Imperial Star Destroyer MOC mit 15.000 Steinen: Der obere Aufbau

Nach der Fertigstellung der oberen Verkleidung wird nun der obere Aufbau des Sternzerstörers gebaut. In diesem gibt es auch noch einen kleinen Konferenzraum, der an eine sehr coole Filmszene erinnert.

Bisherige Artikel

Damit ihr nicht den Überblick verliert, hier eine kurze Übersicht über die bisherigen Artikel der Serie:

  1. Die Steine: Beschaffung und Organisation
  2. Baubericht: Bau des Rahmens
  3. Baubericht: Das Interieur
  4. Baubericht: Bau der unteren Verkleidung
  5. Baubericht: Bau des Antriebs
  6. Baubericht: Obere Verkleidung
  7. Baubericht: Oberer Aufbau

Einleitung

Der letzte Bericht liegt nun schon gut zwei Wochen zurück. Dies liegt zum einen an der geschäftigen Weihnachtszeit, die sicher auch der ein oder andere von euch beruflich wie privat zu spüren bekommt, sondern auch an einer kleinen Durststrecke im Baufortschritt. Langsam fällt es auf, wenn ich mich bei den Steinen verzählt habe und dann doch an der ein oder anderen Stelle mal ein Stein fehlt. Bis jetzt konnte ich zum Glück aber immer schnell Ersatz in meinem Fundus finden. Den eigentlichen Bau aber immer wieder durch Suchaktionen zu unterbrechen ging etwas auf Kosten des Spaßes.

Jetzt kann ich mit Freude verkünden, dass ich auch diesen Abschnitt meistern konnte und der Sternzerstörer bis auf die Brücke komplett ist. Heute zeige ich euch den Aufbau des sehr detailreich gestalteten oberen Aufbaus, in den sicher mehrere tausend Steine verbaut wurden.

Bau der oberen Struktur

Grundrahmen

Da sich die gesamte obere Struktur später einfach vom Sternzerstörer abnehmen lässt, wird diese als separates Modul gebaut. Dazu wird zunächst ein Grundrahmen gebaut. Der Bau startet wie immer erstmal mit kleineren Fortschritten. Ich muss aber sagen, dass die Seitenwände enorm detailreich gestaltet sind. Es kommen etliche Teile zum Einsatz, um hier wieder mal einen grandiosen Look zu erzeugen.

 

Erste Bauschritte für den oberen Aufbau

Nachdem auch die andere Seite verziert ist, wird der Rahmen auch vorne verbunden.

In diesen Grundrahmen wird später der Konferenzraum eingebaut

Am Heck wird der Rahmen noch einmal verbreitert, denn auch in der Filmvorlage verjüngt sich der Aufbau von hinten nach vorne in drei Schritten. Die Ähnlichkeit mit dem Filmmodell ist stets gegeben.

Der Aufbau verjüngt sich wie in der Filmvorlage in drei Stufen

Als nächstes wird das Heck mit ausreichen Details versorgt. Drei einzelne Elemente werden zusammengesetzt und dann an das Heck montiert.

Verkleidungselemente am Heck

Und auch zu diesem frühen Stadium des Aufbau muss ich wieder begeistert den Hut ziehen. Die Heckansicht sieht spitze aus!

Heckansicht des Grundrahmens: einfach nur eine fette Optik

Da die Höhe des Aufbaus bis jetzt noch recht überschaubar ist, geht es weiter in die Höhe. Das Grundelement wird dazu wieder aus Technic-Bricks gebaut.

Aufbau für den Aufbau: Es geht weiter in die Höhe

Ein paar hundert Steine später ist die linke Seite mit vielen Details und einer Abdeckung versehen. Hier werden Fliesen in der Größe 6 x 6 verbaut. Leider sind diese von der Optik im Vergleich mit den anderen Fliesen leicht unterschiedlich. Während alle normalen Fliesen eine sehr glatte und spiegelnde Oberfläche haben, sind die großen Fliesen matt. Für die Optik ist das aber nicht weiter schlimm, da der Unterschied nur bei sehr genauer Betrachtung auffällt.

Mit Details und einer Abdeckung sieht das doch direkt viel besser aus

Für die rechte Seite müssen alle Elemente noch einmal gebaut werden. Zusätzlich wird vorne auch ein Verbindungselement angebaut.

Die einzelnen Elemente zur Verkleidung der rechten Seite

Nach dem Zusammenbau aller Teile ist auch der Aufbau für den Grundrahmen fertig.

Heckansicht des fertigen Elements

Nun kann Aufbau mit dem Grundrahmen verbunden werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Alle wichtigen Details des Filmmodells sind aufgegriffen worden. Durch die Vielzahl der verbauten Steine ist der Aufbau auch schon recht schwer geworden. Da die Stabilität auch hier hervorragend ist, kann man ihn aber problemlos transportieren.

Der massive Aufbau sieht nicht nur sehr gut aus sondern wiegt auch einiges

Ich konnte es auch nicht lassen und habe den Aufbau schon einmal auf dem Rumpf montiert. Dieser wird nicht fest verbunden, sondern einfach auf das Schiff gelegt. Nach ein wenig Probieren sitzt das Teil gewohnt passgenau auf dem Rumpf. Ich würde auf so eine Konstruktion auch in 100 Jahren nicht kommen.

Konferenzraum

Den Innenraum hatten wir doch schon fertig gebaut, oder? Aber ähnlich wie in einer amerikanischen Dauerwerbesendung erklärt uns der vollkommen überdrehte Moderator „But wait, there is more!“. Heute gibt es aber kein sechs-teiliges Quirlset für euren Küchenfix 5000, sondern einen Konferenzraum für den Sternzerstörer. Insgesamt ist Platz für sechs Leute, die um einen runden Tisch platziert werden. Im Hintergrund kommt auch noch ein Aufkleber des UCS Death Star Stickersheets zum Einsatz, welcher hier ein Fenster in den Weltraum suggeriert.

Konferenzraum im Sternzerstörer: Filmkennern ist der Runde Tisch gut bekannt

Beim ein oder anderen Fan klingeln schon alle Alarmglocken: Mensch, dass ist der doch der Konferenzraum aus dem Todesstern! Und ich muss zugeben, dass die Details eindeutig dafür sprechen. Hier hat Darth Vader Admiral Motti im Force Choke gehalten, währen er den legendären Satz „I find your lack of faith disturbing.“ gesagt hat. Als Gimmick im Sternenszerstörer, der sicher auch über Konferenzräume dieser Art verfügt haben muss, ist das klasse.

Das Bild im Konferenzraum kann auch getauscht werden. Auf der Rückseite ist ein Sticker angebracht, der ebenfalls aus dem UCS Death Star ist. Dieser zeigt dann Anflug des Todesstern auf die Rebellenbasis. Passt nicht wirklich zum Sternzerstörer, aber die Idee ist gut.

Das Bild im Konferenzraum kann getauscht werden

Der Konferenzraum wird dann in den Aufbau eingebaut und bekommt an der Rückseite noch zwei Zylinderelemente spendiert.

Einbau des Konferenzraums in den Aufbau

Obere Abdeckung

Damit wir beim Meeting nicht nass werden, muss noch ein Dach gebaut werden. Dieses wird wieder aus zwei Elementen zusammengesetzt. Über Gelenke kann die Neigung des Dachs realisiert werden. Durch die Plate modified mit door rail ist kaum ein Spalt zwischen den beiden Elementen, was natürlich eine besser Optik bringt.

Aufbau der Verkleidung aus zwei Paneelen

Damit der Winkel des Dachs nicht irgendwie hingefummelt werden muss, gibt es von unten eine weitere Verbindung. Das garantiert eine einfache Montage des Dachs auf den Konferenzraum.

Die Neigung wird nicht dem Zufall überlassen: Zwei Elemente sorgen für den richtigen Winkel

Vorne wird das Dach noch etwas verlängert, um das Dach zu vervollständigen.

Vordere Verlängerung der Abdeckung

Das Dach wird nicht fest mit dem Aufbau verbunden, sondern lässt sich einfach auf- und absetzen. Dadurch ist der Konferenzraum mit einem Handgriff zu erreichen. Beim Aufsetzen des Dachs hatte ich zunächst einige Probleme. Obwohl das Dach meiner Meinung nach gut saß, gab es einen hässlichen Spalt in dem sogar Noppen zu erkennen waren. Ein erster kurzer Check der Anleitung zeigte mir, dass ich alles richtig zusammengebaut hatte. Und da saß ich dann in meinem kleinen Zimmer und war das erste mal unzufrieden mit dem Modell. Spalt mit Noppen, Hilfe!

Und irgendwie erfasste mich eine innere Unruhe, denn das konnte doch bei einem ansonsten so perfekten Modell nicht sein. Also wieder in die Anleitung geschaut und nochmal alle Schritte gecheckt. Und siehe da: natürlich hatte ich mich verbaut. Nach knapp 20 Minuten hatte ich den Fehler entdeck, zwei kleine Steine zu viel entfernt und das Dach saß perfekt auf dem Aufbau. Also wieder alles super (hier dürft ihr gerne das Theme des LEGO-Movies summen)!

Vordere Abdeckung

Zwischen dem Aufbau und der oberen Verkleidung klafft noch ein kleines Loch. Hier wird noch ein separates Modul gebaut, um dieses Loch zu füllen. Das Dach ist auch wieder einfach nur aufgesetzt, sitzt aber im montierten Zustand bombenfest. Die Strebe vorne passt sehr gut zur Filmvorlage.

Die Abdeckung vor dem Aufbau verschließt das letzte Loch über dem Hangar

Schwierigkeit des Aufbaus und Qualität der Anleitung

Von der Qualität der Anleitung war dieser Abschnitt bis jetzt der schlechteste. Das heißt aber nicht, dass die Anleitung schlecht war oder Fehler hatte. Mir hätte oft eine andere Ansicht der Teile beim Zusammenbau geholfen. So musste ich immer wieder in die PDF zoomen, um die Details beim Zusammenbau zu erkennen. Aber nichts was einen am Zusammenbau hindert. Ich hatte schon mal mit dem Ersteller der Anleitung (legolijntje) geschrieben und er sagte auch, dass er es an der ein oder anderen Stelle noch besser hätte machen können. Aber ich denke bei 15.300 Steinen ist man auch einfach mal froh, wenn man alles beisammen hat.

Der Zusammenbau der einzelnen Elemente war recht einfach. Einzig die vielen Details sind sehr anstrengend zu bauen. Da werden pro Bauschritt immer mehr als zehn Teile verbaut und man muss höllisch aufpassen wo man die Elemente platziert. Das Zusammensetzen der Elemente war dann immer etwas schwieriger. Ich musste immer erst mal ein Gefühl dafür bekommen, wie jetzt die Elemente auf den Rahmen gesetzt werden. Nach ein paar mal an- und abbauen des Aufbaus hatte ich aber den Dreh raus und ich bekomme jetzt recht fix alles ab und dann auch wieder draufgesetzt. Alle Elemente sind übrigens wieder sehr stabil und auch die ganzen Details fallen nicht einfach ab. Das hilft auch weniger Geschickten Menschen wie mir beim Zusammenbau.

Fazit Abschnitt 6

Durststrecke überwunden? Aber sicher! Trotz der Schwierigkeiten beim Aufbau und der enormen Anzahl an kleinen Teilen beim Aufbau, überzeugt das Ergebnis. Ich muss zugeben, dass ich dann doch noch mal Fotos vom Filmmodell googlen musste, denn manche Details waren mir gar nicht mehr so präsent. Aber natürlich ist einfach an alles gedacht worden. Jetzt trennen mich nur noch zwei Abschnitte von der Fertigstellung und ich bin bis in die Fingerspitzen motiviert schnell fertig zu werden.

Zum Abschluss gibt es wieder ein paar Bilder. Mangels Sonne (in Aachen ist es leider sehr düster geworden) und aufgrund des mittlerweile recht hohen Gewichts, habe ich den Sternzerstörer nicht ins Wohnzimmer transportieren können, um Fotos zu machen. Ich hoffe ihr könnt euch aber auch auf diesen Fotos einen guten Eindruck vom Aufbau machen.

Close Up des Aufbaus: Bei den ganzen Details bleibt kein Auge trocken
Auch wenn am Heck noch ein Loch für die Brücke klafft: Die Heckansicht überzeugt
Gesamtansicht nach Bauabschnitt 7: Nur noch die Brücke fehlt

Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen! Falls ihr Fragen oder Anmerkungen habt, gerne in die Kommentare damit! Bis zum nächsten Bericht (oder Review)!

Über Max 23 Artikel
Seit dem Kauf des UCS Executor in 2013 begeisterter LEGO Star Wars Fan und Sammler. Man munkelt, dass er mittlerweile ein ganzes Zimmer voller LEGO hat. Im normalen Leben als studierte Maschinenbauingenieur in der Forschung tätig. Auf StoneWars verfasst er gelegentlich Gastbeiträge rund um die Themen BrickLink und MOCs.

3 Kommentare

  1. Hallo Max,

    ich hatte mich schon gewundert, ob du womöglich aufgegeben hast… Aber das Warten hat sich gelohnt: wie immer ein sehr schöner Bericht. Das Modell ist einfach genial und extrem detailiert. Das kommt auf den guten Fotos auch prima raus (trotz Regen?). So freue ich mich schon auf den Bericht vom nächsten Bauabschnitt (Brücke?).

    Malte

  2. Hey,

    an Aufgeben ist nicht zu denken 😉 Vielen Dank für dein positives Feedback. Als nächstes kommt die Brücke. Leider fehlen mir aktuell noch ein paar Steine (habe wohl eine rechts-links-Schwäche) und ich warte noch auf die entsprechenden BrickLink-Bestellungen. Vor Weihnachten wird aber auch noch ein Bericht mit dem fertigen ISD kommen!

    Schöne Grüße,
    Max

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