LEGO VIDIYO am Ende! Themenwelt wird pausiert, soll aber zurückkommen!

LEGO Vidoyo Cancelled Titelbild01

Am vergangenen Freitag verbreitete sich eine interessante News in der Welt der LEGO Fans: Es kamen sehr handfeste Gerüchte darüber auf, dass LEGO VIDIYO eingestellt werden soll und Händler ihre vorbestellten Mengen nicht mehr abnehmen müssten. Kurze Zeit später bestätigte LEGO diese Gerüchte teilweise und hat in einem Statement erklärt, wie es um LEGO VIDIYO steht und das die eher unbeliebte Themenwelt in eine längere Pause geschickt werde.

Mit einiger Verspätung wollen wir also hier das vorzeitige „Ende“ von LEGO VIDIYO durchdiskutieren und euch über den Stand der Dinge informieren. Außerdem werfen wir einen Blick darauf, ob die Produkte denn auch tatsächlich aus dem Regal verschwinden und spekulieren ein wenig, ob wir VIDIYO tatsächlich doch nochmal wiedersehen werden.

Erste Gerüchte zum Ende von LEGO VIDIYO

Die Story rund um das vorzeitige Ableben von LEGO VIDIYO nahm bei den Kollegen von Promobricks ihren Anfang. Diese berichteten darüber, dass sie aus zuverlässiger Quelle erfahren hätten, dass LEGO plane, die VIDIYO Themenwelt einzustellen und Händler ihre vorbestellten Mengen nicht mehr bei LEGO abnehmen müssten. Die eigentlich erwartete dritte Welle der Serie solle auch gar nicht mehr ausgeliefert werde.

Auch aufgrund unserer eigenen ersten Eindrücke der VIDIYO Themenwelt überraschte uns diese Information nicht unbedingt, auch wenn es selbst für eine wenig erfolgreiche Themenwelt außerordentlich früh ist, wenn sie nach nicht mal 6 Monaten nach dem Verkaufsstart der ersten Sets im März 2021 schon aus dem Programm genommen werden soll.

Aber wird LEGO VIDIYO wirklich eingestellt?

Statement von LEGO

Ungewöhnlich schnell reagierte LEGO mit einem Statement noch am selben Tag gegenüber den von LEGO anerkannten Fan-Medien, nachdem sich die Nachricht über das Ende von LEGO VIDIYO ziemlich schnell im Netz verbreitete. Dieses Statement bestätigt die Details des Gerüchts teilweise, stellt aber andere Aspekte zumindest teilweise anders dar. Wir haben das Statement für euch übersetzt (die Hervorhebungen haben wir vorgenommen) und darunter auch das Original eingebunden.

Wir wollten euch ein Update zu LEGO VIDIYO geben.

Wie ihr wisst, haben wir LEGO VIDIYO im Januar auf den Markt gebracht, um mit Kindern auf eine völlig neue Art und Weise in Kontakt zu treten, indem wir Musik, digitales Spiel und LEGO Bauen auf eine lustige und einzigartige Weise miteinander verbinden. Das Produkt hat sich während der Entwicklung sehr gut bewährt und wir haben sehr positives Feedback von den Kindern und Familien erhalten, die damit gespielt haben.

Wir haben eine positive Resonanz auf die Markteinführung erlebt, aber wir haben auch Feedback von Leuten erhalten, dass wir das Spielerlebnis über die App, BeatBits, Musik und Minifiguren noch einfacher gestalten könnten. Wir nehmen das auf und werden zusammen mit der Universal Music Group im Jahr 2022 einige neue Ideen testen, um dann im Jahr 2023 und danach neue Spielerlebnisse zu veröffentlichen.

LEGO VIDIYO ist nach wie vor erhältlich, die aktuellen Produkte werden weiterhin in den Geschäften verkauft und weltweit vermarktet, und wir werden dieses fantastische Spielerlebnis weiterhin unterstützen, einschließlich neuer Updates und lustiger Herausforderungen für die App, um Kinder zum kreativen Erstellen von Musikvideos zu inspirieren.

Wir danken euch für eure anhaltende Unterstützung der Marke LEGO und hoffen auf euer Verständnis für diese Entscheidung.

Statement im Original (Englisch)

We wanted to provide you with an update regarding LEGO VIDIYO.

As you know, we launched LEGO VIDIYO in January to connect with children in a completely new way, blending music, digital play and LEGO building in a fun and unique way. The product tested extremely well during development and has received really positive feedback from those children and families who have played with it.

We’ve seen a positive response to the launch, but we’ve also received feedback from people that we could make the play experience across the app, BeatBits, music and minifigures even simpler. So, we’re taking that onboard and together with Universal Music Group are going to pilot some new ideas in 2022, then release new play experiences in 2023 and beyond.

LEGO VIDIYO is very much still available, the current products will continue to be sold in stores and marketed globally, and we’re continuing to support this fantastic play experience, including new updates and fun challenges to the app to inspire children’s creative music video making.

Thank you for your continued support of the LEGO brand, we hope for your understanding behind this decision.

LEGO wird hier also relativ deutlich, dass LEGO VIDIYO nicht eingestellt, sondern eben nur pausiert wird, um die Themenwelt zusammen mit Universal Music zu überarbeiten. Im Jahr 2022 sollen neue Ideen entwickelt werden und 2023 sollen dann neue Produkte in der Themenwelt folgen.

LEGO geht im Statement nicht genauer darauf ein, was mit der dritten Welle der Produkte geschieht, aber da diese bisher nicht offiziell vorgestellt ist, wird sie vermutlich tatsächlich nie erscheinen. Allerdings soll, das hat LEGO mittlerweile nochmal extra beantwortet, die für Oktober angekündigte LEGO VIDIYO 43108 Band Mates Series 2 noch wie geplant veröffentlicht werden, nachdem zuletzt im Juni die zweite LEGO VIDIYO Welle erschienen war.

Sind die LEGO VIDIYO Sets nun „End of Life“?

Wenn man davon spricht, dass eine LEGO Themenwelt eingestellt wird, dann geht es meistens sehr schnell auch um das Thema „End of Life“, denn das wird eben gemeinhin darunter verstanden. Als letztes Jahr beispielsweise die LEGO Hidden Side Themenwelt eingestellt wurde, wurden alle „End of Life“-Termine nach vorne verlegt und die Produktion der Sets wurde eingestellt.

Bei LEGO VIDIYO soll das allerdings anders laufen. LEGO selbst sagt, dass die Sets „weiterhin in den Geschäften verkauft und weltweit vermarktet“ werden sollen. Wir haben für LEGO VIDIYO auch die wohl aktuell noch geplanten End of Life Daten in einer Tabelle zusammengestellt:

BildSetnummerTitelUVPReleaseEOLShop
LEGO 43101 Bandmates43101Bandmates Serie 14,99 €2021, 032021, 09 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43102 Candy Mermaid BeatBox43102Candy Mermaid BeatBox19,99 €2021, 032021, 12 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43103 Punk Pirate BeatBox43103Punk Pirate BeatBox19,99 €2021, 032021, 12 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43104 Alien DJ BeatBox43104Alien DJ BeatBox19,99 €2021, 032021, 12 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43105 Party Llama BeatBox43105Party Llama BeatBox19,99 €2021, 032021, 12 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43106 Unicorn DJ BeatBox43106Unicorn DJ BeatBox19,99 €2021, 032021, 12 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43107 HipHop Robot BeatBox43107HipHop Robot BeatBox19,99 €2021, 032021, 12 LEGO
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LEGO Vidiyo 43108 Bandmates Series 2 Box43108Bandmates Serie 24,99 €2021, 102022, 07 LEGO
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LEGO 43109 Metal Dragon BeatBox43109Metal Dragon BeatBox19,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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JB Spielwaren
LEGO 43110 Folk Fairy BeatBox43110Folk Fairy BeatBox19,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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LEGO 43111 Candy Castle Stage43111Candy Castle Stage29,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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LEGO 43112 Robo HipHop Car43112Robo HipHop Car29,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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LEGO 43113 K-Pawp Concert43113K-Pawp Concert49,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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LEGO 43114 Punk Pirate Ship43114Punk Pirate Ship69,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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LEGO 43115 Boombox43115Boombox99,99 €2021, 062022, 07 LEGO
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JB Spielwaren

Wie ihr seht, sind aktuell einige LEGO VIDIYO Sets noch über das Jahr 2021 hinaus, meist bis Mitte 2022 geplant. Dass die BeatBoxen eine kurze Lebenszeit haben, ist für diese Art von Produkten absolut üblich und selbst bei sehr erfolgreichen Themenwelten wie Ninjago nicht anders. Selbiges gilt für die Minifiguren-Serien in Form der Bandmates.

Aber… Wird LEGO das durchhalten und LEGO VIDIYO tatsächlich nochmal eine Chance geben?

Kommt LEGO VIDIYO wirklich zurück?

Wir wollen kurz einen Ausflug in die reine Spekulation wagen. Denn auch wenn LEGO im Statement davon spricht, dass der Plan sei, im Jahr 2023 neue Spielerlebnisse in der Themenwelt zu veröffentlichen, muss es nicht unbedingt dabei bleiben. LEGO und Universal täten gut daran, ergebnisoffen an die Überlegungen heranzutreten, ob man LEGO VIDIYO wirklich noch eine zweite Chance geben sollte. Denn auch wenn Marketing-, Entwicklungs- und Produkteinführungskosten sicherlich alles andere als günstig gewesen sein dürften, ist es wenig zielführend, kontinuierlich viel Geld in die Weiterentwicklung einer Themenwelt zu stecken, die auf dem Markt keine reale Chance mehr hat.

Und vielleicht hat LEGO das auch gar nicht vor. Die Tatsache, dass die „Einstellung“ der Themenwelt nun so dermaßen früh erfolgt, ist effektiv ein Eingeständnis, dass LEGO VIDIYO kolossal gefloppt ist. Denn wenn VIDIYO auch nur annähernd die Kosten wieder einspielen würde, würde LEGO das Thema vermutlich nicht pausieren. Vielleicht schiebt LEGO das endgültige Ende von VIDIYO auch nur auf, oder muss sich mit Universal noch bei geschäftlichen Details einig werden. Ein verzögertes Ende von VIDIYO nach einer Pause hätte den Vorteil, dass das Eingeständnis eines Fehlschlages dann zu einer Zeit erfolgt, in der sich wirklich niemand mehr für die Themenwelt interessiert.

Wie erwähnt: Es handelt sich bei diesem Abschnitt um reine Spekulationen, aber ich halte es zumindest für möglich, dass LEGO VIDIYO entgegen der Ankündigungen von LEGO nicht im Jahr 2023 wieder zurück kommt, sondern stattdessen ein leises Ende findet.

Muss wirklich immer „Everything Awesome“ sein?

Was LEGO im Statement rund um das vorzeitige Ende von VIDIYO veröffentlicht, ist leider relativ gängige Marketingpraxis, die wir in der jüngeren Vergangenheit bei LEGO auch schon häufiger gesehen haben: Alles wird nach außen als voller Erfolg verbucht – Fehlschläge gibt es quasi keine.

Ähnlich war das auch bei der im Juni veranstalteten LEGO CON zu sehen, zu der es wenige Minuten nach Ende der Convention schon eine Pressemitteilung gab, die die Veranstaltung als „großen Erfolg“ bezeichnete und die vielen positiven Rückmeldungen der Fans erwähnte. Und letztere, so ehrlich muss LEGO einfach mal sein, gab es quasi nicht. Selbst wenn es positive Rückmeldungen von Zielgruppen weit außerhalb der weltweit agierenden LEGO Blogs (die ja vorrangig von Erwachsenen gelesen werden) gab, so ist es dennoch undenkbar, dass die Pressemitteilung zur Veranstaltung wirklich während oder gar nach der LEGO CON geschrieben wurde – das Ergebnis (ein „großer Erfolg“) stand demnach schon vorher fest.

LEGO Con Pressemitteilung
Screenshot der Pressemitteilung der LEGO CON

LEGO ist damit natürlich nicht alleine in der Welt der Unternehmen. Es gibt kaum große Unternehmen, die offen und ehrlich auch mal Fehlschläge und die Unbeliebtheit mancher Produkte eingestehen. Wenn so etwas passiert, dann meist erst Jahre nach dem endgültigen Ende eines Produktes. Eine Ausnahme bei LEGO bildet zumindest in Teilen die Absage der LEGO Technic Osprey, auch wenn hier ebenfalls Worte wie „Fehler“ vermieden wurden.

So verständlich diese Praxis ist, so angenehm wäre im Hinblick auf solche Produkte eine offene und ehrliche Kommunikation gegenüber den Fans. Ein einfaches „Sorry, wir haben es verbockt! Wir haben euch laut und deutlich gehört und arbeiten hart daran, dass das nächste Produkt wieder wieder cooler wird!“ wäre unheimlich erfrischend und würde vermutlich für mehr Zustimmung und Unterstützung bei den Fans führen. Das gilt für Ereignisse wie die LEGO CON genau so wie für gefloppte Produktlinien wie VIDIYO.

Fazit zum „Ende“ von LEGO VIDYO

LEGO Vidiyo Eingestellt

Das vorzeitige (vorübergehende) Ende von LEGO VIDIYO kommt zwar einerseits nicht überraschend, die Schnelligkeit mit der es erfolgte, ist dann aber doch ein Novum. Dass eine Themenwelt nach nicht mal 6 Monaten schon verabschiedet wird, gab es so in der Geschichte von LEGO unseres Wissens nach noch nie.

Es bleibt spannend, ob LEGO und Universal hier wirklich noch Möglichkeiten finden, die Themenwelt zu überarbeiten und das Spielerlebnis wenigstens ansatzweise auf ein Niveau zu bringen, dass bei Kindern für ein gewisses Interesse sorgt. Erste Ansatzpunkte wären hier eine performant funktionierende App und vor allem ein auch ohne Smartphone erlebbares Spielerlebnis. Dass Erwachsene sich für die Themenwelt (abgesehen von einigen coolen Minifiguren) begeistern, war hingegen bei VIDIYO wohl nie Ziel und das dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern. Wenn LEGO und Universal allerdings nicht einige grundsätzliche Dinge am Spielprinzip verändern, sehe ich ganz persönlich schwarz für die Augmented-Reality-Spielewelt. Und vielleicht sollte LEGO hier nach der alten Weisheit agieren: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Und um mit gutem Beispiel in Sachen Fehlerkultur voranzugehen: Sorry, dass es so lange gedauert hat, bis wir die News zum Ende von LEGO VIDIYO hier im Blog aufgegriffen haben! Das läuft beim nächsten mal wieder besser! 😉

Was denkt ihr über das frühe „Ende“ von LEGO VIDIYO? Auch wenn das Thema in vielen Foren und Blogs sicherlich schon umfangreich diskutiert wurde, freuen wir uns natürlich auf eure Gedanken in den Kommentaren!

Über Lukas Kurth 1734 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 30 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

95 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach interessiert Universal das bischen Kinderkram überhaupt nicht. Es ist zwar marketingtechnisch gut eine solche Kooperation nach außen posaunen zu können, aber ich denke, Universal wird sich in die Produktentwicklung von Lego nicht einmischen.

    Und Lego hat genug andere Themen, in die sie ihre Energie reininvestieren werden. Zwar wird Lego nach wie vor auch an einer Produktschiene arbeiten, die die aktuelle Technik einbezieht, aber ich denke, das wird nicht Vidyo sein.

    • Noch zum Thema „Fehler eingestehen“: Solange Boni an Umsätze und Gewinne geknüpft sind, wird es keine offiziellen Fehlschläge geben, sondern nur Verbesserungspotential.

  2. […]

    Gerade bei Sachen, die mit Ansage zum Flop verurteilt sind, LEGO-Con nach wenigen Minuten und VIDYO nach dem ersten Teaser, muss schnell reagiert werden. Je mehr sie sich eingestehen müssen, dass die Idee eigentlich Blödsinn war und es relativ offensichtlich war, man selbst aber darüber hinweg geschaut hat, umso mehr muss auf den Tisch gehauen werden, dass dem so natürlich nicht ist.

    Die heutige Welt zeigt sehr oft in verschiedenen und auch höchsten Bereichen, dass es durchaus möglich ist, damit durchzukommen.

    Anmerkung der Redaktion: Kommentar gemäß Netiquette um einen Absatz gekürzt.

      • Nein, ist durchgerutscht in den vielen Kommentaren die wir aktuell händisch moderieren müssen. Ist ejtzt gekürzt.

        @DerSchmu: Ich verstehe den Ärger über Management-Etagen, aber bitte versuch doch in Zukunft das mit etwas weniger Pauschalkritik und rhetorischer Verletzung einer bestimmten Personengruppe zu formulieren.

        • Okok, alt sind anscheinend auch die wenigsten….dann war vielleicht die Personengruppe etwas einseitig bezeichnet.
          Aber engstirnige Egomanen (von mir aus auch *Innen) in führenden Positionen darf ich doch schreiben oder?
          Die „Pauschalkritik“ ist ja notwendig, da sie Voraussetzung dafür ist, dass solche Vorkommnisse auch in der Klemmbausteinwelt ernst zu nehmen sind. Gerade bei Ideen, die schon von Anbeginn zum Scheitern verurteilt sind und schlimmer noch bei Ideen, die den Kunden in weiteren Möglichkeiten einschränken.

  3. Das Erkennen des Scheiterns mit Einstellung von Vidiyo kommt ca. 7 Monate zu spät. 😉
    Aus Entwicklungssicht sogar mindestens 18 Monate.
    Aber einer so großen Firma wie LEGO muss man eben auch eine gewisse Reaktionszeit zugestehen.
    Ich hoffe, die Konzernführung hat sich durch die harten Zahlen davon überzeugen lassen, dass nicht jeder Quatsch und jedes Hirngespinst der Marketingversager sinnvoll ist und sie hören lieber auf Kunden und Fans, wie sie es scheinbar gerade auch wieder tun wollen.
    Als nächstes können Sie mal die Kunden zur Verwendung von Farben und farbigen Pins befragen. 😎

  4. Da hat sich ja Hidden Side im Vergleich lange zu gehalten.
    Ich will ja nix sagen, aber ein gewisser Held hatte recht.
    Vielleicht kann Lego die eingesparten Kisten für Prints jetzt endlich Technic und Star Wars zur Verfügung stellen. Dann bekommen wir mit Glück den USC AT-AT ohne Aufkleber.

    • „Ein gewisser Held hatte Recht“: Soweit ich das überblicken kann, hat jedes einzelne LEGO Fanmedium auf der Welt, ob nun anerkannt oder nicht, LEGO VIDIYO schlecht beurteilt. Es ist nicht so, dass er da auf einer einsamen Außenseiter-Position stand… 😉

      • Zumal „ein gewisser Held“ sowieso was Lego angeht bei vielem eher Negativ eingestellt ist. Und da bei weitem nicht mit allem recht hat… 😉

        • Gilt auch in umgekehrter Weise auch für die rosarote Fanseite – Die Macht weiß das Gleichgewicht zu wahren 😉 Und so nebenbei: gute Sets (vorwiegend ältere Modelle) weiß er immer noch zu loben und seit geraumer Zeit ist er um einiges weniger mit polemischer Sprache unterwegs bzw. beherrscht er sich mehr als noch um den Zeitraum Winter/ Frühjahr herum.

          Was ich eigentlich sagen will: Die Welt hat sich seitdem nun einmal weitergedreht und immer wieder auf den Helden zu zeigen oder ihn bei jeder bestmöglichen Gelegenheit zu erwähnen, bringt die Klemmbaustein-Community im Gesamten nicht weiter. Lasst ihn leben, lasst ihn irren, lasst ihn seinen Lebensunterhalt verdienen, wie er will. Er nimmt euch ja im Grunde genommen nichts weg (ein Set, das ihr mögt, mögt ihr ja nicht weniger, wenn es vom Helden kritisiert wird, oder?… so denke ich zumindest); und wer jetzt mit seinen untertänigsten Horden argumentiert, den weise ich gerne auf die Spezialisten der Legozentriker hin, die ebenso keine Zurückhaltung gezeigt haben und der und andere noch genauso aktiv ist.
          Mir kommt das inzwischen so vor wie in dieser einen Folge aus Avatar – The Last Airbender, in der sich zwei sture Stämme bekriegt und sich bei jeder noch so kleinen Gelegenheit gegenseitig ans Bein gepinkelt haben. Finde ich echt schade, denn der gemeinsame Nenner, den wir als Klemmbausteinfans doch haben, ist ja der des Zusammenbauens schöner Modelle.

          @Lukas: Entschuldige, dass ich doch noch hier kommentiere trotz deines Endpunktes zur Abschweifung. Mir lag das sehr am Herzen und wollte das oben Zusammengeschriebene loswerden. 🙏

    • Welch ein Prophet! Und keiner hat es ihm geglaubt. 😀

      Spaß beiseite, dass Vidiyo floppen wird, ist nun wahrlich kein Zeugnis für Fachkundigkeit. Dafür waren die Figuren/Sets viel zu speziell. Dazu noch die App, die ja bekanntlich schon bei Hidden Side gefloppt ist.

    • Der Held hatte recht bla bla bla, Lego versucht es ja wenigstens mal mit neuen Ideen und Konzepten und klar kann man da auch mal scheitern.

    • Und hier muss ich jetzt auch schon wieder einschreiten! 😉

      Diskutiert gerne unter diesem Beitrag über LEGO VIDIYO, aber eine Grundsatzdiskussion zum Held der Steine ist absolut nicht zielführend, daher lasst das bitte bleiben! 🙂

  5. Es war wahrscheinlich von an anfang an ein hochriskantes Projekt. Mit geringer wahrscheinlichkeit hätte die Serie viral gehen können (in den kühnsten Träumen der Manager wie fidget spinners). In diesem Falle hätte sich Lego dara gesund gestossen.

    • Das Ding ist: Es konnte eben gerade nicht viral gehen, weil das System aus Daten- und Kinderschutz-Gründen geschlossen war. Wenn die Videos exportierbar und für Plattformen wie TikTok etc. nutzbar gewesen wären, wäre eine Chance auf Viralität gegeben, aber es hätte Kritik an den Schutzmechanismen gehagelt…

    • Ich glaube Lego hat da schon auf mehr gehofft, auf mich wirkte es schon so als hätte man da ordentlich Geld und Manpower in Produktentwicklung und Marketing gesteckt…

  6. Ich glaube auch, dass VIDIYO an und für sich schon schwierig war aber eben die Corona Zeit dem ganzen das Genick gebrochen hat.
    Sowas lebt meiner Meinung nach vom Gruppenzwang. Ähnlich wie Pokemon oder sonst was. Sprich auf dem Schulhof! Hat es erst einer und dann brauchen es alle.
    Und dann wäre es sicher auch aufgegangen.

    • Das aktuell fehlende/eingeschränkte Schulhofleben dürfte eine durchaus plausible Erklärung für die angekündigte Pause sein.

  7. Ich habe mir bis auf ein Set alle gekauft, natürlich nur mit Rabatten.
    Die Auswahl der Minifiguren war der Anreiz dafür, diese fand ich durch die Bank weg alle cool gemacht. Daher hoffe ich auch wirklich noch auf die Bandmates Serie 2. Wären die Sets nicht zum Teil so stark rabattiert worden, hätten sie es auch nicht zu mir nach Hause geschafft. Selbst für einen 10er wo man die Beatboxen kaufen konnte war hart an der Grenze, da zb die Ninjago Sets in der gleichen Inhaltskategorie zur UVP genau so teuer sind. Hier hat der Kunde mal wirklich mit dem Geldbeutel entschieden und gibt Lego hoffentlich den Hinweis, dass doch eine gewissen Preis/Leistung in physischen Produkten geben muss. Eine App ist zwar nice to have, aber sollte nicht der Focus bei einem Produkt sein, wo es um Habtik und Kreativität geht. Lego oder auch klemmbausteine im allgemeinen sollten einfach ein analoges Bau und Spielerlerlebnis bleiben.

    • Bin Deiner Meinung.
      Habe die Sets auch nur mit Rabatt gekauft. Die Boombox mit über 50%!! Danke nochmal an das Stonewars Team für den Hinweis!

  8. Jetzt kommt AUDIYO? ;D
    Die Minifigs kamen ja ganz gut an, das haben sie hoffentlich gemerkt ^^

    Ansich klingen Konzertbühnen, Tour-Busse, Roadies für mich gar nicht so verkehrt. Könnte doch auch mit zusätzlichem digitalen Schnickschnack funktionieren. Vidiyo 18+ -> die 747 von Iron Maiden? xD.

    Vielleicht lags ja auch einfach nur am Preis :>.

  9. Ein großer Fehler war wohl auch, dass man die Videos nicht teilen kann. Klar die App ist für kleine Kinder und die Videos sollen sich nicht verbreiten. Aber wenn man tatsächlich Arbeit in einen Clip steckt und ihn dann nur auf seinem Handy anderen zeigen kann macht das keinen Spaß. Dann holen sich die Kids lieber Tik Tok.

    • Sehe ich genauso und das halte ich auch – neben dem Preis – für einen wesentlichen Aspekt des Flops. Es ist zwar verständlich, dass Lego verhindern möchte, dass Kinder völlig unreflektiert Videos ins Internet hochladen, die sie später bereuen könnten. Aber wenn dadurch der Spaßfaktor minimiert wird, dann macht das Produkt von vornherein wenig Sinn.
      Oder anders: Wenn ich die Büchse der Pandora nicht öffnen möchte, dann fasse ich sie erst gar nicht an.

  10. Es sind zwei Dinge: Preis und App. Lego ist bauen mit Steinen. Bereits von Hidden Side hätte Lego wissen müssen, dass die App der Knackpunkt ist, wie viele Leute (die HS gekauft haben), haben die App ausprobiert, wie viele davon haben sie mehr als 3mal verwendet? Bei Vidiyo (hier muss ich immer überlegen, wie schreibt man eigentlich) ist es doch ähnlich, die App benötigt eigentlich einen Gaming-PC mit Wasserkühlung, irgendwie hat man sie auf High-End-Smartphones runterbrechen können und liefert quasi alles mit, was an Bibliotheken für Apps gibt, anders ist eine App mit über einen 1Gbyte Größe nicht zu erklären. Entsprechend lahm ist die App und quasi nicht zu verwenden auf bezahlbaren Handy (außer Laufzeittest für Akku und eventuell einem Ei nahe dem Prozessor braten), sofern sie überhaupt installierbar ist. Abgesehen von den Sets der zweiten Welle, waren die Figuren zum ins Regal stellen und dafür eben überteuert, die Figuren sind auch zu speziell, um sie etwas in die Citywelt zu integrieren. Der Markt reagierte mit seinen Rabatten und – so vermute ich – vielen Stornierungen. Was soll Lego da anders machen, als die reisleine zu ziehen.

  11. So sehr ich „ehrliche“ Pressemitteilungen feiern würde, so sehr verstehe ich es, es nicht zu machen bzw. Relativierungen vorzunehmen. Das Problem ist, dass die Presse gerne Drama machen möchte, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, gerade wenn es einen Großen trifft. Die Meldung ist dann eben nicht, dass es in Zukunft besser wird, sondern dass da ein riesiges Unternehmen scheitert. Dann wird ggf. auch nicht mehr relativiert, ob es nur eine Produktlinie ist oder gleich der ganze Konzern.

    • Und wenn man dann sieht wie gut die allermeisten Medien (auch öffentlich-rechtlich finanzierte funk Kanäle) bei anderen Gelegenheiten zu Meldungen rund um LEGO recherchieren, kann man das leider nur zu gut verstehen…

      • Ja diese wirklich oberflächliche Recherche seitens eigentlich seriöser Medien zum Thema LEGO schockieren mich auch ziemlich. Wer als einzige Quellen Tweets von Random Usern und Videos desjenigen, der wohl einen ziemlich Groll auf LEGO hegt, nutzt, wirft bei mir die Frage auf, wie da zu Themenbereichen recherchiert wird, bei dem ich nicht so ein umfassendes Wissen habe, um offensichtliche Fehler schnell zu erkennen. Um irgendwie wieder zum Artikel zurückzukehren, ich stimme Henry zu, diese blumige Mitteilung ist eigentlich alternativlos und wir können ja ziemlich leicht das Gemeinte zwischen den Zeilen herauslesen 🙂

    • @Henry und Gerrit: Ihr habt natürlich Recht, dass es dazu keine Alternativen gibt. Aber das ändert nichts daran, dass ich mir das manchmal wünschen würde. In der Politik hat das „Mea Culpa“ mittlerweile Einzug gefunden und funktioniert dort ganz gut. Wie schön wäre es denn, wenn ein Unternehmen auch mal sagen könnte: „Sorry Fans, das war Mist. Das können wir besser und werden das beweisen.“

      Ich weiß wie gesagt, dass das utopisch ist. Aber die Presse könnte auch so ein Drama daraus machen, selbst wenn es nur zwischen den Zeilen steht. Ich sehe die Gefahr bei VIDIYO nur nicht, weil es zu keinem Zeitpunkt irgendwen außerhalb einer wirklich extrem kleinen Bubble interessiert hat.

    • Den Zusammenhang sehe ich nicht, Henry. Die Berichterstattung der seriösen Presse funktioniert doch, ob es nun um Lego oder andere Konzerne geht, zum Glück weitgehend unabhängig von den Verlautbarungen der Marketingabteilung.

  12. Klar, umschreiben bzw. beschreiben sie es positiv, damit ein Reporter der heute über Klimaschutz und morgen über die Börse und übermorgen über Landwirtschaft schreibt nicht einen Artikel raus haut der da heißt „LEGO floppt am Markt“.
    Und die Leute lesen dann wieder nur die Überschrift und nicht den Artikel wo 8(wenn überhaupt) herauskommt, dass es nur um eine Themenwelt geht) und zack hat man in der Bevölkerung ein Gerücht was mal wieder auf gefährlichen Halbwissen beruht. Dann Lieber so, dass die Fans wissen „naja, das ist aber arg positiv formuliert“.

    Und am Ende ist die Pressmitteilung doch absolut harmlos. Selbst beim Abgasskandal spricht VW bis heute von „Unstimmigkeiten“ und jeder weiß, dass es vorsätzlicher Betrug war. Das finde ich eher dramatisch.

  13. In der Themenwelt waren sehr tolle Elemente oder Figuren die zum Einsatz gekommen sind. Allerdings hatte ich wie auch bei Hiddenside das problem das keines der Handys in meinem Haushalt da in irgend einer Art richtig funktioniert hat.

    Somit war für mich dann auch nach dem Testkauf klar das es für mich absolut nicht von interesse ist da weitere sachen zu kaufen.

    Wenn man schon das ganze Betreiben möchte sollte man einfach dran denken das Kinder kein Iphone X in der hand halten und das ganze so betreiben das es auch von alten Geräten genutzt werden kann ansonsten ist das von vornherein zum scheitern verurteilt.

  14. Bin gespannt wie viele Versuche das Smartphone einzubinden von Lego noch folgen… Ich bin der Meinung, dass es generell keine Altersgruppe gibt, die darauf Bock hat. Die Kids und Jugendlichen von heute, nutzen das Smartphone für Youtube, Instagram, Spiele, Podcasts, etc… Da bleibt keine Zeit mehr für Lego am Handy. Und Erwachsene wollen Lego, eben weil es mal das Ausbrechen aus der heutigen digitalen Zeit bedeutet. Was solls… Solange es Lego mit den anderen Produktbereichen so gut geht, können sie sich ein paar Spielereien und Fehlschläge erlauben…

  15. Wenig überraschend, ein bisschen schade. Vidiyo hat ja niemandem was weggenommen, aber leider auch zu wenigen zu wenig gegeben. Ich habe bisher die ersten 6 Beatboxen und 11 Figuren der ersten Serie. Den Rest und auch die zweite Sammelserie wollte ich mir bei sehr guten Rabatten auch noch kaufen. Die Figuren sind wirklich klasse, ich mag die Beatbits sehr und bei guten Preisen kann man die Sets eigentlich auch ganz gut für die Einzelsteine gebrauchen.

    Trotzdem wurde viel Potential verschenkt, die Beatboxen sind ja auch so teuer, weil sie viele neue und verrückte Teile eingeführt haben, die aber wenig nützlich sind und (von Teilesammlern und SEHR kreativen MOCern abgesehen) niemandem einen hohen Wert suggerieren können.

    Ich glaube auch nicht, dass wir Vidiyo jemals wiedersehen werden, bei den nötigen umfassenden Änderungen dürfte als Name sicherlich ein unbefleckter gewählt werden, vielleicht fließen auch nur interne Erfahrungen in neue Produkte.

    Was bleibt ist eine dieser Serien, bei der in 10 Jahren jemand denkt: „Da habe ich ja noch nie von gehört!“ und dann finde ich es eigentlich ganz cool wenn man so eine kleine Reihe vollständig hat, wenn Jens den „Vidiyo-Rückblick“ veröffentlicht 😀

  16. Ich bin hier wie die meisten nicht Zielgruppe.
    Ich habe alle VIDIYO-Sets mir zugelegt, die bisher erschienen sind, nur um an die Figuren zu kommen.
    Die Minifiguren sind super.
    Ich hoffe auf die 2. Minifiguren Serie, dass ich diese noch bekomme, um die Sammlung vollständig zu haben.
    Bezüglich der Preise: vorallem die 8 Beatboxen (43102-43107 und 43109-43110) und das Piratenschiff (43114): extream überteuert.
    Wären die starken Rabatte nicht gewesen…

  17. Die anstehende Welle Minifiguren müsste angesichts der üblichen Vorlaufzeiten, was Legos Produktion und erst recht neue Spritzgussformen angeht, schon längst produziert sein – insofern glaube ich nicht, dass da was „eingestampft“ wird.

    An neue Sets mag ich aber nicht mehr glauben – weder 2023 noch irgendwann anders. Stattdessen kommt dann irgendwann ein „es hat sich leider gezeigt, dass eine Umarbeitung nur mit großen Aufwand möglich gewesen wäre“ (oder sowas in der Art).

    => was jetzt bei den Händlern steht, soll noch ohne Gesichtsverlust abverkauft werden (da könnte das schnelle EOL helfen), und das war’s dann…

  18. Dieser Teil der Mitteilung schockiert mich eigentlich am meisten: „Das Produkt hat sich während der Entwicklung sehr gut bewährt und wir haben sehr positives Feedback von den Kindern und Familien erhalten, die damit gespielt haben.“

    Das zeigt doch, dass bei Lego mächtig was schief läuft. Denn entweder testen sie nicht unter realen Bedingungen oder die Tester sagen nicht die ehrliche Meinung. Denn die App war bei Markteinführung eine Katastrophe und die letzten schwerwiegenden Bugs, wurden erst mit der zweiten Welle behoben. Die vorab-Test-Version der App war mit Sicherheit nicht besser, wie konnte es da positives Feedback geben? Wurde die App überhaupt getestet? Vor allem hat jeder Tester (im ideal Falle ein Kind) die App selbst installiert, wurde das eigenen Smartphone verwendet oder wurde die App vorinstalliert als Entwicklerversion mit einem Smartphone zum Testen mitgeben? Oder wurden ihnen das nur vorgeführt und mal kurz in die Hand gegeben. Zum Feedback gehört ja auch der Preis, hätten sie es gekauft, wenn sie es gemusst hätten?

    Im Hinblick, das die Serie eigentlich für Kinder gedacht ist und Kinder für gewöhnlich in Familien aufwachsen, diese Familien jung sind und in alle Regel mit Geld haushalten müssen, kann Lego eigentlich auch nicht ernsthaft davon ausgehen das ein iPhone im Haushalt die Grundausstattung ist, geschweige denn einem Kind mal ebenso mit dem Set ein iPhone dazugelegt wird.

    • Nimm das nicht alles so wortwörtlich. Derjenige, der den Pressetext geschrieben hat, hat doch nicht recherchiert, wie damals die Entwicklung gelaufen ist, sondern sich nur einen schönen Text ausgedacht.

    • „Das Produkt hat sich während der Entwicklung sehr gut bewährt und wir haben sehr positives Feedback von den Kindern und Familien erhalten, die damit gespielt haben.“

      Das zeigt doch, dass bei Lego mächtig was schief läuft. Denn entweder testen sie nicht unter realen Bedingungen oder die Tester sagen nicht die ehrliche Meinung. Denn die App war bei Markteinführung eine Katastrophe und die letzten schwerwiegenden Bugs, wurden erst mit der zweiten Welle behoben. Die vorab-Test-Version der App war mit Sicherheit nicht besser, wie konnte es da positives Feedback geben? Wurde die App überhaupt getestet? Vor allem hat jeder Tester (im ideal Falle ein Kind) die App selbst installiert, wurde das eigenen Smartphone verwendet oder wurde die App vorinstalliert als Entwicklerversion mit einem Smartphone zum Testen mitgeben? Oder wurden ihnen das nur vorgeführt und mal kurz in die Hand gegeben. Zum Feedback gehört ja auch der Preis, hätten sie es gekauft, wenn sie es gemusst hätten?

      Ich versuch’s mal möglichst verständlich darzustellen. Also, es gibt verschiedene Methoden ein Produkt zu testen und so ein Testing bzw. eine Evaluation verschlingt Unmengen an Zeit und Geld und hält viele Tücken bereit. Üblicherweise wird das von externen Spezialisten durchgeführt, sofern das Unternehmen nicht selbst eine Usability/UX-Abteilung/o.ä. unterhält. Getestet und evaluiert werden können Prototypen, MockUps bis hin zu schon fertigen Produkten (Apps).

      Im vorliegenden Fall von VIDIYO spricht viel dafür, dass das fertige Produkt mit der festgelegten Zielgruppe (also Kinder im Alter von X-Y) getestet wurde und die Testpersonen alles „fertig gestellt“ bekommen haben – sprich: Test-Smartphone wurde in die Hand gedrückt; die App war bereits auf dem Smartphone installiert.
      An dieser Stelle kommen Fragen auf, wie: aus welchem Personenkreis haben sich die Testpersonen denn zusammengesetzt – waren das Familienmitglieder der Mitarbeiter von LEGO? Waren das Personen von außerhalb? Wie sah der Leitfaden der Moderatoren des Testings aus (offen: „spiel einfach drauf los und beschreibe was dir auffällt“, „bennene die Elemente, die dir (nicht) gefallen“; „du hast hier „wow“ geschrien. Warum? Was hat dich dazu veranlasst?“ etc etc. oder doch begrenzt: „gefällt dir dieses Element?“, „wie findest du diesen Move?“, usw.).

      Hier zeigt sich dann auch ganz gut, wie jemand das Produkt bewertet bzw. wird das Ergebnis dann auch verfälscht. Eine „fremde“ Person wird nämlich in der Meinung und Wahrnehmung sicher anders bewerten oder (re-)agieren als ein „Insider“ (Kind eines LEGO-Mitarbeiters).
      Die „(Un-)Befangenheit“ kann auch durch das Incentive beeinflusst werden, welches üblicherweise zu Beginn des Testings erwähnt, aber erst am Ende der Testphase der Testperson für ihre Mühe und den Zeitaufwand überreicht wird – sollte aber in der Regel nicht der Fall sein.

      Kurzum: es wurde aus meiner Sicht aus verschiedenen Gründen das Testing „verschlampt“ – kann aus Zeitnot, Kosten, nicht richtig aufgebaute Testumgebung, nicht Beachtung der technischen Mindestanforderungen und der Verbreitung der nötigen Hardware bei der Zielgruppe, falscher/unzureichender Moderationsleitfaden (inkl. Fragenkatalog), wenig fitte Moderatoren bis hin durch die Einstellung, dass das Testing kaum der Bedeutsamkeit wert ist, geschehen sein.

      Ich bleibe skeptisch, dass in 2023 noch ein Revival von VIDIYO mit einem rundum neuen und gelungenerem Konzept herauskommen wird. Schade finde ich, dass etwas anderes erwartet wurde, als die Zusammenarbeit mit Universal Music angekündigt wurde (reiferes Konzept? Weniger hip und quietschig bunt?), und wir Kunden/Käufer stattdessen ein nahezu digitales Klemmbausteinkonzept bekommen haben. Zusätzlich irritiert hat mich die unklare Zielgruppe. Es sollten wohl die 7-10 Jährigen angespochen werden, aber zugleich wollte man die TikTok-Generation (also eher Richtung Jugendliche, junge Erwachsene) mitabgefischen, die in die Dark Ages (sind halt eine Tatsache, die auch LEGO akzeptieren muss) abzudriften drohen?

      Zusammenfassend kann über VIDIYO ungschönt gesagt werden: Shit-Concept, das nicht den ursprünglichen Geist von LEGO widerspiegelt, und dennoch schöne Sammelfiguren für AFOLs übrig bleiben.

  19. Lukas, das geht aber anders. Ihr hättet lieber schreiben sollen: „Das wir diese News erst so spät rausgehauen haben war ein voller Erfolg und wir haben dazu viel positives Feedback von unseren Lesern erhalten. Dennoch werden wir in Zukunft wieder dazu übergehen, unsere News früher zu veröffentlichen“😉

  20. An anderer Stelle schon genug dazu geschrieben, aber die Kurzversion ist natürlich, dass das so ein Fall von „Meine Oma hätt’s vorhersagen können“ (trotz totaler LEGO Unwissenheit) ist. Leider scheint LEGO da wieder voll in seiner eignen Blasenwelt unterwegs gewesen zu sein und von fragwürdigem Testprozedere bis zu totaler Betriebsblindheit kann man da vieles bis auf subatomare Ebene analysieren. Fest steht, die Welt hat nicht auf VIDIYO gewartet und LEGO wollte es zu sehr übers Knie brechen. Ich glaube, keiner hätte was gegen eine etwas schrille, aber durchaus gut gemachte Minifiguren-Serie gehabt und auch die Sets hätten zu realistischen Preisen sicher Abnehmer gefunden. Wäre jetzt nicht der Hitparadenstürmer gewesen, aber es hätte sicher hinreichend verkaufstechnisch vor sich hingeplätschert, um wenigstens den üblichen zweijährigen Lebenszyklus eines Produktes zu rechtfertigen. Am Ende des Tages erinnert das eben an gefloppte Games wie „Anthem“, bei denen Millionen versenkt wurden, um einem Trend hinterherzuhächeln, ohne mal zu hinterfragen, ob es die Kunden wirklich wollen. Damit erklärt sich dann auch der völlig hirnrissige Versuch, TikTok & Co. Konkurrenz machen zu wollen, während mal wieder die typische Inkompetenz von LEGOs Digitalabteilung dafür gesorgt hat, dass nicht mal die App vernünftig funktioniert. Und klar, wie schon angesprochen spielt es auch eine Rolle, dass LEGO offenbar ein Problem damit hat, eigene Fehler einzugestehen und noch die größte Pleite als Erfolg verkaufen will. Es kommt also bei VIDIYO so ziemlich alles zusammen, was man sich denken kann…

  21. Ich bin der Meinung, dass Lego niemals mit einer Eigenmarke so erfolgreich werden kann wie mit Ninjago.
    Ninjago ist war und wird ein One-Hit-Wonder sein.
    Ich hoffe dennoch, dass Vidiyo zurückkommt, alleine um die Kinder schon früh an das digitale Zeitalter heranzuführen, und den Kinder somit spielerisch vieles beibringen zu können.
    Allerdings sollte in diesem Zeitraum an einer App gearbeitet werden, welche auch funktioniert, hat ja leider bei der dazugehörigen App nie wirklich funktioniert.

    • Ich hoffe doch sehr, dass das ein Scherz war!
      „Um Kinder schon früh an das digitale Zeitalter heran zu führen“?? Indem wir ihnen eine App in die Hand drücken, mit der sie von sich hemmungslos Videos erstellen und diese ins Netz laden? Das ganze in einem Alter, in dem ein Kind idealerweise kaum Zeit vor dem Bildschirm verbringen sollte?

      Bitte nicht! Ich bin (als Informatiker) auf jeden Fall dafür, dass unsere Kinder (oder eher Jugendliche) deutlich besser auf unser digitales Zeitalter vorbereitet werden sollen/müssen. Ich bin auch dafür, dass ein gesunder Mittelweg gefunden werden muss zwischen „jede Minute Screen-Time verteufeln“ und „vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen am Smartphone hängen“ (sehr altersabhängig!)

      Aber dann doch nicht mit so einem extremen Negativ-Beispiel! Bilder und Videos von Kindern haben absolut gar nichts online verloren! Ganz egal wie „verschlossen“ dieses „Lego-Vidiyo-Social-Network“ auch ist. Da hilft eine App, die genau so etwas provoziert (bzw deren einziger Zweck genau dieses Verhalten ist) natürlich absolut nicht. Das genaue Gegenteil muss den Kleinen schon früh beigebracht werden, dass so etwas eben nicht nur lustig ist! Dass es nicht unbedingt schlau ist, sich selbst / das eigene Kinderzimmer / die eigene Wohnumgebung zu filmen und mit aller Welt zu teilen!

      • Deshalb gibt es ja dieses LEGO VIDIYO Netzwerk gerade weil da eben das hochladen von Kindern und Wohnungen etc. verboten ist. Dort darf man nur Dinge ohne Menschen hochladen. Alles andere kann man nur lokal benutzen und Freunden zeigen…

        • Und da soll ich mich als Elternteil wirklich auf dieses „Moderatorenteam“ bei Lego verlassen? Da bin ich eher skeptisch.
          So-oder-so finde ich das dennoch den falschen Ansatz. Das ist ja wieder sowas wie: erstmal anfüttern, zeigen was man so für tolle Videos machen kann, dann aber (im Nachhinein) mit dem erhobenen Zeigefinger kommen und sagen „naja DAS sollst du NICHT hochladen“…
          Da wird dann auch wieder ein Stück weit die Kindererziehung von den Eltern (bewusst oder unbewusst) in die Hände anderer gelegt. Das ist doch eben genau KEINE Medienkompetenz.

          • Ja, ich sage ja auch nicht, dass das gut funktioniert oder eine tolle Idee ist. Es geht nur darum, dass LEGO eben aus Kinderschutzgründen ablehnt, dass da Videos von Kindern hochgeladen werden. Du schriebst „Indem wir ihnen eine App in die Hand drücken, mit der sie von sich hemmungslos Videos erstellen und diese ins Netz laden?“ – darauf war meine Aussage bezogen. Zwar werden die Videos sicherlich irgendwo online gespeichert, sind aber (im Gegensatz zu Instagram, TikTok und Co.) nicht öffentlich zugänglich.

  22. Spekulation!

    Ich denke mal, das ‚Hinhalten‘ mit 2022 neue Ideen und 2023 neue Produkte dient nur dazu es heimlich in Vergessenheit laufen zu lassen. Wer wird 2023 noch VIDIYO denken?

    Vielleicht lernt Lego endlich mal aus Hidden Side und VIDIYO, dass Lego und Handy und Kinder nicht zusammen passen.

    Die Hidden Side Sets waren wenigstens noch gut, hauptsächlich die erste Welle, damit konnte man noch was anfangen. VIDIYO waren letztendlich in der ersten Welle einfach nur die teils coolen Minifiguren mit Dots Teilen und in der 2. Welle der Versuch Sets zum ‚spielen‘ hinzuzufügen.

    Lassen wir uns überraschen was die Dänen als nächstes neues Themengebiet präsentieren werden. Hidden Side, Dots, VIDIYO eher Flop, da müsste ja jetzt mal wieder was gutes kommen. 😉

    • Allerdings ist das einzige Set was mehr 5min Spielspaß bietet, auch gleichzeitig das teuerste, nämlich die für lächerliche 100€ UVP angebotene Boombox (43115), mit den Rest kann man gar nicht soviel machen, der Spielspaß beschränkt sich dort auf drehen des VIDIYO-Kopfes. Man kann nicht mal das Hip-Hop-Car (43112) transformermäßig umbauen, alleine sone Spielidee einfach zu verpassen, zeigt schon wie sehr LEGO an seiner Zielgruppe vorbeientwickelt.

      Die Steine-Anzahl der Sets ist aber auch pure Augenwischerei, alle Sets enthalten sehr viele dotsmäßige Bauteile, macht die Anzahl zwar höher, aber nicht den gerechtfertigten Preis.

      Richtig böse ist der Steinepreis bei den 20€-Beatbox-Figuren, ca. 25 Cent pro Stein (wovon ein großteil Dots sind) kann man auch in der LEGO-Welt mit nichts rechtfertigen.

  23. Ich gehe davon aus, dass das Konzept an vielen Stellen einfach verdamt war, zusammen zu brechen, was bei Bausteinsets ja immer schlecht ist, aber es gab einfach viel zu viel was vom Kauf abschreckte:

    1.) Die App: Diese war Anfangs sehr verbuggt und Absturzgefährdet, außerdem extrem ressourcenhungrig, ich habe sie mit einen 200€ Android-One-Gerät, dem Nokia 3.4 nicht flüssig zum laufen bekommen. Welches Elternteil gibt denn freiwillig sein Smartphone an die Kinder bzw. kauft seinen Kindern Geräte jeseits der 200€-Marke?

    2.) Die Funktion: Im Grunde gab es gar keinen Grund sich ein Set zu kaufen, die App funktioniert auch 1A-Tadellos ohne auch nur einen einzigen LEGO Stein zu besitzen, wenn man mehr will, scannt man halt die Promo-Fotos, reichen völlig zu das die App denkt man besitzt wirklich ein Set.

    3.) Die nicht vorhandenen Sets: Zum Release der Reihe gab es gar keine Sets für Vidiyo, diese wurden erst im Juni nachgeliefert und 20€ für eine Figur mit ein bisschen Schnickschnack würde ich nicht jetzt als LEGO-Set bezeichnen. Entweder man hätte die komplette Reihe erst im Juni zusammen mit den Sets released, oder die Sets von Anfang bringen müssen. Was ist denn das schlimmste an einer LEGO-Themenwelt? Natürlich wenn sie gar keine Sets hat.

    4.) Der Preis: Absolut unglaubliche Preisgestaltung der Sets und Figuren, 20€ für eine Figur und ein paar Fließen ist einfach unverschämt, selbst für LEGO-Verhältnisse. Einfach die Lizenzkosten von Universal auf die Kunden abdrücken wäre ja schon frech genug, sich aber gleichzeitig auch noch ein bisschen mehr dazu zu gönnen ist unverschämt. Auch die Preise der Sets sind extrem unverschämt, gerade weil auch diese durchaus sehr viele Fließen enthalten, also Produktionskosten im 0,0001 Centbereich. Vedes hat die Sets dann einfach gerne mal mit 20-30% Rabatt im Juni in den Markt gedrückt, im Juli dann gerne auch mal mit 50% oder mehr, hauptsache weg das Zeug.

    Allerdings gibt auch durchaus ein paar sehr positive Dinge, die ich gerne bei Figuren und neuen Sets sehen würde:
    – Kein einziges Set enthält auch nur einen Aufkleber, es ist wirklich alles bedruckt
    – Die Figuren sehen sehr Originell aus und zeigen das die LEGO-Leute schon noch sehr viel Kreativität haben

    Ich bin mir auch nicht sicher ob Vidiyo gleichzeitig ein Testballon war, um zu schauen wo hoch man mit den Preisen noch gehen kann. Wenns halt scheitert, wird die Reihe eingestellt, ohne große Verluste. Bei nen Star Wars oder Harry Potter kann man sich so einen Test schlicht nicht erlauben, wenn man diese Serien versaut, ist sehr viel Umsatz futsch.

    • > Bei nen Star Wars oder Harry Potter kann man sich so einen Test schlicht nicht erlauben, wenn man diese Serien versaut, ist sehr viel Umsatz futsch.

      Naja, da hing ja Universal mit im Boot; insofern sind da auch Lizenzen und ein weiteres Unternehmen involviert. Auch wenn sich mir noch nicht so richtig erschließt, was Universal aus der Kooperation rauszieht; nur die Llama-CD-Verkäufe können es wohl kaum sein 😉

      Ansonsten stimme ich aber zu: Lego will offensichtlich weg von Rein-Plastik-Bausteine-Anbieten (siehe Hidden Side und Vidiyo), schafft das aber nicht. Bei AFOL-Sets ist das bereits nervig (ich hätte z.B. am Piano gerne einfach so einen Knopf, um die Motorfunktion zu zeigen), aber bei Kinderspielzeug ist das dann der Showstopper, der zum Flopp führt…

      Lego Mario funktioniert IMHO wiederum gut, weil es zwar eine App gibt, man aber im Spielalltag prima ohne auskommt – und das gelegentliche Firmware-Update für neue Sets können ja die Eltern übernehmen. Da möchte ich jetzt nicht wetten, ob dieses Konzept von Lego oder von Nintendo festgeklopft und durchgesetzt wurde…

      • Der Lizenzdeal dürfte wohl dem von diversen Streamingdiensten folgen – LEGO legt Summe X auf den Tisch, damit die Kunden ’ne Handvoll Songs kostenlos nutzen dürfen. Mehr wohl aber auch nicht. Anderes wird Universal wohl auch nicht erwartet haben. So ein Fall von „Nimm’s mit, wenn’s nicht wehtut!“

        • Klingt stimmig – und da man die Videos nicht frei weiterverteilen kann, muss Universal nicht mal befürchten, dass die Songs irgendwie und irgendwo weiterverteilt werden…

  24. Vidyo wie auch Hidden Side war ein weiterer Versuch mit Augumented Reality (AR) ins Kinderzimmer zu gelangen. Obwohl es bei Hidden Side wenigstens noch ein paar interessante Spielfunktionen gab, konnte Vidyo damit nun bisher wirklich nicht glänzen. Die Sets sind teilweise sehr klein und haben viele Formteile, so dass man da auch nicht so viel umbauen kann. AR ist auch nicht wirklich mit der Grundidee von Lego kompatibel, dass man die Steine beliebig kreativ umbauen kann. Es muss halt alles zu einer vordefinierten virtuellen Welt passen. Nur sehr bedingt kann man da nach links und rechts ausbrechen.

    Die Zielgruppe ist hier ja 6-12 und da haben die Eltern sehr strenge Vorgaben was Medienkonsum angeht, zumindest bei den Zielgruppen, die sich Lego leisten können. Die werden in der Regel ihren Kindern kein Smartphone in die Hand drücken und dann sagen, spielt mal damit.

    Ich denke Lego wird weiterhin versuchen AR gestützte Themen zu entwickeln, aber ich denke sie müssen da ganz stark die Zielgruppe anpassen. Eher mit etwas, was sich an junge Erwachsene und Teenager richtet (Young Adults im Marketingsprech). Dazu müssen die Sets dann aber auch rund werden und eine Geschichte erzählen auch ohne Handy.

    Bei Vidyo wurden jetzt leider Ressourcen gebunden, die man sicher besser in die Ideas, Creator oder andere Themenreihen hätte stecken können. Ich hoffe das die Reihe nicht wiederkommt, obwohl ich über die bedruckte Fliese mit dem Astronauten sehr froh bin, die kommt bei mir in ein Space MOC 🙂

  25. In meinen Augen kein Verlust auch wenn einige Minis schon Cool ausgesehen haben. Da ich lange Zeit in Familie und Freundeskreis gesehen habe wie die durch die Benutzung von Smartphones abstumpfen und nicht mehr richtig Spielen können finde ich es ehr Falsch dies auch noch mit Spielzeug zu verknüpfen. Mittlerweile bin ich selber Vater und Handy und Co.haben bei uns nichts in Kinderzimmer und Kinderhände zu suchen was sich in der Aufgewecktheit, Neugieriger und Intresse an seinen Umfeld schon stark bemerkbar macht im Gegensatz zu den Kindern die nur noch am Telefon hängen .

  26. Aber es war ja Corona. Bessere Bedingungen zum Einführen des Themas hätten sie nicht haben können. Hat anscheinend trotzdem nicht funktioniert. Würde gerne mal die Meinung von Leuten hören, die das tatsächlich nutzen und Spaß damit haben.

    • Hier kannst du dich für eine aussagekräftige Antwort an die Kollegen von der Seite „zusammengebaut“ wenden…wie bei LEGO wird dort jedes vorgestellte Set oder Themengebiet positiv mit Begründung präsentiert.

    • Ich hoffe doch, dass die angefertigten Molds auch für andere Serien verwendet werden – die (Feen-)Flügel sind cool, der Kopfteil der DJs und ein paar mehr. Think about Nachhaltigkeit, LEGO, plaeeeeese!

  27. Also ich fand Vidyo gut, mir hat das gefallen… und ich steh dazu….
    Die Figuren sind super man kann mit Fantasie viel draus machen aus den Sets..
    Ich hätte als Kind gerne damit gespielt, auch ohne App….
    Ich mag auch die Sets die sind so schön Verrückt…
    Aber ich denke auch zu teuer ….

  28. Ein wichtiger Schritt für LEGO – ein großartiger Schritt für die Menschheit!

    Endlich fangen die bei LEGO endlich an zu begreifen, dass Kinder wie Erwachsene Spielfreude an Klemmbausteinen haben. Es muss nicht alles auf Teufel-komm-raus digitalisiert und Handy-based werden.
    Wenn ich Musik hören will, höre ich Musik oder oder schaue ein VidEo, oder ich spiele ein Computer- oder Konsolenspiel, wenn mir danach ist. Und dann kommt auch die Zeit, da ich Klemmbausteine IN DIE HAND nehmen möchte.
    Der Unsinn fing schon bei Hidden Side an und gipfelte in Vidiyo.
    Kinder sollten zum Spielen und Lesen angehalten werden und dabei auch die Haptik von Spielzeug und Büchern spüren. Und lernen, dass auch etwas ohne Handy funktioniert!

  29. Einerseits finde ich das wirklich schade, denn die Figuren haben mir sehr gut gefallen. Andererseits war das ganze Thema von Anfang an viel zu teuer und auch die App-Anbindung fand ich sehr uninteressant. Ich hoffe trotzdem auf die zweite Bandmates Minifiguren-Serie, die würde ich sofort kaufen. Und wenn die Sets jetzt mit grossen Rabatten verramscht werden, würd ich da auch zuschlagen.

    • Ich würde nicht mehr allzu lange darauf warten, man merkt das die Händler nichts mehr nachordern und die Preise jetzt schon wieder steigen. Anfang des Monats hat Sets noch locker mit 50-60% Rabatt bekommen, inzwischen sinds „nur noch“ 20-30%. Aktuell am günstigsten z.b. bei Alternate.

      Andere Händler die 50-60% Rabatt gegeben haben, allen voran Vedes, haben die Sets inzwischen ausgelistet bzw. die Sets zum UVP drin (vermutlich dann Bestellung on demand).

      • Ich warte ja immer noch darauf dass meine Vedes-Filiale mal mit den Preisen runtergeht. Jeden Samstag schaue ich mir kurz den voll bestückten Aufsteller an. Von den Bandmates fehlt seit einigen Wochen ein einzelnes Päckchen im Karton, so dass man das nächste besser greifen kann. Dann sehe ich darauf weiterhin die 4,99 und lege es gleich wieder zurück.

  30. ‚Lego, bleib bei deinen Steinen‘ 😉

    So sehr ich den Wunsch des Herstellers nach ‚Lego 2.0‘ verstehen kann, muss doch konstatiert werden, dass die Kernkompetenz der Klemmbausteinemacher seit jeher das Spielen ist.

    Ausreißer a la ‚Control+‘ können in gewissem Maße verkraftet werden – eine ganze Setlinie (wie zu beweisen war) nicht 😞

  31. Hallo Freunde,

    wie viele schon vor mir sah ich als Erwachsener auch kein richtiges Potential in VIDIYO, obwohl die Figuren teilweise wirklich klasse sind. Und was die Preise angeht, herr je!

    Was das Media-Blabla angeht, diese Einstellung, es gibt nur Erfolge und keine Fehler und die daraus entstehende Parallelwelt sieht man leider immer öfter, bei Konzernen, in der Politik – wie schön es nur wäre ein bisschen mehr Ehrlichkeit und Transparenz in der Welt zu haben… komm, Ray, wach auf! 😉
    Ich persönlich wäre überrascht wenn VIDIYO-Sets in 2023 nochmals kämen.

    Was LEGO und die digitale Welt angeht, bislang gab es eigentlich nur einen Erfolg, Minecraft. Aber das war auch – wenn ich es richtig vernommen habe – umgekehrte Reinfolge: es gab zuerst das Digitale, und dann LEGO.
    Tja, LEGO ist halt analoges Bauen…

    Warum dann diese Versuche sich unbedingt mit dem Digitalen zu verknüpfen?
    Ich denke es geht darum sich die AFOLs der Zukunft zu sichern.

    LEGO hat in den letzten 20 Jahren den Wert (und Geldbeutel/wirtschaftliches Potenzial) des AFOLs richtig wahrgenommen (und ausgenutzt). Wir alle hier sind praktisch im Sack: wer mit den legendären Sets der ’70er, ’80er aufgewachsen ist (Burgen, Classic Space, usw.), kommt früher oder später aus seinen Dark Ages raus und findet echt was in der 100-800 Euro-Liga. Das bringt mächtig Kohle.

    Jetzt sehe ich meine Tochter an, wenn wir sie liessen würde sie Tage lang am Handy hocken. Und sie und Ihresgleichen sind der Markt der Zukunft! Wie kannst du sie mit LEGO „infizieren“? Reichen da die rein analogen Sets aus?
    Hm… Nichts für Ungut, es gibt auch sehr wohl gute Sets im aktuellen Katalog, aber sieht Euch mal die nicht lizensierte „Kinder“-Produkte, wie z.B. die CITY-Serie an – kommen die jetzigen Sets an die alten Legenden ran? Ich finde nicht. Meine alten Polizeistationen und Feuerwehwachen machen da viel mehr Spass als die neuen blockfertigen Sets!
    Star Wars – cool, aber entweder viel-viel zu teuer (= gar nicht für Kinder gedacht), oder wie die neue Reihe: billiger zwar, aber qualitativ genauso viel minderwertiger (siehe 75300 vs. 75211/9492, 75301 vs. 75218/9493). Geschweige von Originalität. verglichen mit Classic Space…

    Was soll dann die Lösung sein? Liegt auf der Hand: es müsste eine Kreuzung von Handy-Welt und analoges Bauen her!
    … und daran versucht man in Billund zu basteln.

    Grüße,
    Ray

    • Sehe ich nicht, also dass das Handy irgendwie verwurstelt werden muss.

      Was ich da eher sehe, aber tunlichst vermieden wird, ist digitales Bauen am PC/Laptop. Wenn man dann bequem die Steine (natürlich nur aktuelle Formen) in Menge und in der gewünschten Farbe bei Lego (NEW) bestellen könnte … *träum*, was ich schon alles gebaut hätte. Mit Stud.io möglich. Kein Vergleich zu Bricklink, mit teilweisen alten Steinen und verteilte Bestellungen über mehrere Händler und Unsummen an Versandkosten und Zoll.

      • Ich glaube kaum, dass LEGO so viel billiger ist 🙈 Gut, die Extrakosten, die bei den verteilten Bestellungen über mehrere Händler anfallen und die viel höheren Versandkosten, und auch möglicher Ärger mit dem Zoll entfallen natürlich.
        Wenn ich so an mein erstes großes MOC zurückdenke, dann ist da schon ein recht hübsches Sümmchen an Geldausgaben zusammengekommen. Hatte alle Teile bei SuT bzw. PAB beim S@H bestellt. Mich hatten damals vorwiegend die von dir genannten Gründe davon abgehalten, bei BL zu bestellen, aber auch die ständigen Mindesteinkaufsmengen sowie nicht genügend vorrätige Teile eines Steinetyps, den ich für mein Vorhaben gebraucht hätte. Genau dieses „Splitten“ war mir letzten Endes zu stressig und die Kosten wurden dann auch schnell unübersichtlich.

      • Das gab es tatsächlich schon mal, vor so 10-15 Jahren. Erst unter dem Namen „LEGO Factory“, später „LEGO Design by Me“.
        Man konnte mit dem LDD entworfene Modelle hochladen und dann als Set bestellen – inklusive Anleitung und Karton. Daraus sind auch ein paar offizielle Sets wie etwa 10190 Market Street entstanden.
        Leider war das ganze preislich extrem heftig da es sich ja erstmal um Einzelanfertigungen handelte. Die heutigen UVP sind nichts dagegen.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Lego_Design_byME

    • Aber warum sind denn die Sets der 1970er/80er für dich „legendär“? Doch weil sie deine Kindheitserinnerung sind. Zudem sind in den 80ern noch viele Sets das erste Mal, dass Lego diese oder jene Idee umgesetzt hat. Gucke ich heute, ist alles schonmal irgendwie so ähnlich da gewesen – die Pistenraupe vor ~2 Jahren war mal was ganz neues.

      Das es CITY heute arg an Breite fehlt (immerhin gibt es jetzt wieder ein Wohnhaus) brauchen wir nicht zu diskutieren – wo sind Baufahrzeuge? Krankenhaus? Ein Hafen (auch um den Bogen zu Ninjago zu kriegen)? Ein Flughafen samt dem ganzen Kleinkram? Aber dass die Sets wirklich schlechter sind als damals, würde ich als rein subjektiv ansehen.

      Allgemein haben die Spielwelten (außer Star Wars und Minecraft) heute nicht mehr ihre komplett abgeschlossene Realität, sondern spielen – wie ja auch die dazugehörigen Filme und Serien – in einer ansonsten realen Welt. Eigentlich müsste Lego darauf viel mehr eingehen, diese „Übergänge“ zu pflegen…

  32. Was solls, für AFOLs gab es doch ein paar schöne Teile, welche man jetzt gut reduziert bekommen kann. Der nächste Flop steht bei Lego bestimmt schon in den Startlöchern, war doch bei Ninjago auch zum Anfang so, zuerst wollte sie keiner und nun sind sie das Zugpferd schlechthin.
    Besser mal etwas neues ausprobieren, anstatt das vorhandene solange auszulutschen, bis es keiner mehr will. So macht Vidiyo platz für wieder mal was neues, ich freu mich drauf!

    • …oder schlimmer: Bestehende Serien so zu verändern, dass man die alten Kunden verliert, ohne neue zu gewinnen. „Town jr“ anno 1997 ist dabei wohl das schlimmste Beispiel der Lego-Geschichte…

  33. Frage: Da die Händler ja die Sets von Lego gekauft haben hat Lego dadurch, dass die Serie nicht gut läuft keinen wirklichen Verlust gemacht, oder?

    Natürlich gibt es Entwicklungskosten die sich auf eine Serie die mehrere Jahre gut läuft besser aufteilt. Hier sind sicher die Kosten für die App zu nennen. Aber in den Sets selber steckt kaum Entwicklung. Die neuen Moulds für die Figuren können ohnehin nur kurz eingesetzt werden.

    Also liegt der größere Teil des Risikos bei den Händlern. Oder liege ich da ganz falsch?

    • Die Entwicklungkosten inkl. Planung, Testing, App-Entwickung und Co. dürften deutlich höher sein als das, was LEGO eingenommen hat. Auch die Entwicklung der Sets (Grafik-Design und Figuren) dürften nicht so gering sein, wie du annimmst glaube ich. Außerdem können Händler ja auch noch selber entscheiden, wie viel sie von etwas kaufen. Es gibt zwar meines Wissens Mindestabnahmemengen für Vollsortiments-Händler, aber dennoch dürften schon die Händler skeptisch gewesen sein und erstmal vorsichtig bestellt haben. Wenn es sich nicht verkauft, bestellen sie dann natürlich auch nicht nach.

      Ich denke, dass kein Händler an LEGO VIDIYO wirklich schlimm leidet, auch wenn sicherlich einige Händler in dem Bereich Verluste einfahren. Aber natürlich wird auch LEGO daran nicht pleite gehen 🙂 Es ist eben einfach ein Fehlschlag und man sollte nun weitermachen und wieder was cooleres entwickeln.

      Zu den Moulds: Da kommt es ganz darauf an, welche Moulds LEGO hier gemacht hat. Die haben durchaus sehr unterschiedliche Lebenszeiten.

    • Genau, die Kosten der App hat man sicherlich anders kalkuliert und dann gab es einige Formteile an den Beatboxen. Bei Figurenteilen hat Lego ja eh keine Hemmungen und die Musikinstrumente waren alle bereits bekannt.

  34. Sollte LEGO ein paar freie Lagerfächer für neue Elemente suchen, ich nehm ihnen gerne die ganzen Figuren und Accessoires wie Flügel und Kopfbedeckungen ab (unter anderem die Fee bietet sich ja ganz toll für ein Minifig-Elves-Theme an oder die ganzen Robofigs in einem abgefahrenen Sci-Fi Blade Runner-ähnlichem Setting; und mit ein bisschen AR als digital element hat man auch schon den nächsten nonhaptischen Kracher in den Startlöchern) 😇

  35. Ich kann Lukas nur zustimmen, was den „Spekulation“steil angeht. Und ich finde es gut, dass der Artikel auf den gesamten Kontext eingeht, anstatt nur die News zu bringen. : )

    Auch beim Marketingsprech kann ich nur zustimmen. Die Marketingabteilung sollte da etwas tiefer stapeln, sonst machen sie die ganze Firma unsympathisch bzw. lächerlich, wenn Offensichtliches und Schönreden zu sehr auseinandergehen.
    Etwas nach dem Motto: „Es lief nicht ganz, wie erhofft, aber wir lernen daraus und hoffen Euch bald eine verbesserte Fortsetzung zu bieten“; das wäre viel näher am Kunden. Verkündete Unfehlbarkeit verzeihen sogar dem Papst die wenigsten. ^^

    Wie man was vernünftiges mit Universal machen soll als Lego, ist mir leider unklar. Überhaupt finde ich es schwer Lego digital sinnvoll zu verbinden. Mario ist okay, aber nicht super.

    Hidden Side hatte ich mir anders vorgestellt und letztendlich war es ziemlich Banane (also die digitale Verknüpfung).

    Ich denke, wenn müssten sie halt mal eine digitale Sache richtig durchziehen, die zum Produkt passt. Das wäre eigentlich ein Onlinespiel a la Minecraft. Aber die fahren sie ja reihenweise an die Wand, anstatt sie zu supporten und zu verbessern.
    Wenn soetwas gut ginge, könnte ich mir vorstellen, aus dieser digitalen Palellwelt (die aus sich selbst Fans und Freude schafft) eine sinnvolle Verknüpfung mit dem analogen Lego hinzukriegen. Z.B Bauwettbewerbe im Spiel, Abstimmungen und dann gibts das Set im Handel. : )
    Aber das ist natürlich auch nur eine halbgare Idee.
    Ich kann Lukas nur zustimmen, was den Spekulationsteil angeht. Und ich finde es gut, dass der Artikel auf den gesamten Kontext eingeht, anstatt nur die News zu bringen. : )

  36. Ich bin jetzt sicher nicht die Zielgruppe für diese Musik und App und so was, daher kann ich schlecht einschätzen wie diese Funtuonalität von dem Käufern überhaupt wahr- und angenommen wurde. Ich bezweifel aber dass diese App-Dingens für viele der Kauftrigger war. Es waren einfach nette Figuren zu einem absoluten Horrorpreis. Das ist für mich bei dieser Serie hängen geblieben und damit habe ich immer nen großen Bogen drum gemacht.

  37. Ja Mensch, wer hätte das je denken können? Ach ja ,alle außer Lego. Mal gucken was die nächste grandiose Idee mit einer App sein wird. Das Thema war doch von der ersten Stunde an gescheitert.

  38. Schade. Bin im Lego-Shop drauf aufmerksam geworden, weil ich die Banshee cool fand.
    Die Idee ist mega. Ich produziere selbst Musik, wenn man ben eigenen Song reinladen könnte und die Püppchen dazu tanzen würden… Das wäre cool 😎

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