LEGO vs. Steingemachtes: Stellungnahme von LEGO zu einvernehmlicher Lösung und weiteren rechtlichen Schritten

Steingemachtes Jonnys World

Update (29. März, 15:38 Uhr): Soeben erreichte uns eine neue und ausführlichere Stellungnahme von LEGO in Bezug auf die aktuelle Auseinandersetzung zwischen LEGO und der Steingemachtes GmbH. Darin kündigt LEGO an, nach einer einvernehmlichen Lösung suchen zu wollen, aber gleichzeitig auch weitere rechtliche Schritte einleiten zu müssen. Den letzten Absatz, der die grundlegend neuen Infos beinhaltet, haben wir fett markiert:

Wir begrüßen einen fairen und gesunden Wettbewerb, da er uns und die Spielwarenindustrie dazu anhält, fokussiert zu sein und Verbrauchern eine breitere Auswahl bietet.

Am wichtigsten ist für uns, dass Konsumenten nicht fehlgeleitet werden. Wenn sie ein LEGO® Produkt kaufen, erhalten sie ein Produkt, das den strengsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entspricht – genau das, was sie von unseren Produkten erwarten können und sollten. Wenn Verbraucher Produkte anderer Hersteller erwerben und aufgrund der bewusst gewählten Produktähnlichkeit annehmen, dass sie echte LEGO® Produkte kaufen, können wir die entsprechenden Erwartungen der Konsumenten hinsichtlich Sicherheit und Qualität nicht erfüllen, da es sich um ein Alternativprodukt handelt. Es ist wichtig, dass Verbraucher in der Lage sind, informierte Entscheidungen zu treffen.

Zum Schutz unseres geistigen Eigentums, einschließlich unserer Markenrechte und Patente, und um das Vertrauen von Verbrauchern zu wahren, ergreifen wir nur dann Maßnahmen, wenn sie rechtlich unumgänglich sind.

Derzeit prüfen wir, ob in dieser Angelegenheit eine einvernehmliche Lösung zwischen den Parteien gefunden werden kann. Innerhalb der gesetzlichen Frist ist dies jedoch aufgrund der Komplexität des Falles nicht möglich. Infolgedessen haben wir uns entschlossen, die nächsten rechtlichen Schritte einzuleiten, während wir weiter nach einer einvernehmlichen Lösung suchen, da wir der Meinung sind, dass eine Verletzung unserer 3D-Markenrechte der LEGO® Minifigur vorliegt.   

Aus dieser Stellungnahme wird deutlich, dass LEGO innerhalb der Fristverlängerung, die beim Zoll für die Zurückhaltung der restlichen Waren (83% wurden bereits freigegeben) erbeten wurde, scheinbar nicht final klären konnte, wie es mit dem Sachverhalt nun weitergehen soll.

LEGO musste sich nun entscheiden: Entweder den Container freigeben (und damit indirekt anerkennen, dass keine Rechtsverletzung vorliegt) oder aber ein Gerichtsverfahren anstreben. Bei LEGO hat man sich nun für Letzteres entschieden, beteuert aber zumindest die Bereitschaft, eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung zu finden, was auch nach dem Start eines Verfahrens noch möglich ist.

Dass LEGO hier eine proaktive Stellungnahme verschickt und darin zumindest den Ansatz einer Erklärung mitliefert, ist ein positiver Schritt hin zu mehr Kommunikation. Wie die „nächsten rechtlichen Schritte“ in der Praxis aussehen und wie sich der Fall weiterentwickelt, darüber halten wir euch auf dem Laufenden. Vermutlich dürfte dazu entweder heute oder morgen ein neues Video bei Johnny’s World erscheinen.


Update (17. März, 11:44 Uhr): Es gab in den letzten Tagen einige Entwicklungen rund um die Causa LEGO vs. Steingemachtes, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Wir haben nämlich zum einen eine Stellungnahme des Zolls bekommen und zum anderen gibt es ein neues Update-Video auf dem Youtube-Kanal von Johnny’s World, das ein paar neue Informationen beinhaltet.

Schauen wir uns zunächst kurz die Informationen des Zoll an, die uns per Mail zugeschickt wurden. Der Text ist (wie zu erwarten war) leider sehr allgemein gehalten. Darin bestätigt der Zoll im Wesentlichen, dass er mit Inhabern von Schutzrechten intensiv zusammenarbeitet und auf Basis von Anträgen und der darin zur Verfügung gestellten Informationen „grundsätzlich risikoorientiert und stichprobenartig“ Sendungen prüft. Welchen Einfluss ein Eintrag in das Zollinformationssystem ganz konkret hat, wurde uns leider bis heute nicht beantwortet.

Hier die Stellungnahme des Hauptzollamt Bremen in vollem Wortlaut:

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich aufgrund des Steuergeheimnisses nicht zu konkreten Sachverhalten äußern kann. Aus diesem Grund kann ich Ihnen ausschließlich allgemeine Erläuterungen zum Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes geben.

Es ist Aufgabe des Zolls, den Warenverkehr über die Grenzen des Zollgebiets der Europäischen Union unter anderem im Hinblick auf Marken- und Produktpiraterie zu überwachen. Die Einfuhrkontrollen des Zolls sind dabei ein wesentlicher Baustein im Kampf gegen diese Form der internationalen Wirtschaftskriminalität.

Werden im Rahmen von zollrechtlichen Kontrollen Waren festgestellt, bei denen der Verdacht einer Rechtsverletzung im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes besteht, werden die Zollbehörden auf Grundlage der VO(EU) 608/2013 tätig und halten die Ware an. Das Tätigwerden der Zollbehörden erfolgt grundsätzlich auf Antrag eines Inhabers von Schutzrechten. Die Entscheidung hinsichtlich des Vorliegens eines Verdachts auf eine Schutzrechtsverletzung ergibt sich aus den vom Antragsteller im Rahmen der Antragstellung zur Verfügung gestellten Informationen. Der Anmelder oder Besitzer der Ware wird über den Grund der Anhaltung unterrichtet. Nach der Anhaltung ist es Sache des Rechteinhabers innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist von 10 Tagen zu prüfen und zu bestätigen, ob es sich nach seiner Überzeugung um schutzrechtsverletzende Waren handelt und gegebenenfalls ein zivilgerichtliches Verfahren zur Feststellung der Rechtsverletzung im Falle eines Widerspruchs des Anmelders/Besitzers einzuleiten.

Die Kontrollen des Zolls erfolgen grundsätzlich risikoorientiert und stichprobenartig. Basis hierfür ist eine komplexe Risikobetrachtung, die alle wesentlichen Risikofaktoren einbezieht und den Zöllnerinnen und Zöllnern vor Ort gezielt Informationen und Hinweise zur Verfügung stellt. Ich bitte um Verständnis, dass Einzelheiten zum Verfahren der Risikoanalyse nicht kommuniziert werden können.

Weitere Informationen zum Tätigwerden der Zollbehörden im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes können Sie der Internetseite www.zoll.de entnehmen

Neben dem Statement vom Zoll gab es gestern noch ein weiteres Update im Youtube-Kanal von Johnny’s World, in dem über den aktuellen Stand der Aktion berichtet wurde. Außerdem wurden neue Dokumente veröffentlicht.

Demnach hat der Zoll nun insgesamt 11503 von 13838 Sets (also 83%) freigegeben, so dass diese nun an die Steingemachtes GmbH geliefert werden können. Was die restlichen 2335 Sets angeht, hat LEGO sich eine Fristverlängerung um 10 Arbeitstage erbeten. Wir sollten also vermutlich ab dem 26. März neue Informationen bekommen, zumindest insofern Thorsten Klahold diese auch wieder veröffentlicht.

Dank des nun veröffentlichten Schreibens wissen wir nun immerhin mit Sicherheit, dass alle beanstandeten Sets die Qman Minifigur beinhalten und auch ganz konkret, welche Sets das sind. Es geht dabei um Sets aus den Qman Themenwelten „Thunder Mission“,  „Battle Force“, „Mine City“, „City“ und „Combat Zones“.

Ein weiteres Schreiben von der Kanzlei Von Bülow und Tamada (die als Vertreterin von Qman und der Steingemachtes GmbH tätig ist) an die Kanzlei von Hogan Lovells (der Vertreterin von LEGO), wurde ebenfalls veröffentlicht.

Darin geht der Anwalt auch auf den drohenden Imageverlust bei LEGO ein und bietet an, eine gemeinsame Lösung zu finden, unter welchen Bedingungen eine Qman Minifigur in Zukunft weltweit vertrieben werden darf. Dabei wird allerdings auch eindeutig klargestellt, dass es einige unverhandelbare Punkte gibt und dass Qman bzw. die Steingemachtes GmbH sich erst durch ein höchstrichterliches Urteil den generellen Vertrieb der Minifiguren untersagen lassen würde. Außerdem wird durch die Hinweise auf das hohe Interesse der Presse hier durchaus ein gewisser Druck auf LEGO aufgebaut:

Angesichts des regen Interesses in der regionalen und überregionalen Presse an diesem Fall und insbesondere vor dem Hintergrund der im Raum stehenden Spendenaktion müsste eigentlich allen Parteien daran gelegen sein, eine friedliche Lösung zu finden. Ich bitte Sie daher eindringlich, mit Ihrer Mandantin die Rahmenbedingungen für die Änderungen an den Qman­ Bubblehead-Figuren auszuloten, die notwendig wären, um zukünftig rechtlichen Problemen zwischen unseren Mandantinnen aus dem Weg zu gehen.

Es dürfte interessant bleiben, wie die Auseinandersetzung der beiden Parteien nun weitergeht. Vermutlich wird, nun da ein großer Teil der Sets freigegeben wurde und vermutlich beide Parteien Interesse an einer außergerichtlichen Einigung in diesem Fall haben, die Brisanz des Falls wieder etwas abnehmen. Hoffentlich kehrt dann auch eine gewisse Ruhe in die Community zurück, wozu im aktuellen Video von Johnny’s World auch aufgerufen wird.

Ansonsten beinhaltet das Video noch weitere Informationen über die Expandierungspläne von Qman, samt einem Flagship Store in Deutschland. Da diese für die vorliegende Auseinandersetzung weniger relevant sind, soll das hier eine Randnotiz bleiben. Die Spendenaktion ist mittlerweile bei einem Stand von rund 475.000 Euro angelangt und Thorsten Klahold hat (auch aus logistischen Gründen) angekündigt, spätestens bei 500.000 Euro die Reißleine zu ziehen und die Aktion zu beenden. Als Hersteller sind hier bisher Qman und Keeppley (gehört zu Qman), aber auch CaDA und Kazi mit an Bord, da diese nach der EN71 Norm herstellen können.


Originalbeitrag (10. März): Vergangenen Donnerstag schlug abermals ein Video hohe Wellen, in dem eine juristische Auseinandersetzung zwischen der LEGO Juris A/S und einem deutschen Händler und Importeuer alternativer Klemmbausteine besprochen wurde. Das Thema: Ein kompletter Container voll mit Sets der Firma Qman, die für die Steingemachtes GmbH, besser bekannt als Firma des Youtubers Johnny’s World aka Thorsten Klahold, bestimmt waren, wird vom deutschen Zoll festgehalten – der Warenwert liegt wohl bei 60.000 Euro und der potentielle Streitwert natürlich noch deutlich darüber.

Wir wollen in diesem Beitrag einmal ausführlich (die Lesezeit beträgt vermutlich über 30 Minuten) einordnen, was passiert ist, und an einigen Stellen auch den Hintergrund beleuchten.

Damit wir aber nicht nur übereinander, sondern eben auch miteinander reden, haben wir ein ausführliches Audio-Interview mit Thorsten geführt, das wir hier auch im Beitrag eingebunden haben. Das Interview erscheint auch als Sonderfolge unseres StoneWars LEGO News Podcasts im ganz normalen Podcast Feed auf iTunes, Spotify und Co.

Direkt zu Anfang noch ein kleiner Disclaimer: Dieser Artikel ist ein Gemeinschaftsprojekt, daher haben wir ihn auch unter dem StoneWars Team-Account veröffentlicht. Geschrieben wurde er von Jens Herwig und Lukas Kurth.

Der aktuelle Fall: Was ist geschehen?

Als Grundlage für diesen Artikel solltet ihr das Video von Johnny’s World zum Thema gesehen haben. In diesem Video ist Thorsten, trotz der Situation, in der er sich befindet, durchaus bemüht, das Thema so sachlich, wie das als Betroffener eben möglich ist, zu behandeln. Da es mittlerweile auch auf mehreren anderen YouTube-Kanälen teilweise stark verzerrte Darstellungen der Situation gibt, legen wir euch hier deshalb noch einmal das ursprüngliche Video ans Herz.

Behaltet dabei bitte dennoch im Hinterkopf, dass ein Video von einer der betroffenen Parteien eben naturgemäß immer nur eine Sichtweise wiedergeben und niemals wirklich unparteiisch sein kann.

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Nach Veröffentlichung des ersten Videos wurden im Kanal von Johnny’s World noch zwei weitere Videos veröffentlicht, bei denen es sich um Wasserstandsmeldungen zum selben Fall handelt. Diese könnt ihr euch noch hier und hier ansehen. Darin werden verschiedene Themen sowie der jeweils aktuelle Stand der Spendenaktion angesprochen. Die wichtigsten Punkte aus den Videos werden wir im Folgenden aufgreifen.

Seit heute sind auch zahlreiche Dokumente aus dem Fall öffentlich zugänglich. Den Schriftwechsel, beginnend mit der ersten Abmahnung, könnt ihr euch hier herunterladen. Auch diese sind Grundlage für den folgenden Artikel.

Erste Abmahnung durch LEGO

Im Dezember 2020 erhielt Thorsten Klahold bzw. die Steingemachtes GmbH, die als Generalimporteur der Marke Qman für Deutschland fungiert, eine Abmahnung von der Anwaltskanzlei Hogan Lovells als Vertreterin der LEGO Juris A/S. Als Begründung wurden Rechteverletzungen durch die Minifiguren diverser Hersteller, u.a. Qman, angeführt. Auch ein oder mehrere Sets, die, so Klahold wörtlich, „eine sehr nahe Verwandschaft“ zu LEGO Sets hätten, wurden bemängelt. Dies betraf jedoch offenbar keine Sets von Qman, zumindest wurde im Video auf Johnny’s World, das die Abmahnung thematisiert, keines gezeigt.

Laut den nun vorliegenden Unterlagen beziehen sich die Anwälte von LEGO beim Hersteller Qman zum einen auf die 3D-Marke der Minifigur sowie deren urheberrechtlichen Schutz, da es sich dabei um eine „persönliche geistige Schöpfung“ handele, die „den Urheberrechtsschutz erforderliche Gestaltungshöhe erreicht“. Zum anderen bezieht man sich auf den Designschutz der LEGO Friends Figur.

Klahold widersprach, signalisierte aber nach eigener Aussage der Anwaltskanzlei, dass er Interesse an einer gütlichen Einigung habe und gesprächsbereit sei. Dies wurde ihm offenbar auch von der Gegenseite signalisiert. Daraufhin habe sich diese allerdings nicht mehr bei ihm gemeldet, so Klahold in seinem oben eingebundenen Video.

Eintrag im Zollinformationssystem

Wie Klahold inzwischen mündlich erfuhr, soll LEGO bzw. deren Vertreter Ende Januar oder Anfang Februar eine Eintragung seiner Person, der Firma Steingemachtes sowie des Herstellers Qman im Zollinformationssystem (ZIS) erwirkt haben, wo er und die Firmen deshalb nun europaweit als „Verdachtsfälle“ registriert seien, gegen IP-Rechte zu verstoßen. Dies führe dazu, dass entsprechende Lieferungen nun beim Zoll einer besonderen Kontrolle unterlägen, auch in anderen europäischen Ländern (wo Qman-Produkte durch andere Importeure eingeführt werden).

Unklar ist hier, welche Auswirkung dieser Eintrag im Zollinformationssystem wirklich hat. Grundsätzlich hat LEGO seit einigen Jahren ein sogenanntes Grenzbeschlagnahmeverfahren für alle Klemmbausteine erwirkt, die grundsätzlich, sollte eine Sendung mit Klemmbausteinen auffallen, für einen genaueren Blick sorgen sollte. Dies hat auch zur Folge, dass selbst Bestellungen, die ausschließlich LEGO Elemente enthalten, beim Zoll zu einer genaueren Beschau durch einen Zollbeamten führen können. Das haben zum Beispiel viele Besteller beim letzten AFOL Designer Programm erfahren müssen und es zog viele aufwendige Auseinandersetzungen mit dem Zoll nach sich, obwohl es sich um eine von LEGO selbst unterstützte Aktion handelte.

Bei größeren Mengen kann es aufgrund des Grenzbeschlagnahmeverfahrens sogar dazu kommen, dass selbst bei einer Bestellung originaler LEGO Sets aus einem Drittland auch ein Vertreter von LEGO die Ware überprüft, bevor der Zoll sie freigibt. Diesen Vorgang konnte uns ein deutscher LEGO Händler bestätigen, der selbst schon größere Mengen LEGO aus Drittstaaten bestellt hat.

Ob der Eintrag im ZIS aber dazu führt, dass eine erhöhte Menge an Stichproben beim Zoll durchgeführt wird, ist leider nicht ganz eindeutig nachvollziehbar, scheint aber sehr wahrscheinlich.

Der Container beim Zoll

Am 10. Februar erhielt Klahold die Information, dass ein Container mit Sets (ausschließlich von Qman) zum Zwecke einer (zweiten) Zollbeschau zurückgehalten werde, für die der Container geleert und jedes Produkt begutachtet werden müsse. Die Begründung: Verdacht auf Verletzung von IP-Rechten und auf Schadstoffemissionen. Hierzu sei ein Hinweis beim Zoll eingegangen, erfuhr Klahold auf Nachfrage mündlich.

Am 26. Februar sei Klaholds Spediteur über eine „Aussetzung der Überlassung“ des Containers informiert worden, da der „Verdacht auf Verletzung von Urheberrecht und verwandten Rechten“ bestehe. Begründet worden sei dies mit Art. 17 VO (EU) Nr. 608/2013. Dort heißt es:

Aussetzung der Überlassung oder Zurückhaltung von Waren nach Stattgabe eines Antrags
(1) Ermitteln die Zollbehörden Waren, die im Verdacht ste­hen, ein Recht geistigen Eigentums zu verletzen, das in einer Entscheidung über die Stattgabe eines Antrags aufgeführt ist, so setzen sie die Überlassung der Waren aus oder halten die Waren zurück.

Klahold legte Widerspruch ein. Inzwischen ist durch die explizite Nennung in der Bestätigung dieses Widerspruches belegt, dass es sich bei der Antragstellerin um die LEGO A/S gehandelt hat. LEGO hat also beantragt, dass die Waren weiterhin zurückgehalten werden sollen.

Die Ware stehe nun in Bremerhaven, es entstehen tägliche Lagerkosten sowie weitere Kosten durch den höheren Aufwand beim Zoll, die Summe beläuft sich aktuell nach Aussage von Klahold bereits auf über 5.000,- Euro. LEGO habe nach Eingang des Widerspruchs zehn (Arbeits-) Tage lang Zeit, um Anklage zu erheben, ansonsten werde die Ware freigegeben.

Soweit die Aufbereitung des Hergangs, die Klahold in seinem ersten Video darstellt. Er skizziert seine Optionen wie folgt:

  • Zustimmung zur Vernichtung der Ware. Dies würde Kosten in Höhe von ca. 60.000,- Euro (also dem Wert der Ware) verursachen, zusätzlich zu den bereits entstandenen Zoll- und Lagerkosten, und könnte außerdem die Position der Steingemachtes GmbH in einem zukünftigen Prozess gegen LEGO entscheidend schwächen.
  • Durchfechten eines Verfahrens. Hierbei entstünden voraussichtlich ca. 30.000,- Euro Kosten für das Einlagern der Ware zusätzlich zu den bereits entstandenen Kosten, außerdem hohe Prozesskosten – Klahold rechnet mit bis zu 100.000,- Euro, die ihm selbst im Falle eines Gewinns wohl nur zum Teil von der Gegenseite erstattet würden. Diese teilweise Erstattung ist ein üblicher Vorgang und richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz.

Nach Aussage Klaholds bedeutet die Eintragung im ZIS außerdem, dass bis zum Ende eines Prozesses jeder seiner Importe beim Zoll besonders geprüft und ggf. zurückgehalten werde, was in jedem Fall hohe Zusatzkosten bedeute und schlechtestenfalls sogar bewirken könne, dass er überhaupt keine Waren mehr importieren könne und damit nahezu unfähig sein, sein Geschäft weiter zu betreiben. Auch sei ihm aufgrund der Eintragung im ZIS seine Transportversicherung gekündigt worden.

Qman übernimmt alle Kosten

Inzwischen hat sich der Hersteller Qman offenbar bereiterklärt, anfallende Prozess- und Lagerkosten zu übernehmen, wie Klahold in einem Update-Video mitteilt. Er wäre zwar weiterhin in der Ausübung seines Geschäfts eingeschränkt, aber zumindest sein sonstiges finanzielles Risiko wird hierdurch stark reduziert.

Daraus entsteht auch eine neue Situation: Der Streit von LEGO gegen die Steingemachtes GmbH wird eher zu einem Streit von LEGO gegen Qman und wird in Stellvertretung durch Thorsten Klahold geführt. Es ist also wenigstens fraglich, ob LEGO hier gezielt einen kleinen Händler in Deutschland vernichten will oder ob LEGO nicht viel eher einen der größten Klemmbausteinhersteller auf dem asiatischen Markt, der dabei die Kernzielgruppe von LEGO beliefern möchte, daran hindern will, in Europa Fuß zu fassen, woran Klahold, der gerade im Begriff ist, Vertriebswege und Marketing in Deutschland aufzubauen, freilich entscheidend beteiligt wäre.

Freigabe der restlichen Ware

In unserem Interview hat Thorsten Klahold bestätigt, dass nicht alle Sets, sondern lediglich rund 1/5 der Sets beanstandet wurden. Während er im Interview noch davon ausging, dass die restlichen Waren nicht freigegeben werden, sieht das nun anscheinend anders aus. Aus den veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass LEGO sich bereiterklärt hat, die nicht beanstandeten Sets freizugeben.

Bezüglich der im Übrigen vom Zoll beschlagnahmten Waren ist unsere Mandantin ausnahmsweise bereit, ohne Präjudiz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht einer Freigabe der in dieser Sache zunächst festgehaltenen Waren zuzustimmen.

Unsere Mandantin behält sich allerdings ausdrücklich vor, Rechtsverletzungen durch die gegenständlichen Spielzeugsets und/oder der darin enthaltenen Spielzeugfiguren nachfolgend auf gerichtlichem Wege geltend zu machen.

Damit könnte ein Großteil der Ware vorerst auch in den Verkauf gehen. Dazu hat sich Thorsten Klahold allerdings nicht bereiterklärt und wünscht sich eine endgültige gerichtliche Klärung der Situation.

Die Stellungnahme von LEGO

Mit einiger Verspätung hat LEGO sich am heutigen Mittwoch, dem 10. März, auch zu einer Stellungnahme durchgerungen und uns diese zukommen lassen. Wie das leider bei einem Konzern wie LEGO zu erwarten war, ist diese Stellungnahme sehr allgemein gehalten. Wir wollen sie euch natürlich dennoch nicht vorenthalten.

Wer ein LEGO Produkt kauft, erhält ein Produkt von einwandfreier Qualität, welches die strengsten Sicherheitsstandards erfüllt. Genau das können Verbraucher von unseren Produkten erwarten. Daher beobachten wir Hersteller von Plagiaten weltweit und konzentrieren uns darauf sicherzustellen, dass unsere Markenrechte und Patente sowie unser geistiges Eigentum nicht verletzt werden. Wie viele globale Marken arbeiten auch wir aus diesem Grund in zahlreichen Ländern mit dem Zoll zusammen, um gegen den Handel mit Plagiaten und mögliche rechtliche Verstöße vorzugehen.

Dass LEGO hier ganz konkret von „Hersteller von Plagiaten“ spricht und die (heutige) Firma Qman dadurch mit Herstellern wie Lepin in einen Topf wirft, ist zum aktuellen Zeitpunkt mindestens streitbar, wobei wir euch im nächsten Abschnitt die Firma Qman noch genauer vorstellen wollen. Aus der Sicht von LEGO mag das vielleicht zutreffen. Gerichtlich entschieden, ob es sich bei den Sets (oder eben vermutlich vielmehr bei den Minifiguren) von Qman um „Plagiate“ handelt, ist allerdings noch nichts.

… und eine Stellungnahme vom Zoll?

Leider hat das Hauptzollamt Bremen, Zollamt Bremerhaven auf unsere schriftlichen Presseanfragen bisher nicht reagiert. Telefonisch berief man sich dort (trotz absolut allgemeiner Anfragen, die sich nicht auf den konkreten Fall bezogen) auf Steuergeheimnisse. Wir konnten demnach leider nicht in Erfahrung bringen, wie generell eine Eintragung im Zollinformationssystem zustande kommt und welche konkreten Auswirkungen eine solche Eintragung hat. Hierzu finden sich auch leider nicht wirklich (verständliche) Dokumente im Netz.

Sollten wir doch noch eine Rückmeldung vom Zoll bekommen, werden wir diese hier ergänzen. Eventuell ging unsere Anfrage auch nur in der großen Zahl der teilweise extrem unter die Gürtellinie gehenden Beleidigungen unter, die die zuständigen Zollbeamten in den vergangenen Tagen wohl aus der aufgebrachten Community erreichten.

Die Firma Qman

Kommen wir nun zur Firma Qman. Dabei wollen wir die aktuelle Firma vorstellen, aber auch einen Blick in die Vergangenheit werfen. Eigentlich heißt die Firma „Guangdong QMANCulture Communication Co., Ltd“ und nennt sich selbst „QMAN Culture Communication“. Sie wurde 1994 gegründet, wobei schon 1984 die „Shantou Chenghai Huaxin Plastic Moulding Factory“ als Vorgänger gegründet wurde.

Vergangenheit

Wie die meisten Anbieter alternativer Klemmbausteine aus dem asiatischen Raum hat Qman, die damals noch „Enlighten“ hießen, als reiner Plagiator begonnen und in den 1990er und 2000er Jahren das gemacht, für das Lepin bis zur Verhaftung der Inhaber berüchtigt war: Offizielle LEGO Sets wurden identisch kopiert.

Ironischerweise unter dem Label „Shifty“, was übersetzt nichts anderes als „zwielichtig“ bedeutet, veröffentlichte Enlighten damals haufenweise Kopien von LEGO System Sets.

LEGO 1713 Vs Enlighten 9603 1LEGO 1713 Vs Enlighten 9603 2

Dabei ist übrigens nicht nur das Set, sondern auch das Artwork im reinsten Sinne des Wortes „kopiert“ und anschließend vermutlich einfach „übermalt“ worden, was sich gut an den Silhouetten von „System“ und „Shifty“ zeigen lässt. Das ist vermutlich der damals noch in den Kinderschuhen steckenden Bildbearbeitungssoftware geschuldet… 😉

System Shifty Gif

Im Laufe der Jahre distanzierte sich Enlighten dann aber von den Anfängen und begann, auch eigene Sets herzustellen. Bei einigen Sets verließ man sich dabei, zumindest was Ideen und Designsprache anging, auf die erklärten Vorbilder aus Dänemark, stellte aber keine exakten Kopien von Sets mehr her. Allerdings entsprechen oft die Ideen oder Teile der Designs noch ziemlich genau dem, was einige Jahre zuvor in Dänemark erdacht wurde, wie zum Beispiel der folgende Vergleich zweier Mechs zeigt, die 2016 bei LEGO und 2017 bei Qman erschienen.

LEGO Nexo Knights 70327 Der Mech Des Koenigs Box 2016Enlighten The War Of Glory 2313 Justice Mecha 2017

Auch in anderen Themenwelten findet man immer mal wieder Sets, bei denen sich Qman in der Farbgestaltung und Konzepten bei LEGO orientiert, so z.B. beim Tiefsee-Thema, das LEGO 2015 und Qman 2018 auf den Markt brachte.

LEGO City 60095 Tiefsee Expeditionsschiff 2015Qman Kyanite Squad 2416 Delta Command Ship 2018

Hierzu muss aber gesagt werden, dass reine Ideen eben erst einmal nicht schützbar sind. Man darf das Verhalten von Qman hier zwar unschön finden, es bewegt sich allerdings (zumindest, was eben die Übernahme von Set-Ideen, Farbgestaltungen und Konzepten angeht) wohl im rechtlich zulässigen Rahmen. Auch muss man Qman fairerweise zugestehen, dass in jüngerer Vergangenheit zwar Ideen und Konzepte übernommen wurden, die überwiegende Mehrheit der Designs aber eigenständig ist und mit vielen eigenen (konzeptionellen) Ideen und Details aufwartet. Das wird deutlich, wenn man sich statt einzelner Produkte einmal die kompletten Themenreihen auf der Qman-Seite anschaut, z.B. die Tiefsee-Sets oder die „The War of Glory“-Reihe, aus denen die beiden obigen Beispiele stammen.

Hierzu ein Hinweis: Die eingebundenen Bilder stammen von der Qman-Seite für den asiatischen Markt. Da es dort das Konzept der 3D-Marke nicht gibt, ist es zulässig, dass Qman für diese Sets Minifiguren verwendet, die denen von LEGO entsprechen.

Der „Weg der Inspiration“ zwischen LEGO und Enlighten ist übrigens nicht unbedingt eine Einbahnstraße. So hat Qman schon im Jahr 2018 eine Serie namens Monkey King veröffentlicht, die genau wie die von LEGO veröffentlichte Monkie Kid Serie auf dem extrem populären (und frei für jeden verfügbaren, weil uralten) Quellmaterial „Journey to the West“ basiert. Zwar weichen die Designs von LEGO in vielen Punkten ab, aber die bekannten Charaktere (wie z.B. der Bull Demon) wurden von beiden Firmen vermutlich genutzt, weil es sich um wesentliche Figuren in der Erzählung handelt.

Man kann hier spekulieren, ob LEGO sich vielleicht aufgrund der Ähnlichkeit zu Qmans „Monkey King“ Serie dazu entschied, die eigene Serie zunächst „Monkey Kid“, später sogar „Monkie Kid“ zu nennen, um eine bessere Unterscheidung zu gewährleisten. Darauf deutet zumindest das damals zunächst angemeldete „Monkey Kid“ Logo hin.

Gegenwart

Vor rund zwei Jahren benannte sich Enlighten dann endgültig in Qman um und firmiert seitdem unter diesem neuen Namen. Das Steinesortiment ist relativ nah an dem von LEGO gehalten, wobei Qman bei noch geschützten Einzelsteinen kleinere Veränderungen vornimmt, um den verschiedenen weltweit geltenden Regelungen und Gesetzen zu entsprechen. Alle Steine und Figuren sind natürlich voll kompatibel zum LEGO System.

Laut eigener Aussage ist Qman mittlerweile die „führende Marke“ für Klemmbausteine auf dem chinesischen Markt.

Den Angaben auf der Website zufolge besitzt Qman mehr als 3000 Spritzgussformen und ist in der Lage, mehr als 45 Millionen Sets pro Jahr zu produzieren. Seit 2003 ist Qman in Osteuropa die zweitgrößte Klemmbausteinfirma. In 2017 hat man erstmalig eine jährliche Produktionsmenge von 15 Milliarden Steinen erreicht. Die letzten uns bekannten Zahlen von LEGO liegen bei etwa 60 bis 75 Milliarden Steinen pro Jahr – damit wäre LEGO also „nur“ vier bis fünf Mal so groß wie Qman.

Konkrete Zahlen zur Anzahl der Mitarbeiter findet man leider keine. Laut einem Firmenprofil bei Alibaba arbeiten zwischen 500 bis 1000 Angestellte für Qman, aber diese Zahl könnte auch falsch sein. Im Gegensatz zu LEGO veröffentlicht Qman leider keine Bilanzen oder andere Informationen über Umsätze und Gewinne.

Wir können hier festhalten, dass Qman zwar sicherlich nicht so groß wie LEGO, aber eben auch keine kleine Firma ist, sondern ein mittlerweile großer Konzern mit extrem hohen Produktionskapazitäten.

Was das Thema „Plagiate“ angeht, brachte Qman auch in jüngster Vergangenheit noch einige diskussionswürdige Produkte auf den Markt und orientiert sich beispielsweise in der Bauform und bei der Auswahl einiger Fahrzeuge eindeutig an LEGO. So erschienen im Rahmen der MineCity Racing Car Series mehrere Fahrzeuge mit Markenlogos, die an real existierende Rennwagen-Sponsoren angelehnt sind. Außerdem werden rein zufällig die Fahrzeuge als kleinere Versionen und in genau den Farbvarianten umgesetzt, die sich bei LEGO im Rahmen der LEGO Technic Serie gut verkaufen – natürlich ohne Lizenz.

Auch das ist vermutlich nicht verboten, darf hier aber zumindest angemerkt werden.

Die Fair Play-Broschüre von LEGO

LEGO ist als Weltmarktführer im Bereich Klemmbausteine, der zudem – ausgehend von anfangs nur einigen wenigen Standardsteinen – ein höchst komplexes System von tausenden Bauelementen entwickelt hat, am Schutz der eigenen Marken und Designs äußerst interessiert. Da die meisten Steine inzwischen aufgrund ausgelaufener Patente und Schutzrechte von anderen Firmen kopiert werden dürfen, konzentriert sich LEGO dabei vor allem auf den Schutz der „Trademarks“, also Namen, Logos, Verpackungsgestaltung usw., um sich von den Alternativherstellern auch weiterhin absetzen zu können und um zu verhindern, dass die eigenen Marken verwässert werden. Die Bestrebungen, die LEGO dabei unternimmt, sowie die eigene Sichtweise darauf, wie diese Trademarks geschützt werden (sollten), hat LEGO in einem öffentlich abrufbaren Leitfaden, der „Fair Play Broschüre“, dargelegt. Wir möchten hier einige der wesentlichen Aussagen, die für diesen Artikel relevant sind, zitieren und kommentieren.

Direkt in der Einleitung der Broschüre finden wir das folgende Zitat:

Insufficient protection of product rights works to the disadvantage of manufacturers who invest heavily in product development, product safety, quality control and marketing.

Copying makes it difficult for consumers to choose on an informed basis.

Dieser kurze Abschnitt fasst den Kern sowohl der Intention als auch der Kommunikation von LEGO zusammen: Es geht darum, die eigenen Investitionen (und natürlich die Marktposition, das wird hier jedoch nicht erwähnt) zu schützen. Das dafür nötige, mitunter für den Laien übertrieben hart wirkende, Vorgehen wird in der Außendarstellung mit dem Schutz der Verbraucher begründet, die sich sonst versehentlich für ein minderwertiges Produkt entscheiden könnten, in der irrtümlichen Annahme, es handele sich um ein Produkt von LEGO. Das wird später in der Broschüre noch genauer ausgeführt, z.B. im Abschnitt „Fair or unfair“:

Legal rights as well as common regard for fair play are increasingly violated by copyists in their attempts to mislead consumers by trading on the reputation of well-established products and trademarks.

The LEGO Group actively opposes any misuse that violates the protection granted under national and international legislation. We feel we have good reasons to do so; one of the aims of such legislation is to guarantee to consumers that they are buying the genuine, original product and not an inferior copy.

Als Beispiele werden z.B. Abwandlungen des LEGO Logos sowie im Abschnitt „Product Copying“ einige Sets gezeigt, die tatsächlich 1:1-Kopien von LEGO Produkten darstellen.

LEGO Fair Play Broschuere Product Copying Beispiele

Diese Beispiele sind wohl unstrittig, es handelt sich hier um offensichtliche Plagiate, die reine „Trittbrettfahrer“ von LEGO sind. Diskussionswürdig ist allerdings ein anderer Aspekt: die LEGO Minifigur. Im Abschnitt „Misuse of trademarks“ lesen wir:

Product names, logos and product shapes which obviously imitate the LEGO Group’s registered trademarks are frequently used to mislead consumers into thinking that they are buying genuine LEGO® products.

The LEGO Group is also the owner of a whole range of additional trademarks, including the LEGO logo, the minifigure, the basic brick and the knobs.

The top box to the right shows some of the trademarks of the LEGO Group. They are not to be copied, depicted or used in any way without the prior consent of the LEGO Group.

Diese „top box to the right“ zeigt u.a. eine LEGO Minifigur aus verschiedenen Perspektiven. Es ist also nicht erlaubt, eine Figur, die wie eine LEGO Minifigur aussieht, z.B. auf einem Fremdprodukt abzubilden (sofern LEGO dies nicht vorher ausdrücklich gestattet hat). So weit, so gut. Allerdings, und das ist die Krux, gilt dies aus Sicht von LEGO nicht nur für 1:1-Kopien der eigenen Minifiguren, sondern offenbar auch für Figuren, die ihr (zu) ähnlich sehen – behalten wir dies für den nächsten Abschnitt im Hinterkopf.

LEGO Fair Play Broschuere Trademarks Beispiele

Nun könnte man argumentieren, dass eine ähnliche, aber nicht gleiche Minifigur, die als Teil eines Sets in einem Karton, der klar mit einer anderen Herstellermarke gekennzeichnet ist, wohl schwerlich mit der LEGO Minifigur verwechselt werden kann. Hierzu argumentiert LEGO im Abschnitt „Product copying“ wie folgt:

Even less tangible is the process known as post sale confusion. For example, the child receiving a box of building elements will almost certainly add these to the collection of LEGO elements it already has and experience that the new buy does not live up to the quality and play value known from the LEGO elements. Few look-alikes are made in accordance with the quality and safety standards met by the genuine LEGO products.

Um dies noch einmal klar zu sagen: Im Falle offensichtlicher Plagiate, die tatsächlich meist weit von der Qualität des Originalprodukts entfernt sind, ist die Argumentation von LEGO absolut nachvollziehbar und unserer Meinung nach richtig. Aber kann man die gleiche Argumentation, die gleiche Sichtweise auch auf Konkurrenzprodukte anwenden, die nur minimale Überschneidungen mit den Produkten von LEGO aufweisen (außer natürlich, dass sie kompatible Bausteine enthalten)? Lego ist offenbar der Auffassung: Ja, das kann und sollte man.

Streitpunkt Minifiguren

Ein spezieller und regelmäßiger Streitpunkt zwischen LEGO und den Importeuren alternativer Klemmbausteine sind, wie oben bereits herausgearbeitet, die Minifiguren. Auch Qman bzw. Enlighten verwendete bis vor einigen Jahren in seinen Sets 1:1-Kopien der originalen LEGO Minifigur, was im asiatischen Markt wohl auch zulässig ist, da LEGO dort keine 3D-Marke für die Minifigur besitzt und dort auch das Konzept einer 3D-Marke nicht existiert. Als die asiatischen Hersteller allerdings begannen, auf den europäischen Markt vorzudringen, wo LEGO eine solche Marke innehat, waren die Figuren ein Problem. Qman (und andere Hersteller) gingen deshalb dazu über, eigene Minifiguren zu verwenden, die sich von den dänischen unterscheiden:

Vergleich Minifiguren LEGO Qman Johnnys World 1
Vergleich der LEGO mit der Qman Minifigur. Quelle: Johnny’s World, Video zur Abmahnung vom 16.12.2020

Objektiv betrachtet ist heute keine einzige Komponente der Minifiguren von LEGO und Qman mehr identisch. So unterscheiden sich die Formen für Körper und Gliedmaßen, auch der innere Aufbau der Figuren ist bei Qman komplett anders. Die Qman-Figuren haben z.B. Hände mit erkennbaren Fingern, längere Beine und – was der augenscheinlichste Unterschied ist – einen viel größeren und anders geformten Kopf als die LEGO Minifiguren.

Das Problem: Diese Details erkennt man zwar als „Experte“ sofort, aber würden auch willkürlich ausgewählte Personen, die sich nicht intensiv mit dem Thema Klemmbausteine beschäftigen, erkennen, dass es sich bei den Qman Minifiguren nicht um solche von LEGO handelt? Genau dies ist der Streitpunkt, dessentwegen LEGO in letzter Zeit wiederholt Importeure von Sets alternativer Hersteller abgemahnt hat, so auch Thorsten Klahold im Dezember. LEGO vertritt nämlich offenbar die Auffassung, dass noch immer eine zu große Verwechslungsgefahr zwischen den Figuren bestehe und sieht dadurch die eigenen Schutzrechte verletzt.

Klahold und andere Importeure sind naturgemäß anderer Auffassung und berufen sich dabei auf die unbestreitbaren Unterschiede im Detail. Allerdings muss trotz aller Abwandlungen die Frage erlaubt sein, warum die Alternativ-Figuren noch immer so wirken, als habe man die LEGO Minifigur als Basis genommen und anschließend verändert – schließlich stellt diese den Körper bei Weitem nicht anatomisch korrekt dar und es ließe sich bestimmt auch eine Form finden, die ins System passt, sich aber wesentlich stärker von der LEGO Minifigur unterscheidet, z.B. eine andere Größe hat oder sich generell mehr an einem Menschen als an der LEGO Minifigur orientiert.

Für beide Sichtweisen gibt es also gute Argumente, weswegen es wohl unausweichlich ist, dass dieser Streitpunkt irgendwann gerichtlich geklärt wird. Bis dahin hat LEGO als Rechte- und Markeninhaber allerdings die Trümpfe in der Hand, kann sich durch Nutzung des Zollrechts wohl gegen die Einfuhr solcher Figuren wehren – und hat es im aktuellen Fall auch getan.

Spendenaktion „Bricks 4 the Kids“

Als Reaktion auf das Vorgehen von LEGO rief Thorsten Klahold am Ende seines Videos eine Spendenaktion ins Leben. Er verpflichtete sich, für die zusammengetragene Spendensumme zum Selbstkostenpreis Bausteinsets von Alternativherstellern in China zu bestellen und diese an deutsche Kinderheime zu verteilen. Die Aktion kündigte er mit den folgenden Worten an:

Deswegen habe ich mir eine Kleinigkeit überlegt, um ein Zeichen zu setzen. Um LEGO zu zeigen, dass wir nicht einverstanden sind mit dem, was die in letzter Zeit machen: Wie die mit Youtubern umgehen, wie die mit Kunden umgehen, wie die mit den kleinen Händlern umgehen, wie die Preisgestaltung ist, wie die Produktgestaltung ist.

Wenn ihr all mit (sic!) diesen Sachen nicht einverstanden seid, dann möchte ich, dass ihr spendet!

Das Sammeln der Spenden ist also als Protest gegen LEGO zu verstehen, was auch aus der Beschreibung auf der Spendenseite klar hervorgeht:

Damit wollen wir ein Signal an LEGO® senden, dass ihre Firmen-, Preis- und Produktpolitik nicht mehr zu der Firma passt, die sie in unserer Kindheit einmal war.

Die Aktion trägt den Namen „Bricks 4 the Kids“ und ist unter https://gofund.me/58736ef6 zu finden, alternativ kann auch eine Spende per Paypal an die in der Videobeschreibung hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet werden.

Vom Erfolg wurde er offenbar selbst überrascht, denn statt der in der Ankündigung als Ziel gesetzten 30.000,- Euro (dafür ließe sich ein Container importieren), liegt die Spendensumme aktuell schon bei über 400.000,- Euro.

Einordnung

Jetzt möchten wir die oben besprochenen Sachverhalte – den Zollstreit mit LEGO und die daraus resultierende Spendenaktion – aus unserer Sicht einordnen.

  • Wir haben den Eindruck, dass LEGO, bei aller berechtigter Verteidigung der eigenen Marke, aktuell bemüht ist, die asiatische Konkurrenz vom deutschen/ europäischen Markt fernzuhalten. Dabei schießt LEGO unseres Erachtens über das Ziel hinaus, denn eine faire Konkurrenzsituation ist etwas, von dem wir als Kunden nur profitieren können. Aus der Sicht von LEGO ist dieses Vorgehen verständlich, denn kein Anbieter gibt wohl gerne Marktanteile ab. Dennoch darf und sollte die Härte der Auseinandersetzungen auch von Fans der Marke LEGO durchaus kritisiert werden.
  • Ungeklärt ist für uns, wieso Unternehmen in der Lage sind, offenbar ungeprüft bzw. ohne vorherige gerichtliche Klärung andere Unternehmen und Einzelpersonen in das Zollinformationssystem eintragen zu lassen, wodurch diesen gravierende Nachteile entstehen können. Wir hoffen, dass hier durch rechtlich versierte Personen oder eine Rückmeldung des Zolls noch eine Klärung stattfinden kann.
  • Wie schon in den vorherigen Fällen war LEGO, aus Gründen der zuvor erfolgten Abmahnung an Klahold und um die eigene Position in einem womöglich noch folgenden Prozess nicht zu schwächen, zum Handeln verpflichtet. Allerdings hätten auch andere Wege offengestanden, etwa direkt aus der Abmahnung heraus ein Verfahren zu eröffnen, während dessen das Geschäft der Steingemachtes GmbH normal hätte weiterlaufen können, sofern keine einstweilige Verfügung erwirkt worden wäre. Durch die Eintragung im ZIS brachte sich LEGO somit womöglich selbst (unnötig) unter Zugzwang und bewirkte damit eine Eskalation der Situation. Angemerkt werden muss allerdings auch, dass Klahold das Kompromissangebot seitens LEGO, die nicht beanstandete Ware aus dem zurückgehaltenen Container freiwillig freizugeben, ausschlug.
  • Die Spendenaktion, bei der laut Klahold auch große Mengen Qman-Sets bestellt werden sollen, die vermutlich auch wieder Minifiguren enthalten werden, bringt LEGO wahrscheinlich in eine unmöglich für alle Seiten zufriedenstellend zu lösende Situation. Um die eigenen Interessen zu schützen, wird LEGO voraussichtlich eine erneute Welle der öffentlichen Empörung in Kauf nehmen müssen. Dabei besteht zumindest theoretisch auch die Gefahr, dass Spendengelder in mittlerer sechsstelliger Höhe „vernichtet“ werden.

Nachfolgend werden wir auf einige Punkte noch einmal etwas ausführlicher eingehen.

Einbehaltung des Containers

Bei der Betrachtung seiner Optionen geht Klahold offenbar implizit davon aus, dass LEGO die Frist zur Klageerhebung nicht einfach verstreichen lassen und somit die Ware wieder freigeben wird. Wir teilen diese Auffassung, da dieses Vorgehen, praktisch eine Billigung der zuvor beanstandeten Produkte, wiederum die Position von LEGO in einem potentiellen zukünftigen Rechtsstreit entscheidend schwächen könnte.

Nehmen wir dies zum Anlass, das Einschreiten von LEGO kurz generell zu hinterfragen. Klahold zeigte sich in seinem usprünglichen Video überrascht, dass LEGO wegen angeblicher Urheberrechtsverstöße die Aussetzung der Überlassung beantragt habe, da er nicht wisse, auf welche Produkte sich dies konkret beziehe. Diese Aussage wiederum überrascht uns, denn Klahold erhielt zwar zunächst vom Zoll keine Auskunft über diesen Sachverhalt, aber es lag natürlich von Anfang an nahe, dass seitens LEGO beim Zoll dieselbe Begründung angeführt wurde, die schon Gegenstand der Abmahnung gegen die Steingemachtes GmbH war: Die aus Sicht von LEGO zu ähnlichen Minifiguren im Hinblick auf Marken- und Urheberrecht. Dies wurde inzwischen von den Anwälten von LEGO bestätigt.

Auch wenn die Verhältnismäßigkeit des Vorgehens von LEGO durchaus fragwürdig ist und der ewige Streit um die Minifigur endlich einmal vor Gericht geklärt gehört, scheint es doch im Sinne eines konsequenten Vorgehens geradezu notwendig, dass LEGO beim Zoll einschritt. Anders ausgedrückt: Nun, da der Container schon einmal beschaut und LEGO diesbezüglich vom Zoll kontaktiert worden war, konnte LEGO die fragwürdigen Sets schlecht „durchwinken“, da ihnen dies später als Billigung hätte ausgelegt werden und im Extremfall zum Verlieren eines Prozesses hätte führen können.

Diese „Zwickmühle“ hätte sich allerdings eventuell vermeiden lassen, wenn man Klahold, die Steingemachtes GmbH und Qman nicht als Verdachtsfälle beim Zoll gemeldet hätte! Durch dieses Vorgehen stieg vermutlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Zoll Klaholds Lieferung besonders prüfen und LEGO involvieren würde. LEGO war dann aufgrund der zuvor erteilten Abmahnung gezwungen, IP-Verstöße anzumelden und den Container weiter zurückhalten zu lassen. Klahold kann nun die Ware nicht vernichten lassen, da er dadurch in einem zukünftigen Prozess gegen LEGO einen Nachteil hätte, LEGO kann umgekehrt aus den gleichen Motiven die Ware nicht freigeben. Ein Prozess wird sich also aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht vermeiden lassen, selbst wenn die beteiligten Parteien dies wollten.

Dies bedeutet für Klahold eine massive Einschränkung seiner Tätigkeit, da er schlechtestenfalls an Importen gehindert wird bzw. diese mit großen Zusatzkosten für ihn verbunden sein könnten. LEGO steht nun nicht ganz zu Unrecht in der öffentlichen Wahrnehmung als der „böse Konzern“ da, weil sie wohl allen Beteiligten durch die Eskalation den Weg zu einer gütlichen Übergangslösung, während die Minifiguren-Thematik gerichtlich geklärt wird, zunächst verbaut haben. Die Schuld, dass es zu dieser unschönen, für Klahold wirtschaftlich bedrohlichen und für LEGO sich zum PR-Desaster entwickelnden Situation gekommen ist, liegt also nach unserem Verständnis ganz klar bei LEGO, die sich auch für den Weg einer Klage aus der Abmahung heraus unter vorläufiger Weiterführung des normalen Geschäftsbetriebs der Steingemachtes GmbH hätten entscheiden und auf die Meldung im ZIS verzichten können. Ob LEGO in diesem Fall allerdings in der Wahrnehmung der Community besser dagestanden hätte, darf bezweifelt werden, denn auch anlässlich einer Klage hätte es vermutlich ein Video gegeben, das diese öffentlich thematisiert.

Was die Gründe für das Vorgehen von LEGO anbelangt, spekuliert Klahold in seinem Video dahingehend, dass LEGO aus „Angst“ mit allen (rechtlich zulässigen) Mitteln versuche, einen aufstrebenden Konkurrenten, der die Kernzielgruppe des Konzerns bedient – nämlich Kinder -, vom Markt fernzuhalten, bevor dieser zu einer ernsten Gefahr werden könne. Diese Einschätzung trifft den Kern der Sache bestimmt gut. Doch auch hier muss man sich fragen: Gibt es irgendein Unternehmen der Größe von LEGO, das nicht so handeln würde? Wer gibt schließlich gerne Marktmacht und damit Umsatz und Gewinn an Konkurrenten ab? Warum sich der Konkurrenz im „fairen Wettkampf“ stellen, so lange man noch andere Optionen ausschöpfen kann? Das Ganze ist wohl in der Wirtschaft leider ein ganz normaler Vorgang.

Dass ein Konzern mit der finanziellen Macht von LEGO offenbar einen vergleichsweise kleinen Importeur (der allerdings mit Qman ebenfalls eine große Firma im Rücken hat) durch rechtliche Kniffe finanziell „ausbluten“ lassen könnte, ist ein Problem. Hier wäre es aber am Gesetzgeber, dies zu verhindern. Dass LEGO die vorhandenen Möglichkeiten ausnutzt, mag unsympathisch oder unfair wirken, ist andererseits aus einer rein wirtschaftlichen Sicht absolut verständlich.

Und hier kommen wir allmählich zum eigentlichen Problem: LEGO hat sich selbst durch geschicktes Marketing und PR-Material wie die von Klahold zitierte Fair Play-Broschüre ein Image geschaffen, dem sie nun nicht gerecht werden. Formulierungen wie die folgende könnten im Lichte der aktuellen Ereignisse für die Gegenseite wie blanker Hohn wirken:

We want to make sure that consumers can have confidence that anything bearing the LEGO Group’s trademarks or characteristic product features is a LEGO®brand product. This is in the best interest not only of our company but also of consumers – primarily children – all over the world.

ALL WE ASK IS THAT THERE SHOULD BE FAIR PLAY.

LEGO ist hier zum einen sehr großzügig damit, worum es sich bei den „trademarks or characteristic product features“ handelt – offenbar gehört dazu nach Auffassung des Unternehmens alles, was z.B. auch nur eine entfernte Ähnlichkeit zur LEGO Minifigur hat. Auch wird hier – wie übrigens in nahezu jeder Stellungnahme, die LEGO zu Streitigkeiten wie den aktuellen abgibt – der Schutz der Verbraucher als Begründung für das eigene Vorgehen angeführt. Das ist ein für jeden leicht enttarnbarer Marketing-Schachzug, denn selbstverständlich geht es auch LEGO wie den meisten anderen Unternehmen vor allem um Geld und Marktmacht.

Auch das Produkt LEGO an sich, mit dem die meisten Menschen wohl nahezu ausschließlich positive Erinnerungen aus ihrer Kindheit verbinden, lässt natürlich manchmal die Tatsache in den Hintergrund treten, dass es sich auch bei LEGO um ein ganz normales Wirtschaftsunternehmen handelt, das entsprechend agiert. LEGO könnte hier viel Dynamik aus der Diskussion nehmen, wenn sie die Diskrepanz zwischen der eigenen Außendarstellung und dem tatsächlichen Vorgehen minimieren würden – entweder durch weniger aggressives Verteidigen der eigenen Rechte (was vermutlich unrealistisch ist) oder durch eine ehrlichere und offenere Kommunikation.

Spendenaktion

Einige Stimmen in den Kommentaren und auch die meisten Personen bei uns im Team kritisierten die Verknüpfung der Spendenaktion mit dem Rechtsstreit zwischen LEGO und der Steingemachtes GmbH, da hier die Kinder instrumentalisiert würden. Es muss allerdings festgestellt werden, dass auch LEGO von solchen Vorwürfen nicht ganz freigesprochen werden kann. So wird z.B. oft der Schutz der Kinder als Begründung angegeben, warum LEGO gegen Alternativhersteller vorgehe, obwohl es sich in dem meisten Fällen tatsächlich um rein wirtschaftliche Erwägungen handeln dürfte. Auch muss man Klahold zugute halten, dass er die Aktion, wie das obige Zitat zeigt, ganz offen als „Zeichen gegen LEGO“ ankündigte.

Wir sind, obwohl ein fader Beigeschmack bleibt, der Meinung, dass es sich bei der Spendenaktion an sich um eine gute Sache handelt. Durch sie bewirkt die Wut oder Enttäuschung, die sich offenbar bei vielen über LEGO angestaut hat, noch etwas Positives und die Heimkinder profitieren davon – die Hintergründe dürften den Kindern dabei relativ egal sein.

Fraglich ist allerdings, ob es bei der Einfuhr der Sets aus China nicht wieder zu einer ähnlichen Situation wie der jetzigen kommen wird. Was geschieht zum Beispiel, wenn auch die Container mit den Spendensets vom Zoll zurückgehalten werden? Wie wird LEGO reagieren, falls sie wieder strittige Teile enthalten, wovon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszugehen ist? LEGO befände sich dann in der unmöglichen Situation, entweder ein PR-Desaster zu riskieren oder sich durch Ignorieren des Sachverhalts rechtlich selbst schwächen zu müssen. Ein denkbarer Ausweg für LEGO bestünde z.B. darin, die Sets zwar zurückzuhalten, aber selbst eine Spende in gleicher Höhe (oder noch besser: gleicher Anzahl an Sets) zu veranlassen. Auch dann wäre ein gewisser Imageschaden wohl unvermeidbar, würde jedoch zumindest etwas kompensiert werden.

Falls Klahold diese Eventualität bewusst einkalkuliert hat, handelt es sich um einen brillanten Schachzug, um sich gegen LEGO zu wehren. LEGO kämpft schließlich auch mit harten Bandagen, und er würde so seine Möglichkeiten, als vergleichsweise kleine Firma dagegenzuhalten, optimal ausschöpfen. Die Regeln des Fair Play, auf die er sich selbst mehrfach beruft, gebieten allerdings, dass er es nicht auf diesen Fall anlegt, sondern vielmehr versucht, solche Sets zu importieren, die LEGO bisher noch nicht (z.B. im Rahmen der Abmahnung) beanstandet hat. Ansonsten nähme er in Kauf, dass zumindest Teile der Spendengelder verfallen könnten, falls Sets zurückgehalten oder schlimmstenfalls vernichtet werden.

Verhalten der Community

Was uns ebenfalls einzuordnen ein Bedürfnis ist, sind die Grabenkämpfe, die aktuell innerhalb der Klemmbaustein-Community ausgetragen werden. Dass ausgehend von einigen Unterstützern Klaholds mittlerweile Beleidigungen und, wie wir hörten, auch schlimmere Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen beim Zoll, bei Anwälten und bei LEGO-Fans und -Fanmedien eingegangen sind – auch bei uns – ist absolut inakzeptabel. Es darf nicht vergessen werden: Hier geht es um Spielzeug und letztlich um eine rechtliche Auseinandersetzung zweier großer Klemmbaustein-Hersteller. Auch wenn in diesem Fall (zumindest für den Augenblick) eine kleinere deutsche Firma in finanzielle Bedrängnis gerät, so rechtfertigt dies in keinem Fall derartige Auswüchse.

Genau so wenig sollten LEGO Fans jeden Unterstützer von Thorsten Klahold oder anderer Anbieter alternativer Klemmbausteine gleich in eine Schublade stecken oder gar beleidigen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns insgesamt als Community mehr auf die Gemeinsamkeiten besinnen als auf die kleinen Unterschiede und dabei allen zugestehen, diejenigen Klemmbausteinmarken zu kaufen, an denen sie Freude finden. Auch sollte jeder es sowohl akzeptieren, dass manche Hobbyisten exklusiv eine einzige Marke bevorzugen als auch, dass andere sich eben bei verschiedensten Marken diejenigen Produkte heraussuchen, die ihnen gefallen.

Interview mit Thorsten Klahold aka Johnnys’s World

Am gestrigen Dienstag, dem 9. März, haben wir (also Jens und Lukas) mit Thorsten ein Interview geführt und ihm dabei einige Fragen gestellt, die für uns nach der Aufarbeitung des Geschehens noch offen geblieben waren. Daraus ist ein 90 Minuten langes Gespräch entstanden, das wir als Podcast veröffentlicht haben und das ihr euch auch hier einfach im Browser anhören könnt.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Soundcloud zu laden.

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Im Nachgang zu unserem Gespräch hat Thorsten das Video zur Beschaffung von Lepin Sets über Aliexpress übrigens von seinem Kanal entfernt.

Dank David haben wir auch die Timecodes für das Interview:

Timecodes für das Interview

0:00:00 Begrüßung

0:01:44 Ist Steingemachtes Generalimporteur für die gesamte EU?
0:02:35 Richtet sich LEGOs Vorgehen gegen Steingemachtes oder Qman?
0:03:45 Marktsituation in Osteuropa & Mittel/-Nordeuropa
0:05:11 Richtet sich LEGOs Vorgehen gegen Steingemachtes oder Qman? (fortgesetzt)
0:07:00 Sind die Qman-Minifiguren Grund für die Festsetzung und welche juristische Alternativen hätte es gegeben?
0:09:45 Neues Anwaltsschreiben vom 9.3.21
0:11:36 Kein Zugriff auf nicht beanstandete Sets?
0:13:10 Was unterscheidet die beanstandeten von den anderen Sets?

MINIFIGUREN
0:14:38 Andere Hersteller, andere Figuren
0:22:40 3D-Marke vor Gericht

VERGANGENHEIT
0:31:36 Lepin auf „Johnny’s World“
0:37:14 „Geklautes“ MOC, bezahlte Anleitung
0:40:30 Vergangenheit von Qman/Enlighten

0:42:44 Gegenwart von Qman
0:46:39 Geschäftszahlen von LEGO

0:49:00 SPENDENAKTION
0:49:55 Thorstens Appell an die Community
0:54:48 Spendenaktion (fortgesetzt)
1:06:12 Warum den Konflikt öffentlich machen?

1:09:35 Auskunfts- & Löschungsrecht beim Zollinformationssystem
1:13:51 Details zum Ablauf der Beschauung & Beschlagnahme
1:18:26 Bestellzeitpunkt im Verhältnis zur Abmahnung
1:19:38 Kosten & Konsequenzen für Steingemachtes
1:22:10 Markt & Moral
1:23:17 Schadstofffreiheit von Qman
1:24:36 Ein Herz für Kinder

1:25:59 ZUSAMMENFASSUNG & FAZIT
1:30:53 Schlussworte

Ergänzung: Video der Klemmbausteinlyrik

Als weitere Ergänzung zu unserem Artikel möchten wir hier gerne noch ein Video von Henry von der Klemmbausteinlyrik einbinden. Dieser spricht dort in gewohnt sachlicher Manier einige weitere Punkte an, die zur Betrachtung der Gesamtlage einen sehr guten Beitrag leisten können:

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Fazit

Es gibt in der Vergangenheit von Qman, damals noch Enlighten, viel Schatten, da sie als reiner Plagiator ihr Geschäft begannen. Auch Thorsten Klaholds frühe Videos zum Thema Lepin sind fragwürdig, gerade weil sie (bis heute) noch aufrufbar waren. Beide haben sich aber von dieser Vergangenheit gelöst und geben sich nun laut eigener Aussage Mühe, ein eigenständiges Sortiment auf dem europäischen Markt zu etablieren, welches das Angebot von LEGO ergänzt, ohne dabei deren Rechte zu verletzen. Das kann uns als Kunden nur recht sein, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und bietet uns eine größere Auswahl. Natürlich ist die Motivation von Qman und Steingemachtes nicht bloße Nettigkeit und Gutmütigkeit den Kindern gegenüber, sondern (genau wie bei LEGO) das Ziel, sich eine Marktposition aufzubauen und letztlich damit Geld zu verdienen.

Dass Qman sich auch heute noch bei der Gestaltung mancher Sets oder Themenreihen von LEGO „inspirieren“ lässt, ist augenscheinlich, jedoch ist der Anbieter inzwischen weit davon entfernt, ein reiner „Nachmacher“ zu sein – die Mehrheit der Designs besticht durch Eigenständigkeit. Vom Nachahmen bestimmter Marken ohne Lizenz, z.B. was Fahrzeuge angeht, sollte Qman jedoch dringend Abstand nehmen, wenn sie im europäischen Raum als unbedenklich wahrgenommen werden wollen – dies fällt auch bei aktuelleren Sets noch negativ auf. Der große Streitpunkt sind jedoch, wie schon so häufig, die Minifiguren. Hier hätte Qman LEGO leicht den Wind aus den Segeln nehmen können, indem sie eine komplett eigenständige Minifigur „von Grund auf“ entwickelt und nicht die LEGO Minifigur nur abgewandelt hätten. Doch auch in ihrer heutigen Form ist die hinreichende Ähnlichkeit der Qman Minifigur zu der von LEGO mindestens diskussionswürdig. Ein Gericht wird hier letztlich entscheiden müssen, damit entweder die ständigen rechtlichen Schritte seitens LEGO oder die Verwendung ähnlicher Minifiguren durch die Alternativhersteller ein Ende finden.

Es drängt sich allerdings in Anbetracht der Häufung der rechtlichen Auseinandersetzungen von LEGO mit Konkurrenten aus Asien der Eindruck auf, dass – bei allem berechtigten Schutz der eigenen Marken und Designs – vor allem die eigene Vormachtstellung auf dem europäischen Markt verteidigt werden soll. Das ist legitim, doch macht es ein Unternehmen nicht unbedingt sympathisch, wenn es sich auf diese Weise die Konkurrenz „vom Hals zu halten“ versucht. Im aktuellen Fall hat LEGO sich durch sein aggressives Vorgehen selbst in eine unmögliche Situation gebracht, offenbar ohne zu bedenken, welchen PR-GAU dies für das eigene Unternehmen bedeuten könnte. Denn Klahold gilt in der Klemmbausteinszene gemeinhin nicht als Provokateur, sondern als Person, die offen für Diskussionen und andere Standpunkte ist und auch LEGO in Reviews stets fair behandelt hat.

Durch die Spendenaktion kann LEGO in ein noch viel größeres PR-Desaster geraten, nämlich falls auch die Container mit den zu spendenden Sets vom Zoll aufgehalten werden sollten. Wir hoffen, dass LEGO aus dieser Situation einen guten Ausweg finden wird, sofern sie eintritt.

Es ist legitim und normal, dass die eigenen Marken mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln verteidigt werden. Dass LEGO dabei allerdings gleichzeitig die öffentliche Kommunikation derart „wortkarg“gestaltet und nur immer wieder mit den gleichen Marketing-Allgemeinplätzen reagiert, ist für die Mehrheit der Klemmbaustein-Community wohl langsam nicht mehr nachvollziehbar. Vermutlich versucht LEGO mit dieser Strategie, den Shitstorm nicht durch falsche Äußerungen, die zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich sowieso negativ ausgelegt würden, noch weiter eskalieren zu lassen.

Wenn LEGO aber auch weiterhin seine Rechte mit gleichbleibender Vehemenz verteidigen möchte, so muss wenigstens die Außendarstellung des Unternehmens überdacht werden. Denn einerseits ein Heile-Welt-Image zu pflegen und angeblich ausschließlich um das Wohl der Verbraucher besorgt zu sein, andererseits jedoch für alle erkennbar die eigenen Finanzinteressen knallhart durchzusetzen und die eigene Marktmacht zu verteidigen – da ist der nächste Shitstorm schon vorprogrammiert. Und mit jedem Ereignis erfahren wieder etliche 10.000 Verbraucher, dass es überhaupt Alternativanbieter für Klemmbausteine gibt. LEGO erweist sich also selbst einen Bärendienst.

Wir hoffen, alleine schon aus Eigeninteresse, dass die Häufigkeit und Intensität der Shitstorms rund um LEGO in Deutschland in den kommenden Monaten zurückgehen wird. Das Moderieren der Kommentare hier im Blog zu diesen Zeiten ist sehr ermüdend und lenkt uns vom Wesentlichen ab, auch die Beleidigungen und ewigen unwahren Unterstellungen uns gegenüber hinterlassen ihre Spuren. Wir hoffen also, dass die rechtliche Situation rund um LEGO und den Import von alternativen Klemmbausteinprodukten schnellstmöglich geklärt und dass auf keiner der beiden Seiten mehr „gezündelt“ wird. In der jüngsten Vergangenheit gab es aus unserer Sicht mehrere absolut unnötige Versuche, es der jeweiligen Gegenseite schwer zu machen. Hierzu zählten einerseits der (mittlerweile zurückgezogene) Antrag auf Designschutz der 1 x 5 Platte seitens LEGO und andererseits der Versuch, den Begriff „LEGO“ auf Biegen und Brechen als Gattungsbegriff zu etablieren und dadurch die Wortmarke löschen zu lassen.

Es ist an der Zeit, dass die ewigen rechtlichen Auseinandersetzungen enden und die Streitpunkte vor Gericht geklärt werden. Wenn es soweit ist, bleibt nur zu hoffen, dass tatsächlich ein Urteil gesprochen und dieses dann auch von den Anhängern beider „Lager“ akzeptiert werden wird.

Wir hoffen, wir konnten mit unserem Beitrag und dem Interview einige noch unklare Punkte erklären oder zumindest alle verfügbaren Informationen rund um Johnny’s World bzw. Steingemachtes und den Qman Container beim Zoll zusammentragen. Wir sind gespannt auf euer Feedback in den Kommentaren, aber auch hier gilt: Bleibt bitte freundlich, fair und sachlich allen Parteien gegenüber und beachtet unsere Netiquette.

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Dies ist unser StoneWars Team-Account, unter dem wir gemeinschaftliche Ankündigungen und Mitteilungen in eigener Sache veröffentlichen.

902 Kommentare

  1. Ich versuche mich hier Mal an eine einigermaßen nüchterne Einordnung der Gesamtsituation:

    – LEGO ist ein Großunternehmen. Es agiert wie andere Großunternehmen das oft tun. Das ist für viele schmerzlich und es werden zulässige, aber moralisch fragwürdige Methoden gegenüber der Konkurrenz verwendet. Vielleicht ist hier auch ein Problem, dass man das LEGO als Spielzeughersteller mit einem (bisher) sehr guten Markenimage (siehe entsprechende Umfragewerte) nicht zugetraut hätte.
    Wer LEGO deshalb nicht kauft, kauft auch hoffentlich auch keine Produkte von anderen Unternehmen mit ethisch fragwürdigem Verhalten z.B. Apple, Samsung, VW-Konzern, H&M, … [die Liste geht hier leider ewig weiter].
    – Im “Kampf“ gegen andere Hersteller täte LEGO zumindest aus häufiger AFOL-Perspektive (!) auch sehr gut daran sich um Probleme zu kümmern, die diesen auch direkt in die Hände spielen: div. Qualitätsmängel, Aufkleber, breitere Themenfelder, usw. Allmählich tut sich da scheinbar etwas, aber es bleibt abzuwarten ob das ernst gemeint ist.

    – Andere Hersteller preschen vor auf den Klemmbausteinmarkt. Hier gibt es schließlich viel zu holen. Motivation ist sicherlich (Überraschung!), wie schon bei LEGO selbst, Gewinne zu erwirtschaften. Solange LEGO noch (leicht) die Nase vorn hat in der Produktqualität gibt es dafür mind. zwei Möglichkeiten: über den günstigeren Preis oder nicht besetzte Felder (Militär, Züge, Leuchtsteine, …).
    – QMAN: haben früher von Lego kopiert, scheinen sich jetzt aber besser an die Regeln zu halten.
    – COBI: wohl gute Qualität, viele eigene Teile kreiert, produzieren in der EU. Bisher war nichts Schlechtes über die Firma zu vernehmen.
    […]

    – YOUTUBER/INFLUENZER: Ziel ist es mehr oder weniger Reichweite und/oder Umsätze zu steigern. Da sollte niemand naiv sein. Hier wird wirklich viel subtil manipuliert.
    […]
    […]
    – “JONNY’S WORLD“: ist eigentlich bisher noch vergleichsweise sachlich gewesen. Kommt jetzt die Wende? Selbst allerdings auch Großhändler.
    –> zur Spendenaktion:
    Ein etwas bitterer Beigeschmack lässt sich hier wohl nicht abstreiten, denn mal ehrlich –es wäre etwas Anderes, wenn die Aktion unabhängig von dem “Vorfall“ in einem anderen Video gestartet worden wäre… Es wird sich zeigen ob hier Spender indirekt ausgenutzt bzw. instrumentalisiert werden um LEGO zu schaden. Indem z.B. Qman Waren gekauft werden und dann nicht für die Kinder eingeführt werden dürfen (mit entsprechender Publicity). Ich hoffe das ist nicht der Plan und wünsche das ehrlich keinem der Spender, den die Idee an sich ist ja gut.

    Fazit: Ein Heiliger ist hier sicherlich keiner der Akteure. Darstellen tun sich natürlich fast alle so. 😉

    Man sollte wohl immer kritisch die Motivation hinterfragen und überlegen wer am Ende profitiert, dann kann man den ein oder anderen gut entlarven.

    Anm. der Readktion: Drei Spiegelstriche, die keinen Bezug zum Artikel hatten, wurden gemäß Netiquette (Stichworte: Nebendiskussionen und Angriffe auf konkrete Personen) entfernt.

      • @Christian: Zur Frage „Kauf des Helden“… Sowas ist mir auch schon aufgefallen. Würde das zwar nicht direkt mit „Kauf“ bezeichnen, aber die haben scheinbar mehr Zusammenarbeit als man auf den ersten Blick sehen mag. Dazu gehören meiner Meinung nach Absprachen über Aktionen oder Vorgehensweisen.

        Zufall können ähnliches Vorgehen zu ähnlichen Zeiten eigentlich nicht mehr sein. Indizien gibt es in manche Videos, aber kann auch nur falsche Annahme sein.

        Ähnliches hatte ich ebenso mit Jonny’s World (Steingemachtes) gedacht. Das Interview scheint das aber nicht zu verfestigen.

        Mich wundert generell die Vorgehensweise, wie manche Firmen (BlueBrixx, Held der Steine, Steingemachtes) vorgehen. Es scheint als wird das nacheinander von einer Partei immer wieder bewusst gemacht. Einfach um LEGO entsprechende Massnahmen durchführen zu lassen – und das ist eigentlich klar vorhersehbar. Dadurch entsprechenden Shitstorm veranlassen und mit der entstandenen Blase Marktmacht zu generieren und den eigenen Umsatz anzukurbeln.

        Beim ersten mal, OK – kann vielleicht für unerfahrene passieren (finde aber keiner ist das von denen). Mittlerweile könnte man dahinter ein System sehen – sofern es Absprachen im Hintergrund gibt.

          • Ich möchte hier @Nerdi zustimmen, zumindest insofern, dass dies kein Ort ist, um irgendwelche Verquickungen oder auch Nicht-Verquickungen von Individuen zu diskutieren. Wo ihr das ausdiskutiert, ist mir egal, aber bitte nicht hier 😉

          • Haha…Telegram, das Kommunikationsmittel erster Wahl für den geneigten Alufreund. Eventuell hat dieser Brick Talk Channel 1 seinen eigenen Telegram Kanal, das würde wunderbar passen.

          • @Pastat: Telegram ist meiner Meinung nach besser als sein Ruf, für uns ist das eine tolle Chance auf einen Chat und einen Pushservice, ganz ohne Aluhut. Aber das ist ein anderes Thema.

          • Das war auch im Spass gemeint, so wie ich glaube, dass Nerdi auf den von mir ausgesprochnen Punkt abgezielt hat, dass Telegram gerne von „speziellen“ Zeitgenossen gerne genutzt wird.

            Aber da kann Telegram ja nichts dafür, ich nutzt es ja auch, allerdings nicht um Nachrichten à la „Unbedingt lesen!!11!!! und verbreiten1!““!“ zu verschicken 😉

          • @Pabstat

            Genau so war es gemeint. Nur weil sich alle Verschwörungsdödel auf Telegram rumtreiben, ist Telegram ja nicht grundsätzlich schlecht.

            Und ansonsten: Lukas hat mir zugestimmt! Wenn heute nicht die Sonne scheint, wann dann?! 😉

          • Grundlegend wollte ich nur eine Möglichkeit auf die Frage von Christian zu „Kauf des Helden“ bieten.

            Stimmt, kann man woanders diskutieren – wüsste jetzt zwar auf die schnelle nichts – finde telegram dafür z.B. unpassend – da einfach zu mühsam und unübersichtlich – aber das ist persönliches empfinden – genauso wie StoneWars in Form von Lukas jetzt auf der eigenen Plattform das einfach nicht haben möchte.

            Trifft aber bereits den Kommentar von Cj. Ich finde und sehe anderen geht es ähnlich… …die Überschneidung mit anderen Themenbereichen ist durchaus gegeben und ein Kommentar vermischt schnell den im Artikel angeführten Bereich mit anderen (aus anderen Artikel oder gar nicht behandelten Themen).

            Hoffe man kann dem Verzeihen – wüsste jetzt aber auch keine gute Lösung. Manche Webseiten sperren dann komplett den Kommentar – nicht so gut finde ich – manche leiten dann in eine Forum – nicht so gut, da man dort oft auf Diskussionen stößt, die schon weiter fortgeschritten oder gar über was anderes handeln.

        • Wer Bluebrixx und HdS öfter schaut dem müsste klar sein, dass die sehr wahrscheinlich eine geschäftliche Beziehung miteinander haben. Details sind natürlich deren Geheimnis und dürfen es auch gerne bleiben. Aus Luft und Liebe wird der HdS sich nicht in das Bluebrixx Studio verirren, genausowenig wird er Bluebrixx Produkte reviewen.
          Ist ja auch nix verwerfliches dran, es ist geradezu logisch. Beide haben gleiche Themengebiete, der eine hat die Kunden und kann Werbung machen, die anderen liefern die Produkte.
          Die Zufälligkeit mit irgendwelchem Abmahnungen besteht meiner Meinung nach wohl nur darin, das Legos Anwalt halt in einer konzentrierten Aktion quasi in einem Arbeitsschritt mehrere Abmahnung durchzieht und die so bei den Leuten fast zeitgleich ankommen.

          • Wer Bluebrixx und HdS öfter schaut dem müsste klar sein, dass die sehr wahrscheinlich eine geschäftliche Beziehung miteinander haben. Details sind natürlich deren Geheimnis und dürfen es auch gerne bleiben. Aus Luft und Liebe wird der HdS sich nicht in das Bluebrixx Studio verirren, genausowenig wird er Bluebrixx Produkte reviewen…..

            Was bring dich darauf? Was bringt dich zu der Aussage.

            BB hat Sets für Erwachsene und er muss sie ja auch kaufen. Das betont er ja auch immer wieder, das er keine Rezessionsexemplare will.

            Was bringt dich dann zur Aussage, das die geschäftliche Beziehungen haben?

          • @Brickfisher
            Geschäfliche Beziehnung heißt ja nicht, dass er sich bestechen lässt. Wieso glaubst du, dass der HdS sich ins Bluebrixx Studio setzt und dort über Sets redet? Dafür wird er ja wohl eine Entlohnung bekommen oder? Zugegeben, das ist schon ne Weile her.
            Bluebrixx und der Held haben Kontakt miteiander, die kennen sich und werden sich auch zu gleichen Problemen mit Lego austauschen. Ist ja wohl klar, dass wenn ich jemanden kenne der genau die gleichen juristischen Probleme hat, dass ich den dann mal anrufe.
            Außerdem ist er Bluebrixx Affiliate Partner. Kaufst du ein Set über seinen Link, erhält er etwas dafür. Für mich ist das auch eine geschäfliche Beziehnung.
            Das er keine Rezessionsexemplare bekommt glaube ich ihm sogar wenn er es sagt, hat er bestimmt nicht nötig. Er lebt größtenteils von den Einnahmen durch seine Videos, kann man über bestimmte Seiten sogar herrausfinden wieviel das ungefähr ist.
            Ich unterstelle dem Held auch nicht, dass er sein Urteil da für Bluebrixx aufwertet. Aus meiner Sicht bewertet er die Set recht objektiv. Ich denke nur, dass er speziell Lego immer noch mal extra nen blöden Spruch mitgibt weil die ihn als Händler nicht gut behandelt haben. Objektiv in Sachen Lego finde ich ihn deshalb jedenfalls nicht mehr.

          • Der Held der Steine sagt doch offen in mehreren Videos, dass er für seine Auftritte bei BlueBrixx bezahlt wird. Da braucht man nicht spekulieren oder vermuten.
            Vielleicht sind seine Schilder in den eigenen Videos auch mittlerweile so gewohnt, dass man sie nicht mehr wahrnimmt oder für Dekoration hält, aber da steht es doch auch ganz deutlich. Obacht Händler und Dauerwerbesendung.
            Dass Youtuber für Werbung bezahlt werden ist doch auch absolut normal.

        • Eine Frage meinst du Steingemachtes provoziert Lego in dem sie Steine importieren, die die Basis ihrer Geschäftätigkeit ist? Nur damit sie eine Story machen können?
          Als Ergebniss der Provokation ist gewollt, das sie nicht mehr geschäftfähig sind, da sie als Impoteur nicht mehr importieren können? Ernsthaft mutige Aussage.

          Bei der kürzlichen Lego Abmahnung von HDS würde ich dir zustimmen das sie provoziert wurde, seine Erste wegen dem Logo würde ich verneinen das diese Beabsichtig war … Ein Klemmbaustein war vermutlich ein sinnvolles Bild für ein Klemmbaustein Shop (damals sogar reiner Lego Shop).

          Bei Bluebrixx gilt das selbe wie für Steingemachtes, die werden durch die Klagen von Lego in erster Linie massiv behindert.

          • Nun, wenn man bewusst ein Gerichtsverfahren zur gezielten Abschaffung der 3D Marke anzielt, dann ja, das traue ich einem Zusammenschluss von Konzernen/Firmen/Privatpersonen mittlerweile sehr wohl zu. Wäre nicht das erste Mal – selbst Privatpersonen können mächtige schräge Aktionen machen (siehe kürzlich GameStop-Aktie).

            Zudem übernehmen immer wieder Dritte die Kosten – im Interview wurde es erwähnt – die haben durchaus Interesse am Markt teilzunehmen. Was passiert wohl wenn das wirklich fallen würde. Da könnte so mancher Geschäftsmann diese Risiken/Kosten einplanen. Scheinbar wenn ich die Finanzberichte von LEGO ansehe, ist da genug Wachstum und Potential vorhanden.

            Ansonsten werden bzgl. Gerichtskosten mittlerweile of zu Spenden aufgerufen, was ich bei jeder Firma „spannend“ finde. Vor allem wenn das schon ein Antwalt vorschlägt? Bei Einzelpersonen kann ich es noch zeitweise verstehen, aber bei Firmen, die für eigene Geschäftstätigkeiten und Gewinne die Risiken auf Privatpersonen abwälzen. Sehr kreativ… Hier hat sich Steingemachtes anders entschieden, wenn auch die Aktion mit den „Bricks 4 Kids“ nicht weniger kreativ ist. Spannend wie LEGO darauf reagieren wird.

            Zudem, die BB Services GmbH ist nicht klein (zumindest das was noch so dahinter/daneben steht). Da ist mir der Gedanke durchaus das erste mal gekommen. Ich meine, bei der Erfahrung im Import und Zollbereich und der ersten Handlung durch LEGO muss es doch klar sein. Ja, da waren viele Monate dazwischen. In den Videos wird immer überrascht und verzweifelt reagiert.

            In der Vergangenheit würde ich sogar meinen, hat der eine oder andere Youtuber eher mehr gewonnen als verloren – egal ob dies naiv oder bewusst gestartet wurde. Danach haben sich diese Fälle gefühlt gehäuft. Ist das wirklich nur Zufall? Schaut da der Zoll jetzt mehr drauf? Klemmsteinhersteller mit gültigen Figuren produzieren schon weit länger als 2020…

            Bei Steingemachtes sehe ich den Fall durch die Arbeit von StoneWars alias Lukas und Jens durchaus anders. Klar schlägt auch hier der Zufall perfekt zu – gefühlt kein Monat, wo nicht wieder ein Shitstorm über LEGO herzieht – da wundere ich mich schon warum das nicht endlich mal zur Ruhe kommt => ich meine mit neuen Fällen, nicht mit bestehenden.

            Trotzdem ist Steingemachtes nicht ganz unschuldig nach meinem befinden. Ich meine, das LEGO durch die beauftragte Anwaltskanzlei schnell und intensiv reagiert ist nicht neu. Trotzdem werden immer wieder riskante Aktionen getätigt. Da kann man noch so oft betonen, man sieht das anders. Hilft nichts, wenn das jemand anderer anders tut. Es wurden soweit ich das aus dem Interview verstanden habe, bereits einmal alle Figuren rausgegeben und die Sets konnten verkauft werden. Warum wurde das nicht erneut so gemacht? Die unterschiedliche Ansichten sollten doch klar sein? Da könnte man schon fragen: Geht es wirklich nur um den Vertrieb und Verkauf oder um mehr?

          • In meinen Augen betreibst du hier nur Täter/Opfer-Umkehr und stellst das Verhalten derjenigen in Frage, die in diese Richtung gar nicht gehandelt hätten, wenn Lego nicht mit teilweise sehr durchtriebenen rechtlichen Mitteln versuchen würde diesen Personen die Lebensgrundlage zu zerstören nur weil Lego seine extrem hohen Gewinnmargen durch Konkurrenz bedroht sieht. Wer da Lego zu Opfer stilisieren möchte, hat für mich schon eine komische Sicht auf die Welt!

          • @andyt: Eine Klärung wurde A anders gesucht, und für Teilhabe am Markt holt man sich dann jemanden der Problemlos importieren kann.
            Qman profitiert nicht von 2 Jahren beschränkten marktzugang, bis die Klage durch ist.
            Klären für dem Freifahrtschein ist zwar auch vorteilhaft, aber besser wäre es wenn sie immer frei importieren können, was bei dem vorwürfen von Lego problemlos möglich wäre. Die Klage ist ja nur hingerotzt von denen, die Figuren falsch gebaut (bei einer Abbildung die viel erläuternen text hat) der Firmenname immer falsch geschrieben (Q-man), und recht abenteuerliche Begründungen für dem Verstoß … Zudem gehen sie nicht auf vorherige Klärungsversuche ein.

          • @Nerdi: Interessante Sichtweise. Hatte ich mit meinem Gedankengang nicht im entfernesten angedacht. Witzig, das du denkst ich würde LEGO als Opfer sehen? Dazu das noch laut in die Welt schreist und ohne mich zu kennen mich mit einer komischen Sicht auf die Welt deklarierst.

            Ob LEGO jetzt durchtriebene rechtliche Mittel oder einfach nur rechtliche Mittel nutzt, möchte ich nicht weiter ausführen. Ebenso ob das überhaupt hätte eingetragen werden dürfen… es ist jetzt so und damit hat es Gültigkeit.

            Fakt ist, die Möglichkeit zur Nutzung einer 3D Marke wurde nicht ohne Grund geschaffen. Ob man das hier nun übertreibt oder sich einfach schützen möchte ist eine gewisse subjektive Streitfrage. Für mich gibt es keinen eindeutigen Täter und kein eindeutiges Opfer. Wenn das nämlich so klar wäre, dann könnte es morgen schon eine entsprechende Entscheidung geben – ob mit oder ohne Berufung sei dann mal dahingestellt.

            Was mir aktuell noch als Gedanke gekommen ist: Nehmen wir an, einer oder mehrere haben tatsächlich die Abschaffung einer 3D Marke geplant. Ist dann der Inhaber der 3D Marke für dich ein Opfer?

            LEGO wird definitiv durch die Spenden-Aktion in Zugzwang gebracht. Ist LEGO nun ein Opfer oder Täter für dich?

            @Chris: Ja, das habe ich gelesen. Mir ist dabei eine Sache nicht ganz klar und zwar ob der Name auf der Verpackung auch der gleiche ist, der zur Eintragung als Unternehmen genutzt wird.

            Das Unternehmen hat in der eigenen Geschichte sehr wohl bewusst falsche Aktionen getätigt. In ähnlichen Fällen (aus anderen Bereichen) hatte ich Einblick und da wurde der Firmennamen gerne immer wieder leicht gewechselt und abgefälscht für (offizielle) Dokumente genutzt. Ob das hier der Fall ist bzw. war? Egal…

            Komisch ist nur, wenn eine Kanzlei im Auftrag von LEGO dies rechtsgültig verfasst und dann immer wieder auf Gericht stattgegeben wird, dann muss doch eine gewisse Formalität eingehalten werden oder Irre ich mich da? Man kann sonst immer wieder lesen: aus Formgründen abgewiesen. Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein. Oder anders gefragt, bekommt das Gericht unterschiedliche Unterlagen, als der Geklagte?

            Das mit den vorherigen Klärungsversuche nach den Aussagen der Geklagten ist definitiv eine eigenartige Angelegenheit. Nur, wie bereits geschrieben, Klemmbaustein-Figuren werden nicht erst seit 2020 in Sets mitgeliefert. Wieso haben das andere geschafft? Haben diese dies ebenso über eine aktiven Fall behandelt oder im Vorhinein abgeklärt? Leider habe ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfolgt.

            Hier in diesem Fall scheinen die Klärungsversuche im Nachhinein versucht worden zu sein. Da lief, soweit ich das verstanden habe, bereits ein Fall über eine Kanzlei inklusive Vorgeschichte mit deklarierten Plagiaten.

    • Grundsätzlich profitiert jedenfalls nicht der Kunde, wenn Lego die Märkte auf denen sie stark vertreten sind von der Konkurrenz so gut es geht abschottet, indem sie versuchen lästige Konkurrenz im Frühstadium mit rechtlichen Schritten mürbe bzw. kaputt zu machen. Das sollte auch einem Lego Fan nicht gefallen, weil es nicht dazu beiträgt, dass Lego sich in irgendeiner Form beim Kunden Mühe geben muss.

    • Gut zusammengefasst. Ich beobachte die Situation auch seit längerem, habe früher gerne die Videos des HDS geschaut, aber in den letzten Monaten bestanden diese leider nur noch aus Lego-Bashing. Zudem scheint er wirtschaftlich stark mit Blue-Brixx zusammenzuarbeiten, und daher auch wenig Objektivität bezüglich Lego auf den Tisch zu legen.

      Ich finde es schade, dass andere YT ebenfalls auf diesen Zug aufspringen, und wie es scheint, oftmals nur wegen der Klicks. Dabei werden die Kunden instrumentalisiert, mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, und falsche Bilder hervorgerufen. Traurig, dass so viele darauf anspringen.

      • Dieser Beitrag bezieht sich nicht auf den Held der Steine. Diese Diskussion ist nun schon hier und an anderer Stelle tausendfach geführt worden. Bitte lasst es an dieser Stelle gut sein, ich will nicht dazu übergehen müssen, alle Kommentare in diese Richtung hier unter dem Artikel zu löschen.

        Wer den Held der Steine diskutieren will, kann das gerne in einem thematisch passenderen Beitrag, z.B. hier tun: https://www.stonewars.de/news/held-der-steine-erneute-abmahnung/

        • Der Kommentar bezieht sich nicht explizit auf HDS, sondern auf den aktuellen Trend, den sich viele YT (und Händler alternativer Klemmbausteine) zu nutze machen.

          Und bei Johnnys World scheint es sehr vergleichbar zu sein, nur eben mit einem anderen Klemmbausteinhersteller im Hintergrund.

          • Mich nerven die Diskussionen über den HdS mittlerweile auch, da er wirklich in beinahe jeder Diskussion in der Klemmbausteinwelt auftaucht. Dennoch finde ich hier eine Diskussion nicht fehl am Platz, da er doch mMn die derzeitige Entwicklung entscheidend mitgetragen hat. Er hat anderen Herstellern und Youtubern gezeigt, dass man rechtliche Streitigkeiten, die zum Geschäftlichen nun mal dazugehören können, für sich nutzen kann. Das hat schon vor der Sache mit Steingemachtes viel verbrannte Erde in der Community hinterlassen. Dass Lego natürlich daran nicht auch ganz unschuldig ist, ist aber auch klar. Mit einer derartigen Eskalation (auf beiden Seiten) wie gerade hätte ich aber nicht gerechnet. Das wird uns noch lange beschäftigen.

          • Johnny hat durchaus psoitive Rezensionen zu Lego sets gemacht, aber wie soll er mit der Klage umgehen ausser Negativ?
            Eitel sonnenschein, da versucht mich ein Konkurrent mit unfairen methoden Auszubluten wie super ist das denn! Yeah.
            Lego prouziert schlechte PR, und die schlechte PR vebreitet sich sehr gut.
            Sie schützen damit aber ihren markt vor legaler Konkurrenz und behalten ihr Quasi monopol zu umgunsten des Verbrauchers. Und ja auch wenn du nur Lego kaufst, profitierst du massiv von einen Wettkampf wenn Lego Kunden gegenüber Marke X halten will. Wenn das fair abläuft ist das ein Win für uns. Wenn Lego unfair ein Monopol halten will, zahlen wir alle mehr. Wenn du Lego kauft, da sie keinen Preis und Qualitätskampf führen müssen.
            Wenn du Klemmbausteine von egal welchen hersteller kaufst, da der Import schwierig ist und deentsprechend teurer und die Auswahl auch sinkt.

        • Dann würde ich vorschlagen dass ihr den Beitrag von CJ um die nicht relevanten Themen kürzt…im Sinne der Netiquette und dies war ja auch üblich dass die Beiträge hier etwas sachlicher korrigiert wurden.

          • Danke, ein guter Punkt! Das ist heute morgen in der Masse und Länge der Kommentare durchgerutscht. Wir kürzen den Kommentar gerade nachträglich um die Punkte, die mit dem Artikel nichts zu tun haben.

          • Dieses Vorgehen finde ich erwartungsgemäß nicht so gut. 😉
            @stonewars: schade, ich sehe das so wie Swosh weiter oben: man kann bestimmte Entwicklungen leider schwer als isoliert betrachten. Ich wüsste jetzt auch nicht zu welchem Artikel eine Diskussion über Geschäftsgebaren von Alternativanbietern und Manipulationstechniken von Youtubern sonst passen sollte, wenn nicht hier? –Ich weiß natürlich ihr seid kein Forum. Aber durch die Kürzung geht meine Intention verloren die “Zwielichtigkeit“ einiger Akteure aufzuzeigen (übrigens auch von LEGO).

            Darüber hinaus danke ich euch aber für eure tolle Arbeit (!) und bemitleide euch ehrlich für diesen enormen Aufwand mit den Kommentarfreischaltungen und –moderationen! Sorry, dass auch ich dazu beitrage…

          • Das Problem ist einfach: Was wir hier stehen lassen, kann (und wird) uns schlecht ausgelegt werden. Wenn dabei nicht Anschuldigungen gegenüber Youtubern dabei sind, werden wir wiederum angegriffen, warum das bei uns nicht moderiert wird, während wir bei Begriffen wie „Fanboy“ mittlerweile einfach streng geworden sind.

            Wir können und wollen hier im Blog einfach nicht der Ort sein, an dem jeder mal loswerden kann, wie blöd er Youtuber oder Händler XY findet.

    • Dein Großhändler hat 4 oder 5 angestellte, und 30-50 Kunden die einen kleinen teil ihres sortiment von ihn beziehen. Das ist kein wirtschaftlicher Riese, sein einkommen als Influenzer sollte dem rest geschäft nicht weit hinterher stehen.
      Das die Spenden aktion auch auf Legos miserables Geschäftgebahren hinweisen soll, hat er doch an jeder Stelle erwähnt. Und wieso nicht ein Protest mit etwas Guten? Man kann sich natürlich auch anschreien oder sachlich einseitige Einordnungen bringen da noch einige andere Punkte fraglich sind.
      Der vorsprung der Produktqualität von Lego würde ich übrigens nur für einen Teil der Hersteller zu bejahen, gut Klemmende Teile können aktuell viele auch fehlteile hatte ich bisher nur bei Lego (zugegeben auch die meisten Sets). Die Farben bekommen andere hersteller besser hin, teils arbeiten sie auch mehr mit drucken.
      Lego spielt vorne mit, ist aber zumindest nicht eindeutig an der Spitze. Wirklich führend sehe ich sie nur bei Anleitungen, ohne einen vollständigen überblick zu haben.

      Die Preisvergleiche des Heldes finde ich aber durchaus nachvollziehbar, es sind keine kopien deswegen geht es nicht 1:1 behauptet er aber auch nie 😉

      • @Chris:
        1. Warum denn gleich persönlich werden? „Mein“ Großhändler hat sich übrigens selbst als solcher bezeichnet und mehr schreibe ich noch nicht mal dazu. 😉
        2. Was findest du denn noch „einseitig“ an einer Einordnung, bei der alle Akteure etwas abbekommen haben?
        3. Zur Produktqualität habe ich übrigens LEGO nur einen leichten (!) Vorsprung zugeschrieben. Da würden viele wohl sogar ein Stück weiter gehen.
        4. Kritisch sind Preisvergleiche von UVP’s aus einem anderen Grund. Der eine Hersteller hat Rabatte einkalkuliert und der andere eben nicht. Der Kunde zahlt aber den Marktpreis und nur darüber macht ein Vergleich Sinn.

        • zu 1. Ich hab mehr Generalimpoteur in Kopf, ’selbst auch Großhändler‘ hört sich für mich in Kontext etwas relativierend an als ob er auch ein Grosser Fisch ist. Was bei der Anzahl angestellten eher nicht der Fall ist.

          zu 3. Besonders viele die andere Steine nicht mal anfasssen, ja es gibt schlechte aber es gibt auch einige sehr gute Hersteller.

          zu 4. Auch bei anderen Herstellern gibt es Rabatte aber vielleicht nicht in der Regelmäßigkeit. Wenn du aber nach Idealo gehst (also mit Rabatten), dann hast du jede Woche ein anderes Ergebniss. Oft kommt dann ja ein Hinweis darauf das man auf eine 20% Aktion warten soll.

          • Nur kurz zum Wort „Großhändler“, weil ich denke, dass hier aneinander vorbeigeschrieben wird:
            „Großhandel“ bedeutet einfach nur, dass Waren an andere gewerbliche Kunden weiterverkauft werden. Steingemachtes ist daher durchaus Großhändler, weil das nun einmal der richtige Begriff ist.
            Das bedeutet aber nicht zeitgleich, dass Steingemachtes selbst „groß“ bzw. ein großer Fisch ist.

            Sorry fürs Klugscheißen. 🙂

          • zu 1. @Carsten: korrekt. @Chris: mit „selbst auch Großhändler“ habe ich eher gemeint, dass er eben als Großhändler auch direkt monetär profitiert -vom Verkäufen der Produkte die er zeigt. Ich fand den Kanal wie gesagt bisher vergleichsweise sachlich. Trotzdem sollte jeder im Hinterkopf behalten, dass ein Urteil eines Produktvergleichs wahrscheinlich nicht ganz unbeeinflusst sein wird.
            zu 4. Ja, trotzdem ist bei Lego ein Rabatt von 20-30% für reguläre Sets der absolute Standard. Oft gibt es sogar mehr. Bei exklusiven Sets sieht das anders aus. Trotzdem kann man das mit etwas Kenntnis gut im Vorfeld abschätzen.

          • Bei dem exklusiv gibt es meist keinen, und bei dem Fremdanbietern gibt es auch Rabatte. Ich bestell oft direkt aus China, dort gibt es durch die Marktteilhabe der Klemmbausteinhersteller mehrere Anbieter und dadurch auch ein Wettbewerb … Ich kenn dort die UVP nicht, aber die Händler die auch in alle Welt schicken haben auch öfters Preisunterschiede von 20-30% bei demselben Sets.
            Wenn in D nur 2-3 Händler das eine Set X anbieten, dann ist die Chance höher das man in einen Zeitraum keinen Rabatt findet. Es gibt aber auch Set von Lego die man zum UVP kaufen muss.
            Ich denke auch das man HDS in der Beziehung halbwegs glauben kann, das bei lego mit 30% Rabatt kein Gewinn übrig bleibt, sondern Platz für neues geschaffen wird oder auf ‚mitnahme Effekte‘ gehofft wird.
            Er meint ja das er bei dem günstigeren Herstellern, trotz des geringeren Gesamtpreises mehr gewinn einstreicht – der Gewinn geht sicher auch runter wenn mehrere Anbieten und einen Preiskampf machen.
            (Mitnahme Effekt: Wenn ich mir was bestelle mache ich einen Preisvergleich fürs teuerste Produkte, schmeiße aber noch 2-3 kleine Sachen dazu. Keine Ahnung wie man das richtig nennt).
            Beim Großhändler hatte ich das ’selbst auch‘, als relativierend empfunden. Da er doch noch ein recht kleiner Impoteur ist bei der Angestellten Anzahl.

        • @CJ: Nur mal um auf Rabatte einzugehen, gestern habe ich ein Set geliefert bekommen 5000+ Teile 5,5kg versandgewicht für 88$ + ~35-40$ Versand (mit Zollabwicklung)

          Ich hab mal hier gegoogelt, in Deutschland verkaufen es die Händler zwischen 165€ und 189€ + Versand. Da ist einerseits schon jetzt über 10% Rabatt drinne, und wenn es mehr Händler gibt wird es wohl auch immer einen mit guten Aktionen geben und einen Preiskampf da man ja momentan gut und gezielt nach diesen Produkten suchen muss um sie zu bekommen.
          Da ich Preislich deutlich drunter liege, werden die Händler wohl auch auf etwas Marge verzichten können um mehr abzusetzen (ja ich weiß die haben auch Kosten und Arbeit reingesteckt die bei mir entfällt oder for free gemacht habe).

          • Das es ab und zu Rabatte gibt ist halt schon was anderes als dauerhaft.
            Nimm z.B. das kleine LEGO Stadthaus 31105. Gibt es ein Video zu. Titel: „Wie viel Haus bekommt man für 50€?“. Klickst du auf die Affiliate-links Gibt es das Lego Haus für 35€ und das andere kostet genau 50€. Ich glaube mehr muss man dazu nicht schreiben. Der UVP-Vergleich ist i.d.R. eben nicht praxisrelevant…
            zu LEGO Exklusivsets: „Bei dem exklusiv gibt es meist keinen“ – doch und zwar immer mind. 5-10% durch VIP-Punkte (kostenfreies anmelden =Hürde geringer als z.B. in China zu bestellen) und meist GWP dazu.

            All das ändert aber natürlich nichts an der Tatsache, dass LEGO meist trotzdem teurer ist bzw. das schlechtere Teile/Preis-Verhältnis hat.

          • @CJ Ich bleib dabei sobald sich die Anbieter festgesetzt haben, wirst du dauerhaft Rabatte bekommen. Wenn ich aus China bestelle, ist es die Ausnahme wenn das selbe Set demselben Preis bei zwei Händlern hat. Die schwanken aber ebenso wie die Lego tiefspreise, der UVP bleibt konstant.
            Der UVP ist aber auch nicht nur da um durchgestrichen zu werden, der Vorteil von Lego ist doch auch das man sich nach Feierabend mal ein Set holen kann (zumindest wenn die Geschäfte wieder offen haben). Ich bring bsp öfters mal Spielzeug von Dienstreisen mit, da mache ich keinen Preisvergleich und geh in einen Spielzeug laden.
            Auch in D kosten die Fremdhersteller nicht immer Liste, auch wenn ich da weniger Erfahrung habe was bestellen angeht 😉 Bei dem Vergleichsset welches ich heute früh recherchiert hatte gab es zumindest eine Preisspanne – also nur bei Lego 5-10% abziehen beim Rest aber nicht ist auch nicht fair erst recht wenn man dann noch Prämiensysteme mit einbeziehen muß (Payback, Shoop, Shop eigene Systeme, die richtige Visa Karte, und viele andere Boni zugaben gibt es beispielsweise auch bei China shops sicher auch bei Deutschen Händlern).

    • Ich stimme dir in sehr vielen Punkten zu, aber bei Brickstory tatsächlich nicht. Das ist zwar ein Lego-Fanatiker, aber jemand, der es um der Sache wegen macht, nicht wegen der Klicks. Umso spannender, dass er jetzt auf diesen Vorfall hin alternative Klemmbausteinhersteller vorstellt. Hätte er schon etwas länger im Hinterkopf, aber so einen Riesen-Lego-Fan muss man ja auch erst dazu bringen. Vielleicht die interessanteste Wendung von all den Leuten. Für die Klicks stellt sowas niemand vor – man mag es kaum glauben, aber für die breite Masse ist eine Cobi-Titanic nicht mal annähernd so interessant wie ein Lego-Set. Siehe Helden-Videos und Klickzahlen.
      Sorry or denn Einwurf 😀

      • Mit Brickstory bin ich durch nach dem Vorfall. Auch wenn es nicht seine Absicht war, kam es bei mir so an als wollte er auch nur auf den Zug mit aufspringen.
        Also ich bau jetzt lieber mehr, als mir von irgendwelchen YouTubern erklären zu lassen, welche Firma oder welches Set ich gut zu finden habe. Die Kommentare da sind toxisch und ich werde das Gefühl nicht los, dass viele nur deshalb überhaupt da unterwegs sind.

        • Genau dieses Gefühl hatte ich beim Video von Brickstory auch, das er diese Gelegenheit nutzt um seinen Kanal zu vergrössern. Ich habe absolut kein Problem damit wenn der Brickstory auch andere Marken vorstellt, aber auf Scheinheilig tun um zu den „Guten“ zu gehören hat bei mir einen Nachgeschmack hinterlassen. Werde auch keine Videos mehr von Brickstory anschauen.

          • Den Eindruck hatte ich leider ebenfalls und habe mein Abo erstmal storniert.

            Bedeutet aber nicht, dass ich ihn dauerhaft ignoriere. Erstmal abwarten, wie sich der Kanal entwickelt.

    • Ach hätte ich heute morgen nur einen Screenshot von Deinem Kommentar gemacht, den fand ich unzensiert ziemlich passend zu diesem sehr guten Artikel von Jens & Lukas 😉

  2. Moin zusammen,
    Vielen Dank für die sachliche und ruhige Aufarbeitung des Themas. Ganz großes Lob an das Team! Ich finde es lächerlich das ihr in den Kommentaren angefeindet werdet, das zeigt ja nur was die Person auf der anderen Seite für ein Mensch ist.
    So zum Thema…ist mir in Summe egal. Jeder kämpft um Profit, also kracht es nunmal, dass ist das Geschäft.
    Meine Meinung leben und leben lassen, aber dabei recht und Gesetz waren.
    Nur dieser Hass in egal welche Richtung geht gar nicht. Was juckt mich wo mein Kumpel kauft? Hauptsache wir können uns über unsere gebauten Erfolge unterhalten, das sollte uns alle verbinden.
    Damit verabschiede ich mich aus diesem Thema und freue mich auf neue Artikel von euch! 🙂

    • Ach wie schön, dass man von Seiten Stonewars (super Artikel übrigens, liebes Team) hier mehrfach sagt, die Leute sollten sich bitte nicht anfeinden und ohne Vorurteile miteinander umgehen.

      Und dann kommt einer wie S.L. und spricht verallgemeinert von „der anderen Seite“. Das kann nur alle die meinen, die nicht exklusiv LEGO-Sets kaufen. Wieviele Fans von alterantiven Klemmbausteinen sind denn wirklich hier, die anderen den Tod wünschen oder sie beleidigen, lieber Stephan?

      Dass auch im Artikel gesagt wurde, ausgehend von Klabolds Fans würde jetzt etwas losgehen: Woher wisst Ihr das? Das sind reine Mutmaßungen, die keine Belege haben. Klabold hat selbst in seinen Videos mehrfach gesagt, man möge jetzt bitte nicht auf die anderen Seite eindreschen und sachlich bleiben.

      Und dann ruft eine der größten legonahen Seiten ebenfalls dazu auf und in den Kommentaren wird dann wieder dargestellt, wie hier von S.L., dass alle die, die jetzt nicht pro LEGO sind, wohl zu der anderen Seite gehören und keiner sachlichen Argumentation zugänglich sind. Das ist Schubladen-Denken at it’s best.

      Zur Klarstellung der Rechtslage empfehle ich mal das Video von WBS (Christian Solmecke) dazu, der die Ähnlichkeiten der LEGO- und Qman-Figuren mal eingeordnet hat rechtlich. Da wird ganz schnell klar, dass die angeblich rechtlich so eindeutige und sichere Beschlagnahme durch den Zoll in einem Hauptsacheverfahren dann ganz schnell nach hinten los gehen könnte. Mit der Argumentation der Minifigur dürfte dann nämlich kein Hersteller mehr Dinosaurier im Modellfigurenmarkt raushauen, sobald einer mal einen gemacht hat. Die Figuren an sich sind von Menschen inspiriert. Beide haben Arme, Beine, Köpfe. Die Proportionen sind menschenähnlich. Ob das bei einem Urheberrechtsstreit wirklich zugunsten LEGO ausgeht, das ist zumindest zweifelhaft.

      Und wenn man das mal vornanstellt, dann hat die Beschlagnahme einen sehr faden Beigeschmack. Der Zoll prüft nämlich vorab nicht die Rechtmäßigkeit. Das macht ein Gericht am Ende. Man stelle sich vor, es käme heraus LEGO hätte zu Unrecht die Sets beschlagnahmen lassen. Und bei der großen Kanzlei, die da für LEGO tätig ist, dürfte man davon ausgehen, dass die genau wissen, was sie da tun. Wie ist das denn dann mit dem Fairplay, Kollege S.L. Das ist genau das Problem dieser Community. Entweder bist Du für Lego, oder dagegen. Bist Du dazwischen, dann wirste automatisch von einigen Zeitgenossen mit in die andere Schublade geworfen.

      • Es geht hier in dem Kommentar von @S.L. meines Verständnisses nach ganz konkret um „die Person auf der anderen Seite“, also die konkrete Person, die uns beleidigt hat. Es geht nicht um eine Personengruppe, die andere Sets kauft.

        Wir schreiben auch nicht, dass alle Klahold-Fans hier gegen uns vorgehen, sondern das es offensichtlich von einigen Unterstützern von ihm kommt. Ob das nun seine Fans sind, oder ob die vielleicht Fans von jemand anderem oder von niemandem sind, ist unklar. Fakt ist: Wir bekommen Mails, Kommentare und Anfeindungen auf anderem Wege, die uns ganz klar beleidigen und dabei einfach mal annehmen, wir seien gegen Thorsten.

        Was die Videos von Solmecke angeht: Kann man natürlich schauen. Ob man sich seine Meinung lediglich aufgrund eines Youtube-Anwaltes bilden will, dessen Kanzlei in der Vergangenheit für Beteiligte an dem Streit tätig war und wie objektiv ein solcher Anwalt unbedingt immer ist, muss sich dann jeder selber überlegen.

        • Ich finde, du müsstest mit deiner unterschwelligen Aburteilung von Solmecke etwas zurückhaltender sein. Jeder hat so seine Interessen und Ziele. Aber ganz ehrlich, die Kanzlei WBS ist nach aktueller Faktenlage ein seriöser Akteur mit Know-How im Gebiet des Urheberrechts, der sich nunmal einen beliebten Kanal auf YT erarbeitet hat und für mich nicht als klassischer Influencer gilt. Der HDS zB ist für mich einer, aber einer, der mit Affiliate-Links arbeitet, bei dem er auch Gewinn macht, wenn Lego gekauft wird, also finde ich ihn nicht bedenklich, aber dieses Thema nur am Rande.

          Ich finde die Argumentation von Solmecke haltbarer und gewichtiger als eure Ansicht der „Bedenklichkeit der Ähnlichkeit“ mit den Legofiguren. Aber das ist auch mein einziger großer Kritikpunkt am Artikel, den Rest finde ich erstaunlich sachlich, dogmenfrei und informativ, so das ich ihn gerne teile.

          • Ich will mich nicht in eure Diskussion drängen, aber meines Wissens ist Solmecke eben kein Fachanwalt Markenrecht, sondern für Medienrecht. Und andere Anwälte, die tatsächlich auf diese Themen spezialisiert sind, kommen eben teilweise zu einer anderen Einschätzung als Solmecke (was natürlich auch ein ganz normaler Vorgang ist, in jedem Verfahren gibt es ja mind. zwei Anwälte mit verschiedenen Sichtweisen auf Basis derselben rechtlichen Grundlage 😉 ) . Ich finde nur auch, es fällt in der Gesamtsumme seiner Videos zum Thema sehr auf, dass er immer recht eindeutig auf der Seite der Klemmbaustein-Youtuber ist.

          • @Jens Herwig:
            Solmecke ist inzwischen ein Chef einer Riesenanwaltkanzlei, in die Position ist er gekommen da er ein Rechtsanwalt für die Medien wurde (kein Medienrechtspezilist sondern eher ein Erklärer).
            Seine Kanzlei deckt viele Themengebiete ab, und IP rechte sind kein kleiner Teil davon.
            Dadurch hat er eine Ahnung, oder bekommt ein gutes Internes Coaching bevr er das veröffentlicht … Denn wenn er da quatsch erzählt, funktioniert das Anwerben der Kleinten für WBS nicht – und die sind gewachsen da viele von dem durch die Medien Bekannten RA vertreten werden wollen. (es ist aber nicht so gut wenn dann der RA x dem klienten sagt was unser Chef sagt ist schwachsinn das geht ganz anders)

        • Wenn man sich mit der Kanzlei WBS beschäftigt, was man natürlich sollte, bevor man diese aburteilt, dann stellt man fest, dass auch Fachanwälte für Urheberrecht in dieser Kanzlei arbeiten. Das mal zu dieser Kanzlei an sich. Wenn man meine Antwort liest, dann stellt man auch fest dass ich nicht sage, dass Herr Solmecke recht hat. Ich sage ganz klar, dass das alles eben nicht so glasklar ist, wie es, teilweise auch hier (sorry) dargestellt wird.

          Ob die Rechtsauffassung von LEGO vor einem Gericht Bestand hätte, das ist mehr als fraglich, im Bezug auf die aktuellen Figuren von Qman. Ob es in diesem Lichte gerechtfertigt erscheint, komplette Container zurückzuhalten, das soll mal jeder selbst beurteilen.

          Klahold hatte ja angeboten, entsprechende Abmahnungen zu unterzeichnen, die sich auf die ursprüngliche Sachlage beziehen (habt Ihr selbst schön herausgearbeitet). Und damit bedurfte es dieser absichtlichen Eskalation seitens LEGO nicht. Hier spielt nur einer falsch im Moment, und das ist ein dänischer Konzern, der Fair Play predigt, sich aber wie ein Gutsherr verhält.

          Das ist insoweit normal, gefallen muss es einem nicht. Abschließend gilt zu sagen, dass Angriffe an andere, egal in welcher Richtung, absolut unangemessen sind. Dass Ihr Hassmails bekommt, das ist ein unmögliches Verhalten. Und ich hoffe, das eint uns alle.

          Und nein, ich habe S.L.s Kommentar eben nicht so verstanden, dass er damit eine bestimmte Person meinte. Denn dann müsste er ja Kenntnis von den Mails einer bestimmten Person gehabt haben. Ihr wart im Artikel sehr allgemein und sofern er keine internen Mails von Euch vorliegen hatte, kann er nur „ALLE“ meinen. Aber das ist nur meine Privatmeinung und ich kenne ja die internen Abläufe nicht.

          Ich finde diese absolut unnötigen Eskalationen (auf beiden Seiten) unwürdig und unschön. Und wenn hier einige Leute an die Adresse der Klahold-Unterstüzter schreiben, es gehe nur um Spielzeug, dann gilt das halt für beide Seiten. Schaut Euch die YT-Videos an und lest die Kommentare darunter. Was da abgeht (von beiden Seiten, wie angemerkt) ist absolut unterirdisch.

          Und mal zur Aufklärung: Ich habe noch kein einziges Nicht-LEGO-Set in meinem Hause, ich bin kein Klahold-Fanboy und auf diese ganze Sache und „alternative Klemmbausteine“ erst durch die YT-Trends aufmerksam geworden. Mein Sohn spielt seit Jahren mit LEGO. Was der Konzern hier aber tut, das ist unehrenhaft. So geht man nicht mit anderen um. Wenn LEGO sich in die Reihe der unsympathischen Konzerne ala Nestle und Co. einreihen will, oder bereits hat, gerne.

          Aber mit der Publicity treibt man Leute zu anderen Herstellen. Ob das so gewollt ist, das wage ich mal zu bezweifeln. Leben und leben lassen, das ist so meine Devise.

          In diesem Sinne, seid bitte alle nett zueinander, denn es ist wirklich nur Spielzeug!

      • „Ich finde es lächerlich das ihr in den Kommentaren angefeindet werdet, das zeigt ja nur was die Person auf der anderen Seite für ein Mensch ist.“

        Da ist doch – nach meinem Verständnis – mir dem „auf der anderen Seite“ lediglich das Gegenüber, die Person, die den Kommentar schreibt gemeint. Lucas als Autor auf der einen, ich als Kommentator auf der anderen Seite.

        Zumal die Quintessenz von S.L.s Kommentar ja ausgesprochen versöhnlich ist:

        „Was juckt mich wo mein Kumpel kauft? Hauptsache wir können uns über unsere gebauten Erfolge unterhalten, das sollte uns alle verbinden.“

  3. Hallo liebes Stonewars-Team.
    Vielen Dank für eure Mühen. Das ist der erste wirklich vernünftige Bericht den ich bisher zu diesem Thema irgendwo gesehen habe. Und einer der wenigen der Quellen angibt und verlinkt.
    Schön daß auf euch auch weiterhin Verlass ist wenn es um sachliche und gut recherchierte Nachrichten und Artikel geht.
    Das tut besonders gut in dieser aufgeheizten Stimmung.

    Also nochmals vielen Dank für eure Arbeit und weiter so. Mein Kompliment.
    Ich werde mir jetzt erstmal das Interview anhören.

    LG

  4. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel! Ich hab ihn noch nicht gelesen, aber vorab mal eine Frage: Kommt diese Woche noch eine normale Podcastfolge oder ersetzt das Interview diese?

  5. Was ich nicht verstehe: mir fällt es schwer qman Sets ohne Figuren zu finden. Warum wurden dann nur 1/5 der Sets beanstandet. Hat es sich bei den anderen um Sets ohne Figuren gehandelt?

    • Qman hat eine Reihe von Sets die ohne Figuren sind, z.B. Häuser im Mikroskale. Diese Sets laufen unter einem besonderen Namen der mir gerade nicht einfällt.

      Ansonsten finde ich den Artikel sehr gut, insbesondere zum Verweis zum Verhalten der Community, welche mich an den Capitolsturm erinnert (ähnliches Verhalten und Argumentationsweise). Ohne Feindbilder an die man ungebändigten Hass richten kann geht es wohl nicht.

      • Ja ich fühle mich tatsächlich auch an den Sturm auf das Kapitol erinnert, was die Vorgehensweise angeht. Beim Hintergrund sehe ich das etwas anders. Es geht zwar nur um Spielzeug, aber wenn man das erstmal akzeptiert hat, dann hat die Kritik an dem Vorgehen von LEGO hier zumindest einen Punkt – das war beim Capitol nicht der Fall.

        • Das war jetzt auch mehr allgemein bezogen 😉

          Man merkt bei vielen Diskussionen das direkt Feinbilder ausgepackt werden die sich oft auf Personen / Firmen konzentrieren was dann schnell eskaliert. Wenn man dann die Aggression hinterfragt kommt dann oft was unspezifisches wie die Person etc. ist mir unsympathisch bzw ich finde die andere toll. Sachliche Gründe gibt es aber nicht wirklich. Der Capitolsturm ist da ein sehr anschauliches Bild, da es die Sinnlosigkeit gut wiedergibt. Sachdiskussionen gibt es dagegen kaum noch, da alles immer schnell auf die andere Ebene gezogen wird.

          • Beim allem Respekt, den Lego-Steingemachtes Fall mit dem Sturm aufs Kapitol zu vergleichen ist sehr weit hergeholt. Da sind 5 Menschen gestorben, hier gehts um Befindlichkeiten. Man sollte die Kirche mal schön im Dorf lassen.

  6. Respekt für eure Einordnung über diesen Fall.
    Ganz großes Kino und sehr differenziert erläutert.
    Vielen Dank dafür!

    Ich hoffe doch sehr, dass alle in unserer Klemmbausteincommunity sich eurer Herangehensweise annehmen und diese Problematik nicht hernehmen um zu polarisieren und zu beleidigen,egal ob Lego-oder Alternativbausteinfan.

  7. Ach das Urheber/Patentrecht. Herrliche Spielwiese genüsslich sich um kleinigkeiten zu streiten. So scheint ja in der Broschüre die Plagiate recht eindeutig zu sein. Ich glaube das kommt wieder drauf an. Wenn aus nichtgeschützten Elementen in ähnlicher oder gleichen weise das selbe Modell gebaut wird, muss es nicht unbedingt nen Plagiat sein, wenn die reine Zusammenstellung wie bei einem Rezept nicht schützenswert ist. Ob die Farbgestaltung der Elemente eine Schöpfung darstellt? Schwierig. Zum Plagiat wirds meist erst durchs drumherum. Anleitung klauen etc. Das macht auch die Moc so schwierig, wenn die einfach kommerzialisiert werden.

    Na dann noch viel Soaß beim moderieren heute.

  8. Danke für die gründliche Aufarbeitung.
    Egal wie man zu dem Thema steht: Die erwähnten Drohungen gehen garnicht. Da gibt nicht mal einen Bruchteil einer Rechtfertigung für. Was geht in Köpfen vor, die bei allem was ihnen nicht gefällt Todesdrohungen verschicken? Klar ist das für viele nur ein Spaß auf Kosten anderer, aber man weiß heutzutage leider nicht, ob es dann doch jemand umsetzt.
    Gerade bei YouTube ist mir teils regelrecht schlecht geworden. Da gebe ich auch dem Geschäftsmodell einiger YouTuber bzw YouTube die Schuld: Empörung bringt Klicks sprich Geld. Das würde sich auch nicht ändern, wenn Lego „netter“ seinen Markenpflichten nachgeht. Ich vermute auch, das viele Zuschauer nur Spaß am Verriss haben und selbst nichts bauen.

    Letztendlich geht’s hier um Spielzeug. Die Leute sollten also mehr Sets (Hersteller egal) bauen, anstatt sich gegenseitig verbal den Spaß daran zu nehmen.

    • Ich möchte hier nur klarstellen: Bei uns sind bisher „nur“ alles mögliches von „Ermahnungen“ über Boykottaufrufe bis hin zu Beleidigungen eingegangen. Die schlimmen Drohungen gingen unserem Vernehmen nach an andere Parteien.

  9. Ein Thema wurde hier noch nicht angeschnitten. Ich bin zwar nicht der Experte für die chinesische Kultur.
    In China ist es angeblich eine Ehre wenn man Dinge kopiert (Kunstwerke, Bilder, …). Wenn man etwas möglichst ähnlich nachmacht ehrt man damit den Erfinder/Künstler. Das hat eine lange Tradition und ist fest in der Kultur verankert.

    Bei uns ist die Wahrnehmung eher umgekehrt. „Die chinesischen Hersteller sollen doch ihre eigene Ideen einbringen“, usw… Somit ist die Herangehensweise der Hersteller aus China bei uns oft negativ besetzt.

    (Und ja, ich bin auch der Meinung, dass es nicht geht 1:1 Kopien herzustellen und diese zu verkaufen – aber dort wird das eher als Kavaliersdelikt gesehen)

    • Von einigen, ich nenne sie jetzt mal „China-Experten“ wurde mir erklärt, dass das oft eben eine Ausrede sei und sich das mittlerweile in China sehr gewandelt habe. Aber selbst wenn das so ist, dann ist das vielleicht kulturell für den eigenen Markt in Ordnung, gilt aber in anderen Teilen der Welt mit anderen kulturellen Grundlagen deswegen noch lange nicht 🙂

    • Hallo Idle, Als jemand, der in China gelebt und gearbeitet hat, kann ich dir sagen, dass sich das dort komplett gewandelt hat und in China mittlerweile eine sehr scharfe Rechtssprechung bezüglich der Verletzung chinesischer Urheberrechtsgesetze herrscht. Wahrscheinlich nicht im Gebiet der Klemmbausteine, aber auf vielen anderen Gebieten sind die Chinesen mittlerweile führend, was die Entwicklung von geistigem Eigentum und Anmeldung von Patenten angeht. Die Ausrede von „Kopieren als Anerkennung der Leistung des anderen“ zählt nicht mehr.

  10. Danke für Eure gründliche Recherche! Zusammen mit Henrys Video bildet sie eine wunderbare Grundlage, um mir ein Bild zu machen. So richtig fertig ist es noch nicht, nur so viel: Ich finde, dass der Vorgang eine gewisse Herausforderung und vielleicht auch Überforderung darstellt – sowohl für mich als Diskussionsteilnehmer als auch für Euch als Rechercheure und als Moderatoren der Diskussion. Ihr leistet das mit Bravour. Danke!

  11. Meine Prognose: es wird sich die nächsten Jahre nichts ändern hinsichtlich des Vorgehens der Firma LEGO gegenüber potenziellen Rechteverletzern. Die regionalen PR-Gaus sind einfach (noch) nicht groß genug. Davon abgesehen stehe ich auf der Seite von Lego und verstehe nicht, warum Qman und andere einfach sich an geltendes Recht zu 100% halten und auch erst gar kein „Geschmäckle“ aufkommen lassen, indem sie sehr sehr ähnliche Sets auf den Markt bringen. Ansonsten würde ich mich freuen, wenn die agressiven „LEGO ist Böse“-Trolle sich nicht mehr auf Lego-Fan-Blogs und -YouTube-Kanälen rumtreiben würden, denn wenn ich Mercedes-Fan bin treibe ich mich doch auch nicht in der BMW-Sektion rum. Versteh ich irgendwie nicht.

    • Das ist in der Tat seltsam, aber nicht mehr überraschend, finde ich. Ich habe den Eindruck (sogar im analogen Leben), dass sich hier auch Leute Meinungen bilden und diese kundtun, die eigentlich gar nichts oder nur sehr oberflächlich mit Klemmbausteinen zu tun haben. Die haben einfach wieder etwas gefunden, wo sie anknüpfen können, um sich zu empören. Große gegen kleine Firma ist da gern genommen, oder Youtuber gegen die böse Businesswelt. Und da wird – wie mit allem im Moment – nur schwarz-weiß gemalt: bist du nicht Luke, dann bist du gleich Darth Vader. Wer braucht schon Zwischentöne – das gilt als „unehrlich“ oder „inauthentisch“.
      Das sind schon längst nicht mehr alles Legofans v. Fans alternativer Steine, weshalb es auch nicht verwundert, dass die Trolle auf Legoseiten posten: ihr Hobby ist Empörung, und da ist es doch egal, welches Thema die Seite hat, solange man dagegen sein kann.

      • Ob selbige Leute das auch so konsequent bei anderen Firmen wie Nestle und Co durchziehen? Ich hab das so meine Zweifel.

        Ich glaube da spielt die aktuelle Pandemie auch eine große Rolle. Aufgestauter Frust entlädt sich in dem Fall eben mal gegen LEGO.

        • Das denke ich auch. Wenn jemand öffentlichkeitswirksam und leicht nachvollziehbar Wind machen würde gegen Nestle, wäre das sicher auch ein willkommenes Ziel. Ich denke nämlich, es liegt in der Natur der Sache, dass man sich einer Empörung anschließt, als selbst eine zu entwickeln.

    • Man kann durchaus Freude an den Steinen (sogar denen mit dem bösen L-Logo) haben ohne das Verhalten eines Großkonzerns zum Nachteil der Kunden bedingungslos super zu finden!

    • Lieber Stefan,

      da hast du absolut Recht, jeder solltein seinem Lager bleiben! Ich kann auch nicht verstehen warum eine Lego Fan Seite (Familie Ba…… und zusammeng…..) sich bei bekannten Youtuber rumtrollen und eine Antwort mit einem Video (Satire sieht anders aus) geben und über ein 180€ Lego Modell fahren. Professionalität sieht anders aus.

    • „Ansonsten würde ich mich freuen, wenn die agressiven „LEGO ist Böse“-Trolle sich nicht mehr auf Lego-Fan-Blogs und -YouTube-Kanälen rumtreiben würden, denn wenn ich Mercedes-Fan bin treibe ich mich doch auch nicht in der BMW-Sektion rum. Versteh ich irgendwie nicht.„

      Na ja, wir können nicht einerseits (gesamtgesellschaftlich) fordern, dass wir uns aus unserer jeweiligen Bubble herausbewegen, um Echokammern zu vermeiden oder jedenfalls zu minimieren und andererseits nur in unserer Bubble zu kommentieren.
      Eine Diskussion zwischen verschiedenen Interessensgruppen ist immer zu begrüßen. Nur ist auch klar, dass diese sachlich und von Respekt dem anderen gegenüber geprägt sein sollte/muss.
      Und diesbezüglich ist leider zu konstatieren, dass das bei vielen nicht funktioniert.

      • Mangelnder Respekt ist auch nur ein Spiegel der Gesellschaft und von daher passt es halt zum Gesamtbild. Ohne (a)soziale Medien wäre alles besser…aber lassen wir das…

      • Manche Menschen haben nur noch Freude an der Missgunst Anderer. Ist halt einfacher etwas schlecht zu reden als selber an sich zu arbeiten. Das ist auch der Grund wieso Videos mit Negativem Inhalt wesentlich mehr angeschaut werden.

    • für mein Geschmäckle leider ein kontraproduktiver Post.

      wie in dem Artikel dargestellt wurde, sehr sachlich, unterscheiden sich die Sets von QMan durch eigene Ideen von den Sets von Lego.

      Fraglich bei Qman ist, nebst so wagen Sachen wie „Firmenlogo in der linken oberen Ecke eines Produkts“ die Minifigur.

      und da ist es nicht so einfach. Kein Lego Fan, oder jemand der Lego länger kennt, würde behaupten, das eine QMan Figur 1 : 1 identisch mit einer Lego Figur ist. Das sagt auch der Artikel. Alle Teile sind anders. Nun kommt die Frage auf des anders gestalten der Figur. Die Frage kann keiner so richtig beantworten. Wie soll QMan die Figur noch gestalten das Lego damit kein Problem hätte. Grundbedingung ist, die Figur soll in etwa im Maßstab mit den Lego Figuren sein, und es soll ein Mensch erkennbar sein und kein Alien. Rein die Größe einer Figur zu skalieren, ändert nichts an der optischen Gestaltung – eine 2 Meter hohe Lego Figur bleibt immer noch eine Lego Figur (vom Design her).
      QMan meint, mit seinem Design hinreichend genug abgewichen zu sein. Eine Befragung am Markt würde sicher bestätigen das die Figuren unterschiedlich sind (echter Lego Fan findet die Figur von Qman nicht hübsch, ebenso wenig die Figuren von COBI).

      Was die Trolle angeht – die gibt es leider auf beiden Seiten und auch entsprechende Trolle trollen Blogs von alternativen Klemmbausteinen. ist nicht wünschenswert, wird man leider nicht verhindern können

    • Qman hält sich ja ans Recht, das ist weltweit nur Unterschiedlich.

      Lego beugt das Recht übrigens deutlich stärker, sonst hätten wir hier schon längst einen Freien Markt.

    • Na ja, viele wollen sich halt garnicht in ein Lager stecken lassen.

      Ich mag von Lego Ninjago, Speed Champions, Creator und Ideas und schaue somit auch regelmäßig auf Stonewars vorbei wenn es neue Vorstellung oder Deals gibt.

      Ich mochte aber auch mal City, Star Wars und Technic und die finde ich mittlerweile ziemlich mistig und das gebe ich auch gerne zum Ausdruck und auch am liebsten auf einem Lego Blog bei dem es um das Thema geht.

      Auf Youtube schaue ich mir gerne HDS, JW, Jangbricks und Brickstory und finde ich in der regel alle ganz gut. Ich informiere mich gerne über alle Klemmbausteine Hersteller.

      Was ich aber mit Sicherheit nie werde, ist Fan von einem Konzern zu sein (viele BMW oder Mercedes Fans sind das übrigens auch nicht).
      Beleidigungen gehen selbstverständlich nicht, aber wer lieber in seiner Blase leben möchte, sollte besser nicht in die Kommentare schauen (auch und gerade besonders auf Fanseiten).

  12. Hut ab und vielen Dank für diese tollen Artikel. Überhaupt wie ihr hier die Sache angeht.
    Ich bin sehr gespannt wie die ganze Sache ausgehen wird.

    Ich selbst habe mein LEGO Budget vom letzten Wochenende bei der Aktion gespendet. Mir war dabei auch voll bewusst, wonach der Betrag auch „vernichtet“ werden kann. Ich halte dies aber für nicht sehr wahrscheinlich und ich habe wegen einer ganz anderen Sache mit mir gehadert! Das klingt jetzt vielleicht dämlich aber ich schreibe es trotzdem, da ich mir grob vorstellen kann was für Zusendungen ihr die letzten Tage bekommen habt. Denn ohne eine Bestellung unterstütze ich eure großartige Arbeit ja nicht!
    Hier habe ich aber Gestern mein Gewissen beruhigt, in dem ich bei Amazon ein paar LEGO fremde Produkte über euren Link bestellt habe…

  13. Das Problem liegt meiner Meinung nach weniger bei Lego, als viel mehr an der aufgeheizten Stimmung die über diverse Influencer generiert wird. Seit in Frankfurt jemand erkannt hat, das Populismus ein super Werkzeug ist um Aufmerksamkeit zu erregen die sich ( und das ausschließlich ) für ihn zum Vorteil ergibt, steigert sich das ganze in immer größere Höhen. Anfangs hat es halt gereicht mit reißerischen Titeln diverse Lego Sets zu zerpflücken, jetzt sind Abmahnungen der Weg ins Youtuber Glück. Das ganze betrifft übrigens natürlich nicht nur unsere Klemmbausteinwelt, ist ein generelles Problem von YouTube bzw. der Monetarisierung von Videos. Aufmerksamkeit, Klicks, Hype … Würde man dies abstellen und so die Einnahmemöglichkeiten stoppen, sähe die Welt schon anders aus. Für mich sind alle Seiten in diesem Konflikt gleichermaßen Geldgierig, was als Unternehmen an sich natürlich auch irgendwo der Sinn im Kapitalismus darstellt. Aber hierbei nur Lego zu kritisieren, geht viel zu kurz. Schaut doch mal was der Youtuber aus Frankfurt monatlich für Einnahmen hat, allein durch die Klicks bei YouTube. Dazu noch seine Tassen und co. Aber nur Lego will euer Geld 😉
    Aktuell muss Lego einfach immer auf etwas reagieren, was dann teilweise seltsam wirkt. Hier würde ich mir mal einen „Kniff“ von Lego wünschen, bereits vorab in irgendeiner Form zu agieren um der Hetze die Grundlage zu nehmen.
    Ich hab mir manche Videos von Johnny’s World bislang gerne angesehen, auch wenn mich alternative Sets nicht interessieren. Wirkte mir immer relativ neutral und musste nicht permanent gehen Lego austeilen, die kleinen Seitenhiebe absolut ok und witzig. Seit diesem Video hat sich das für mich erledigt, das geht für mich in die selbe Richtung wie beim Kollegen aus Frankfurt. Wenig Inhalt, viel Emotion. Vielleicht füllt sich langsam die Faktenlage, aber das erste Video dazu bestand nur aus „dazu hab ich nichts offizielles, aber meine Quellen sagen …“

    Das seltsame ist und bleibt doch einfach, das die sogenannten Lego Fanboys es in der Regel schaffen, in ihrer „Welt“ zu bleiben ohne Alternativen schlecht reden zu müssen. Umgekehrt erlebe ich dies selten, da wird auf Lego Blogs getrollt und alles zum
    Thema Lego bombardiert.

    Ich könnte jetzt noch weiter ausholen und gefühlt endlos schreiben, aber eigentlich bringt es am Ende doch eh wenig bis nichts, daher lasse ich es an dieser Stelle gut sein.

    • Die Stimmung in der Öffentlichkeit soll gegen Lego angeheizt werden. Das Vorgehen ist bekannt. Ein bekannter YT wird engagiert, eine rechtlich schwierige Situation provoziert, und die Kunden instrumentalisiert. Und schon steht der große Konzern gegen einen kleinen Händler im Kreuzfeuer.

        • Steht er nicht in einer finanziellen Beziehung zu dem Klemmbausteinhersteller?

          Als Händler sollte er gewusst haben, dass einige Sets aufgrund Legos Markenrechte zu einer Konfrontation führen könnten, und dies scheint er (und der Hersteller) bewusst in Kauf genommen zu haben.

          • Wir haben keine Belege für eine finanzielle Beziehung, die über ein Partnerprogramm hinausgeht. Und dadurch ist man nicht automatisch „engagiert“, denn wir sind auch nicht von Amazon oder LEGO engagiert, aber dennoch Teilnehmer deren Affiliate-Programme. Wenn du weitere Belege hast, gerne her damit.

          • Zumal der Held über Amazon-Affiliatelinks genauso immer noch mit Lego verbunden ist – er hat sogar letztens mal gesagt, er könnte auch weiterhin darüber mehr mit Legoverkäufen verdienen (auch wegen des höhren Preises von denen)

          • Engagiert ist in diesem Zusammenhang das falsche Wort. Sorry.

            Trotzdem hege ich den Verdacht, dass diese Aktion kalkuliert war.

          • Wenn man eine Aktion nicht kalkuliert, denkt man nicht darüber nach was die Aktion bewirken kann. Vielleicht solltest du versuchen deine Aussage einfach zu formulieren und nicht komplizierter…Es könnte auch einfach sein, dass die Aktion von Lego den guten Youtuber genauso stört wie die Leute, die deswegen anfangen 400.000 Euro zu spenden…
            Grundsätzlich finde ich es sehr fraglich, wenn man der Meinung ist bzw. so tut als würde der kleine Einzelhändler Lego vor sich hertreiben und das arme kleine Lego Unternehmen hat niemanden, der es beschützt. Das ist schon eine ziemlich krasse Täter/Opferumkehrung!

      • @data: also du behauptest tatsächlich, dass das Ganze von langer Hand geplant war (von wem jetzt eigentlich konkret?) und man ergo vorausgesehen hat, dass innerhalb von wenigen Tagen die 400.000 Euro Marke geknackt werden wird, mit den entsprechenden Wellen, die so eine Summe zwangsläufig schlägt?

        Somit ginge dann der Titel „Sinistrer Klemmbausteinyoutuber des Jahres“ also nun an Johnny´s World…was der Held der Steine wohl dazu sagt? Oder steckt der mit „denen“ unter einer Decke?

        Da gerät ja mein Aluhut direkt in Schwingung!1!11!

        • Ist es so unwahrscheinlich, dass da Kalkül hintersteckt? Dass Lego auf eine Lieferung rechtlich fragwürdiger Klemmbausteine (bzw. Minifiguren) reagiert, sollte klar sein.

          Nicht klar war, wie das Netz darauf reagiert, aber wenn man ein wenig die aktuelle Stimmung aufsaugt, dann war diese Reaktion nicht unwahrscheinlich. Und wenn das mit den Spenden nicht geklappt, hätte immer noch der Klemmbausteinhersteller unterstützen können.

          Ja, ich halte es für möglich, dass diese Aktion so geplant war, oder sich zumindest gut für einige Teilnehmer entwickelt hat (wenn es wirklich keine Berechnung war).

          • Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass es voll durchgeplant war… diese Planung wäre ja nur deshalb nötig, weil Lego eben so handelt.

            Das Patent an am Klemmsystem ist schon lange ausgelaufen und Lego hält einfach am Monopol fest.

            Es gab und gibt natürlich billige Plagiate aus China, aber das zu generalisieren ist einfach nicht mehr der aktuelle Stand. Man hat dort gelernt, dass ein, durch Preis und Qualität erschlossener Markt in Europa, nachhaltiger einnahmen bringt, als immer wieder billigen Schrott zu verkaufen. An Handymarken wie Xiaomi und Huawai kann man diese Entwicklung gut beobachten.

            Und sieh mal das: Selbst wenn sich jetzt herausstellt, dass an keinem der Sets wirklich etwas einzuwenden ist, dann wären das für den Händler immer noch an die 100 000 Euro an entstandenen Kosten und entfallenen Einnahmen. Das kann sich ein kleineres Unternehmen nicht leisten und wäre insolvent, selbst wenn es absolut legal und legitim gehandelt hätte. Für Lego reichte hier erst einmal nur die Behauptung aus, die gerichtliche Entscheidung folgt ja (hoffentlich) erst noch.

            In diesem Fall bekommt man es nur deshalb mit, weil es zufällig mal einen bekannten Youtuber getroffen und der Hersteller erkannt hat, dass legaler und gesicherter Eintritt in den Markt hier diese Kosten-Unterstützung wert ist.

    • @Alex

      Letzteres verstehe ich in der Tat auch nicht. Ich käme nie auf die Idee zu einem COBI oder QMAN Blog zu gehen und deren Produkte schlecht zu reden. Warum auch? Ich muss die Sachen ja nicht mögen oder kaufen. Wenn ich dann sehe, dass Leute den „LEGO Fantalk“ von Henry gucken und erwarten, dass er LEGO kritisiert kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Da geht es dann nur darum, dass die eigene Meinung bestätigt wird.

      Der Vorwurf, dass LEGO geldgierig ist, ist in der Tat die größte Ironie, wenn man selbst durch reißerische Videos dreht um damit Einnahmen im hohen fünfstelligen Eurobereich zu generieren. Leute, die das kritisieren, dürften ja nirgendwo mehr einkaufen. Bei der nächsten Amazon Bestellung nimmmt man es dann nicht mehr so genau damit 🙂

      • Zur Einordnung: ich kaufe von Lego fast nur Lizenzprodukte da ich Star Wars Fan und Jurassic Park Fan bin.
        Also Kind war Lego allerdings mein liebstes Spielzeug (bis es von Nintendo abgelöst wurde) und ich hatte (und habe im Keller) entsprechend viel Lego (egal von City, Aquazone, Ritterburg, Western, Piraten, Ice Planet, etc.)
        Ich schlendere auch gerne durch Spielzeugläden und schaue mir einfach nur die Sets an die Lego auf dem Markt hat.

        Ich denke das viele die Lego als Kind hatten einfach enttäuscht von der schlechten Qualität der Lego Sets sind. Man verbindet was mit Lego und dem wird Lego aktuell einfach nicht mehr gerecht. Dass die aktuelle Polizeiwache eine Frechheit ist, dachte ich schon vor dem HdS Video. Wenn ich mich erinnere, wie toll damals die Polizeistation (ich glaube die 6332) war, die ich zu Weihnachten bekam, ist das schon traurig.
        Kein Mensch in Deutschland verbindet halt was mit CoBi aus seiner Kindheit.
        Und diese Enttäuschung von Lego, schlägt halt in (besonders im Internet) in Wut um.
        Es soll hier Lego Bashing nicht rechtfertigen, nur erklären.

        Bin aber der Meinung, die man oft liest: Lego sollte sein Geld lieber in die Entwicklung mehr guter Sets investieren (und endlich statt Sticker mehr Prints machen), als in seine Rechtsabteilung.

        • Lego macht schon immer gute und schlechte Sets. Das würde ich jetzt nicht an einem Produkt festmachen. Das neue Straßensystem finde ich auch sehr bescheiden, aber (z. B.) Die Gärten von Ninjago einfach toll! Und früher war das mMn nicht anders, nur sieht man als Kind das vielleicht nicht so kritisch (oder anders)?

          Bin mit Lego immer noch sehr zufrieden und kaufe das gerne für meine Kinder.

        • Der Punkt ist aber, dass Lego – auch und vor allem im Vergleich mit sich – die Qualität mitnichten verschechtert hat, eher ist das Gegenteil der Fall.

          Vergleicht man Lego ‚von damals‘ mit dem aktuellen Portfolio fragt man sich, wie Lego mit den meist ‚primitiven‘ Sets vergangener Tage überhaupt so erfolgreich geworden ist.

          Klar gibt es Ausnahmen – du hast die gruselige Polizeistation genannt, und die ‚City‘ Linie ist generell zur Zeit im Tief (meiner Meinung nach).

          Aber wieviel grandiose, vielfältige Sets sind in letzter Zeit auf den Markt gekommen, von denen noch vor ein paar Jahren niemand zu träumen gewagt hat?

          Also nein; ich denke nicht, dass schlechtere Qualität Lego Bashing erklärt. Da geht es vielmehr um eine zielgerichtet populistische Einstellung, die von der Social Media-benutzenden Masse adaptiert wird.

          • Die Auswüchse in sozialen Medien gehen mMn. nicht unbedingt in der Mehrheit auf das Konto enttäuschter Lego-Fans, sondern in der Tat schlichtweg auf das Konto derer, für die Attacke in Kommentarspalten ihre liebste Beschäftigung ist..und wahrscheinlich mit Lego und Co. gar nicht mal was am Hut haben.
            Heutzutage meint ja jeder, er habe irgendwelche Ansprüche….den Brüdern und Schwestern, die diesen Stakeholder Quatsch damals eingeführt haben, möge der Klemmbausteingott den Weg mit 2×4 Steinen pflastern….vorzugsweise beim nächtlichen Toilettengang.

            Zu „Vergleicht man Lego ‚von damals‘ mit dem aktuellen Portfolio fragt man sich, wie Lego mit den meist ‚primitiven‘ Sets vergangener Tage überhaupt so erfolgreich geworden ist.“

            …naja, wenn ich auf mich schaue, Jahrgang 1980….in der relevanten Zeit für Lego gab es halt nichts anderes….und nun, seit der Erweckung aus den Dark Ages dank Sohnemann, Jahrgang 2017, hat sich doch wieder einiges an Lego angesammelt, vor allem Technic…da hab ich Freude dran und in ein paar Jahren (hoffentlich) Junior….und dank dem Kindergarten hat er Ninjago entdeckt und daran viel Freude….ebenso an den Dino Sets…weil Dinos (ob Jurassic World auf einer Filmreihe basiert, interessiert die Steppkes eher nicht)…Gott sei Dank ist City nicht interessant im Moment, denn da tät ich mich schwer, die Sets, also die größeren, guten Gewissens zu kaufen…..glücklicherweise sind aber von mir noch die alten Polizei & Feuerwehrstationen erhalten und ein paar andere City Sets aus den späten 80ern. Ninjago find ich persönlich einwandfrei….immer mal eine neue Umgebung, nett gestaltet und durchaus in einem recht guten Preis-Leistungsverhältnis.

        • Recht hast Du.
          Grade im Bereich City lässt sich noch so viel mehr machen. Schade.
          Dadurch gewinne ich mehr neue Kinder als Kunden. Es muss doch nicht immer Polizei, Feuerwehr und 18+ sein.

        • Schönes Set, von dem hab ich damals immer nur im Katalog geträumt… 😀
          Aber ich hatte vorher mal die 6450 Pier Police – da hatte ich auch schon meinen Spaß (und v.a. eine schöne Kindheitserinnerung, auch damals zu Weihnachten bekommen 🙂 )

    • Bei allem Verständnis für eine Meinung (aber nur Lego will Euer Geld), hier mal ein paar Fakten zum Nachdenken.
      Lego verdient direkt an dem Kunden (Dir) über seine Preisgestaltung.
      Youtuber verdienen von Werbetreibenden über die geschaltete Werbung (kein Geld von Dir) und über Affiliate Links (kein Geld von Dir).
      Ansonsten hatte ich den Eindruck das der kleine Händler aus Frankfurt (ich war da schon als er noch in bereich von 20000Abonennten war) ziemlich faire Preise verlangt hat. Zu den Preisen von Lego hab ich so meine eigene Meinung.
      Und ja beide (Lego/HDS) sind Unternehmen/er die Geld verdienen wollen.
      Die Art und Weise ist nur sehr unterschiedlich.
      Und zum eigentlichen Thema auch von mir vielen Dank für die Tolle Arbeit von Stonewars. Gut aufgearbeitet und versucht von allen seiten zu beleuchten sofern durch Inforamtionszugang möglich. Ich mag (achtung ähnlichkeit zu ausagen von evtl Youtubern ist rein zufällig) einige Produkte aus Dänemark immer noch sehr. Tolle Sets die ich dann halt mit entsprechendem Rabatt auch kaufe.(Hier sei auch die Frage erlaubt was das für die Händler bedeutet). Den Konzern LEGO hab ich aber mittlerweile gefressen.

  14. Ich möchte gerne meine Gedanken zur Spendenaktion teilen.

    Meiner Meinung nach wird Folgendes unabwendbar passieren:
    Irgendwann in den nächsten Monaten stehen ein paar Container mit chinesischen Sets in einem europäischen Hafen.
    Importeur wird steingemachtes sein.
    Die Container werden vom Zoll einbehalten und LEGO wird informiert.

    Dies sehe ich als Tatsache an und führt mich letztendlich dazu zu denken, dass Klaholds Verhalten in höchsten Maße unverantwortlich ist.

    Zunächst, ist dieses Geschehen für Klahold absehbar? Die Antwort muss wohl „ja“ sein, ansonsten müsste man ihm bodenlose Dummheit unterstellen, was ich auch nicht glaube.

    Das heißt, Klahold nimmt es in Kauf, dass Spendengelder in Höhe von mittlerweile über 400.000€ vernichtet werden!
    Oder werden die Spenden zurück gezahlt, wenn die Ware vernichtet wird? Das glaube ich nicht, schließlich ist die Ware zu diesem Zeitpunkt ja bereit gezahlt.

    Das dies geschehen wird, ist meiner Ansicht nach absehbar. Ich empfinde das als unglaubliche Unverantwortlichkeit für den Umgang mit Spendengelder.

    !!! Hier wird mit Spendengelder gezockt !!!

    Dies absichern könnte er nur, wenn er selbst so lange in Vorkasse tritt, bis die Ware bei ihm im Hof steht (was ich mir nach der eigenen Schilderung seiner finanziell angespannten Situation nicht vorstellen kann), oder wenn QMAN sich bereit erklärt, die Spenden zurück zu zahlen, wenn die Ware vernichtet wird…

    Im sicheren Falle einer Vernichtung wird Klahold natürlich LEGO an den Pranger stellen und viele werden sich dieser Lesart anschließen, aber dies ist meiner Meinung nach für Klahold alles vorhersehbar und vermeidbar gewesen.
    Rechtlich gesehen hat LEGO, so wie ich es verstanden habe, nämlich gar keine andere Wahl, als die Ware vernichten zu lassen.
    Was so etwas generell über unsere Gesellschaft aussagt, ist höchst diskutabel. Leider ist es aber auch Gang und Gäbe und über die Vernichtung von containerweise Adidas-Plagiaten, die auch nicht Bedürftigen gespendet werden, regt sich seit Jahren niemand mehr auf.

    Wie geht es weiter? Mal angenommen, Lego tritt nach Vernichtung für die Spendenware ein und ersetzt sie.
    Es wird genug Leute geben, die LEGO vorwerfen, dies nur zu tun, um ein PR-Desaster zu vermeiden. Kann diskutiert werden.
    ABER, auch dies ist für Klahold ein absehbarer Ausgang, was bedeutet, dass er den Spendegrund der Spender pervertiert, weil die Spendenaktion ja eigentlich LEGO ärgern soll. So jedoch werden die Spendengelder genutzt, um eine Höhe für eine Spende seitens LEGO zu taxieren, oder anders, die Spenden für chinesische Sets werden in Spenden für LEGO-Sets umgewandelt, was dem eigentlichen Spendegrund direkt widerspricht und was Herr Klahold auch in Kauf nimmt! Er hätte seine Spender somit getäuscht.

    Ihr schreibt, dies wäre ein genialer Schachzug, wenn die Kinderheime so stattdessen LEGO bekämen. Für die Kinderheime, ja.
    Ob die Spender mit dieser Täuschung einverstanden sind, müssen sie für sich selbst beantworten.

    Wie auch immer LEGO sich entscheidet, ich bin mir sicher, die Konsequenzen waren für Klahold allesamt absehbar und er ist in meinen Augen damit höchst unverantwortlich mit Spendengeldern umgegangen.

    Und noch ein Gedanke zur Motivation seitens Klahold zu dieser Spendenaktion, falls die chinesischen Sets wider Erwarten doch durchkommen:
    Er hat gesagt, er will LEGO damit eins auswischen.
    Einen netten Nebeneffekt erwähnt er aber an anderer Stelle im Video, nur stellt er den Zusammenhang mit der Spendenaktion nicht offensichtlich her.
    Er selbst sagt, Kinder, die heute mit QMAN aufwachsen, haben als Erwachsene eine ähnliche Bindung zu dieser Marke, wie wir zu LEGO. Dem stimme ich zu. Profitieren von dieser Nostalgie wird in Zukunft in großem Maße wohl der Hauptvertriebler für Europa, also Klahold.
    Und nun bekommt Herr Klahold durch die Spendenaktion containerweise kostenlose Werbeexemplare, um diesem Plan einen Kickstart zu geben.

    Well played (Ironie)

    • Hallo! 🙂 Deine Meinung sei dir unbenommen, ich möchte allerdings ein paar Kleinigkeiten klarstellen: Das mit der Vernichtung ist keineswegs „sicher“, auch kann LEGO das gar nicht entscheiden. LEGO kann die Ware nur zurückhalten lassen, einer Vernichtung müsste Thorsten zustimmen. Erst, wenn in einem Prozess tatsächlich geklärt würde, dass LEGO recht hat, könnte LEGO dies erzwingen. So lange würden die Sets eingelagert.

      „Wie geht es weiter? Mal angenommen, Lego tritt nach Vernichtung für die Spendenware ein und ersetzt sie. […] Ihr schreibt, dies wäre ein genialer Schachzug, wenn die Kinderheime so stattdessen LEGO bekämen.“ – Das schreiben wir nicht. Wir schreiben, dass dies ein möglicher Ausweg für LEGO aus der zu erwartenden Zwickmühle wäre. Der „geniale Schachzug“ bezog sich darauf, dass Thorsten hier eine für LEGO sehr schwierige Situation geschaffen hat, die sie öffentlich massiv unter Druck setzen wird.

    • Der skizzierte Vorgang ist möglich vielleich sogar wahrscheinlich, aber nicht unabwendbar. Dies kann keine Tatsache sein, da der Vorgang in der Zukunft liegt. Das Argument, das eine Einbehaltung durch den Zoll zwingen bedeutet, das das Verhalten von Herr Klahold unveranwortlich ist, ist weder vollständig noch schlüssig.

      Das Verhalten von LEGO kann erwartbar und sogar beabsichtig sein. Das Gegenteil führt aber nicht zu „bodenloser Dummheit“ eine Beteiligten. Dies ist nicht einmal ein Argument.

      Soweit „Etwas in Kauf nehmen“ hier nicht den bedingten Vorsatz meint ist das Argument schwach bis inhaltslos. Ein bedingter Vorsatz wurde hier aber leider nicht konstruiert sonder nur unterstellt. Gleichzeitig wird nicht abgegrenzt, ob nicht auch die Spendenden dies bewusst in Kauf nehmen. Unabhängig davon ist es jenseits einer sinnvollen Spekulation die Vernichtung als zwingenden Ausgang zu sehen.

      Ich regen an das Konzept eines Anderkontos in diesem Zusammenhang nachzuvollziehen und anzuwenden.

      Rechlich hat LEGO die Wahl die Waren grundsätzlich freizugeben. Es dürfte aber nicht im jeweiligen Interesse liegen.

      Sowohl die Absicht als auch der Zweck der Spende wurde kommuniziert. Das Argument nennt leider nicht worüber ein Spender getäuscht wurde.

      Es ist nicht möglich mit einer Täuschung einverstanden zu sein.

      Insgesamt leider wenig Inhalt mit noch weniger Argumenten für viele Wort.
      Die grundsätzliche Ablehnung hätte auch kürzer Ausgedrück werden können.

    • Ist Dir bewusst, dass deine Aussage:
      !!! Hier wird mit Spendengelder gezockt !!!
      Strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte? Das ist eine schwere Anschuldigung die auf einer reinen Mutmassung beruht. An Deiner Stelle würde ich diesen Beitrag umgehend löschen lassen. das könnte sonst für Dich und für die Betreiber dieser Seite sehr teuer werden.

  15. Im Artikel (den ich sehr gut finde) wird wieder auf die Minifiguren eingegangen. Und dass es hilfreich wäre wenn die alternativen Hersteller diese doch noch mehr anders als die Minifigur von Lego machen sollen.

    Wüsste aber nicht wie das möglich sein soll, wenn man im Klemmbaustein-System bleiben soll? Noppen an den Füßen, Noppen am Popo zum sitzen. Hände um Stangen zu halten. Die Größe muss auch ähnlich sein (QMan ist eh schon größer), da sonst die Türen, Fenster, Autositze, Autos, Straßenplatten (eigentlich einfach alles) nicht mehr zu den Figuren passt.
    Cobi wird hier oft als Beispiel genannt. Wobei ich die Cobi Figur ähnlicher zur Lego Figur finde als die von QMan. Und auch Playmobil hat die „gleiche“ Figur nur größer.
    Und (zumindest in meinen Augen) wäre es doch das Ziel, dass Kinder mit Lego und alternativen Herstellern eine gemeinsame Spielwelt erschaffen können.

    • Ich glaube die Krux liegt schon in deinem zweiten Satz: „[…] noch mehr anders als die Minifigur von Lego“.

      Ich glaube das Problem ist, dass viele Hersteller die LEGO Figur als Grundlage nehmen und versuchen, diese in jeder einzelnen Komponente etwas abzuwandeln. Ich glaube, dass ein anderer Ansatz (z.B. von einem realen Menschen auszugehen und diese in das Klemmbaustein-System zu überführen) besser funktionieren könnte. Dann bekommt man eher sowas wie bei Cobi oder bei Mega Construx.

      Aber letztlich bleibe ich dabei: Das wird irgendwann hoffentlich endlich ein Gericht entscheiden und diese Entscheidung werden dann hoffentlich alle Beteiligten (natürlich nach ihrer rechtmäßigen Ausschöpfung aller weiteren Rechtsmittel und Revisionsverfahren) akzeptieren, genau wie deren Fans.

      • Hi Lukas,
        erstmal vielen Dank für euren tollen Artikel. Ich hätte nicht gedacht, dass sich einer der Lego Fan Blogs (ich nenne euch einfach mal so) sich so differenziert und objektiv dieser Sache annimmt bzw. so darüber berichtet. Mir klebt leider immer der Artikel von Promobricks über den Ferrari von Bluebrixx im Kopf. Den fand ich nicht so objektiv. Mit diesem Artikel seid ihr bei mir ganz nach oben gerutscht. Danke nochmal.

        Ich wollte eigentlich schon einen Kommentar unter den Vorgängerartikel schreiben. Dieser würde aber wahrscheinlich sehr sehr lange werden und sowieso in der Masse untergehen. Und da ihr eh mit Kommentaren bombardiert werdet, hatte ich mich entschlossen es nicht zu tun. Zu diesem Kommentar würde ich aber gerne 2ct dazu geben.

        Die Minifiguren von Cobi und besonders von Mega Construx unterscheiden sich schon sehr zu denen von Lego. Das liegt aber denke ich auch daran, dass sie u.a. keine Noppenaufnahmen hinten an den Beinen haben. Man kann sie also, wie z.B. die Friends Figuren, nicht auf Noppen setzen. Für mich ist das bei einer Klemmbaustein-Minifigur sehr wichtig. Genauso wie die Größe der Figur. Für mich sind die anderen Hersteller eine Ergänzung zu Lego. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Minifiguren anderer Hersteller auch in die Autos von und Häuser von Lego passen und umgekehrt. Was mich wiederum zur Frage bringt, ob es unter diesen (meinen) Voraussetzungen überhaupt möglich ist ein Design zu finden, dass zum Einen meine Erwartungen erfüllt, und zum Anderen die Lego 3D-Marke nicht verletzt?!

        Was denkt ihr dazu?

        PS: Sorry, jetzt habe ich doch einen länglichen Kommentar geschrieben, der euch Arbeit bereitet. Der erste Teil war mir aber ein Bedürfnis.

        • Das ist tatsächlich schwierig und ich kann das nicht wirklich beantworten… Das Problem ist eben, dass LEGO sich das jetzige „System“ ausgedacht und etabliert hat. Damit passt natürlich deren Figur so perfekt wie es eben geht in dieses System. Jede Abweichung könnte dazu führen, dass die anderen Figuren schlechter passen.

          Die Frage ist, ob das das Problem von LEGO oder eher von den anderen Herstellern sein muss. Niemand zwingt Qman und Co, die eigenen Produkte vollständig am bestehenden System auszurichten. Ich verstehe natürlich, dass sie es tun – sei es um für alle Nutzer Kompatibilität herzustellen, oder eben Entwicklungskosten für ein eigenes System einzusparen.

          Ich kann das Problem nicht lösen, ich bin Blogger. Aber ich verstehe aus der Sicht von LEGO die zu starke Ähnlichkeit und finde, dass Cobi und Mega das besser hinbekommen. Aber ja, die Figuren mögen weniger kompatibel sein.

          • Schwierig, schwierig, schwierig. Die Lego-Figur ist eine Abstraktion des menschlichen Körpers in eine von Kanten und Noppen definierte Welt.
            a) Lego hat sicher keine Rechte an den Proportionen des menschlichen Körpers
            b) Aspekte, die technische Lösungen sind, lassen sich nicht markenrechtlich schützen.
            Das heißt, auch wenn ich nicht von der Legofigur ausgehe, wird das Endergebnis zwangsläufig eine Ähnlichkeit zur Legofigur aufweisen.

            Zum Thema HdS: Ja, Thomas Panke bedient sich einer pointierten und auch polemischen Sprache. Allerdings habe ich
            a) noch nie erlebt, dass die Polemik nicht mit harten Fakten hinterfüttert wurde.
            b) er alle anderen Hersteller ebenso kritisiert (ich sage nur „blaue“ Pins)
            Und wir wollen uns mal in Erinnerung rufen, wer einem Lego-Fachhändler (zu der Zeit eben nicht Klemmbaustein) eine (sicherlich kostenbewehrte) Abmahnung gesendet hat, wegen eines Logos, das eigentlich markenrechtlich nicht zu beanstanden gewesen wäre.

          • Zu HdS a): Ich ganz oft in letzter Zeit, da er z.B. regelmäßig behauptet, LEGO würde eh alles in China produzieren und seine Argumentation darauf aufbaut. Das ist nachweislich falsch, der Großteil „unserer“ Steine kommt nach wie vor aus Billund.

          • Wenn man sich die Entwicklungsstadien der Minifigur ansieht, sieht man wie viele unendliche Möglichkeiten es für die anderen Hersteller noch geben muss. Die müssten nur mal „Out of the box“ denken. Ich kann LEGO wie gesagt verstehen und man muss es immer noch mEn aus der Sicht eines Laiens sehen. Auch due müssen es noch auseinanderhalten können.

          • @KaDe der Satz „Lego hat sicher keine Rechte an den Proportionen des menschlichen Körpers“ ist vollkommen korrekt, aber eine LEGO Minifigur entspricht auch gar nicht den menschlichen Proportionen. Grob gesagt hat beim Menschen der Kopf etwa 1/8 der Gesamtgröße aus, bei der Minifigur ~28% der Höhe einnimmt, also knapp 1/3. Das ist nur einer von vielen Aspekten. Ebenso nimmt der menschliche Operkörper im Gegensatz zu dem einer Minifigur nach oben hin (zu den Schultern) eher zu als ab.

            Zum zweiten Teil: LEGO hat selbst andere Figuren entwickelt, die die gleichen oder ähnliche technische Lösungen enthalten, ohne der Minifigur zu ähneln. Auch Jack Stone und die Technic-Figuren können auf Noppen sitzen, auch Jack Stone kann die gleichen Dinge greifen wie eine Minifigur. Vermutlich musste LEGO für beide Entwicklungen viel investieren und es geht eben nicht alles von heute auf morgen (auch die ersten Minifiguren durchliefen einige Entwicklungsstadien). Man kann aber durchaus auf unterscheidbare Lösungen mit gleichen technischen Aspekten kommen, man muss nur gewillt sein den nötigen Entwicklungsaufwand zu betreiben. Und an COBI oder Sluban sieht man ja, dass so etwas auch etwas geräuschloser möglich ist.

      • Lego sucht ja logischerweise nach Gründen um etwas beanstanden zu können, Ziel is es die „Alteenativen“ vom Markt fern zu halt.
        Wenn wie vorgeschlagen näher am Menschen entwickelt wird beanstanden sie es bestimmt wen der „Friends“ Minifigur die auch etwas näher annder natürlichen Anatomie ist.

      • Bin auch der Meinung, dass es irgendwann ein Gericht entscheiden wird. Wobei immer zu bedenken ist, dass es eigentlich das „Recht“ sowieso nicht gibt, sondern es immer unterschiedliche Rechtsmeinungen zu gesetzlichen Sachverhalten sind. Also kommt es auch auf den Richter an. Und es ist wohl zu erwarten, dass die Verfahrensbeteiligten (sofern sie die finanziellen Möglichkeiten dazu haben) ihre Rechtmittel ausschöpfen werden. Somit muss man davon ausgehen, dass dieses Thema noch längere Zeit nicht endgültig geklärt sein wird.

    • Ich denke auch, dass mangelnder Einfallsreichtum keine Grundlage dafür sein kann, zu sagen, dass diese abgewandelten Formen in Ordnung sind. Lego hat mit den Friends-Figuren schon selbst gezeigt, dass man Figuren machen kann, die ganz anders aussehen als die Minifigur, und die trotzdem gefallen. Und wie Lukas schon sagte, auch die Mega Construx-Figuren sehen total anders aus. Es muss ja in der Tat noch nicht mal die gleiche Größe sein – Klemmbausteine kann man stapeln, und dann erfindet man bei bestimmten Teilen, die sich an der Größe der Figur orientieren, eben einfach neue, passende Moulds.
      Man müsste ja noch nicht mal versuchen, realistischer zu sein. Man könnte das ganze auch noch eckiger gestalten, oder rund wie ein Michelin-Männchen, oder als solide Stücke aus einem Guss oder was weiß ich: man müsste sich nur erstmal von dem Versuch lösen, die Lego-Minifigur nachzubauen und dabei abzuwandeln. Solange man das versucht, wird es immer zu ähnlich sein.

      • Stimmt, man kann Figuren wie die Friends Figuren machen, die können sich nur nicht hinsetzen. Und das ist auch das Problem der Cobi Figuren.

    • LEGO liefert doch mit den Friends Figuren das beste Beispiel dafür, dass die Figuren eben nicht zwangsläufig aussehen müssen wie die LEGO Minifigur.

      • Wobei die Lego Friends Figur bei Polly Pocket & Co. halt auch schon arg entliehen ist, sie hat eben nur Noppenaufnahmen an den Füßen. 😉

    • „Wüsste aber nicht wie das möglich sein soll, wenn man im Klemmbaustein-System bleiben soll?“
      Du betrachtest das aus der Sicht des Konsumenten (gehe ich mal von aus), damit auseinandersetzen müssen sich jedoch Spielzeugdesigner, die haben darauf einen ganz anderen Blick und sehen ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten. Und wie @dora schon meinte wenn man es nicht schafft, dass die Figuren ins System der Konkurrenz passen, dann entwickelt man um die eigenen Figuren halt auch ein eigenes System. Dann passen die Figuren halt nicht mehr zu den Türen, Fenstern, Sitzen oder Autos von Lego, ist doch egal. Dafür haben wir dann eben neue Türen, Fenster, Sitze oder Autos, nur halt in einem anderen Maßstab, in einer anderen Form. Also am Ende sogar mehr Vielfalt, denn mit Lego kompatibel wären diese Teile ja immer noch.

      • Ja, aber dann müssten die Sets viel größer sein (kleiner wird fast unmöglich, da ja z.B. die hinteren Noppen sonst kleiner werden müsste und nicht mehr ins Noppenraster passen). Und das wäre ein ziemlich krasser Wettbewerbsnachteil.

        • Und wo ist das Problem wenn die Sets, in den Figuren sind, jetzt eventuell größer werden? Der Noppenmaßstab ändert sich da ja nicht. Die Figuren von Mega Cosntrux bekommst du ja auch nicht in ein Lego-Auto gequetscht. Gerade Mega Construx oder Cobi können anscheinend gut mit diesem Wettbewerbsnachteil kleben…

          • Du brauchst viel mehr Steine, die Sets werden (deutlich) teurer und unhandlicher (Platz ist immer ein Problem). Plus du brauchst nen großen Haufen neue, sehr teure Gussformen (alle Steine, die irgendetwas mit den Figuren haben). De facto wechselst du auf ein anderen Maßstab, wenn du die Figuren änderst und es noch halbwegs kompatibel sein soll.
            Mega Construx ist quasi nicht im deutschen Markt vorhanden und produziert nur wenige Spielsets. Cobi ebenfalls und ich habe nicht den Eindruck, als würden Cobisets der Figuren wegen gekauft. Ich würde sogar sagen, sie werden trotz der Figuren gekauft. Ich find die jedenfalls allesamt gruselig mies (Cobi), u.a. wegen den Köpfen und den völlig grotesken Formen. Abgesehen davon produziert Cobi auch quasi keine Spielsets (mehr).

          • Von Mega Construx gibt es übrigens zwei verschiedene Figuren, die großen „Action-Figuren“ und eine kleinere, die in irgendwelchen Polizei und Feuerwehr-Sets drin ist. Die sind einen halben Kopf kleiner als die Figuren nach L*** und lassen sich trotzdem sowohl stehend als auch sitzend aufnoppen. Würde ich glauben, das es letztendlich um Ähnlichkeit ginge, würde ich Figuren dieser Art für einen gangbaren Weg halten.

            Letztendlich glaube ich, das L*** über die 3D-Marke für die Figur argumentiert, weil das das wirksamste Mittel ist, um Konkurrenz auszubremsen und ich glaube nicht, das da tatsächlich irgendwelche Ähnlichkeitsbetrachtungen angestellt werden. Vermutlich gibt es genau zwei Punkte, die für eine Entscheidung über ein juristisches Vorgehen herangezogen werden:

            1) Wie stark ist die Konkurrenz die vom Angebot des fraglichen Herstellers ausgeht.

            2) Wie stark ist der juristische Widerstand, der zu erwarten ist.

            Für mich ist also die Mega Construx Figur für L*** nicht weil sie eigenständig genug ist OK, sondern weil 1) vereinzelte Sets zu ein paar Themen keine so problematische Konkurrenz sind uns 2) Mattel ein sehr großer Konzern mit einer starken Rechtsabteilung ist.

      • Andere Figuren, die nicht die Größen der LEGO-Minifigur hatten, gab es auch schon von LEGO selbst – z.B. die Belville-Figuren oder die LEGO-Technik-Figuren. Beide sind nicht mehr am Markt, konnten sich also nicht durchsetzen. Natürlich kann man für diese Figuren auch eine eigene Welt bauen. Diese ist dann aber nicht mehr mit dem Minifiguren-Maßstab kompatibel, obwohl alles aus den gleichen Steinen gebaut wird. Und jetzt sollen die Alternativ-Hersteller einen anderen Maßstab für ihre Minifiguren wählen, womit dann auch die Modular-Buildings der anderen Hersteller nicht mehr kompatibel zu den Lego-Gebäuden wären, da diese einfach in einem für deren Minifiguren geeigneten Maßstab gebaut werden müssten? Eine Minifigur, die kompatibel zum LEGO-City-Maßstab sein soll, muss technisch bedingt die gleichen Noppen bzw. Noppenaufnahmen haben. Wenn man das nicht tut, erhält man Figuren wie die Friends-Figuren, die nur auf Fliesen sitzen und noch nicht Mal ein Lego-Fahrrad fahren können, da sich die Hände nicht drehen lassen.

    • Ein Fuß könnte zum Beispiel auch so gestaltet sein, dass er zwischen zwei Noppen geklemmt werden kann oder rund, damit er zwischen vier Noppen passt und nicht eine Noppe umschließt. Nur mal so als Ansatz. Wenn man wollte, würden sich da schon Lösungen finden lassen, die sich deutlich unterscheiden. Wenn man halt probiert eine Figur zu entwerfen, die wie eine Minifigur aussieht aber halt doch irgendwie nicht, dann wird es da wahrscheinlich immer Probleme geben. Ich persönlich kann qman und Lego Figuren leicht unterscheiden. Aber qman hat ganz klar die Minifigur von Lego verändert und nichts eigenes geschaffen.

      • Du meinst quasi ähnlich einem runden 1*1er als Fuß nehmen? Interessanter Ansatz, aber mit funktionalen Nachteilen (du brauchst immer 4 Noppen pro Fuß um die Figur positionieren zu können).
        Lego hat seine Figur auch nicht komplett aus dem Nichts neu entwickelt. Da waren auch schon andere, durchaus ähnliche Spielzeugfiguren vorhanden. Aber ja natürlich, die Figur ist klar inspiriert von Lego aber in allen relevanten Bereichen verändert.

  16. Moin 🙂
    Auch von mir vielen Dank für die Infos und die Arbeit, die Ihr da reingesteckt habt :).

    Zwei Sachen würden mich noch interessieren:
    1. Kann man irgendwie herausfinden, welche Sets im Container sind? Thorsten hat ja den Schriftverkehr der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Da wäre eine Set-Auflistung sicherlich auch interessant (ich bin noch nicht dazu gekommen, die ganzen Links etc. durchzuschauen).
    2. Ist denn jetzt schon sicher, dass Thorsten Qman Sets für das Spendengeld besorgen möchte (so wie im Artikel erwähnt)? Wenn ich seine Videos recht in Erinnerung habe, wurde da nicht näher darauf eingegangen.

    Danke und viele Grüße 🙂

    • Zu 1: Leider konnten wir das nicht, wir können versuchen da bei Thorsten nochmal nachzuhaken, ich denke aber nicht, dass er seine Einkaufsliste preisgibt.
      Zu 2: Ja. Er hat uns im Interview bestätigt, dass (Achtung, folgendes „Zitat“ erfolgt aus dem Gedächtnis heraus) „zum großen Teil auch Qman Sets“ bestellt werden sollen.

        • Zu 2) Das verstärkt ehrlich gesagt den faden Beigeschmack, den die ganze Aktion ohnehin für mich hatte, schon deutlich. Ich bin absolut kein Experte auf dem Gebiet aber könnte dieser Umstand evtl. Auswirkungen auf die Einordnung der Aktion als Spende haben? Es wirkt auf mich so auf jeden Fall nochmal mehr wie eine sehr kalkulierte strategische und geschäftliche Aktion.

          • Naja, ich find es schon nachvollziehbar – von den chinesischen Herstellern ist Qman halt tatsächlich der beste für Kinder. Xingbao ist oftmals zu verspielt und ziemlich verspielt (gerade die chinesischen Häuser). Und viele andere Hersteller sind was Klemmen angeht nicht so optimal.
            Johnny hat ja angekündigt, das ganze via Anwalt abzuwickeln (mit vorhergehender Prüfung usw. usf.). Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das ganze im Vorfeld auch mit Lego abgesprochen wird. Schließlich kritisiert Lego sämtliche Minifiguren und ich bin mir unschlüssig, ob es aktuell überhaupt chinesischen Minifiguren gibt, die noch nicht abgemahnt sind. Falls sich Lego mit Händen und Füßen weigern sollte, irgendwas in der Hinsicht reinzulassen wäre das mies. Vllt. läuft es aber auf einen Kompromiss hinaus: Die chinesischen Sets werden gekauft, aber ohne Minifiguren in China und Lego wirft ne große Menge an Minifiguren dazu 😀 (jep, man wird doch mal träumen dürfen :D).

          • Hinter diesen Aktionen stehen, wie im Artikel auch gezeigt wird, große Konzerne, und vermutlich noch größere Interessen.

            Die vermeintlich kleinen Youtuber (und Händler) werden als nützliches Werkzeug instrumentalisiert, da sie in der Öffentlichkeit einen David vs. Goliath-Eindruck hinterlassen. Schaut man aber genauer hin, sind es die großen Konzerne, die diese Aktionen befeuern und finanzieren – und die Youtuber verdienen gut daran (mit Klicks und und wahrscheinlich auch mit finanziellen Zugeständnissen).

            Die rechtlichen Schritte sind provoziert, da die beteiligten wissen, dass Lego eingreifen muss. Fraglich ist, wie die Kunden darauf reagieren. Lego hat viel zu verlieren, die Konkurrenz deutlich weniger.

      • Zu 2 ist mir im Gedächtnis hängen geblieben dass Qman Sets bereits EN 71 zertifiziert sind (vermutlich zu einem Teil auf Betreiben von Thorsten, da er ja eh vorhat sie legal zu importieren). Bei irgendwelchen anderen Herstellern müsste das erstmal geklärt werden, vielleicht ein Labor beauftragt werden usw.
        Es ist einfach sinnvoll Hersteller zu wählen von deren Unbedenklichkeit (im Sinne von Produktsicherheit) er bereits überzeugt ist.

  17. Moin alle Zusammen! Vielen Dank für den Artikel! Ich habe ihn mir gestern Abend und auch heute Morgen nochmals durchgelesen. Danke für die sachliche Einordnung der Situation und die detaillierte Darlegung aller bisher bekannten Umstände.
    Das Fazit kann ich so unterschreiben; Ich hoffe inständig, dass Eure journalistische Meisterleistung zur Versachlichung der Auseinandersetzung beiträgt. Die Exegese hieraus zeigt, dass auch hier zu einem Konflikt zwei Parteien gehören, die ihren Teil dazu beigetragen haben.
    Freue mich auf die Diskussion hier in den Kommentaren, ich möchte aber dafür werben, sich nur zu äußern, wenn man den Artikel auch komplett gelesen haben. Ansonsten wird das hier viel Moderierungsaufwand werden, obwohl wirklich alle aktuell zugänglichen Informationen im Artikel stehen.

  18. Guten Morgen, Stonewars Team und alle,
    ich persönlich betrachte das Bauen von LEGO (!) als eine entspannende Freizeitbeschäftigung, bei der ich mich erhole, auch einen Ausgleich zum Alltag, zu Problemen und dergleichen suche.
    Es ist nun nichts Neues, dass im Netz eine virtuelle „Community“ heraufbeschworen wird, die sich nun zu „spalten“ droht und sich auf eine teilweise üble Art und Weise beschimpft und streitet.
    Das steht natürlich in einem Widerspruch zu dem, was ich mir von meinem schönen Hobby erwarte.
    Ich möchte niemand sein, der die Augen vor Mißständen verschliesst, Krieg, Hunger, Not, Pandemie, korrupte Politiker…wir haben reichlich davon.
    Aber ich möchte in meinem Leben auch einen Ruhepol haben, das ist für mich mein Hobby.
    Nun bin ich begierig, Neuigkeiten zu erfahren, mich auf neue Sets zu freuen, Schnäppchen zu erjagen, auch mit anderen Bau-Erfolge zu teilen oder die Bau-Erfolge anderer zu bestaunen. Aus dieser Motivation heraus, habe ich lange Stonewars gelesen und gelegentlich auch kommentiert.
    Das Teilen von Freude war auch eines meiner Motive.
    Hier geht es aber seitens eines Teils der Leser zunehmend darum, anderen die Freude an Ihrem Hobby zu Neiden oder einfach zu verderben.
    Es wurde versucht, dagegen durch Nettiquette und was weiss ich, anzugehen.
    Aber es versammeln sich hier immer mehr Leute, deren Hobby vermutlich nicht Lego ist. Das ist ok.
    Aber ICH bin es Leid, eigentlich immer in einer Verteidigungspostion zu sein.
    Deshalb möchte ich mich bedanken, für viele tolle Artikel (insbesondere Jonas Bauvorhaben, haben mich begeistert).
    Ich möchte kein Teil dieser „Community“ sein, bestimmt finde ich andere Möglichkeiten an Infos zu kommen, ohne die Freude am Hobby zu verlieren. Daher verabschiede ich mich von Euch.
    Vielen Dank an Stonewars, bleibt gesund und baut was Schönes!
    Annalies

    • Hallo Annalies, ich finde es schade, dass du uns aufgrund der aktuellen Querelen verlassen willst… Ich glaube, dass das ein vorübergehender Effekt ist, der immer im Rahmen eines Shitstorms, den LEGO bekommt, zu- und später wieder abnimmt. Aber natürlich respektiere ich, dass du das für dich nicht mehr möchtest. Ich hätte gedacht, dass es bei sowas ausreicht, nicht die entsprechenden Artikel zu öffnen. Und ich glaube, dass die eigentlich StoneWars-Community nicht das ist, was du hier schreibst… Aber nun gut.
      Bleib auch du gesund, hab viel Freude beim Hobby und vielleicht kommst du irgendwann doch nochmal wieder 🙂

      • Ich kann Annalies 100% verstehen. Das ist in keinster Weise ein Vorwurf an euch @Stonewars, wenn überhaupt muss ich mich zusätzlich bei euch für die ganze Moderationsarbeit bedanken. Die „Vergiftung der Foren“ ist auch die Sache, die ich HdS etc. vorwerfe, man kann sehr gerne Lego und ihre Sets auch überzeichnet kritisieren und dadurch Geld verdienen. Aber seine „Fans“ haben leider im deutschsprachigen Raum viele Foren „vergiftet“. Ich halte euch natürlich trotzdem die Treue :-). Stonewars ist meiner Meinung nach, vor allem im deutschsprachigen Raum, als Fan-Blog in Sachen journalistische Qualität einfach konkurrenzlos!

    • das ist allerdings sehr schade … wenn die Leute die Freude am Hobby haben uns verlassen, bleiben die anderen übrig, was nichts verbessert.

      gerade auf stonewars sind diese Artikel doch höchst sachlich, und können auch gut übersprungen werden – in den reinen Lego-Beiträgen sind diese Themen ja nicht drin, und das ist gut so. es ist aber auch gut, wenn man den Kopf als News-Portal nicht in den Sand steckt sondern sowas – für die Leser, nicht um eine Position zu beziehen – aufarbeitet. auch hier: wenn das niemand tut, bleiben die Krachmacher übrig.

      Die Kommentare kann man ja auch mal für sich weg lassen wenn sie einen zeitweilig mehr nerven als was bringen – ich habe jedenfalls deine gerne gelesen. Vielleicht les ich ja was bei der Vorstellung des nächsten tollen Sets von lego (das ungeachtet des ganzen Theaters kommen wird).

    • Nein, Annalies! Geh nicht! Wir brauchen positive Stimmen doch gerade, um den ewigen In-die-Suppe-Spuckern den Löffel aus der Hand zu nehmen (äh, möglicherweise schiefes Bild …)! Die Artikel, bei denen die Kontroverse vorprogrammiert ist, kannst Du ja auch überspringen, oder, auch immer eine gute Idee im Netz, einfach die Kommentare auslassen. Aber ganz auf StoneWars als (in meinen Augen die wichtigste und beste) Lego-Informationsquelle zu verzichten, das wäre doch allzu schade.
      Aber vielleicht liest Du das ohnehin schon nicht mehr. In dem Fall zum Abschied ein leises Servus (oder Baba)!

      • Natürlich musste ich das Lesen…ich denke drüber nach und Euch allen Dreien ein Dankeschön. Ihr habt schon Recht, man sollte den Krachmachern nicht das Feld überlassen. Danke jedenfalls für die Rückmeldung. Falls jemand von Euch wie ich gerade die Ninjago Gardens baut…da freut man sich doch schon auf die Freizeit, oder nicht? Level 2 erreicht, heute am Abend wird es Dottergelb😁

        • Die Gärten warten bei meinen Schwiegereltern in Deutschland zum Weitertransport zu mir (dort hin lässt es sich 2nd-Hand einfacher liefern als nach Österreich) …

          Kommt Zeit, geht Pandemie, und die Gärten kommen zu mir (zusammen mit dem Kolosseum, dem großen Dino aus dem Jurassic-Park-Tor-Set, dem Women-of-NASA und ein paar kleinen Sachen die ich inzwischen vergessen habe und die mich dann umso mehr erfreuen werden 🙂

    • Hallo Annalies,
      ich kann deine Entscheidung gut nachvollziehen, aber dennoch sehr schade, dass du „uns“ verlässt.
      Somit haben die Trolle schon „gewonnen“. Denen ihre Kommentare gehören eigentlich komplett ignoriert.
      Überleg’s Dir doch nochmal, denn STONEWARS ist das beste und informativste Lego-News-Portal, in meinen Augen und ist auch auf eine stabile loyale Leserschaft angewiesen.
      Mir geht es mitunter ähnlich, wenn ich manche Kommentare hier lese. Aber mittlerweile bin ich da echt schmerzbefreit und überlese die „Troll“-Beiträge gekonnt.
      Den Spaß am LEGO-Bauen verderben mir diese Zeitgenossen auf jeden Fall nicht. Im Gegentum, ich hab manchmal sogar Mitleid mit ihnen. 😥

      @Lukas & das ganze SW-Team:
      Lasst Euch nicht unterkriegen.
      👍👍👍 Ihr macht einen tollen Job und liefert uns stets gut recherchierte Darstellungen. 👍👍👍

      Bleibt ebenfalls alle gesund und munter!

    • Liebe Annalies,

      mir geht es leider ganz genauso wie dir. Ich genieße das Bauen, ich bestaune gerne die Ideen, die fertigen Modelle, die Minifiguren und erfreue mich an jedem Schnäppchen. Lego bauen war und ist für mich immer eine Abwechslung zum Alltag, ein Ausgleich, etwas, womit ich nur Angenehmes verbinde.

      Leider habe ich mittlerweile das Gefühl, dass diese Konflikte von einzelnen Händlern/Influencern unter- und miteinander und die dort gewählte populistische Sprache (ganz abgesehen von den ganzen Kriegsmetaphern…) sich auch auf mein Hobby auswirken. Ich mag mich nicht auch in meiner Freizeit noch mit Hass und Häme auseinandersetzen und letztlich geht es doch um Spielzeug (einge AFoL scheinen das manchmal zu vergessen).

      Daher kann ich deine Entscheidung, dich von diesen ganzen Themen zurückzuziehen absolut verstehen. Bei Youtube und Twitter habe ich ebenfalls schon so gut es geht alles geblockt, was mir nur schlechte Laune macht. Kritik ist richtig und wichtig, aber das Niveau auf dem dort interagiert wird, schreckt mich einfach ab.

      Ich hoffe, dass diese Themen sich bald wieder beruhigt haben und wünsche dir, dass du es schaffst dir deinen Spaß zu erhalten und einen Klemmbau-Nische für dich zu finden.

      @stonewars Danke wiedereinmal für euren sehr differenzierten Beitrag. Ihr seid die einzigen, die ich zur Zeit noch nutze, wenn es um Lego News geht. Bitte macht so weiter! Ihr seid toll. Auch, dass ihr jetzt alle Kommentare moderiert ist als Leserin sehr angenehm, obwohl ich mir gleich Sorgen mache,dass ihr euch damit ganz schön viel Arbeit aufgehalst habt. Es ist aber schön, wieder Kommentare lesen zu können, in denen ich mich auch wiederfinde.

      Bitte macht auch mal Pause, trinkt genug Wasser und versucht die Negativität nicht allzu sehr an euch heran zu lassen.

      Liebe Grüße
      Lisa

      • Liebe Lisa, Filibbooo, Snail und andere – danke, es freut mich, dass es Gleichgesinnte gibt. Womöglich finde ich einen für mich geeigneten Weg, mich nicht so betreffen zu lassen.
        Schön, hier jemanden mit ähnlichen Erfahrungen zu treffen – bei Twitter bin ich vor einem Jahr ausgestiegen und ich lese incl. Stonewars nur drei Blogs. Youtube mache ich nach einem sehr kurzen Ausflug gar nicht.
        Ihr habt Recht, man kann die Jungs hier bei Stonewars auch nicht hängen lassen. Ich werde versuchen, einiges leichter zu nehmen oder auch einfach zu ignorieren.
        Und @snail: wow, ein schönes großes Sammelsurium wartet da auf Dich, da freut man sich dann doch um so mehr, die Schwiegermama mal wieder zu besuchen 😉

  19. Schöner fairer und unabhängiger Artikel der beide Seiten berücksichtigt. Davon können sich andere Blogs eine Scheibe abschneiden… Meine Position ist das sich Lego wenn sie in ihre Rechten verletzt fühlen eben dagegen vor Gericht klagen sollen und damit klären ob es Rechtlich in Ordnung ist oder nicht. Die Versuche mit Abmahnungen und den Zoll irgendwelche Konkurrenten klein zu halten finde ich nicht fair….

    • aber gängige Praxis; da ist die Welt leider immer noch kein Ponyhof. Hätte unsere Gesellschaft andere Werte, wäre das vielleicht ein Argument, aber solange wir den Kapitalismus zur besten möglichen Wirtschaftsform erklären, Milliardäre als Vorbilder sehen und danach streben, wie sie zu sein, müssen wir solche Dinge eben auch akzeptieren. Man kann das nicht selektiv dem einen zugestehen und dem anderen nicht.

      • Nein, das aktuelle Wirtschafts- und Geldsystem sind nicht gottgegeben, wie manche vielleicht denken. Es hat uns schließlich, unter anderem, an den Abgrund gebracht, vor dem die Menschheit nun steht. Damit meine ich nicht die Klemmbausteinkrise. Ein radikales Umdenken ist erforderlich. Aber das ist hier nicht das Thema. Es sollte jedoch möglich sein, einen fairen Wettbewerb zu führen, wie es ja eigentlich auch vorgesehen ist. Nur weil sich viele nicht daran halten, soll man das akzeptieren? Was kommt als nächstes? Unterdrückung und Missbrauch werden wieder en vogue? Wir müssen gar nichts akzeptieren! Das dient nur zur eigentlichen Bequemlichkeit. So kann man die Masse klein halten. Konzerne interessiert es dann nicht die Bohne, ob sie Steuern vermeiden und somit der Gesellschaft schaden oder sogar verfassungsfeindliche Ideologien verbreiten. Damit lässt sich gut Geld verdienen und es stört niemanden. Nein, das kann ich nicht akzeptieren.

        • Lassen wir doch am besten solche Exkurse weg, sonst artet das hier noch in eine entsprechende Diskussion aus und diese „System“Thematik birgt mehr als genug weiteren Zündstoff, um hier in der Kommentarspalte den großen Stonewars-Kommentarspalten-Krieg von 2021 auszulösen.

    • „Konkurrenten klein zu halten“
      Ist das nicht ein unumgänglicher Nebeneffekt? Du bist quasi verpflichtet deine Markte zu schützten, dafür nutzt du alle rechtlichen Mittel, damit du später (eben vor Gericht) nicht deine Untätigkeit zu spüren bekommst. Du hältst die Konkurrenz zwangsläufig klein, selbst wenn du es nicht willst, nur weil du deine Rechte in Anspruch nehmen musst.

      • Natürlich versucht Lego seine Rechte wahrzunehmen. Das spricht ihnen ja auch keiner ab. Aber um ihre Rechte zu schützen gibt es verschiedene Wege. Also nach der Abmahnung die nicht unterschrieben wurde hätte Lego klagen können und dann hätte das Gericht entschieden wer im Recht ist. Das haben sie aber nicht gemacht sondern lassen die Ware vom Zoll beschlagnahmen.
        Sie gehen eben nicht den Weg es Gerichtlich klären zu lassen (was sie ja jederzeit machen könnten)sondern versuchen es mit anderen Mitteln. Das finde ich kein faires Verhalten… Lego hat halt schon die Wahl der Mittel und entscheidet sich für dieses Vorgehen.

  20. Erstmal Glückwunsch für die sehr sachliche Betrachtung der Thematik. Den Podcast konnte ich aus Zeitgründen noch nicht hören, wird aber nachgeholt.

    Vorweggeschickt, welches Logo mir auf der Verpackung entgegenlächelt, ist mir grundsätzlich egal wenn mich die Modelle ansprechen. Wie bei den vielen bin ich durch die Kinderjahre Lego vorgeprägt, und hatte viele Jahre ohne Sets vor 5 Jahren langsam wieder eingestiegen. Seitdem habe ich Lego zusammengebastelt, aber auch Cobi, MegaConstrux/MegaBloks, Bluebrixx, Xingbao, Wange, Sluban und Kazi lagen bei mir schon auf dem Tisch.

    Der YouTube-Kanal von Johnnys World ist mir erst geläufig seit er sein Steingemachtes-Geschäft eröffnet hat. Aber ich verfolge den Kanal, und habe somit auch letzte Woche das Video gesehen, als es „frisch“ war. Und beim Ansehen war bei mir auch diverse Gedanken durch den Kopf gegangen. Zunächst die Erkenntnis, wie vergleichsweise sachlich er die Situation rüberbringt. Das Unverständnis, wie übergriffig Lego mit der Zolleintragung vorgeht. Und die Spenden-Aktion, die meiner Meinung nach so simpel wie genial ist – ein sehr interessanter Schachzug. Das nächste PR-Desaster für Lego ist damit vorprogrammiert. Entweder bleibt auch der unkritische Container aufgrund der Eintragungen im Zollregister hängen, oder man wird demnächst in den Lokalblättern lesen und Bilder sehen, dass Kinder mit Steinen spielen, die genauso (gut) sind wie die von Lego.

    Zu meiner Bundeswehrzeit gab es die Regel, dass man sich erst nach 24 Stunden beschweren darf. Wenn ich auch sonst nicht viel bei der Bundeswehr halte, diese Regel halte ich nach wie für sinnvoll, damit man nicht aus der ersten Emotion reagiert (siehe auch die vorerst gesperrte Kommentarfunktion). Und hier habe ich das auch angewendet, einmal drüber schlafen, ob und wie ich vielleicht mitmache und auch drüber meditieren, ob es Gründe gibt, dass Lego sich aufführt wie der Elefant im Porzellanladen. Am nächsten Tag war ich immer noch der Meinung, dass die Verhältnismäßigkeit der Mittel von Lego (den Zoll zu instrumentalisieren und Steingemachtes und den Privatmann Thorsten zur „Persona non grata“ zu erklären und damit Existenzen zu gefährden) nicht angemessen erscheint und habe in seinem Laden bestellt und auch einen Betrag zur Spendenaktion beigetragen. Die Bestellung war eh geplant, und wurde nur vorgezogen – und nun bekomme ich bald auch QMan mal auf den Bautisch – die Beschaffung könnte sonst in der näheren Zukunft schwierig werden).

    Was mich allerdings interessieren würde : Gerät Lego auch in anderen EU-Ländern und Amerika, wo die 3D-Marke auf Minifiguren existiert, regelmäßig in das Zentrum eines Shitstorms, oder ist das ein deutsches Phänomen ? Wenn das eine deutsche Eigenart sein sollte, sehe ich da eigentlich nur zwei Möglichkeiten :

    1. In Deutschland wird Lego offenbar anwaltlich und/oder PR-Technisch schlecht beraten. Denn die Shitstorms bzw. dieses Fettnäppfchen-Wetthüpfen erfolgt gefühlt mittlerweile im Monatstakt. Das kann nicht nur an deutschen YouTubern liegen.

    2. Der Name eurer Webseite war prophetisch und der Krieg der Steine bzw. der Verdrängungswettbewerb tobt in Deutschland bereits stärker als an anderen Orten. Dazu passt auch folgendes : Ich wollte Anfang des Jahres meinen lokalen Spielzeugladen ein wenig unterstützen und die einzigen Lego-Neuerscheinungen, die mich interessierten (die kleinen Technic-Sets), dort bestellen und beim Abholservice in Empfang nehmen. Zu meiner Überraschung kam die Antwort, dass Lego zum Jahreswechsel aus dem Sortiment genommen haben. Der gleiche Laden hat letztes Jahr im Sommer Cobi ins Sortiment genommen und eine recht ansehnliche Fläche dafür zur Verfügung gestellt. Auch die Game-of-Thrones-Sets von MegaConstrux wurden dort verkauft. Spekulation meinerseits : Es scheint sich wohl wirklich nicht mehr genug für den Händler hängenzubleiben, wenn man die Sets nur noch mit Rabatt loswird. Sie nehmen es sicher nicht aus dem Sortiment, weil sie nicht mehr wissen, wo sie all das Geld lassen sollen.

    Vielleicht ist es auch eine Mischung aus beiden Punkten.

    Zumindest geraten die Aktionen von Lego und die Existenz von Alternativen immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit – auch außerhalb der Baustein-Bubble. Gestern hat die Lego-Group ihr Jahresergebnis veröffentlicht. Beim Artikel bei Spiegel Online musste man den Kommentaren nicht allzu weit lesen, bis man von den Auseinandersetzungen erfahren konnte. Und beim Artikel des Handelsblattes war es direkt mit eingeflossen. Und ob das so im Sinne von Lego sein dürfte, wage ich mal anzweifeln.

    Sorry, dass der Text etwas länger geworden ist.

    • Bei den letzten beiden Shitstorms kann man Lego nichts, außer keine Öffentlichkeitsarbeit vorwerfen. Sie waren im Recht und haben auch angemessen reagiert.

      Selbst aktuell sehe ich wenig, was Lego falsch gemacht hat. Wenn man sich die von Thorsen veröffentlichten Schreiben anschaut, dann finde ich auch, dass die Figuren zu ähnlich sind.

  21. Sehr sachlich vorgetragen und dabei wenig informativ (da Blickwinkelbetrachtung für mich nicht wirklich ins Detail gingen). Tut mir leid, aber für mich wirkt der ganze Bericht eher, als würde man gerne keine Ecke anstoßen und ebenfalls jeden Leser das Thema gerecht zu werden. Man kann sehr wohl eine eigene Meinung haben und diese auch sachlich vertreten. Man kann ebenfalls auch Partei beziehen und diese mit Fakten etc. unterstützen. Aber hier stehen wieder einige Vermutungen ( für beide Parteien) im Raum, so als würde man gezielt eine Pro/Kontra-Liste ausgleichen wollen.

    Generell finde ich es immer gut, wenn man einige Verfehlungen von Unternehmen oder Personen verzeiht, aber wenn ich 20 Jahre Drogen an Kinder vertickt hätte und dann mit dem verdienten Geld ein kinderfreundliches Unternehmen gegründet hätte, wäre also meine Vergangenheit und die Herkunft des Geldes egal?

    Mir ist schon klar, dass ihr „vermitteln“ wollt, aber zwischen welchen Gruppierungen überhaupt? Und seit wann sitzt ihr zwischen den Stühlen (kommt mir jedenfalls so vor)?

    • Das ist das, was man sachlich und neutral nennt, und wonach Journalismus streben sollte. Ich weiß, für viele ist das in der heutigen Welt komisch und nicht mehr normal. Für viele ist heute nur noch gut, was eindeutig für oder gegen etwas ist, und dafür zur Not auch halbgare Argumente heranzieht. Neutralität, Ausgewogenheit, Zürückhaltung – alles Werte, die Frieden wahren und einen zivilen Dialog ermöglichen – gelten bei Leuten wie dir als schlechter Journalismus. Da wundert es dann auch nicht, dass Menschen nur noch Leute feiern, die simple Wahrheiten proklamieren und alles verteufeln, was versucht, die Komplexität der Welt realistisch abzubilden. Das finden sie dann inauthentisch, unglaubwürdigt etc. Nur wer sich aufregt, kann recht haben; nur wer eindeutig Stellung bezieht, ist es wert, gehört zu werden.

      Vielleicht magst du ja doch noch mal drüber nachdenken, ob es nicht am Ende besser ist, statt Halbwahrheiten die Fakten zu nennen und die Interpretation dem Leser zu überlassen. Ob es nicht besser, fairer, und vor allem respektvoller gegenüber dem Leser ist, ihn selbst die Entscheidung treffen zu lassen, wo er steht, anstatt zu versuchen, ihn emotional zu manipulieren. Denn gerade aus dem Zwang, immer eine Position beziehen zu müssen, immer entweder für den einen oder den anderen zu sein, ergibt sich das giftige Klima in der heutigen Politik und auf den Social Media. Sachlichkeit ist auf dem Abstieg, weil sie von Polemikern zur „Unehrlichkeit“ erklärt worden ist, und ich könnte heulen, wenn ich mir ansehe, dass so viele Menschen, in dem Bestreben, sich diese komplexe Welt einfach zu machen, das, was wirklich guter und ehrlicher Journalismus ist, anfeinden.

      • @dora: Nein, da hast du mich verkehrt verstanden. Und eine feste Position zu beziehen ist auch in der Politik sehr sinnvoll, aber das geht jetzt vom Thema sehr weit weg.

        Mir ging es im Detail darum, dass es mir zu oberflächlich und quasi zu glatt berichtet worden ist, es fehlen halt einige Fakten und es gibt auch einige verschleierte Vermutungen.

        Des Weiteren kann man gerade in diesem Thema Position beziehen, völlig egal, für welche Seite. Und seit wann ist SW ein reiner neutraler Journalismus-Blog. Deine Wut kann ich im Allgemeinen nachempfinden und teile diese ich sogar, aber passt jetzt trotzdem hier nicht ins Thema.

        • Unser Artikel kann und sollte niemals die einzige Quelle sein. Daher darf man gerne auch andere Artikel oder Videos zum Thema (ich empfehle das von Henry) konsumieren und sich dann eine Meinung bilden. Vermutlich hätten wir noch weitere 3000 Worte zum Artikel schreiben können, aber irgendwann mussten wir, nachdem wir mit zwei Personen quasi drei Tage an dem Artikel und den Recherchen gesessen haben, auch mal einen Deckel drauf machen. Falls uns noch interessante und wichtige Ergänzungen einfallen, werden wir ein Update veröffentlichen.

        • Mich würde trotzdem interessieren, welche Fakten für dich fehlen und welche verschleierten Vermutungen du siehst – ich sehe nur offene Vermutungen und finde das auch gerechtfertigt, wäre der Artikel sonst nicht noch „glatter“?
          Mich würden wirklich konkrete Punkte bei dir interessieren, denn sonst macht dein Kommentar ja dasselbe, was du am Artikel kritisierst.

        • Da haben wir es wieder, dieses neuartige Verlangen, dass man immer eine Positionierung vornehmen müsse. Nee, muss man eben nicht, und schon gar nicht ein Blog, der sich explizit auf die Fahne schreibt, zu berichten und nicht, Meinungen zu vertreten. Dafür gebührt Stonewars und dem Team höchster Respekt!

          Ich will mir mein eigenes Bild machen können, aufgrund von nüchternen Informationen, die ich mir wie in diesem Falle hier und aus anderen Quellen ziehe. Haltund und Position sind Gift für Berichterstattung. Das sollen Journalisten ihren Lesern/Zuschauern überlassen oder halt „Kommentar“ drüberschreiben.

    • wenn der Artikel diesen Eindruck gemacht hat, dann hat er aus journalistischer Sicht alles richtig gemacht.
      Und Journalismus ist naturgemäß Mangelware in solchen Hobby-Nischenthemen, wo jeder, der genug Interesse am Thema hat um das en Detail beschreiben zu können, auch eine persönliche Verbindung und Meinung hat.
      Deshalb großes Lob an stonewars, die das Thema immer mit dem nötigen Abstand und Außenperspektive betrachten können, auch wenn es ihr „Hobby“ ist. Und dann noch Profi genug sind, was fundiertes abzuliefern, Fakten hinzulegen, Vermutungen als solche zu deklarieren, bei Unklarheiten diese zu benennen, und keine Schlüsse zu ziehen wo es bisher keine zu ziehen gibt.

  22. Vielen Dank für den Artikel und die Recherche für dieses schwierige Thema. Ich hoffe einfach das die gewaltige Spendensumme nicht nur in Klemmbausteine aus Übersee gesteckt wird sondern ein Großteil direkt gespendet wird (auch wenn das nicht die ausgehende Idee war). Denn wieviele Kinderheime will man denn mit Sets im Wert von mehreren hunderttausend Euro beliefern, die Spielzeug dann vielleicht gar nicht gebrauchen können, da sie davon eh schon immer genug bekommen? Und das geht auch nur wenn die Ladung nicht wieder beim Zoll feststecken wird, womit jeder auch rechnen muss. Damit bringt man dann zwar Lego in Zugzwang aber die Kids bleiben dann vollkommen auf der Strecke und sind gefühlt dann nur noch mittel zum Zweck. Wäre bitter wenn es so kommt. Ist mittlerweile ja genug Geld da um direkt zu Spenden und dennoch gut Sets zu ordern.
    Zu Lego habt ihr im Grunde schon alles gesagt. Auch wenn es naive klingen mag aber stellt ein Konzern wie Lego Fair Play Regel auf, muss es sich daran auch messen lassen.
    Und was die Community angeht, sind natürlich nicht alle so toxisch drauf und ich lese sehr gute Argumente für beide Seiten aber manchmal wünsche ich mir das Leute erst mal eine Art Führerschein machen müsste (Netiquette, wie Diskutiert ich im Internet vernünftig) bevor sie Zugang zum Internet erhalten.

  23. Vielen Dank für die Einordnung! Wirklich herausragend recherchiert, unglaublich wie viel Mühe und Herzblut ihr in den Blog steckt. Hut ab!
    Zum Thema: Mich erinnern die Qnan Figuren an einen Mix aus Lego Minifiguren und Lego Minidolls mit leicht überzeichneten Kopf-Proportionen. Aber die Kopfform von Minidolls ohne Hair-Piece etc. ist der Qnan Form schon recht ähnlich.
    Wie ihr auch schreibt ist die Situation für mich qualitativ eine andere als bei der HdS-Gattungsbegriff-Geschichte. Hier geht es um ein Unternehmen, dass seine quasi-Monopol Stellung v.a. im Kinderbereich nicht verlieren möchte. Wie ihr geschrieben habt aus Unternehmensperspektive verständlich aber aus Fan Perspektive auf jeden Fall enttäuschend. Vor allem, weil sich Lego schon immer als „more than just another company“ dargestellt hat.

    Was aber auf der anderen Seite häufig nicht ausreichend gewürdigt wird, meiner Wahrnehmung nach zumindest, ist das Engagement von Lego in gesellschaftlicher Hinsicht. Siehe bspw. die Spenden an versch. Organisationen, die im Zmh. mit BLM stehen oder die sehr hohen Spenden im Zusammenhang mit Corona, Entwicklungshilfe etc.. Das ist zum Teil natürlich Brand Building aber die Summen sind absolut nicht die üblichen 500k€, sondern Beträge in einer Höhe, die man nicht als Greenwashing Investment abtun darf.
    Darüber hinaus tragt ihr ja auch sehr transparent dem Umstand Rechnung, dass Qnan absolut kein kleiner Betrieb in BaWü ist, der seine Figuren in mühsamer Handarbeit im familiengeführten Betrieb herstellen lässt. Es ist auch ein Großunternehmen, das auch wie Lego wirtschaftliche Interessen durchsetzen möchte und, wie ihr ja auch herausstellt, eine „dunkle“ Vergangenheit hat.
    Zu der Thorsten Spendegeschichte möchte ich nur sagen, dass es natürlich clever aus Thorstens geschäftlicher Perspektive eingefädelt ist. Waisenkinder als emotionalen Leverage in Verhandlungen zu nutzen hat für mich zumindest natürlich ein gewisses Geschmäckle, aber man kann gut argumentieren, dass es ohne Lego Intervention gar kein Leverage nötig gewesen wäre.

    Unterm Strich muss man sagen bleibt stehen, dass Lego (völlig überraschenderweise) ein Großkonzern ist, der vor allem seine eigenen Interessen durchsetzen möchte. Das ist in sich nichts verwerfliches, die Umsetzung der Interessen ist in diesem Fall natürlich zumindest diskussionswürdig. Aber wie ihr ja auch herausstellt ist es nicht Lego vs Thorsten sondern Lego vs Qnan bzw alle „alternativen“ Klemmbausteinhersteller.

    Was ich nur interessant finde ist, dass Mega Construx es geschafft hat, mit der Zeit, ein eigenständiges Profil, mit eigenständigen Figuren, Lizenzen etc. und super Set Designs aufzubauen. In Summe sind die Sets dann kaum günstiger als vergleichbare Lego Sets. Das Anbieten von quasi lizensierten Produkten (z.B. Autos etc) ohne Lizenzinhaber zu sein finde ich, wenn auch rechtlich schwierig, zumindest persönlich höchst fragwürdig und aus Qnab Perspektive fast eher kontraproduktiv.
    Nur ein kleiner Einwurf zum Ende ;-).

    • „Was ich nur interessant finde ist, dass Mega Construx es geschafft hat, mit der Zeit, ein eigenständiges Profil, mit eigenständigen Figuren, Lizenzen etc. und super Set Designs aufzubauen.“

      Das ist Bei Cobi genauso.
      Die Figuren erreichen auch mittlerweile eine größere Akzeptanz und stellen einen positiven Wiedererkennungswert dar.

      Da gerate ich dann auch bzgl. QMan und „Etablierung einer eigenständigen Marke“ ein wenig in nachdenkliches Wippen ;D

    • Bei 500-1000 angestellten, spricht man in Bawü zumindest noch von Mittelstand 😉

      Wann groß Industrie anfängt mag überall anders sein, winzig sind sie nicht aber Steingemachtes mit 5 angestellten gegen Lego ist winzig und viele Unternehmen würden statt ihren Impoteur mit einer 6 Stelligen Summe zu unterstützen einfach eine neue Klitsche für dem Import anwerben.

      ich finde die Qman figuren durchaus eigenständig, zumindest die für dem europäischen und US markt. Die Sets ebenso, die Polizeiwelt ist deutlich komplexer als bei Lego die Gebäude haben andere features … Aber Polizei, Feuerwehr sind in der Kinderspielwelt doch ziemlich omnipräsenz und auch keine Erfindung von Lego. Die ja wie hier gechirieben auch eine Set Idee von Qman klauen, die ein deutlich kleinere Nische abdeckt.
      Meine Tochter kommt bald ins ‚Lego‘ alter und da hatte ich durchaus schon 1-2 Qman sets in Blick (vor Weihnachten) aber erstmal noch gewartet da ich nicht so viele kleinteile vor meinen jüngeren Sohnemann haben möchte.
      Ich bin da auch neugierig wie sie die Qman figuren aufnimmt, ich vermute sie wird sie sogar erstmal lieber haben als die Lego da sie viel mehr Details haben. Ich denke später mit filmen und Co. kommt dann auch die Prägung auf die ikonischen Lego Blockartige form.

  24. Ein sehr langer, sehr ausführlicher und – tatsächlich auch objetiver – Artikel.
    Es wird keine Stellung bezogen, es wird abgewägt und die Motivation aller Parteien versucht zu erläutern.

    Ihr habt echt eine Menge Zeit und Herzblut in den Artike gesteckt
    Danke.
    Auch wenn das viel zu selten gewürdigt wird – oder der ein oder andere Kommentar Dinge unterstellen möge – Danke für eure Arbeit. Ich find sie toll.

    Wie immer! Weiter so

  25. Thorsten und seine Videos… damit wurde ich noch nie so richtig warm. Könnte mich nicht erinnern auch nur eines je durchgeschaut zu haben.
    Von daher ist mir persönlich das ganze furchtbar egal, aber die Spaltung der Szene im Internet verleidet mir den Spaß an der Sache.
    Die Internet community zum Thema lego ist eh nicht mehr so richtig schön zu verfolgen. Macht alles nicht mehr richtig Spaß.
    Vielleicht auch ein Grund warum ich in 2021 noch keine 20 € für Lego ausgegeben habe und mich fast gar nicht mehr mit den ganzen YouTube Kanälen und Webseiten beschäftigen möchte…

  26. Hallo,

    „Außerdem werden rein zufällig die Fahrzeuge als kleinere Versionen und in genau den Farbvarianten umgesetzt, die sich bei LEGO im Rahmen der LEGO Technic Serie gut verkaufen – natürlich ohne Lizenz.“

    Bezieht sich dieser Absatz nicht eher auf die Speedchampions und nicht die Technic Reihe?

      • Das mit den Autos im Spielzeugbereich ist ja sowieso scheinbar nochmal eine völlig andere Baustelle, siehe das Urteil zum Opel Blitz aus 2010 vom BGH.:

        „Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Jahre 2010 entschieden, dass die Verwendung einer Marke (Opel Blitz) auf einem Spielzeugauto die Marke OPEL nicht verletzt, da die Verkehrskreise nicht davon ausgehen, es handele sich um ein Produkt (Spielzeugauto) von OPEL. Dies hat der BGH entschieden, obwohl die Marke auch für Spielzeugfahrzeuge eingetragen war.“

        Aber ja, sie könnten natürlich auch andere Fahrzeuge, wie die die Lego aktuell im Portfolio haben, entwerfen so ganz auf eigene Ideen will man sich dann wohl aber doch noch nicht verlassen.

      • Für bestimmte Fahrzeuge scheint es so etwas wie eine „Standardfarbe“ zu geben. Auch unabhängig vom LEGO-Modell assoziiere ich mit dem Bugatti die Farbe blau bzw. schwarz-blau (vermutlich waren die Vorführfahrzeuge die damals in den Autozeitungen abgebildet waren so lackiert?), mit einem Ferrari rot, mit einem VW-Bulli weiß-rot und mit einem Landrover halt irgendeinen langweiligen gedeckten Farbton. Ein Trabant wäre entweder Himmelblau oder weiß, um als „typisch“ durchzugehen. Diese Farbwahl ist aber nicht Lego-Exklusiv sondern findet sich auch bei vielen anderen Modellautos dieser Marken. Wenn Playmobil jetzt statt dem Sambabus in weiß-rot das gleiche Modell weiß-azure herausgebracht hätte, wäre das möglicherweise weniger erfolgreich, da diese Farbe weniger typisch ist (Bild bei Wikipedia, es gibt also mindestens einen ;).

        • Das typische Blau bei Bugatti kommt von den „Rennfarben“, die früher den einzelnen Nationen bei Motorsportveranstaltungen vorgeschrieben waren (oder sich eingebürgert hatten,ob das tatächlich ein Vorschrift war, müsste ich nachlesen)….also früher im Sinne von Vorkrieg und einige Jahre danach.

          Deutschland hatte bspw. weiß, England grün und Frankreich halt blau. Bugatti hat ja eine ruhmreiche Motorsportvergangenheit und da nimmt man halt das typische Blau auch heute noch gerne um daran zu erinnern. Vorführfahrzeuge hat es von Bugatti nur zu Zeiten gegeben, in welchen Farbbilder (bzw. Fotografien generell) in Zeitungen noch nicht üblich waren. Lassen wir mal die Ära um den EB110 weg und natürlich die heutigen Modelle.

    • An dieser Stelle des Interviews musste ich spontan an Playmobil denken, die jeweils nach dem Auslaufen der entsprechenden Sets bei Lego einen ECTO-1, den BTTF-De Lorean, einen roten VW T1 Campingbus und einen Käfer in „dark azure“ auf den Markt gebracht haben. Zwar mit den entsprechenden Lizenzen, aber dennoch irgendwie im Erfolg des Mitbewerbers segelnd.

      • Dafür hat Lego kurz nachdem Playmobil ihre Figuren rausgebracht und ihre überarbeitet, und die hatten auch ‚Playmobil Hände‘.
        Ist aber nicht schlimm wenn man voneinander lernt.
        Zudem bei dem Karren es sind modelle, und da orientiert man sic auch an dem Originalen

  27. Ich mag Thorsten und gönne ihm den Erfolg seiner Aktion. Nur so kann man sich, wenn auch nicht ganz sauber, gegen die großen wehren.
    Er ist authentisch und kein Marktschreier wie manch anderer aus dem Herzen von Europa. Von daher glaube ich ihm, wenn er sagt, dass er keine andere Wahl hatte, als an die Öffentlichkeit zu gehen.

    Euer sachlicher und vor allem auf beide Seiten ausgerichteter Artikel ist, wie immer, toll geschrieben, gut strukturiert und bis auf die eigene Einschätzung am Ende, auch sehr unemotional geschrieben. Da kann nur Henry, auf seine ganz eigene Art, mit euch mithalten.

    Zum Fall an sich, sehe ich es wie ihr und auch Henry: wäre Thorsten nicht Thorsten aka Johnny sondern Mattel (wie Henry es beschreibt), dann wäre der Vorgang eine Randnotiz, wie sie wohl Tagesgeschäft zwischen Weltkonzernen und beim Zoll ist.
    Dass LEGO sich in diese Zwickmühle gebracht hat, geht wohl auf das Konto der Anwälte. Mit ein bisschen Verstand aus der PR Abteilung hätte man hier frühzeitig Luft rauslassen können und vor allem sich selbst nicht in Zugzwang bringen müssen.

    Der Schaden für LEGO wird sich in Grenzen halten, der Großteil derer Kunden wird das gar nicht in diesem Ausmaß mitbekommen. Das läuft sich in unserer Bubble heiß und ist dann aber in Kürze auch wieder vom Tisch.
    Der Schaden in der Community könnte durch teils inhaltsfremde Trolle jedoch länger bleiben. Hier sollte jeder für sich mal einen Schritt zurück gehen und sich fragen, ob man diese Energie nicht in sinnvollere Themen als „Spielzeug“ stecken kann.

    Bleibt so wie ihr seid, denn leider zeigen sich gerade bei anderen Blogbetreibern und YouTubern, deren fehlende Distanz neutral berichten zu können. Wenn sie es denn überhaupt tun und es nicht nur bei dem Copy & Paste Statement von LEGO belassen.

  28. Danke für das Interview. Freut mich, dass das zustande gekommen ist. Das gibt einige neue Einblicke und festigt meiner Meinung nach Euren grundlegenden neutralen Berichtssinn – auch wenn das so mancher anders sehen mag und gerne mit „alles nur gekauft“ um sich haut.

    Lukas mach dir nichts draus, dass du dich nicht mit Autos auskennt. Das tut Thorsten alias Jonny’s World nämlich auch nicht. Die Aussagen aus dem Interview, japanische Marken hatten deutsche Fahrzeuge nachgebaut ist nicht richtig. Zudem, das wäre auch nicht normal gewesen. Speziell mit MAZDA kenne ich mich aus und so etwas wäre mir da nicht untergekommen. Hatte sowas aber auch noch nicht bei anderen japanischen Fahrzeugen bemerkt. Man muss dabei aber auch bedenken, dass da bestimmte Teile leichter wiederverwendet bzw. zugekauft werden, als es bei LEGO der Fall ist. Eine metrische Schraube ist nunmal so wie in der Norm. Ähnliches gilt als Zukauf für Turbolader und vielem weiteren…

    Die Wahrheit ist, das so manche deutsche Marke eher neidisch zu sein scheint (Stichwort Roadster MX-5) und zudem sogar Technologien bis Formgebung (genauer Innenraum) nachbaut.

    Ich vermute das ist die deutsche Sicht auf die Autowelt – die da mit den durch die jeweilige Marke selbst festgelegte Bezeichnung als Premium-Marke eine ganz spezielle ist. Entsprechend in Werbung so gefestigt könnte man das vielleicht so erklären?

    Die deutschen Fachzeitschriften tun das übrige dazu bei. Generell fällt mir bei dem einen oder anderen immer wieder auf, dass deutsche Marken Vorzüge bekommen oder besser dastehen, als es in internationalen Fachzeitschriften der Fall ist – oder ich selbst testen konnte.

    Man merkt, dass ist ein Thema, dass man so nicht aufmachen sollte – vor allem wenn man tief in einem anderen Sumpf steht. Eine Argumentation mit der andere hat was schlechtes gemacht und deshalb darf ich das auch – finde ich schwach und für 2021 unpassend.

    Zudem ist das japanische Verständnis auf Urheberrecht eine ganz andere als das Chinesische. Betreffend China… das hatte ich vor zwei Jahren selbst mit Personen aus China lange diskutieren können. Untergebrochen gilt dort der Nachbau als Wertschätzung. Hat mit Kultur, Bildungssystem und Art und Weise wie das Leben dort funktioniert zu tun. Das stößt aber genauso auf Grenzen und zwar sobald reiner Gewinn im Fokus steht – also sprich Wirtschaft und Handel betrieben wird und das internationale Gebiet betreten wird.

    Ich hatte einmal den Versuch bgzl. Figur gemacht: Bild einer LEGO Figur und ein paar Alternativen an wirklich unbedarfte Personen hergezeigt. Die LEGO Figur wurde eindeutig als solche erkannt. Bei den anderen bekam ich die RÜckmeldung mit „billige“ Fälschung bis Alternative (wurde dann u.a. mit Playmobil verglichen). Würde daraus durchaus darauf schließen, nicht nur in der Fachwelt wird die LEGO-Figur als solche erkannt. Klarerweise konnte aber niemand die Marken der anderen Figuren nennen.

      • Naja, Roadster wurde von der britischen Fahrzeugindustrie geprägt bzw. gegründet. Die Definition eines Roadster ist zwar mittlerweile etwas verfälscht – würde hier bei Stonewars auch etwas zu weit gehen – aber der MX-5 liegt genau in dieser Fahrzeugklasse. Dahingehend ist eine Anlehnung nicht überraschend. MAZDA wollte einen kleinen leistbaren Roadster entwickeln.

  29. Vielen Dank für die tolle und sachliche Aufbereitung des Themas. Ich finde es gut, dass ihr nicht einfach nur LEGO verteidigt sondern auch kritisch gegenüber LEGO an die Sache rangeht. Auch euren Apell am Ende finde ich gut und ich hoffe (bezweifle es aber), dass sich viele Klemmbausteinfans ein Beidpiel daran nehmen.

  30. Klemmbaustein Fans sollten zusammenhalten und der jeder bauen was er gerne möchte.

    Uns allen kommt ein umkämpfter Mark am Ende doch zu Gute.
    Bessere Produkte und Preisgestaltung.

    Ich war früher auch Lego Fan und würde das auch gerne wieder sein, allerdings habe ich meinem Sohn zu Weihnachten das Ninjago Schiff gekauft und dieses Ser ist für Kinder unzumutbar, es fällt bereits beim Ansehen asueinander.
    Bei einem Spielset darf das nicht so sein.
    Da die Sets die ich baue grossteils Cobi Schiffe sind und man mit diesen ohne weiteres Morde behen könnte ohne das sie dabei auseinander fallen empfinde ich das als Schlag ins Gesicht von Lego ubd habe jetzt trauriges Kind zu hause das mit seinem Schiff nicht wie gewollt spielen kann.

    Deswegen, lasst sie ruhig machen und bringt Lego in Zugzwang, für Bausteinfans kann nur gute raus kommen.

  31. Also vorab habt ihr Euch mit diesem Artikel einmal mehr selbst übertroffen. Man sollte Euch für den Presse- und Literaturpreis nominieren. 😊

    Aus meiner Sicht sind sowohl Klahold als auch QMAN keine unbeschriebenen Blätter in der Vergangenheit. Stichworte: Lepin-Videos und Plagiate. Dies ist ja im Artikel auch gut dargelegt. Heute ist dies nicht mehr so aber die teilweise Orientierung seitens QMAN an LEGO ist sicher nach wie vor vorhanden.

    Minifiguren: Den Satz (Zitat: … als habe man die LEGO Minifigur als Basis genommen und anschließend verändert“ kann ich so nur voll zustimmen und so unterschreiben. Zudem ist der Punkt, dass wir als Klemmbausteinbegeisterte, tief in dem Thema drinnen sind und damit die Figuren leicht unterscheiden können, der Laie aber wohl nicht, aus meiner Sicht mit entscheidend. Manche haben schon „Schwierigkeiten“ Duplo nicht mit Playmobil zu verwechseln. Und daher geht es am Ende tatsächlich um diesen Interpretationsspielraum. Und das können nur Gerichte entscheiden und keine Kommentare bei youtube oder sonstiges womit wir bei Thema
    Community wären:
    Ich finde man muss einfach grundsätzlich unterscheiden zwischen Klemmbausteinfans und LEGO Fans und. Den einen geht es um das Bauen in diesem System und ist es dabei egal von welchem Hersteller die Steine kommen und für die anderen geht es eben dabei auch um das Gesamtpaket mit den Figuren, der Firmengeschichte und etc. pp. von LEGO. WICHTIG ist aber dass man auch die andere Gruppe AKZEPTIERT und eben sich nicht mit dieser BEKRIEGT.

    Persönliche Ansicht (ich betone REIN persönlich):
    Ich zähle mich zur letzteren Gruppe (LEGO-Fan). Da für mich neben dem LEGO Stein eben auch die originale Minfigur und die Firmengeschichte von LEGO usw. mit zum Thema LEGO gehört. Zudem vertrete ich persönlich die Ansicht, dass Hersteller die auch zu Lego kompatible Steine produzieren sich immer an dem Original „orientieren“ und „kopieren“. Es gäbe genug Stellschrauben an denen man drehen könnte um sein eigenes Eigenstädniges-System zu erschaffen. Daher werde ich auch immer meine LEGO Sammlung „rein halten“. Heißt aber nicht, dass ich alles gut und richtig find was LEGO tut! Exkurs: Ich habe beispielsweise noch das Hobby der Fotografie und habe eine Nikon Kamera-Body. Hier geht’s mir zum Beispiel ums Fotografieren und nicht um Nikon. Daher kaufe ich hier auch Zubehör von Alternativherstellern.

    Ich hoffe und denke, dass ich mich hiermit an die Netiquette gehalten habe. Zum Abschluss noch etwas an stonewars: Ihr macht das super als LEGO Blog gerade weil ihr auch über diese Themen berichtet, denn sie gehören nunmal dazu. Macht weiter so! Mittlerweile lese ich nur noch Euch da ich hier alles über mein LEGO Hobby erfahre!

  32. Danke für die tolle Recherche und den ausführlichen Artikel. Ich persönlich gehöre zu dem Userkreis der hemmungslos Lego und andere Klemmbausteine vermischt und finde daher diese Kämpfe innerhalb der Community von beiden „Extrem“-seiten echt anstrengend.
    Ich finde „Johnnys World“ auch echt einen der entspannten Kanäle die sich mit allen Varianten von Klemmbausteinen beschäftigen, aber ich verstehe auch das er jetzt etwas angepisster ist gegenüber Lego. Klar ist da auch einiges an Klein vs. Groß Inszenierung dabei, aber wenn man General-Importeur einer solchen Marke ist, ist man halt „Angriffsziel“, dass kann jetzt keinen wirklich überraschen.

    Ich persönliche wäre wirklich froh wenn dieser Minifiguren-Streit mal von „oben“ geklärt wird, damit es da einfach eine ganz normale Konkurrenzsituation gibt, von der vermutlich alle Kunden profitieren könnten und man sich aufs wesentliche konzentrieren kann: gefallen einem die Sets und kauft man sie für sich oder nicht. (Und diese persönliche Entscheidung kann man meiner Meinung nach treffen ohne alle anderen von der einzig wahren Richtigkeit seines eigenen handelns überzeugen zu müssen 😉 )

  33. Ich meine eine Minifigur muss halt auch irgendwie wie ein Mensch aussehen, sprich mit Armen und Beinen. Da gibt es ja auch nur einen gewissen Spielraum, damit es nicht wie ein Alien aussieht.

    • Das stimmt. Aber weder die LEGO Minifigur, noch die von Qman sehen menschlich aus. Ein echter Mensch hat gänzlich andere Proportionen, die man auch anders in die Klemmbaustein-Welt überführen kann. Zumindest haben andere Marken das geschafft und LEGO stört sich augenscheinlich nicht daran.

      • Jap sehe ich auch so. Auch den Ansatz lieber von 0 anzufangen, statt die Figur zu verändern sollten sich andere Hersteller zu Herzen nehmen.

      • Da liegt aber der Hase im Pfeffer des „System“. Eine Minifigur sollte, um eine optimale Spielbarkeit zu gewähren, z.B. in normale Cockpits reinpassen, mit ihren Füßen als auch im „Sitzen“ auf die Noppen geklemmt werden können, und mit den Händen eben zubehör halten können.
        Wenn man diese Punkte (die selbst die neuren Qman-Figuren nicht komplett abbilden) umsetzen möchte, dann kommt man zwangsläufig bei einer Lego-ähnlichen Figur heraus.
        Es haben ja schon andere Hersteller z.B. durch beweglichere Gelenke versucht eine eigene Schöpfungshöhe zu erreichen, vergeblich. Mattel/MegaBloks/-Construx stellt ja hauptsächlich Lizenzfiguren her, da wurde eine Spielbarkeit zugunsten der optischen Ähnlichkeit zum Vorbild bewusst reduziert. Und sie gleichen dies durch haufenweise eigene Teile aus, mit denen die Figuren besser interagieren können (kann jedem nur mal empfehlen ein aktuelles MegaConstrux-Set zu bauen, gibt unglaublich tolle Sachen dort).

        Wenn man aber eine Figur haben möchte die ins „System“ passt, und Sitze, Motorräder, Pferdesättel, und das gesamte Zubehör inklusive Rucksäcke, Helme usw… nutzen kann, dann bleibt technisch nur eine Lego-ähnliche Minifig übrig.

        Interessant wird in dieser Hinsicht, ob Lego inzwischen zu einem Gattungsbegriff geworden ist. Diese Frage steht ja auch immernoch im Raum, und könnte noch einen interessanten Rechtsstreit heraufbeschwören.

        Bei allen restlichen Themen streiten sich dann die Geister. Ich bin z.B. jemand der eindeutige Kopien aktueller Sets auch nicht gutheisst. Wenn aber ein 20 Jahre altes oder älteres Set, was längst EOL bei Lego ist und auch nicht neu aufgelegt wurde, von einem Dritthersteller kopiert wird, und dabei klargemacht wird dass es nicht aus Billund kommt (wie ja der Großteil der aktuellen Sets von Lego selbst eigentlich auch…), dann wäre das für mich moralisch ok. Lego verdient an Sets, die nicht mehr auf dem Markt sind, exakt null. Nur ein paar Spekulanten mit ihren „Mint-in-Box“-Originalen, die anstatt sie zu bespielen in irgendwelchen Regalen verstauben.

        Schöner sind natürlich Eigenentwicklungen. Irgendein Hersteller (Xingbao?) hatte doch als Antwort auf die Lego Stadthäuser eine eigene Häuserserie im traditionell asiatischen Stil herausgebracht – das ist mal ein netter Twist 🙂

        • …und genau da liegt tatsächlich der Hase im Pfeffer. Denn niemand zwing die anderen Hersteller, exakt im gleichen System zu arbeiten und dabei teilweise zu 100% die Teile von LEGO zu nutzen. Man könnte eigene Türen, eigene Cockpits, eigene Sitze entwickeln, auf die die eigenen Minifiguren ganz prima passen.

          Und da finde ich, machen Cobi und Mattel mit Mega Construx einen guten Job 🙂

          • Ja, so etwas wie Lukas wollte ich auch gerade schreiben. Die Beine der Figuren sind einfach mal 1:1 Lego, und das ohne Not. Wie Lukas sagt: einfach ein anderes System entwickeln und gut ist. Wer weiß, vielleicht bekommt man es ja sogar noch besser hin; das wäre doch mal eine Möglichkeit, Knowhow zu demonstrieren, statt zu kopieren.

          • So sehe ich das auch Lukas. Man könnte an zig Stellschrauben drehen um ein ein Bausteinsystem mit Figuten zu haben ohne nur annährend an LEGO sich zu orientieren.

          • @Steiner: Die Beine müssen kompatibel sein, sitzen und stehen das gibt ne gewisse breite vor, wenn du sie dir aber anschaust soweit es die mechanischen anforderungen Unterscheiden sie sich.
            Was an meisten auffällt ist das Gelenk, sie haben keine Kugel auf Hüfthöhe die rauschaust. Die beine sind zudem aber schmaler, du hast eine Lücke zwischen dem Beinen.
            Die Bene bei Qman haben auch nicht die ikonische Kastenform, sondern laufen oben etwas zu und sind geschwungener.
            Die Füße sind viel schmaler.
            Ich denke wenn du sitzen Implementieren willst, und eine kompabilität zwischen verschiedenen Klemmbausteinsystemen gewähren willst kannst du nicht viel mehr ändern.
            Wo du hier 1:1 siehst, ist für mich schwer nachzuvollziehen.

          • Ich sehe das ganz anders, das von lego bereits geklaute Format ist für die erweiterbarkeit inzwischen Weltweit frei. Klemmbausteine leben durch erweitern und verändern, weshalb eine kompabilität zwischen verschiedenen System durchaus ein Ziel sein sollte.
            Wie du oben schrieibst wird jemand vielleicht zur Qman Figur Lego sagen, aber die sagen zu allen Klemmbausteinsachen Lego die werden die Figur niemals mit einer Lego Figur verwechseln. Aber du kannst durchaus mit beiden Spielen.
            Ich hatte früher Matchbox und Hotwheels, meine Tochter hat BarbieartigePuppen bei denen sie untereinander die Kleider tauschen kann und das von verschiedenen Herstellern (das original ist auch dabei).
            Sachen leiden nicht darunter das man sie kombinieren kann, man gewinnt dadurch. Und selbst wenn du nur Lego kaufst, profitierst du durch einen Wettkampf (wenn er denn nicht durch rechtlich fragwürdige Schikanen verhindert wird), da bsp VW sich Hyundai Preis und Produktionsqualität genau anschauen muss und deentsprechend Arbeiten … Auch wenn Karl Heinz evtl nur zum VW Händler geht, profitiert er davon das Lukas es nicht macht 😉 Und die Autos können auf dem selben Strassen fahren, und ich brauch kein Hyundai führerschein!
            Das Lego von Beginn an geklaut hat ist ja allgemein bekannt, aber sie haben sich in ihrer Zeit auch an viele andere Standards gehalten. Technik modelle liessen sich Jahrelang mit durch aus RC Modelle bekannten Fernbedienung bedienen – das hat dem Vorteil das so gut wie jedes Kind sofort damit loslegen konnte wenn das Modell fertig war. Auch viele Steck- und verbindungstechniken sind aus verschiedenen anderen Produkten bekannt, und nicht wirklich Lego Erfindungen.

          • „Das Lego von Beginn an geklaut hat ist ja allgemein bekannt“ – Nein, das ist es nicht und so auch nicht wahr. Aber das soll hier nicht Thema sein, das müsste man ein andermal in Ruhe aufarbeiten.

          • Das niemand gezwungen wird das System (Was ist das überhaupt?) zu nutzen, führt nicht dazu, das es anderen verboten ist.

            „Das System“ ist nicht als schutzwürdig eingestuft.

            Ich bewerte den Ausdruck „teilweise zu 100% die Teile von LEGO“ als unnötiges und unangemessenes Framing. Die 100% sind in Kombination mit teilweise weder richtig noch widerspruchsfrei und dienen nur dem Erzeugen des Bildes „100% die Teile von LEGO“. Gleichzeitig ist der Ausdruck „die Teile von LEGO“ falsch und verzerrend. Kein (Annahme) Klemmbausteinhersteller kauft die Steine von LEGO und ein Schutzrechts „an Teilen“ (unnötige Verallgemeinerung) besitzt LEGO auch nicht.

          • „Ich bewerte den Ausdruck „teilweise zu 100% die Teile von LEGO“ als unnötiges und unangemessenes Framing.“

            –> Okay, mach das.

            „Gleichzeitig ist der Ausdruck „die Teile von LEGO“ falsch und verzerrend. “

            –> Okay, das ist offenkundig deine Meinung.

          • @ LUKAS KURTH

            Habe ich bereits. Insofern bin ich mir nicht sicher was gemeint ist.

            Danke, das ist mir bewusst. Ein ernsthafter Widerspruch sähe anders aus.

        • Hallo,

          aber warum muss man den im System bleiben. Man kann doch durchaus sein eigenes System etablieren ganz unabhängig von Lego. Ich denke aber man möchte halt genau in dem Markt, den Lego bespielt, nach Anteilen fischen.
          Lego hat Jahrzehnte gebraucht um ein in sich geschlossenes kompatibles System zu kreieren und hier wird einfach versucht auf den Zug aufzuspringen.

          Ein inkompatibles System kann alles etablieren was das Lego System bietet und dabei unabhängig sein. Dann darf es auch gern günstiger sein und der Kunde hat die Wahl. Aber das scheint man ja nicht zu wollen.

          • Weil das system frei verfügbar ist, und keinerlei schutz mehr hat und mehrere Anbieter vorteile für dem Verbraucher haben.
            Lego hat schon früher sein Patent überstrapaziert, und lange ein Monopol hier in Europa gehabt obwohl die Schutzrechte abgelaufen sind mit ihren Hauruck juristen. Die Kosten hier für die Juristen haben sich sicher eingespielt, gewonnen hat der verbraucher aber dadurch nicht.
            Du kannst auch weiterhin weiter Lego kaufen, in Gegensatz zu Lego wird ihnen durch andere Anbieter nicht der verkauf verhindert.
            Lego hat für mich immer durch die Kombinationsmöglichkeiten funktioniert, durch zusätzliche Anbieter wachsen hier die möglichkeiten und auch die Vorlagen … Es gibt schöne Set ideen, von anderen Anbietern tolle Gebäude etc.

          • Eine weitere Ergänzung wieso sollte Lego als einzigster das System verwenden dürfen, man sollte vergessen das Lego nicht die ersten waren und mehr als eine sprachliche ähnlichkeit zu Elgo existierte.
            Die Maschinen für ihre erste Produktion haben sie nicht selbst entwickelt sondern von dem Lieferanten von Kiddicraft besorgt, die das Patent nur in England geschützt hatten.
            Lego hat zwar recht früh die Tubes für eine bessere Klemmkraft hinzugefügt (gute Sache), erfunden haben sie das System und vor allen das Format nicht. Dafür hatten sie auch eine Weile Schutzrechte, die sie deutlich länger als deren Laufzeit mit behindernen klagen verteidigt haben.
            Aber Lego ist Kiddicraft kompatibel gestartet, und vermutlich auch Elgo kompatibel hier bin ich mir mit dem Abmassen nicht sicher.

          • Es ist hier nicht das System des Klemmbausteins an sich gemeint, sondern das „Größensystem“, das LEGO selbst entwickelt hat und seit vielen Jahren pflegt, mit Steinen, die sehr durchdacht zueinander passen. Und das hat LEGO fast durchgehend alleine ausgearbeitet und nirgends übernommen. Viele andere Marktteilnehmer haben hingegen die Steine und damit das „System“ von LEGO übernommen.

          • @lukas kurt:
            Aus wikipedia dort sind dann auch zwei Bücher als Quelle angegeben:
            The Kiddicraft Self-Locking Building Brick sets were first marketed in 1947. As a promotion Page and his family built large display models for the 1947 Earl’s Court Toy Fair.[12] The Victoria and Albert Museum of Childhood in London lists the bricks among the „must-have toys“ of the 1940s.[13] Ole Kirk Christiansen and his son Godtfred became aware of the Kiddicraft brick after examining a sample, and possibly drawings, given to them by the British supplier of the first injection moulding machine they had purchased. Realising their potential, Ole modified the Kiddicraft brick and in 1949 marketed his own version, The Automatic Binding Brick, that became the Lego brick in 1953.

            https://en.wikipedia.org/wiki/Hilary_Page#Kiddicraft

            1983 haben sie dann das Patent von denen in England gekauft, da sie es nur Lokal angemeldet hatten konnte Lego schon vorher damit interagieren.

            Auch da kann man argumentieren das Kiddicraft es nicht erfunden hat, das Größensystem wurde aber von Kiddicraft geklaut und nicht von Lego entwickelt.

          • @ LUKAS KURTH

            Das Größensystem ist nicht schutzwürdig und LEGO hält keine Rechte an diesem.

            Welche Form der Pflege hat es den am Größensystem gegeben?
            Ich kann leider bei keinem der vorliegen Steine eine Änderung feststellen.

            Soll „sehr durchdacht“ heißen, das die notwendige Schöpfungshöhe für ein Schutzrecht vorliegt? Oder einfach nur „Es gibt jemandem dem es gefällt.“?

            Auch hier taucht leider wieder das unnötige Framing auf:
            „fast durchgehend alleine ausgearbeitet und nirgends übernommen“
            Ja was den nun? Durchgehend oder nicht durchgehend?
            Allein oder nicht allein. Nirgendwo übernommen oder evtl. doch etwas?
            Schreiben wir den Satz etwas anders klingt er plötzlich viel bescheidener wirkt dann aber auch schwach und inhaltslos.

          • „Schreiben wir den Satz etwas anders klingt er plötzlich viel bescheidener wirkt dann aber auch schwach und inhaltslos.“

            –> Auch hier: Ich bedanke mich für deine Meinung.

          • @ LUKAS KURTH

            Gern geschehen. Auch wenn ich mich über einen Dank zum Rest meines Beitrags ebenso gefreut hätte.

            Bedauerlicherweise ist die inhaltliche Tiefe in der Antwort etwas dünner ausgefallen als erwartet.

          • @Michael: Vielleicht am Umgangston arbeiten, dann klappt’s beim nächsten Mal auch mit der Nachbarin – und vielleicht auch mit dem Seitenadmin.

          • @David:

            Vielen Dank für das Feedback. Das ist immerhin Kritik an der Form, wenn schon nicht am Inhalt.

            Gerne bitte ich dennoch um etwas Tiefe insbesondere bei Kritik an der Form.

            Vielleicht was konkretes? Dann klapp´s auch mit dem Inhalt.

          • @Michael: Ehrlich gesagt: Nein. Tut mir leid. Wenn wir uns hier öfter sehen sollten, komme ich gern ab und an ins Gespräch. Gerade ist mir das bei dir ein zu aufgeheizter Tonfall für jemanden, der hier offensichtlich neu ist. Solltest du das in deinen eigenen Kommentaren nicht nachvollziehen können, wäre mein Tipp, hier einfach ein bisschen mitzulesen, vielleicht auch nicht nur in den heiß diskutierten Posts, dann bekommst du recht schnell den Umgangston hier mit und kannst dich bei Bedarf dranhängen. In diesem Sinne, hab einen schönen Abend.

          • @Michael:

            Dank und Anerkennung für Deine Ehrlichkeit.

            Ich hoffe, das auch Alteingesessenen einen aufgeheizten Tonfall vermeiden sollen und Du nicht nur Neulinge mit höheren Maßstäben fernhalten willst.

            Ich habe Deinen Tipp beherzigt und versuche es mal:
            „Gerade ist mir das bei dir ein zu aufgeheizter Tonfall für jemanden, der hier offensichtlich neu ist.“
            Das ist offensichtlich Deine Meinung.

            Glück Auf.

        • @lukas kurth: Hat Lego nicht zu beginn sogar die Maschinen von Kiddicraft gekauft (also nicht von englischen Patentinhaber aber von dessen Produzenten).
          Das waren dann 1:1 Kopien.
          Später kamen dann die Tubes hinzu, die das System stark verbessert haben. Der beginn war aber Copycat, vermutlich auch inspieriert von Elgo (kein Schreibfehler) – die zumindest was die Fertigung aus Plastik anging vorreiter waren. Stecksysteme gab es auch schon früher, in Spielwarenbereich.

          • Um nochmal auf deinen obigen Post zu beziehen. Hier schreibst du, dass durch stehen und sitzen viel vorgegeben ist.
            Alternativhersteller könnten zum Beispiel trotzdem die Beine ründlicher gestalten. Insbesondere von hinten sind die Beine nahezu identisch. Der Oberkörper könnte ebenso ründlicher sein – insbesondere von der Seitenansicht. Weiterhin haben die Qman Figuren nur da Gelenke wo Sie auch die LEGO Figur hat. Einzig der Kopf ist vergleichbar deutlich anders.

            Ich gebe auch Lukas REcht, dass man immer den Eindruck habe, man hat die Figur von LEGO genommen und verändert statt einfach mal abstrakt neu zu denken.

          • Robert die Gelenke sind bei Lego durch die Rundung sichtbar, die Beine knicken an der selbe Stelle optisch finde ich aber dem Knubbel bei Lego recht prägend.
            Die Auflagefläche fürs Sitzen sollte flach sein, dann die Knubel und dann sind sie deutlich schmaler.

  34. Sehr guter Artikel, Ihr habt mich gestern bis 2 Uhr wach gehalten, weil auch noch den Podcast angehört habe.

    Die Fair-Play-Broschüre von Lego hat es auch in sich, so werden Wettbewerber und Plagiat Hersteller in einen Topf geworfen, auch das Vorschieben den Verbraucher zu schützen vor Gefahren impliziert das andere eine Gefahr wäre usw.
    Das ist gar nicht die Angelegenheit von Lego, dafür haben wir Gesetze und EU-Verordnungen.

    Das Thema wo ich auch schmerzen habe, Ihr habt sehr oft gesagt, man könne ja die Figur ganz anders machen. Der Punkt Ästhetik (irgendwann ist es hässlich und damit ist nicht hässlich gemeint, weil man die Minifigur als Maßstab ansetzt und gewohnt ist) wurde von Thorsten genannt, ebenso das Raster, wobei Ihr da wiederum vergesst, das der Unterleib funktional zum Raster passend zwei Steine hoch ist, auch die Gesamthöhe der Figur kann nicht beliebig geändert werden. Die Figuren von Mega Bloks passen z.B. gar nicht zu den Türen und für Kinder sind diese Figuren auch schwer zu bauen. Es soll ja kompatibel bleiben. Der Punkt der Ähnlichkeit wird auch witzig wenn etwa 20 Hersteller am Markt wären, ich glaube es sind sogar mehr. Qman darf ja nicht nur mit der Lego-Minifigur nicht kollidieren, sondern auch mit der Lego-Friendsfigur, aber auch nicht mit den Figuren, die Lego nicht mehr im Programm hat (Technikfigur etwa, die eh zu groß ist), nicht mit der Cobi-Figur, nicht mit der Sluban-Figur, nicht mit der Figur von Mega Bloks, nicht mit Playmobilfiguren und es gibt sicher in Bereich Spielzeug noch weitere Fallen. Und Thorsten hat es eigentlich richtig gesagt, das es der Kopf ist und natürlich Figur als Ganzes das ist, was die Lego-Minifigur ausmacht.

  35. Hallo liebes Stonewars-Team, danke für den ausführlichen Artikel. Die ganze rechtliche Auseinandersetzung ist das eine. Sicherlich wirkt das von Außen betrachtet nicht gerade Sympathisch. Das da alle Register gezogen werden ist halt üblich. Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie es bei kleinen Messen ab geht, wo chinesische Hersteller vertreten sind. Da laufen Anwälte und Zoll durch die Hallen und lassen ganze Stände sperren und alles vernichten! Ohne mit der Wimper zu zucken.

    Deshalb lässt LEGO diese „Drecksarbeit“ auch schön den morallosen Anwälten erledigen. Aber anscheinend geht es ja nur um die Figuren. Das sollte natürlich geklärt werden im Sinne aller! Und ganz ehrlich, ich habe nichts gegen die Figur von Qman!

    Trotzdem komme ich auf diese Spendenaktion nicht klar. Ja, es wurde als Protestaktion benannt. Aber hier geht es um ein ganz klares Druckmittel in einem Rechtsstreit gegen LEGO auf Kosten der Kinder und der gutmütigen Spender. Das wurde so nie klar benannt. Und das ist meiner Meinung nach eine Täuschung gegenüber den ganzen Spendern. Und vielleicht wird damit eine Großbestellung bei Qman getätigt und vielleicht sind sogar wieder die Sets enthalten, die diesen Streit ausgelöst haben. Um es genau darauf ankommen zu lassen. Das kann ja alles spannend und unterhaltsam sein, aber das wäre in diesem Fall eine ganz klare Instrumentalisierung. Das würde ich mindestens moralisch genauso schwach finden. Aber mal sehen was Johnny da konkret für 400.000 € bestellt.

  36. Lukas und Jens: Grandioser Artikel! So geht Qualitätsjournalismus!
    So ein Niveau ist auch abseits des Themas auch bei den großen „traditionellen“ Namen der Medienwelt fast nicht mehr zu finden.
    Ich feiere Euch dafür und ihr solltet sehr sehr Stolz auf Euch sein!

  37. Ein sachlich unaufgeregt geschriebener, journalistisch sauber recherchierter Artikel, der das emotionale Thema von allen Seiten ausgewogen beleuchtet. Dafür liebe ich euch, Stonewars. Mein Goldstandard LEGO Blog. Danke!

    Zum Thema: Ich fände es super, wenn die Alternativen Figuren entwickeln würden (ich sage bewußt nicht Minifiguren), die ins System passen und sich aber eher an der menschlichen Anatomie orientieren. Die könnten dann auch LEGO Fans gebrauchen. Vielleicht zusätzlich sogar welche im Technic-Maßstab. Die Minifiguren-Klone (auch wenn manche davon durchaus der gesetzlichen Überprüfung standhalten sollten) benötige ich persönlich nicht.

  38. Danke für die Zusammenstellung und auch für das Interview. Ihr macht euch immer viel Mühe, das muss man auf jeden Fall erst mal loben.

    Doch nun zu den dunklen Wolken, die ich am Horizont sehe:

    – Figuren, die zu anders sind, erscheinen hässlich und kommen nicht gut an/verkaufen sich nicht gut.

    Oder anders formuliert:
    Mit der Lego-Figur in Verbindung gebracht werden ist notwenig, damit die Figuren ankommen.
    Man mag mich korrigieren, aber ist es nicht „ze point of ze Markenrecht“, dass eben genau das nicht geht?
    „Ich musste das so designen, damit ich vom etablierten Bild des Konkurenten profitieren kann“ -> Das ist im Zweifel bei einer Verhandlung vielleicht kein gutes Argument.

    – Lego möchte keine Klärung
    Das mag sein, ich würde mich aber nicht drauf verlassen. Schon garnicht nach den letzten Urteilen pro Lego und kontra Konkurenzfigur. Also darauf zu pokern, halte ich für keine gute Idee.

  39. Ein sein ausgewogener Artikel, welche alle Argumente gut zusammenfasst und hoffentlich dazu beiträgt, dass auf eine sachliche Ebene zurückgekehrt wird. Ihr bleibt euch dahingehend treu und bleibt es hoffentlich auch weiterhin. Ein dickes Lob meinerseits auch im Hinblick darauf, dass ihr auch darauf eingegangen seid, dass es beiderseits teils heftige Anfeindungen gibt.

  40. Danke für diesen Artikel. Über dem Satz über die „einwandfreie Qualität“ in der Stellungnahme von Lego musste ich etwas schmunzeln, da mir vor ein paar Tagen mein Sohn ein paar braune Original-Lego-Steine gebracht hatte, die man regelrecht mit zwei Fingern zerbröseln konnte. Da werde ich wohl den Lego-Service bemühen müssen. Mit dem habe ich bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Lego ein Problem mit braunen Steinen hatte und es in den Griff bekam. Weiß da jemand mehr davon und welche Sets oder Steineformen betroffen waren? Ich konnte darüber nichts finden.

    • Ich kann das mit den braunen Steinen aus einer gewissen Generation bestätigen. Von wann bis wann dieses Problem auftrat weiß ich auch nicht. Aber der Support schafft hier eigentlich sehr schnell Abhilfe und schickt Ersatzsteine raus, solange sie noch im Programm sind – sonst eben andere Farben.

    • Das hatte ich bei der Weihnachtsmannwerkstatt, dort sind beim zweiten Zusammenbau die Klammern an den Verbindungselementen gebrochen und beim Schiff in der Flasche. Da sind im aufgebauten Zustand, ohne weiteres Zutun, sämtliche Segel abgefallen, ebenfalls weil die Klammer gebrochen sind. Die wurden jeweils anstandslos ersetzt, es gab sogar jeweils ein paar Teile zusätzlich. Insofern Support gut, Qualität (damals) schlecht.

      Aber auf irgendwelche „Qualitätsversprechen“ gebe ich generell nicht viel. Blumigst ausgeschmückt stehen die auch den Marketingtexten von Produkten, die später durchaus mit Problemen auffallen. Wobei das ausdrücklich nicht nur für Lego gilt. Niemand schreibt: „Unser Zeug ist so lala“. Immer werden feinste Zutaten sorgfältig und Einhaltung höchster Standards zusammengerührt 😉

  41. Ich hoffe, dass es jetzt endlich mal eine endgültige Klärung gibt, was die Figuren angeht. Mir ist es egal, ob die nun als zulässig vor Gericht anerkannt werden oder nicht, solange das Thema nicht weiteren Zündstoff für Kontroversen bildet. Ich weiß aber natürlich auch, dass sich die Empörten dann andere Gründe suchen, warum sie Lego nicht mögen, und dass es auch andere Streitpunkte geben wird, weil sich Lego und andere Firmen nicht darüber einig sind, was eine Verletzung der Rechte darstellt. Dass sich die Community da so reinziehen lässt, macht mich so müde.

  42. PS: natürlich suchen sich die anderen Empörten auch Gründe, warum sie die Alternativen nicht mögen. Ich habe hier die anti-Lego-Empörten hervorgehoben, weil sie es gerade sind, die in diesem spezifischen Fall die Wogen angeschoben haben.

  43. Hier wird auch gesagt das Thorsten mit Lepin angefangen hat und es dazu auch Videos gibt. Menschen Entwickeln sich weiter und wenn man mal alle Videos schaut sieht man diese Entwicklung. Und das ist ein Riesiges Plus für Thorsten, er geht nach vorne und nicht zurück und Lego schaufelt sich nach und nach ihr eigenes Grab.
    Bin gespannt wie das in 10 Jahren aussieht.

  44. Zum wiederholten Male macht dieser Blog das, was viele andere (mit oder ohne Absicht/Hintergedanken sei mal dahingestellt) Kanäle, Blogs usw. weniger machen: Sachlichkeit bewahren und die Emotionalität ein Stück weit nach hinten gestellt.
    Ja, Hobby ist Leidenschaft (die manchmal auch Leiden schafft😉) – aber genau diese sollte man (meiner Meinung nach) mehr auf Kreativität, Teileverwendbarkeit und ein gewissen Eskapismus gewichten, als wild um sich zu bashen (sei es um Aufmerksamkeit zu generieren und oder Frust loszuwerden).
    Und niemand ist oder wird gezwungen Sets zu den und den Preisen von egal welchen Herstellern zu ordern.
    Hobby soll Freude generieren – und mit der Zeit kommt auch ein Wissen hinzu (zu Teilen, Preisen, Herstellern, Entwicklungen etc.), was man(/n oder frau) aber auch nicht jedem ungefragt reinreiben muss.
    Wie in diesem Artikel, tun (denke ich) allen etwas Abstand, Sachlichkeit und die Freude am Klemmbaustein (vor allem in diesen Zeiten) gut, wenn sie auch so nach außen getragen werden. 🙂

  45. Vermutlich eine gute Idee die Kommentare erst mal zu sperren heute aber später möglich zu machen.
    Vielen Dank für den guten Artikel und das Interview, war wirklich spannend zu hören und ich finde ihr habt das so neutral wie möglich gemacht und euch da sehr viel Mühe gegeben. Und ich war schon erschrocken wie das ganze ausartet und das man auch euch angegangen ist.
    Für mich überraschend war, ihr wollt absichtlich kein offizielles Lego Fan Medium sein, das wusste ich nicht und finde ich gut.

    Jetzt kommt es:
    Ich würde mir wünsche Leute von eurer Kompetenz würde es auch für Klemmbausteine die nicht Lego sind geben. Solche Berichte würde ich mir aus der Ecke wünschen, tiefgreifend, neutral.
    Macht weiter so für mich als Klemmbausteinfan der auch Lego liebt seid ihr die beste Seite die es zur Zeit gibt.

    Gibt es neben affiliate Links auch andere Arten euch zu unterstützen? Paypal? Habt ihr mal über Patreon nachgedacht?

    • Was das Thema Fanmedium angeht: Das wissen vermutlich sehr viele nicht. In zahlreichen Foren und Youtube-Kommentarspalten wird uns ja auch immer wieder vorgeworfen, dass wir ja anerkanntes Fanmedium wären und nur aufgrund der Rezensionsexemplare positiv über LEGO berichten. Das ist schon abstrus, was da teilweise steht…

      Aktuell leben wir nur von Affiliate-Links und die meisten davon führen natürlich zu Shops, die vornehmlich LEGO verkaufen. Aber über den Amazon-Link kann man uns auch bei jedem anderen Kauf unterstützen 🙂 Ob das ewig so bleibt, kann ich natürlich nicht sagen. Solange es so klappt, würde ich es gerne so handhaben.

      Mein Problem mit Patreon ist: Die Unterstützer entwickeln oft dabei (nicht zu unrecht) eine Art „Anspruchshaltung“. Frei nach dem Motto: „Jetzt will ich für mein Geld auch was bekommen!“ Das möchte ich aktuell nicht so gerne, aber mal sehen was die Zukunft bringt.

      • Ja, das Patreon Problem ist nachvollziehbar, von deiner Seite habe ich es noch nicht betrachtet.
        Ich kaufe ja auch Lego 😉 aber ich denke eigentlich nie daran, Affiliate Links zu nutzen…

        • Irgendwann hatte ich den Button im Browser für den LEGO Online-Shop ganz nach unten verbannt. Von seinem angestammten Platz entfernt, wurde ich die letzten Monate so stets daran erinnert, doch bitte StoneWars‘ Affiliate Link für Bestellungen zu nutzen. Lt. Lukas funzt das aber mit den Cookies nicht mehr, sofern man bei LEGO lediglich die unabdinglichen Cookies akzeptiert – und andere kommen mir halt nun mal nicht ins Haus! Was tun in dieser Not? Auch bei Patreon wünschte ich mir, es bliebe anonym…

  46. Puh.. Mutig.. und sehr gut geführtes Interview. Leider erst zum Hören und noch nicht zum lesen gekommen.. Aber ein paar Gedanken müssen sich vorab materialisieren.

    Schön, dass ihr dem miteinander statt übereinander Reden treu bleibt. Bei all den Aufgegriffenen Punkten könnte man hier Romane schreiben zu Strohmann*innen-argumenten und vielem mehr aber ich denke es macht sich ja auch jeder eigene Gedanken. Schön wie ein LEGO-Blog doch zum Denken anregen kann.

    Menschlich kann ich auch viele Punkte verstehen. Gleichzeitig leben wir in einem Rechtsstaat und da sind dann einige Vorwürfe schon merkwürdig. LEGO kann in einem solchen „per se“ nur fair kämpfen – weil das nun mal die Regeln sind. Kein anderer Hersteller hätte diesen Markt ohne die Ikonen –daher sind diese auch schützenswert weil sie eben weit über ihre „technische“ Funktion hinausstrahlen. Anders als vielleicht ein neu entwickelter katalysator beim Auto (sorry). Über die LEGO inspirierte Marktforschung hinaus sehe ich auch eher viele Waffen und wenig Ponnyhof. Geschenkt.

    Der Preis von LEGO bringt primär natürlich der Firma die ordentliche Marge – gleichzeitig finde ich aber (gerade weil wir in anderem Kontext über Fossile Ressourcen bis hin zu CO2 Steuer diskutieren), dass Plastik Spielzeug auch einen Preis haben muss. Kinderzimmer zu fluten nur um in einen immer schnelleren Aktualisierungs-intervall der schier unbegrenzten Produkte zu kommen ist sicher auch fragwürdig. Meine Kinder können auf einen gigantischen Fundus aus meiner Kindheit zurückgreifen – und die Spielwelten mit neuem ergänzen.

    Wir sollten auch vielleicht nicht endlos Dinosaurier-Biomasse in Klemmbausteine pressen. Innovation kommt hier eben auch eher vom Marktführer. Klar sind die paar Pflanzenteile noch kein Paradigmenwechsel – von den chinesischen Herstellern ist dieser aber noch viel weniger zu erwarten. Letzter Gedanke – ich bin zwar kein Kunde aber finde es irgendwie nicht ganz Fair Cobi immer im Gleichklang mit den fernöstlichen Herstellern zu nennen. Die sind auch in der Produktauswahl nicht ganz so nah an der LEGO Marktforschung wie bspw. BB, die ja vollkommen unabhängig von IDEAS Ergebnissen das Mittelalter entdecken. „No front“ muss man glaub ich dazu sagen 🙂

    Danke nochmal und ich freue mich auf den Artikel

  47. Vielen Dank für die Aufarbeitung dieses sehr „emotionalen“ Themas großes Lob an die gesamte Stonwars Team. Ich finde auch das die Reaktion vieler im Netz übertrieben und weit unter die Gürtel Linie gingen,dabei ist es doch unser aller Lieblingshobby egal ob man von lego, cobi oder Qman Klemmbausteine baut Hauptsache man hat seinen Spaß dabei. Leider vergessen das wohl viele mittlerweile 😔 und wollen nur noch ihre Meinung kundtun. Ich werde dieses Artikel so oft teilen wie möglich damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann. Macht weiter so ihr seid die besten

  48. Hallo, grundsätzlich mal großes Lob an euch für den Artikel, aber auch sonst!
    Finde es schön, dass ihr da sachlich und ausgewogen bleibt.
    Selber bin ich ja erst letztes Jahr aus meinen Dark Ages aufgewacht, und habe da aus thematischen Gründen (mein 1. Projekt war Moc gotischer Kirche) erst mit Fremdherstellern angefangen. Lego ist seitdem auch wieder dazugekommen. Jedenfalls, für mich ist da eine Koexistenz möglich.
    Und eure Seite ist mir da in Summe sehr positiv aufgefallen- 2 andere bekannte (Promo und Zusammengebaut…) haben sich da leider durch diverse fragwürdige Äußerungen und Aktionen bei mir ins Aus geschossen.
    Aber ihr, macht so weiter!

    • Danke erstmal für dein Lob! Was die anderen beiden von dir genannten Seiten der Kollegen angeht: Ich kann gut verstehen, dass man sich dem Thema nicht so sehr widmen will wie wir, wenn man schon kurz nach Beginn der ganzen Affäre von Beleidigungen überschüttet wird, die absolut unter der Gürtellinie sind. Von daher kann ich die Kollegen da nur in Schutz nehmen.

      • Hallo,
        die Kritik an den anderen Seiten bezog sich jetzt gar nicht auf die aktuellen Ereignisse. Was die dazu aktuell sagen, weiß ich gar nicht – weil wegen Aktionen wie z.B. eigentlich gute Sets wegschmeißen (nur weil sie vom falschen Hersteller sind!) schau ich bei denen eben nimmer wirklich vorbei.

  49. *Applaudiert 20 Minuten im Stehen*
    Wahnsinnsartikel! Auch wenn ich die Allianz von Steingemachtes und Qman insgesamt und die Spendenaktion als Druckmittel insbesondere kritischer betrachte als Ihr, habt Ihr mit diesem Riemen einmal mehr gezeigt, dass Ihr in der journalistischen Aufarbeitung und -bereitung aller Themen rund um Lego der absolute Goldstandard seid. Ich weiß, wie viel Arbeit hinter so einem Ding steckt, und kann nur meinen Hut ziehen. Riesenrespekt und mad props! Dafür komme ich immer wieder gerne hierher.

  50. Finde es Schade das die Meisten sich eine Meinung Bildung ohne zuerst LEGOs Seite gehört zu haben. Es ist halt zweifelhaft ob Thorsten oder der Held der Steine wirklich den ganzen Sachverhalt objektiv wiedergeben. Diesbezüglich würde es mich freuen wenn LEGO oder die LEGO Juris A/S ein kurzes und knappes Statement geben würde.

      • Legos Sichtweise ist doch bekannt: Sie sehen in der Qman Figur eine Verletzung ihrer Rechte und versuchen die Verbreitung zu verhindern bzw. zu behindern.

        Völlig legitim, völlig in Ordnung.

    • Wieso ist es Zweifelhaft, dass der kleine Händler nicht alles widergibt? Eine gewisse Objektivität wird immer auf jeder Seite eines (Rechts)streits fehlen, die daran selbst beteiligt ist. Aber wieso unterstellt man der einen Seite möglicherweise nicht objektiv zu sein, der anderen, in diesem Fall dem großen Weltkonzern, scheint man diese Bedenken gegenüber aber nicht zu haben? Zumindest liest sich für mich der Kommentar so.

    • die LEGO Juris A/S wird dazu gar nichts sagen, die ist nicht für Öffentlichkeitsarbeit zuständig sondern für rechtliche Fragen. Da ist niemand „nett“ oder kollegial, das wäre schädlich für die Sache.

      Die Lego-PR-Abteilung hat’s aktuell nicht leicht … das sagen was die Kritiker hören wollen, können sie nicht, das wäre ja eine 180°-Wende der Position und für die Juris A/S schädlich. Was anderes sagen können sie, aber es macht halt nur noch mehr Lärm. Also sagen sie möglichst gar nichts … Wobei der Allgemeinplatz „Produktsicherheit und Konsumenten/Kinder schützen“ natürlich schwer haltbar ist. Lego ist ja nicht der Konsumentenschutz Europas, auch sind sie nicht für andere Klemmbausteine pauschal verantwortlich und müssen schauen dass die eh auch ok sind …

      Ich würde ja die Kommunikationslinie dahingehend verändern, dass sie sagen: „Wir wollen vermeiden, dass Produkte die nichts mit Lego zu tun haben, als Produkt von Lego wahrgenommen werden – denn wir wollen schlichtweg nicht direkt oder emotional verantwortlich gemacht werden für irgend ein Produkt in irgend einer Qualität, das nicht von uns kommt und das wir nicht kennen. Darüber haben wir keine Kontrolle. Wenn andere Hersteller sich konzeptionell und optisch sehr nahe an uns orientieren, so unsere Qualität suggerieren, um indirekt entsprechend davon zu profitieren, dann müssen wir die Grenzen ziehen.“

  51. Danke für die ausführliche und intensive Berichterstattung! Aus meiner Sicht der bisher sachlichste, differenzierteste und am ausgewogensten Beitrag den ich hierzu gelesen habe! Man merkt ihr habt euch verdammt viel Mühe gegeben und Zeit investiert um der Thematik gerecht zu werden! Ich würde mir wünschen, dass sich alle darauf besinnen würden (ob jetzt Pro-Lego oder Pro-Steingemachtes).

  52. Diese 3D-Marke ist der größte Unfug, vor allem in dieser Situation.
    Warum andere Marken nicht besonders stark im Bezug auf Körper-Relationen von der Lego-Figur abweichen, liegt ja auf der Hand.
    Würden die Figuren den Körperbau eines Menschen als Vorlage näher, kommen, als es Lego tut, würden die Probleme größer ausfallen, als sie bei Lego schon mit den Friends-Figuren auftreten:
    Sie passen nirgends mehr rein und lassen sich mit Lego-/Klemmbaustein-Modellen im gängigen Format kaum einsetzen und damit bespielen.
    Nicht nur bei den Bausteinen wird auf größtmögliche Kompatibilität zum Marktführer, sondern auch bei den Figuren, damit Figuren, Häuser, Autos etc. sich nahtlos miteinander nutzen lassen. Eine Veränderung der Figuren würden zu Lasen dieser Kompatibilität gehen. Demzufolge müssten andere Hersteller ihre Modelle größer oder kleiner entwerfen. Diverse Bau-Elemente wie Türen, Fenster, Konsolen, Lenkräder, Sachgegenstände würden nicht mehr auf einzelne Stud-Größe beschränkt bleiben können und im Extremfall um mind. einen Stud anwachsen. Man würde sich also Richtung Duplo-Format bewegen…oder in die andere Richtung, dann würde man auf die Mikrofigurengröße zugehen.
    Dahingehend kann man nicht erwarten, dass andere Hersteller die Figuren in der Größe wesentlich ändern werden und dahingehend ist auch die 3D-Marke nicht zu bewerten.
    Die anderen Hersteller haben hinsichtlich Kopfform und Detailgrad einiges getan, dass sich die Figuren voneinander unterscheiden.
    Ob ein Richter die Problematik rund um die Kompatibilität im Bezug auf die Figurengröße nachvollziehen kann, bleibt aber fraglich.

    • Aber hier haben wir dann ein Problem: Wenn für viele Personen, so z.B. auch für dich, die 3D-Marke generell Quatsch ist und einem Richter nicht zugetraut wird, die Problematik fair richten zu können, nützt uns auch ein Urteil nichts. Es würde dann weiterhin als „unfair“ bezeichnet, falls LEGO gewinnen sollte.

      • Ich bezeichne sie nicht generell als Quatsch. Lediglich in dieser Situation, da man sich bei dem Angriff auf diese 3D-Marke auf Details beruft, deren Alternativen nicht machbar sind.
        Richter haben auch ab und schon mal ihre Ahnungslosigkeit hinsichtlich der angesprochenen Thematik in anderen Bereichen gezeigt. Bei den Figuren ist es extrem wichtig die Problematik hinsichtlich der Kompatibilität zu betrachten, was aber voraussetzt, sich mit der Klemmbausteinwelt in der Praxis auseinandergesetzt zu haben. Vor allem hinsichtlich der Bespielbarkeit. Das tun von den AFOLs nicht einmal alle, wie kann ich das von einem Richter erwarten, der nicht einmal ein AFOL ist?

        In der Tat wäre dann eine Rechtsprechung pro LEGO unfair, ich kann von anderen Herstellern, die um größtmögliche Kompatibilität bemüht sind, um sich nicht nur auf dem Markt zu etablieren, sondern auch um den Kunden größtmögliche Ärgernisse zu ersparen, nicht erwarten, dass diese auf Figuren verzichten oder diese in anderen Relationen umsetzen, die nicht mit LEGO-Figuren größentechnisch kompatibel sind.

        • Richter entscheiden das nicht frei aus dem Bauch, da wird auch schon ein unabhängiges Organ ein Gutachten erstellen der diese Figuren vergleicht. Aber es ist klar nach dem Urteil wird es eine verlierende Partei geben.

          • In den letzten Monaten bin ich, was Rechtssprüche durch Richter angeht, doch ein wenig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Da waren nicht wenige dabei, wo man dem Richter schon eine Parteinahme zumuten konnte.
            Muss beim Markenrecht nicht so sein, aber 100% ausschließen kann man das auch nicht.
            In Sachen Gutachter kann ich nicht einschätzen, inwiefern die beim Thema drin sind. Da würde ich ja erwarten, dass der die von mir genannten Kriterien erfüllt…also der mindestens selbst aktiv schon mal mit Lego „gespielt“ hat, sonst erfasst sich die Frage hinsichtlich der Kompatibilität nicht und das Urteil stünde fest.

          • @der schmu: Da unterschätzt du aber die Gutachter, mal davon ab das die Optischen unterschiede schon recht groß sind und ähnlichkeiten durchaus erlaubt sind.

        • Also verstehe ich richtig, dass du es nicht akzeptieren würdest wenn Lego gewinnt und du dann von einer Parteilichkeit des Richters/der Richterin (gender und so 😉 ) ausgehst?
          Demnach wäre es nur fair wenn Qman Recht bekommt?
          Die letzten Urteile diesbezüglich sind meines Wissens nach eher für Lego entschieden worden…

        • „deren Alternativen nicht machbar sind“ – Wieso nicht machbar? Mega Construx macht es doch auch erfolgreich, das ist doch der Beweis, dass es machbar ist!

      • Unfair ist es ja auch, nimm z.B. den Teddy, wenn Du da Legos Maßstab ansetzt (und es ist nur Legos Maßstab), dann hätte es nie Teddys von anderen Herstellern gegeben. Ein Bär ist ein Bär, sobald er als Bär erkennbar ist. Es gibt verschidene Bären, aber nach Legos Definition hätte es nur den einen Bären gegeben. Und gerade Lego Minifigur hat ja viele Anleihen von Playmobil (Hände z.B.), hätte also Lego niemals zugeschrieben werden dürfen. Auch bei der Friends-Figur hatte Thorsten im Video gezeigt, das sie viele Parallelen zur Mattel-Variante hat (ich glaube es war Mattel).
        Das Problem mit der 3D-Marke ist, das man sie einfach eintragen kann, wenn es keiner rechtzeitigt merkt oder noch gar nicht am Markt ist und Einspruch erhebt, ist es extrem schwierig und teuer die Marke im Nachgang zu löschen.

        • Das stimmt so nicht. Jede Figur in einem Klemmbausteinsystem soll auch einen Menschen darstellen. Trotzdem gibt es viele, und viele werden auch nicht beanstandet – siehe Cobi und Mega Construx. Unter den gleichen Voraussetzungen kann es genauso gut auch mehrere Bären geben. Halt nur nicht mehrere, die alle der Lego-Version sehr ähnlich sehen.

          • Die Sluban-Version soll angeblich sauber sein, aber die würde ich viel näher an der Lego-Minifigur sehen, als jene von Qman. Und weiter unten hatte ich schon geschrieben, das die Figur natürlich nicht wie bei Mega Bloks oder bei Cobi aussehen kann, sie darf ja mit keinem Hersteller kollidieren und muss trotzdem zum System passen. Wobei der Qman-Kopf überdeutlich nicht zum System passt. Proportionen anders sind, was bei der Sluban-Figur überhaupt nicht Fall ist.

  53. Wow, Hut ab!
    Die beste Berichterstattung, die ich bisher gelesen habe! Vielen Dank, dass ihr das Thema so ausführlich angegangen seid und beide Seiten beleuchtet habt.
    Danke an das Stonewars Team und alle Beteiligten!

  54. Wow. Vielen Dank für den tollen Artikel und ein fettes RESPEKT an Thorsten Klahold, dass er mit Euch so ein langes und offenes Interview geführt hat.
    Nach all den von Euch und anderen Foren/ blogs/… dargelegten Fakten und Einschätzungen kann ich jedoch Euer Fazit nicht teilen. Das finde ich allerdings prima, da es doch ziegt, dass mitnichten alles so schwarz weiß ist, wie es mancherorts suggeriert wird. Ich denke einfach, dass die Rolle der asiatischen Firmen im Hintergrund nicht ganz unterschätzt werden darf. Und deren in meinen Augen oftmals nebulöse Struktur, Ambition und Vorgehensweise finde ich – gelinde gesagt – äußerst schräg und undurchsichtig. Als Händler hierzulande bleibt einem wahrscheinlich gar nichts anderes übrig, als sich auf gewisse Spielchen einzulassen. Ganz zu schweigen von dem Umstand, wenn man nicht mehr „nur noch kleiner“ Händler, sondern auf einmal den kompletten europäischen Raum in seinem Portfolio stehen hat. Für die Firma in Fernost ist das letztlich eine Speerspitze, die gut geölt und geschliffen werden will – aber auch mal abbrechen kann.
    Ziemlich unangenehm spannend, was da so abgeht und ich möchte mit keiner der darin involvierten Parteien tauschen wollen, da das mit Sicherheit alles kein Zuckerschlecken ist.

    Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was man bereit ist zu (er-)tragen und wo eine rote Linie überschritten wird. Und da ist meine Meinung, dass ich mit dem verklausulierten „Nicht Fisch Nicht Fleisch“-Kommentar von Lego weitaus besser umgehen kann, als mit den populistischen Strategien, die andernorts mitunter gefahren werden. Diese halte ich für extrem gefährlich, besorgniserregend und in überhaupt keiner Weise tolerierbar. Es gibt so viel cooles buntes Spielzeug, das prima zur Unterhaltung dient – da braucht man solchen Schwachsinn doch echt nicht!

    • Ach ja. NAchtrag (ein bisschen Polemik kann ich mir dann doch nicht verkneifen) 🙂

      Auffällig (oder gerade auch nicht…) ist doch auch, dass diese Querelen immer wieder bei einer handvoll Firmen auftreten und andere scheinbar ganz gemütlich neben Lego herschippern können.
      Also wir haben hier einen Laden, der Lego, Cobi, Lichtsysteme und Beutel mit farbig sortierten Standardsteinen führt. Alles friedlich nebeneinander, sich ergänzend, und die Faszination „Klemmbausteine“ um neue Fascetten erweiternd. Und preislich nimmt sich das alles nicht so wirklich was (wenn ich mir da schon die – in meinen Augen – echt coolen Leuchtsteine anschaue, die ordentlich ins Kontor schlagen).

      Irgendwie gibt es immer Stunk, wenn was nach Lego aussieht (und neben Lego im Laden erstmal nur noch am Preisunterschied zu erkennen sein würde), oder wenn Sets ohne Bauanleitung in Plastiktüten oder braunen Boxen verkauft wird. Oder sehe ich das falsch?

    • Edit: Bin fälschlicherweise noch vom gesamten europäischen Raum ausgegangen. Es ist aber „nur“ der deutschladnweite Vertrieb.

  55. Ich finde den Artikel gut geschrieben und begrüße den sachlichen Grundton sehr. Das ist etwas, was ich bei anderen Klemmaustein-Blogs doch sehr vermisse.

    Ich bin von Anfang an bei Johnny dabei und finde seine Entwicklung gut.
    Leider wird immer wieder auch in anderen Beiträgen zum Thema, sich an der Vergangenheit der Alternativen festgeklammert. Beim Markführer hingegen wohlwollend auf die zwar geklaute Grundidee verwiesen, gleichzeitig allerdings das Argument in das Feld geführt, dass die Lego Gruppe das System ja weiter entwickelt hat und damit der Anspruch von Lego legitim ist.
    Soweit so gut, allerdings bin ich der Meinung, dass jeder eine zweite Chance verdient hat und die Entwicklung der Firma QMan auch entsprechend anerkannt werden sollte.

    In diesem Spiel, ist weder QMan, noch Lego, noch Johnny ein unbeschriebenes Blatt, aus persönlicher Sympathie für Thorsten aka a Johnny, hoffe ich jedoch das er dabei nicht unter die Räder kommt.

    Das Schüren von Hass, Angst und Grabenkämpfen finde ich als Mensch, dem Bewusst ist dass es um Spielzeuge geht sehr befremdlich. Ich hoffe, dass entsprechende Meinungsbilder sich ihrer Verantwortung bewusst werden und sich ein Beispiel an StoneWars oder auch der Sachlichkeit von Thorsten ein Beispiel nehmen mögen.

  56. Habt ihr euch mal die Preis der Qman-Sets angesehen? Das Zeug ist teilweise teurer als Lego und im Schnitt auf Lego-Niveau.

    Qman 1140 Weltraumbahnhof
    46,99 € für 632 Teile. Macht einen Teilepreis von 7,5 Cent!

    Ist nicht das Hauptargument […] immer der unschlagbar günstige Preis??? Jetzt bin ich echt geschockt.

    Anm. der Redaktion: Kommentar gemäß Netiquette gekürzt.

    • Dein Namesvetter aus FRA wird sich da wieder gezielt Sets rauspicken um das zu wiederlegen.

      Ich gebe dir aber natürlich Recht – ist mir auch aufgefallen. Zumal die Preise ja nur unter den gegenwärtigen Vertriebsstartegien angeboten werden können.

    • Nun die Lego Space Serie von 2019 hatte in der Größenordnung die Raumstation 60227 mit 412 Teilen zu 50€ und den Weltraumbahnhof mit 837 Teilen zu 100€, also beide bei knapp 12 Cent. Das wurde im Allgemeinen mit den vielen großen Formteilen gerechtfertigt (in Reviews).

      Ob Kunden nun eher zu QMan oder Lego mit 35% Rabatt greifen, wüssten wir erst, wenn beide parallel im Laden stünden, weswegen ich mir eine baldige Klärung der „Ähnlichkeits-Frage“ erhoffe. Astronauten mit „Puffy-Face“ sind, wie von vielen gewünscht, jedenfalls deutlich realitätsnaher 😀

      Disclaimer: ich hab mich voll in die Groundcrewin verliebt <3 und meine obige Aussage ist total subjektiv rosa eingefärbt.

    • hab ich auch bemerkt … Wenn die gut sind (konzeptionell, eigentständig, Qualität) dann ist sowas ja auch gerechtfertigt. Lego ist zwar teuer, aber es sind auch keine totalen Phantasiepreise sondern das was die Entwicklung des Gesamtpakets(!) kostet, mit einer üblichen Marge eines Premiumprodukts.

      Wenn Qman was ähnliches leistet, werden sei auch gleich viel Geld nehmen (wollen). Die im Artikel gezeigten neueren Sets (Unterwasser, Mechs) sind ja – wenn auch themenmäßig sehr sehr an Lego orientiert und somit „günstiger“ in der Konzeption – offenbar nicht schlecht, ich würde sogar sagen das rundeste Gesamtpaket was ich bisher von anderen gesehen habe? Ich wäre nicht überrascht wenn die annähernd gleich viel kosten sollen, und würde das sogar in Betracht ziehen, wenn mich ein Set wirklich anspricht und was neues bietet (das selbe zum selben Preis kann ich auch von Lego bekommen).
      (Das aktuell in Frankfurt vorgestellte Qman-Restaurant hingegen ist auch sehr teuer für Alternativhersteller, aber konzeptionell, optisch und bautechnisch wirklich nicht der Brüller … da schwankt die Qualität noch deutlich, weil die Designer nicht die Souveränität oder einheitliche Design-Leitlinien haben.)

      Da wirds dann halt für die Pauschalkritiker ungemütlich: die Alterantiven sind ja nicht so billig, weil sie billig sein wollen, sondern weil sie sich darüber differenzieren können indem sie alles weg lassen was Lego für sie leistet (Entwicklung des Systems, Themenwelten, großflächiges Marketing). Werden sie besser und eigenständiger, werden sie auch teurer – dann matchen sie sich halt in den Kategorien Entwurfs- und Fertigungsqualität mit Lego, was für mich wesentlich interessanter ist als über den Preis.

      • Lego macht es allerdings den neuen Branchenteilnehmern (bezogen vor allem auf den deutschen, eventuell auch europäischen Markt, aber da fehlt mir der Einblick, wie es um die Verfügbarkeit von Qman und Co steht) auch recht leicht, für ihre Produkte Preise aufzurufen, die im Vergleich zu Lego einerseits günstiger sind, andrerseits aber natürlich rein objektiv betrachtet immer noch recht hoch. Das dürfte ja mit ein Grund sein, warum die neuen Hersteller vermehrt in die Stammmärkte von Lego eintreten wollen bzw. generell die Branche für sie interessant ist.

        Nach Jahrzehnten einer (Quasi)Monopolstellung von Lego muss man aber auch so fair sein und festhalten, dass man sich in Billund nicht auf die Entwicklung des Legosystems berufen kann, um die aktuellen Preise zu erklären. Die Entscheidung, eine bestimmte Themenwelt, bspw. „Raumfahrt“ zu bringen, erfordert auch keine Summen, deren Armortisation Jahre dauert. Ein Blick in die jüngst veröffentlichten Zahlen aus Billung zeigt ja klar, dass Lego Margen hat, die wahrscheinlich in dieser Form nur schwer in anderen Branchen und bei anderen Unternehmen zu finden sind. Gibt es bestimmt auch, aber das ist ja nicht die Regel.

        • Dass das ganze hochlukrativ für Lego ist, steht außer Frage.

          Aber eine originäre Themenwelt wie Ninjago, die mit eigenem Universum, immer neuen Stories, mit Fernsehserie, etc. daher kommt, ist halt ein Aufwand der betrieben wird (und parallel dazu gibt’s mehrere gescheiterte Sachen, die aber auch was kosten und dann halt querfinanziert werden – das ist ganz normaler Produktentwicklungsalltag). Wenn dann ein anderer Hersteller „Ninja-Sets“ anbietet, nascht er da mit wo der Erfolg schon eingetreten ist.

          Auch neue Teile die Lego entwickelt, werden sehr schnell übernommen oder leicht angepassst wenn sie geschützt sind – neben dem großen Fundus der nicht mehr schützenswert ist, aber halt von anderen auch erst einmal zu einem zusammen funktionierenen System entwickelt werden *müsste*, wenn es nicht schon so eine schön bequeme Vorlage gäbe. Klar kostet Lego das was da ist nichts mehr, aber die anderen Hersteller kostet es genauso nichts, außer einem 3D-Scanner und etwas Re-Engineering, wenn sie nicht ohnehin an Konstruktionsdaten ran kommen.

          Der Preis am Markt ist letztlich hie wie da das, was der Markt bereit ist dafür zu zahlen. Für Lego wird offenbar recht viel bezahlt (als Luxus-Gut kann man ja nicht Wucher oder sowas vorwerfen). Für ein richtig gutes Qman-Set würde ich auch was in der Region bezahlen, aber dafür müssten sie halt gleich gut wie Lego sein – bei einer Themenwelt die’s bei Lego auch gibt, würde ich eher zu Lego greifen, bei einer eigenentwickelten Themenwelt die Lego nicht hat, gerne zu anderen. Aber da haben sie dann halt auch das Risiko, dass sie 5 Welten kreieren und 4 davon floppen … weil’s normal ist.

  57. Liebes Stonewars-Team,
    ich bin auf diese Seite im letzten Jahr eher zufällig aufmerksam geworden und habe den Blog mittlerweile auch auf Telegram abonniert. Ich finde, ihr hebt euch von den anderen Review-Seiten besonders dadurch ab, dass ihr klar unabhängig seid. Ihr beschäftigt euch mit LEGO, weil ihr daran Spaß habt, seid gleichzeitig aber auch immer objektiv kritisch dem Konzern und den Sets gegenüber. Ich finde eure Herangehensweise und die Arbeit, die ihr in eine objektive Berichterstattung investiert außergewöhnlich und toll. Bitte, Bitte weiter so!

  58. Danke für den informativen und ausgewogenen Artikel, der die Situation (erschöpfend 😉 ) aber neutral zusammenfasst. Bzgl. eures Schlusssatzes habe ich aber fast schon keine Hoffnung, dass ein gerichtliches Urteil wieder zu mehr Ruhe und Gelassenheit in den Communities führt. Das ist wohl dem Zeitgeist geschuldet, dass jeder meint, seine Meinung unreflektiert in die digitalen Datenströme rausplärren zu können/müssen. So bekommen dann leider auch die falschen teilweise den „Shitstorm“ ab, z.B. die Beamten vom Zoll oder Anwälte bzw. deren Zunftvertretungen.
    Da kann man nur hoffen, dass die Gerichtsentscheidungen schnellstmöglich kommen, damit in den dringlichsten Bereichen Rechtssicherheit hergestellt werden kann.

  59. Ein Teilaspekt (ohne Produkte, Namen zu berücksichtigen) :
    Eine Kriminelle Firme (egal ob Drogenhandel oder Raubkopierer etc.) haben mit illegalen Methoden Geld verdient. Nach einiger Zeit investieren sie das dreckige Geld in eine saubere oder graue Firma/Investitionen (z.B. Geldwäsche oder auch aus PR oder …) odgl. .
    Diese Firmen sind aber abzulehnen, weil sie nur durch Kriminellen Ursprung hervorgegangen sind.
    Leider hat man diese Thematik in allen Bereichen. Es ist eher ein Ethisches Problem mit der Frage in welcher Gesellschaft man leben will.

    Wäre ich Lego, würde ich es ziemlich genau so machen.
    Als Lego-Kunde möchte ich meinen Bestand eigentlich nicht mischen. Ich könnte mir vorstellen bzw. würde Fremdanbieter nur kaufen, wenn sie eine eigene Kreation/Themenwelt haben, welche es bei Lego nicht gibt oder dort sehr vernachlässigt wird. Aktuell sehe ich da zu wenig. Chinesen, Russen u.a. traue ich nicht. Daher käme für mich nur eine deutsche oder komplett neue Firma (ich habe auch Hubelino Kugelbahnen, Konzept gefiel mir und meinen Kindern…) mit Ruf als Alternative in Frage.

    Die Streitereien der Firmen interessieren mich nur sehr bedingt. Das Ergebnis wäre interessant, hätte aber keine unmittelbare Auswirkung auf meine Kauf-Entscheidungen. Aktuell ist Lego mit starken Rabatten oder bestimmten Sets oft einfach Konkurrenzlos.

    • Dass sich so mancher nicht zu schade ist, selbst die abstrusesten Vergleiche zu ziehen…..Drogenhandel, Geldwäsche….mein lieber Schwan….geht es nicht ne Nummer kleiner?

    • Da hast du einen Punkt angesprochen der wirklich eine Breite Fläche abdeckt.

      Wenn man sich danach richtet darfst eigentlich nichts mehr kaufen und musst alles selbst herstellungsbedingte jedes Unternehmen hat irgend wo irgendwann seine. Teil dazu beigetragen das es ein geschmäckle hat. Bei Lego kann man da sicher die Jahrelange Streiterei aufführen nach dem Fall des Patentschutzes und es so geschafft hat in der Zeit weiter Monopolist zu bleiben. Nach dem was man sonst so hört gibt es noch einige andere ich sag mal Gerüchte.
      Das Chinesische Firmen weitgehend durch Copy Paste gross wurden hat man auch bei Autos z.B. der BMW X5 Klon

      Von daher gilt für mich ein Set was mir Optisch zusagt rechtlich einwandfrei ist Dazu auch schön zu bauen ist. Zu einem Preis bei dem ich sage das ist in Ordnung. Dann kaufe ich es.
      Ob nun Cada oder Lego oder Cobi ist mir Egal den die Sets bleiben sorgenfrei bei mir aufgebaut.

    • Es gibt einige sehr tolle Sets/Entwicklungen z.B. von Xingbao die chinesischen Gebäude. Von Wange die Architektur (da gibts einige Sets natürlich zu ähnlichen Gebäuden – da muss man sich dann entscheiden, wen man nimmt). Von BB die Eigenentwicklung der ganzen Züge, Kingdom Come usw.. Einige Bereiche, die sich sehr stark emanzipieren.
      Die Gleichstellung von Spielzeugherstellern & Drogenhandel finde ich creepy genauso wie die allgemeine Aussage, dass man Chinesen und Russen nicht vertraut. Chinesische Firmen müssen sich auch immer mehr an die hier üblichen Urheberschutzgeschichten halten (das war früher z.T. anders und gerichtlich festgestellt wurde erst sehr spät, dass Lepin illegal ist – offiziell exportiert haben sie nach Europa meist nicht).

      • Wange ist ein interessantes Beispiel. Ich habe die eigentlich immer respektiert dafür, dass sie mit ihren Architektur-Sets einen eigenen Weg gehen. Auch bei Gebäuden, die sich mit LEGO decken, verfolgen sie ihre ganz eigenen Designs und Präsentation und man kann für sich entscheiden, was einem gefällt.

        Und was sehe ich dann auf einmal von Wange in einem deutschen Laden (der Vollständigkeit halber der von Thorsten, aber um ihn geht es mir hier nicht direkt)? Ein exakt kopiertes LEGO Set! Da frage ich mich einfach, warum das sein muss. Sie haben es doch eigentlich nicht nötig und das finde ich dann sehr enttäuschend. Das zeigt dann, dass man es eben doch nicht so ganz ernst meint mit der Eigenständigkeit und da ist was durchgerutscht, wo man entweder die Grenzen ausloten will oder einfach nicht drauf geachtet hat. Das ist einfach eine Halbherzigkeit, die ich schade finde und die korrigiert gehört, wenn man wirklich ehrliche Konkurenz sein will. Das LEGO da nach wie vor skeptisch ist, finde ich da sehr verständlich.

        • Alleine Interesse halber: Welches Set meinst du? Da müsste ich meine Sicht zu Wange tatsächlich ein wenig revidieren.
          Bisher ist mir keins vorgekommen (ich meine es gab aber vor Jahren mal welche).

          • Der Louvre. Zugegeben, sie haben Dark Tan/Grau durch Hellgrau ersetzt, der restliche Bau ist exakt gleich. Sie haben selbst den klassichen schwarzen Fliesenrand übernommen, obwohl sie sonst mit ihren großen Formplatten ja explizit einen anderen Weg bei der Präsentation gehen.

            Das hat mich als ich es gesehen habe auch etwas sprachlos zurückgelassen, gerade weil für mich als Architecture-Fan Wange eigentlich immer einen eigenen Weg gegangen sind, wie etwa beim Empire State Building oder Big Ben und auch Sachen anbieten, die die Leute wollen und die LEGO fehlen, wie Notre Dame oder das Kolosseum.

            Es mag sein, dass das dann auch ein älteres Set ist, aber sooo alt kann’s dann halt auch nicht sein, bzw. muss man’s vielleicht dann nicht mehr anbieten. Ist natürlich nur eine Anekdote, aber ich war da schon etwas enttäuscht bzw. vielleicht einfach nur naiv, wie viel dann doch noch im grauen Bereich ist oder auf dem Heimatmarkt anders läuft.

          • Der Louvre ist aber an einigen Stellen anders, hat untern anderen auch knapp 15% mehr Teile (785 vs 695).
            Am Ende ist es auch dasselbe Gebäude.

            Mal aus der Rezension von Just Bricks:
            https://justbricks.de/reviews/2019/07/wange-7017-the-louvre-of-paris-im-review-279/#
            „Keine 1:1-Kopie

            Das WANGE-Modell am Ende als eine Kopie der LEGO-Version zu bezeichnen wäre jedoch ein wenig zu viel, auch wenn Ähnlichkeiten an vielen Stellen erkennbar sind. Dennoch gilt es hier ein reales Bauwerk in gleicher Größe umzusetzen – daher sind hier der gestalterischen Freiheit bereits Grenzen gesetzt, von der am Ende auch LEGO betroffen ist: So ist das Dach des Mittelbaus im Original eher rundlich gehalten, beide Hersteller setzen dieses jedoch gleichermaßen schräg um.“

            Im Artikel wird auch mehr auf die Unterschiede eingegangen, und was wer besser umgesetzt hat.

            PS: mag Wange auch, find die Stärkere Klemmkraft bei Display Modellen auch schön und sie machen neue Teile wo es nötig wird.

          • Danke Rauy, das ist schon sehr unschön und muss echt nicht sein. Gebäude hin, Gebäude her – aber das ist ja wirklich in den allermeisten Bereichen identisch. Dabei hat Wange ja doch einiges an eigenen Entwicklungen, tolle Formen usw.. Ich hab z.B. den Spasski-Turm (Teil der Kremlmauer) und das Set ist durchaus sehr nett, wenngleich man an Bautechniken dort einiges verbessern könnte.

            @Chris: Das ist die Einschätzung des Blogs dort. Über 30 Steine gehen alleine für die Wange-Bodenplatten, ein bisl mehr Glasfläche und Co. drauf. Das Gebäude ist aber schon 1:1 identisch gebaut (ohne Farben). Und ich finde, das muss man dann auch kritisieren und nicht schön reden :).

    • Dann gilt dieselbe Ethik hoffentlich auch für Lego: Deren Anfänge in Bezug auf Kiddicraft mag zwar noch am Ende noch irgendwie legal gewesen sein – aber 100% sauber ist was anderes…

    • So argumentiert wird’s schwierig bei vielen größeren Unternehmen …

      In Deutschland haben viele die NS-Zeit durchschifft, und oft „wirtschaftlich flexibel“ gehandelt. Da ist viel Geld verdient und später re-investiert worden.

      In Amerika waren die kapitalistischen Geschäftspraktiken lange Zeit alles andere als fair – was nicht verboten war, war erlaubt, vieles war aber einfach gar nicht geregelt. Da gabs moralisch sehr schwierige Aktionen …

      Unternehmen die in einem Land mit anderem Rechtssystem als dem unseren gegründet wurden, haben das in ihrem gültigen Rechts- und Moralkontext gemacht. Haften diese Firmen für ihre Länder?

  60. Vielen Dank für die Aufarbeitung, mit den meisten Einschätzungen gehe ich d’accord.

    Meine Meinung zur Qman Minifigur: Ich kann LEGO da schon verstehen. Wie einige schon erwähnt haben sieht die Figur für mich aus wie eine art Lego Figur mit Friends Kopf. Wenn man die Teile separat betrachtet, glaube ich auch, dass viele Laien z.B. den Unterschied zwischen Qman und LEGO Beinen nicht so einfach erkennen würden. Ebenso beim Torso. Wenn man die mit z.B. Cobi vergleicht sieht man meines Erachtens schon einen deutlichen Unterschied in der Herangehensweise bzw. Entwicklung der Figuren.
    Ob das jetzt rechtlich ausreicht kA, dass aber LEGO versucht dagegen vorzugehen halte ich für verständlich. Das „Wie“ steht halt auf nem anderen Zettel.
    Wie gesagt: Meine Meinung und ihr dürft auch gern eine andere haben 😉

    Ansonsten nerven die „Nebengeräusche“ bzw. Nebenakteure einfach nur noch: Die wenigsten befassen sich so umfassend mit dem Thema und lassen sich dafür auch mal ein paar Tage Zeit. Da wird sofort nach ein paar Stunden ein YT Video hochgeladen und ohne wirkliches Wissen Stellung bezogen (in vielen Fällen wohl einfach wegen Klicks und Aufmerksamkeit).
    Deshalb noch einmal ein Lob an euch und auch z.B. an Henry, dass ihr euch da etwas Zeit gelassen habt und ruhig und sachlich an die Sache rangegangen seid. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.

    • Zu dem Beinen was stark auffällt ist meiner meinung nach das Gelenk. Dazu ist Qman geschwungen, während Lego blockförmig ist. Der Standfuß ist flacher bei Qman, und die beine Schmaler so das man hindurch sehen kann.
      Wenn man sitzen und kompatibilität will, wird es schwierig mehr zu verändern zudem kommt es auch auf Gesamteindruck an – und da ist der Kopf sehr prägend.
      Füße sind kleiner ich denke nebeneinander erkennt man es immer, das Bausystem ist anders daher entfällt auch das optisch prägende Gelenk.

      • Alles nur Unterschiede die im direkten Vergleich auffallen.

        Es geht darum, ob der Laie, der nur eine QMAn Figur in der Hand hält erkennt, dass es keine LEGO Figur ist. Und das kann der Laie nicht meiner Meinung nach sogar definitiv nicht – schon garnicht ohne den Kopf.

        • Ich denke das tut er locker, aber er nennt es halt Lego da er erkennt das es kompatibel ist und abseits der Klemmbausteinblase keiner Klemmbaustein sagt. Wobei das seit Januar vielleicht etwas ändert.
          Aber man weiß das es nicht das Lego ist, was man aus der Kindheit filemen und Popkultur kennt – auch auf der Strasse.

  61. Lieber Lukas, lieber Jens, großes Lob.
    Vielen Dank für diesen fundierten Artikel und das meiner Meinung mehr als faire Interview mit Thorsten. Hut ab.
    Ich empfehle jedem nach Möglichkeit sowohl diesen Artikel zu lesen, als auch das Interview in Gänze zu hören.
    Die Fragen, Recherchen und Einordnungen holen mich (sehr, sehr, sehr alter…und den alternativ Herstellern durchaus tolerant eingestellten… Lego Klemmer) absolut ab – meine Unterstützung habt Ihr auch in Zukunft sicher.
    Ich hoffe das sich einige Gemüter abkühlen und sich die Diskussionen etwas versachlichen. Das Leben ist zu kurz, und letzten Endes geht es hier „nur“ um ein Hobby, ein Luxus.
    Ganz viel Hippie Liebe aus dem Ruhrpott, so long!

  62. Nun erstmal ein dickes Lob für euren recht neutralen Beitrag. Sehr gute Arbeit.

    Ich habe mir zu dem Thema Minifiguren nochmals die 2 Videos von JohnnysWorld angesehen. Zum einen wo Friendsfiguren wegen des Designschutz fraglich beleuchtet werden und zum anderen wegen der 3D Marke der normalen Lego Minifigur.

    Die Minifigur erfüllt 2 Merkmale zum einen ist sie einem Menschen nachempfunden.
    Der zweite Punkt sie läst sich stehend Sitzend oder nur mit dem Oberkörper auf Noppen setzten. Also ein Technischer Aspekt.
    Da man auch eine gewissen Maßstab haben möchte bleibt nun Designtechnisch wenig Spielraum wobei, der Maßstab spielt wohl meine ich keine Rolle.
    Die Frage aus diesem Grund ist für mich die Frage ob die Figur daher überhaupt das recht auf eine 3D Marke hätte und wenn ja wovon ich erstmal auch überzeugt bin stellt sich die Frage abwann sind die Figuren die die gleichen technischen voraussetzungen erfüllen weit genug weg von Lego.
    Dies können nur die Gerichte klären und hier wird Lego mit allen Mitteln kämpfen.

    Bezüglich der Erkennbarkeit von Lego Teilen und Figuren ist bei einem flüchtigen Blick durch die langjährige Monopolstellung schwierig für alle zu erkennen von wem nun das gezeigte ist und die Antwort lautet erstmal von Lego.
    Für mich ist das der Punkt wo es für Lego selbst schwierig wird durch das Monopol wurden wir eingereicht das alles was auch nur ähnlich vom System ist auch Lego ist.
    Zum eigenschaft muss Lego nun die Sache entsprechend verteidigen weil sonst fällt evtl ein qualitativ schlechtes Mitbewerber Produkt auf Lego zurück.

    Bei der Friendsfigur denke ich das der Schutz eher kein Bestand hat sofern das was JohnnysWorld in seinem Video da angibt auch stimmt.

    Nun zu einem Punkt der PR technisch gut verwendet wird aber aus Sicht der Produkte nicht stimmt ist der Lego in seiner Antwort/Stellungnahme an euch gegeben hat. Hier saß Zitat:
    „Produkte einer einwandfreien Qualität“
    Diese Aussage ist einfach mal nicht war.
    Die Farbabweichungen sind keine einwandfreie Qualität.
    Auch bei Sets gibt es fragwürdige Mängel.
    Die V22 Ospray hatte neben dem Militär Problem auch ein Getriebe Problem.
    Der Schaufelradbagger war untermotorisiert.
    Macht nicht auch das neue City Wohnhaus von sich reden das man kaum eine Figur in eines der Zimmer stellen kann?
    Oder der Flex eines roten Sportwagens.
    So einweindfrei ist Lego also nicht.
    Wobei ich sagen muss das die Lego Steine die beste kKlemmkraftkombination hat auf dem Markt. Also gut Steckbar und demontieren und entsprechen hohe Langlebigkeit haben.

    Auch ein Punkt wo ich für mich sehr negative Empfinde ist das der Zoll und Lego rechtlich unbedenkliche Ware weiter zurück halten dürfen. Für mich wäre das salopp gesagt Diebstahl. Dazu kommt die Wortwahl des Anwalts vom Schreiben wo die Freigabe dieser Ware angeboten wird. Hier das Zitat aus dem Schreiben: „Unser Mandantin AUSNAHMSWEISE bereit“. Als ob Lego Rechte hätte unbedenklich Ware zurück zu halten.

    Ok diese Ware war mit im Kontainer und müsste aussortiert werden.

    Warum nur 1/5? Wohl fragwürdig ist kann daran liegen das zum Beispiel Keeplay eine Marke von QMan ist das sind Sets der Verbotenen Stadt Thematik soweit ich weis. Wie weit dann auch noch Sets aus dem Hause QMan ohne Figuren kommen die evtl auch unter Anderem Markennamen laufen weiß ich nicht.

    Alles im allen ärgert es mich was da abläuft. Lego war nie ein sympathisches Unternehmen. Das wusste ich bereits in meinen Jungen Jahren das einiges gerade die Kopievorwürfe in der Grundungsgeschichte ich bereits ihn Jungen Jahren gehört habe.
    Allerdings fand ich die Produkte die es in meiner Jugend gab Ende 80iger bis Mitte Ende der 90iger.
    Die Technic Sets von ca 2013 bis 2016 zeigten auch da wieder von einer Super Qualität vom Setdesign. Wo ich wieder aus meinen Dark Ages raus kam.

    Nun Sieht man Firmen wie Cada die einen Moc in Lizens raus bringen der einem Aktuellen Ferrari ähnlich sieht und Merkt erst recht das die Setqualität unter aller sau ist.

    Nun das Geschmäckle das Cada hier wohl einen Nachbau eines Ferraris anbietet und Ferrari keine Lizenzgebühr Abdrückt sehe ich als nicht wirklich gegeben ich finde diese Sets Generisch genug. Wichtig finde ich das die Mocer ihr Einverständnis dazu geben und davon etwas Profit abbekommen.
    Wo für mich die Probleme anfangen wenn Markennamen mit drauf kommen die dann in einem Buchstaben falsch geschrieben sind.

    Ich will für mich rechtlich einwandfreie Ware ob das beim Roten Cada Sportwagen der Fall ist da bin ich rechtlich nicht sicher aber da ich noch nichts negatives darüber gehört habe scheint es zu passen.
    Dazu will ich Spass beim Bau und im Falle von Technic auch Funktionen. Ein direkter Antrieb durch 7 Motoren wie beim Liebherr sind für mich nicht wirklich richtige Funktionen. Wenn dann das Set noch gut und glaubwürdig aussieht noch besser. Aussehen ist für mich das Innenleben wie das äußere.

    Ob nun Lego gekauft wird oder was anderes ist mir Egal solange ich für mich das Gefühl habe der Preis passt zum Gesamtpaket des Sets

    • „Produkte einer einwandfreien Qualität“ …
      Diese Allgemeinplätze sind tatsächlich eher schädlich als nützlich.

      Lego sollte diese Kommunikation einfach abändern in:
      „Wir wollen nicht für die Qualität anderer Hersteller durch Verwechslungen emotional verantwortlich gemacht werden, da wir keinen Einfluss darauf haben. Wenn sich andere Hersteller optisch und thematisch so nah an unseren Produkten annähern um indirekt davon zu profitieren, dann ist diese Gefahr gegeben und wir müssen handeln um das zu verhindern. Machen die Hersteller eigenständige Produkte und grenzen sich optisch von uns ab, freuen wir uns auf den Wettbewerb und die Bereicherung für alle Klemmbaustein-Fans!“

  63. Vielen Dank für diesen wirklich gut recherchierten, sachlichen und unaufgeregten Artikel. 👍🏼

    Auch das Ihr mit Thorsten ein Interview geführt habt, fand ich mega gut. Nebenbei Gratulation an Jens zum Podcastdebüt. 🙂

    Bitte macht weiter so. 👍🏼

    Ich hoffe, dass diese Grabenkämpfe (in der Community) bald ein Ende haben und man wieder gesitteter miteinander umgeht.

    Wie sagte doch Henry gestern so schön:

    „Lasst und doch zumindest zusammenhalten im Irrenhaus!“

    Bleibt gesund.

    • Finde auch das Henry da was sehr weises gedsagt hat.
      Ich lebe hier auf dem Dorf wo alles sehr konservativ zugeht. Die entscheidende Frage ist hier nicht wieviele Steinchen du hast sondern wieviele Hektar gehören dir. Für die Leute bin ich mit meinem Hobby schon nen bisschen ein Spinner. Aber wenigstens ein anerkannter Spinner 😉
      Wenn ich den Leuten hier jetzt auch nocht erklären würde dass die „Spinner“ die das gleiche Hobby haben sich nun untereinander streiten weil da auf den Noppen was anderes oder gar nichts draufsteht würden die mich entgültig einweisen.

  64. Ich höre gerade den Podcast und mein Eindruck ist, das er auf biegen und brechen versucht sich zu rechtfertigen und alles was aus Billund kommt, ist okay um es zu kopieren. Für mich unverständlich. Eine Minifigur ist ikonisch und die QMAN Figuren sind hässlich wie die Nacht, der Torso ist zu ähnlich, der Kopf ist streitbar anders, keine Frage.
    LEGO ist LEGO und der Rest ist der Rest.

    Und die Spendenaktion ist gefühlt heuchlerisch. Aber gut, jedem das seine.
    Und nein, ich finde nicht alles gut was TLG macht.

    • Deine Meinung sei dir zugestanden, ich möchte hier nur kurz auf die Formulierung „Jedem das Seine“ eingehen, die ist nämlich leider arg vorbelastet durch die Geschichte. Vielleicht magst du stattdessen in Zukunft sowas wie „jeder wie er mag“ benutzen, aber das ist natürlich deine eigene Entscheidung 🙂

      • Oh, ja natürlich: jeder wie er mag. Ich entschuldige mich für die schlechte Wortwahl!
        Mein Kommentar darf dahingehend gerne korrigiert werden!

      • [Folgender Kommentar muss nicht veröffentlicht werden, es handelt sich um einen plumpen Versuch der Kontaktaufnahme]

        Hallo Lukas,

        als Mensch der an Politik und Geschichte sehr starkes Interesse hegt, möchte ich dir gerne folgendes sagen und vielleicht möchtest du darüber reflektieren.
        Im Kontext seines Kommentars, ist seine Formulierung nicht belastet und wäre ohne deinen Hinweis wahrscheinlich auch nicht aufgefallen.

        Der von dir gemachte Hinweis ist gut gemeint und so ordne ich ihn auch für mich ein, nur leider haben diese immer wiederkehrenden Hinweise, welche oft nicht im Kontext der eigentlichen Diskussion stehen dazu geführt, das eben jene Parteien, deren geistige Väter zu dieser Belastung geführt haben, mit Aussagen wie:“ Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, Gegen die Meinungsdiktatur, Genderwahnsinn etc.“ Wahlkampf machen und wie man an der aktuellen politischen Landschaft sieht, auch mitunter erfolgreich.

        Es ist dein Blog und deine Netiquette, vielleicht möchtest du trotzdem über meine Anmerkung nachdenken.

        beste Grüße

        • Ich nehme mir mal heraus, das trotzdem freizuschalten, ansonsten hätte es eine E-Mail sein müssen 😉

          Ich verstehe deinen Punkt und will auch niemandem sagen, was er noch sagen darf/soll und was nicht. Aber fast allen Menschen, die ich bisher darauf angesprochen habe, kannten den geschichtlichen Zusammenhang nicht und waren über den Hinweis dankbar. Daher behalte ich mir das auch bei. Mein Hinweis hier war ein rein persönlicher und nicht aufgrund der Netiquette.

          • [Zitat: Mein Hinweis hier war ein rein persönlicher und nicht aufgrund der Netiquette.]
            So hatte ich das auch verstanden/gemeint.

            Danke für deine Antwort und das du darüber nachgedacht hast, mehr war auch nicht meine Intention. 🙂

            Eigentlich war Anfangs nur wegen Star Wars hier, mittlerweile fast täglich wegen der Artikel und eurem Blog der mich über Apple Podcast auf Dienstreisen begleitet.

            Macht weiter so
            Ein Klemmer zwischen den Stühlen von QMan, Cobi, Mega und Lego

  65. @Lukas & Jens – Hut ab und Verbeugung, mein Kompliment. Wow. Ein wirklicher toller und objektiver Artikel. Da können sich manch andere mehrere Scheiben abschneiden. Wirklich Top, bin von Euch beeindruckt.

    Was alle immer wieder vergessen bzw. nicht sehen wollen, Konkurrenz belebt den Markt, hilft bei den Preisen und der Qualität. Also ist es für jeden von uns egal ob Hardcore Fanboy, Lego Fan, Lego/Alternativfav oder nur Alternativfan nur positiv, wenn es viel mehr Anbieter von Lego/Klemmbausteinen geben wird.

    Und ich denke auch, dass es wirklich an der Zeit ist, dass Gerichte über die Minifigur entscheiden müssen. Vorher wird es allgemein keine Ruhe geben. Und daher verstehe ich auch Thorsten, dass er das jetzt durchziehen will bzw. sogar muss. Es muss eine richterliche Entscheidung her!

    Die Minifigur ist vom Menschen abgeleitet und muss halt eine bestimmte Größe haben. Würde man die Minifigur größer machen, müsste man ja auch alle Gegenstände, Autos, Gebäude etc. größer machen. Daher finde ich es fraglich, ob man auf sowas einen Schutz setzen kann.

    Nochmals Riesen Kompliment an Euch, Lukas und Jens!!!

  66. Chapeau an Lukas und Jens. Das war eine Glanzleistung!

    Jetzt müssen die Gerichte entscheiden. Lego sollte jedoch sein Verhalten überdenken und sich nicht, wie ein Elefant im Porzellanladen aufführen, wenn es um die Konkurrenz geht. Seine Markenrechte zu verteidigen und gegen Plagiate vorzugehen, ist eine Sache. Lego muss sich aber auch damit abfinden, dass sich der Markt gewandelt hat. Es gibt Konkurrenz aber die sollte das Geschäft beleben und nicht zu unfairen Kleinkriegen führen. Jeder kann seine Nische haben oder sich gegenseitig ergänzen. Klappt in anderen Branchen ja auch.

    Die Spendenaktion mag ich noch nicht so richtig bewerten. Allgemein sind Spenden immer gut, nur wenn sie dann zu sehr instrumentalisiert werden, kann es unschön werden. Was gar nicht okay wäre, dass wäre Spendengelder wissentlich zu verbrennen. Oder zumindest als Druckmittel einzusetzen und zu riskieren, dass dies geschehen könne.

    Auch halte ich das wohl gängige Verfahren, ganze Containerladungen zu vernichten, für problematisch und nicht mehr zeitgemäß. Zumindest, wenn von den Dingen keine Gefahr ausgeht, sondern es sich nur um Markenrechtsverletzung handelt. Eine bessere Lösung muss ich mir aber noch überlegen.

    Irgendwie erinnert mich Thorsten in dem Video an „Der Graf“ von Unheilig….. 😉

    • Haha, auf jeden Fall. Ich wollte oben auch schon von einer „‚unheiligen‘ Allianz“ zwischen Steingemachtes und Qman sprechen, habe es mir aber verkniffen. 😉

  67. Vielen Dank für den Artikel. Ich empfinde ihn sehr gut dargestellt und gut recherchiert :). Das hebt sich so angenehm gegenüber dem Nachbarblog ab und hat mir ein wenig den Glauben an gute Beiträge wiedergegeben!

    Die Geschichte von Qman ist denke ich tatsächlich der relativ übliche Gang der Entwicklung der chinesischen Herstellern – von den Kopiebuden am Anfang hin zu immer mehr eigenständiger Entwicklung. Ich würde auch davon ausgehen, dass die Emanzipation immer weiter geht, neue Elemente entwickelt werden, sich die Qualität verbessert, neue Bereiche erschlossen werden. Wie Henry sagt: Gut für alle – entweder weil Konkurrenzdruck auf Lego entsteht – oder man zusätzliche Sets zur Verfügung hat.

    Ich finde auch gut, dass die jeweiligen Auffassungen gut gekennzeichnet sind.

    Eine Möglichkeit, was für Sets enthalten sein könnten, die von Qman kommen, aber keine Minifiguren enthalten: Evtl. sind es Keeplay-Sachen (die „Erwachsenen“-Serie von Qman)? Ist aber nur Spekulation.

    Ich persönlich sehe den Aspekt zur Minifigur anders. Die auch in den Kommentaren häufiger angesprochenen Minifiguren von MegaConstrux oder Cobi haben massive Nachteile: Sie können nicht vernünftig sitzen, sprich haben keine Noppenaufnahmen am Hintern/an den Beinen (das ist eine Funktion und damit – soweit ich weiß – nicht vom Markenrecht schützbar). Das gibt natürlich zumindest zu einem gewissen Punkt die Breite der Beine vor. Dann kann man auch den Oberkörper nur bis zu einem gewissen Punkt schmaler machen (zumal man Oberkörper und Beine auch verbinden muss) – schließlich will man ja keine Stufenform schaffen. Von daher empfinde ich die Qman Minifigur schon sehr weit weg von dem Lego-Original. Problematisch ist auch, dass im „realistischen“ Bereich (etwas mehr Richtung der Friendsfiguren) ja die nächste Schutzgeschichte wartet und Lego damit ein wenig die beiden Extreme „abgesichert“ hat. Christian Solmecke – der ja nicht wirklich mit Lego/Klemmbausteinen verbunden ist – hat auch eingeschätzt, dass vermutlich die Abwandlungen/Änderungen/Unterschiede ausreichen. Am Ende, da stimme ich euch zu, kann erst eine Entscheidung vor Gericht die Sache rechtssicher entscheiden.

    Im übrigen hat Lego auch seine Minifiguren (Standard vs. Friends) nicht im luftleeren Raum entwickelt – aka sie haben auch Vorbilder gehabt, die sie verbessert/weiterentwickelt haben und ins Legosystem überführt haben.

    Was die Community und die Situation angeht finde ich eure Positionierung auch super – es ist ein beiderseitiges Problem & wir sollten zusehen, dass unser Hobby im Vordergrund steht (Klemmen) und nicht das hassen :).

    • Danke für dein Lob! Dazu nur eine Sache, da du es explizit ansprichst: Ich kann gut verstehen, wenn andere Blogs sich hier anders oder deutlich positionieren als wir. Das ist ihr gutes Recht, vor allem wenn sie davor so massiv und unter der Gürtellinie angegriffen wurden.

      • Nur als Klarstellung, was ich damit meine: Nämlich nicht den Inhalt, sondern die Art und Weise. Solange es nicht illegal ist, darf natürlich jede(r) sagen, was er/sie will. Ob es sinnvoll ist, ist die andere Frage. Ich denke die Community braucht mehr Ruhe und nicht mehr Öl ins Feuer :).

      • Ein sehr guter Artikel.
        Ich denke es ist wirklich schwer sachlich zu bleiben, egal auf welcher Seite man steht. Wenn es überhaupt eine Seite gibt.
        Im Grunde wollen wir doch alle das selbe: Spaß mit Klemmbausteinen.
        Egal von welcher Marke.
        Ich bin mit Lego aufgewachsen, wie so viele. Aber mittlerweile stehen auch andere Marken im Regal. Ich kaufe das was mir gefällt. Und da ich schon immer sehr Preis- Leitungs- Orientiert war, wird gefühlt weniger Lego gekauft.
        Markenhass hat mir noch nie gepasst. Egal um welche Produkte es geht.

  68. Gute Arbeit! Ein ruhiger, gut recherchierter und ausgewogener Artikel. Davon können sich andere Medien (und ich meine explizit nicht die „sozialen“, sondern Print und TV) gerne etwas abschneiden (nicht plagiieren) 😉. Danke euch!

  69. Nur kurz:

    Hat jemand, der die Spendenaktion betreut, mal den Bedarf der Kinderheime erhoben an welche diese ganzen Sets gehen soll!?

    Fehlt denen Spielzeug?
    Fehlt es denen an Klemmbausteinen?

    Gut gemeint ist nicht gleich gut.

    Diese Fülle von ungefragten Sachspenden kann auch ganz gepflegt am tatsächlichen Bedarf dieser Einrichtungen vorbei gehen.
    In der Regel mangelt es dort an vielen, viel basaleren Dingen wie Mobiliar, Ausstattung für den digitalen Distanzunterricht usw.
    Spielzeug zählt nicht immer dazu.

    Zumal darf ich noch ketzerisch fragen:

    Wollen die Kinder überhaupt eine Qman Polizeistation?

    Das Geld ist toll, aber bitte direkt an die Institutionen überweisen.

    Das würde extrem viel Sinn ergeben.

    • Das sehe ich ganz genauso. Ich finde es erstaunlich, wie unkritisch diese Spendenaktion hier gesehen wird.

      Diese ganze Spendenaktion finde ich vollkommen übers Knie gebrochen und ist ja überhaupt nur entstanden, um Lego eins überzubraten. Hier wird die vermeintliche Not von Kindern instrumentalisiert um eine eigene Agenda zu verfolgen und das finde ich (meine Meinung!)… sorry, für die deutlichen Worte… widerlich.

      Ich hoffe, Thorsten ist sich seiner Verantwortung bewusst, die er nun mit der Annahme dieser beträchtlichen Summe an Spendengeldern hat und ich hoffe wirklich, dass ihm das nicht mehr auf die Füße fällt als die eigentliche Lego-Zoll-Problematik.
      Am Besten wäre es, er würde sich an Hilfsorganisationen oder Stiftungen wenden, die bei einer sinnvollen Verteilung der Spenden helfen und die damit vor allem Erfahrung haben. Es gibt bestimmt Einrichtungen oder Familien, die sich auch über Spielzeug-Spenden freuen, ich denke da an Flüchtlingsunterkünfte, die Arche oder auch finanzschwache Familien. Aber den meisten Einrichtungen ist mit Geldspende sicher besser geholfen.
      Zudem sind Einrichtungen, in denen Kinder außerhalb ihrer Familie leben, heutzutage sicher nicht mehr mit dem zu vergleichen, was man sich unter dem Begriff „Kinderheim“ so vorstellen mag. Die Zeiten von Oliver Twist sind gottlob vorbei.

      Darüber hinaus auch von mir: Herzlichen Dank und auch herzlichen Glückwunsch an Lukas und Jens für diesen fantastischen Artikel. Da kann sich so mancher „echter“ Journalist eine dicke Scheibe von abschneiden.

      • Es ist sicher Protest gegen Lego, aber es ist doch besser als ein Shitstorm und es geschieht etwas gutes dabei.
        Man könnte sich alternativ auch nur über Lego aufregen, ohne dem Kindern etwas gutes zu tun, und es hindert ja auch nicht direkt an Heime zu spenden (die sich übrigens über spielzeugspenden freuen).

    • @John Oslo, da kann ich Dir nur voll zustimmen. Vielleicht kann man das mal an Thorsten zurückspiegeln? Ich denke, dass er sich da total verschätzt hat, was seine Reichweite angeht. Sein propagierter Plan war einen Container zu bestellen und per Auto an die (umliegenden) Heime zu verteilen, oder Geld an SOS-Kinderdörfer zu spenden, falls nicht soviel zusammen kommt. Dass er jetzt ein ganzes Containerschiff chartern kann und ganz Deutschland mit Teilen überschüttet, war wohl nicht, was er erwartet hatte.

    • Also unter den Videos von Thorsten melden sich durchaus Kinderheime und andere soziale Einrichtungen und melden Interesse an. Er fordert ja direkt Einrichtungen auf sich zu melden wenn Interesse besteht, das geht nicht in Richtung ungefragte Sachspenden! Aber bei dieser Größenordnung der Spende, welche das Spendenziel mal locker über das 10fache übertrifft kann man auch mal über Geldspenden als zusätzliche Aktion nachdenken. Grundsätzlich sollte der Spendensammler über den Verwendungszweck entscheiden, aber wenn ich Spenden sammle im Namen von „Spielzeug für Kinderheime“ kann ich den Verwendungszweck nicht einfach so ändern! Wollen Kinder überhaupt eine Qman Polizeistation? Ernsthaft?? Glaubst du wirklich das es ein Kind in einem Kinderheim interessiert ob es eine Polizeistation von Lego oder Qman geschenkt bekommt?

      • Also ich glaube tatsächlich, dass auch Kinder schon sehr früh von Marken geprägt sind durch Werbung etc… wenn ich da an meine eigene Kindheit zurückdenke, war das auf jeden Fall so. Und da machen auch Kinder in Kinderheimen keinen Unterschied, die sehen ja auch Fern und kommen rund um die Uhr mit Werbung etc. in Kontakt. Das heißt natürlich nicht, dass sie damit nicht trotzdem auch spielen würden oder das die Aktion deswegen schlecht ist.

  70. Vermutlich die beste Analyse (neben Henrys Video) die sich im Netz findet! Ich finde es wirklich sehr schön, dass ihr Thorsten persönlich als Gesprächspartner hattet, das hebt auch die Verständigung wem es worum geht nochmal auf ein neues Level.

    Ich finde Thorsten nach wie vor einen sehr sympathischen Kerl, für meinen Geschmack sieht er es aber ein bisschen locker mit dem Schutz geistigen Eigentums, das kommt im Podcast auch gut durch. So Sachen wie, wenn er nie LEPIN gebaut hätte, hätte er die anderen tollen Alternativen ja nie kennen gelernt, oder wenn manche asiatischen Firmen nicht als Kopisten angefangen hätten, hätten die ja nix dazu gelernt und wären heute nicht so gut. Und auch das „in China ist diesbezüglich halt eine andere Kultur“ geht mir gehörig auf den Zeiger.
    Abgesehen davon finde ich ihn aber weiterhin sympathisch und wäre dafür, dass diese Dinge als Kampf Konzern gegen Konzern ausgetragen werden und nicht auf seinem Rücken.
    LEGO hätte aus „fairer“ Sicht anstreben sollen nach der Abmahnung eine Verfügung gegen den Verkauf zu bekommen, bzw dann langfristig ein Urteil gegen Qman.
    Aber wenn man sich Zuru anschaut, die in den USA letztes Jahr gegen LEGO vor Gericht verloren haben, dann waren deren Minifiguren auch so wie manche, von denen viele hier sagen sie wären ja wohl deutlich zu unterscheiden.

    Was mich an den anderen Herstellern stört: LEGO hat bisher 4 (!) Arten von Figuren vom Menschen abgewandelt, die alle ins System gepasst haben aber krass unterschiedlich aussahen (Minifigur, Technic-Figur, 4+ Figur von Anfang der 2000er (Jack Stone) und die Friends Figur). Auch die 4+ Figur und die Technic-Figur kontne auf Noppen sitzen, das ist also noch keine Voraussetzung auch so auszusehen wie die LEGO Minifigur! Keine der drei letzten sieht auch nur annähernd aus wie die Minifigur. Und ein anderer Hersteller soll das nicht schaffen, weil sie dann nicht mehr ins System passt? Sorry, aber das ist Schwachsinn.
    Die Hersteller nehmen alle die LEGO Figur und verändern sie per Try-and-Error (also im ersten Versuch quasi gar nicht) bis LEGO nichts mehr sagen kann, sie aber trotzdem noch maximale Ähnlichkeit haben.

    Gespannt bin ich, wie LEGO mit der Spendenaktion umgehen wird, hoffentlich kommen sie da mal aus ihrer Deckung und legen entweder das doppelte drauf oder das ganze ist bis dahin mal halbwegs rechtssicher entschieden.

    Wenn sie klug wären, könnten sie Thorsten auch einen (eventuell erscheinenden) UCS AT-AT zuschicken, irgendjemand wird da ja Budget für Spenden / Review-Exemplare haben. Das wäre ein schönes Zeichen, dass man auf Konzernebene mit harten Bandagen kämpfen kann (LEGO vs. Qman), aber auf Fan-Ebene nach wie vor Spaß an den gleichen Dingen hat. 🙂

  71. Der Artikel ist wirklich sehr gut ausgearbeitet und bestärkt mich nur noch mehr in meiner Meinung. Ich bin hier zu 100% bei Lego. Und nicht weil ich es so mag, sondern weil Qman nichts anderes macht als Lego. Lego war nur einfach zu erst da und hat Ihre Produkte über Jahrzehnte selbst entwickelt und nicht einfach nur am laufenden Band kopiert um sich die Taschen vollzumachen. Vielen lieben Dank Stonewars 🙂

    • Ja, diesen Punkt verstehe ich auch immer nicht warum man nicht in der Größe oder an einer der zig anderen Stellschrauben dreht…. wenn sie ja wenigestens die Höhe oder sonstiges ändern würden. Tun sie aber nicht….

  72. Könnt ihr mal einen Preisvergleich der alternativen Klemmbausteine anstreben, damit die Mähr der ach so günstigen alternativen endlich mal beseitigt bzw. auf fundierten Zahlen steht? Qman und Cobi scheinen ja genauso teuer zu sein wie Lego.

    • Hängt natürlich alles vom Händler ab, wie die Preise sind.
      Dank Corona konnte ich einige neue Läden hier in der Gegend noch nicht besuchen. Die vor Corona in Göttingen, Munster, Hannover, Paderborn vorhandenen Läden hatten für gleiche Hersteller ähnliche Preise.

      Extrem allgemein gesprochen wird für viele Hersteller ein Preis pro Stein von 3 bis 5 Cent aufgerufen.

      Meine Erfahrung bisher ist folgende:
      Cobi: Preise ähnlich wie bei Lego, durchaus mal ein Teilepreis von 12+ Cent deutlich weniger Sticker, dafür unschöne Gussabrücke.

      Qman 50-80% der UVP vergleichbarer Legosets

      CADA: etwa halber Preis wie bei Lego.
      z.B. Lego Porsche 150 Lego Ferrari 180. Cada Porsche 65-90 kleiner Lambo 65-90
      z.B. Lego Bugatti/Lambo 350 Cada blauer Lambo bzw Ferrari 150- 220 Wobei der Ferrari nur in der motorisierten Version 200+ kostet

      Bluebrixx: 3-5c pro Stein mit vielen Kleinteilen und aufgrund der Steineherkunft flexibler Qualität. Hat auch Lizenzthemen wie DSA, Schlingmann,Kingdom Come

      Mould King: Allgemein ca halbe Lego UVP. Der Preis für ein motorisiertes Set ist meist ähnlich wie bei einem unmotorisierten Legoset derselben Größe.
      Aufgrund von Rechten dritter(diesmal nicht Lego) schwieriges Thema für Händler.

      Wange: Meist um 4c pro Teil

      Xingbao: Meist um 4c pro Teil Die Technikteile(Achsen) sind nichts für mich. Hat ua in Zusammenarbeit mit Bluebrixx Lizenzthemen

      • bezahlt CADA Lizenzgebühren an Porsche / Ferrari? man kann es auch einfach german oder italian supercar nennen und spart sich so die lästigen Lizenzgebühren, so denken diese Hersteller…

        Der Steine Preis ist auch völlig nichtssagend. Ein Bluebrixx Set kommt ohne Minifiguren und ohne Anleitung in einem braunem Karton, der Wiederverkaufswert liegt auch nahe 0. Solche Faktoren werden oft ignoriert.

        • Zum Thema Lizenzgebühren für derartige Fahrzeugmodelle gab es einen Prozess mit Beteiligung von VW und dem Deutsche Verband der Spielwarenindustrie, welcher zugunsten des Verbandes mit der Rücknahme der Klage von VW endete. Wenigstens ein gerichtlich erledigter Punkt 🙂

          Bluebrixx hat soweit bekannt und erforderlich entsprechende Absprachen mit den Lizenzinhabern getroffen. Und hatte auch mehrmals Ärger, da geklaute MOC nicht erkannt wurden und zu Verkauf standen.

          Cada zahlt an den Designer für die Entwicklung des Designs.

          Abgesehen von Bluebrixx mit den brauen Schachteln und den PDF Anleitungen konnte ich keine großen Unterschiede bezüglich Qualität der Verpackung und Anleitungen feststellen. Das es die Kosten bei Bluebrixx spürbar senkt, kann man an den Preisen für Neuschwanstein im brauen Karton und dem mit schöner Verpackung und gedruckter Anleitung sehen.

          Die neueren Legoanleitungen bei 42112 und 42082 kamen bei mir ramponiert an. Bei den Alternativen hatte ich das noch nicht.
          Die Technikanleitungen sind von der Art näher an der Anleitung des 8868 als an neueren Anleitungen.

          Beim Wiederverkauf sind einzelne Sets wie die Bismarck von Cobi oder der Lego Unimog relativ teuer. Viele andere gibt es nachgeworfen. Da ist die Marke Lego kein Alleinstellungsmerkmal.

          Jeder Hersteller hat eine andere Kostenstruktur und eine andere Marktposition… Aus gutem Grund ist das nur schlecht von außen einsehbar.

          Zugegeben, der Vergleich des Preis pro Stein ist nicht wirklich gut.
          Bluebrixx ist mit kleinen Teilen ziemlich überladen/Detailverliebt, Cobi hat viele eher größere Teile, die anderen sind irgendwo dazwischen.

    • Man kann zwar die Preise der Steine vergleichen, aber ob das fair ist?

      Jeder Hersteller hat unterschiedliche Kosten, abhängig davon, ob und wie viele Designer man beschäftigt, Lizenzen erwirbt, die Qualität gleichmäßig hochhält, etc.

      Ein reiner Preisvergleich auf Steineebene ist mMn wenig aussagekräftig.

    • Cobi zieht aktuell wohl sehr an bei den Preisen (was ein gewisser Held übrigens auch jetzt jeweils erwähnt und moniert!)

      Bei Lego, Da ist dann auch die Frage Listenpreis oder vom Einzelhandel reduzierter Marktpreis?

  73. Sehr gute Analyse, von der sich andere, die sich zu dem Thema äußern, eine große Schreibe abschneiden können (Henry nehme ich hier explizit aus!)

    Wie bei allen anderen fehlt mir aber dennoch ein wichtiger Aspekt, der für mich mit einer gewissen „deutschen Arroganz“ zu tun hat: Viele meinen, dass unsere Sichtweise auf Recht und Gesetz sowie unsere moralischen Vorstellungen überall in der Welt zu gelten haben. Und diese wenden wir auch auf China an.

    China hat in den letzten Jahren, was Schutzrechte angeht, massiv aufgeholt – natürlich steckt da auch Kalkül hinter, denn sonst würden manche Unternehmen nicht in China fertigen. Aber dennoch unterscheidet sich das teilweise deutlich von unseren Gesetzen. Das 3D-Markenrecht gibt es, soweit ich weiß, eben nur in Europa und in Nordamerika. Kleine Sache nebenbei: Die hier oft angesprochene Friends-Figur besitzt in den USA z.B. keinen 3D-Markenschutz, vielleicht wegen Polly Pocket?

    Die Klemmbausteinhersteller in China fertigen aktuell vor allem für den eigenen, aber auch für den russischen und indischen Markt. Europa und damit auch Deutschland ist dort nicht mehr als eine Randnotiz. Da es dort solche Schutzrechte nicht gibt, kann die Lego-Figur im Grunde auch „kopiert“ werden. Das mag mancher verwerflich finden, ist rechtlich aber nicht zu beanstanden. Gleiches gilt für die „Anlehnung“ an manche Sets.

    Dass das in Deutschland Probleme geben kann, ist eine andere Sache. Nur: Es sind ja nicht die Hersteller, die jetzt nach Deutschland kommen. Das wäre dann der Fall, wenn diese eine eigene Distribution aufbauen würden. Aber selbst mit Generalimporteuren sind diese davon weit entfernt. Und so ist das Problem der Minifiguren das Problem der Importeure, die haben dafür zu sorgen, dass das, was diese importieren, auch rechtlich einwandfrei ist. Daher frage ich mich, warum das aber immer wieder den Herstellern vorgeworfen wird. Diese besitzen doch keinen Einfluss darauf, wer in China einkauft und wo die Ware dann hingeht. In China scheint das vorgehen eben rechtlich in Ordnung zu sein.

    Der Aspekt sollte bei solchen Analysen meiner Meinung nach mehr mit einbezogen werden.

    Wenn das, was ich geschrieben habe, natürlich nicht stimmt, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil…;-)

    Zu der Aktion und dem Geschmäckle: Dieses „Geschmäckle“ ist meiner Meinung nach dann aber ein Problem der Leute. Wie ihr auch geschrieben habt, hat Thorsten von vorneherein klar offengelegt, was mit dieser Aktion primär bezweckt werden soll: Lego über die Spenden zu zeigen, dass man mit ihrem Vorgehen nicht einverstanden ist. Davon Sets für Kinderheime zu kaufen, ist der sekundäre Zweck, das andere steht weiter im Vordergrund. Das wurde, wie gesagt, von Anfang an so kommuniziert. Da kann es kein „Geschmäckle“ geben – das wäre dann der Fall gewesen, wenn Thorsten eben die Kinderheime als primären Grund genannt und das andere einfach verschwiegen hätte. Jeder wusste aber was Sache ist und wusste ebenso, worauf er sich einlässt. Er hätte das Geld auch sammeln können, um die rechtliche Auseinandersetzung damit zu finanzieren – aber dann hätten sicherlich genauso viele Bereicherung vorgeworfen.

    • Ich stimme dir im großen und ganzen zu, aber es ist ja nun nicht so, dass die Sets hier zufällig in Europa landen, sondern die Hersteller versuchen ja mit dem anpassen der Figuren in Europa verkaufbar zu werden. D.h. die Hersteller wollen und versuchen das selbst, das sind nicht irgendwelche Händler die zufällig Zeug nach Europa bringen.

    • Frederic, Du hast Recht mit Deinen Punkten. In China dürfen die Hersteller sich an Legovorlagen anlehnen bzw. Steine kopieren, weil und soweit sie dort nicht geschützt sind. Bei den Lepin-Kopie-Sets in China war die Begründung, soweit ich mich erinnere auch das Urheberrecht: zu starke Ähnlichkeiten im Design der Verpackung und die Anleitungen.

      Das rechtliche Problem entsteht „erst“ mit der gewerbsmässigen Einführung nach Deutschland und ist damit vor allem ein Thema für Importeure und Händler und „nur“ indirekt eines für die Hersteller. Den Markt in Europa scheinen die chinesischen Hersteller erst jetzt langsam wirklich bzw praktsich zu entdecken. Das sollte dann in der Folge auch Auswirkungen auf Sets haben, dürfte aber etwas Zeit brauchen.

    • Warum dann überhaupt die Verquickung der „Protestspende“ (was an sich schon ein seltsames Amalgam ist) mit den „armen Heimkindern“? Das ist doch gerade das Fragwürdige daran. Darf man sich, mit anderen Worten, dieser Kinder bedienen, um eine solche Aktion aufzubrezeln (und womöglich zusätzliche Anreize für Spender zu schaffen), die zunächst einmal destruktiven Charakters ist und bei der neben dem „Denkzettel an Lego“ eigennützige Zwecke (Publicity, Imagezuwachs, Stärkung der eigenen Position und der Wirtschaftsmacht des Vertragspartners, um nur einige zu nennen) im Vordergrund stehen?
      Wo ist Dr. Dr. Rainer Erlinger, wenn man ihn braucht?

    • Die 3D-Markengeschichte ist sicher etwas lokales und durchaus umstritten. Man kann aber auch nicht alles mit „kulturellen Unterschieden“ wegdiskutieren. Zu sagen, die haben in China „ein anderes Urheberrecht“ ist für mich schon ein ziemlicher Euphemismus wenn es ums kopieren von Eigenentwicklungen oder klauen von MOC-Designs geht. Und kopieren wäre „eine Form der Ehrerbietung“ finde ich in diesen Fällen schlicht dreist als Austede.

  74. Hallo Jens, hallo Lukas,

    erstmal Danke für die Mühe und den aus meiner Sicht gelungen Blick auf die Sache. Einen Punkt muss ich aber definitiv anmerken, da ich zum einen 1000%ig anderer Meinung bin und diese Einstellungzum anderen bedauerlich und teilweise gefährlich finde. (Das ist ausdrücklich KEINE Kritik an einem der Autoren, sondern ein Hinweis oder ein Wachrütteln für diejenigen, die dieselbe Auffassung teilen.)

    Es geht um folgenden Abschnitt:

    „Doch auch hier muss man sich fragen: Gibt es irgendein Unternehmen der Größe von LEGO, das nicht so handeln würde? Wer gibt schließlich gerne Marktmacht und damit Umsatz und Gewinn an Konkurrenten ab? Warum sich der Konkurrenz im „fairen Wettkampf“ stellen, so lange man noch andere Optionen ausschöpfen kann? Das Ganze ist wohl in der Wirtschaft leider ein ganz normaler Vorgang. […] Dass LEGO die vorhandenen Möglichkeiten ausnutzt, mag unsympathisch oder unfair wirken, ist andererseits aus einer rein wirtschaftlichen Sicht absolut verständlich.“

    Dass man einen Zustand hinnimmt mit der Begründung „das machen andere ja auch“ ist eine Kapitulation vor der Sache an sich. Das was LEGO hier macht ist eben NICHT in Ordnung. Womöglich legal, aber nicht legitim. Sie gehen zur Durchsetzung ihrer monetären Interessen über Leichen und nehmen eine Zerstörung eines kleinen Unternehmens billigend in Kauf.

    Ich nenne hierzu mal zwei weitere Beispiele: Ein etwas abgeschwächtes, da hiermit eigentlich niemand zu Schaden kommt:
    LEGO setzt den Kunden über Jahre hinweg extrem hohe Preise vor die Nase, sodass dies irgendwann einfach als normal angesehen wird. Konditionierung nennt man das dann wohl.
    Etwas krasser wäre dieses Beispiel: Trump erzählt der Welt permanent dieselben Lügen bis diese irgendwann von Teilen der Bevölkerung akzeptiert oder sogar geglaubt werden.

    Was ich damit sagen will: Die Billigung solch eines Verhaltens wie es LEGO nun an den Tag legt, mit dem lapidaren Verweis auf gängige Praxis, öffnet weiteren Eskalationsstufen Tür und Tor. Nur weil etwas immer wieder wiederholt wird, ist es eben NICHT automatisch auch in Ordnung. Das sollte und darf man nicht einfach als gängige Geschäftspraxis von großen Konzernen hinnehmen. Sondern man muss hier frühzeitig einen Riegel vorschieben und LEGO klar machen, dass es so nicht geht.

    Wie man das als Einzelperson machen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich wäre allerdings nicht ganz so verwirrt gewesen, wenn dieser Abschnitt einfach nicht im Artikel gelandet wäre.

    Und für die Leute, die mir gleich irgendwelche Dinge unterstellen möchten: Ich verkaufe selbst LEGO und nur LEGO. Bin also daran interessiert, dass es der Marke gut geht und die Leute diese Produkte kaufen möchten. Dennoch muss ein kritischer Blick immer erlaubt sein und man muss Kritik auch äußern dürfen.

    LEGO hat hier aus meiner Sicht eine rote Linie überschritten, aus zweierlei Gesichtspunkten. Zum einen eben, weil sie bei ihrem Kampf gegen chinesische Hersteller bereit sind, ein kleines Unternehmen zu opfern. Mit allem was da dran hängt. Zum anderen durch die Maßnahme an sich. Es ist ein großer Unterschied, ob man gegen ein Vergehen klagt oder ob man präventiv auf Verdacht jemanden „verurteilt“. Nichts anderes ist hier geschehen. Hier wird der Händler quasi aus dem Verkehr gezogen, sein Ruf beschädigt und ihm finanzieller Schaden bereitet, BEVOR ihm ein Vergehen nachgewiesen werden konnte. (Zum Glück, und dafür kann LEGO nichts, scheint Thorsten finanzielle Hilfe von Qman zu erhalten. Hoffentlich war das nicht nur ein loses Versprechen…)

    • Das ist genau meine Meinung! Bisherige Abmahnungen habe ich für mich immer noch als völlig rechtens abgehakt, aber gerade diese aus meiner Sicht unsauberen Geschäftspraktiken, während eines Gerichtsprozesses dem anderen sozusagen seine Existenz zu sperren, finde ich sehr fragwürdig. Ich finde es aber super @stonewars, dass ihr auch diese Seite beleuchtet und so umfangreich recherchiert habt.

    • Danke für Deine sachliche Kritik! 🙂 Ich verstehe Deine Sichtweise und teile sie moralisch sogar. Es ging uns hier um zweierlei: Zum einen, darauf hinzuweisen, dass in der Diskussion an LEGO oft andere moralische Maßstäbe angelegt werden als an andere Unternehmen, was wir als ungerecht empfinden. Zum anderen, dass „moralische“ Argumente eben leider(!) nicht wirklich zählen, solange sich alles im rechtlichen Rahmen bewegt, bzw. dass LEGO im Grunde der falsche Adressat für die Wut ist – richtiger wäre es, sauer auf den Gesetzgeber zu sein, der solche rechtlichen Spielchen zulässt.

      • Sehe ich ebenso. Also dass es am Ende ein Problem der Gesetzgebung ist. Die dann aber halt von LEGOs Anwälten ausgereizt wird. Was man in diesem Fall nicht hätte machen müssen und eine Lösung auf anderer Ebene finden könnte. Das wäre mein Vorwurf an LEGO. Und sie hätten sich einen anderen Gegner suchen müssen. (moralisch gesehen). Siehe nächster Absatz:
        Zu Philipp, unter Jens‘ Kommentar: Aus meiner Sicht hätte eben genau eins stattfinden müssen: LEGO vs. Qman. Und nicht LEGO vs. Johnnys World. Ich denke, LEGO hat sich Thorsten genommen, in der Hoffnung, dass er dabei den Bach runter geht und man hätte den Generalimporteur damit aus dem Weg geräumt. (Das ist nun nur eine Vermutung und muss nicht der Wahrheit entsprechen). Sie wählten quasi auf Kosten eines kleinen Unternehmens, den Weg des geringsten Widerstands mit der Hoffnung auf maximalen Erfolg.
        Ich bin wirklich gespannt, was mit den Containern der Spendenaktion passiert. Also so richtig gespannt 🙂

        • Auch wenn mir die Variante „LEGO vs. Qman“ besser gefallen würde dürfte es schwierig für LEGO sein sich Qman „vorzunehmen“, weil Qman auf dem europäischen Markt, in dem der 3D-Designschutz für die Minifigur besteht ja gar nicht als Importeur oder Inverkehrbringer auftritt. Hätte Qman selbst eine Niederlassung in DE oder der EU und würde selbst die Sets importieren, dann hätte LEGO eben Qman gewählt.

          Zudem lässt sich aus den veröffentlichten Dokumenten folgendes Zitat entnehmen (Brief von LEGO / deren Anwälten an Steingemachtes):
          „Der Vollständigkeit halber weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass wir auf Bitte Ihrer Mandantin mit Ihrem Kollegen [Name geschwärzt] als Vertreter des Herstellers der „Q-Man“-Produkte in Kontakt getreten sind. Trotz mehrfacher Aufforderung von seiten unserer Mandantin (Anm.: LEGO) ist bei uns bisher kein konkreter Einigungsvorschlag des Herstellers bezüglich der auch hier gegenständlichen „Q-Man“ Figuren eingegangen“

          • Ich meinte mit „LEGO vs. Qman“, dass LEGO es gerichtlich ja durch prügeln kann, dass eine gewisse Figur von Qman überprüft wird, ob sie gegen irgendein Recht verstößt. Dafür muss man nicht mit Qman in Kontakt treten. Und dass Qman womöglich Anfragen unbeantwortet lässt, was LEGO selbst ja auch macht, bedeutet ja noch nichts.
            LEGO geht aber eben diesen Weg nicht, auch weil sie so womöglich vor Gericht verlieren würden. Sondern sie wählen eben einen anderen, aus meiner Sicht mindestens verwerflichen Weg.
            Davon abgesehen: Meine Kernaussage sollte ja sein, dass man nicht alles hinnimmt, nur weil etwas gängige Praxis von Großkonzernen und deren Rechtsabteilung ist. Und das bloße Hinnehmen schon einer Art Kapitulation vor dem System darstellt. Und dass dieser kleine Ausschnitt aus dem sonst durchaus kritischen Artikel eben diesen Eindruck vermittelt, als sei dieses Verhalten dann ok.

        • Den Generalimporteur hat halt auch den größten „Erziehungseffekt“ – damit droht man auch gewisserweise denjenigen für andere Hersteller bzw. schreckt einige ab, sich diesbezüglich zu versuchen

        • Das ist natürlich richtig. Quasi KingKong vs. Godzilla 😉
          Die Frage ist nur, ob das denn wirklich möglich wäre, da ja Qman „nur“ einen Vertriebspartner beliefert und hier selbst nicht aktiv zu sein scheint (alles mit sehr viel Unwissenheit bzgl. Jura und globaler Ökonomie meinerseits formuliert). Von daher bleibt doch nur noch die Firma, die aktiv die zu beanstandende Ware ins Land geholt hat, oder? Wenn eine Firma in einem Land etwas legal fertigt und ich es hier einführe (auch noch um es weiter zu vertreiben), und diese Waren hierzulande gegen geltendes Recht verstoßen, werde doch ich dafür belangt und nicht der Hersteller, oder? (Ich weiß das wirklich nicht. Vielleicht gibt es ja auch eine Vereinbarung, dass Hersteller genau prüfen müssen, wohin sie exportieren – so wie bei Waffen. Aber das weiß ich nicht)
          Und da Frage ich mich, ob es dem Importeur wirklich unklar war, welches Risiko eingegangen wird und ob es den Konzern in Asien wirklich überrascht, wenn der ein oder andere Versuch hierzulande Fuß zu Fassen scheitern könnte?

    • Guter Einwand, doch frage ich mich, wer hier bereit ist, wen zu „opfern“? In meinen Augen ist das hier nicht der Konflikt: Weltkonzern gegen kleinen Spielzeugladen, dem es nur um glückliche Kinder geht.
      Klar steht jetzt für uns der Händler im Fokus. Da dieser aber ganz klar an die asiatische Firma geknüpft ist, ist es doch eher die, die über ihn stellvertretend auszuloten versucht, was mittlerweile geht und was nicht. So jedenfalls mein Eindruck

  75. Mit Moral muss mir bei dem Thema keiner kommen. Hersteller wie Qman sind deshalb so groß geworden weil sie Lego kopiert haben. Ob erlaubt oder nicht ist da erstmal egal. Jetzt wollen diese Marken auf den europäischen Markt vordringen und Lego versucht mit allen Mitteln das zu verhindern. Der Punkt ist für mich nachvollziehbar.

    Die Spendenaktion von Thorsten finde ich persönlich ziemlich perfide.
    Thorsten nimmt bewusst unter dem Deckmatel der Wohltätigkeit in kauf, dass Spendengelder im warsten Sinne des Wortes verbrannt werden.
    Wie ihr richtig geschrieben habt, bleibt Lego ja nix anderes übrig um sich nicht rechtlich zu schwächen. Das weiß Thorsten.
    Das heißt, die Menschen die da Geld spenden möchten was gutes tun. Sie werden aber nur in einem Kleinkrieg mit Lego missbraucht. Wenn wirklich die Sets vernichtet werden, dann haben die Kinder nix davon und der Spender ist sein Geld los.

    Den Umwelt- Punkt lassen wir dabei mal außen vor.

    • Die Vernichtung der Sets würde aber wohl auch an Thorsten nicht ohne gravierenden Imageschaden vorbeigehen – ich hoffe deshalb wirklich, dass beide Seiten irgendeine praktikable Lösung finden, sonst gibt es am Ende nur Verlierer.

    • „Ob erlaubt oder nicht ist da erstmal egal.“

      Nein, das ist es eben nicht. In China ist es erlaubt. Damit ist es dort, am Kernmarkt von Qman, auch rechtens. Was Du jetzt machst ist genau das, was ich oben angemerkt habe: Du stülpst Deinen moralischen Kompass anderen Ländenr über. Das funktioniert nicht.

      • Lies doch mal den Zusammenhang.
        Sie sind groß geworden weil sie Lego kopiert haben. Ob das nun erlaubt ist oder nicht ist in so fern egal, weil man sowas moralisch nicht macht.

        Lego geht jetzt mit aller macht gegen diese Hersteller vor. Ob das moralisch auch gut ist, muss jeder selber wissen. Rechtlich ist es erlaubt.

        • Auch die heilige Kuh mit Namen Disney bedient sich seit bald 100 Jahren im großen Stil an rechtlich freien Märchen, Volkserzählungen und Kindergeschichten, deren Kopiererei sie sich richtig dick vergolden lassen – u.a. von LEGO, unwidersprochen : D Ich staune immer wieder, dass das niemandem aufzustoßen scheint (außer mir) bezüglich des Tenors gegen alternative Klemmbausteinhersteller (rechtlich ok., moralisch doof).

      • Selbstverständlich können sie in China machen, was sie wollen (bzw. was dort eben Gesetz ist). Und sobald sich die Sache auf deutschen Boden bewegt, gilt ebwnso selbstverständlich deutsches Recht. Ist doch völlig klar.

  76. Wenn man Lego nicht kennen würde, und ein Set für Kinder aus Klemmbausteinen entwerfen will, wird immer sowas ähnliches rauskommen. Das liegt in der Natur der Sache. Es sei denn, man nimmt Formteile. Aber auch die Themen sind nun mal typisch für Kinder.
    Ich hoffe, das erkennen Gerichte an.
    Dann wird auch Lego sich wieder anstrengen, sie werden wieder besser und bringen tolle tolle Sets raus. Ich bin immer bereit, einen Lego Bonus zu zahlen, wen die Sets toll sind. Wir können alle nur davon profitieren, wenn die Gerichte das zugunsten der Alternativen Recht sprechen. Denn die Klemmbausteine andere Hersteller wird Lego nicht mehr von Markt bekommen.

    • Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass sie schlechter geworden sind. Wenn ich das heutige Lego mit dem aus meiner Kindheit vergleiche, dann ist das aktuelle Lego so viel interessanter, komplexer und detailreicher, und so viel hübscher in vielen Fällen, als alles, was ich früher hatte. Klar gefällt mir auch vieles nicht, aber das war in meiner Kindheit auch so.
      Teurer ist eine andere Sache (obwohl das inflationsbereinigt auch fragwürdig ist), aber besser ganz sicher nicht. Es sei denn, man ist so konservativ, dass man schon die Einführung neuer Ideen als Niedergang empfindet, selbst wenn man selbst immer noch genügend gute Sets hat, die man kaufen würde (wenn man das Geld hätte).

      • Die Frage ist welchen Zeitraum Kim mit wieder besser bezeichnet, ich bin da etwas beim Helden um 2010 rum war die blühte Zeit und viele der neuen Ideen gerade in Mikrokosmos Smartphone sind ein Rückschritt.
        Vidiyoo (schreibweise ähnlich) ist der größte Rotz.
        Hidden Sight gefällt mir als Spielidee für meine Kids nicht.
        Die Fernbedingung der Technik per Handy, ist grenzwertig die Gelenke in Position ziehen finde ich klasse Funktion und geht sicher kaum anders.
        Bei dem Fahrzeugen, habe ich angst das ich die in 5 Jahren nicht mehr nutzen kann und ich kann jetzt noch 30 Jahre technik Sets nutzen und ich finde auch dass das System eins ist das Problemlos und gut altert … Per Smartphone bezweifel ist das, da gibt es recht schnell neue Standards die gepflegt werden müssen und vielleicht auch kein Bluetooth mehr in 30 Jahren.

  77. Ein dickes Danke an euch für diesen detaillierten, umfangreichern Artikel. Das ist noch Journalismus, der bemüht ist, nüchtern über ein Thema zu berichten bzw. aufzuklären. Daher kann das Lob hier gar nicht groß genug sein. Auch für die massive Arbeit, die dahinter steckt.

    Gerade in einer Zeit, wo so viele Krawallmacher, Entertainer und Brandstifter herumspuken. Daher geht auch ein Dank an Henry für sein sachlich, nüchternes Video. Und damit haben wir hier zwei der wenigen bekannteren LEGO-Helden, die durchweg versuchen ohne Hetze, Wut und Diffamierungen über Themen in der LEGO-Welt zu berichten. Danke <3

    Am Ende des Tages sollen die Geschichte hier die Anwälte und Gerichte klären. Wir alle, egal ob AFOL oder AFOB sollten zusammenhalten! Wir, die Menschen, die einfach nur auf Steine zum Zusammenbauen stehen, egal von welchem Hersteller. Peace!

  78. Ich möchte mich an dieser Stelle beim gesamten Stonewars Team bedanken.
    Diese Artikel zeigt mal wieder warum ihr für mich mit Abstand der Beste Lego Blog seit.
    Er ist hervorragen und mit sehr viel Verstand geschrieben.
    Wo bekomme ich sonst noch so einen guten Journalismus komplett kostenlos und Werbefrei.
    Lasst euch von den Anfeindungen nicht Unterkriegen und macht bitte weiter wie bisher.
    Lasst euch die Beleidigungen und Drohungen nicht gefallen.
    Das Video von Timo & Nando zu diesem Thema finde ich großartig.