Erste Änderungen auf Bricklink: Studio Gallery für Lizenzthemen eingeschränkt!

Dies dürfte der erste von mehreren Schritten werden, die viele User seit der Übernahme von Bricklink durch LEGO befürchtet haben: Soeben teilte LEGO den Benutzern der Bricklink Studio Gallery mit, dass zukünftig keine Studio Dateien mehr für lizenzierte Themen mehr zur Verfügung stehen sollen.

Laut LEGO sollen weiterhin alle Bilder und Beschreibungen angezeigt werden, allerdings sollen zukünftig keine Stud.io Dateien und auch keine Teilelisten mehr für solche Themen zur Verfügung stehen, die geistiges Eigentum von Dritten beinhalten. Und: LEGO lagert die Arbeit für die Umstellungen dabei scheinbar an die Designer selber aus.

Hier die gesamte Ankündigung, von uns ins Deutsche übersetzt:

Lieber Designer,

Wir lieben die Kreativität, die die Studio Gallery unter allen unseren Designern fördert. Es wurden über 17.000 Kreationen von euch allen hochgeladen! Viele dieser Entwürfe sind unglaubliche Originalkreationen, aber wir haben eine Reihe von Einreichungen in der Studio Gallery bemerkt, bei denen es sich um geistiges Eigentum (Intellectual Property = IP) handelt.

Damit du weiterhin alle deine Kreationen in der Studio Gallery präsentieren kannst, werden wir Designs, die geistiges Eigentum verletzen, auf „Display Only“ umstellen. Das bedeutet, dass alle deine Bilder und Beschreibungen sichtbar sind, aber die Studio-Datei nicht heruntergeladen werden kann und die Teileliste nicht mehr verfügbar ist.

Wenn sich eines deiner Designs in der Studio Gallery auf Themen mit geistigem Eigentum bezieht, bitten wir dich, diese auf „Display Only“ umzustellen.

So schaltest du dein Design auf „Display Only“ um:

  • Navigiere zu „My Studio“ und klicke auf den Namen des Designs
  • Deaktiviere das Kontrollkästchen „Downloads zulassen“
  • Klicke dann unten auf der Seite auf „Speichern“

Vielen Dank für dein Verständnis und wir hoffen, deine wunderbaren Designs weiterhin in der Studio Gallery zu sehen!

Das BrickLink-Team

Diese Nachricht dürfte bei einigen MOC-Designern einschlagen wie eine Bombe, allerdings im negativen Sinne. Und sie steht sehr im Kontrast zu dem was LEGO noch vor rund zwei Wochen bei der Übernahme von Bricklink versprach. Denn dort hieß es noch im Interview mit den Brothers Brick: „Wir planen nicht, in naher Zukunft Änderungen an der BrickLink-Plattform vorzunehmen, da sie wirklich gut funktioniert und die Fans sehr gut bedient.“ – diese Einstellung scheint nun beiseite gewischt worden zu sein.

Aus der Sicht von LEGO ist die Umstellung wohl verständlich. Spätestens jetzt, wo die Plattform von LEGO betrieben wird, dürften sich Lizenzinhaber wohl gerne auch mal gerichtlich dagegen durchsetzen und mit Klage drohen, wenn LEGO indirekt mit Sets (oder eben MOCs) Geld verdient, deren Lizenzrechte sie nicht besitzen. Für Nutzer ist es aber in jedem Falle ein großes Ärgernis.

Es dürfte spannend werden zu sehen, was passiert, wenn Designer selber die Umstellung nicht vornehmen. Wahrscheinlich wird LEGO die übrigen Designs dann nochmal prüfen und die Einstellung selber vornehmen, aber konkrete Details gibt es dazu nicht. Aktuell lassen sich meinem kurzen Check nach noch alle von mir geprüften Studio Dateien und damit auch die Teilelisten herunterladen. Falls ihr also in der Bricklink Studio Gallery noch MOCs habt, die ihr zukünftig gerne mal bauen wollt, solltet ihr euch mit dem Download beeilen.

So neutral wir auch versuchen bei unseren News zu sein: Das hier ist aus Sicht der Community auf jeden Fall ein Schritt in die falsche Richtung und es bestätigt einige Befürchtungen, die viele Nutzer von Bricklink in den letzten Tagen geäußert haben. Leider ist es aus der Sicht der Rechtsabteilung von LEGO aber wohl verständlich. Wie seht ihr das? Äußert euch in den Kommentaren!

Über Lukas Kurth 979 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 28 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

74 Kommentare

  1. Naja, sowas kommt zwangsläufig, Lego ist nunmal kein kleiner Betrieb, schon gar kein gemeinnütziger Verein. Die müssen sich juristisch absichern, jetzt wo sie Rechteinhaber sind, sonst hagelt es da schnell Unterlassungsklagen und Lizenzgebühren.

    • Ja, den Punkt habe ich gerade noch ergänzt, direkt nachdem die News live ging. Darf man tatsächlich nicht außer Acht lassen. Aber: Eigentlich hätte das der bisherige Inhaber auch schon machen müssen.

      • Mal ehrlich, das macht keine Privatperson im Netz, sieht man ja auch bei den Social Medias, wo fleissig Bilder, Lieder und andere lizenzpflichtige Eigentümer geteilt werden.
        Das Internet ist halt mal kein rechtsfreier Raum auch wenn die Befolgung der Gesetze nur sehr lasch überprüft wird ^^

          • Mit meinem juristischen Laienverständnis liegt die Verantwortung doch eigentlich beim Uploader? Bricklink hätte die einfach nur löschen müssen bei einer Anfrage. Offenbar hat sich aber niemand dafür interessiert weil der Service dafür dann doch zu unbekannt ist als dass er von Anwaltskanzleien als lukratives Ziel wahrgenommen worden wäre.

          • Ja, das ist richtig. Aber wo war der Firmensitz? China?Südkorea? Für Klagen sehr unattraktive Länder.
            Da ist Dänemark mit EU richtig sexy. 😉

    • Und letztendlich wird das wohl nur dazu führen, dass es wieder eine neue „Piraten“-Seite nach oben schafft, wo es die Stücklisten zum Download gibt.

    • „nichts ändern“ heißt halt „nichts ändern außer das was wir ändern, aus Gründen“.

      die Kernfunktion wird vielleicht etwas länger nicht angefasst, aber das da sind ja nur Änderungen „am Rande“.

  2. Das ist doch normal. Mit der TLG Mitteilung, wie, was aus BL werden soll, oder auch nicht, war doch alles klar. Beschwichtigen, das alles gleich bleibt und nach 2 Wochen, die heutzutage ja gefühlt Jahrzehnte her sind, sich selbst Lügen strafen. Und das gilt meiner Meinung nach allgemein, nicht nur für Lego/Bricklink. Wer anderes erträumt hat, hat meiner Meinung nach die Welt in unseren Zeiten nicht ganz verstanden. Überrascht mich wie der Weihnachten am 24.12.

    • So ärgerlich die Nachricht ist, frage ich mich ernsthaft, wie das Thema „Lizenzen“ bisher bei BL behandelt worden ist.

      Das Problem mit den Lizenzen ist ja nicht über Nacht gekommen. Für mich hat es den Anschein, dass die bisherigen Eigentümer fahrlässig oder vorsätzlich sich nicht um die Problematik gekümmert haben. Ansonsten hätte es ja eine entsprechende Regel schon seit langer Zeit bei BL geben müssen.

      Wie wäre es mit der Idee, dass sich LEGO Bricklink mal genauer angesehen hat und dabei feststellen musste, dass es ein rechtliches Problem mit Lizenzen gibt? Mit ist durchaus bewußt, dass dieser Gedanke innerhalb der Community schwer vorstellbar ist. Das würde aber das Vorgehen von LEGO erklären.

      • Die bisherigen Eigentümer saßen soweit ich weiß in Hongkong.
        Ich glaube die Tatsache das Verhältnis zu geistigem Eigentum da ein anderes ist als hier in der EU dürfte bekannt sein.

  3. Die haben BL gekauft um daraus eine Ideas Platform zu machen?! Bald kommt die Umänderung der Teilenummern und Farben in Elementenummern Abmahnung der Reseller, danach ist BL tot 🙁
    Ich kann somit auch meinen Baby Yoda MOC und den Nachbau der HD weil es nichts bringt sie nur auf „Display only“ zu setzten.

  4. Sorry aber was Lego hier macht ist Unsinn. Klar ist ein z. B. Stargate lizenziert aber wenn man es aus Lego Nachbaut ist das in ordnung man verkauft es ja nicht. Ausserdem ist Lego zum bauen… Man darf privat bauen was man will.
    Für mich der falsche Schritt und zeigt was Lego ist nur Geld geil

      • Indem die Seite mit solchen MOCs potentielle Kunden anlockt und damit Clicks generiert. Da wird es Werbung geben – von Lego selbst oder externen Anbieter. Da wird man Gelder mit anderen Aktionen generieren – und wenn diese MOCs dafür sorgen, dass überhaupt mehr Leute die Seite benutzen und Lego dadurch mehr Kunden bekommt, dann machen sie damit Geld.

    • Na klar darf man privat bauen was man will, und man darf es auch ins Netz stellen, aber der Betreiber einer Website kann entscheiden, ob der das auf seiner Seite haben will. Wenn dem Betreiber dadurch vielleicht ein Rechtsstreit um Lizenzen entsteht, hat er auch das Recht zu sagen, dass er dein MOC dann nur unter bestimmten Voraussetzungen auf seiner Seite haben will. Die Rechteinhaber von Stargate könnten jetzt sagen: ok, gerne Bilder, aber wenn jetzt einer sich kostenlos Spielzeug mit unserer Lizenz bauen kann, ohne dass der Steinehersteller oder der Designer Geld an uns bezahlen, dann sind wir dagegen, die Leute sollen lieber unser Lizenzspielzeug kaufen, wenn sie Stargarte-Merch haben wollen. Das Recht haben sie, und Lego sichert sich dagegen ab.

    • Du darfst alles bauen, du darfst es auch öffentlich zeigen ohne dafür belangt zu werden aber du darfst das geistige Eigentum Dritter nicht ohne Lizenz vermarkten.
      Sorry aber das ist keine Idee von Lego um Bricklink kaputt zu machen sondern EU Gesetz. Die schwierige Frage ist halt: Wo fängt die Vermarktung an?
      Sobald ein Unternehmen einen Firmensitz in der EU hat ist es gezwungen der Gesetzgebung nachzukommen.

  5. Nur eine kurze Verständnisfrage:

    In der Studio Gallery sind jetzt keine MOCs mehr erlaubt, die Fremdlizenzen behandeln? Zum Beispiel dürfen keine Game of Thrones Dateien mehr zum Download angeboten werden, da die Lizenz dafür bei Mega Construx liegt?

    Oder sind generell MOCs aller möglichen Lizenzen jetzt nicht mehr downloadbar, also auch nicht derjenigen (Star Wars, Harry Potter), die Lego besitzt?

    • Geistiges Eigentum Dritter…..das betrifft im Zweifelsfall auch das Haus deines Nachbarn, weil das ja ein anderer entworfen hat. Also letztlich alles, was nicht ein komplettes persönliches Fantasieprodukt ist.

      • Ist die Frage, ob Lego das bei eigenen Lizenzen gestatten dürfte, WEIL sie ja die Lizenz besitzen (kommt drauf an, wie der Lizenzvertrag aussieht – ob sie für jedes Teil eine Lizenz erwerben oder allgemein für’s Thema). Aber selbst wenn sie dürften, würden sie es nicht gestatten, denn dann könnte es ja sein, dass die Leute mehr moccen und weniger Legosets kaufen. (Wobei da wieder die Frage wäre, ob das für Lego am Ende weniger Geld bringen würde, wenn sie die Steineverkäufe kontrollieren bzw. an ihnen mitverdienen.)

  6. Also ich hab mir diese Ankündigung oben im Artikel jetzt eben noch ein paar Mal durchgelesen. Sorry, aber für mich persönlich ist das Ganze jetzt noch ein wenig unklar.
    Einerseits schreibt Lukas im Artikel dass Lizenzthemen betroffen sind. In der Ankündigung wird von geistigem Eigentum gesprochen. Jetzt werden einige sagen, dass ist doch das Gleiche. Ich weiß nicht recht.
    Wenn jetzt jemand einen eigenen MOC hochlädt von einem eigenständig kreierten Star Wars Sternzerstörer. Fällt das unter die Regelung in Bezug auf geistigem Eigentum? Zumindest trifft es auf das Thema Lizenz zu. Aber davon steht jetzt nichts in dieser Ankündigung.
    Anderes Beispiel: Ich baue in Stud.io ein Set von Lego nach, welches keiner Lizenz unterliegt, z.B. ein Modular. Da ist augenscheinlich erstmal keine Lizenz gegeben aber es ist geistiges Eigentum von Lego.
    Worauf genau wird hier derzeit abgezielt? Oder gehts vielleicht darum, dass keine Dateien von Sets von Lego-Wettbewerbern hochgeladen werden? Z.B. ein Set von Cobi, weil Lego fürchtet dafür von Cobi dann juristisch angegangen zu werden?

    • In die ähnliche Richtung gingen auch meine Gedanken.
      Wenn etwas aussieht, als wenn es zu einem Lizenzbereich gehören „könnte“, aber bis auch ein paar grobe Anleihen eine eigene Designidee ist, erschiene mir eine Einstufung als dazugehörend von Seiten LEGO als fadenscheinig, wenn nicht gar feige.
      Ich muss wohl zusehen, dass ich die zwei laufenden Projekte abschließe, bevor LEGO weitere Torpedos auf BrickLink abfeuert.

    • Ich denke das Wort Lizenzthemen ist hier von Lucas falsch gewählt – es geht um geistiges Eigentum, nämlich am Design, nicht an der Bautechnik. Du kannst dir gern überlegen, wie du einen Sternzerstörer baust, aber du hast den Sternzerstörer in seinem Design nicht erfunden – das waren die Leute von Lucasfilm, und denen gehören daran die Rechte, um sie als Lizenz (für ganz bestimmte Produkte) z.B. an Spielzeughersteller wie Lego (aber auch Mattel etc.) zu verkaufen.
      Gleiches gilt für Sets, die Lego kreiert hat. Wenn du einen neuen Weg findest, einen Emerald Express zu kreieren, mit anderen Teilen und leicht anders, aber eben immer noch als solcher erkennbar, dann nutzt du dafür Legos geistiges Eigentum. Auch das darfst du dann nicht als dein eigenes ausgeben.
      Nun muss Lego entscheiden, was sie mit solchen MOCs machen. Haben sie selbst die Rechte am Design, können sie sie geltend machen (auf Bricklink verbieten) oder es lassen. Im Moment scheinen sie es zu lassen.
      Wenn sie nicht die Rechte haben (weil der Lizenzvertrag nur ein bestimmtes abgesegnetes Modell beinhaltet, wie vielleicht beim Sternzerstörer, oder weil sie die Rechte gar nicht haben, wie bei Stargate), müssen sie das auf ihrer Seite verbieten, um sich nicht juristisch angreifbar zu machen.

      • Und falls einige jetzt auf’s Geld abstellen (ich verdiene doch gar nichts damit, und Lego auch nicht): Lego würde sehr wohl Geld damit verdienen, und sei es nur, dass sie damit Traffic auf ihrer neuen Website generieren.

        • Ich vermute der Knackpunkt hier ist, daß du es aber könntest.
          Wenn ich mich recht entsinne bietet Bricklink durchaus die Option Anleitungen für MOCs zu verkaufen.
          ich bin kein Jurist aber ich vermute man könnte es so sehen, daß du damit deine MOC-Anleitung in einem Laden zu einem Preis von 0,- anbietest.

    • Weil mit den Teilelisten Steine gekauft werden können. D.h. die Lizenz wird -wenn auch in diesem Fall indirekt- dazu benutzt Geld zu verdienen.
      Wenn du z.b. einen Sternen Zerstörer aus Lego baust, fotografierst und die Bilder ins Netz stellst, gilt das als private Nutzung. Dagegen kann Dir keiner was. Wenn Du jetzt aber Abzüge des Fotos machst und diese für 10€ verkaufst, gilt das als „geistiges Ureigentum wird genutzt um Geld zu verdienen“. So zumindest mein Verständnis.

      Jedenfalls, keine 2 Wochen hat’s gedauert….oh weh…Lego macht einem gerade so ziemlich alles madig….

  7. Was geht denn nun ab, wieso ist Bricklink down?
    Wollte mir gerade ein paar Teile bestellen und nun geht gar nichts mehr.
    Och Lego echt jetzt, gerade noch angekündigt, das es erstmal keine Änderungen geben wird und nun ist die Seite weg!

  8. Ohne einen Experten für internationale Urheberrechtsfragen kann man eigentlich kaum einen vernünftigen Kommentar abgeben.

    Ich mit meinem juristischen Laienwissen kann mir durchaus vorstellen, dass Lego hier unter Umständen ein Problem mit Rechteinhabern bekommen könnte. Allerdings ist gerade Urheber oder auch PAtentrecht ein Sumpf, in dem unzählige Anwälte von leben. Siehe zb sowas wie Whatsapp vs Blackberry usw.

    Als Lizenzinhaber könnte man zb Lego vorwerfen, dass sie durch das Betreiben dieser Plattform Lizenzgebühren umgehen würden.

  9. Und weiter geht´s, die neuen Regeln sind online, keine Customteile mehr, nur noch originales Lego, welches auch nicht mehr verchromt oder anderweitig bearbeitet sein darf. Bin mal gespannt, was als nächstes kommt!

  10. Tja doch noch Freitag der 13.
    Dann kann ich demnächst viele meiner Sachen löschen.
    Wir werden noch sehen was wir davon haben. Als nächstes wirst studio eingestampft…..

  11. Ich höre schon den nächsten shitstorm auf Lego zurollen.
    Und irgendwie haben sie es verdient.

    Man stellt sich ernsthaft die Frage was für Pappnasen da in der Führung sitzen.was würde ich denen gerne mal die Meinung geigen…

  12. Warum hat LEGO Bricklink dann überhaupt erst gekauft?

    Das war doch klar das die ganzen MOC’s alle irgendwie mit Lizenzen zu tun haben. Das jetzt so einzuschränken ist doch total dämlich, das verärgert nur unnötig einen großen Teil der AFOL’s!

    Irgendwie unfassbar wie LEGO an die Bricklink Nummer ran geht. Es ist doch jetzt schon fast vorhersehbar das sich dich Community und Verkäufer bald auf den Weg zu einer neuen Online-Plattform machen.

    • Nun, Mocs kann man ja wohl auch ohne Lizenzvorlage entwerfen.

      Allerdings gebe ich dir beim zweiten Teil Recht. Falls jemand Mut,Ressourcen und Unternehmergeist hat, wäre jetzt der Zeitpunkt über eine neue Plattform nachzudenken.

  13. Wie auch in anderen Großunternehmen (Red Bull) hat die Firma bzw. Produkte dieser wenig mit der Marke zu tun. Nachdem Steuerhinterziehung, Bananenprodukte (reift beim Kunden) und Marken-Patenthandel als Geschäftsfelder ausgereitzt sind widmet man sich der Idee den Kunden zum kostenlosen Mitarbeiter zu degradieren. Besonders willkommen sind hier die Fans. Den nach der Arbeit wird nun die komplette rechtliche Verantwortung auf den Kunden-User abgewälzt. Siehe auch das Thema Youtube FTC Coppa.

    Wie Lego rechtlich zu Fancreationen WIRKICH steht sieht man an den gelöschten 3Dprints auf diversen Seiten. Darum gibt man ja auch auf Ideas ALLE RECHTE an dem eingereichten Design ab.

    Meine Freunde des klemenden Steines, die Zeiten werden nicht besser werden.

  14. bei mir läuft bricklink gerade ganz normal. es gab doch immer wieder vorangemeldete phasen wo angekündigt wurde dass die seite upgeloadet wird und für gewisse zeit nicht erreichbar ist.

    hier stehen auch sehr vernünftige kommentare, warten wir doch mal erst ab.

    europäische gesetze sind nicht asiatische. da gibt es teilweise noch die tadesstrafe… ganz anders.

    evetuell müsst ihr nur auf die namensgebung achten die ihr euren moc`s gebt.
    statt: u.s.s. enterprise ncc-1701, nennt ihr es eben zum beispiel, blaues elend, oder so…

  15. Das ist doch wirklich halb so wild ich selber habe einige Designs auf BL die Lizensiert sind ( Stargate, StarTrek) und wenn jemand die Anleitung haben will hab ich halt in die Beschreibung meine Mail gepackt, ein drive link oder sowas geht bestimmt auch ,bei vielen Sachen war sowie so nicht der Download freigegeben. Nicht direkt in Panik verfallen, dass Lego das macht ist nur gut ansonsten hätten wir früher oder später deswegen ohnehin Probleme gehabt.

  16. Ich kann LEGO verstehen. Die Rechtsabteilung wird sich schon darum gekümmert haben, und ich sehe keinen Grund für Lego, ein, mitunter millionenschweres, Risiko einzugehen, um MOCs von Fremdlizenzthemen anzubieten. Lego fungiert und lebt nicht außerhalb des Rechtssystems.
    Rein betriebswirtschaftlich erscheint das für mich erstmal sinnvoll.

  17. Für die MOCer und Nachbauwilligen wird es jetzt vielleicht über den persönlichen Kontakt gehen, um Teilelisten und Anleitung auszutauschen. Ich sehe da kein großes Problem (welches nicht mit wenigen Klicks) und gefahrlos für Lego behoben werden könnte.

  18. Ich habe gerade in bricklink reingeschaut und werde ständig aufgefordert mein Account zu erneuern. Das Problem ist, den ellenlangen Text mit einem Übersetzungsprogramm zu lesen und zu verstehen. Ich verzichte auf bricklink weil ich nicht weiß was ich da unterschreibe. Nicht das ich ein Lebensabo für Friends gewonnen habe (Humor oder nicht?). Zum Glück habe ich bisher bricklink nicht als Käufer genutzt. Mir ist es nicht recht, wenn jetzt Lego über den bricklink Verkauf auch noch Daten über mich sammeln. Eine Möglichkeit für Lego wäre ja, Produkte und Teile anzubieten die gekauft werden. Andere machen es alternativ vor.

    Pessimist: „Schlimmer kann es nicht mehr werden!“
    Optimist: “ O doch, O doch.“

  19. Für mich ist das eigentlich ganz witzig. Denn es wird recht deutlich, dass die Firma ihr eigenes Produkt nicht mehr begreift.

    Jetzt nicht wegen Lizenzen, sondern weil sie gleich auch noch die custom parts abschaffen.

    Für Lego isses einfach unverständlich, dass man die Steine nimmt und selbst was baut.

  20. Zum Verständnis: man konnte die Anleitungen kaufen, richtig? Aber nicht die MOC als komplettes „Set“, korrekt?

    Also z.Bsp: ich entwickele einen Porsche 956 aus Technic Teilen im Maßstab vom 911 GT3 RS. Diese Anleitung kann über Bricklink erworben werden, inkl. der Teileliste.

    Die Steine kann man dann ganz normal über die verschiedenen Anbieter kaufen.

    Das geht jetzt nicht mehr.

    Frage 1: Die Anleitung habe ja ich entwickelt , nicht Lego, nicht Porsche. Also geht es darum, dass das Design des 956 geschützt ist, richtig?

    Frage 2: Wenn ich die Anleitung gratis anbiete…geht das auch nicht mehr?

    • Zu Frage 2: interessiert mich auch, ich glaube es geht darum dass ja jetzt Lego am Teileverkauf auf Bricklink mitverdient. Daher von deiner Lizenzverletzung profitiert, daher juristisch angreifbar ist … ?

      • Einzelne Steine zu kaufen und dann damit etwas zu bauen…also wenn das der Knackpunkt ist….ok. Mir scheint, als müsse da noch Licht ins Dunkel gebracht werden, so ganz klar ist die Geschichte ja nicht.

          • Glaube ich nicht. Nur wenn irgendjemand damit Geld verdient, an dem der Rechteinhaber eben nicht mitverdient. (Also wenn du die Anleitung verkaufen würdest, oder das ganze als Set, oder wenn eben Lego am Teileverkauf mitverdient oder so – denn die Rechte, damit Geld zu verdienen, hat eben der Rechteinhaber.)

  21. Nicht nur das. Auch alle andere was Lego nicht offiziell zum verkauf anbietet oder angeboten hat, darf auf der Plattform verkauft werden. Sprich die ganzen Mitarbeitergeschenke wie z.B. X-(Mas) Wing, Nussknacker, etc. fallen damit weg. Und wenns ganz dumm läuft auch die ganzen GWP.
    Na dann Gute Nacht.

    • Ich versuche mir gerade ein Bild von den neuen Bedingungen zu machen. Daher meine Frage: Wie kommst du darauf bzw. Wo genau steht das in den aktuellen „Terms“?

      • Bei den Terms von BrickLink – Verkäufer heißt es
        „Items Pending Official Release: Items may not be listed prior to their official LEGO release date, either as custom lots or under related catalog entries.“
        Da liegt nämlich die Betonung auf „official Lego release date“ und die Mitarbeitergeschenke sind sind keine offiziellen Lego Sets mit einer offziellen Veröffentlichung für den Markt.
        Ist zwar schwammig formuliert. Und irgendwann wird Lego auch den Verkauf von GWP unterbieten.

        • Die Passage ist in der Tat nicht eindeutig formuliert. Es stellt sich die Frage, was wie BL einen LEGO Katalogeintrag interpretiert. Die Frage sollte man an BL stellen.
          Ich gehe erstmal davon aus, dass LEGO verhindern möchte, dass Sets oder Teile vor dem offiziellen Verkaufsstart in Umlauf kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass über diesen Weg der BL-Katalog massiv zusammengetrichen werden soll.

          Interessant wird die Frage, wenn es sich um Vorabverkäufe handelt, in denen der Kauf vor dem offiziellen Termin zu Stande kommt, aber die Lieferung erst nach dem Termin erfolgt. Auf Ebay wird das Spiel ja sehr gerne gespielt. 🙂

  22. Fassen wir also einmal zusammen, wa die neuen AGBs von BrickLink so mit sich bringen:

    1) Keine Nicht-Lego-Teile (wie z.B. Waffen, Zugteile, Motoren, Beleuchtungen usw.)
    2) Keine modifizierten Lego-Teile (wie z.B. gefärbte, lackierte, verchromte, durchbohrte usw. Teile)
    3) Keine Anleitungen und Teileliste zu MOCs deren Entstehung auf fremdes geistiges Eigentum zurückgeht (also nichts, was irgendwie z.B. auf Filmen, Druckwerken, Industriedesign usw. basiert)
    4) Keine fertig zusammen gestellten Sets deren Entstehung auf fremdes geistiges Eigentum zurückgeht (also nichts, was irgendwie z.B. auf Filmen, Druckwerken, Industriedesign usw. basiert)
    5) Keine Verkäufe von Lego-Sets vor deren offiziellemVerkaufstart (was naturgemäß Mitarbeitergeschenke, spezielle Werbemittel & Promotionartikel sowie GWP-Sets miteinschließt)

    So viel zur Aussage, man habe nicht vor, in nächster Zeit irgendwas an BrickLink zu ändern!

    • Wie kommst Du auf die Idee, dass Rebrickable davon profitieren könnte?

      Bei all der Aufregtheit sollte man mal eine Blick in die Terms von Rebrickable werfen. Dort sind die Regeln wie sie nun auf BL eingeführt werden schon lange etabliert.
      Hier ein paar Beispiele aus den Bedingungen:
      „You must not publish materials that are copyright-infringing, or inappropriate for a LEGO-fan audience“ oder
      „You may not post links to external sites that promote non-LEGO brand bricks designed to impersonate the LEGO brand“
      „At no time can you upload or display content that violates The LEGO Group’s copyright“

      Damit ist Rebrickable schon lange tot oder…??

      Noch eine Überlegung nebenbei:
      Zu einer Transaktion gehören immer zwei Seiten.
      Warum wollte der bisherige Eigentümer von BL diese Beteiligung verkaufen, wenn der Laden so super läuft?
      Würdet Ihr ein gut laufendes Geschäft verkaufen wollen?
      Wer kann oder will – außer LEGO – die Kaufpreisforderung zahlen??

      • Zum ersten Teil:

        – Da herrscht halt Unklarheit, inwiefern Lego bei bricklink den Passus mit dem „geistigenen Eigentum Dritter“ auslegt. Bei rebrickable findest nämlich genügend MOCs die sich an realen Vorbildern von, bspw. Porsche Fahrzeugen oder Liebherr Maschinen, orientieren. Eng betrachtet sind das Kreationen, die auf dem geistigen Eigentum Dritter beruhen.

        Zum zweiten Teil:

        Es ist gang und gebe, dass auch Unternehmen, die sich in einwandfreiem Zustand befinden, verkauft werden. Rein aus der Tatsache, dass ein Unternehmen verkauft wurde, auf eine wirtschaftliche Schieflage zu schließen, ist haltlos.

        • Das mit dem ganzen „geistiges Eigentum Dritter“ versteh ich auch noch nicht so ganz. Da dürfte ich ja auch z.B. keine Bilder mehr malen, auf denen Fahrzeuge, Maschinen, Häuser etc. dargestellt sind, da diese Objekte ja dann auch auf dem geistigen Eigentum Dritter beruhen….ich bin verwirrt.

          • Genauso ist es. Da besteht eben noch Klärungsbedarf. Erstaunlicherweise liest man zu diesen Änderungen bis dato bspw. nichts bei brickset oder brothers-brick.

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