LEGO Ideas Team sieht kurzfristig keinen Handlungsbedarf zur Änderung des Regelwerks

LEGO Ideas Titel

Wir haben in den letzten Monaten immer wieder in den Kommentaren diskutiert, ob Ideas das Regelwerk überarbeiten sollte, um die Entwurfsflut der Review-Entwürfe einzudämmen. Heute äußerte sich das Ideas-Team nun offiziell zu dieser Situation.

Gestern endete die zweite Reviewrunde 2020 mit einen neuen Rekord: 35 Projekte werden bis Anfang nächsten Jahres auf eine mögliche Umsetzung geprüft. Damit wurde die Bestmarke der ersten Reviewrunde 2020 nochmals um neun Entwürfe übertroffen. Bereits nach Ende des ersten Reviews diskutierten wir mit euch gemeinsam, ob eine Reform notwendig ist und versuchten Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Euer Meinungsbild war geteilt: Einige sahen die Notwendigkeit neue Regeln zu erlassen, andere freuten sich über eine viel größere Auswahl.

Heute nachmittag meldete sich das Ideas-Team nun offiziell per Blogpost zu Wort. Darin wird uns Fans mitgeteilt, dass man den starken Anstieg durchaus auf dem Radar hat, aber zum aktuellen Zeitpunkt (noch) keinen Anlass für eine Anpassung des Regelwerks sieht. Die Situation wird mit dem geänderten Nutzungsverhalten im Rahmen der Pandemie und dem damit verbundenen Lock-Down erklärt. Viele User würden mehr Zeit zu Hause verbringen und auch länger auf Ideas verweilen.

LEGO Ideas 2. Review Phase 2020

Man werde allerdings weiterhin die Entwicklung genau im Auge behalten. Das Ideas-Team geht auf Dauer davon aus, dass die Entwurfsflut nicht weiter anhalten wird und die Situation sich allmählich wieder beruhigt. Langfristig ist jedoch sicher, dass wir einige Änderungen erwarten dürfen, denn LEGO hat ja auf der Nürberger Spielwarenmesse bestätigt sich mehr um die Bedürfnisse der erwachsenen Fans zu kümmern. So dürfte es nicht überraschen, dass wir in dem Post schon einen ersten Hinweis darauf entdecken:

In the longer term, we are exploring several potential changes, not only to address the current situation, but also to continue our mission of realising more AFOL designs. When exploring these options, we are of course mindful of the decade-long journey and heritage of design collaboration with the LEGO Ideas community. 

Gegenargumente zum Statement

Ich kann die Reaktion von Ideas verstehen. Man möchte nicht vorschnell die Regeln ändern, um zu einem späteren Zeitpunkt feststellen, dass unbedacht gehandelt wurde. Vermutlich erwartet man eine Normalisierung und die Rückkehr zu den langfristigen Durchschnitt mit ca. 10-12 Projekten pro Review. Ich habe einige Zweifel, dass es dazu kommen wird und möchte euch meine Argumente kurz vorstellen.

Ideas geht davon aus, dass die Entwicklung durch die Sondereffekte der Pandemie bedingt ist. Die Ideas-Nutzerzahlen sprechen jedoch eine andere Sprache: Im Oktober 2019 wuchs die Ideas-Gemeinde auf 1.000.000 Nutzer an und im Mai 2019 umfasste die Plattform 1.235.000 User. Heute mittag können schon über 1.413.000 Fans gezählt werden. Nach unseren Recherchen gab es aber keinen sprunghaften Anstieg während der Lock-Down-Zeit, sondern einen stetigen Zuwachs. Aufgrund des Erfolgs von Ideas wäre eine Anhebung der Grenzen ein logischer Schritt. Vermutlich würden dadurch aber die lizenzfreien Entwürfe benachteiligt werden, da eine Fanbase erst erarbeitet werden muss.

Ein Blick auf die eingereichten Ideen zeigt, dass auch die Beliebtheit stark zugenommen hat: Anfang des Jahres konnten wir zwischen rund 1.800 Projekten auswählen, im Mai waren es schon gut 2.700 und vor einigen Tagen zählte Ideas 3.700 Projekte, die um eure Aufmerksamkeit werben. Hier gilt ebenfalls, dass sich der Zuwachs nicht sprungartig vollzog, sondern langsam und stetig.

Ich möchte euch aber noch auf etwas aufmerksam machen, dass ich erst nach dem Post zur Ideas-Reform entdeckte: In den letzten Wochen sind mir immer wieder Nutzerkonten aufgefallen, die extrem viele Entwürfe unterstützen. Ein Beispiel dafür könnt ihr auf den Screenshots sehen:

 

Ideas Heavy User 2 2

Das Nutzerkonto ist seit einem Monat aktiv und supportet fast 2.000 Entwürfe. Ich wage mal die Ernsthaftigkeit und ein mögliches Kaufinteresse in Frage zu stellen. Leider ist das kein Einzelfall und würde auch erklären warum in so kurzer Zeit so viele Stimmen gesammelt werden können. Ich persönlich bezeichne dieses Phänomen als „Stimmeninflation“. Die Unterstützung ist beliebig und unendlich möglich. Ich dachte immer, dass ich schon recht aktiv bin, aber innerhalb eines Jahres komme ich auf nicht einmal 100 unterstützte Projekte.

Deshalb könnte ich mir zusätzlich vorstellen, dass es eine sinnvolle Idee sein könnte, die Stimmgabe entweder auf ein bestimmtes Kontingent pro Review-Periode oder pro Jahr zu beschränken oder die Ende 2018 abgeschaffte Kurzumfrage bei der Stimmabgabe wieder einzuführen.

Ihr könnt die Zukunft von Ideas ein bisschen mitgestalten. Wie das gehen soll? – Ganz einfach: Ideas hat ein Vorschlagswesen (Ideas User Voice). Die User  können dort Verbesserungsidee einreichen und in der Vergangenheit wurden auch schon einige Anregungen umgesetzt. Ihr findet dort die Idee zur Anhebung der Grenzen, aber auch die Idee, dass die abgelehnten Vorschläge in Zukunft via Bricklink angeboten werden sollen und die Einführung einer Stimmgrenzung. Hier kommt ihr zur „Ideas User Voice“

Fazit

Ideas hat sichtlich an Bedeutung gewonnen, was ich natürlich gut finde. Ich kann auch sehr gut verstehen, dass eine Regelwerkänderung kein Schnellschuss sein soll. LEGO bewies aber in der Vergangenheit auch, dass reletiv schnell auf Entwicklungen reagiert wird. Das kann ich mir auch in der aktuellen Situation gut vorstellen. Zwischen den Zeilen wird ja auch schon bestätigt, dass sich längerfristig etwas ändern wird. Ob das auch für die Entwurfsflut gilt, bleibt abzuwarten. Ich denke jedoch, das Ideas-Team möchte vorher sicherstellen, dass es sich nicht um eine außergewöhnliche Extremsituation handelt.

Aus euren vielen Kommentaren der letzten Wochen kann ich allerdings ersehen, dass sich angesichts der häufigen Berichterstattung eine gewisse Müdigkeit einstellt, die ich auch gut nachvollziehen kann. Ich persönlich habe ebenfalls manchmal das Gefühl von Beliebigkeit. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, die Regelverstöße häufen sich auf der LEGO Ideenschmiede.  Das Beispiel der 737-800 (4.000 Teile) ist eines von vielen weiteren Beispielen, dass es Ideas zur Zeit schwer fällt, die Einhaltung der aktuellen Regeln sicher zustellen. 

Ich glaube deshalb, wenn wir weiterhin eine Vielzahl an Review-Projekten sehen werden, wird das Ideas-Team spätestens zum Jahreswechsel ein Änderung beschließen.

Was meint Ihr? Findet ihr die Anzahl der Entwürfe im Review genau richtig oder fühlt ihr euch überfordert? Ist die Entscheidung von Ideas richtig erstmal abzuwarten oder sehnt ihr euch nach einer Reform? Seid ihr auch schon gespannt welche Änderungen geplant sind, um die neue AFOL-Strategie umzusetzen? Habt ihr eine Idee was das sein könnte? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

Über Oliver 208 Artikel
Fan des Classic Space, Technik-Begeisterter und Freund von Creator 3-in-1. Ständig auf der Suche nach den kleinen Besonderheiten im LEGO Sortiment und interessiert an den Hintergründen im Spielwarenmarkt.

27 Kommentare

  1. Ich stimme dir bezüglich der Stimmeninflation absolut zu. Mir scheint, dass sich die Unterstützung für ein Projekt immer mehr hinentwickelt zum „Like“. Nutzer wollen hier einer Wertschätzung für eine Idee oder einen Ideengeber Ausdruck verleihen, ohne damit auch gleichzeitig ein dezidiertes Kaufinteresse zu bekunden. Ideas wird dadurch immer mehr wie Instagram – sieht cool aus, „Like“-Button (hier: Support) gecklickt, nie wieder draufgeschaut.
    Dazu kommt, dass auch anderswo im Netz sicher für Projekte oder ihre Initiatoren Stimmung gemacht wird – etwa vielleicht durch Eigenwerbung in den sozialen Medien, noch effektiver aber vielleicht sogar über Youtube-Kanäle oder Instagrammer mit Reichweite. Auch hier werden Fans der Youtuber/Instagrammer schnell mal etwas supporten, ohne echtes Kaufinteresse signalisieren zu wollen.

    Man wird also abwarten müssen, ob Lego mit der Strategie, vielleicht Sets zu realisieren, die schnell viele Stimmen bekommen haben, gut fährt, oder ob sie am Ende dann doch Verluste einfahren. Ich kann mir jetzt schon nicht vorstellen, dass sie bei allen aktuellen Großsets Gewinne einfahren, denn auch als AFOL hat man nicht unendlich Geld und Platz um alles zu kaufen, was einen Haben-Wollen-Reflex auslöst.

    • Ich vermute hier kommen mehrere Faktoren zusammen, die man aber auch mit anderen Plattformen im wwww in der Vergangenheit verleichen kann.

      – immer mehr Aufmerksamkeit für die Plattform durch Mundpropaganda und Schnittmedien wie Insta & Youtube
      – immer mehr semi-professionelle Entwürfe durch eine immer stärkere aus den Dark Ages erwachenden Community
      – „Harvester“-Accounts um Klicks/Votes zu erzeugen

      Und dann auch noch ein Phänomen das ich „promo-voting“ nennen würde (hoffentlich gibts nicht schon einen besseren Begriff dafür:D) – Ich meine damit, das voten von Entwürfen welche mit einem Fan-Medium zu tun haben und auf deren Influencerkanälen propagiert werden.

  2. Ich denke auch, dass lässt sich nicht wirklich auf Corona schieben.

    Während eine Einschränkung der vorhandenen Stimmen pro Nutzer sicher helfen könnte, dass man etwas länger über seine Stimmabgabe nachdenkt, könnte das aber wiederum auch ein Problem sein, da man ja nie weiß, ob nicht morgen das absolute Wahnsinnsset erscheint wofür man seine Stimme noch braucht, nur übertroffen von…dem von übermorgen.

    Wie ich mir es vielleicht vorstellen könnte, wäre wenn man seine Stimmen jederzeit umverteilen könnte und erst zum Ende der Review-Phase wird dann der Schlussstrich gezogen. So kann man immer wieder seine (wenigen) Lieblingsets aktuell halten und kriegt mit der Zeit mehr Stimmen. Das hätte allerdings zur Folge, dass man bis zum Ende der Reviewphase nicht unbedingt eine klare Vorstellung hat, was denn weiter kommt. Das könnte vielleicht auch auf längere Sicht etwas chaotisch werden. Ich weiß auch nicht. Es würde wohl auch nicht gegen Wegwerf-Accounts helfen.

    Diese Kurzumfrage was jetzt vor meiner Zeit und ich weiß nicht, wie sich das gestaltet hat, aber die grundlegende Idee, die Stimmabgabe einfach etwas komplizierter zu machen, um zumindest die simpelsten „Durchklicker“ abzuschrecken ist da vielleicht noch die beste.

    • Zur Stimmproblematik:
      Ich sehe darin jetzt kein großes Problem. Zum einen denkt man mehr über die Stimmabgabe nach und zu anderen kannst du für deinen Liebling abstimmen, wenn du die nächsten Stimmen erhälst. Das Limit sollte halt ausgwogen gesetzt werden. Im Vorschlagswesen hat ein Nutzer zum Beispiel 50 Stimmen für eine Reviewperiode vorgeschlagen. Ich denke das sollte ausreichend sein.

      Bei der Kurzumfrage musste der Unterstützer angeben, wer das Set kaufen würde und eine Einschätzung zum Verkaufspreis abgeben. In manchen alten Setbeschreibungen sieht man sogar vom Fandesigner solchen Angaben.
      Hier ein Beispiel:
      https://ideas.lego.com/projects/c7e47c3b-867d-47d1-a5ac-a3d29a0530dc

  3. Wenn das Ideas Team „derzeit“ keinen Handlungsbedarf sieht, kann ich das nachvollziehen – viele Entwürfe sichern deren Jobs 😉

    Im Ernst: Sie haben schon recht, dass Schnellschüsse nicht zielführend sind. ICh sehe den Reformbedarf eher mittelfristig. Wenn in zwei/drei Jahren auf Basis der rezenten Entwicklung reagiert wird, dann hat man genug Zeit um das in Ruhe durchzudenken.

    Don’t fix what is not broken – Ideas ist nicht kaputt, aber es läuft nicht länger Rund – tut man gar nichts, dann ist das gefährlich

  4. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, dass mehr zu gegutachtende Ideen nicht zwangsläufig schlecht sind, es bedeutet einfach nur mehr Arbeit für das Review-Team, quantitativ wie qualitativ. Da muss eben das Review-Team mehr Analyse betreiben, welches Set denn wirklich Sinn machen würde und welches nur irgend ein sinnloser Hype ist. 10000 Stimmen sind ja noch nicht die Umsetzungsgarantie.

    Aber solange LEGO willens ist das zu tun, und das auch sinnvoll tut, scheint das ja erstmal kein Problem zu sein. Klar schüttelt man über extremen Blödsinn wie „31 Minutos“ nach wie vor den Kopf, aber man muss halt hoffen, dass das Review-Team auch nicht komplett verblödet ist. 😉 Aber für viele der Ideen wo man selbst sagt, muss nicht sein, findet man genug Leute, die’s gut finden und, laut Kommentaren, auch tatsächlich kaufen würden. Ist eben am Ende alles relativ und solange LEGO mit der Anzahl an Reviews klarkommt ohne kompletten Schwachsinn als Sets zu releasen, ist es ja vielleicht nicht direkt ein Problem.

  5. Ja das ist leider gar nicht so einfach mit dem wieder auf Schiene biegen.
    Die Plattform suggeriert ja durch die Stimmabgabe ein gewisses Interesse an dem Projekt.
    Aber gerade bei Themen mit Lizenz ist das für Lego ja durchaus ein gewisses finanzielles Risiko, wenn die Lizenz erworben wird und dann keiner das Set kauft.
    Man sollte vielleicht die Plattform mit einer Art Growdfunding koppeln. Stimmst du ab bekundest du Kaufinteresse und leistest eine Anzahlung. Problem dabei ist allerdings das Lego sich dann viel näher an die Entwürfe halten müsste, was ja in letzter Zeit weniger der Fall war, siehe Baumhaus oder Pirate Bay.
    Ist halt alles ein wenig tricky.

  6. Die Anzahl der Entwürfe überfordert mich nicht, sondern dass jetzt 35 Vorschläge da sind und wir noch nicht mal wissen, was aus der letzten Runde genommen wird. Und dann kommt das aus der letzten Runde irgendwann im nächsten Frühjahr raus und wir haben schon wieder eine neue Ideas Runde. Da verliere ich irgendwie den Durchblick. Kommen in diesem Jahr noch Ideas Sets heraus, oder war das Klavier das letzte. Habe ich nicht noch die Simpsons und Pooh der Bär im Sinn? War das Ideas? Oder wurde das abgewählt? DAS verwirrt mich 😉

  7. Ich glaube, Lego sieht erst dann Handlungsbedarf, wenn sie in einer Phase 10 Sets sehen, die sich wie geschnitten Brot verkaufen würden.

    Deswegen bin ich froh, dass der Colt bei Lego nicht so locker sitzt…habe hier in den Kommentaren teilweise was gelesen von bis zu 30.000 Stimmen – dann gäbe es bei Ideas nichts mehr ausser Hype Themen.
    Ich finde den Ansatz der Stimmenbeschränkung hingegen gut – 25 sollten für eine Phase aus meiner Sicht ausreichen. Von mir aus auch 50 – aber so x-tausend ist schon affig. Das ist fast playing the system.

    Finde aber auch „wir“ müssen ein wenig umdenken. Habe in letzter Zeit verstärkt das Gefühl, manche würden Ideas als Moccer Wettbewerb sehen. Und das ist es eben nicht, weil eben nur die Idee zählt. Und das viel zu oft vergessen wird. Geht mir ja auch teilweise so.

  8. Die Stimmabgabe bei Ideas an eine Kaufabsicht bzw. eine Anzahlung zu koppeln, empfinde ich persönlich als keine gute Idee.
    Ich möchte mich nicht alleine anhand eines Entwurf darauf festlegen (schon gar nicht finanziell) ihn zu kaufen. Einer Verpflichtung seitens LEGO die Entwürfe 1:1 umzusetzen halte ich für komplett unrealistisch. Warum sollte LEGO das tun? Für die Realisierung eines Entwurfes spielen viele Dinge eine Rolle, die LEGO abwägen muss, und die ein Fandesigner nicht unbedingt abschätzen kann.
    Da geht es um mehr als nur um das Thema oder die Farbgestaltung. Stabilität, verwendete Teile, Zielgruppe, etc. Besonders bei Lizenzthemen will auch der Lizenzgeber ein Wörtchen mitreden.
    Bei LEGO kann ich darauf vertrauen, dass ein großes Team aus erfahrenen Designern und aus anderen Bereichen (zB Qualitätskontrolle, auch wenn diese selbst in der Vergangenheit vielleicht Fehler gemacht hat) zu Verfügung steht, das sich mit der Durchführbarkeit der Sets auseinandersetzt. Bei einem Fandesigner habe ich diese Sicherheit nicht – ich gehe hier jetzt von einer 1:1 Umsetzung eines Entwurfes aus.
    Ich persönlich bin nicht in der Lage anhand eines gerenderten Bildes (mir scheinen die meisten Ideas Entwürfe gerendert und nicht aus realen Steinen gebaut zu sein) zu Beurteilen ob ein bestimmtes Modell so überhaupt baubar ist. Da möchte ich nicht vorab zu einer finanziellen Leistung verpflichtet werden.

    Mir scheint eine Reduzierung der abzugebenden Stimmen pro einem gewissen Zeitraum am ehesten sinnvoll. Gerne auch in Verbindung mit einer kurzen Umfrage. Das erhöht die Hemmschwelle einfach mal schnell auf „Vote“ zu klicken.

    • Da bin ich voll bei Dir – ein Umschwank in Richtung Crowdfunding wäre ziemlich am Ziel vorbei. Vor allem ist es ja so wie du sagst: Wenn ich jetzt 10 EUR für den kleinen roten Sportwagen „anzahle“, dann muss am Ende auch ein kleiner roter Sportwagen rauskommen – und nicht nicht ein großer grüner.

      Wenn überhaupt, dann müsste man es so machen: 3 Modelle werden normal über Lego umgesetzt (mit ihren Designer und Techniken) Und drei modelle, die knapp gescheitert sind könnte man über Bricklink anbieten (natürlich nur lizenzfreie) – so wie sie eben sind, ohne Überarbeitung, wie bei der letzten Aktion. Dann aber bitte auch mit Versand aus Europa für Europäer.

    • es ist auch undenkbar, lego soll fremdes geld verwalten. da können die sofort so ein büro wie die „community“ anmieten, samt personal. 783 wähler ziehen wieder zurück, 387 kommen dazu dann gibt es noch fehlbuchungen, andere überweisen zuviel oder zuwenig, umrechnungsfehler mit den verschiedenen währungen, nein, das tut sich lego nicht an. die sind ja nicht blöd. eine anzahlung eines modells das man nicht kennt!

      dieser vorschlag ist darum schlechter als ein vorschlag…

      ps: hallo bricky, meine tassen sind da…

        • ja erst heute. lag aber an mir selbst. wusste nicht an welche adresse…
          ich schrob ja schon einmal, brumm brumm – sind viel unterwegs…

          ps: siehe tassenbericht, kommentar von bricky, am 24.08.2020, um 10:41 uhr und
          dazu dann meine antwort, davon die letzten zwei sätze. da meinte ich lukas.

    • Ich denke, es wäre rechtlich und buchhaltärisch auch schwierig hier eine Anzahlung einzuführen.
      Wie will Lego die Anzahlung denn Rückabwickeln wenn es nicht zu einem Set kommt. Was wenn das Set komplett anders aussieht als die Idee, rechtlich könnte mich doch keiner zwingen etwas zu kaufen von dem ich vorher nichtmal wusste wie es aussieht. Nach meinem Rechtsverständnis wäre das zumindest zwielichtig wenn nicht sogar Betrug.
      Ich denke mal, solange die Mitarbeiter da keine Probleme bekommen das alles zu bearbeiten, gehen die vielen Entwürfe für Lego in Ordnung. Ich denke aber es ist ein auch absehbar, dass es irgendwann Überhand nehmen wird.
      Aus meiner Sicht macht eine Stimmbegrenzung oder zumindest der Zwang sich etwas mehr mit einem Supporteten Set auseinander zu setzen Sinn. Jetzt könnte ich ja ganz Ideas an einem Abend durchklicken, zeitlich wäre das wohl machbar. Da sollte man einen Weg finden ein Set zu suppporten, der mehr Zeit braucht. Das würde einiegs an Stimmen die filtern die vielleicht nicht so ganz ernst gemeint sind.

  9. Also für mich sind das auch zu viele Modelle – aber es interessieren mich ja auch nur ein paar – also auch wieder okay.
    Ich hab da aber eher die Befürchtung, dass die Qualität des Lego Review Teams unter der erhöhten Arbeitsbelastung leidet.
    Sie müssen ja jetzt mehr Modelle begutachten – das dauert dann entweder länger oder die Qualität leidet darunter.
    Länger dauern darf es ja eigentlich auch nicht, weil ja schon die nächsten Modelle „angeliefert“ werden.
    Bei vielen Modellen können natürlich auch viel mehr Interessen „beliefert“ werden.
    Ich hab ja jetzt auch nicht blind einfach jedes Ideas Set gekauft, sondern nur die, die mich auch interessiert haben.
    Und bei viel Auswahl ist die Wahrscheinlichkeit was „interessantes“ zu finden dann ja auch größer.
    Das führt uns dann allerdings wieder zum Platzproblem (bzw. zur Verschärfung dessen 😉

    • Also irgendwie fehlt mir die Fantasie mir vorzustellen, wie die arme Bewertungsjury jetzt Überstunden schieben muss.
      Die können doch schon wesentlich früher anfangen und für sich schon mal ein paar Entscheidungen treffen. Ist ja nicht so, dass der Prozess transparent sein muss.
      Bsp:
      Welche Lizenz ist überhaupt in unserem Interesse, welche nicht
      Wollen wir ein weiteres Modell zum Piratenthema?
      Wollen wir Autos a la Speedchampions?
      Wollen wir ein City Modular?

      Mit der Beantwortung dieser Fragen hat man ggf schon fast ne Halbierung erreicht.

      • Aber eine „Halbierung“ gilt ja immer wenn ich von 10 (z.B.) Vorschlägen die Hälfte – wegen offensichtlichen Realisierungshindernissen – ausschließe, dann bleiben 5 übrig, bei 35 dann schon so um die 17-18 – immer noch eine Vervielfältigung der zu begutachtenden Sets…

        Wenn die Zahl der im Jahr tatsächlich produzierten Sets ungefähr gleich bleibt, vervielfältigt sich der Aufwand „for no gain“.

        Sicher manches wird schnell gehen – Bei der Barracuda Bay war die Entscheidung auf geformte Platten zu verzichten wahrscheinlich schnell getroffen – aber da musste der (Lego)Designer dann eine Alternative treffen.

        Oder : Züge wollen wir nicht, deswegen ist der Bahnhof ausgeschieden – auch schnell

        Aber was ist bei Lizenzthemen – ich meine alleine z.B. bei Seinfeld wird es Aufwand für die Rechtsabteilung geben, ob die Lizenz erworben werden kann.

        Bei Lizenzen wird der Lizenzgeber in der Regel mitmischen wollen.

        Ich würde den Aufwand der hinter Ideas steht nicht unterschätzen.

        Wir haben heuer erst 3 Sets bekommen 19 waren es 5, 18 4,… Da bedeutet dass der „Ausschuss“ (nicht böse gemeint) immer größer wird.

        Jeder Designer, der ein Ideas Set begutachtet, kann nicht an anderen Sets arbeiten – Je mehr Leute an Ideas arbeiten desto mehr „Verwaltungsaufwand“ produzieren die.

        Egal – wenn Lego denkt alles ist OK, dann ist das halt so 😉

        Ich wäre neugierig wie LEGO das Klavier bewerten würde – ich meine Großsets werden sich nicht in Menge verkaufen – der Deckungsbeitrag muss aus dem Preis kommen – werden wir wieder „Kleine“ Ideas Sets bekommen?

  10. Ich bin mir sicher, wenn LEGO überfordert wäre, hätten sie der Sache schon längst den Riegel vorgeschoben. Im Gegenteil. Ich glaube sie sind sehr sehr froh über so viel Aufmerksamkeit für ihre Plattform. Was gibt es besseres. Das ist Werbung ohne dafür Geld ausgeben zu müssen.

  11. Sehr interessant, das mit den erst kurzzeitig erstellten Nutzerkonten. Bei mir ist es so, dass ich wenn ich mal viel bei Ideas schaue, höchstens 10-15 Projekte finde die ich mit einem Mal supporte.
    Das waren früher übrigens noch weniger als man die Fragen beantworten musste, da habe ich mir die Mühe bei 2-3 Sets gemacht.
    Ich denke da ist der Knackpunkt, man sollte hier eine Begrenzung (z.B. 10 Sets pro Monat) einführen oder irgendeinen Mechanismus (z.B. die Fragen) der verhindert, dass man recht beliebig alles möglich supportet.

    • Damit beschränkt sich LEGO doch nur selber.

      Sie sind doch an Klicks interessiert. Umso mehr Leute die Plattform nutzen, umso mehr Votings es gibt desto besser.

  12. Die Entwurfsflut wird sicher keine Eintagsfliege bleiben.
    Aber ich halte es auch für sinnvoll, erst einmal abzuwarten, bei welchen Werten sich die Entwurfsanzahl pro Review mittelfristig einpendelt, bevor etwaige Maßnahmen ergriffen werden.

  13. Da kann es doch nur eine Antwort geben – wenn es doppelt so viele Sets im Review gibt, sollten einfach doppelt so viele hergestellt werden. 🙂

    • Wenn die Kapazitäten vorhanden wären, würde das Ideas genau das machen. 😀
      In den Kommentaren findet sich diese Antwort von einem Ideas-Teammiglied: „In a dream world we would make about 300 a year!“ 😉

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