LEGO 40516 Everyone is Awesome: LGBTQ+ Set zum Pride Month offiziell vorgestellt!

LEGO 40516 Everyone Is Awesome

Dieses Set ist das wohl überraschendste und mutigste Set, das LEGO im bisherigen Jahr 2021 vorgestellt hat! Soeben wurden die offiziellen Bilder für das LEGO 40516 „Everyone is Awesome“ Set, das anlässlich des anstehenden Pride Month im Juni die Diversität der Gesellschaft feiert, per Pressemitteilung und im LEGO Onlineshop veröffentlicht.

Das Set dürfte vor allem für viele Angehörige und Unterstützer*innen der LGBTQIA*-Bewegung nicht nur ein wichtiges Signal, sondern eben auch einfach ein tolles Set sein. Aber nicht nur Fans von Gleichberechtigung und Empowerment sollten mit dem Set auf ihre Kosten kommen, sondern auch angehende Sammler*innen monochromer Minifiguren werden sich über das kleine Set freuen, denn es sind insgesamt 11 unterschiedliche monochrome Figuren im Set enthalten.

Das LEGO 40516 Everyone is Awesome Set erscheint am 1. Juni 2021 im LEGO Onlineshop zu einem Preis von 34,99 Euro und beinhaltet 346 Teile. Wir wollen euch das exklusive Set ausführlich vorstellen und euch alle verfügbaren Bilder zeigen, nachdem vorgestern leider schon die ersten Leaks zum Set verbreitet wurden.

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Allgemeine Infos zum Set

Das LEGO 40516 Everyone is Awesome Set ist ein in 11 Farben gestaltetes Set mit 11 monochromen Minifiguren, die auf einer Basis stehen, in deren Hintergrund sich eine Art Regenbogen-Wand oder Regenbogen-Wasserfall befindet. Es handelt sich bei dem Set um das bisher kleinste LEGO 18+ Set für Erwachsene und um eine exklusiv nur bei LEGO verfügbare Neuheit. Soweit wir wissen, wird das Set nur direkt im LEGO Onlineshop und den Brand Stores erhältlich sein, wobei vermutlich international auch LEGO Certified Stores und natürlich das LEGOLAND das Set verkaufen werden. Andere Anbieter werden das Set unserer Einschätzung nach nie im Sortiment haben.

Das Set sieht sich selbst als Empowerment für Angehörige der LGBTQIA*, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, queere Personen, Intersexuelle, Asexuelle und andere Geschlechtsidentitäten. Was es dabei mit den Farben genau auf sich hat, stellen wir euch in diesem Artikel noch genauer vor.

In Deutschland trägt das Set den etwas unbeholfenen Titel „Jeder ist besonders“, was man gerade bei diesem Set im Sinne einer inklusiven Sprache vermutlich besser als „Alle sind besonders“ oder schlichtweg gar nicht übersetzt hätte.

Alle Details zum Set im Überblick:

  • Setnummer: 40516
  • Englischer Name: Everyone is Awesome
  • Deutscher Name: Jeder ist besonders
  • Anzahl Steine: 346
  • Anzahl Minifiguren: 11
  • Preis (UVP): 34,99 Euro
  • Preis/Stein: 10,1 Cent
  • Maße des Sets: 18 x 12,8 x 10,2 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
  • Release: 1. Juni 2021
  • LEGO Designer: Matthew Ashton
  • Altersempfehlung: 18+
  • Anzahl Sticker: 0

Alle offiziellen Bilder zum Set

Da LEGO nach den ersten Leaks auch offizielle Bilder in bester Auflösung bereitgestellt hat, wollen wir euch zunächst die Produktfotos nicht länger vorenthalten, bevor wir genauer auf die Bedeutung der Farben und die neuen enthaltenen Teile eingehen.

LEGO 40516 Everyone Is Awesome (2)

LEGO 40516 Everyone Is Awesome (1)

LEGO 40516 Everyone Is Awesome (5)

Progress Pride Flag: Die Bedeutung der 11 Farben

Auf den ersten Blick könnte der Titel „Everyone is Awesome“ und die farbenfrohe Gestaltung des Sets einfach als eine generelle Ode an die Diversität und Vielfalt gesehen werden. Die elf im Set enthaltenen Farben sind aber keineswegs zufällig gewählt, sondern entsprechen exakt den Farben der sogenannten „Progress Pride Flag“, die von dem*r nichtbinären Grafikdesigner*in Daniel Quasar im Jahr 2018 im Rahmen eines Kickstarter-Projektes gestaltet wurde.

Progress Pride Flag
Die Progress Pride Flag (Bild: Bojan Cvetanović, Wikimedia, CC BY-SA 4.0)

Diese Flagge leitet sich ab von einer Erweiterung der bekannten LGBT-Regenbogen-Flagge, die um die Farben weiß, pink, hellblau, braun und schwarz ergänzt wurde. Alle enthaltenen Farben haben dabei bestimmte Bedeutungen:

  • Weiß, Pink, Hellblau: Transgender Flagge
  • Braun, Schwarz: People of Color und an HIV/AIDS Erkrankte oder Verstorbene
  • Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Lila: Klassische LGBT-Flagge
    (Farben standen ursprünglich für Leben, Heilung, Sonne, Natur, Harmonie und Spiritualität)

Damit umfasst das Set genau die Farben, die in der wohl modernsten und einer sehr inklusiven Version der Pride-Flaggen verwendet werden.

Matthew Ashton, LEGO Design VP + Designer Video

LEGO Designer Matthew Ashton
Matthew Ashton, Design VP der LEGO Gruppe

Der Designer und Initiator dieses Sets ist Matthew Ashton, seinerseits Vice President of Design bei LEGO und Teil sowie Unterstützer der LGBTQ+ Community. In einem Interview mit dem Guardian hat Matthew auch einige Hintergründe zum Designprozess erklärt.

Ursprünglich hat er das Modell gebaut, nachdem er die Büros gewechselt hatte und etwas auf seinem Schreibtisch präsentiere wollte, dass ihn selbst und die LGBTQIA* Community repräsentiert. Nachdem dann andere Mitglieder der Community bei LEGO auf das Set aufmerksam wurden, kam ihm die Idee, das Modell als Set auch anderen LEGO Fans zur Verfügung zu stellen. Eines der Zitate aus dem Interview haben wir für euch übersetzt, das gesamte Interview könnt ihr hier nachlesen.

Als LGBTQ+-Kind aufzuwachsend – mir wurde immer gesagt, womit ich spielen sollte, wie ich laufen sollte, wie ich reden sollte, was ich anziehen sollte – die Botschaft, die ich immer bekam, war, dass ich irgendwie ‚falsch‘ war […] Ich wünschte, ich hätte als Kind auf die Welt geschaut und gedacht: ‚Das wird schon werden, es gibt einen Platz für mich‘. Ich wünschte, ich hätte ein inklusives Statement gesehen, das sagte: ‚everyone is awesome‘.

Ein weiteres interessantes Detail aus dem Interview wollen wir euch aber nicht vorenthalten: Die Minifiguren sind von Matthew ohne spezifisches Geschlecht (Gender) konzipiert, um Individualität auszudrücken, aber dennoch zweideutig zu bleiben. Lediglich die Minifigur in Lila mit der hochgesteckten Perücke versteht er als „klaren Hinweis auf alle fabelhaften Drag Queens da draußen“.

Auch ein Designer Video hat Matthem Ashton aufgenommen:

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Offizielle Produktbeschreibung

Baue mit dem LEGO® Bauset „Jeder ist besonders“ (40516) deine ganz eigene Hommage an Positivität und Freundlichkeit. 11 einfarbige Minifiguren stehen vor einem Regenbogenhintergrund. Dabei hat jede Minifigur nicht nur eine andere Farbe, sondern auch individuelle Frisur, um die Vielfalt unserer Gemeinschaft darzustellen. Stell dein Modell aus und zeig der Welt, dass wir trotz aller Unterschiede gemeinsam die Liebe und das Miteinander zelebrieren.

  • 11 einfarbige LEGO® Minifiguren zum Bauen und Ausstellen. Jede Minifigur hat eine andere Farbe und trägt eine andere Frisur, wenn sie vor dem Regenbogen platziert werden.
  • 10 cm hoch, 18 cm breit und 12 cm tief.
  • Das LEGO® Bauset „Jeder ist besonders“ (40516) für Erwachsene bietet eine tolle Möglichkeit, die Vielfalt mit einem spektakulären Hingucker zu feiern.

Exklusive Farben und neue Teile

Für Fans von Minifiguren-Teilen und anderen Steinen in bunten Farben ist das Everyone is Awesome Set ein wahrer Quell an neuen Teilen und auch Sammler von 2×3 Steinen bekommen hier zwei bisher eher seltene Steine nun relativ einfach in der richtigen Farbe.

Wir haben für euch die exklusiven Farben und auch die neuen Teile bei den Minifiguren rausgesucht und nach Farben sortiert:

  • Schwarz: Keine neuen Teile
  • Braun: Die Haare (21778) sind neu in Reddish Brown
  • Rot: Auch diese Haare (98385 ) sind neu in Rot
  • Orange: Erstmals diese Haare (13785) in Orange
  • Gelb: Die Haare (55532), die zuvor nur bei Will Byers verwendet wurden, kommen neu in Gelb
  • Bright Green: Lange Haare (85974) neu in Grün und neuer Kopf.
  • Blau: Eine komplett neue Frisur in Blau
  • Dark Purple: Die Haare (15503) sind neu in Dark Purple
  • Hellblau: Haare (99930) neu in Bright Light Blue. Der unbedruckte Torso ist komplett neu.
  • White: Frisur zuvor nur bei Quick Silver (Marvel)
  • Dark Pink: Die langen Haare (23187) kommen neu in Dark Pink und der Kopf ist selten.

Der Rest der einfarbigen Minifiguren ist bereits vorher verfügbar gewesen. Die Arme, Hände und Beine kamen aber oft in unterschiedlichen Sets, sodass man sie hier gleich alle zusammen hat.

LEGO 40516 Everyone Is Awesome (17)

Auch für den Regenbogen im Hintergrund wurden einige Teile in neuen Farben eingeführt.

  • Bei den 2×2 Fliesen (3068) auf dem Boden ist Dark Purple neu. Mit Bedruckung gibt es die auch bei den Harry Potter Zaubererkarten.
  • Die 1×2 Fliese (3069) kommt erstmals in Bright Light Blue.
  • Für die Rückwand werden einige 2×3 Steine (3002) verbaut. Selten ist das Teil bis jetzt in Dark Pink und Dark Purple gewesen. Neu kommt es in Bright Light Blue und Bright Green.
  • Der Abschluss oben ist aus Arch 1 x 3 x 2 Curved Top (6005) gebaut, die es jetzt neu in Dark Pink, Bright Green und Bright Light Blue gibt.

Monochrome Minifiguren: Ein Start für eure Sammlung

LEGO 40516 Everyone Is Awesome (3)

Das Sammeln monochromer Minifiguren ist seit jeher eine beliebte Nische in den Sammlungen vieler LEGO Fans. Das neue LEGO 40516 Everyone is Awesome Set bietet erstmalig in der Geschichte von LEGO mehrere unterschiedlich monochrome Figuren in einem einzigen Set und bildet damit den perfekten Start in eine Sammlung solcher Figuren. Die folgenden Farben sind enthalten:

BildFarbeBricklink NameLEGO Name
LEGO Black BlackSchwarzBlackBlack
LEGO Reddish Brown Reddish BrownBraunReddish BrownReddish Brown
LEGO Red Bright RedRotRedBright Red
LEGO Orange Bright OrangeOrangeOrangeBright Orange
LEGO Yellow Bright YellowGelbYelllowBright Yellow
LEGO Green Dark GreenHellgrünBright GreenBright Green
LEGO Blue Bright BlueBlauBlueBright Blue
LEGO Dark Purple Medium LilacLilaDark PurpleMedium Lilac
LEGO Bright Light Blue Light Royal BlueHellblauBright Light BlueLight Royal Blue
LEGO White WhiteWeißWhiteWhite
LEGO Dark Pink Bright PurplePinkDark PinkBright Purple

Wer bereits seit Jahren monochrome Figuren sammelt, dürfte die meisten der enthaltenen Figuren vermutlich ohnehin schon in seiner Sammlung haben, einige Teile sind aber tatsächlich in unbedruckter Form so noch nie erschienen und waren nur unpuristisch durch das Entfernen der Bedruckung zu bekommen. Das ist jetzt nicht mehr notwendig und auch das Zusammensuchen der einzelnen Teile aus verschiedenen Figuren fällt weg.

Für Shops wie monofigs.com, die monochrome Minifiguren anbieten ist das LEGO Everyone is Awesome Set sicherlich einerseits eine Katastrophe, weil es die Preise der Figuren in den 11 enthaltenen Farben in den Keller bringen dürfte. Andererseits könnte durch das Set auch der eine oder andere Sammler auf den Geschmack kommen und sich nach weiteren monochromen Figuren umsehen. Die elf im Set enthaltenen Figuren hätten (ohne Haare) im genannten Shop zusammen übrigens über 200,- US-Dollar gekostet, wobei die Figuren in Bright Light Blue, Dark Pink und Dark Purple die teuersten wären. Monofigs entfernt aber auch teilweise die Drucke für die Figuren, die sie anbieten und nutzt teilweise auch Gebrauchtware.

LEGO 40516 Everyone Is Awesome (18)

Umfrage: Eure Meinung zum Set

Auch wenn es sich bei dem Everyone is Awesome Set eher um eine kleinere Neuheit handelt, ist das Set für uns dennoch Grund genug, euch nach eurer Meinung zu fragen. Wie bei den letzten Umfragen auch wollen wir das hier wieder zweiteilen und euch einerseits nach eurer Meinung zum Set und andererseits nach eurer Kaufabsicht befragen.

Wie gefällt dir das LEGO 40516 Everyone is Awesome Set?

  • Mir gefällt das gesamte Set sehr gut! (74%, 1.625 Votes)
  • Ich kann mit dem Set wirklich gar nichts anfangen. (14%, 304 Votes)
  • Das "Set" ist mir egal, ich will nur die Minifiguren! (6%, 138 Votes)
  • Naja, ich finde das Set eher mittelmäßig. (6%, 124 Votes)

Anzahl Stimmen: 2.191

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Da das Everyone is Awesome Set allein schon anhand seiner Setnummer sicherlich nicht außerhalb vom LEGO Onlineshop und den Brand Stores zu bekommen sein wird, ist die Umfrage zu eurer Kaufabsicht diesmal etwas anders gestaltet – klassische „Rabatte“ wird es hier nämlich vermutlich nicht geben:

Willst du dir das LEGO 40516 Everyone is Awesome Set kaufen?

  • Klar, das Set landet direkt am 1. Juni in meinem Warenkorb! (39%, 746 Votes)
  • Ich will es haben, warte aber auf 2x VIP-Punkte / eine Gratisbeigabe. (25%, 473 Votes)
  • Ich werde das Set nicht kaufen. (22%, 415 Votes)
  • Ich bin mir noch unsicher... (15%, 294 Votes)

Anzahl Stimmen: 1.928

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Fazit zum Set: Ein wichtiger Schritt für LEGO

LEGO hat mit dem LEGO 40516 Everyone is Awesome einen großen Schritt getätigt, was die Positionierung zu gesellschaftlich relevanten Themen angeht. Nach der letztjährigen Spende im Rahmen der Black Lives Matter Bewegung ist die Umsetzung eines Sets, das eindeutig als Empowerment für Angehörige der LGBTQIA* Community gewertet werden dürfte, der nächste große Schritt von LEGO, der sicherlich auch die Kritik mancher Gruppierungen, Länder oder Individuen nach sich ziehen könnte.

LEGO tut es damit Firmen wie Apple gleich, die schon seit Jahren diverse Engagements im Bereich der Vielfältigkeit fahren und beispielsweise regelmäßig Apple Watch Armbänder zum Pride Month veröffentlichen, was wir ausdrücklich begrüßen.

Allerdings könnte und sollte diese Positionierung auch eine gewisse „Bringschuld“ im eigenen Unternehmen nach sich ziehen. Werfen wir einen Blick in die Führungsetagen und den Vorstand der LEGO Gruppe, ist da sicherlich noch eine Menge Potential für Diversität. Und auch die Design-Abteilungen (wir denken hier insbesondere an die Designer-Videos) bei LEGO glänzen nicht unbedingt mit einem hohen Anteil von beispielsweise Frauen oder People of Color. Aber das Set ist und bleibt ein erster kleiner Schritt, der vielleicht auch an anderen Stellen Veränderungen im Unternehmen nach sich zieht.

Selbst wenn euch die Implikationen und Statements in Sachen Gleichberechtigung und Diversität des neuen LEGO 40516 Everyone is Awesome Sets nicht interessieren sollten, bleibt ein farbenfroh gestaltetes Set mit einer beispiellosen Auswahl an monochromen Minifiguren, die ein beliebtes Sammelgebiet bei vielen LEGO Fans darstellen und eine gute Deko im Regal oder einem Bilderrahmen abgeben.

Ich persönlich freue mich sehr über das Set und werde es (was aktuell bei weitem nicht bei vielen Sets passiert) direkt zum Release im LEGO Onlineshop kaufen und auch tatsächlich als Set aufbauen. Und ehrlich gesagt werde ich das Set als Grundstein für meine noch sehr kleine Sammlung an monochromen Minifiguren vermutlich noch ein zweites mal kaufen. Bei diesem Produkt gönne ich LEGO den Umsatz, alleine schon für den Mut, hier als momentan weltweit expandierendes Unternehmen, eindeutig Haltung zu zeigen und Stellung zu beziehen.

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Wie findet ihr das frisch vorgestellte „Everyone is Awesome“-Set von LEGO? Freut ihr euch über die Umsetzung oder die monochromen Minifiguren? Tauscht euch gerne in den Kommentaren aus, aber haltet euch dabei an unsere Netiquette – für Hass und Intoleranz ist hier kein Platz.

Über Lukas Kurth 1739 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 30 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

384 Kommentare

  1. das wird gekauft! Ich hoffe, dass das Set nicht arg limitiert sein wird, sondern gut zu bekommen ist 🙂

    Finde das richtig klasse, sowohl aus gesellschaftlicher Sicht, als auch als Sammler

  2. Grandios. Ich hatte gerade mit einer Sammlung monochromer Figuren begonnen. Aber es macht nicht, dass ich dadurch nun „doppelte“ habe. Dafür sind Farben dabei, bei denen es wirklich teuer geworden wäre, diese zu ergattern. Der Rest wandert dann einfach in den Bricklink-Store.

    Ich finde es klasse und mit Rabatt, in welcher Form auch immer, wird es auf jeden Fall gekauft. Je nach Partout-Value vielleicht mehrfach. 🙂

  3. Das monochrome Minifiguren gesammelt werden, war mir ehrlich gesagt völlig neu. Und so ganz erkenne ich den Reiz (noch) nicht…

    • Kannte ich als explizites Hobby auch noch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass gerade die Jagd nach einfarbigen Figurenteilen durchaus ihren Reiz hat, vor allem für ohnehin für Figuren zu begeisternde Leute. Und was die Optik angeht, ich hatte in dem anderen Artikel auch auf einen MOC mit 39 einfarbigen Minifig-Vignetten verlinkt und das sieht schon sehr geil aus in seiner farbigen Klarheit.

  4. Ich finde dieses Set ist nicht ein wichtiger Schritt für LEGO sondern VON LEGO.

    Ich finde es auch super und werde es defintiv sofort kaufen.

    • Übrigens verstehe ich den im Artikel erwähnten Zusammenhang zwischen der Botschaft und Bedeutung des Sets und das bei LEGO vorwiegend „männliche/europäische“ Designer arbeiten nicht wirklich.
      Jeder Unternehmer sollte Stellen mit den besten aktuellen Bewerbern besetzen. Ohne irgendwelche Qouten zu erfüllen….. Nach der Logik wäre je jeder weitere „männliche europäische“ Bewerber erstmal benachteiligt. Lego sitzt nunmal in Billund. Die Gegend ist nicht gerade durch enorme hohe Zuwanderungen bekannt….

      Nicht falsch verstehen – ich bin selbst schwul und finde das Set wie gesagt absolut MEGA aber diese Verknüpfungen sind genauso nervig wie manche Vorurteile.

      • Ich sage ja auch nicht, dass LEGO da dringend was ändern müsste, denn LEGO ist deutlich diverser als viele andere Firmen. Aber man kann eben auch immer etwas dafür tun, dass man Anreize schafft, vielleicht auch anderen Leuten einen Anreiz zu schaffen, eine Bewerbung überhaupt in Betracht zu ziehen. Ein solches Set hier ist da vielleicht ein erster Schritt. Mehr Designer-Videos mit Frauen als Lead-Designer sicherlich einer von vielen möglichen weiteren.

        • Ich verstehe schon was du meinst 😉 Übrigens ein guter Gedanke von Dir, dass ein solches Set bei „Betroffenen“ durchaus die Hemmungen sinken oder gar verschwinden lässt sich zu Bewerben!

          Auch was Du mit den Designer Videos meinst ist richtig – ein möglicher Schritt ist es auf jeden Fall keine Frage. Ich empfand es nur im Fazit etwas deplatziert. Ich habe da – vllt auch absolut zu Unrecht – eine gewisse Erwartung rein interpretiert. Das hat ich etwas „gestört“.
          Neutralität bedeutet für mich jeden so zu akzeptieren wie er ist – und nicht wegen irgendetwas zu benach- oder eben auch bevorzuteiligen.

        • Die Frauen müssen schon selbst auf den Trichter kommen, sich bewerben und fachlich überzeugen. Solange Frauen nicht abgelehnt werden, wenn geeignet (qualifiziert), sollte da gar nicht eingegriffen werden. Mir ist Hautfarbe, Geschlecht und Religion vollkommen egal, Wissen und Leistung sind die Kritieren.
          Was soll denn dann Lego bitte tun. Eine Quote ist Mist und löst nicht die Probleme, sondern schafft neue. Ich verstehe die Forderung nach mehr Frauen in Designer-Videos überhaupt nicht, 1. gibt es meiner Meniung nach schon genügend Frauen zu sehen und 2. sind im Designer-Video/Bilder natürlich die Designer des Sets zu sehen, es wäre doch höchst fragwürdig, wenn dann der Quote wegen eine x-beliebige Frau im Video ist, wenn das Set ein Mann design hat.

          • Natürlich soll nicht eine Frau zu sehen sein, wenn ein Mann das designt hat. Aber es gibt ja Designerinnen bei LEGO, die könnten ja für ihre Sets auch mal ein Designerinner-Video bekommen.

            Repräsentation kann für Menschen viel verändern. Wenn man in Filmen, Serien oder anderen Medien sieht, dass Menschen, die sind wie man selbst, etwas erreicht haben, dann zieht man eher in Betracht, das auch erreichen zu können. Als (weißer) Mann fällt das in den meisten Fällen nicht schwer, man wird beinahe überall repräsentiert. Ich denke, LEGO Designer Videos gehören dazu. Wenn Mädchen sehen, dass auch Frauen bei LEGO Designerinnen sind, ziehen sie einen Beruf eher in Betracht. Auch ganz ohne Quote und ohne das es irgendwem weh tut.

          • Bei Duplo gibt es Deignerinnen, wurde mal in einem Intenview gezeigt das Henry von der Klemmbautseinlyrik gemacht hat. Also mal bei Lego anfragen ob sei ein Duplodesignervideo herausbringen 😉 Das als (weißer) Mann sehe ich nicht so, ich kenne viele Bereiche, da ist das anders – z.B. Kindergärtner ohne „innen“ sind relativ selten aber sehr sehr begehrt. Das mit dem weiß in Klammern finde ich z.B. wieder ungeschickt, es ist nunmal so das wirüberwiegent weiß sind. Gegenbeispiel wie es auch nicht laufen kann ist ja Uncle Ben’s – du machst es keinem wirklich recht.

          • Ich schrieb ja auch von „beinahe“, nicht von „immer“. Und das wir auf der Welt überwiegend weiß sind, ist ein Trugschluss. Ich glaube aber, wir kommen da (auch bei deinen genannten Beispielen) nicht auf einen gemeinsamen Nenner.

          • Ich meinte das schon bezogen auf Nordeuropa. Das „beinahe“ habe ich schon gelesen, ich habe auch gar nichts dagegen gesagt? Ich meine halt nur, das es nicht ungewöhnlich ist, ich würde mich auch im chinesischen TV nicht wundern, wenn ich da überwiegend Chinesen sehe und TV kannst du jetzt mit Print, Video, Werbung allg. ersetzen. Es kommt auf das gesune Mittelmaß an, und das muss nicht perdifinition genau in der Mitte ligen, sondern sollte einfach die Wirklichkeit wiedergeben.

          • Das ist doch einfach erklärt, der durchschnittliche Designer wird zwischen 30und50 Jahre alt sein. Vor 20bis40 Jahren (und heute wahrscheinlich immernoch) war lego in den Kinderzimmern der Jungs deutlich präsenter als bei den Mädchen.

            Ich denk es haben auch deutlich weniger Frauen bock Legodesigner*in zu werden. Das Girlsteam von Mattel rekrutiert sich seit Jahren aus Frauen die schon als Kind Barbie Fans waren.

            Meine Frau hatte als Kind viel Lego (kein belville sondern Ninjas und co.) und ist heute Roboteingenieurin, einfach weil sie Spaß dran hat.
            Denke auch man sollte keinem Steine in den weg legen aber auch keinen zu etwas drängen worauf er*sie keine lust hat.

        • Von Designer-Videos schaue so gut wie keine, aber zumindest bei den Lifestyle-Bildern hat LEGO doch ordentlich Diversität nach oben geschraubt. Sowohl bei den Erwachsenen als auch Kindern, die mit den Sets portraitiert werden. Findest Du nicht?

          Bei der nicht binären Designenden hast Du beide Geschlechterformen hingeschrieben. Macht man das so? Ist die Regel für Diverse oder nicht-binäre, oder beide? (Tut mir Leid, wenn die Frage hier deplaziert ist – dann bitte löschen.)

          • Danke Lukas, das ist eine tolle Sichtweise. Wenn man als Frau nicht so selbstbewusst ist, kommt man tatsächlich nicht auf alle Berufe, einfach weil das Unterbewusstsein so sehr beeinflusst ist.

    • Dem stimme ich voll zu.

      Aber wie Lukas es im Artikel schon beschreibt, sehe ich auch diese „Bringschuld“, sowohl in der eigenen Unternehmensstruktur als auch in ihrer Produktlinie.

      Was mich allerdings absolut fertig macht, ist der deutsche Titel des Sets…

      • Die meisten Übersetzungen wirken krampfhaft erzwungen bis mit schlechtem Onlinetool übersetzt. Erinnert teils an völlig absurde eingedeutschte alte Filmtitel.

        • Naja, oftmals zeigt es aber auch nur, wie teilweise bekloppt der Originaltitel in seiner jeweiligen Sprache bereits ist, es fällt nur nicht so auf, wenn es eine Fremdsprache ist. Siehe auch diverse Englische Songtexte. Aber in diesem Fall orientiert sich der Originaltitel ja auch an einem Song, dessen Titel und Text wiederum bewusst absurd und überzeichnet gewählt war, entsprechend seiner Rolle im Film, und diese Beziehung und Satire geht beim übersetzen dann komplett verloren und alles was bleibt ist ein etwas dümmliches Glückskeksmantra. 😉

          • Auch wenn das englische Original schon bekloppt ist, klingt es oft wenigstens nicht sperrig. 😉
            Andererseits gehören komische Namen wohl irgendwie dazu. Wirklich stören tun die ja auch nicht.

  5. Ehrlich gesagt finde ich das Set jetzt nicht wirklich mutig, denn den Zusammenhang zu einem politischen Statement sieht man dem Set ja gar nicht an. Auch die Beschreibung und die Verpackung sind ja relativ neutral gehalten.
    Nur wer die Hintergründe kennt, wird darin ein Staement sehen, alle anderen sehen einfach nur bunte Legofiguren.
    Das finde ich aber positiv, es kann jeder das sehen was er sehen will und Lego ist für mich der falsche Ort um politische Diskussionen auszutragen.

    • Die Pressemitteilung von LEGO ist eindeutig: „The buildable display model is inspired by the iconic rainbow flag which is used as a symbol of love and acceptance by the LGBTQIA+ community […]“

      • Natürlich ist die eindeutig, ich meine nur, dass im Laden und im Online Shop man davon ja gar nichts mehr sieht.
        Von daher kann auch derjenige der damit gar nichts anfangen kann oder das sogar ablehnt in den Laden gehen und das Set kaufen einfach nur weil ihm die Figuren gefallen.
        Für mich und wahrscheinlich auch viele andere sind Pressemitteilungen Schall und Rauch.

        • Natürlich darfst du es auch einfach kaufen, weil dir die Figuren gefallen oder weil du 2×3 Steine sammelst. Aus den Gründen kaufe ich das ja auch. Aber ich freue mich eben auch über die Positionierung von LEGO und finde das deutlich mehr, als eine Wischi-Waschi-Pressemitteilung die sagt: „Wir sind für Diversität“. Es ist ähnlich wie das bunte Apple Watch Armband bei Apple: Klar kann man das auch einfach kaufen, wenn man bunte Farben mag. Aber nichtsdestotrotz bleibt es ein Statement, das sicherlich die Veröffentlichung des Set in einigen Ländern wirklich heikel bis unmöglich machen dürfte.

          • Das ist natürlich ein guter Punkt, es wird Länder geben die da nen großes Ding draus machen werden und so eine Mitteilung ist ja immer noch besser als nichts.
            Was ich aber wirklich mutig gefunden hätte wäre wenn sie besispielsweise ein Legoset mit 2 Vätern gemacht hätte die nen Baby haben oder ähnliches. So sieht man dem Karton halt überhaupt nicht an wofür es stehen soll.

          • Ich hätte mir gewünscht, daß Du Dir das Set nicht nur wegen der Steine und Teile kaufst, sondern als Unterstützer der LGBTQIA+ Bewegung. Damit hättest Du ein persönliches Signal und Zeichen gesetzt und auch Stellung bezogen. So bleibt es am Ende ein sehr gut recherschierter Artikel, wie ich es von Dir/Euch gewöhnt bin, mit einer Wischi-Waschi Haltung. Wirklich Schade.

          • @Uwe: Natürlich kaufe ich mir das Set als Unterstützer der LGBTQIA*-Community, denn das bin ich! Ich schrieb ja oben sogar, dass ich es einmal kaufe, um es als Set, als das es gedacht ist, aufzubauen. Und ich habe sogar jetzt schon vorsorglich einen Platz in meinem Regal dafür geräumt. Aber ich bin eben auch (!) Sammler von 2×3 Steinen und auch (!) Sammler von monochromen Minifiguren. Deshalb habe ich angekündigt, das Set nach Möglichkeit noch ein zweites mal kaufen zu wollen, weil ich mein erstes Set eben gerade nicht ausschlachten will!

            Sorry, aber ich bin frustriert: Wie kann denn bitte meine Unterstützung der LGBTQIA*-Community aus diesem Artikel immer noch nicht deutlich werden?!

          • @Uwe Kleinwächter Also ausgerechnet Lukas eine unpolitische Wischi-Waschi-Haltung vorzuwerfen, finde ich etwas, nunja, uninformiert. Wenn irgendwer es schafft, das Hobby Lego und politisches Bewusstsein zu verbinden – und das bei dieser großen Öffentlichkeit, die stonewars inzwischen hat – dann ist es Lukas. Und Ryk.

          • @Lukas: Ja, warum drückst Du denn dann nicht Deine Begeisterung und Emotionen aus? Ein wenig von dem, was Du mir jetzt persönlich schreibst, fehlt in Deinem Artikel. Zumindest habe ich das vermisst. Du sollst nicht frustriert sein, manchmal muß man Dinge einfach klar benennen! Schau Dir bitte mal auf einem bekannten Videoportal das Review von Henry an, dann verstehst Du sicherlich was ich meine.

          • @Uwe Kleinwächter
            Warum schreibst du nicht einmal einen Leitfaden wie man sich richtig zu freuen hat über Themen die du gut findest? Wie halte ich die Blumen richtig wenn ich mit ihnen winke und so. Falls du Hilfe brauchst einer meiner ehemaligen Kommilitonen war, durch seine Eltern, lange Zeit im Jugendkader der Demokratische Partei der Bauern und Arbeiter Chinas. Da haben die solche Dinge geübt und der kann dir sicher Tipps geben

            Ernsthaft, Lukas und das gesamte Stonewars.de Team haben es schon immer so gehalten das die Artikel selbst neutral gehalten sind, was Ihnen bisher immer zum Vorteil war, und in den Kommentaren selbst ihre persönliche Meinung einfließen haben lassen.

    • Das hat nicht nur was mit politischer Diskussion zu tun, sondern auch mit sozialem Wandel. Daher sind solche Sachen sehr wichtig.

  6. Das ist jetzt meine ganz eigene, persönliche Meinung: Mich persönlich tangieren derartig ,,politische“ Sets nicht, ich sehe nicht die Notwendigkeit. Da ich das mal studieren möchte: exzellentes Marketing, super fürs Image 😉. Wie gesagt, Brauch ich persönlich nicht, aber: Gut finde ich die Minifiguren, die es monochromen Minifigurensammlern aber vielleicht auch zu einfach machen 😂

      • Genau, sehe ich nicht, wie beschrieben. Disclaimer: Ich habe nichts gegen die community, falls der Eindruck aufkam. Um es zu verdeutlichen: Ich brauche kein Set um diese Gruppierungen nicht zu diskriminieren. Impliziert nicht das man es dafür benötigt, aber wie gesagt: Eigene Meinung, ich Brauchs nicht. Für mich ein Set, was ich nicht kaufen muss, unabhängig vom Thema, die Schreibmaschine kaufe ich ja zum Beispiel auch nicht ergo keine Notwendigkeit. PS: Traurig kann und darf eigene Meinung m.E. Nicht sein. Peace out.

        Was ich übrigens bei jedem SW Artikel bewunderte ist die ausführliche Vorstellung. Andere zeigen Bilder, ihr zeigt zum Beispiel neue Teile 🙂

    • Das ist vielleicht wirklich das einzige Lego-Set, für das es eine Notwendigkeit gibt. Alle anderen sind einfach Spielzeug oder Dekoration – und quasi per Definition nicht notwendig.

    • Du siehst nicht die Notwendigkeit? Dann begib Dich mal in eine Coming-out Gruppe und hör Dir die Probleme an. Noch immer fehlt es an Akzeptanz und es gibt genügend Vorurteile und Ressentiments. Es ist ein ständiger Kampf gegen Widerstände in der Gesellschaft! Viel Spaß beim Studium!

      • Dann erklär mir mal, warum das als ein 18+ Set ausgelobt ist? Die Toleranz/Ignoranz fängt im Kindesalter mit der entsprechenden Prägung an.
        Es gibt leider noch viel Schatten in unserer Gesellschaft bei diesem Thema, aber zur Toleranz gehört es auch wenn jemand sagt, er braucht so ein Set nicht um eine andere Person so wie sie ist zu akzeptieren.
        Und tolerieren heißt dabei noch lange nicht akzeptieren…

          • Ich bin ganz Michas Meinung — die Frage ging mir auch als erste durch den Kopf. Und sein wir mal ehrlich, das Set beinhaltet knallbunte Figuren und Teile. Was könnte für Kinder passender sein?

          • Ich finde die 18+ Kennzeichnung auch nicht glücklich, aber grundsätzlich nicht. Sie führt immer noch zu dem Missverständnis, dass das eine Art „Altersfreigabe“ wie bei FSK oder USK sei. Dabei ist es eine reine Marketingmaßnahme von LEGO. Die Einordnung des Sets da verstehe ich allerdings recht gut. Das Set hat halt keinerlei Spielfunktionen und dient eigentlich nur als „Display-Set“. Wenn Sesamstraße und Winnie Pooh auch als 18+ gekennzeichnet sind, dann passt das hier auch… 😉

  7. Der Geist von Toleranz und Inklusion verträgt sich irgendwie nicht so mit Aussagen wie „Kritik von einigen Ewiggestrigen und Schreihälsen nach sich ziehen dürfte“.

    Entweder ist man tollerant oder nicht. Sonst kann man sich zur großen Mehrheit zählen, die halt irgendwelche Vorurteile gegen irgendwem oder was pflegt. Schön wenn man sich dann auf einer „richtigen“ moralischen Seite wähnt.

      • Die Frage ist ob Intoleranz das Gegenteil von Toleranz ist, und nicht eher Gleichgültigkeit das jeweilige echte Gegenteil ist. So wie es auch bei Liebe und Hass ist. Toleriert man nur die Ungerechtigkeit oder ist es schlicht einem egal.

        Willkommen in der Philosophenstunde. Was ich eigentlich sagen wollte: Es ist nicht hilfreich ein Thema schon mit dem geplanten Disput einzuleiten. Dadurch verlieren Themen noch mehr Relevanz. Weil irgendwann das Thema nur noch für Streit für sich selbst wird.

      • Ja, da hast du Recht, so ist es. Dennoch sehe ich nicht warum man proforma schonmal die Seite der Intolleranten als „Ewiggestrig“ oder „Schreihälse“ beleidigen sollte. Da gibt es sicherlich frundlichere Wege die Toleranz zu verteidigen. Das finde ich ein wenig über das Ziel hinaus geschossen.

          • Ich setze noch einen drauf: Toleranz an sich ist nichts positives. War es nie, wird es nie sein. Wer toleriert sagt „Du bist anders. Das finde ich vielleicht doof, aber ich kann es eh nicht ändern, also ist es okay“
            Ich bin keiner, der häufig Goethe zitiert, aber hier hat er den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen:
            „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

          • Oh, da kann ich über: „Jenes lauwarme Gefühlsgemisch aus Ekel, Verachtung und Mitleid — bekannt als Toleranz.“ — Patrick Süskind

      • Die Aussage, Homosexualität sei widernatürlich, ist immer voll daneben, auch wenn man versucht, es als Meinung darzustellen. Es ist einfach Fakt, dass Homosexualität überall in der Natur vorkommt (wurde schon bei über 1500 Arten beobachtet) und im Gegensatz zu manch anderem tierischem Verhalten niemandem schadet. Es ist also etwas absolut natürliches.

        • Homosexualität kommt nicht einfach so in der freien Natur vor.
          In Gefangenschaft ist dies zu beobachten und in der Natur kommt es nur vor, wenn das Gleichgewicht zwischen Männchen und Weibchen nicht stimmt. Somit ist die schon widernatürlich. Deshalb ist es bei Tieren auch sehr selten.

        • @Mario
          Pinguine dürften wohl das bekannteste Beispiel sein. Bei denen ist es ganz normal, dass es homosexuelle Paare gibt, die verwaiste Jungtiere aufziehen. Bei einigen Affenarten dient Sex nicht nur allein der Fortpflanzung, sondern auch zur Konfliktbewältigung in der Gruppe und auch da ist gleichgeschlechtlicher Sex dann nicht unüblich.

      • Ok, ich weiß nicht zu was für einer Diskussion das hier führen soll, aber mich würden schon Argumente interessieren warum das wiedernatürlich sein sollte. Die Tierwelt ist doch das beste Gegenargument!

        • @Legostheniker und Tohru: ich denke ihr meint es gut, aber diese ganze Tierreich-Diskussion hilft wirklich nicht weiter und ist in sich verletzend. Es ist mir völlig egal was Affen oder Pinguine machen umd wir Menschen machen im guten und im schlechten eine ganze Menge die rein gar nichts mit unseren „natürlichen Anlage“ zu tun hat. Was uns noch am ehesten als Natur mitgegeben ist, dass wir als Menschen in unserer Verletzlichkeit sehr aufeinander angewiesen sind. Alles was ich als queere Person erwarte ist, dass meine Menschenrechte akzeptiert werden. Pinguin hin oder her. Puh…hart gerade hier, ich freu mich einfach auf das Set und Pride-Month und dann das hier…

      • @Mario: Dir ist schon klar, dass du hier menschenverachtenden Inhalte mit nationalsozialistischer Wortwahl verbreitest? Das ändert sich auch nicht, weil es sich (zum Glück) um deine persönliche Meinung handelt und du dich für tolerant hältst. Jedwede Diskussion auf diesem Niveau (auch über völlig blödsinnige – entschuldigt bitte – Tier-Mensch-Vergleiche) erübrigt sich hier. Ich hoffe dieser Thread landet bald im Müll. Das Set ist super und wichtig, genau wegen solchen Positionen.

        • Da Mario hier keine Beleidigungen verwendet und es ja auch eindeutig als seine persönlich Meinung darstellt, habe ich den Kommentar stehenlassen. Das ändert nichts daran, dass ich seine Aussagen für falsch, haarsträubend und ebenso auch die „Tierwelt-Vergleiche“ für blödsinnig halte. Eine Diskussion erübrigt sich leider tatsächlich, mir fällt dazu auch einfach nichts mehr ein.

        • @Lukas: …der Begriff des „widernatürlichen“ ist aufs engste mit dem Paragrafen 175 und damit mit der jahrhundertelangen staatlichen Verfolgung, bis hin zur Ermordung, von queeren Menschen in Deutschland verknüpft. Wenn meine Lebensweise von jemanden mit dieser Wortwahl bezeichnet wird, geht es für mich noch weit über eine Beleidigung hinaus. Soll es hier jetzt möglich sein sich rassistisch, homophob oder sexistisch zu äußern, wenn es als „persönliche Meinung“ gekennzeichnet wird und in vermeintlich neutrale Worte gekleidet wird?

  8. Och nööö, jetzt springt Lego auch noch unbedingt auf diesen woken Zug auf. Das hat nichts mit einem „Statement“ zu tun, man will einfach „modern“ sein. Traurig.

    • Doch, das ist sehr wohl ein Statement. Als Firma, die in arabischen Ländern und großen Teilen des asiatischen Welt nach wie vor sehr stark expandiert, ist das ein durchaus politischer Prozess.

      Das du das traurig findest, finde ich wiederum traurig. Naja.

      • Ich denke alle hier könnten sich ihre wie auch immmer geartete und wie ehrlich auch immer gemeinte Trauer etwas schenken. 😉

      • Wird das Set denn im arabischen Raum auch verkauft? Wenn es Lego damit ernst ist, müssten sie eigentlich diesen Weg gehen. Sonst wirkt es auf mich etwas halbgar.

          • ‚Verboten‘? Schlussendlich sind das farbige Platikfiguren. Da wird keine Sexualpraktik gezeigt – und noch nicht einmal angedeutet. Das einzige, was (abgesehen von der Pressemitteilung, welche aber nicht direkt zum Set gehört) in Richtung Homosexualität gedeutet werden könnte ist der stilisierte Regenbogen. Und da dieser hier nicht mit einer expliziten politischen Botschaft verbunden ist, dürfte dürfte in den wenigsten der erwähnten Ländern explizit verboten sein. Wenn Lego das Set in diesen Ländern nicht einmal versucht zu verkaufen, dann bleibt es halt ein Lippenbekenntnis. Wenn sie es ernst meinen, müssten sie es gerade in DIESEN Ländern verkaufen wollen. DAS wäre dann ein wirkliches Bekenntnis – gerade weil dann Lego auch finanzielle Konsequenzen drohen könnten.

          • Also in Russland ist das „Betreiben der „homosexuellen Propaganda“ gegenüber Minderjährigen“ per Gesetz verboten. Und wenn dieses LEGO Set aus Sicht der Gesetzgeber nicht darunter fällt, dann weiß ich es auch nicht…

          • Gegenüber Minderjährigen. Das Set ist explizit ab 18. Volljährigkeit in Russland ist ab 18. Wenn Lego auf das Thema Wert legt, könnten (oder besser müssten sie) es meiner Meinung nach darauf ankommen lassen. Wenn ihnen die Werte, die dieses Set vertritt, wirklich wichtig sein, sollten sie es meiner Meinung nach tun.

          • In Russland ist es auch Homopropaganda wenn man sich küsst oder Händchen hält. Solange das Set nicht in einem abgesperrten 18+ Raum verkauft wird, ist es in Russland Propaganda.

      • Fraglich wäre dann ob es in besagten Ländern auch beworben und verkauft wird, denn wenn nicht, ist es eine reine marketing sache in den bereits „liberalen“ Ländern.

        • Man kann dort solche Sets nicht verkaufen. Das ist illegal. Wie soll LEGO sich denn darüber hinwegsetzen? Es ist aber insofern effektiv, dass dadurch (vielleicht wenigstens in geringem Maße) die Sammler vor Ort enttäuscht sind, was ggf. Wahlen und öffentliche Meinung beeinflussen kann. Es ist alles ein langwieriger Prozess…

          • Wie sieht ein solcher Passus aus, der ein Spielzeigset mit einem Regenbogen verbietet? In Russland beispielsweise ist (laut Wikipedia) die Regenbogenflagge verboten, allerdings ‚Homosexuelle Propaganda gagenüber Minderjährigen‘. Die Homosexuelle Propaganda schwingt in diesem Set eigentlich nur mit und das Empfinden einer solchen, spricht mehr über den Empfänger, als den Sender. Und das Set richtet sich explizit an Erwachsene.

          • Die Regenbogenflagge ist in Russland NICHT verboten. Da ging ein nicht ganz unwichtiges Wort bei mir vergessen.

          • Naja, das Empfinden, was Propaganda ist, definiert aber ja eben gerade in diesen Staaten der Gesetzgeber. Und soweit ich die Gerichtsurteile dazu in diesen Ländern kenne, ist da schnell alles „Propaganda“.

            Ich halte das ja auch nicht für Propaganda von Homosexualität, sondern für ein „harmloses“ Symbol der Vielfalt…

      • Es wäre traurig, wenn Lego nach so einem Set nicht weiter in diese Richtung denkt und handelt und diese Haltung vielleicht auch in einige Sets mit einfließen lässt.
        Es wäre traurig wenn sich herausstellt, dass es nur ein einmaliges Marketing-Set ist.
        Es wäre traurig, wenn wir weiter solche Sets benötigen, um uns gegenseitig so zu akzeptieren wie wir sind.

    • …du Patrick, ich sitz in dem angesprochenen Zug und muss sagen: es ist einfach „awesome“. Wenn dir dieser zu „woke“ ist nimm gerne den nächsten.

        • 😂…ja, da kämen schon so einige zusammen. Ob, dass dann nice wird in dem Zug? Es ist bei mir so, dass die hier häufig geäußerte Vorstellung Toleranz wäre etwas, dass man sich selbst mal eben aufstempeln könnte, Fragezeichen hinterlässt.

    • Sehe ich auch so. Netflix und Co treiben den Trend massiv voran, andere müssen mitziehen und in diesem Fall zeigt Lego auch Flagge…

      Schöne Figuren, aber auf Set kann ich verzichten…

      • Auch bei Netflix ist der Anteil queerer Menschen (insbesondere bei den Hauptdarstellern) noch deutlich niedriger als in der Bevölkerung.

        • Also in meiner Wahrnehmung ist das Thema gerade bei den neueren Serien überall mit eingebaut, gerade was homo- und bisexuelle Personen und Beziehungen angeht, teils auch transgender oder auch die Aufsprengung der klassischen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau in Richtung Gleichberechtigung und Führungsrollen. Gerade in den letzten 2-3 Jahren ist da viel passiert. Vergleich das mal mit Serien die >10 Jahre alt sind – da findest Du fast nix…

          • Mich störts nicht, aber bei Netflix empfinde ich es teilweise schon als etwas krampfhaft. Gerade bei den Young Adult Serien kann man eigentlich schon in der ersten Folge Wetten abschließen welcher Charakter den homosexuell, transgender usw. ist, es noch nicht weiß und im Laufe der Serie rausbekommen wird. Kann man machen, aber ein entspannter Umgang mit dem Thema ist das sicherlich nicht.

  9. Ich hatte mir das Set vom Bau her etwas interessanter erhofft als nur ein Teppich und eine Wand, muss ich sagen. So weiß ich noch ob ich es brauche, obwohl mab es für das Geld vielleicht auch einfach mal mitnehmen könnte, wäre es im echten Handel. Aber ist schon in Ordnung, Hauptsache Orange ist dabei.

    Den Titel finde ich auch etwas unbeholfen, zumal „awesome“ und „besonders“ jetzt auch nicht gerade korellieren. Aber am Ende würde sich wohl jede direkte Übersetzung wie ein Malbuch für 3-jährige anhören. Manchmal hat die Verfremdung durch Englisch schon seine Vorteile, das Eichhörnchen-Mädchen lässt grüßen. 😉

    • Den deutschen Namen finde ich allein schon deshalb unglücklich gewählt, weil der Bezug auf „Everything is awesome“/“Hier ist alles super“ wegfällt.

      • Genau, ähnlich wie im Artikel erwähnt, hätte etwa „Hier sind alle super“ als deutscher Setname sehr gut gepasst. Normalerweise bin ich gegen „genderneutrale“ Bezeichnungen, die den Fluss der Sprache aufhalten, wie etwa „ArbeitnehmerInnen“. Persönlich finde ich, Arbeitnehmer ist eine neutrale Form, aber ich weiß dass das eine heikle Auffassung ist. Einige in der LGBTQIA*-Community hätten sich sicherlich bei diesem Set über eine neutralere Bezeichnung gefreut, allerdings tritt dieses Problem ja so auch im Englischen nicht auf.

  10. Das Set ist „awesome“ und wird auf jeden Fall gekauft. Nicht nur, weil ich hier das Statement voll unterstützen will, sondern auch weil mir die vielen bunten Farben und Figuren gefallen.

  11. Ich finde es toll, freue mich das es das Set geben wird und werde es kaufen.

    Aber was bitte ist daran „mutig“ ?! Man macht etwas was aktuell in „hipen“ Unternehmen völlig usus ist, „zum guten Ton“ gehört und springt auf den „wir sind total weltoffen“ Zug auf. Aber eben nicht als Vorreiter sondern nur als Mitläufer. Dazu gehört kein Mut sondern eher Opportunismus…

    • Richtig, egal was man davon hält, es ist überhaupt nicht mutig – sogar das komplette Gegenteil.
      Das entpspricht komplett dem „Zeitgeist“ der momentanen Medienlandschaft und was praktisch jeder Journalist und jedes Unternehmen momentan hinausposaunt.
      Es wäre eher mutiger gewesen, dagegen zu halten und eine Durchschnitts-Lego-Familie als „Sonderset“ herauszugeben. 😉

      • Ja, ich erinnere mich an die Aufregung und die brennenden Fackeln nach Ankündigung des LEGO City „moderenes Wohnhaus“.

        Ach warte, das lag ja am Straßensystem. Da hat sich irgendwie niemand in den Kommentaren über die enthaltene Familie beschwert.

        Ist auch seltsam, dass jeder Journalist das aktuell herausposaunt. Das liegt wohl an der Fremdsteuerung. Ich muss dringend nochmal bei Merkel anrufen, damit ich meinen monatlichen Scheck bekomme.

    • Der Angehörige, die Angehörige -> die Angehörigen ist kein generisches Maskulinum und es gibt somit keinen Grund zum Gendern.

      • Was Tohru sagt.

        Übrigens haben wir in diesem Artikel glaube ich erstmalig wirklich gegendert. Mir fällt das auch nach wie vor nicht ganz leicht, aber ich fand es besonders bei diesem Thema wichtig.

          • Ich finde, er fügt sich besser in den Textfluss, vor allem durch seine niedrigere Höhe. Also, zumindest besser als der Stern.

          • Ich bevorzuge den Stern. Der Doppelpunkt beschränkt sich meinem Empfinden nach zu sehr auf weiblich:männlich. Erst durch den Stern wirds für mich divers.

          • Inhaltlich empfiehlt sich wohl tatsächlich das Sternchen, da durch die „zacken“ verschiedene Richtungen->Gender angedeutet werden, es also mehr Symbolcharakter hat.

            Im digitalen Umfeld macht aber tatsächlich der : oder _ mehr Sinn, da so auch durch die Vorlesefunktionen eine Pause bleibt, das Sternchen wird wohl meist einfach mitgelesen.

            In der Praxis zeigt sich, dass das Sternchen gebräuchlicher ist, das mit dem Doppelpunkt ist aber auch noch nicht so „alt“.

            Den meisten nicht binären/LGBTQIA+ Menschen mit denen ich bisher drüber gesprochen habe ist allerdings herzlich egal welche Variante jetzt genutzt wird. Hauptsache es wird eine genutzt.

            Abgesehen davon empfinde ich es tatsächlich inzwischen viel angenehmer zu Gendern als immer die männliche + weibliche Form zu schreiben und dass sich das so gehört wurde selbst mir schon zu Schulzeiten eingeprügelt und die sind inzwischen doch länger her als mir lieb ist. 😉

        • Ist direkt negativ aufgefallen. Aber jeder hat natürlich das Recht die Sprache so sehr zu verunstalten, wie er es für richtig hält…denkt immer daran, es gibt keine Mutter und keinen Vater, nur Erziehungsberechtigte…

        • Ich fände es gut, wenn Du/Ihr dabei bleiben mögt. Einfach machen. Die neuronalen Pfade können nur so zu Straßen werden, durch Gewohnheit. So sind sie es ja vorher auch geworden.
          Richtig und falsch braucht weniger beschwert zu werden, wenn es um Entwicklung geht, so empfinde ich das.

          Ich finde das Set in allen Belangen mega 😍

          Danke für Deine/Eure Mühe und den persönlichen Einsatz im Umgang mit heraufordernden Themen, Respekt 👍

          • Da möchte ich mich im Sinne des demokratischen Diskurses gern dagegen und für den ungehinderten Lesefluss aussprechen. StoneWars ist mein Zen-Garten im Internetzl, in dem ich gern weiter barrierefrei lustwandeln würde. Darüber hinaus gäbe es zu dem Thema nazürlich Sturzbäche zu sagen, aber das ist hier sicher nicht der geeignete Ort.

          • @Steiner
            Ich verstehe zwar deinen Einwand, aber ich muss aus eigener Erfahrung sagen, auch an eine gegenderte Sprache kann sich gewöhnt werden.

            Da ich mich sowohl im wissenschaftlichen, als auch im öffentlichen Bereich rumtreibe lese ich (zumindest im Arbeitskontext) inzwischen fast nur noch deutsche Texte die gegendert werden und es fällt mir inzwischen gar nicht mehr auf und behindert auch nicht (mehr) meinen Lesefluss.

            Selbst in der gesprochenen Sprache ist es nur eine Gewöhnungssache und absolut kein Hindernis. Natürlich mag es Menschen geben denen es schwerer fällt und die länger brauchen um sich umzustellen, in der Regel dürfte es aber nur einen extrem kleinen Teil geben der gar nicht umsteigen kann (also wirklich nicht in der Lage ist sich umzugewöhnen, nicht weil sich einfach dagegen versperrt wird).

            Also vielleicht einfach eine Zeit lang die eigene Komfortzone verlassen (das hilft ja bekanntlich ohnehin manchmal ;)) und dann dürften auch gegenderte Texte keine Barriere mehr sein.

          • Interessant, wie groß das Echo auf das erstmalige Gendern im Artikel ausfällt.
            @Bredelin: Ich selber hab mich noch nicht dran gewöhnt finde es aber durchaus wichtig, diese neuronalen Pfade zu Straßen werden zu lassen, wie Claudia schreibt.

            Die aktuell in meinen Augen beste Mischung aus Lesbarkeit und Gendergerechtigkeit ist die abwechselnde Nutzung von männlichen und weiblichen Bezeichnungen, vielleicht noch mit vorangestellter einmaliger Doppelnutzung. So werden möglichst viele Leserinnen und Leser abgeholt und angesprochen aber die Lesbarkeit nicht durch Sonderzeichen erschwert.

      • Warum steht es dann dort „Unterstützer*Innen“. Was ist hier Unterschied zwischen
        Der Angehörige, die Angehörige -> die Angehörigen
        Der Unterstützer, die Unterstützerin -> die Unterstützer
        ?

        • So wie du es aufgelistet hast sieht man den Unterschied doch sehr gut 🙂 Ich reduziere es mal auf den relevanten Teil:
          …e, …e -> en
          …er, …in -> …er

        • „Die Unterstützer“ ist generisches Maskulinum. Die Weibliche Mehrzahl würde „Unterstützerinnen“ heißen und somit korrekt gegendert „Unterstützer*Innen“.
          Das Wort „Angehörigin“ oder „Angehöriginnen“ gibt es hingegen nicht.

          • Das heißt Angehörige ist generisches Femininum? Warum gendert man so etwas nicht? Gibt es da noch keine Regeln für?

          • Generisches Femininum gibt es meines Wissens nach nicht. „Die Angehörigen“ ist die Mehrzahl für die männliche und weibliche Form, da es in der Einzahl beides „der/die Angehörige“ heißt.

          • Kannst du die Schüler*innen ja mal fragen, mit welchem Wort sie vertreten werden wollen. Taucht als Wort im Artikel nicht auf, insofern tippe ich mal auf eine eher unkende Absicht deines Kommentars. Persönlich finde ich, dass die deutsche Sprache, die Wörter wie „Landschülervertreter“ ungegendert überlebt hat, sicherlich auch das Gendern in sich aufnehmen wird – oder ein schöneres Wort für diese Vertreter*innen findet, damit wäre auch schon geholfen.

          • „Vertretende der Lernenden einer durch Menschenhand abgesteckten Landmasse“ wäre mein Vorschlag 😉

          • David, Du schriebst:
            > […] insofern tippe ich mal auf eine eher unkende Absicht deines Kommentars.
            Könnte man so ausdrücken.
            Ich nenne es einen sarkastischen Einwurf. 😉

            In einem jedenfalls stimmen wir überein: Die deutsche Sprache wird dies überleben.

            Viele Grüße, Matthias

  12. Tja, bis eben dachte ich noch, zwingend musst Du nichts in der Nacht zum 1. Juni einkaufen. So schnell kann sich das ändern! 😉
    Tolles Set mit tollem Statement! Wird dann mit der letzten Münze bestellt.

  13. Schönes Statement und cool, dass LEGO die Monofigs im Set beilegt.
    Als Statement hätte theoretisch der Regenbogen als Build ausgereicht.
    Wäre dann aber sicherlich auf weniger Interesse bei den LEGO Fans gestoßen.

    So werde auch ich es definitiv holen.

  14. Das Statement von LEGO finde ich Klasse. Auch das Set an sich ist super und trifft den Punkt. Zum Artikel selbst: Muss man mittlerweile nicht schon : benutzen statt * ? Das Binnen I ist doch auch schon wieder veraltet, oder?

    • Man nutzt überhaupt nichts davon, denn die deutsche Sprache sieht nun mal keine Binnenmajuskel und Sonderzeichen/Satzeichen in Wörtern vor.

        • Des isch so net wahr! Wir Schwoba schwätze scho seit tausende von Jahren so! Des nennt sich Spitzenprädator oder so!

      • Naja, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Für mich ist das eher nix. Ob das Set jedes Jahr geupdated wird, wenn zur Buchstabenkette wieder ein neuer dazu kommt, bleibt dann wohl abzuwarten.

        Von den Minifiguren ist es ja ganz spannend, sonst eher banal. Da hat mir Amelia Earhart wesentlich besser gefallen.

        • Das mit dem Update wäre eine super Idee! Jedes Jahr kommt zum Pride-Monat eine neue Farbe zum Regenbogen. Hoffentlich nimmt Lego Deine Idee auf!

          • Da der Regenbogen hier die meisten Farben enthält, die für die Community aktuell relevant sind, wird es wohl bei diesem einen Set bleiben. Freuen würde es mich aufgrund der Minifiguren natürlich trotzdem!

  15. Das Set gefällt mir sehr gut. Wird gekauft.
    Eben das erste Mal etwas von monofigs.com gehört. Die Seite kannte ich vorher noch gar nicht.

  16. Ich bin sehr zwiegespalten.
    Als Bekenntnis von Lego ist das Set super. Es eignet sich prima für Eigenwerbung. Das Ganze ist einfach eine Nachricht, und vielleicht auch über den Tag hinaus, sollte der Verkauf in weniger toleranten Ländern, z. B. Russland, Türkei, Arabien – you name it – verboten werden. Das verspricht dann noch mehr Publicity. Aus Lego-Sicht alles super.
    Bis auf: Bisher hat sich Lego aus allen Bekenntnissen herausgehalten. Es gibt keine Kirchengebäude, keine Moscheen u. ä. (wenn man von den Fantasy-Tempeln in der Ninjago-Serie mal absehen mag). Nun also hier doch ein Bekenntnis zu einer Sache, die ein Großteil der Menschheit mit geradezu religiösem Eifer ablehnt. Ich stehe voll und ganz hinter der Aussage, finde aber dennoch, dass Lego hier inkonsequent handelt. Schluss mit der Sicht auf Lego.

    Kommen wir zu mir: Denn ich soll das Set ja kaufen. Und obwohl ich voll und ganz hinter der Aussage des Produkts stehe, benötige ich es nicht, um mich zu sexueller Toleranz (überhaupt zu Toleranz) zu bekennen. Ich trage das Bekenntnis ja zwischen den Ohren und kann es überall hin mitnehmen. Also reduziert sich bei mir das Interesse auf die gleiche Art wie bei anderen Lego-Sets: Sieht es geil aus? Passt es in meine bestehende Lego-Landschaft? Finde ich spannende Bautechniken? Die Antwort auf alle Fragen ist bei mir: nein. Und zwar ein klares nein. Es ist zwar bunt, aber langweilig, und obwohl es so klein ist, mit sich endlos wiederholenden Bauschritten. Mit diesen Minifiguren kann ich leider auch nichts anfangen.
    Sorry also: nix für mich.

    • Ich finde es sehr löblich, dass du das Set trotz einhelliger Zustimmung mit dessen Idealen, allein wegen der ästhetischen Gestaltung nicht kaufen wirst. Mir geht es da ähnlich (und ich war doch recht gespannt, wie es aussehen wird). Es ist auch wichtig, LEGO zu signalisieren, dass eine nette Botschaft allein eben auch kein Kaufgrund ist, obwohl dies sicher trotzdem bei genug Käufern ziehen wird.

    • Ich finde das dieser Kirchenvergleich doch sehr hinkt. Der entscheidende Punkt für mich ist zumindest: Religion suche ich mir aus (bzw. kann mich immer später umentscheiden), meine Sexualität nicht. Würde Lego eine christliche Kirche herausbringen würde es andere „Religionen benachteiligen“. Mit diesen Set macht aber Lego genau das nicht.. es sagt JEDER (!) ist genial toll wie auch immer, sowohl hetero, homo, bi, inter,… Und das finde ich auch im Kinderspielzeugbereich extrem wichtig als Wert mitzugeben. Kindern ist es oftmals total egal wenn beispielsweise zwei Männer sich lieben. Eine Abneigung kommt oftmals erst später durch äußerliche Einflüsse. Und sicherlich wird auch kein Kind homosexuell weil es in einem Lego Set zwei Frauen hat die sich lieben. Viel mehr zeigt es den Kindern wie bunt die Welt ist…

      Wieder viel zu viel drumrum geredet; Um es kurz zu machen: Tolles Set von Lego welches mich wirklich sehr anspricht.

  17. Ich werde das Set mehrfach kaufen: eins um ins Büro auf den Tisch zu stellen alles klares Zeichen was mir persönlich wichtig ist und auch gerne mal eine Diskussion (auch hitzig) im Büro mit anfange; 2-3 zum verschenken an Freunde mit denen ich schon auf der Pride und so war die mit Lego nix am Hut haben; und eins um meine Mono-Fig Habitat Sammlung zu starten. Hier treffen sich 2 mir persönlich wichtige Themen in die ich viel Zeit und Energie stecke. Danke LEGO <3

  18. Ich bin ein sehr toleranter Mensch. Jeder soll lieben und glauben was er will. Dazu brauch ich kein LEGO Set was ich mir hinstelle um der ganzen Welt zu zeigen wie toll ich doch bin. Gleichberechtigung und Toleranz sollten selbstverständlich sein und nicht über ein LEGO Set vermarktet werden.

    • Ich sehe das genauso! Ich bin auch tolerant. Jeder soll so sein, wie er ist und wie du das schön erwähnt hast, „Gleichberechtigung und Toleranz sollten selbstverständlich sein“.
      Ich denke sogar, dass durch diese Statements eher Barrieren gebaut werden im Sinne: schaut hin, es gibt noch „die anderen Leute“, die toleriert werden müssen.
      Was kommt noch? Ein Set mit Vertretern der Religionen, um die Akzeptanz von manchen Religionen zu erhöhen?

      P.S. vielleicht hätte ich Vertretern*Innen schreiben müssen

      • Warum nicht auch Religionen? Losgelöst von der Institution Kirche ist Religion nichts schlimmes. Die Menschen sind schlimm. Es wird vieles von ihnen missbraucht, nicht nur Religion. Also keine Menschen mehr darstellen? Auch die Religionen sollen gleichberechtigt und friedlich nebeneinander existieren dürfen, ebenso wie die Religionslosigkeit. Das steht sogar in unserer Verfassung. Klappt leider nicht überall. Dabei wollen viele einfach nur gemeinsam in Frieden leben, ob hier, in Nahost oder sonst wo in der Welt. Egal welche Sexualität, Religion, Hautfarbe oder was sonst. Gegen die, die das nicht wollen oder den Hass und die Hetze unterstützen, gilt es sich entgegenzusetzen. Und wenn es so ein kleines Lego-Set ist. So, jetzt habe ich zum Glück den Bogen wieder bekommen….. 😉
        Das Set dient allerdings nicht dazu, nur zu zeigen, wie hip man ist. Der musste noch sein 😉

        • Es gibt einen sehr wesentlichen Unterschied zwischen Religion und den anderen Sachen:
          Mit welcher Hautfarbe, Geschlecht, ethnischen Hintergrund und sexuellen Orientierung ich auf die Welt komme kann ich mir nicht aussuchen und kann ich auch nicht ändern darum gilt hierfür immer das dies zu akzeptieren ist.
          Welcher Religion oder Glaubensbekenntnis ich angehöre ist, ab einem bestimmten Alter, meine eigene Entscheidung. Und dies sollte toleriert werden aber einen Anspruch auf Akzeptanz sollten und dürfen Religionen niemals haben.

    • Dafür werde ich das Set auch nicht kaufen. In meiner Bude sieht es außer mir sowieso kaum jemand. Aber mir gefällt das Set wegen seiner Farbigkeit und den bunten Minifiguren und mir gefällt, dass Lego damit ein Statement setzen will. Denn leider sehen wohl nur die Toleranten Toleranz als selbstverständlich an. Wenn es anders wäre, müsste man ja nicht mal darüber reden und ein solches Set wäre in der Tat überflüssig.

  19. Wird gekauft und auf den Schreibtisch gestellt.
    Diese „MonoFigs“ interessieren mich jetzt aber nicht so, also deswegen würd ich das jetzt nicht kaufen.
    Monochrome MiniFigs würden mich auch nur so für Statuen in der Lego Stadt interessieren, also in Grau oder Gold oder Grün.
    Oder als „Weinende Engel“ bei Doctor Who – aber das is ja schon wieder gruselig 😉

  20. Damit startet meine Monochrome Fig Sammlung früher als geplant 😀

    Ich bin noch am Überlegen, direkt zu Release kaufen oder auf eine Gratisbeigabe warten?

  21. Oh Gott, der deutsche Titel zerstört ja alles, was man eigentlich mit dem Set zeigen wollte 🙈
    Ob ich das Set kaufen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich finde die vielen Farben und Minifigs zwar sehr schön, aber mein Budget ist irgendwie auch begrenzt und es kommen ja noch die Star Wars Neuheiten.
    Ich könnte mir aber vorstellen, das Set vielleicht mal zu verschenken.

  22. Ich muss jetzt doch nochmal was loswerden: Das ist ja alles schön ung gut, so ein Inkkusions- und Diversitätsset. Juckt mich nicht, sei jedem gegönnt, wem’s gefällt, schön, wem nicht, der muss es nicht kaufen.

    Aber: Statt hier kostenloses Virtue Signaling zu betreiben, könnte LEGO auch mal ihre Produktpolitik gegenüber Mädchen überdenken. Was bei Friends an wertlosem Ramsch in die Sets gepackt wird, und das zu total überteuerten Preisen, ist der blanke Hohn. Insofern kann ich das hier nicht ernst nehmen. Den Mädchen das Taschengeld aus dem Portemonnaie ziehen, aber einen auf progressiv machen. Da muss man nur mal die Werthaltigkeit von Ninjago oder Harry Potter mit Friends vergleichen. Hauptsache rosa, türkis und Glitzer, da kann man dann schon mal die Sets raushauen, auch wenn sie ca. 30% geringeren Teilewert haben als Sets für Jungs. Denn die Mädchen sind ja anscheinend so blöd.

    Insofern: Dieses Set ist positiv und schön, nur ist das nicht kongruent damit, wie Lego mit den Mädchen umgeht.

      • Gut gekontert. Ich kenne Mädchen, die haben Friends und Star Wars. Außerdem werden die Mädchen ja nicht gezwungen das zu kaufen bzw. sich zu wünschen. Es soll auch welche geben, die haben Spaß daran. Zudem, als Elternteil sollte man schon darauf achten, wofür die Kinder ihr Taschengeld ausgeben. Zumindest bis zu einem gewissen Alter, ab dann wirds schwierig. Aber ob dann wirklich noch Friends ein Thema ist???? Ich sehe da, ehrlich gesagt, überhaupt kein Problem.

      • Die meisten Mädchen und Jungen selber, bzw. deren Erziehung. Jeder darf alles kaufen, nur machen es halt die wenigsten. Hinzu kommt der massive Unterschied in den Serien was die Anzahl der Minifiguren des jeweiligen Geschlechts angeht. Das ist tatsächlich kritikwürdig und führt eben massiv zur Weiterführung der üblichen Geschlechterrollen. Ich finde dieses neue Set großartig und würde mir tatsächlich wünschen, dass viele v.a. auf Kindern ausgerichtete Reihen mehr Diversität beinhalten würden. Das wäre noch viel mutiger, weil es wirtschaftlich ein ungleich höhres Risiko darstellt und das nicht nur in Ländern, die vor offener Intoleranz nur so strotzen, sondern auch in unseren westlichen Gefilden. Das Set hier wird aber halt leider die wenigsten erreichen, im Spielzeugladen wird weiterhin schön getrennt nach Geschlechtern sortiert werden.

        • Das ist ein sehr guter Punkt. Am Ende handelt es sich hier um ein AFOL-Set für Erwachsene, die eh schon Tolerant genug sind und es aus genau diesem Grund kaufen. Kindern wird damit wohl kaum etwas beigebracht.

          Allerdings würde ich sagen, dass LEGO in letzter Zeit schon versucht, etwas mehr Diversität auch in die Spielsets zu bringen, auch wenn Friends da schon noch ein krasses Gegenbeispiel bildet. Bis wir aber zwei Papas mit Kind im City-Set kriegen, dürfte wohl auch trotz dieses Event-Sets noch etwas Zeit vergehen.

      • Das sagt niemand. Wenn ich mich bei meiner Tochter und ihren Freundinnen umschaue, liegt da Friends aber weit vorne, Ninjago ist nirgends zu sehen. Harry Potter noch, Disney Princess und etwas Creator 3in1. Aber sicher kein Technic oder Ninjago, kaum City. Und natürlich keine AFOL Sets.

        Sehen Sie sich die Preispolitik zu „typischen“ Mädchensets an.
        DC Super Hero Girls, Disney, Powerpuff Girls, Trolls, Unikitty. Alles extrem teuer im Vergleich zum Wert dessen, was drin ist. Dots hat ein paar werthaltige Sets, aber auch viele gruselig teure Sets. Friends ist dieses Jahr besser geworden, die letzten Jahre war es auch extrem teuer.

        Günstig wäre ein Verhältnis Teilewert zu Kaufpreis über 2.4, oder Teilewert zu UVP über 1.8. Ist nur ganz selten der Fall bei Sets mit klarer Zielgruppe Mädchen. Da ist das Verhältnis UVP zu Teilewert eher bei 1.2 oder 1.3. Im Gegensatz zu z. B. Ninjago, wo das Verhältnis bei den aktuellen Neuheiten bei über 2 liegt. Also sind die Mädchensachen objektiv betrachtet teurer als Vergleichsprodukte innerhalb des LEGO Angebots. Sogar City liegt hier mit üblicherweise 1.5 besser.

    • Nun – mit so einer Aussage stellt man Mädchen dann wirklich ls blöd da und zeigt ein Schubladendenken, oder? Kein Hirn. Nix merken. Und alles kaufen weil ja Glitzer. Ist aber auch mal eine sehr eingeschränkte Sichtweise, oder? Nur Jungs sind klug und erkennen den Wert von Ninjago und Harry Potter? Na danke.

      • Ich weiss nicht, wie die Preispolitik zustande kommt. Nach meinen persönlichen Bewertungsmasstäben gibt es bei den typischen Mädchensets eine Gendertax von ca. 30%-50%. Teuer, egal ob nach Preis pro Gramm, Preis pro Teil oder Part-Out-Value im Vergleich zum Preis.

        Und wer nicht auf Raketen steht, kauft keine Saturn V, nur weil das aus einer reinen Preis-Leistungssicht (auch vom Bauspass her) ein gutes Set ist.

        • Ach herrje… Mädchensets, Gendertax… Sonst noch Stereotypen, die du raushauen möchtest?
          Auch wenn du die ganze Zeit versuchst, korrekt zu formulieren: es gelingt dir nicht!!!
          Du hast eine sehr verbohrte Meinung (sie sei dir gegönnt), aber ich denke, du solltest trotzdem mal den riesigen Tellerrand übersteigen und Mädchen eben nicht als rosa und Jungs als blau sehen. Dass deine Kinder nur diese Sets kaufen, wirst du selber zu verantworten haben.
          Erinnere dich an die Säuglingszeit: rosa vs. blau, Puppen vs. Autos oder alle Farben und wozu die Kleinen eben Bock hatten?!

          • Grundsätzliche Frage: Wer bestimmt eigentlich was die „korrekte“ Formulierung ist?! Der mit der größten Mistgabel und dem größten und lautesten Internetmob hinter sich?! Manchmal könnte man diesen Eindruck bekommen!

          • Oh mann! LEGO macht extremst auf Mädchen zugeschnittene Friends-Sets, aber derjenige der das bemängelt ist der „Ewiggestrige“? Tut mir leid, aber wenn mir jemand verkaufen will, dass Friends sich nicht, in seiner von LEGO beabsichtigten Intention jedenfalls, direkt an Mädchen richtet, mit einem so stereotypen wie plakativen Holzhammer-Marketing, der versucht ja wohl überhaupt keinen Wald mehr zu sehen. „Selbst schuld, wenn du das für Mädels produzierte und für Mädels vermarktete Spielzeug deinen Mädels gibst. LEGO hat sich da GAR nix bei gedacht“. Yeah…

            Dass Mädchen gerne mit Ninjago und Jungs gerne mit Friends spielen, stellt überhaupt niemand in Frage. Aber wer glaubt LEGO würde das ernsthaft propagieren, der soll das halt tun, aber diejenigen, die sich nicht dieser Illusion hingeben, nicht versuchen auf einmal als die eigentlichen Rollenklischee-Anhänger darzustellen. Nein, so nicht!

          • Dass Lego sich mit der Friends-Reihe explizit an Mädchen wendet, ist _Flin_ in der Tat nicht anzulasten.

    • Mit den Teilepreisen bei den Friends-Sets habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt, aber ich möchte anmerken, dass die weiblichen Rollenbilder in Friends top sind: Ärztinnen, Rennfahrerinnen, Erfinderinnen, Künstlerinnen – alles dabei. Insofern wird da von Lego meiner Meinung nach viel richtig gemacht.

  23. Mir gefällt das Set und ich werde es direkt zum Release kaufen. Die Bedeutung hinter den ganzen Farben fand ich auch sehr aufschlussreich. Danke dafür! Die Botschaft finde ich sehr gut auch wenn ich mit dieser Bewegung gar keine Berührungspunkte habe. Jeder soll so leben und lieben dürfen wie es ihm gefällt. Leider ist das nicht in allen Ländern unserer Erde möglich.
    Ich hätte gern mehr als 1 von diesem Set. Zum bauen, zum outparten und zum verschenken

  24. Die einzige Mysterium bleibt allerdings, wo jetzt eigentlich der lange Tan-Brick verbaut ist. 😉 Der kann ja fast nur auf der Rückseite hinter den Curved Slopes stecken, aber unterbricht der dann nicht ganz schön die Optik von hinten? Da mätte man auch einfach noch ein paar bunte 2er-Bricks spendieren können. Oder sollte der im Tweet etwas ganz anderes aussagen?

  25. interessante Idee dieses Modell! Frage: Und wieviel Prozent des Verkaufspreises wird an endsprechende Organisationen gespendet? Oder ist es nur ein Werbegag um neue Käufergruppen zu erschließen und den Gewinn zu erhöhen?

    • Preis/Figur sind aber nur 3,18€, was wiederum recht günstig ist dafür, dass man zum Teil besondere Kombinationen und Farben bekommt. Aber beide Kriterien helfen sowieso nur, wenn man das Set generell möchte, bzw überlegt es auszuschlachten.

  26. Politisch gesehen oder auch nicht, es ist ein super hübsches buntes Set..
    Auch als Künstlerin kann man sich so etwas hübsch hinstellen…
    Bunt und Diverse ist meine Lego Stadt eh schon 🙂 genau wie meine Real-World

    Gekauft wird das Set mindestes 2 Mal …

      • Also ein Daily Bugle ist für meine Monatsmiete fast drin, und für eine Mos Eisley Cantina reicht sie locker. Aber dafür kann ich eben keins der beiden Sets mehr so richtig unterbringen. 😉

      • Naja, kommt drauf an wie gross die Bude ist und wie alt der Mietvertrag 😉
        Ein mittelgrosses Set kriege ich für meine Monatsmiete schon!
        Berlin, übrigens 🙂

    • Gut, dafür ist ja auch etwas weniger drin als in den meisten anderen 18+-Sets. Man kauft ein Set ja im Normalfall nicht nur, weil man auf Teufel komm raus ein 18+-Set besitzen will, sondern aufgrund des Inhalts.

  27. Das Set selbst ist ja schon mal ein gutes Zeichen. Aber wenn schon oft Kleinigkeiten an Diversity-Themen kritisiert werden kann man hier auch anbringen, warum denn die schwarze Frau ganz vorne ist und der weiße Mann ganz hinten. Diese Kritik ist nicht ernst gemeint!

    Kritik kann ich eher am Artikel selbst üben. Denn diese * und falschen Genderungen sind einfach nicht haltbar. Es ist ja gut gemeint, wenn man alle gleich behandeln möchte, aber laut deutscher Rechtschreibung und Grammatik sind keine Sonderzeichen wie * oder _ inmitten von Worten erlaubt. Außerdem ist z.b. ein „dem*r“ völlig falsch. Das würde nämlich auch laut allen Gender-Richtlinien entweder „dem“ oder „demr“ heißen.

    Wenn man schon einen entsprechenden Bericht verfassen möchte sollte man nicht nur darauf achten, dass ansosten oft ausgegrenzte Personengruppen sich ebenfalls angesprochen fühlen und damit nicht diskreminiert werden. Man sollte auch auf korrekte Sprache/Schrift achten, da ansonsten jegliche Aussage innerhalb des Artikel von vorne herein wertlos ist- und damit auch die (in schriftlich Form nicht verfasste aber vermutlich so gemeinte) Aussage, dass sich jeder angesprochen fühlen sollte.

    Ich habe in meinem Beitrag hier explizit das generische Maskulinum verwendet, da dieses auch im Duden und jeglichen anderen Standardwerken zur deutschen Rechtschreibung und Grammatik festgeschrieben ist. Das bedeutet aber nicht, dass ich in irgendeinerweise egal welcher Person abwertend gegenüberstehen. Unabhängig von Geschlecht, sexueller Einstellung, Religion, ehtnischer Herkuft oder politischer Gesinnung. Auch alle anderen diversifizierenden Gründe stellen für mich keinen Grund für eine Geringschätung egal welches Menschen dar.

    • So ein langer Kommentar mit Bezug zur deutschen Sprache und dann schreibst Du im letzten Absatz ethnisch falsch. Dafür habe ich nur „Geringschätung“. SCNR

      • Da sind aber noch ein paar mehr grobe Schnitzer drin 😉
        Wobei mich das alles nicht so sehr tangiert! Zumal nicht im Internet!

  28. Ein cooles Set, das ich mir auf jeden Fall kaufen werde. Aber: Während sich Lego hier progressiv gibt, führt man in der unsäglichen Friends-Serie Geschlechter-Stereotypen selbst ohne Ende fort. Das war schon vor diesem Set schwer nachvollziehbar, jetzt ist es das umso mehr. Nicht nur aus diesem Grund sollte man die Friends-Serie – mit den hässlichen Minifiguren – abschaffen, so dass es eine Lego-Welt für alle gibt.

    • Mhh…ich glaube so einfach ist es nicht und die recht verbreitete Anti-Haltung gegen Friends gibt mir schon zu denken. Spielt da vielleicht auch ein Stück weit Ablehnung von „Mädchensachen“ mit? Du würdest ja eine Spielwelt wegnehmen, die gerade Mädchen gut gefällt. Inwiefern schafft das eine „LEGO-Welt“ für alle? Wills du dann auch die ganzen Feuerwehr und Polizeisets in der City-Reihe loswerden? Natürlich arbeitet Friends zum Teil auch mit nervigsten Stereotypen…zugleich werden hier zum Teil Spielwelten kreiert, die ich viel kreativer, interessanter und witziger finde, als die meisten City-Sets.

      • Ich glaube die große Abneigung gegen Friends hat v.a. etwas mit den anderen Figuren zu tun. Von den Themen und Ideen sind Tierklinik, Kino, Café usw. alles Sachen die auch genau so gut in die City Welt passen würden, selbst mit den gewählten Farbschemen. Dann ließe sich das auch viel selbstverständlicher kombinieren. Die klassische Minifigur lässt sich doch theoretisch maximal am Haarteil unterscheiden, hier werden dann aber wieder klassische Klischees gewählt und die Figuren wirken wie verkleinerte Barbies oder größere Polly Pocket Figuren.

      • Ich bin auch kein Freund der Trennung zwischen City und Friends, eben weil dadurch diese gruselige Unterscheidung zwischen „Mädchensachen“ und „Jungssachen“ weiter manifestiert wird. Auf der einen Seite tobt die Action und Verbrecher ist gefühlt, nach Polizist, der zweihäufigste Beruf. Auf der anderen werden den ganzen Tag Tierbabys gerettet und Cupcakes gebacken … wobei da hoffentlich nichts anbrennt, Feuerwehr gibt’s nämlich nicht.
        Jetzt ist da Lego natürlich nicht allein Schuld. Diese Muster sind in den Köpfen einfach viel zu sehr drin. Jungs bekommen die Werkbank und das Polizeiauto, Mädchen die Spielzeugküche und die Puppe. Und weil das so ist, werden wir uns auch in 15 Jahren noch über den geringen Anteil von Frauen in technischen Berufen und Männer in der Pflege beklagen.

        • Eigentlich dachte ich, dass die Vorurteile, die zu meiner Jugendzeit noch gang und gäbe waren, in der heutigen Zeit so langsam überwunden wären. Ich bin als Kind oft schief angesehen worden, weil ich es langweilig fand mit Puppen zu spielen und lieber einen Experimentierkasten gehabt hätte (den ich mir dann später vom eigenen Taschengeld selbst gekauft habe). Ein Vetter von mir ist dagegen ermahnt worden, dass Jungs doch nicht mit Puppen spielen. Noch ohne Minifiguren und nur mit den Grundfarben ausgestattet war Lego damals noch die Bastion für uns Kinder, die Erwachsene für jedes Kind unabhängig vom Geschlecht für akzeptabel hielten. Die kitschigen Friends-Sets und anderes Spielzeug in rosa und himmelblau machen, meiner Meinung nach, diese Freiheit wieder kaputt. Wie viele Mädels und Jungs erhalten wohl Spielzeug zum Geburtstag oder zu Weihnachten, das von der wohlmeinenden Verwandtschaft nach Geschlechtszugehörigkeit ausgesucht wird?

      • Ich glaub, dass du die Kritik an der Friends-Reihe falsch. Es geht nicht darum, dass es keine bunten, quitschigen Sets geben soll. Es geht darum, dass hier durch Lego aktiv eine Trennung nach Jungs- und Mädchensets vorgenommen wird.

        Ich hab schon mehr als einmal mit ansehen „dürfen“ wie einem Jungen ein Friends-Set nicht gekauft wurde weil das ja für Mädchen sei obwohl er es gerne gehabt hätte. 90% der Sets würden hervorragend in jede „normale“ Stadt passen und diese sinnvoll erweitern, etwa durch ne Pizzeria, ein Café, ein Kaufhaus, ein Kino usw.
        Aber, die Sets sind ja in der „Rosa-Mädchen-Ecke“ und haben hässliche Figuren (wobei das Geschmackssache ist, sie passen aber so oder so nicht zu allen anderen Themen von Lego, mit Ausnahme von Elves, das aber ja auch in der „Rosa-Ecke“ stand.)

        Anstatt einfach wirklich eine klare Linie zu haben und Sets zu veröffentlichen die nicht in Jungen-Mädchen geteilt werden sondern alle ansprechen können wird hier eine Trennung vorgenommen.

        Subjektiv habe ich da inzwischen auch das Gefühl, dass das in den letzten Jahren auch abseits von Lego wieder schlimmer wird. Ich finde kaum Klamotten für meine Tochter die nicht Rosa sind in denen sie dann aber nicht aussieht wie ein Junge, bzw. wird sie ständig als „kleiner Mann“ angequatscht wenn sie mal kein Rosa trägt.

        Und solche Stereotypen werden durch die Aaufteilung in Jungs- und Mädchenspielzeug eben gefördert, als ob Mädchen nicht genau so gerne im Dreck wühlen würden oder keine Bohrmaschine halten könnten oder als ob nicht auch Jungs gerne Tierärzte werden oder mit Puppen spielen möchten.

    • Da es in Russland illegal ist Homosexuelle „Propaganda“ zu verbreiten würde ich davon ausgehen, dass es dort nicht verkauft wird. Nicht weil Lego nicht wollte, sondern weil die Behörden es nicht erlauben werden.

  29. Finde die Idee zum Set wirklich sehr gut. Als Mensch mit Glatze hätte ich mir aber auch eine entsprechende Figur gewünscht.

  30. Gibt es eigentlich so etwas wie Rainbowwashing? Sorry, aber wenn mich mein rechts-bürgerlicher Nachbar freundlich und auf Augenhöhe behandelt oder wenn Menschen für andere Menschen auf der Straße einstehen, dann ist mir persönlich das 1000fach mehr wert, als wenn Lego bunte Steine herausbringt. Im Kapitalismus bedeutet Gleicheit, dass alle gleichmäßig ausgebeutet werden. An diese schöne Regel hält sich auch Lego. Der einzelne Mensch kann viel weiter kommen umd viel mehr bewegen als die großen Machtkonglomerate. Was wird sich denn jetzt bei Lego konkret verändern? Finde sehr gut, dass der Artikel auch diese Frage stellt.

    • „Die private und öffentliche Äußerung von Zustimmung zu moralischen und gesellschaftlichen Werten ist eigentlich ein normaler Vorgang.[22] Doch für die Sender überdeutlicher Tugendsignale steht die Förderung der eigenen Reputation im Vordergrund und nicht der Beitrag zum moralischen Diskurs der Gesamtgesellschaft. Aus der Ablehnung einer moralischen Ungerechtigkeit (z. B. Rassismus) wird so eine Botschaft des eigenen moralisch vorbildlichen Verhaltens, eine Strategie der Selbsterhebung (self-aggrandizing) und ein auftrumpfendes Signal (trumping up) der Zugehörigkeit zur „richtigen“ Gruppe. Diese Signale werden oft im Internet gesendet, wo sie rasch und für viele gleichzeitig sichtbar werden.“

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Virtue_signalling#Virtue_signalling_als_Strategie_symbolischer_Kommunikation

    • Schon mal überlegt, ob Dein „rechts-bürgerlicher Nachbar“ Dich auch freundlich und auf Augenhöhe behandelt, wenn Du nicht weiß und heterosexuell wärst?

        • Da das Lego Set darauf keinen Einfluss hat, und auch nicht den Anspruch stellt, macht bereits das gegeneinander aufwiegen von Lego und Nachbar überhaupt keinen Sinn.

          • Dann war die komplett das Thema wechselnde rhetorische Frage also ein satirischer Meta-Kommentar auf die Sinnlosigkeit des ursprünglichen Kommentars? Das würde es etwas besser erklären, danke.

      • Hi Matthias 🙂 Im Schriftlichen habe ich immer das Bedürfnis, alles so knapp wie möglich auszudrücken und leider bleibt dann vieles auf der Strecke…
        Ich bin zwar „weiß“ aber sichtbar nicht diejenige, die ins Schema eines „rechts-bürgerlichen“ Nachbarn passt. Wenn mich dieser Nachbar also „feundlich und auf Augenhöhe“ behandelt, dann überrascht er damit MICH und plötzlich stehen MEINE Vorurteile IHM GEGENÜBER auf dem Prüfstand. Und genau das hatte ich auch gemeint, als ich schrieb, dass einzelne Menschen mehr bewegen können. Und die Komplexität des „Umdenkens“ und des „Dazulernens“ wird eben von einem Haufen Plastiksteine überhaupt nicht ausgedrückt. (Caps sind nicht als „Schreien“ sondern eher als „kursiv“ gemeint 😉 )

        • Dann kauf das Set und schenke deinem Nachbarn die schwarze, rote und gelbe Reihe dann kann er sich ne Deutschland is wawsome Flagge basteln….

          Deine Aussage ist aber murks, wir hatten mal nen Nachbarn der auch freundlich zu allen kahm trotzdem raus, dass er seine Frau und Kinder verprügelt, das ist garkein Kriterium. Und hat nichts mit dem Set zu tun.

          • Ist das dein Beitrag auf meinen Beitrag? Dann kann ich hier leider nichts weiter schreiben als: Hä?!

  31. Gehen eigentlich Teile des Erlöses an entsprechende NGOs? Weil sonst ist empfinde ich es als wenig Statement, sondern bloß dass man Geld aus einer inzwischen sehr breiten soziopolitischen Front macht. Nicht dass das verwerflich ist, aber ich hätte dann gerne auch religiöse Bauwerke (abseits vom Taj Mahal) und einen 5000 Teile Kölner Dom.

    • Wobei es nun gar nicht zusammenpasst einerseits solche Sets rauszubringen und dann Kirchen daneben zu stellen. Kirche und Religion ist irgendwie das genaue Gegenteil von Toleranz! Religion ist nur tolerant solange man dem eigenen „Team“ angehört und den eigenen Vorgaben folgt!

      • Meiner Meinung nach, sind Toleranz und Religion pauschal kein Widerspruch, ganz im Gegenteil. Diese Aussage zeigt eher eigene Intoleranz. Ein gläubiger Mensch kann sehr tolerant sein. Gefährlich wird es immer bei radikalen Einstellungen, aber die gibt es genauso bei Atheisten. Von daher finde ich eine solche verallgemeinernde und pauschale Aussage eher schädlich für diese Themtik als hilfreich,da es offene Diskussionen direkt im Keim erstickt.

        • Wieso zeigt das eigene Intoleranz? Ich bin der Meinung, dass Religion die Ursache für einen großen Teil menschlicher Konflikte ist und die Welt ohne Religion eine bessere wäre. Deswegen kann aber trotzdem jeder so religiös sein wie er möchte, solange er gegenüber seinen Mitmenschen nicht übergriffig wird. Aber wenn man sich in den Religionen der Welt umschaut, gibt es eine Menge religiöse Menschen, die genau das tun. Sieht man ja gerade in Israel und Gaza und in so vielen anderen Regionen der Welt!

  32. Mutig, gar höchstgesteigert „mutigste“ Entscheidung? Klaro, voll krass weit aus dem Fenster gelehnt von Lego, auf’s Trittbrett des polit-medialen Mainstreams zu hüpfen. Wenn Anbiederung als Mut bezeichnet wird – mich wundert Vieles nicht mehr.

    • Solange bestimmte ernste Themen von bestimmten Leute immer als „Mainstream“ abgetan werden, braucht man Statements wie dieses Set.

      • Klar ist die Sache ernst, nur eben auf eine ganz andere Art als du denkst – das ist ja das lächerlich Ernste, das dieses Mainstream-Bekenntnis so tut als wäre es das nicht, sondern ein unterdrücktes Randthema.
        Gemessen an der Zahl der tatsächlich Betroffenen ist dies eines der im mainstreamigen Aufregungsdiskurs wohl mit am überrepresentiertesten.
        Wie sagt der Angelsache – virtue signaling at it’s finest.

        • Absolut richtig.
          Lego handelt hier eher feige.

          Was ist „mutig“ daran zu tun was alle Anderen auch machen.
          Richtig: Nichts!

  33. Ich finde das Set lustig, aber ich will mich grade von „Kleinkram“ fern halten. Auch Kleinkram macht den Geldbeutel traurig und die UCS kommen erst noch.
    Aber ne coole Idee ist das schon! 👍🏻

    Ich sehe schon Leute von Shop zu Shop rennen, um eine beachtliche Monochrome Armee zu bauen. 😂

  34. Und in Asien verkaufte Lego das Set einer traditionellen Familie (Chinese New Year Dinner), was in Europa nicht mal offiziell zu kaufen war. Es scheint so dass sich Lego jetzt wohl sehr an den jeweils herrschenden Zeitgeist in den einzelnen Weltregionen anpasst.

  35. Sogar heute ein Bericht bei Spiegel Online.
    Neutral betrachtet ein hässliches buntes etwas.
    Mir geht es um Bauspass, nicht um irgend eine
    Aussage, die mal gerade in die Zeit passt.
    Lego soll endlich mal lieber mitteilen, wann die titanic rauskommt, und wann mit den Pyramiden Set zu rechnen ist?
    ( Insider)
    Es sollen 13000 Teile werden.

  36. Ich finde den Matthew nett, schon gestern geschrieben.
    Ansonsten würde mir gefallen, dass es um so etwas kein Gedöns mehr gäbe. „Jedem Tierchen sein Plaisierchen“, ich glaub so hieß der alte Spruch. Das wäre schön, wenn’s langsam auf der Welt so zugehen würde. Sind eigentlich bei dem Set auch Heteros dabei oder zählen die unter + ?
    Ich dachte erst, dass ich den Kindern unter dem Titel…jeder von euch ist so toll…eins schenke, das wären dann mal drei.
    Aber sie haben sicher mehr Freude an was zum Spielen.
    Ich werde eins kaufen, wegen der schönen Farben und Figuren, von denen ich bis jetzt noch gar nicht wusste, dass sie sammelwürdig sind😁.
    Ich bin ein Gegner dieser der genderneutralen Sprache. Das ist für mich viel Lärm um nichts. Es ändert nichts, ob man mich Frau Professor oder Frau Professorin nennt…ich bin immer derselbe Mensch.
    Und ich bin auch nicht tolerant, im Sinne von „großzügig gegenüber Andersdenkenden, andere Meinungen, Verhaltensweisen gelten lassend“ (Oxford Languages).
    Mir gefällt am besten die pinke Figur, danke auch um die Übersicht neuer Teile in neuen Farben.

    • Ich muss jetzt einfach Fragen ist „Professor“ nicht eigentlich ein Titel von dem es eigentlich kein weibliche Form gibt?
      Ich weiß nur noch das während meiner Zeit bei der Bundeswehr es immer Frau Feldwebel Schweizer hieß und wenn du „Feldwebelin“ gesagt hast musstest du auf Funk- und Patrouillendienst um das Lager. Nachts. in der kalten Wüste. Mit Amerikanern.

      • Doch, gibt es laut Duden, als ich Studentin war, gabs das aber noch nicht und war auch nicht wichtig, wir hatten vor der Dame mehr Respekt/ Schiss, als vor dem alten Herren. 😉

        • Ging mir auch noch so, eine unserer Professorin hat unter anderem Mathe 3 gelehrt.
          Es gab Tage da hab ich unter der Dusche im Wohnheim geweint aber die hat zur Weihnachtsfeier immer Hutzelbrot gemacht. Das war so gut das hat die seelischen Narben vergessen gemacht…

          • @Hagen
            So geht es mir auch. Als ich noch in Reutlingen gewohnt habe ging ich immer auf den Weihnachtsmarkt in Trochtelfingen beim Alb-Gold. Da hatten die ein Hutzelbrot das war ein Spitze. Gut das ich wieder in die Gegend ziehe 🙂
            Ich kann dir dann auch welches besorgen.

          • @ StarWars-Stefan:
            Meine Ursprungsfamilie treibt sich im Großraum Strasbourg herum. Dort gibts hin und wieder auch gutes Hutzelbrot. Aber vielleicht bekomme ich die Bande ja mal dazu überredet, den Weihnachtsmarkt in Trochtelfingen anzusteuern. Wenn nicht, komme ich gerne auf dein Angebot zurück : )

      • Ich habe Begriffe wie ‚liebe Mitarbeitende, Studierende, Lehrende‘ immer gehasst, weil mir da zu viel ‚Schnipp-Schnapp-Geschlecht-ab‘ drin ist. So hatte ich es mir also mal erlaubt, mit ‚liebe Direktierende‘ zu antworten. Fanden die Direktierenden auch nicht witzig.

  37. Werden die Einnahmen gespendet oder wandert das Geld ins Lego Portemonnaie? Das Eine wäre eine schöne Geste, das Andere reine Profitgier.

    • Hallo random Troll #4:
      Wenn du wissen willst was und wieviel Lego an sozialen Projekten spendet geh einfach auf deren Homepage und suche den Rechenschaftsbericht.

      • Hallo Lego Fanboy #3:
        Dies beantwortet leider nicht meine Frage. Bereichert man sich – an dem Set – oder spendet man die Einnahmen?

        • Siehe dazu die offizielle Pressemitteilung: „The LEGO Group is committed to building a diverse and inclusive workplace. It partners with Workplace Pride, Stonewall and Open for Business to help shape strategies to support employees who identify as LGBTQIA+ and allies across the company. It also supports UK-based charity, Diversity Role Models which works to educate children about inclusivity and empathy in order to build supportive and inclusive future generations.“

          Wie bei allem was LEGO macht, gehen 25% an die LEGO Foundation.

      • Naja, also das als Trollerei abzutun finde ich auch etwas pauschalisierend. Denn auch ich (und ich verbitte mir diese Einordnung dann doch) finde diese Frage durchaus berechtigt, denn am Ende wird mit diesem guten Statement ja ordentlich Profit gemacht werden. Das ist eine berechtigte Kritik, die hier auch von anderen gebracht wurde (für die ich ebenfalls mit der Einordnung als „random trolls“ hinter dem Berg halten würde). Du musst die Kritik nicht teilen und darfst sie sogar ignorieren, wenn sie dir nicht passt, aber musst vielleicht auch Herrn Sm4rtie nicht gleich in die Troll-Ecke stellen dafür, noch dazu random, vor allem wenn es der Satz nach dem Doppelpunkt auch so getan hätte.

        • Dich würde ich auch nicht so bezeichnen.
          Das Ding ist einfach das doch mittlerweile das soziale Engagement von LEGO rauf und runter diskutiert worden ist und Fragen die mit 5sec Googeln beantworten lassen schon sehr nach Agitation riechen.

          Das übliche Spiel ist dann den guten Zweck zu hinterfragen oder die Organisation in Misskredit zu bringen.

          • Exakt Stefan! Zudem darf sich jeder auch das Designer Video anschauen, wer nur den relevanten Part haben will kann bei 2min 15s starten. Der Designer (immerhin Vice President of Design bei LEGO) erzählt ab dieser Stelle nämlich sehr emotional wie er es erlebt hat selbst als LGBTQ+-Kind aufzuwachsen und wie er teilweise heute noch mit manchen Dingen zu kämpfen hat. Klar will LEGO am Ende Geld verdienen, das ist eine Firma und keine Wohltätigkeitsorganisation. Aber das wollen 99% der Arbeitgeber. Nur bekommt man gerade bei Matthew Ashton nicht den Eindruck, dass er in einem Meeting gesagt hat: „Lasst mal nach den Kindern und AFOLs als nächstes auch noch die LGBTQIA*-Community ausnehmen!“

      • Es ist weitgehend unerheblich zu wissen, wieviel Lego spendet, ohne die Frage zu beantworten, ob sie dies steuerlich nutzen. Kurz, derlei Spenden gewinnen in meinen Augen erst an Wert, wenn sie wirklich weggespendet werden und NICHT sachfremd gewinnoptim7erend gebutzt werden.
        Wie soll Jesus doch so treffend gesagt haben: Wenn du spendest, wisse deine linke Hand nicht, was deine Rechte tut.

        • Von „Everyone is Awesome“ zur Steuererklärung von LEGO in nur drei Argumentationsschritten. Könnte man auf der Wikipedia-Seite von „Whataboutism“ als Beispiel verlinken. Von den Leuten in den Kommentaren hier, die sich als zur LGBTQIA*-Community zugehörig geäußert haben hat niemand gesagt: „Was, jetzt will LEGO sich mit so einem Set auch noch an meiner Identität oder sexuellen Orientierung bereichern!“. Die klangen viel eher alle froh, dass das Thema aufgegriffen wurde.

          • „Von den Leuten in den Kommentaren hier“
            Ja, schon sehr überraschend, dass sich auf einer Lego-Fanseite da kaum jemand negativ darüber äußert.
            @Stefan: Darfst die Internet-Rüstung gerne ablegen. Ich möchte Lego nicht an den Kragen gehen, sondern nur für mich selbst einordnen, wie ich dieses Set und die Intuition Legos zu werten habe.
            Danke an Lukas und Rauy.

  38. Wird ab sofort bei jedem Artikel gegendert oder ist das nur für diesen einen hier?. Das fände ich jetzt sehr schade, auf eine andere Seite wechseln zu müssen.

      • Vermutlich, ja. Die Tatsache, das sowas hier in den Kommentaren steht, ist der beste es Grund das einfach mal durchzuziehen. Wer deswegen nicht mehr mitlesen will: Reisende soll man nicht aufhalten. Es könnte mir zugegebenermaßen bei all den Leuten, die unter genau diesem Artikel erstmalig ihr Genörgel in die Kommentare schreiben, nicht egaler sein.

        • Kann man natürlich machen. Aber grundsätzlich finde ich es bemerkenswert, wenn man unter einem Artikel in dem es zu großen Teilen um Toleranz geht, man sich selbst mehrfach als ziemlich intolerant gegenüber der Meinung zeigt, dass gendern in Artikeln nicht jedermanns Sache ist und vielleicht von dem einen oder anderen kritisch gesehen wird. Das ist dann nur Genörgel von den Ewiggestrigen. Schon prima wenn man für sich selbst die absolute Deutungshoheit verbuchen kann und WEISS, dass die eigene Meinung die einzig richtige ist…

        • Nicht zeigt künstliches Aufregen mehr wie die Debatte um Gendern in Texten.
          Und manche „nörgeln“ aus Prinzip. Würde mich nicht wundern, wenn bald organisierte Trolle hier auftauchen, um zum ersten mal hier ist überhaupt nen Kommentar da zu lassen.

          Als würde es einen umbringen, wenn gegendert wird. Aber ich freu mich für die, die offenbar sonst keine Probleme und Zeit für sowas haben. 😑

  39. Mir gefällt Set ganz gut.
    Ich bin mir nur selbst immer nicht ganz sicher weshalb die PoC hier extra aufgeführt werden. Ich verstehe das in Amerika PoC und insbesondere queere PoC es wirklich schwierig haben aber für mich klammert das immer ein wenig die Erfahrung von von queeren Menschen aus die außerhalb Amerikas leben und sich durchkämpfen müssen.
    Rassismus funktioniert bzw. hat einfach eine komplett andere Dynamik außerhalb von dem angloamerikanischen Raum und irgendwie nimmt es ein wenig der universellen und internationalen Symbolik der Flagge, aber das sollen diejenigen entscheiden die sich repräsentiert fühlen bzw. es wollen.

    Was ich wirklich mag an dem Set sind die satten Farben und die klare und einfache Sprache, wobei ich zugeben muss erst durch den Artikel und die Kommentare darauf gekommen bin das es nicht einfach eine Wand ist sondern ein Wasserfall. Asche auf mein Haupt.
    Generell bin ich der Meinung dass das Set ein schönes Zeichen setzt und mir die Botschaft einfach richtig und wichtig ist.

  40. Schlimm, dass man heute noch von Mut sprechen muss, wenn eine Firma (egal welche) etwas tut, was selbstverständlich sein sollte. Flagge und Respekt gegenüber allen zeigen. Dennoch ein sehr schönes Set, welches auch optisch toll daherkommt.

  41. Das ist mir. Ich finde es sogar preislich ganz ok dafür, dass sogar neue Teile und so viele Figurenteile dabei sind. Vielleicht hole ich es sogar bei Lego selbst.

  42. In Essen Bredeney weht seit vielen Wochen an einer katholischen Kirche eine große Regenbogenfahne 🌈. Ich finde es kann gar nicht genug dieser Statements geben. An einer katholischen Kirche finde ich dies tatsächlich noch bemerkenswerter, als bei einem Weltkonzern wie Lego. Das Set und Statement gefallen mir gut und freue mich, es bald bestellen zu können.

  43. my 50 cents: Ich mag das Set weil es so schön „Buntlich“ ist und kaufe es mir gerne. Die Intention die dahinter steckt unterstütze ich zu 100% und freue mich auf den Tag wo zwei Männer Händchen haltend oder sich küssend durch z.b. Berlin Neukölln laufen können ohne Angst um das eigene Leben haben zu müssen

  44. Es ist unglaublich, welchen HASS dieses Set in manchen Kommentarsektionen auslöst. Sowohl gegen die Community, als auch gegen die scheinheilige Firma LEGO. Allein dafür will ich mindestens 2 davon.

  45. Interessantes Set, auf jedenfall schön Farbenfroh.

    Schade, dass man diesen guten Artikel mit der diskriminierenden NewGenderSpeak versieht.

    Artikel schreiben, oder auch Moderationen, sind Handwerke, da gehört es ausformuliert.

    Also entweder man nennt 2 Geschlechter mit „Sammlerinnen & Sammler“, oder man inkludiert jeden mit „Sammler“.
    „Sammler*innen“ lässt Non-Binäre Personen, wie mich, schlicht aussen vor, denn als Fußnote (*) lass ich mich doch ungern darstellen.

    Hoffe wirklich, dass die Artikel ein Unikat mit derart sprachlichen Vergewaltigungen bleibt, denn Ihr macht hier wirklich einen Top-Job!

    • Also ich habe das eigentlich so verstanden, dass Dich explizit dieses * ansprechen soll, weil Sammler und Sammlerinnen binär sind und Du Dich dann in keiner der beiden Gruppen wieder findest. Und Dir ist es ohne * lieber? Sammler ist ja das generische Maskulinum bei dem sich zur Zeit auch sehr viele ausgeschlossen fühlen. Wie hättest Du denn z.Bsp. die ebenfalls nicht binäre Designerin der neuen Regenbogenflagge betitelt?

      • Man spricht nicht ohne Grund von Jäger und Sammler… Die Jäger / Die Sammler… Warum das Wort nun verunglimpfen… es hat bereits eine Mehrzahlfunktion… wenn sich explixit weibliche Sammler oder anderweitige Geschlechterollen nicht angesprochen fühlen, ist das doch nicht unser Problem…

      • Ja, ich werde zwar bei „Sammlerinnen & Sammler“ ausgeschlossen, aber es ist trotzdem angenehmer zu lesen, als wenn man durch einen * oder einem _ dargestellt werden soll.

        Und das generische Maskulinum ist, auch wenn man das mit hippen Studien wiederlegen möchte, eine neutrale Form.

        Sag man „Sammler müssen mehr bezahlen“, weiß ja jeder das Menschen die sammeln mehr zahlen müssen.
        Hör ich in einen Video hingegen „SammlerInnen müssen mehr bezahlen“, dann denkt man doch was anderes.

        • Ich finde es ein bisschen enttäuschend, wenn irgendwelche Studien, die zu einem Ergebnis führen, das man selbst doof findet, einfach als „hipp“ abgetan werden.

          • Das Problem an der Studie ist die Sprache selbst. Den irgendwann empfand man es in Deutschland als wichtig sein Geschlecht, ob von Belang oder nicht, zu profilieren.
            Sprich: Wenn nicht das „-in“ dranhängt, muss es ja ein Mann sein. Aber warum ist noch mal relevant was für ein Geschlecht mein Arzt hat?

            Hinzukommt der Faktor, das die Gesellschaft ein Bild von Berufsgeldern hat. So denkt man bei „Bauarbeiter“ vorwiegend männlich, bei „Erzieher“ weiblich.

            Und was ich hinzu immer wieder erlebe ist, das diese Zwangseinführung, bei denen die zum umdenken angeregt werden müssten, erst zu (logischen) Argumenten dagegen, dann aber immer mehr zu Hass und Ablehnung führt.

            Ich sehe nicht wie diese Form der Sprache etwas positives bewirken soll, dafür aber einiges an negativem.

            Aber von dem politischem weg:
            Auch wenn man diese Formulierungen nutz, sollten man bei Artikeln, Moderationen, Büchern oder Filme darauf verzichten, da dies Handwerke und Kunst darstellen.
            Deshalb sollte man, wenn man Gendern möchte, es Ausformulieren,statt ein Beamtensprech zu nutzen.

          • Ich kann das als deine Meinung gelten lassen, aber habe eine komplett andere. Ich denke bei „Erzieher“ zum Beispiel nicht an eine Frau, sondern an den einzigen jungen Mann, der in der Kindergartengruppe meiner Tochter tätig war, alle anderen sind für mich Erzieherinnen. Insofern muss ich mich von deinem sehr allgemeinen „denkt man“ explizit ausnehmen.

            Für mich formt unsere Sprache Realität. Deshalb finde ich es völlig in Ordnung, wenn wir als Gesellschaft bestimmte (z.B. rassistische) Wörter verbannen. Sprache verändert sich, ob organisch oder aktivistisch, Kasus verdrängen andere usw. Darüber kann ich persönlich traurig sein, aber dann schreib ich halt meinen Genitiv weiter und bekomme keine Magenkrämpfe, wenn jemand den Dativ benutzt.

            Für mich ist es ganz einfach: Seit mir zahlreiche Frauen in meinem Umfeld gesagt haben, dass sie sich durch „*innen“ mehr gemeint fühlen, verwende ich das selbstverständlich. Aus Respekt vor diesen Menschen. Ich schreibe aber niemandem sonst vor, wie sie oder er schreiben soll. Daneben halte ich weiter die Augen offen, welche Schreibweisen (Doppelpunkt, Sternchen …) oder welche organischeren Formulierungsmöglichkeiten es gibt. Da gibt es viel Interessantes zu finden und weiterzudenken.

            Allerdings sehe ich es auch ganz anders als du, dass man in bestimmten Bereichen „darauf verzichten [sollte]“. Diese Bereiche bilden die Gesellschaft ab und insofern natürlich auch sprachliche Entwicklungen. Das wird auch von klugen und empathischen Menschen vorangetrieben, ich habe vor ein paar Monaten in zwei anderen Kommentaren (1, 2) bereits darauf verlinkt.

          • Natürlich, kannst Du Dich da explizit ausnehmen, denn da ich von Gesellschaft sprach, war es selbstverständlich nicht für jedes einzelnes Individuum gemeint!

            Und sorry, wenn meine Kommentare klingen als wären sie die einzige Wahrheit.
            Klar, ist dies meine Meinung.
            Aber was sollten meine Kommentare denn sonst abbilden, als meine Meinung/Erfahrung?!

            Nochmals zur Verwendung in Artikeln/Moderationen:
            Was spricht gegen die Formulierung „Sammlerinnen & Sammler“? Diese 2 Worte extra sollten doch in solchen Medien ausgeführt werden können.
            Man redet immernoch von Menschen, und da finde ich (meine Meinung! 😉 ) sollte man auf aktive Abkürzungen verzichten.

            Ach ja, der „Verband der deutschen Sprache“ hat auch eine eindeutige Meinung zum Genderstern 😉

            Neuste Form die zur diskussion steht: Das Gendern nach Phettberg.
            Womit wir bei „Sammly“ wären…

            Btw.: Was ist aus dem klassichem „Sammler/-innen“ geworden?

            Ich persönlich hab, und steinige mich nicht, das „-in“ aus meinem Wortschatz weitestgehend verbannt. Da ich mir denke: es zählt der Mensch, die Person, und eventuell deren Leistung (und es klappt im englischen auch wunderbar)

            Aber ich wollte Eingangs lediglich mein Empfinden der Diskriminierung beim Gebrauch dieser Form kundgeben, da ich mich ungern als Satzzeichen sehe…dann lieber garnicht.
            Ich weiß nicht wie viele, auf dieser Seite, davon betroffen sind, aber das ist meine Ansicht, und deshalb darf man hier gerne auf den „*“ verzichten.

          • >> Nochmals zur Verwendung in Artikeln/Moderationen:
            Was spricht gegen die Formulierung „Sammlerinnen & Sammler“?
            Einerseits die Abbildung einer simplen Geschlechterdualität, andererseits der ermüdende Rhythmus. Da du möglicherweise nicht auf meine Links klickst, hier ein Ausschnitt aus dem Interview mit der Nachrichtensprecherin Petra Gerster: „[Mit Gendern] zu arbeiten ist aus Denkfaulheit bis jetzt weitgehend unterblieben. […] Seit dem Preis vom Journalistinnenbund habe ich mich, ehrlicherweise gesagt, nun auch viel intensiver mit geschlechtergerechter Sprache auseinandergesetzt. Immer beide Geschlechter zu nennen ist bei den Nachrichten schwierig, weil es auf die Sekunden ankommt. Und das kann auf Dauer auch ermüdend sein.“

            >> Ach ja, der „Verband der deutschen Sprache“ hat auch eine eindeutige Meinung zum Genderstern 😉
            Habe ich wahrgenommen, die sind für mich aber keine Autorität, sondern ein reaktionärer Verbund, der offenbar vergessen hat, das Sprache wächst. Solche Vereine und auch der Duden sind für mich deskriptiv, nicht regulativ.

        • Und das ist der Grund, weshalb Nachrichtensprecher*innen und Moderator*innen * oder : als Zäsur sprechen. Im Fluss harmonisch übrigens.

          • Nein, es kling nicht harmonisch, eher als hätte man vergessen das man Frauen meinte.
            Oder noch schlimmer, es wirkt wie ein kleines Würgen.

          • Ich finde es echt anstrengend, DoctorWu, dass es dir nicht gelingt, mal zu formulieren, dass es dir so geht (oder meinetwegen deinem Umfeld, deiner Stadt, was weiß ich), sondern du es hier so allgemeingültig hinstellen musst. Tut mir echt leid, dass dich das Gendern körperlich so zu schütteln scheint.

    • Ich bin absolut einverstanden. Ebenso wie die Mathematik folgt die Grammatik ihren eigenen Regeln. Ein Wort hat keine äußeren Geschlechtsmermale, Genus und Sexus sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, und aus diesem Grund ist nichts, wirklich gar nichts so einschließend wie das geschlechtslose sogenannte generische „Maskulinum“ oder auch schlicht Genum.
      Word.

  46. männer und frauen, manche homosexuell und manche lesbisch. alles andere ist phantasie und eine erfindung der letzen 10jahre.
    set gefällt mir. wird gekauft.

    • Das könnten die Betroffenen anders sehen, meinst Du nicht? Und meinst Du nicht auch, dass Deine Sichtweise, wenn Du sie hier so absolut formulierst, für diese Menschen verletzend sein könnte?

      • Mit jemandem, der sich als „super straight“ bezeichnet, braucht man eigentlich nicht wirklich diskutieren. Diese Leute diskriminieren andere und begeben sich anschließend in die Opferrolle, wenn man ihre Intoleranz nicht akzeptiert.

        • Ich bin der Meinung, Toleranz und Verständnis kann nur durch Dialog und den Versuch, Empathie zu wecken, geschaffen werden, nicht durch Ignorieren oder „Gegenangriff“.

          • Glaub mir, ich habe das schon oft versucht, aber gibt einfach Leute, die wollen nicht diskutieren oder sich auch nur anhören, was andere sagen und das ist bei denjenigen, die sich als „super straight“ bezeichnen, nach meinen Erfahrungen quasi immer der Fall. Da bewegt man wohl eher einen Stein bergaufwärts nur durchs Reden, als dass solche Leute Einsicht zeigen.

          • @ Tohru:
            Was du hier schreibst ist nicht minder intolerant, von Vorurteilen behaftet und absolut stereotyp. Wirklich schade…

  47. Gut gesagt @Tohru. Das sind Leute die sich mit viel Phantasie ihre Bubble bauen und Realitäten jenseits davon leugnen. Bye, bye und guten Flug, wir feiern hier unten weiter.

  48. Bin mal gespannt wie ein gewisser Youtuber diese wunderschöne Farbparade kritisiert ohne ins Fettnäpfchen zu treten… 😉

  49. Also LGBT kannte ich, aber so langsam stößt diese Bewegung ja an die Grenzen des Alphabets und nimmt schon Sonderzeichen dazu. Ich finde, dass dadurch die Toleranz nicht gefördert wird, sondern im Gegenteil die Menschen sich immer mehr in immer kleinere Schubladen stecken. Und darum auch wiederum ausgrenzen. Am schönsten wäre es doch, alle als Menschen zu sehen, jeder mit anderen Vorlieben und Orientierungen. Warum muss man jetzt eigene Gruppierungen für nicht-binäre benennen… mal ganz davon abgesehen, dass mir noch immer nicht klar ist, was das ist, ich kann nicht jede neue Gruppierung googeln.
    Aber das führt doch dazu, dass ich mich als weißer Heteromann mit Kindern und dem Hobby, LEGO zu sammeln immer weniger dazugehörig fühle, wenn immer mehr Gruppierungen explizit genannt werden. Ich will jetzt hier kein falsches Mitleid wekcen, bitte nicht falsch verstehen. Mir geht nur diese gezwungene und wie ein Kriegsbanner getragene Diversität zum Selbstzweck auf den Sack. Wie gesagt, jeder ist anders, das war schon immer so und soll auch so bleiben. Sonst fordere ich eben eine WHMWKACL Community für mich (White Human Male with Kids and collecting LEGO).

    Aber das Set ist trotzdem sehr witzig

    • Du wirst seit Jahren berücksichtigt. Jedes LEGO City Set und jedes andere LEGO Set zeigt eine klassische Familie mit Kind. Was willst du denn mehr? LEGO bringt jetzt einmalig in seiner gesamten Firmengeschichte ein einziges Set raus, das jetzt erstmalig auch der LGBTQ+ Community zeigt: Wir sehen euch! Und das beste ist: Dir nimmt doch niemand (!) etwas weg. Wie kannst du dich ernsthaft daran stoßen?

      • Was Lukas sagt.
        Ergänzend:
        Der Unterschied zu der von Sascha (auch wenn es Spaß war) geforderten Community ist, dass sich die Gruppe an Menschen die sich zur LGBTQIA+ Community zuzählen mit ständiger gesellschaftlicher Benachteiligung rumkämpfen müssen. So schwer wie Sie Ihren harten Stand als weißen hetero cis Mann darstellen, ist er nun Mal nicht.
        Ich mein als offener Schwuler Deutscher wurde man vor nicht mal 100 Jahren noch verfolgt. Klar die Zeiten haben sich geändert, aber vergessen (Gesellschaftlich als auch innerhalb der Community) ist sowas nicht.

        Ich finde es wirklich erschreckend warum hier der Aufschrei so groß ist. Im Gegenzug ist bei einem Hochzeitspaar oder einem Campingwagen mit Familie und Kind kaum was davon zu hören.
        Durch die Kommentare (nicht nur diesem) sieht man meiner Meinung nach deutlich, dass Begegnungen mit diesen Themen immer noch nötig und gut sind.

      • Niemand stößt sich daran, dass LEGO ein Set rausbringt, sondern für einige (wie hier angepsorchen) ist es einfach schwer verständlich, wie eine immer weitere Zergliederung Diversität fördern soll, wenn sie primär aus Schubkastendenken besteht. Die einfachste Form der Gleichberechtigung, an der zur Zeit gearbetet wird ist die zwischen Mann und Frau. Außer bei Homosexuellen, da ist es besonders wichtig, lesbisch und schwul zu unterscheiden. Auch mit Farben. Warum?

        Warum müssen in einer Community zur Auslebung sexueller Freiheiten Farbige kategorisiert werden? Sind schwule PoC anders als schwule Weiße? (neuer Schubkasten). Was hat Rassismus mit Sexualität zu tun? Diskriminiert werden auch andere Gruppen. Bei „besonderen“ Menschen die inkludiert werden sollen denke ich z. Bsp. eher an Behinderte. Die haben keine Farbe und falls doch bekommen sie eine extra Farbe um sich von den anderen abzugrenzen.

        Die einen hier im Forum schreiben, wieviele Zacken der Stern hat, signalisiert die Vielfältigkeit, andere wiederum, explizit binäre fühlen sich damit nicht mal angesprochen. Manche glauben heteros seien im + enthalten mir scheint, es geht bei den Farben eben nicht um die Vielfalt der Menschheit, sondern um die ganz bewusste Abgrenzung von Normis. Und da nunmal jeder Mensch gern etwas besonderes sein müsste hinterlässt es bei einigen eben auch das Vorurteil, jemand orientiere sich sexuell nur anders um aus der Masse herauszustechen.

        Dass weiße Heteros nun von allen Werbebildern verschwinden sollen, obwohl sie global die Minderheit bilden (nur halt in Europa nicht), ist schon irgendwie Ironie des Schicksals (aber ja, sie sind *medial* überrepräsentiert). Ich fühle mich von den Lifestylebildern z. Bsp. nicht angesprochen (weder von den Personen, noch mit Bezug auf die Wohnungen). Und ja ich gehöre zu den privilegierten weißen heterosexuellen cis-Männern, die sich in einer männlich dominierten Arbeitsumgebung befinden und geimpft sind. Und? Mir fallen jetzt spontan 3 schwule und 4 Lesben in meinem Bekanntenkreis ein. Die sind halt in Beziehungen, so wie viele andere Freunde auch. Weder mit den homo- noch mit den heterosexuellen rede ich soo häufig über Ihr intimes Leben wie es in den Medien proagiert wird. Warum auch? Und am Arbeitsplatz schon gleich gar nicht.

        Ich gebe zu, dass mir die Thematik schwerfällt. Sowohl vom Einfühlungsvermögen, als auch vom Verständnis. Ich habe hier (und in dem andern Artikel hierzu) niemanden kritisiert, sonder versucht eher empathisch, offene Fragen zu stellen. Bisher habe ich aber entweder keine oder abwertende Antworten erhalten. Was soll ich daraus rückschließen?

        Ich (rück)schließe mich denen an, die sagen es wäre ein besseres Statement, die Diversität in die City Sets zu bringen. So wie die Figur mit dem Rollstuhl / Höhrgerät / Brille. Einfach 2 Männer + Baby, oder … ja da ist es wieder, wie drückt man den Sexualität nach außen aus? Und muss das sein? „Der sieht schwul aus“, will ja auch keiner. Sexualität dürck sich ja primär durch interaktion aus und die wiederum lässt sich bei Spielzeugfiguren ja nur begrenzt vorgeben und wird wenn dann eher kritisiert (Fernsehserie zum Set). Vor Allem aber sollten es 2 Männer mit aufgedruckten Waistlines werden. Ich muss schließlich auch Hemden in extra-slim tragen. Go body-shame me!

        • Ursprünglich wurden die Farben der PoC in der Flagge als Antwort auf Probleme im Zusammenhang von Rassismus innerhalb der LGBTQIA+ Community im Philadelphia benutz.

          Wie Sie bereits erwähnten geht es für mich eben doch um die Vielfalt der Menschen die dadurch dargestellt werden. Die ursprünglichen Farben bedeuten ja, wie im Bericht beschrieben, auch nicht Schwul, Lesbisch, bi usw. sondern Leben, Heilung, Sonne, Natur, Harmonie und Spiritualität. Die Flagge sollte in meinen Augen auch eher zur Selbstidentifikation genutzt werden und als Zeichen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist.

          Der Gedanke, dass es eine Bewusste Entscheidung sein könnte ist Angesicht der Probleme die es für einen bedeutet für mich nicht nachvollziehbar.

          Bei der Ansicht, dass nur noch wenig weiße Heteros (in Relation) im Werbebild zu finden sind, könnte es sich aber auch um eine kognitive Wahrnehmung Ihrerseits handeln. Oder gibt es dazu Studien? Vielleicht sollten Sie auch von Werbung xy dann einfach nicht erreicht werden.

          Das Bild welches in den Medien von LGBTIQA+ Menschen gezeigt wird, ist leider oft kein Rückschluss auf die Realität.

          • Danke für die ergänzenden Erläuterungen bzgl. der dunklen Farben.

            Ich will nicht behaupten, dass kaum noch weiße Heteros in der Werbung sind, aber die Forderung danach wurde zumindest laut. Ich stimme Ihnen völlig zu, dass hier viel subjektive Wahrnehmung drin steckt, zumal ich, wenn, dann überwiegend deutsche Werbung und amerikanische Spielfilme konsumiere. Sicher ist das Verhältnis bei asiatischen / afrikanischen Medienprodukten wieder anders.

            Das Bild welches von Menschen in den Medien gezeigt wird ist allgememein kein Rückschluss auf die Realität. Es gibt vielleicht Helden, die ich mag und vielleicht fällt es mir leichter mich mit diesen zu identifizieren, repräsentiert fühle ich mich von ihnen aber nicht. Ich sehe jedoch bei äußerlichen merkmalen viel eher die Möglichkeit diese medial präsenter zu gestalten (mehr Rollstuhlfahrer / mehr PoC / weniger Untergewichtige etc.). Diese Möglichkeit bietet sich bei Sexualität z. Bsp. nicht. Ich persönlich hätte gern generell weniger sexuellen Inhalt in den Medien (Werbung, Spielfilme, Serien).

      • +1
        Das einzige was man diskutieren könnte ist, dass einige meist konservative aber auch gemäßigte Mitglieder der Black Community sich der lgbt Bewergung nicht zugehörig fühlten und sich eher vorstellen könnten mit anderen diskriminierten Ethnien (z.b. Amerik.Ureinwohner, Versklavte Tibeter etc.) zu assoziieren.

        Ich finde das Set toll und man kann ja einfach weitere Farben dran- oder abbasteln. Verstehe aber wenn einige aus der Black Community sich u.a. aus religiösen Gefühlen von der Lgbt Bewegung distanzieren oder andere Ethnien sich unterrepräsentiert fühlen.

      • Schade, dein Kommentar zeigt, dass Du meine Kritik null verstanden hast. Ich stoße mich kein bisschen an diesem Set, sondern an dieser ständigen weiteren Zersplitterung und mutwilligen Diversifizierung bzw. Schubladendenken.

        • Meine Antwort war auf Lukas bezogen und den nachfolgenden Kommentar. Kleiner Yoda hat genau verstanden, worum es mir ging und das nochmal sehr klar formuliert.

        • Ich habe Lukas Reaktion auf deinen Kommentar auch nicht wirklich verstanden, da er scheinbar etwas völlig anderes herausgelesen hat, als darin geschrieben stand. Aber am Ende ist da, bei Lukas und anderen, vor allem auch sehr viel Defensivhaltung vorhanden, die hinter etwaiger Kritik schnell niedere Motive vermutet. Das mag verständlich sein und nicht von ungefähr kommen, tut aber selten IRGEND jemandem einen wirklichen gefallen.

          Es geht in diesen Diskussion halt schnell jedwede Differenziertheit verloren und man sieht nur noch die richtig und falsch denkenden, geoutet durch einen Kommentar der eigentlich etwas völlig anderes sagt, aber ja sicher nur die wahre Einstellung des schreibenden verhehlt. Dann wird einem auch schnell Beifall gezollt für eine Reaktion, die in ihrer so allgemeinen wie akzeptierten Natur leider komplett den Ursprungskommentar ignoriert. Und am Ende steht einer als ewiggestrig und der andere als defensiv und genervt da und genug Leute sagen lieber gar nix zum Thema oder wagen es nur unter Ängsten.

          Daher auch mein Dank an den kleinen Yoda und ähnliche Kommentierende, die sich mit nicht untreffenden Analysen auf dieses zweifelsohne sehr heiße Pflaster begeben, wohlwissend wie schnell man da zwischen die Fronten geraten kann.

          • Danke für Euer Feedback! Mir ging es da ähnlich, wie The Storytelling Brick, und ich war mir nicht sicher, ob ich auf Senden klicken soll oder besser nicht.

            Ich muss mich auch korrigieren, ich habe bei dem anderen Artikel gar nichts geschrieben, sondern mich Carstens Meinung angeschlossen, der ebenfalls, freundlich und sehr schön ausformuliert hat, was er empfindet.

            Lukas wir lieben Dich und Deinen Blog und ich gebe mir nachher wieder 4 Stunden lang Deine Stimme. Bleib so wie Du bist, emotionale Themen dürfen auch mal hitzig werden. 🌈

        • Um akzeptiert zu werden wie man ist, muss man zu erst einmal wahr genommen werden. Wie erreicht man das als Minderheit, nach der man erst mal googeln müsste?
          Die „Schubladen“ find ich auch nicht optimal, eine Alternative dazu wüsste ich aber auch nicht.

        • @Sascha: Ich habe mich auf folgenden Abschnitt deines Kommentars bezogen: „Aber das führt doch dazu, dass ich mich als weißer Heteromann mit Kindern und dem Hobby, LEGO zu sammeln immer weniger dazugehörig fühle, wenn immer mehr Gruppierungen explizit genannt werden.“

          Darauf habe ich geantwortet, dass du doch genannt und berücksichtigt wirst. Seit Jahren. Das ist das, worum es mir geht.

          Das Ding ist einfach: Für die „Betroffenen“ ist dieses „sichtbar machen“ einfach viel wert. Das zeigt schon alleine das emotionale Designervideo. Repräsentation ist wichtig. Eben auch in Spielzeug. Und ich sehe es einfach nicht so, dass hier immer neue Schubladen geöffnet werden, sondern die seit Jahren in der Realität existierenden Schubladen („es gibt Mann und Frau, die leben zusammen, Punkt“) werden dekonstruiert. Das ist das Anliegen davon.

          Ich weiß auch, dass das manchmal schwierig ist da mitzukommen und man sich leicht abgehängt fühlt. Ich weiß auch, dass du (genau so wenig wie ich) jemals einen ureigenen Bedarf danach hattest. Aber diejenigen, die es betrifft, für die bedeutet es viel, sichtbar gemacht zu werden.

          Du sagst: „Am schönsten wäre es doch, alle als Menschen zu sehen, jeder mit anderen Vorlieben und Orientierungen.“ – da gebe ich dir vollkommen Recht. Das Problem ist: So ist es nicht. Nicht vor 100 Jahren, nicht vor 20 Jahren und nicht heute. Es gibt extreme Diskriminierung. Von Fremden, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und der eigenen Familie. Nicht immer und bei jedem, aber eben doch vorhanden. Die Erklärung der Solidarität und die Sichtbarmachung durch Firmen wie LEGO, kann einfach helfen, das abzubauen. Es ist natürlich nur ein winziger Tropfen, aber besser als nichts.

          Ich stelle niemanden in irgendeine Ecke und ich finde auch nicht, dass ich den Ursprungskommentar hier ignoriere. Aber er enthält eben eine Kritik, der ich entschieden widersprechen möchte. Auch das ist eben Meinungsfreiheit.

          Und die Tatsache, dass dieses Set international (in Deutschland etwas weniger, aber eben auch) einen solchen Aufschrei verursacht zeigt mir einfach, dass wir nach wie vor noch massive Schwierigkeiten in diesem Bereich haben.

          Denn dieses Set tut niemandem weh. Es nimmt niemandem etwas weg. Aber für einige Leute bedeutet es auf der anderen Seite unsagbar viel. Sie fühlen sich wahrgenommen und repräsentiert. Ich finde, das kann man auch einfach mal gut finden und nicht als einer von denen, die es eben nicht betrifft (ich zitiere: „weißer Heteromann“), nur das Haar in der Suppe suchen.

          • @Lucas: Da hast Du Recht und Du hast es sehr gut geschrieben. Ich habe auch den halben Tag darüber nachgedacht, und ja, diese Menschen SICHTBAR zu machen mit einem alltäglichen Spielzeug ist ne super Sache. Ich hatte z.b. damals sofort das Set mit dem Rollstuhlfahrer gekauft, zwei Schwerbehinderte in der Familie, da gehört so was auch in die Lego Phantasiestadt.
            Dennoch habe ich auch Verständnis für die Leute die hier sagen, ja mein Gott, das werden ja immer mehr Grüppchen, da kommen wir ja mit den Farben nicht aus, mal unsauber formuliert.
            Das ist auch das, was mich beschäftigt. Ich kenne lesbisch, schwul, Bisexuell. Ende. Nun gibts queer❓und was weiß ich noch. An der Stelle bin ich persönlich dann so weit, dass ich sage: ja, macht oder seit was ihr wollt, aber man muss doch damit nicht in der Öffentlichkeit hausieren gehen. Gibt es nicht mehr so was Intimität? Ich bin da wie gesagt NICHT DAGEGEN, soll jeder tun, wie er mag, was mich aber stört, sind Obszönitäten in der Öffentlichkeit und zwar von allen Geschlechtern und Orientierungen. Ich glaube, das spielt auch bei vielen anderen hier mit.
            Lasst die Leute doch lieben, wen sie wollen, aber rennt nicht im Stringtanga auf der Strasse rum, außer ihr demonstriert gegen Pelze. Dann bin ich dabei.
            Wie schon jemand oben auch schrieb, jeder kennt Paare, die lesbisch oder schwul sind und nette Leute und zusammen leben, mit oder ohne Kind. Genau wie ich unverheiratet auf dem Dorf mit meinem Mann lebe, was ja auch für einige irgendwie komisch ist.
            Von daher finde ich das Aufmerksammachen durch dieses Lego Set toll, jeder ist Besonders, ich wünsche mir Folgesets, bis ich 8 Milliarden Minifigs beieinander habe😂👍😘😘😘😘😘😘

          • Sorry Annalies, ich weiß du meinst es nicht böse, aber diese Assoziationskette von einem harmlosen LEGO-Set als Hinweis auf vielfältigen Lebensweisen hin zu „Obszönitäten“ im „Stringtanga“ macht mir nicht übel Lust genau das zu tun: Mit dem Stringtanga auf die Straße zu gehen und die heterosexuelle Norm solange mit den übelsten Obszönitäten zu belegen bis sie aufhört mir in mein leben zu pfuschen. So lange muss du solcherlei wohl ertragen. Sorry!

          • @Lukas: Das hast du sehr gut gesagt. Insbesondere den Punkt mit den Schubladen möchte ich nochmal unterstreichen: Es geht darum dir Realität in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen. Die Geschichten zu erzählen, die sonst eher unsichtbar bleiben. Der Klassiker ist: Die Kämpfe gegen homo- und transphobe Polizeigewalt, an die der CSD erinnert, wurden maßgeblich von nicht-weißen Transaktivist*innen geprägt. Die „queere“ Bewegung entstand in einem breiten Bündnis um gegen die Stigmatisierung aufgrund HIV/AIDS und den Zugang zum Gesundheitswesen zu streiten. Die Realität von Intersexualität wurde lange ignoriert und es wurde versucht Intersexuelle gegen ihren Willen in eine zwei Geachlechterlogik zu pressen, etwa durch unnötige medizinische Zwangseingriffe mit zum Teil schlimmen Folgen. Was ich sagen will jede der Farben versucht eine Facette solcher Geschichten zu erzählen und vor allem: Sie zu feiern und zu versuchen einen Raum zu schaffen in dem wir gemeinsam „ohne Angst verschieden sein können“. Der Alltag ist – wie Lukas sagt – anstrengend genug. Somit etwas verfrüht, aber aus Vorfreude auf das Set: Happy Pride Month!

          • @ Pinx Punx:

            „Mit dem Stringtanga auf die Straße zu gehen und die heterosexuelle Norm solange mit den übelsten Obszönitäten zu belegen bis sie aufhört mir in mein leben zu pfuschen.“

            Wie genau pfuscht dir denn diese böse heterosexuelle Norm in dein Leben?

            Du bist gerade dabei einen tiefen Graben zu ziehen. Es geht bei dir scheinbar nur mehr darum eine gewisse „Gruppierung“ anzuprangern. Darüber hinaus stülpst du diese Anschuldigung gleich allen heterosexuellen Menschen über. Bravo. Das ist stereotypes Denken in Reinkultur. Es ist einfach nur traurig.

          • @Mox: Es geht mir hier nicht um die Anfeindung von irgendwelchen Gruppen, sondern um Grundrechte und ein Leben ohne Angst für Queers. Du fragst ernsthaft: „Wie genau pfuscht dir denn diese böse heterosexuelle Norm in dein Leben?“ Ich nehme jetzt einfach den bestmöglichen Fall an, nämlich das zufällig alle verfügbaren Quellen zu diesem Thema an dir vorbeigegangen sind und du sie nicht bewusst ignoriert hast. Deswegen gebe ich Dir mal ein bisschen Input, mal sehen ob du was damit anfangen kannst. Thema Grundrechte: Ein schönes Beispiel ist das Transsexuellengesetz. Das wurde in Abschnitten schon 2008 und 2011 für verfassungswidrig erklärt. vgl. 2008: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2008/bvg08-077.html und 2011: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/bvg11-007.html
            Und weißt du warum: Weil für bestimmte Trans*-Personen so was wie Heirat/eingetragene Lebenspartnerschaft nicht möglich war. Aber wer will sich schon verpartnern, oder? Reicht dir das als „reinpfuschen“? Nein? Dann kommen wir zur oben genannten Entscheidung von 2011. Eine Personenstandsänderung war bis dahin nur möglich war, wenn du durch medizinische Eingriffe nicht mehr in der Lage bist Kinder zu bekommen. Du musstest Dich also entscheiden: Kann ich meinem Geschlecht nach leben oder will ich noch biologische Kinder bekommen. Klasse, oder? Zum Glück hat das BVerfG hier interveniert und die Paragrafen sind außer Kraft. Aber glaubst du der Bundestag hätte das in den letzten 13 Jahren mal zum Anlass genommen ein neues Gesetz , dass nicht gegen meine verfassungsmäßigen Grundrechte verstößt? Natürlich nicht, das wird von der GroKo blockiert. Noch ein Beispiel: Adoptionsverfahren. Regenbogenfamilien werden im Abstammungsrecht diskriminiert. Bei gemischt-geschlechtlichen verheirateten cis*-Paaren wird der Ehemann automatisch als Elternteil in die Geburtsurkunde eingetragen und zwar unabhängig davon, ob er auch biologisch der Vater ist oder nicht. Frauen*paare dürfen sich dagegen einem jahrelangen Adoptionsverfahren stellen, in dem geprüft wird ob die Partnerin der biologischen Mutter überhaupt als Elternteil geeignet ist (vgl. https://www.nodoption.de/). Thema Diskriminierung: Sechs von zehn LGBTIQ+-Befragten einer EU weiten Studie von 2020 vermeiden es, mit ihren Partnerinnen oder Partnern in der Öffentlichkeit Hand in Hand zu gehen (vgl. https://fra.europa.eu/de/news/2020/umfrage-unter-lgbti-personen-europa-dominiert-die-hoffnung-oder-die-angst). Glaubst du die machen das aus Spaß? Ich bin froh, dass du Dich offensichtlich nicht mit derlei rumschlagen musst. Falls du das doch mal erlebst wünsche ich dir auf jeden Fall Leute die sich solidarischer, informierter und sensibler zeigen, als du es hier tust. Bevor du hier von irgendwelchen Gräben sprichst, die ich aufmachen würde, erwarte ich eine gewisse Beschäftigung mit dem Thema. Ganz bewusst habe ich hier von Protest gegen eine „Norm“ und nicht gegen Personen gesprochen. Solche Normen drücken sich in Gesetzen, strukturellen und institutionalisierten Formen der Diskriminierung aus, die ich hier aufgeführt habe. Mir geht es hier nicht darum irgendwen persönlich anzufeinden, so lange er:sie mich in Ruhe lässt. Aber solange z.B. Gesetze meine Grundrechte verletzen und mich diskriminieren versuche ich dagegen vorzugehen und freue mich über alle die dabei unterstützen. Nun habe ich hier einen Roman geschrieben, aber lesen tut das vermutlich eh niemand mehr. Naja…

          • Naja, das Thema „Gender“ ist bei diesem Set eben erstmalig doch ziemlich relevant. Wenn es also in einem LEGO Blog jemals Sinn ergeben hat, dann unter diesem Beitrag.

    • Ich kann schon nicht mehr mitzählen, wie oft heterosexuelle Männer ungefragt ihre Heterosexualität betonen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit eigentlich. Und verschieden? Mein Eindruck war schon immer, dass sie damit gerade ihr Nichtandersein betonen wollen, sich selbst dessen versichern müssen.

      • Und? Wo ist da jetzt das Problem? Sollte man sich selbst verleugnen? Ist man nur awesome, wenn man kein heterosexueller, weißer Mann ist?

        Wobei ich deine Erfahrungen auch nicht teilen kann. Wie sollte das denn genau ablaufen? Hallo, ich bin Ihr neuer Nachbar. Mein Name ist Jens. Und nur, dass Sie es wissen – ich bin heterosexuell. So etwa?

    • Heterosexualität hat übrigens genauso viele Silben als LGBTQIA+. Von daher sollte man mit der Bezeichnung eigentlich nicht überfordert sein

  50. Wie ich zu sagen pflege: Sprache ist das mächtigste Werkzeug der Menschheit; die erschaffendste und zugleich vernichtendste aller Waffen, die uns zur Verfügung steht.

    Die Gefahr bei solchen (aktuellen/wichtigen/oft immerwährend präsenten) Themen irgendwem extrem auf den Fuß zu treten oder irgendein Fettnäpfchen mitzunehmen, empfinde ich als relativ groß. Das ist hier in der Kommentarspalte sehr gut zu beobachten. Deshalb habe ich gar nicht kommentieren wollen. Und hadere immer noch während ich meinen Kommentar hier tippe. Dazu kommt noch, dass ich bis dato kaum bis gar keine Berührungspunkte in meinem Umfeld mit der vorliegenden Thematik habe. Bitte seht es mir nach, wenn nicht durchgehend weise oder richtige Worte gewählt sind – bin ich doch nicht eloquent genug wie manch andere Person hier.

    Das Set selbst finde ich ganz nett, weil es allgemein schön bunt ist. Noch bin ich mir unsicher, ob es geholt wird. Losgelöst von ihrer Bedeutung im vorliegenden Kontext, empfinde ich persönlich die Farben Schwarz und dunkles Braun als solches generell als schwer und leer. Sie erwecken bei mir irgendetwas. Genau erklären kann ich es nicht. Das soll bitte nicht so verstanden oder interpretiert werden, dass dieses Gefühl auf Hautfarben der betroffenen Ethnien zutrifft – für mich sind wir alle Menschen; hinter jeder einzelnen Persönlichkeit steckt eine eigene Geschichte, die manchmal erzählt werden sollte.

    Ob der Schachzug von LEGO mutig ist? Schwer zu sagen. Einerseits finde ich es richtig, dass ein Zeichen gesetzt werden will. Insbesondere nach den jüngsten Ereignissen rund um die (katholische) Kirche vom Vatikan aus und dem „Aufbegehren“ unter dem Motto „Liebe gewinnt“ hierzulande (und auch anderswo in Europa). Andererseits hat das auch einen Beigeschmack von „virtue signalling“ (ja, diesen Begriff habe ich zuerst hier in den Kommentaren gelesen und musste ihn auch erst einmal „suchmaschinen“), denn das Set wird ja wohl eher in liberalen Ländern verkauft. Wie hier weiter oben in den Kommentaren zu lesen ist, findet es sich wohl zum Beispiel nicht in den Arabischen Emiraten oder Russland. Auch in China, welches sich nach außen hin offen gibt (aber gerne mal J. Boyega durch einen eigenen Schauspieler ausgetauscht wird), wird das Set nicht erscheinen – zumindest auf der Homepage wird eine Fehlermeldung angezeigt, wenn nach dem Set gesucht wird.
    Bemerkenswert ist doch, dass genau jetzt so viele Betriebe und/oder Unternehmen Statements in beliebiger Form zum vorliegenden (ich nenne es mal) Brennpunktthema heraus“posaunen“. Da wäre das aufgeführte Beispiel mit Apple und den Bändchen, LEGO mit dem „Everyone is Awesome“-Set, oder auch Rossmann mit dem aktuellen (4-5)minutenlangen Video. Es bleibt jedenfalls abzuwarten, ob in den folgenden Jahren nachgesetzt wird, oder ob das eine einmalige PR-Aktion ist. Insofern pflichte ich Dir @Lukas bei, dass nun eine gewisse „Bringschuld“ nach sich gezogen werden sollte.
    Sehr viel stärker und viel mutiger hätte ich es gefunden, wenn die Unternehmen gemeinsam ein gemeinsames Statement gesetzt hätten, so ist es nun eher ein Jeder und für sich und sein eigenes Ansehen in der Wahrnehmung seiner Kunden (und Achtung: wie man es nicht machen sollte, hat VW nicht nur mit dem Petit Colon-Skandal gezeigt).

    Zum Gendern kann ich nur sagen, dass es mir selbst sehr sehr schwer fällt – ich denke, das ist dem ein oder anderen in meinen Kommentaren hier auf dem Blog bestimmt schon aufgefallen – da ich nie so recht weiß, wie mehr sauer oder weniger sauer das dem Gegenüber aufstößt.

    Ansonsten möchte ich mich noch für den Artikel bedanken. Habe das ein oder andere dazugelernt.

    Und… puuh. Saß jetzt mehr als zwei Stunden an dem Kommentar dran …

  51. Zitat aus dem Lego Online Store:
    „Gemeinsam träumen, spielen und bauen

    Das neue LEGO® Set „Jeder ist besonders“ ist eine Hommage an positives und warmherziges Denken und Handeln in der Familie, unserem lokalen Umfeld und der ganzen Welt.“

    DAS FINDE ICH SO RICHTIG GUT! Weil eben ALLE gemeint sind.

    • Naja, direkt darunter ist der Tagesspiegelartikel zur 3×4 Platte, wo völlig falsch bezüglich Markenrecht und Designschutz arfumentiert wrid. Wenn der Farbenartikel genauso falsch ist …

  52. „klaren Hinweis auf alle fabelhaften Drag Queens da draußen“

    Wieder typisch. Als unterdurchschnittliche Drag Queen, hast Du einfach keine Lobby! : (
    ; )

    Obwohl ich das „gendern“ ansonsten völlig ablehne, finde ich es in diesem Artikel mit Bezug auf den Designer okay. Allerdings würde ich es in Anführungsstriche setzen um klar zu machen, dass es sich um selbstausgedachte Titel handelt (so wie „König von Mallorca“ usw. ^^).

    Ich freu mich auf das Set, wegen der coolen Teile. Aber mir wäre es lieber, Lego würde keine Politik bzw. Ideologien (Religionen einbezogen) unterstützen durch Sets. Weder welche, die ich mag, noch welche die ich ablehne.
    Politik und Religion sollten da lieber außen vor sein.

    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb:
    Außerdem hat von Konzernseite soetwas für mich immer einen Beigeschmack. Denn man wird sich maximal politische Positionen aussuchen, die sich momentan(!) am besten verkaufen. Sprich, ich kriege jetzt dieses Set, aber vermutlich keines zum Thema „freies Tibet“.

    Und welches Set ich 1940 bekommen hätte … nun ja.

    • …hier gehts nicht um Politik, Ideologie und schon gar nicht um Religion, sondern um die Durchsetzung der Grundrechte für alle Menschen. Dazu gehört etwa das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Wenn sich so ein Statement gut verkauft: So what?

      • @Pinx Punx

        Ja klar, wenn Du in der ganzen Sache nichts Politisches siehst, dann kannst Du meine Statement natürlich nicht logisch nachvollziehen. Das seh ich ein.

        Da ich wiederum nicht ganz nachvollziehen kann, wie man das nicht als „politisches Set“ sehen kann, kann ich wiederum Deiner Argumentation nicht folgen.

        Du wirst Dich mit Leuten unterhalten müssen, die Deiner Definition von „unpolitisch“ in diesem Fall folgen. : )

    • …was willst du mit deinem Statement zu 1940 sagen? Meinst du die NS-Zeit? Wenn es so ist: Wie kommt man bitte von einem harmlosen Set, dass die menschliche Vielfalt feiert zu menschenverachtenden NS-Ideologie? Weil es jeweils Dinge gab, die sich gut verkauft haben? Merkst du nicht, dass da doch ein klitzekleiner Unterschied besteht?

  53. An dem Set gefällt mir wirklich alles. Nur der Name geht für mich gar nicht. Den finde ich hochnotpeinlichdoof. Jeder ist „awesome“. Also doch jeder nur Durchschnitt, weil jeder „awesome“ ist? Neee, da komm ich nicht mit.

  54. Das Set ist super und finde es ein wichtiges Statement! Sicherlich wäre mir das auch lieber, wenn es das nicht bräuchte. Wenn man aber manche Kommentare liest, weiß man aber auch warum es eben doch wichtig ist Zeichen zu setzen! Mega, Lego!

  55. Ich denke er meint den Zeitgeist und die vorherrschenden Umstände der jeweiligen Gesellschaft – oder warum wird es das Set wohl leider nicht in bestimmten Staaten Osteuropas oder Asiens geben???

  56. Wenn ich mir so manche Kommentare hier durchlese wünsche ich mir für den Pridemonth 2022 einen regenbogenfarbenen Kopf im Venom-Style, der einen „weißen Heteromann“ verspeist. Dann gibt es wenigstens eine triftigen Grund für Aufregung. Im übrigen habe ich jetzt hunger ; ).

    • Konnte oben nicht antworten: ich finde es gut, dass durch dieses Lego Set auf u.a. Deine schlimme Lebenssituation aufmerksam gemacht wird und Du deshalb nicht im String auf die Strasse musst, wo sich vermutlich die meisten Leute über die Verletzung von Anstandsregeln aufregen und nicht über die sexuelle Orientierung.
      Das war es auch was ich meinte: dass den meisten von uns (älter, hetero und mit einer Erziehung, in der Sexualität zu Hause oder doch im kleinen Kreis stattfindet) doch nur provokante (weil sich gut verkaufende) Bilder im Kopf herumkreisen.
      Und die Assoziationskette folgte keineswegs dem Set sondern dieser Diskussion hier.
      Schön, dass man mal darüber nachdenken kann, in meiner Stadt werden die bunten Leute einziehen und sind vielleicht der Beginn einer wunderbaren monochromen Sammlung von Figuren.
      Hab einen schönen Tag und „iss was Gescheits“😉😘

      • Aber ist Sexualität nicht im Gegenteil allgegenwärtig, nur halt großenteils in einer heteronormativen Sichtbarkeit? Ich glaube, die wenigsten aus der Community wollen in aufreizender Kleidung einkaufen gehen und im Tiefkühlbereich übereinander herfallen. Aber eine queere Sichtbarkeit beinhaltet doch auch händchenhaltende Frauen, Männer beim Abschiedskuss am Bahnhof, das Transpärchen mit den beiden Kindern auf dem Spielplatz.
        Ich weiß immer gar nicht, woher diese exaltierten Bilder von Queeren in unseren Heteroköpfen kommen. Das Leben ist doch kein Christopher Street Day, und die allermeisten Queeren in meinem Bekanntenkreis sind mindestens so spießig wie ich. 😬

        • Eben, das meine ich. In unseren Köpfen ist ein schräges Bild, das zu.b. mein Friseur, über dessen Hochzeit mit seinem Mann wir gerade neulich sprachen, nicht verkörpert.
          Von daher ist es gut, dieses verquere Bild aus dem Kopf zu bekommen. Das Wort normal zu benutzen widerstrebt mir, aber Händchenhalten und Küssen sind doch üblich zwischen allen Menschen und sollten es auch sein. Und wenn das hier dabei hilft, kann’s ja nur gut sein.

  57. 346 bunte Plastiksteine. Und die treten eine doch zum Teil grenzwertige Diskussion los. So was simples zeigt sehr deutlich wie wenig angekommen das akzeptieren von allem, was nicht 0 oder 1 ist, in unserer Gesellschaft ist.

    • @Harpyie

      Das halte ich für einen Fehlschluss. Zumindest, wenn man es so verallgemeinert.

      Man sollte schon differenzieren, wer das Set warum kritisiert.

      Man kann grundsätzlich sehr offen für alle Orientierungen sein und es trotzdem schlecht finden, dass Lego politische Sets rausbringt.

      Ich finde es zum Beispiel als Entwicklung ungut und finde, ich muss auch dazu stehen, wenn mir die politische Grundaussage gefällt – und nicht erst anfagen es zu kritisieren, wenn dann irgendwann politische Sets erscheinen, welche mir auch in der politischen Grundaussage nicht mehr gefallen. : )

      • Ich verstehe aber durchaus nicht, was bei einem Set mit dem Titel „Everyone is Awesome“ und in den Farben einer Fahne, die die menschliche Vielfalt feiert, nachgerade politisch sein soll. Hoffentlich bringt LEGO niemals eine Friedenstaube auf den Markt!

      • Das Set berührt mit seinem Symbolismus ganz sicherlich (und bewusst) den Bereich der Identitätspolitik, die sich derzeit auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen sehr offensiv Bahn bricht. Wie man persönlich dazu steht, sollte jedem selbst überlassen sein, aber in Abrede stellen lässt es so recht eigentlich nicht.

        • Ich lasse mich da auch gern korrigieren. Ich assoziiere einfach nicht unbedingt gesellschaftliche Bewegungen mit zwangsweise „politischen Symbolen“, aber es kann sein, dass es trotzdem solche sind. Dann bin ich trotzdem nicht sicher, warum die Forderung nach Toleranz und Entkriminalisierung von anderen Lebensentwürfen jetzt wirklich eine streitbare politische Strömung sein soll, aber die Frage haben hier ja schon andere gestellt. Mir von Kommentator*innen, die dieses Set ideologisch ablehnen, aber unterstellen zu lassen, ich würde dieser Bewegung einen Bärendienst erweisen, kann ich dann aber nur genauso vehement von mir weisen.

          • @David

            Was ich nicht ganz verstehe: Ich habe weder gesagt, dass ich es „ideologisch ablehne“, noch dass man damit der Sache einen „Bärendienst“ erwiese.

            Wen meinst Du? Oder mit wem wirfst Du mich in einen Topf? Oder ging das nur an Steiner?

            Ich meine nur, ich hielte es für schlauer, wenn Lego keine Sets zu Ideologien herausbringen würde. Wenn es unpolitisch bliebe. : )

            Denn wir kennen ja das Problem bei Ideologien: Niemand hält sich für den Bösen.

            Deswegen denke ich: lieber keine politischen Sets. Ob mir die Botschaft passt oder nicht. Es muss doch nicht alles politisch instrumentalisiert werden. : )

          • @ FinrodsHand,
            Ich stehe voll und ganz hinter der Aussage vieler ’68er: Das Private ist politisch! Geschlechterspezifische Produkte sind politisch. Geschlechternichtspezifische sind es auch. Der Wunsch, der Reiz am Superhelden-Sein ist politisch (Zu dem Thema lege ich dir gerne Michael Chabons ‚Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier und Clay‘ ans Herz. Hat er den Pulitzer-Preis für bekommen). Jeder erträumte oder tatsächliche Eingriff in Geschehnisketten ist politisch. Es hat Folgen – mehr als nur für den Einzelnen. Zwischen Politik und Politischem zu trennen, da kann ich zur Not noch mitgehen.

  58. Na ja, Wiki schreibt z.B. zur Rainbow-Flag:
    „The rainbow flag (also known as the gay pride flag or LGBT pride flag) is a symbol of lesbian, gay, bisexual, transgender, and queer (LGBTQ) pride and LGBTQ social movements. The colors reflect the diversity of the LGBTQ community, as the flag is often used as a symbol of gay pride during LGBTQ rights marches.“

    Und genau so kennt man doch auch die Fahne vor allem im Alltag. Als Fahne, die bei Demonstrationen und Gegendemonstrationen benutzt wird.
    Als Sticker oder sonstwas, womit derjenige eine bestimmte politische Haltung zu diesem Thema ausdrücken will.
    Eben seine Unterstützung dieses „sozial movements“.

    Wenn die Regenbogenfahne kein politisch aufgeladenes Symbol ist (und das ist ja auch gewollt), also dann weiß ich auch nicht.

    Ich empfinde es sogar als rechte Watschn gegenüber all jenen, die sich bewusst großer Gefahr aussetzen, wenn sie diese Fahne an manchen Orten oder Zeiten hissen, wenn man ihr abspricht ein politisches Symbol zu sein.

    Man möge damit über den Roten Platz marschieren, in eine Moschee oder einen Neonazitreffpunkt und beobachten wie unpolitisch, dies aufgenommen wird.
    ^^“

  59. Ich finde das Set ja mal mega cool! Auch muss man sagen das Lego in diesem Jahr Viel versaut hat, aber mit diesem Set haben sie nichts Falsch gemacht. Wird auf jedenfall am 1.Juni gekauft.

  60. Ich finde das Set richtig richtig schön. Mit den vielen Farben echt abwechslungsreich zu anderen Sets. Wird direkt am 1. Juni gekauft. Noch eine Frage an dich: Könntest du vielleicht mit Jonas oder den anderen einen Livestream zum Verkaufststart von dem Set machen? Würde mich darüber freuen. Viele Grüße Brickscnitzel

  61. Ich finde das auch äußerst mutig von LEGO, aber vielmehr aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Das ist mit Greenwahsing oder ähnlichen Praktiken nicht zu vergleichen. Sie riskieren damit einen Boykott ihrere Produkte in bestimmten Ländern, Gruppen und Religionen. Und das sind nicht wenige Länder…

    • Der Aufschrei dürfte im ungelegensten Fall als Naserümpfen ausfallen. LEGO hat ja nun nicht angekündigt, zukünftig eine merkliche, eine verbindliche Quote mit Elternpaaren aus der LGBTQAI+ Community in ihren Sets einzuführen.

  62. Und ich dachte schon „Regenbogen mit schwarz, wie blöd ist das denn?“ Das wollte ich kaufen, bevor in einer korrigierten Auflage die falschen Farben entfernt werden. Aber zum Glück erfahre ich hier, dass das ernst gemeint ist. Danke für die umfassenden Informationen!

  63. Ich glaube auch das Lego hier einen wirtschaftlich wesentlich größern Schaden erleiden kann, als bei all den Diskussionen der letzten 3 Jahre. Aber genau deswegen zeigt es ja, das diese Aktion nicht nur reiner PR ist, eben auch eine klare Positionierung seitens Lego. Deshalb hat diese Aktion auch meinen größten Respekt!.

    Zum Set selber (also mal abgesehen von der Botschaft) muss ich sagen wäre es cool gewesen wenn man des Spruch „Everything ist awesome“ so wie er auf dem Karton ist, auch mit der typischen USC Plakette über das Set noch montiert hätte. Damit die Botschaft auch deutlich nochmal über den Set steht.

  64. An sich eine tolle Idee, aber ein Set für Inklusivität und Diversität rausbringen, aber direkt im NAMEN schon wieder diskriminieren. Was wäre an „Jede*r“ oder wie vorgeschlagen „alle“ denn so schlecht gewesen? So hat es wohl oder übel den faden Beigeschmack von rainbow capitalism. Ich werde es vmtl trotzdem kaufen, da ich die Idee wirklich schön finde, denke aber, dass Lego da noch viel (interne) Arbeit vor sich hat!

    • Das ist reines Marketing, das „18+“-label bedeutet nur, dass LEGO mit diesem Produkt gezielt erwachsene Kundne ansprechen möchte, nicht, dass das Set nicht auch für wesentlich jüngere Menschen geeignet oder zu kompliziert für diese wäre.

    • Tatsächlich nicht. Danke für den Hinweis! Auf den Produktbildern ist das immer schwer zu erkennen, wenn nicht beide Farben direkt nebeneinander verbaut werden. Grün wäre die unspektakuläre Farbe gewesen, deswegen macht Bright Green das Set nochmal besonderer!

      • Dann bin ich ja beruhigt, Dark Green habe ich nämlich schon 🤣

        Und bevor jemand meckert: Auch wenn das Set für vieles mehr steht, darf man es trotzdem „nur“ wegen der monochromen Minifiguren kaufen 😉

  65. Hi,
    bleibt das Set eigentlich tatsächlich exklusiv bei Lego? Ich dächte ich hätt etwas gelesen wie „…man könnte sich vorstellen ende 2021 / anfang 2022, das Set in breiteren Kanälen anzubieten…“..? Wisst ihr da etwas zu?

  66. Hallo,

    kenn mich nicht aus. Meine Tochter hat es im LegoStore gesehen wollte das Set wegen den ungewöhnlichen Haarfarben haben. „Da kann ich Peters Haare ja mal endlich blau zaubern“ (Peter = Figur in einer von ihr ausgedachten Zauberwelt).

    Preisverhältnis kann ich nicht gut einschätzen. Sind aber auch sonderteile bei. Aber Figuren haben wohl meiner Meinung nach als unerfahrener Nicht-Lego(aus)kenner einen höheren Preis, so dass man dies bei Stein=Preis berücksichtigen sollte ubd vielleicht mal den Preis pro Stein abzüglich den Fuguren/dem Figurenpreis ermitteln sollte.

    Aber wenn ich mir mal Gedanken mache und mal die Preise für Lego von einfachen Minifiguren der City-Serie (laut Steine/Erdatzteilbestellung) zusammensetze komme ich von 1,30 – ca. 2 Euro für normale Minifiguren. Wenn ich dann den Wert abziehe für 11 Figuren abziehe komme ich auf über 14 Euro (mit niedrigerem Wert gerecht). Für die restlichen Steine könnte man dann mit 21 Euro rechnen, was bei 300 Teilen* dann einen Preis von 7cent/Stein ergeben würde. Wenn man höhere Preise für den Figurenwert annimmt, hätte man noch ein besseres Verhältnis und für die restlichen Steine weniger als 7 cent/stein zu zahlen (für 1×2 oder 2×3 Steine und ein paar flachen Gliesen ähnelnden Teilen).

    Somit dürfte das Preisleistungsverhältnis m.M.n. nicht so schlecht sein.

    (* Minifigur zählt wohl als 4 Teile denke ich. Oder heißt die Teileanzahl im LegoOnlineShop vielleicht Teileanzahl für normsle Teile ohne Minifiguren? Hab von den firtxangegebenen 346 Teilen 4 pro Figur abgezogen = 300 (abgerundet).

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