kleines, aber dennoch elegant gelöstes Detail ist der mittels Hinge vertikal verbaute Dachstein:

Das Resultat von Bauschritt 3 ist bereits ziemlich massiv und gefüllt mit Hebeln und Achsen.

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In Bauschritt 4 dürfen wir nun auch Leto Atreides begrüßen, der sorgfältig die Inbetriebnahme der Feder überwacht. Selbige wird später, wie es die Anleitung erläutert, für ausreichend Spannung sorgen, damit die Flügel in Position bleiben und nicht spontan vor- oder zurückklappen.

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Eine weitere faszinierende Bautechnik kommt zum Einsatz, um zwei Technic-Balken zu befestigen: An Pins werden die Teile auf kleine, orange Kugelgelenke gesteckt, wodurch die Oberkanten wieder auf Höhe der umliegenden Plates sind. Mithilfe weiterer Noppen-Pins werden die Balken später überbaut und stabilisiert.

Außerdem lässt sich nun bereits erahnen, wie später die Flügel ein- und ausklappen sollen:

Die Feder wird nun mithilfe zusätzlicher Hebel mit den weißen Balken verbunden:

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Am Ende des vierten Bauschritts werden noch einige stabilisierende Plates verbaut, bevor auch dieser Abschnitt abgeschlossen wird.

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Gurney Halleck begleitet uns durch den fünften Bauschritt, der erneut mit einer für mich überraschenden Bautechnik beginnt: Sehr passgenau werden hier ein Technic-Balken und kleine Plates mit Pin-Löchern so verbaut, dass sie leicht versetzt aneinander stoßen. Die Mathematik des LEGO Systems überrascht mich immer wieder…

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Um den Rumpf des Thopters weiter zu stabilisieren, werden zwei Technic-Ecksteine um die bestehende Kernstruktur herumgeklappt, sodass sie zusammen eine halbkreisförmige Struktur, ähnlich einer Rippe, bilden.

In Bauabschnitt 5 werden außerdem die oberen Flügelansätze gebaut und über Hebel mit den unteren verbunden, sodass die Flügelblätter später synchron schlagen.

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Das Endergebnis sieht zur Halbzeit trotz all der Hebel und Mechaniken noch ziemlich flugunfähig aus.

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Die zweite Hälfte des Aufbaus lässt uns endlich einen Blick in den mysteriösen Papierumschlag werfen, der das Cape für Liet Kynes enthält. Baron Harkonnens lange Robe heben wir hingegen für später auf.

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Ein kleiner geometrischer Trick lockert den sechsten Bauschritt auf: Hier werden rechts und links jeweils Baugruppen in einem leichten Winkel an den Ornithopter-Rumpf gebaut. Der Versatz der Pinlöcher an Baugruppe und Rumpf ist dabei identisch (5 Noppen vertikal, 0,5 Noppen horizontal), aber spiegelverkehrt. Dadurch ergeben sich perfekt gleichlange Entfernungen und eine mathematisch saubere Möglichkeit, einen Winkel “in system” zu bauen. Eine ähnliche Bautechnik wurde beispielsweise auch für die angewinkelten Gebäude in den LEGO Ninjago City Gardens (71741) verwendet. Die Anleitung weist uns darauf hin, dass an diesen Teilen später die – ebenfalls angewinkelten – Scheiben des Cockpits befestigt werden.

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Auf der Oberseite des Ornithopters werden nun an den Rippen weitere Brackets und SNOT-Platten befestigt, die erstaunlicherweise wiederum ins System der umliegenden Plattenhöhen passen:

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Noch verrückter werden die geometrischen Spielchen, wenn vertikale Jumper-Plates mit klassischen SNOT-Techniken kombiniert werden. Wer schon einmal mit Halb-Noppen-Längen gemocct hat, weiß, wie schwierig es sein kann, einwandfrei legale Verbindungen zu anderen Baugruppen zu schließen.

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Abschließend werden die schwarz gestalteten Antriebseinheiten am Rumpf und am Heck des Thopters befestigt und der sechste Bauschritt ist abgeschlossen.

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Im siebten Abschnitt des Aufbaus werden zunächst Teile des Cockpits gebaut. Eine wirklich verrückte Struktur bildet dabei den Fußboden:

Im Übrigen beehrt uns Chani mit ihrer Anwesenheit, während die herausnehmbare Sitzplatte im Cockpit eingesetzt wird. Die Anleitung erläutert, dass dadurch später das Herein- und Herausnehmen der Piloten vereinfacht wird.

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Außerdem wird der riesige Scheinwerfer knapp unter dem Pilotensitz montiert. Das Figuren-Line-Up ist nach dem siebten Bauschritt unterdessen fast vollständig.

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Bauschritt acht ergänzt endlich die Landefüße des Ornithopters. Telefonhörer und schwarze Barren, aber auch Stangen und Clips kommen zum Einsatz, um die stabilen Technic-Konstrukte mit Details zu garnieren. Die Anleitung weist im Übrigen darauf hin, das speziell diese Dachsteine den perfekten Winkel haben, um später flächig als Landewerk auf dem Boden zu stehen.

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Eine komplizierte Hebelstruktur verbindet alle Teile des Landefahrwerks mit der Rampe und der Mechanik im Inneren des Thopter-Rumpfes:

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Am Ende des achten Bauabschnitts nimmt der Ornithopter endlich seine finale “Haltung” an. Durch die unterschiedliche Länge der vorderen und hinteren Füße wird der gesamte Rumpf nun nach vorn geneigt und sieht endlich etwas sportlich aus.

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Bauschritt 9 erfreut uns mit der spektakulären Figur des schwebenden Barons. Gegenteilig unspektakulär ist dagegen der Rest des Aufbaus: Die Ansätze der Flügel werden verlängert und verstärkt, um eine stabile Aufnahme der Flügelblätter zu gewährleisten. Weitere Kugelgelenkstangen deuten bereits die Klapp-Mechanik der Flügel an:

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Das ist repetitiv zu bauen, aber auch relativ schnell erledigt, sodass wir uns gleich endlich dem finalen Bau-Abschnitt zuwenden können.

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Der letzte Bauschritt hat zwar keine Minifigur mehr in petto, überzeugt aber dafür mit neuen Scheibenelementen, den bedruckten “Atreides-Fliesen” und… einem rosa Teil. Die Kuchenbegeisterung des Star Wars Teams scheint sich auch auf andere Designabteilungen auszuweiten.

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Die angeschrägten Streben über den seitlichen Scheiben werden mit Gelenken befestigt und treffen beinahe perfekt den Winkel des X-Wing-Cockpits. Auch hier wurde wieder saubere Arbeit von den Billunder Mathematikern geleistet.

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Auch oben und vorn wird die Front des Ornithopters verschlossen. Zeit zum Abflug? Ach nein, es fehlen ja noch die Flügel!

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Erst ganz zum Schluss des Aufbaus offenbart der Ornithopter seine volle Größe und Imposanz. Alle acht Flügel werden befestigt und schließen den Aufbau des Modells ab.

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Die Anleitung schließt – wie üblich – mit Teileliste und co.; besonders bemerkenswert fand ich hingegen das unscheinbar kleine Rendering des Thopters in Front-Ansicht auf der Rückseite: Hier zeigt das Modell endlich seine wahre Eleganz, auch wenn eine solche Abbildung aus offensichtlichen Gründen auch nicht gerade das ideale Boxbild abgegeben hätte.

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Übrig bleiben einige Kleinteile, darunter auch ein zweites weißes Schwert. Die Dauer des Aufbaus ist schwer abzuschätzen: Wer zügig baut und bereits Erfahrung mit LEGO Technic hat, sollte etwa 3 bis 4 Stunden Bauzeit einplanen. Wer hingegen entspannt baut und/oder noch wenig Erfahrung mit Technic hat, kommt gut und gerne auf das Doppelte davon. In jedem Fall ist der Aufbau dieses Sets etwas ganz Besonderes und trotz einiger Symmetrien und repetitiver Schritte die beste Bauerfahrung, die ich bisher mit einem LEGO Set hatte.

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Der Atreides Royal Ornithopter im Review

Der fertig aufgebaute Ornithopter misst insgesamt 56 cm in der Länge bei 80 cm Flügelspannweite, womit sich das Set für mich wesentlich größer anfühlte, als von den Produktbildern erwartet. Das Gewicht des Modells beträgt knapp 1 kg, womit es gerade noch halbwegs swooshable ist. Das imposante Fluggerät macht definitiv ordentlich Eindruck und nimmt für 1369 Teile ziemlich viel Raum ein.

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Wie das Filmvorbild zeichnet sich der Ornithopter durch ein recht martialisches Aussehen mit komplexer Geometrie, harten Kanten und schnittigem Gesamt-Design aus. Besonders die zahlreichen Dachsteine, Wedges und Winkelplatten, aber auch die Neigung des gesamten Modells unterstützen diesen Look.

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Der am aufwendigsten gestaltete Teil des Thopters ist sein “Gesicht”, das Cockpit. Die Außenseite ist gemäß dem Vorbild mit schrägen Scheiben, einem großen Scheinwerfer und einigen Details, wie Lüftungsschlitzen, versehen. Das Atreides-Symbol prangt gleich hinter den seitlichen Scheiben.

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Im Innenraum finden, anders als im geräumigen Vorbild, lediglich zwei Minifiguren Platz, die mit allerhand Bordelektronik und Steuerhebeln das Flugvehikel lenken. Wie im Film sind die seitlichen Scheiben aufklappbar, sodass der Innenraum besser erreichbar ist.

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Am langestreckten Heck des Ornithopters sind neben den angedeuteten Antriebsdüsen und der Zustiegsrampe keine weiteren spannenden Details mehr zu entdecken. Einen Innenraum hat das Modell leider nicht, da der Rumpf zu großen Teilen mit LEGO Technic gefüllt ist. Die Rampe ist immerhin teilweise gefliest, während das Set ansonsten recht viele Noppen am Rumpf aufweist.

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Der mittlere Teil des Rumpfes wird besonders stark von den beweglichen LEGO Technic Elementen der Flügelfunktionen dominiert. Im Vergleich zu reinen LEGO System Sets treten hier große Spalten, Löcher und Unebenheiten auf. Das ist mit den Funktionen des Sets leider kaum anders zu lösen, bildet aber einen recht starken Kontrast zum ästhetischen Cockpit-Design und sieht etwas unschön aus. Dennoch sind die meisten klaffenden Öffnungen hier vor allem durch mein Fotolicht besonders gut zu sehen und hüllen sich auf dem Regalbrett glücklicherweise eher in unauffällige Schatten.

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Bei der Wahl der Farbe hat sich LEGO in großen Teilen auf dark bluish gray beschränkt, was dem Stahlgrau des Vorbilds relativ gerecht wird. Einige Bereiche sind in black gestaltet, was einen angenehmen Kontrast zum Grau bildet. Problematischer in den Augen vieler AFOLs sind hingegen die bunten Teile, die in diesem Set zuhauf verbaut werden. Während ich auf der einen Seite die Kritik verstehen kann, sehe ich bei diesem Set umso mehr ein, dass die bunten Teile auch ihre Daseins-Berechtigung haben. Gerade beim komplexen Aufbau des Ornithopters helfen farblich herausstechende Teile als Orientierungspunkte. Es werden nicht aus böswilliger Absicht an manchen Stellen schwarze, und an anderen Stellen rote 2L Technic-Achsen verbaut, sondern weil das weniger geübten Kunden viel Frust beim Aufbau erspart.

Dennoch sind die vielen blauen, gelben, roten und grünen Teile auch in meinen Augen durchaus störend für das Endresultat. Glücklicherweise lassen sich alle Teile unproblematisch durch neutralere Farb-Alternativen ersetzen. Wem das besser gefällt, der kann seinen Ornithopter für wenige Euro und mit geringem Bricklink-Aufwand komplett entsättigen.

Funktionen

Ohne seine Funktionen wäre der LEGO Dune Ornithopter nur ein weiteres graues Raumschiff, wie es sie bei Star Wars zuhauf gibt. Doch die wahre Stärke des Modells liegt in den genialen Mechanismen, die im Rumpf während des Aufbaus Platz finden und das Set zu einem spektakulären Hingucker machen. Mike Psiaki erklärte in verschiedenen Interviews, dass die Funktionen bei der Entstehung des Modells bewusst im Mittelpunkt gestanden hätten, um eine Art “Spielset für Erwachsene zu schaffen.

Um den Ornithopter aus der Landestellung flugbereit zu machen, werden zunächst die angelegten Flügel ausgeklappt. Das geschieht mithilfe eines kleinen Hebels, der vor- und zurückgekippt werden kann. Es bedarf einer gewissen Kraft, um die acht großen Tragflächen synchron zu bewegen – Angst davor, etwas kaputt zu machen, braucht man jedoch nicht zu haben. Der Mechanismus funktioniert im Normalfall ohne Probleme und das Einrasten des Hebels in den Endstellungen überzeugt ebenfalls.

 

Wie der Mechanismus funktioniert, ist am besten zu erkennen, wenn man die obere Hülle des Ornithopters abbaut. An zwei Technic-Balken werden Kugelgelenk-Hebel nach innen gezogen, an denen die Flügel befestigt sind. Die Feder ermöglicht eine Art Kniehebel-Mechanik, sodass die gespreizten Flügel nicht Gefahr laufen, unkontrolliert zurückzuklappen.

 

Als wären faltbare Flügel nicht ausgefallen genug, kann der Ornithopter auch das Flattern des Filmvorbilds nachahmen. Dazu wird der längliche, schwarze Hebel betätigt, der sich am Heck des Vehikels befindet. Der Flügelschlag erreicht zwar nicht die Frequenzen der Leinwand-Thopter, ist aber zum einen trotzdem sehr beeindruckend und macht zum anderen einfach unheimlich Spaß. Auch hier gilt wieder: Es braucht schon etwas Kraft im Daumen, um die acht Flügel ordentlich ausschlagen zu lassen, aber das hält das Modell auch aus. Lediglich eine 2×3 Platte, an die der Hebel beim Drücken stößt, wird gelegentlich dadurch gelockert und fällt ab.

 

Die Funktionsweise des Flügelschlags ist relativ zu Beginn des Aufbaus erkennbar. Der Hebel zur Betätigung ist über mehrere weitere Hebel mit einer Wippe (gelb) verbunden, die die Bewegung auf die unteren Flügel-Stümpfe überträgt. Die oberen vier Flügel wiederum sind mit den jeweils darunter liegenden Flügeln verbunden (siehe Bauschritt 5) und teilen somit deren Schlag. Durch den mittig liegenden Drehpunkt der Wippe schlagen die vorderen und die hinteren Flügel immer entgegengesetzt.

 

Das Landefahrwerk wird mithilfe eines Drehknaufs aus- und eingeklappt. Letzterer ist angenehm subtil in die Hülle des Ornithopters eingearbeitet und dennoch gut zu erreichen. Während das Ausklappen der Füße reibungslos funktioniert, haken diese beim Einklappen ab und zu. Verklemmt hat sich der Mechanismus bei mir allerdings bisher nicht: Mit etwas Schütteln ruckeln sich die filigranen Hebel meist alle wieder zurecht.

 

Wie die Klappmechanik der Standfüße und der Zustiegsrampe realisiert wird, ist während Bauschritt 2 erkennbar. Die beidseitig angebrachten Drehknäuffe betätigen ein Hebelsystem, das wiederum die besagte Rampe ausfährt und mithilfe eines Kniehebels stabilisiert. Die Bewegung wird über weitere Hebel und Verbindungen an die vorderen Füße übertragen, wie es im vorherigen Video sichtbar war. Die hinteren Landestützen erfüllen dabei keine praktische Funktion: Das Gewicht des Ornithopter lastet stattdessen auf der Laderampe, was einen sehr stabilen Stand gewährt.

 

Das ausklappbare Landefahrwerk ersetzt dabei auch einen Displaystand. Hier kommt wieder die Philosophie des Spielsets für Erwachsene zum Tragen, die der Grund dafür ist, dass dem Ornithopter auch keine Plakette beiliegt. Statt eines langweiligen Regalbrett-Modells demonstriert der Thopter mechanische Rafinesse und sieht trotzdem, oder gerade wegen seiner flatternden Flügel noch ziemlich elegant aus. Die Funktionen des Ornithopters haben mich bisher mehr als bei jedem anderen LEGO Set immer wieder dazu gebracht, das Modell in die Hand zu nehmen und damit herumzuspielen, weil ich immer wieder aufs neue davon begeistert bin. Ich persönlich würde mir dementsprechend wünschen, dass LEGO auch in Zukunft noch mehr komplexe Funktionen, wie beim Thopter, in 18+ Modelle einarbeitet.

Displaymöglichkeiten: Den Ornithopter an den Nagel hängen

Ein so großartiges Set wie der Ornithopter will auch vernünftig ausgestellt sein. Das gestaltet sich allerdings bei diesem Modell aufgrund der enormen Flügel-Spannweite besonders schwierig. Ich habe mich daher für diesen Review auch ein wenig damit beschäftigt, welche Display-Möglichkeiten der Ornithopter bietet.

Wer den Thopter elegant im Regal oder auf einer Kommode stehen haben möchte, sollte dafür mindestens 62 cm Tiefe (+ gewünschten Abstand zur Wand) einplanen. In angeschrägter Position und mit etwas Luft benötigt das riesige Vehikel tatsächlich einiges an Platz – wenn die Flügel ausgeklappt sein sollen. Wer hingegen das Modell mit eingeklappten Flügeln ausstellt, profitiert einmal mehr von der Klappmechanik und benötigt selbstverständlich gleich wesentlich weniger Platz.

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Eine weitere Display-Option ist das Aufhängen des Sets an einer Wand. Dazu muss lediglich eine kleine, improvisierte und zum verfügbaren Nagel passende Halterung für den Ornithopter gebaut werden, die das knapp ein Kilo schwere Modell tragen kann. Zum Glück lassen sich die vielen freien Technic-Löcher auf der Unterseite dazu gut nutzen.

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Eine weitere Hürde gilt es zu bewältigen, wenn der Thopter für längere Zeit vertikal gelagert werden soll: Die Feder ist auf Dauer nicht ausreichend stark, um die Flügel konstant ausgefaltet zu halten. Es empfiehlt sich daher, die hellgrauen Konnektoren an den Flügelansätzen durch 16 3L Technic-Halb-Balken zu ersetzen. Das blockiert den Faltmechanismus, sieht aber an der Wand, wie oben gezeigt, auf Dauer schöner aus.

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Minifiguren

Als die ersten Gerüchte rund um den Dune Ornithopter aufgetaucht sind, war noch von nur einer Handvoll Figuren die Rede. Das Set enthält nun gleich acht Charaktere und damit nahezu alle wichtigen Akteure des ersten Dune Films. Darüber war beim Reveal des Sets die Freude besonders groß, da wir nicht unbedingt mit weiteren Sets zum Science-Fiction Franchise rechnen können. Stattdessen hat man sich in Billund entschieden, gleich möglichst viele Minifiguren im Set unterzubringen – ähnlich, wie beim Herr der Ringe Bruchtal (10316). Die große Bandbreite an Charakteren ist somit allein schon ein großes Plus, auch wenn dafür bei manchen Minifiguren Abstriche in einigen Details gemacht wurden.

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Timothée Chalamet als Paul Atreides; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Paul Atreides ist der Sohn von Herzog Leto Atreides. Seine Rolle im Dune Kosmos geht jedoch noch weit über seinen Status als Adligen hinaus, da er das Ergebnis eines jahrtausende alten, geheimen Eugenikprogramms der kult-artigen Bene Gesserit ist, das der Züchtung eines durch Raum und Zeit blickenden “Kwisatz Haderach” dient. Geplagt von Visionen und gefangen in einem Machtkampf der Aristokraten des Imperiums sucht der junge Paul nach seinem Platz im Imperium.

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Die Minifigur zeigt den jungen Paul in seiner dunkelgrünen Uniform, die er auch bei der Ankunft auf Arrakis trägt. Die Kombination aus dark green und goldenen Aufdrucken sieht extrem wertig aus, auch wenn das Atreides Emblem so im Film gar nicht zu sehen ist. Gürtelschnalle und Kragen sind hingegen sehr vorbildgetreu gestaltet und auch Gesicht und Haare bilden Timothée Chalamet gut nach.

Die Rückseite des Torsos ist wie im Film schlicht gehalten. Dafür hat Paul ein Wendegesicht, das ihn etwas fröhlich dreinschauen lässt – auch wenn das ein für ihn eher ungewöhnlicher Gesichtsausdruck ist. Bewaffnet ist er mit einem kleinen Dolch.

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Oscar Isaac als Leto Atreides; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Pauls Vater Leto ist der ehrenvolle und pflichtbewusste Herzog von Haus Atreides. Beim Umzug nach Arrakis versucht er, seine Leute und besonders seine Familie bestmöglich zu schützen, während sich ein Angriff durch die Harkonnen immer mehr andeutet. Im Verlauf des Films stirbt Leto schließlich nach der verheerenden Attacke, indem er in einem Selbstmordanschlag versucht, auch den Baron Harkonnen zu töten.

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Leto trägt in diesem Set einen Destill-Anzug, wie er ihn auch bei der Rettung des Spice Harvesters anhat. Der komplizierte Apparat ermöglicht das Überleben in der Wüste, in dem alles ausgeschiedene Wasser aufgefangen und aufbereitet wird. Torso und Beine sind in pearl dark gray gestaltet und mit allerhand feinen Details bedruckt. Lediglich eine Armbedruckung hätte den Anzug noch aufwerten können. Der Kopf in warm tan, sowie Bart und Haare werden Oscar Isaacs zudem wesentlich eher gerecht, als jede Poe Dameron Figur bisher und sehen ebenfalls sehr gut aus. Ein grimmiges Wendegesicht und ein Fernglas als praktisches Accessoire runden den Hobby-Piloten ab.

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Rebecca Ferguson als Lady Jessica; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Lady Jessica, Konkubine des Herzogs und Bene Gesserit, ist die Mutter von Paul Atreides, obwohl sie nach den Plänen des Ordens eine Tochter hätte gebären sollen. Sie lehrt ihn den Umgang mit seinen besonderen Fähigkeiten, darunter der “Stimme” und versucht ihn bestmöglich vor den vielen Bedrohungen zu schützen, denen beide ausgesetzt sind.

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Für die Umsetzung als LEGO Figur wurde das denkbar auffälligste Outfit der Lady gewählt: Ihr goldenes Kleid, das sie bei der Ankunft auf Arrakis trägt. Torso und Rock sind pearl gold mit Aufdrucken in glänzendem metallic gold. Die goldene Kapuze ist ein exklusives Recolour des Teils, das wir bereits von vielen Star Wars Figuren kennen. Das Gesicht ist auf einer Seite mit einem goldenen Schleier bedruckt. Alternativ kann Lady Jessica einen grimmigen Gesichtsausdruck aufsetzen. Auch eine passende Frisur liegt bei, um die Kapuze auszutauschen.

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Josh Brolin als Gurney Halleck; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Gurney Halleck ist Berater und Waffenmeister von Haus Atreides und ein geschickter Kämpfer. Er beschützt und unterstützt die Herzogsfamilie bedingungslos im Kampf gegen die Harkonnen, die einst seine Nächsten ermordet haben.

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Die Minifigur von Gurney trägt die Rüstung der Streitkräfte von Haus Atreides. Beine, Torso und die aufgesteckte Schulterrüstung sind ähnlich zu den Destill-Anzügen mit allerlei Details bedruckt. Das Gesicht und speziell der Bart fangen das Filmvorbild ebenfalls gut ein. Die stoppelige Kurzhaarfrisur hat LEGO hingegen, wie so oft, eher schlecht nachbilden können. Ein Wendegesicht mit grimmigem Ausdruck ist darunter versteckt. Ansonsten ist die detailliert bedruckte Torsorückseite leider von den zwei klobig-unpassend aussehenden Noppen der Schulterrüstung verdeckt.

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Jason Momoa als Duncan Idaho; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Duncan Idaho ist ein geübter Schwertkämpfer und Stratege, der im Dienst von Haus Atreides steht. Er wird als erster nach Arrakis geschickt, um dort die Lage zu erkunden und lebt dort einige Zeit bei den Fremen. Er ist gut befreundet mit Paul Atreides und beschützt diesen beim Angriff der Harkonnen bis zu seinem Tod.

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Die Minifigur trägt ein recht offenes, weißes Hemd, einen Gürtel und eine unbedruckte dunkelgrüne Hose. Das Outfit ist nicht überragend detailliert, aber eine nette Abwechslung zu den förmlichen und/oder farblosen Outfits der anderen Minifiguren und es entspricht der Filmszene, in der Duncan mit dem Ornithopter aus Arrakeen flieht. Das warm tan wird Jason Momoa ebenfalls eher gerechter als die bisherigen Aquaman Figuren von LEGO. Das Wendegesicht lässt den Schwertkämpfer grimmig dreinschauen. Eher unschön ist hingegen die Wahl der Frisur, die ein Micro-Pinloch hat, wie man es von Minidolls gewohnt ist. Ursprünglich stammt das Teil von Disneyprinzessin Tiana und wurde für dieses Set erstmals in dark brown produziert.

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Sharon Duncan-Brewster als Liet Kynes; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Liet Kynes, planetare Ökologin, ist dafür verantwortlich, dass der Machtwechsel auf Arrakis reibungslos verläuft. Die Expertin für Natur und Bevölkerung des Wüstenplaneten ist längst selbst mehr eine Fremen, denn Imperiale. Ursprünglich, also im Buch, war der Charakter von Dr. Kynes eigentlich als Mann angelegt. Villeneuve entschied sich jedoch aus mehreren Gründen – vor allem aufgrund des geringen Frauenanteils im ursprünglichen Cast, wie er sagte – Sharon Duncan-Brewster für die Rolle auszuwählen.

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Die LEGO Figur trägt einen Destillanzug, Torso und Beine sind identisch zu denen von Leto. Zusätzlich trägt sie ein dunkles Stoff-Cape mit ausgefranstem Saum. Der Kopf im noch recht neuen medium brown ist mit den charakteristisch-blauen Augen der Fremen bedruckt, die durch das Spice auf Arrakis hervorgerufen werden. Das Wendegesicht der Figur trägt, passend zum Anzug, eine Maske. Die langen Dreadlocks der Minifigur kamen bisher nur im Sanctum Sanctorum (76218) vor und werden nun zum zweiten Mal in einem Set verwendet. Als Beiwerk trägt die Figur zwei der Haken, mit denen Fremen auf Sandwürmern reiten können.

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Zendaya als Chani; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Schon früh im ersten Dune Film erscheint Chani zum ersten Mal als Vision in Pauls Gedanken. Die rätselhafte Fremen stellt sich jedoch zum Ende des Films als sehr real heraus, als Paul mit seiner Mutter nach dem Angriff der Harkonnen die Sietches suchen will, von denen ihm Duncan Idaho berichtet hat. Chani schenkt dem jungen Herzog auch das Crys-Messer, mit dem er sein Duell in der Wüste bestreitet. Über die Hintergründe von Chani erfahren die Kinozuschauer in Dune: Part One dagegen noch sehr wenig.

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Auch Chani trägt einen Destill-Anzug und hat als Wendegesicht eine Maske parat. Die blauen Augen sind, wie schon bei Dr. Kynes, treffend umgesetzt worden. Als kleine Besonderheit trägt die Minifigur einen Schal um den Hals, der extra hierfür zum ersten Mal in dark tan gefertigt wurde. Das weiße Crys-Messer wurde bisher nur in einem Set, nämlich beim Harry Potter Hogwarts-Schach (76392) verwendet.

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Stellan Skarsgård als Baron Vladimir Harkonnnen; Quelle: Legendary Pictures/Warner Bros.

Baron Vladimir Harkonnen (in der Anleitung fälschlicherweise als “Valdimir Harkonnen” bezeichnet) hat im Dune Film zum Ornithopter selbst keine erkennbare Verbindung. Mike Psiaki begründete die Entstehung der Figur jedoch damit, dass die Figur für den Film insgesamt von solcher Relevanz sei, dass man nicht darauf hatte verzichten wollen. Der Baron von Haus Harkonnen bildet für Dune: Part One den Haupt-Antagonisten, der Haus Atreides die Herrschaft über den spice-reichen Wüstenplaneten wieder abringen will und dem dafür jede Methode recht ist.

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Die LEGO Minifigur des Barons hat einen unbedruckten Torso und ebenfalls unbedruckte Beine. Verdeckt werden diese vom ausladenden Gewand des schwebenden Tyranns, das mit einem sehr langen Stoffumhang umgesetzt wurde. Am Hals wird das Textil-Element mit drei gestanzten Löchern befestigt, während es “Hüftgurte” zusammenhalten. In welcher Reihenfolge man die Laschen auf den Hals steckt, ist relativ egal, kann einem aber vorn einen “Ring” der Schnittkante um den Hals ersparen, wenn die mittlere Lasche zuletzt aufgesteckt wird. Ein graues Muster ziert seinen Bauch, der durch die Wölbung des Capes sogar etwas dicker erscheint, als bei regelmäßigen Minifiguren. Überhaupt nicht negativ aufgefallen ist mir die unbedruckte, eher helle Rückseite des Capes, die in manchen Reviews bemängelt wurde. Der Ausdruck des Face-Prints fängt Stellan Skarsgårds Performance sehr vorbildgetreu ein. Ein Wendegesicht hat der Baron mangels Frisur nicht, was nicht problematisch ist, da er seinen grimmigen Gesichtsausdruck sowieso selten ablegt.

Besonders, dass dieses Set eine Minifigur von Baron Harkonnen enthält, zeigt noch einmal, wie sehr auf ein vollständiges Figuren-Line-Up Wert gelegt wurde. Doch das ist nicht alles: Auch die Auswahl der Outfits schafft größtmögliche Flexibilität, denn wenn man die Anzüge der Figuren untereinander tauscht, lassen sich beispielsweise auch Paul, Duncan und Lady Jessica mit Destill-Anzügen ausstatten, während Leto eine Atreides-Uniform trägt.

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Natürlich ergeben die übrigen Figurenteile keinen rechten Sinn, aber Dune-Moccer bekommen mit diesem Set das Minifiguren-Komplettpaket, mit dem fast jede erdenkliche Szene des ersten Films gut nachgebaut werden kann. Diese umfangreiche Figurenauswahl ist gerade bei einem One-Off Lizenzset sehr erfreulich und eine der großen Stärken dieses Modells.

Interessante Teile

Neben interessanten Figuren enthält der Dune Ornithopter auch einige Teile, die besonders spannend sind. Auffällig sind natürlich die acht Flügel-Elemente, die dem Modell sein charakteristisches Design geben. Mit insgesamt 40 Noppen Länge und 3 Noppen Breite sind die Teile noch einmal ausladender als die größten LEGO Technic Hubschrauber Rotoren. Drei Technic-Löcher am Ende ermöglichen eine stabile Befestigung des Teils.

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Das pearl dark gray verleiht den Teilen einen leichten metallischen Glanz und fängt die Farbe des Filmvorbilds absolut vortrefflich ein. Die Prägung der Elemente verleiht ihnen einen sehr eleganten Look, der in dieser Form auch nicht mit gebauten Flügeln hätte eingefangen werden können. Viel wichtiger bei der Entscheidung, ob man ein spezielles Element für die Tragflächen einführen sollte, war wohl aber das Gewicht. Laut Mike Psiaki wären gebaute Flügel viel zu schwer für die Flatter-Mechanik gewesen, weshalb man sich für eine Formteil-Lösung entschieden habe. Einen Nachteil hat das leichte, dünne Material jedoch, denn trotz der extra Verpackung der Flügel biegen sich diese leicht in eine Richtung, was vor allem in der Frontalperspektive auffällt.

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Eine weitere neue Mould wurde für die Cockpitscheibe entwickelt. Um die kompliziert geformte Front des Thopters vorne treffend abzuschließen, wurde ein neues Scheibenelement designt, das perfekt an die angewinkelten X-Wing Scheiben anschließt. Das Element erinnert an die alte LEGO Star Wars Scheibe von 2002, die jedoch rund geformt war. Das neue Teil ist zwar speziell für den Ornithopter entwickelt worden und entsprechend vorbildgetreu geformt, könnte aber nichtsdestotrotz in Zukunft vermutlich auch noch bei anderen Themenwelten als einfache Windschutzscheibe Verwendung finden.

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Zu den “Recolours” dieses Sets gehören viele weitere Teile im neuen transparent black, welches sehr gut die getönten Scheiben des Ornithopters einfängt. Neben zwei flachen Scheiben, ist auch das Cockpit des aktuellen UCS X-Wing (75355) nun in diesem relativ neuen Farbton verfügbar. Außerdem sind die stabilitäts-sichernden Technic-Eckbalken, sowie die neuen 6×1 Slopes aus der Concorde (10318) erstmals in darb bluish gray enthalten. Der 3L Technic Connector mit 2 Pins ist neu in Schwarz.

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Ein weiteres Teilehighlight sind die beiden bedruckten 2×3 Fliesen mit den Atreides Logo. Da keine weiteren Dekorationen auf dem Ornithopter notwendig waren, konnte dieses Detail mit einem Print umgesetzt werden und das Set ist vollkommen sticker-frei geblieben, was den Aufbau ebenfalls aufwertet.

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Fazit

Der LEGO Dune Ornithopter ist ein wirklich besonderes LEGO Modell, und das aus sehr vielen Gründen. Zuallererst einmal ist es durchaus überraschend, dass LEGO sich überhaupt entschieden hat, ein Set zu einem so “erwachsenen” Franchise wie Dune, das Themen wie Religion, Politik und Krieg behandelt, zu veröffentlichen. Der martialische Ornithopter ist dafür ein würdiges Motiv, das die visuelle Stärke von Denis Villeneuves Regie in einem einzigen LEGO Modell einzufangen weiß. Mit ganzen acht Minifiguren wurde der gesamte Hauptcast des ersten Teils beigelegt. Sollte es nie einen Nachfolger zu diesem Set geben, sind damit immerhin alle wichtigen Charaktere einmal als Minifigur umgesetzt worden. Falls sich LEGO hingegen entscheiden sollte, in Zukunft weitere Dune Sets auf den Markt zu bringen, wäre das nach diesem gelungenen Debut nur umso mehr Grund zur Vorfreude.

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Durchaus kontrovers sind die Kompromisse, die in dieses Modell eingeflossen sind: Um die vielen Mechanismen umzusetzen, die das Set zu einer eindrucksvollen Kombination aus LEGO System und LEGO Technic Steinen machen, mussten andererseits ästhetische Kompromisse eingegangen werden. Gerade der mittlere Teil des Rumpfes ist relativ luftig; hinzu kommen die vielen bunten Teile, die bei diesem Set besonders auffällig sind. Gemessen an der Komplexität mancher Bauschritte finde ich jedoch auch diese “Hilfestellung” nachvollziehbar. Im Gegenzug bietet der Ornithopter das in meinen Augen interessanteste Aufbauerlebnis, das man sich bei einem LEGO Set nur ausmalen kann und belohnt einen darüber hinaus mit einem imposanten Ergebnis und brillanten Funktionen.

Den Preis von happigen 164,99 Euro ist das Set in meinen Augen wert. Alleine das Bauerlebnis und die Dimensionen des fertigen Modells rechtfertigt für mich einen Teilepreis von 12 Cent. Rational betrachtet dürften vor allem die brandaktuelle Lizenz und die acht komplexen Flügelteile den Preis des Sets so in die Höhe getrieben haben. Doch selbst wer den Preis als zu hoch gegriffen empfindet, hat Glück: Da das Set überall im Handel verfügbar ist, war es schon jetzt mit über 25% Rabatt erhältlich und wird in Zukunft sicherlich mit noch mehr Nachlass zu kaufen sein. Zudem erfreut es mich, dass LEGO sein erstes Dune Set und die dazugehörigen nicht hinter einer finanziellen Hürde von 200 Euro oder mehr versteckt. Die eine oder andere eingesparte Fliese am Rumpf ist mir in diesem Sinne auch lieber, als ein unbezahlbares Produkt.

Für mich persönlich hat der Ornithopter sehr viele Interessen bedient, die das Set inzwischen längst zu meinem neuen Lieblingsset haben werden lassen. Der hohe Technic-Anteil war für mich eine willkommene Abwechslung, nachdem ich zuletzt häufig System-Sets und -MOCs gebaut habe. Science Fiction, und speziell Dune mit einer ganz besonderen Ästhetik trifft ebenfalls einen Nerv bei mir und der nun gestartete zweite Kinofilm komplettiert meine Euphorie diesbezüglich. Genauso gut kann ich allerdings verstehen, wenn sich manche von diesem Set etwas ganz anderes erhofft hatten – wenn das auch euch betrifft, dann schreibt doch gerne in die Kommentare, was ihr euch anders gewünscht hattet.

Wie gefällt euch der LEGO Dune Royal Atreides Ornithopter? Seid ihr mit meiner grenzenlosen Euphorie d’accord oder hattet ihr euch für ein One-Off LEGO Dune Set andere Hoffnungen gemacht? Was denkt ihr über die Symbiose aus System und LEGO Technic in diesem Set? Tauscht euch gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag aus – ich freue mich auf euer Feedback!

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Über Justus 81 Artikel
LEGO Fan und Star Wars Nerd. Sammelt und baut MOCs, wenn er nicht gerade News oder Reviews schreibt.
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