Imperial Star Destroyer MOC mit 15.000 Steinen: Bau des Antriebs

Es geht weiter mit dem riesigen Imperial Star Destroyer MOC: Nachdem die untere Verkleidung des Sternzerstörers fertiggestellt ist, wird heute der Antrieb des Schiffs gebaut. 

Bisherige Artikel

Damit ihr nicht den Überblick verliert, hier eine kurze Übersicht über die bisherigen Artikel der Serie:

  1. Die Steine: Beschaffung und Organisation
  2. Baubericht: Bau des Rahmens
  3. Baubericht: Das Interieur
  4. Baubericht: Bau der unteren Verkleidung
  5. Baubericht: Bau des Antriebs

Einleitung

Der Antrieb sowie das gesamte Heck des Sternzerstörers sind sehr komplex gestaltet. Da sowohl die obere als auch die untere Verkleidung über das Heck hinausragen, laufen die Paneele am Heck in vertikaler Richtung zusammen. Das wird beim offiziellen Set auch ganz gut gemacht, wobei der Antrieb denkbar einfach gestaltet ist. Der Hauptantrieb wird durch drei große Räder dargestellt und der Hilfsantrieb durch vier halbe Fässer. Heute schauen wir, was sich der MOC Designer überlegt hat. Zusätzlich habe ich eine kleine Modifikation am Antrieb vorgenommen.

Bauabschnitt 4: Das Heck des Sternzerstörers

Verkleidung des Hecks

Zunächst werden zwei kleine Elemente gebaut, die den Übergang zur Seitenverkleidung des Sternzerstörers bilden. Da wir diese zwei Mal bauen, habe ich links die Einzelteile für den Bau ebenfalls auf das Foto gepackt.

Bau der kleinen äußeren Verkleidungen am Heck des Sternzerstörers

Die fertigen Verkleidungen sehen dann so aus. Die 1×6 Fliesen zeigen später im montierten Zustand zur Schiffsmitte.

Ansicht von beiden Seiten auf die äußeren Verkleidungselemente

Im Folgenden wird die gesamte hintere Verkleidung des Sternzerstörers durch vier kleinere Paneele aufgebaut. Da die unteren und oberen Paneele jeweils symmetrisch sind, baut man diese jeweils zwei Mal. Ich habe mir direkt alle Steine für die jeweiligen Paneele aussortiert, wobei natürlich beachtet werden muss, dass die Wedge Plates für die andere Seite in die entgegen gerichtete Richtung zeigen müssen.

Einzelteile für die zwei unteren Paneele am Heck des Sternzerstörers

Der Aufbau der Paneele ist wie auch bei der unteren Verkleidung in mehrere Lagen unterteilt. Eine erste Schicht in dark bluish Grey schafft den Untergrund.

Bau der Verkleidungselemente Schritt 1: Grundplatte in dark bluish grey

Für eine ansehnliche Optik wird natürlich wieder alles gefliest.

Bau der Verkleidung: Fliesen der Oberfläche

Besonders schön finde ich den Abschluss des Paneels mit den vielen 2×3 Wedge Plates.

Fertiges Verkleidungselement für das Heck des Sternzerstörers

Auf der Unterseite sieht man gut, wie das Paneel später am Rahmen befestigt wird. An jedem Paneel sind zwei sogenannte Plate Modified mit Towball (einmal weiblich, einmal männlich) angebracht. Durch diese Kugelgelenke hat man die Möglichkeit das Paneel sehr frei hinsichtlich seiner Neigung in alle drei Raumachsen anzubringen. Wieder einmal eine geniale Technik, die hier umgesetzt wird.

Rückseite des Verkleidungselements mit den beiden Kugelgelenken für die Montage

Die oberen Verkleidungen sind leicht anders gestaltet als die unteren. Im Prinzip sind die Elemente aber sehr ähnlich und die Montage erfolgt oben wie unten über die beschriebenen Kugelelemente.

Alle vier Verkleidungen für das Heck

Wichtig ist jetzt natürlich, dass sich die Elemente auch gut in das Heck einfügen und es keine riesigen Spalte zwischen der unteren Verkleidung und den Paneelen gibt. Die Montage der Paneele erfordert etwas Kraft, das man die Wedge Plates hinter die untere Verkleidung des Sternzerstörers drücken muss. Aber mit etwas Geduld war es dann doch recht schnell erledigt. Die Passgenauigkeit der Paneele ist überragend. Kein Spalt zwischen der unteren Verkleidung und dem Heck!

Passgenaue Montage der Verkleidung: Kein Spalt zur unteren Verkleidung

Nach der Montage aller vier Paneele und den seitlichen Übergängen sieht der MOC so aus. Leider geht auf dem Foto immer etwas die Tiefe verloren, aber live sieht das richtig gut aus, wie die Paneele in der Mitte zusammenlaufen.

Alle vier Verkleidung am Sternzerstörer montiert

Hilfsantriebe

Befindet sich der Sternzerstörer in einer Atmosphäre, werden die vier kleineren Hilfsantriebe genutzt. Diese werden im MOC durch vier kleine Elemente zusammengebaut. Da auch hier wieder zwei Antriebseinheiten gebaut werden, könnt ihr die eingesetzten Teile sowie das fertige Element im unteren Foto sehen.

Bau der Hilfsantriebe: Einzelteile und fertige Elemente

Baut man die vier Elemente zusammen, ergibt sich ein sehr detaillierter Hilfsantrieb. Kein Vergleich zu den vier halben Fässern aus dem Set 10030. Die Elemente über- und unterhalb der Düsen sind leicht geneigt, damit diese den Paneelen am Heck folgen können.

Fertig zusammengebauter Hilfsantrieb

Im montierten Zustand sieht das Ganze dann so aus.

Die fertigen Hilfsantriebe fügen sich super in das Heck des Sternzerstörers ein

Weitere Verkleidungen

Nach dem Hilfsantrieb werden noch vier weitere Verkleidungselemente gebaut. Zum einen zwei symmetrische Element, die jeweils außen am Heck sitzen, und zum anderen zwei Verkleidungen für die Mitte des Hecks. Besonders die äußeren Verkleidungen finde ich sehr cool, auch wenn ich deren genaue Funktion nicht kenne. Sie sehen für mich ein wenig nach gigantischen Kühlern aus.

Weitere Verkleidungselemente sorgen für ein Höchstmaß an Detailtreue

Nachdem die äußeren Verkleidungen und die untere Verkleidung in der Schiffsmitte platziert sind, sieht das Heck so aus. Von der oberen Verkleidung habe ich leider kein Foto gemacht. Diese muss aber vor der Montage der Hauptantriebsdüsen ebenfalls montiert werden.

Seitliche Verkleidungen am Heck des Sternzerstörers

Hauptantriebsdüsen

Die Hauptantriebsdüsen werden über großen Zylinderhalbschalen realisiert. Der Austritt der Düse ist durch die umlaufenden Curved Slopes sehr schön gestaltet. Im Foto seht ihr eine fertige und eine fast fertige Antriebsdüse. Die einzelnen gezeigten Elemente werden auf den Zylinder gesteckt und dann oben mit Round Bricks  abgeschlossen. Besonders gelungen finde ich die Verzierungen mit den gekrümmten Lichtschwerthaltern.

Fertige Hauptantriebsdüse (links) und Einzelkomponenten zum Bau

Zum Abschluss noch ein kleines Gruppenfoto aller Antriebselemente.

Alle sieben Antriebsdüsen auf einen Blick

Mit dem Ende von Bauabschnitt 4 werden die Hauptantriebsdüsen angesteckt. Später kann man durch drehen der äußeren beiden Antriebsdüsen übrigens die Turbolaser an der Oberseite des Schiffs drehen. Die Optik ist wieder einfach der Hammer. Die Details passen extrem gut zur Filmvorlage.

Heck mit montiertem Hauptantrieb: Das Ende des vierten Bauabschnitts

Kleine Veränderungen am Hauptantrieb

Schade finde ich, dass die Antriebe nicht wie beim offiziellen Set durch transparente Steine zum leuchten gebracht werden. Dadurch erweckt es nämlich den Eindruck gerade im Betrieb zu sein. Aber was nicht ist, kann ja werden. Ich hatte noch einige transparente Fliesen in dunkelblau vom 10179 UCS Millennium Falcon übrig, die ich schnell mal hinter das Gitte gepackt habe. Das geht schon mal in die richtige Richtung.

Erste Versuche den Antrieb etwas lebhafter zu gestalten

Ich werde jetzt mal versuchen diese Fliesen auch im transparenten hellen blau zu bekommen. Außerdem überlege ich noch, ob ich die Gitter am Antrieb  direkt durch die blauen Schüsseln des Sets 10030 austauschen sollte. Da diese aber 15,- Euro pro Stück kosten und ich sowieso noch genug mit dem Bau beschäftigt bin, wird das wohl noch etwas dauern.

Schwierigkeit des Aufbaus und Qualität der Anleitung

Der Abschnitt vier war der kürzeste Abschnitt, den ich bisher gebaut habe. Da es viele kleine Elemente waren, gestaltete sich der Aufbau einfach. An der Qualität der Anleitung gibt es wie immer nichts auszusetzen. Ich bin ja manchmal schon fast enttäuscht, dass ich keine kleinen Fehler finde. Bei über 1200 Seiten ist das schon bemerkenswert. Highlight des kurzen Bauabschnitts war für mich die passgenaue Montage der hinteren Paneele über die Kugelgelenke. Ich denke, dass ist eine gute Technik, um solch komplexe Geometrien nachzustellen.

Fazit Abschnitt 4

Wie immer habe ich den MOC mit Bildern aus dem Film und dem Internet verglichen. Auch bei diesem Bauabschnitt passen die Details sehr gut zur Vorlage. Die Hilfsantriebe und die äußeren „Kühler“-Elemente gefallen mir dabei persönlich am besten. Die Hauptantriebsdüsen sind momentan noch ein kleines Manko für mich, da ich dort lieber eine Optik mit transparenten hellblauen Steinen hätte. Zum Glück bietet LEGO einem ja die Möglichkeit alles umzubauen und zu verändern. Auch wenn ich selber niemals in der Lage wäre so einen komplexen MOC zu bauen, werde ich mich aber zumindest mal an den Antriebsdüsen versuchen. Vielleicht kann ich euch in einem der weiteren Beiträge dann eine Lösungen mit leuchtendem Antrieb vorstellen. Falls ihr noch Ideen habt, gerne in die Kommentare damit!

Ich hoffe euch hat der Beitrag zu diesem kürzeren Bauabschnitt gefallen. Der nächste Bauabschnitt umfasst dann die oberen Verkleidungen, welche mit einem recht ausgeklügelten System mit ein paar Handgriffen montiert und wieder demontiert werden können, um den tollen Innenraum freizulegen. 

Über Max 23 Artikel
Seit dem Kauf des UCS Executor in 2013 begeisterter LEGO Star Wars Fan und Sammler. Man munkelt, dass er mittlerweile ein ganzes Zimmer voller LEGO hat. Im normalen Leben als studierte Maschinenbauingenieur in der Forschung tätig. Auf StoneWars verfasst er gelegentlich Gastbeiträge rund um die Themen BrickLink und MOCs.

3 Kommentare

  1. Hallo Max,

    wieder ein toller Baubericht. Es juckt mich in den Fingern, mich auch an einem solchen MOC zu versuchen – noch schreckt mich aber der Preis etwas ab. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Bauabschnitt, auch wenn das auf Dauer womöglich doch dazu führt, dass ich Geld ausgebe 😉

    Malte

    • Hey Malte,

      vielen Dank! Falls dich der Preis abschreckt, gibt es ja auch kleinere alternativen. Wie wäre es z.B. mit einem AT-AT in vernünftiger Größe: https://rebrickable.com/mocs/MOC-6006/raskolnikov/plus-size-at_at
      Da wäre die Anleitung kostenlos und ich denke, dass du ca. 80 % der Steine später auch problemlos als Grundstock für den ISD nehmen könntest. Dann musst du auch nicht so viel Geld auf einmal ausgeben 😉 Man muss sich das nur immer alles schön reden 🙂

      Schöne Grüße,
      Max

      • Hallo Max,

        sag doch nicht so was – am Ende mache ich das noch 😉 Aber du hast Recht, der AT-AT scheint gut zu sein. Wenn ich ihn baue, gibt’s einen Baubericht!

        Bis dahin,
        Malte

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