LEGO ändert Preise in ganz Europa: Unsere umfangreiche Analyse

LEGO Preis Aenderung Harmonisierung Westeuropa Analyse Titelbild

Wie sich im letzten Jahr bereits abzeichnete, hat LEGO pünktlich zum Jahreswechsel eine Vielzahl von Preisanpassungen vorgenommen – nach eigener Aussage unter anderem, um die Preisstruktur in Westeuropa zu harmonisieren. Wir haben für euch die Preise des gesamten Euroraums für über 400 Produkte unter die Lupe genommen, um dies zu überprüfen.

Zunächst ein kurzer Rückblick. Früher kam es bei LEGO häufiger zu Preisänderungen für bestehende Produkte, doch in den vergangenen Jahren blieben die UVPs, also die unverbindlichen Preisempfehlungen seitens LEGO, nach Markteinführung üblicherweise bis zum Lebensende eines Sets gleich. Im September 2021 erhielten wir allerdings eine Liste von 27 Sets, deren UVPs, nach denen sich z.B. die Preise im LEGO Onlineshop richten, 2022 in Deutschland steigen sollten. Auf unsere Nachfrage hin bestätigte LEGO dieses Vorgehen indirekt (und war dabei intern offenbar nicht allzu gut abgestimmt), indem man uns mitteilte, man plane Schritte, um die UVPs in Westeuropa „konsistenter“ zu gestalten. Bei einer „kleinen Auswahl“ von Sets würden die Preise hierdurch teilweise steigen, teilweise aber auch fallen, abhängig von Set und Land. Was LEGO unter Westeuropa versteht, darüber schwieg die Presseabteilung sich leider aus.

Im November sickerten schließlich weitere Informationen durch. Neben den mindestens 27 nicht-exklusiven Sets aus dem September würden auch für mindestens 12 (teil-)exklusive Sets die deutschen UVPs angehoben werden. Erneut waren für Deutschland keine Preissenkungen zu verzeichnen, doch das Statement von LEGO konnte ja auch bedeuten, dass die Preise in anderen Ländern gesenkt werden würden, die Stand 2021 teils wesentlich höhere UVPs hatten als hierzulande. Irritierend war dabei nur, dass die deutschen UVPs mancher Sets über den bisherigen Maximalpreis im Euroraum angehoben werden sollten, was eher den Eindruck einer Preiserhöhung als einer Angleichung erweckte.

Nun liegen uns die konkreten Daten für alle Länder des Euroraums vor, außer für Malta und Zypern, da diese keinen LEGO Onlineshop haben. Wir haben die Preise für 438 Produkte, darunter primär Sets, aber z.B. auch Powered Up-Komponenten, sowohl 2021 als auch Anfang 2022 gesichert und eine umfangreiche Auswertung durchgeführt, ob und wie sich diese verändert haben – mit erstaunlichen Ergebnissen!

Aus Gründen der Transparenz stellen wir euch diesen Datensatz als aufbereitete Excel-Datei zum Download zur Verfügung, damit ihr unsere Berechnungen nachvollziehen und ggf. eigene Auswertungen anstellen könnt.

Preisanpassungen im gesamten Euroraum

Euroraum

Stand 2021 glich die Preisgestaltung von LEGO in Europa einem Flickenteppich. Sogar zwischen Nachbarländern, etwa Deutschland und Luxemburg, bestanden oft gravierende Preisunterschiede für die gleichen LEGO Produkte. Deutschland und Österreich bewegten sich hierbei fast immer am unteren Ende des Preisspektrums, Länder wie Finnland und Griechenland hingegen meist am oberen Ende, wobei es in Extremfällen Unterschiede von 25 Prozent und mehr gab. Dieses Ungleichgewicht führte mutmaßlich dazu, dass manche Händler ihre Ware über Quellen aus Nachbarländern bezogen, was für LEGO einen genauen Überblick über Größe und Performance der einzelnen Märkte erschwerte. Eine Angleichung der Preise würde diesem Effekt entgegenwirken und LEGO mehr Kontrolle zurückgegeben, und auch intern würde bei LEGO die Buchhaltung natürlich wesentlich einfacher, wenn die Produkte überall gleich viel kosten würden. Außerdem tragen unterschiedliche Euro-Preise auch immer wieder zur Verwirrung der Kunden im Euroraum bei.

Die Gründe für den Wunsch nach einer Preisangleichung wären also nachvollziehbar, doch hat diese auch tatsächlich stattgefunden und wenn ja, auf welchem Niveau? Wir haben zunächst für den gesamten Euroraum ausgewertet, wie viele Produkte aus unserer Stichprobe jeweils teurer (+) bzw. günstiger () wurden. Außerdem haben wir den Mittelwert aller Preisänderungen berechnet (Mittl. Änd.) sowie die prozentuale preisliche Auswirkung auf das Gesamtsortiment, also unter Berücksichtigung aller Produkte, deren Preis unverändert geblieben ist (Änd. Ges.). Besonders interessant war allerdings der Vergleich der Gesamtsortiments-Preise (Sortiment 2021 & 2022). Hier haben wir für beide Jahre berechnet, was die in allen europäischen Shops gelisteten Produkte im jeweiligen Land in Summe gekostet hätten.

Land+-Mittl. Änd.Änd. Ges.Sortiment 2021Sortiment 2022
Belgien21124-7,2 %-1,6 %34030,86 €33446,85 €
Deutschland410+11,3 %+1,3 %32956,85 €33394,85 €
Estland29105-3 %-0,2 %35627,76 €35540,85 €
Finnland52+1,5 %+0,2 %37514,46 €37574,46 €
Frankreich2767-2,1 %-0,4 %33561,85 €33411,85 €
Griechenland123+4,7 %+0,3 %35828,85 €35937,85 €
Irland4037+1,5 %+0,6 %33215,57 €33429,25 €
Italien2938+0,8 %+0,6 %33262,35 €33450,85 €
Lettland29106-3 %-0,2 %35632,76 €35545,85 €
Litauen29105-3 %-0,2 %35632,76 €35545,85 €
Luxemburg1994-6,8 %-1,2 %33892,86 €33446,85 €
Niederlande18124-7,8 %-1,8 %34102,86 €33451,85 €
Österreich410+11,3 %+1,3 %32961,85 €33399,85 €
Portugal23100-5,1 %-1,4 %33944,86 €33464,85 €
Slowakei30231-2,9 %-0,6 %33296,35 €33071,25 €
Slowenien1230-5,5 %-0,4 %34724,85 €34591,83 €
Spanien23100-5 %-1,4 %33934,82 €33456,81 €

Auf den ersten Blick zeigt sich, dass es Länder wie z.B. Deutschland und Österreich gibt, wo Preise ausschließlich erhöht wurden, aber auch Länder, wo Preise vor allem gesenkt wurden. Die mittlere Änderung fällt dabei hierzulande mit über +11 % besonders groß aus – das heißt, wenn ein Produkt teurer wurde, so wurde es deutlich teurer. Es gibt aber auch Länder, wo wesentlich mehr Produkte um einen ähnlich hohen Anteil im Preis gesenkt wurden (etwa Belgien: 124 Produkte um durchschnittlich -10,4 %), allerdings gleichzeitig einige andere Produkte verteuert wurden (wodurch sich z.B. in Belgien insgesamt eine mittlere Änderung von -7,2 % ergibt).

Da unsere Stichprobe insgesamt 438 verschiedene Produkte umfasste, ist aber auch klar, dass in jedem Land die meisten UVPs gleich blieben, weshalb die prozentuale Auswirkung der Änderungen auf das Gesamtsortiment, also auf die Summe aller Preise, sich jeweils im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegt – mal positiv, mal negativ. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Blick auf die Gesamtsumme der überall gelisteten Produkte unserer Stichprobe im jeweiligen Land, die wir in der Tabelle als „Sortiment 2021“ bzw. „Sortiment 2022“ bezeichnet haben. Dieser Gesamtbetrag sinkt in insgesamt elf der betrachteten Länder, steigt hingegen aber nur in sechs Ländern.

Preisanpassungen 2022 Anzahl Mittlere Preisänderung 2

Preisanpassungen 2022 Änderungen Stichprobe Gesamt

Besonders lohnenswert ist auch ein Blick nicht nur auf die Änderung, sondern auf die Endbeträge dieser Gesamtsummen je Land, die ihr oben in der Tabelle findet. Hier zeigt sich nämlich, dass gerade die Länder, die wir im letzten Artikel als „Westeuropa“ im Sinne von LEGO definiert hatten, deutlich näher zusammenrücken und nun fast identische Werte aufweisen, während im Vorjahr noch größere Unterschiede bestanden. Das werden wir uns im folgenden Abschnitt genauer ansehen, denn es zeichnet sich offenbar tatsächlich eine Harmonisierung der Preise ab.

Einen detaillierten Einblick, welche Preise genau sich in welchem Land geändert haben, erhaltet ihr in unserem umfangreichen Excel-Dokument, dessen Darstellung leider den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

Detailauswertung für Westeuropa

Westeuropa Euro

Die grobe Auswertung für dem gesamten Euroraum zeigt bereits, dass viel Bewegung in die Preisstruktur bei LEGO gekommen ist und dass – entgegen unserer Erwartung – insgesamt gesehen die UVPs sogar offenbar leicht gesunken sind, was der allgemeinen Entwicklung am Markt entgegensteht. Auch direkte Konkurrenten von LEGO, etwa Cobi, kündigten kürzlich Preiserhöhungen an. Insofern ist die neue Preisgestaltung bei LEGO, auch wenn wir in Deutschland leider in diesem Fall auf der Verliererseite stehen, für Gesamt-Europa gesehen ebenso überraschend wie erfreulich.

Zwar bleiben gerade die bisherigen Hochpreisländer wie Griechenland und – ganz extrem – Finnland nach wie vor die preislichen Spitzenreiter und mussten sogar noch einige weitere Verteuerungen hinnehmen. Allerdings bezog sich die Aussage im Statement von LEGO hinsichtlich der Preisangleichung ja auch nicht auf ganz, sondern eben nur auf Westeuropa. Wie sich dort die Preise entwickelt haben, haben wir uns natürlich noch einmal im Detail angesehen, auch um zu prüfen, ob sich insgesamt tatsächlich von einer tendenziellen Preissenkung sprechen lässt.

Leider lässt LEGO sich, wie schon erwähnt, nicht in die Karten schauen, was man dort im Sinne des Vertriebs unter „Westeuropa“ versteht – wir mussten deshalb Annahmen treffen. Hierbei haben wir die gleichen Länder wie beim Vergleich im letzten Artikel berücksichtigt, also Belgien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Da der D-A-CH-Verband von LEGO oft als gemeinsame Einheit betrachtet wird, haben wir Österreich mit aufgenommen, die Schweiz aber aufgrund der Fremdwährung außen vor gelassen (siehe Abschnitt Länder mit Fremdwährungen).

Für diese Länder haben wir die Preise jedes einzelnen Produkts verglichen, was Erstaunliches zu Tage förderte: Tatsächlich sind seit dem Jahreswechsel für fast alle Produkte die Preise in allen betrachteten Ländern identisch! Während im Jahr 2021 nur 209 der 438 Produkte aus unserer Stichprobe überall in Westeuropa gleich viel kosteten, haben nun 420 von 438 Produkten überall denselben Preis.

Preisanpassungen 2022 Vergleich 2021 Vs 2022 2
Anzahl Produkte mit einheitlicher UVP vs. Anzahl mit unterschiedlichen UVPs in Stichprobe Euroraum West. Hinweis: Eine frühere Version dieser Grafik enthielt links einen Zahlenfehler, wodurch der graue Anteil zu groß war.

LEGO hat also tatsächlich wie angekündigt die Preise für diesen Teil des europäischen Marktes angeglichen und es gibt derzeit nur noch 18 Produkte (aus unserer umfangreichen Stichprobe), bei denen sich die Preise im Euroraum West unterscheiden. Diese Produkte wollen wir mittels der folgenden Tabelle einmal näher analysieren. Am auffälligsten sind hierbei die beiden ersten Sets, nämlich zwei Classic Steineboxen. Hier wurden die Preise angepasst, denn sowohl der Mittelwert als auch die Standardabweichung (ein statistisches Maß für die Streuung um den Mittelwert) sind gesunken, die Preise sind also „näher zusammengerückt“. Allerdings hat LEGO aus unerfindlichen Gründen darauf verzichtet, gerade für diese beiden Sets die Preise zu vereinheitlichen.

Setnr.NameThemaPreis DEPreis Mittel 2021Preis Mittel 2022StAbw. 2021StAbw. 2022
11717Extragroße Steinebox mit BauplattenClassic69,99 €71,99 €70,49 €2,45 €1,50 €
11011LEGO Bausteine- Spaß mit TierenClassic59,99 €63,49 €60,49 €2,29 €1,50 €
42083Bugatti ChironTechnic369,99 €392,99 €392,99 €18,47 €18,47 €
41395FreundschaftsbusFriends69,99 €70,49 €70,49 €1,50 €1,50 €
76385Hogwarts Moment: ZauberkunstunterrichtHarry Potter29,99 €31,49 €31,49 €2,29 €2,29 €
21158Der Panda-KindergartenMinecraft19,99 €22,29 €22,29 €2,37 €2,37 €
30464El Fuegos Stunt-KanoneHidden Side3,99 €3,93 €3,93 €0,17 €0,17 €
45026RöhrenEducation147,99 €149,88 €149,88 €2,33 €2,33 €
45028Meine riesige WeltEducation258,99 €263,32 €263,32 €3,97 €3,97 €
45345LEGO Education SPIKE Essential-SetEducation302,99 €308,99 €308,99 €3,29 €3,29 €
45400LEGO Education BricQ Motion Prime-SetEducation118,99 €119,74 €119,74 €1,79 €1,79 €
45401LEGO Education BricQ Motion Essential-SetEducation118,99 €119,74 €119,74 €1,79 €1,79 €
45609Kleiner LEGO Technic HubEducation208,99 €212,99 €212,99 €2,14 €2,14 €
45678LEGO Education SPIKE Prime-SetEducation396,99 €403,32 €403,32 €6,06 €6,06 €
45507EV3 BerührungssensorMINDSTORMS19,99 €18,79 €18,79 €2,40 €2,40 €
45514EV3 Kabel-PaketMINDSTORMS15,99 €15,40 €15,40 €2,22 €2,22 €
2000409Window Exploration BagSERIOUS PLAY359,99 €360,59 €360,59 €1,79 €1,79 €
2000414Starter SetSERIOUS PLAY24,99 €26,63 €26,63 €0,83 €0,83 €

Bei den folgenden vier Sets aus den Reihen Technic, Friends, Harry Potter und Minecraft lässt sich dies hingegen leicht erklären: Es handelt sich gerade um jene Sets, deren Laufzeit LEGO im letzten Moment verlängerte, weshalb sie wohl nicht in der Neukalkulation des Preisgefüges berücksichtigt wurden, die zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgt war. Daher wurden die Preise hier auch überhaupt nicht angepasst. Das LEGO Friends Set 41393 Die große Backshow wurde zwar ebenfalls verlängert, wies aber bereits 2021 überall denselben Preis auf und taucht deshalb nicht in der Tabelle auf. Spannend ist, ob LEGO die Preise der vier Sets im Nachgang noch angleichen wird.

Bei den verbleibenden Produkten handelt es sich um ein Hidden Side Polybag, einige alte Mindstorms-Komponenten sowie diverse Produkte aus dem Serious Play- sowie dem Education-Bereich. Während letztere höchstwahrscheinlich bewusst bei der Preisangleichung ausgeklammert wurden, wurden die Mindstorms-Komponenten und das Polybag vielleicht schlicht vergessen.

Höhere, niedrigere oder gemittelte Preise?

Eine Preisangleichung kann prinzipiell auf drei Arten erfolgen: Die Preise können so angepasst werden, dass sie im Mittel gleich bleiben, steigen, oder sinken. Zwar zeichnete sich bei der bisherigen Auswertung bereits eine Tendenz zur Preisreduktion ab, doch besser lässt sich dies bewerten, wenn man für jedes einzelne Produkt noch zusätzlich vergleicht, wie sich die neue UVP gegenüber dem Mittelwert der europäischen UVPs für dieses Produkt aus dem Vorjahr verhält. Auch dies haben wir ausgewertet und dabei herausgefunden, dass bei 171 Produkten die neue UVP gegenüber dem mittleren Preis aus 2021 gesunken, bei nur 42 Produkten hingegen gestiegen ist.

Dies bestätigt, dass in der Gesamtbetrachtung mehr UVPs günstiger als teurer wurden, allerdings haben wir noch keinen Anhaltspunkt, welche Art von Sets die jeweilige Änderung betraf. Als nächstes haben wir deshalb alle im Mittel gestiegenen und gesunkenen UVPs in Westeuropa nach Preisbereichen gruppiert und dann die Anzahl ermittelt. In den folgenden Diagrammen wurden alle Sets mit einer (neuen) UVP bis maximal 20,- Euro im ersten Balken, mit einer UVP zwischen 20,- und 40,- Euro im zweiten Balken usw. zusammengefasst. Beginnen wir mit einem Blick auf diejenigen Sets, die im Schnitt günstiger geworden sind:

Preisanpassungen 2022 Gesenkter Mittelwert Euro West
Anzahl Sets pro Preisbereich (20- Euro-Schritte). Gezeigt werden die Sets, deren UVP 2022 niedriger liegt als die mittlere UVP im Euroraum West 2021

Hier zeigt sich, dass von den Preissenkungen vor allem Produkte bis 100,- Euro UVP betroffen waren, wobei der Schwerpunkt ganz klar zwischen 20,- und 60,- Euro lag. Einige wenige Ausreißer gab es allerdings auch in wesentlich höhere Preisbereiche. Der Mittelwert der neuen UVPs beträgt inkl. der drei Ausreißer 70,04 Euro, ohne diese 62,89 Euro. Die durchschnittliche Senkung lag bei -3,7 % des alten Mittelwerts bei einer Standardabweichung (also einer statistischen, mittleren Streuung um diesen Durchschnitt) von 1,85 %.

Zusammenfassend wurden also vor allem Sets im niedrigen bis mittleren Preisbereich gesenkt, wobei die typische Senkung sich im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegte. Schauen wir uns nun im Vergleich diejenigen Sets an, die im Schnitt teurer wurden.

Preisanpassungen 2022 Erhöhter Mittelwert Euro West
Anzahl Sets pro Preisbereich (20- Euro-Schritte). Gezeigt werden die Sets, deren UVP 2022 höher liegt als die mittlere UVP im Euroraum West 2021

Bei den Sets, die tendenziell einer Preiserhöhung unterlagen, fällt zweierlei sofort auf: Der Schwerpunkt lag hier in einem höheren Preisbereich rund um 100,- Euro, es gibt allerdings zwei weitere kleine Peaks unter 20,- und zwischen 240,- und 260,- Euro. Der Mittelwert der neuen UVPs beträgt inkl. des Ausreißers 118,94 Euro, ohne diesen 112,09 Euro. Die durchschnittliche Steigerung der alten, mittlere UVP lag bei +5,93 % bei einer Standardabweichung von 4,82 %. Das bedeutet, dass hier die Werte sehr viel stärker verteilt waren als bei den Preissenkungen, so gab es etwa elf Sets, die im Mittel um über 10 % teurer wurden, aber auch neun Sets. wo die durchschnittliche Teuerung 2 % oder weniger betrug.

Aufgrund der wesentlich geringeren Anzahl verteuerter als vergünstigter Sets (42 Sets gegenüber 171) ist das zweite Diagramm zwar etwas weniger aussagekräftig, aber es lässt sich dennoch eindeutig die Tendenz ablesen, dass vor allem Sets teurer wurden, die sich vorher ohnehin schon in höheren Preissegmenten bei LEGO bewegt hatten. Auch fielen die Preisänderungen hier tendenziell prozentual höher aus.

Preisentwicklung pro Themenwelt

Nachdem wir nun ein Gefühl dafür entwickelt haben, wo die preislichen Schwerpunkte der Änderungen lagen, kommen wir zum nächsten Punkt der Auswertung: den inhaltlichen Schwerpunkten, also den Themenwelten. Hier interessierte uns, ob es bestimmte Reihen gab, die besonders (oder gar ausschließlich) von Verteuerungen oder Vergünstigungen betroffen waren, ob LEGO also entschieden hatte, die Preisrelation der verschiedenen Themenwelten untereinander zu verschieben.

Auch hierzu haben wir ein Diagramm angefertigt, das für alle betroffenen Reihen die Anzahl der im Mittel vergünstigten (Grau) mit der Anzahl der im Mittel verteuerten Sets (Rot) gegenüberstellt. Erfreulicherweise gab es keine einzige Themenwelt, deren geänderte UVPs ausschließlich über, dafür aber gleich 13, deren neue UVPs ausschließlich unter dem bisherigen mittleren Preis angesetzt wurden.

Preisanpassungen 2022 Änderung Nach Themenwelt
Gegenüberstellung der Anzahl der Sets, die in einer bestimmten Themenwelt eine Preissteigerung bzw. eine Preissenkung erfahren haben. Grundlage: Vergleich UVP 2022 mit mittlerer UVP des Euroraumes West 2021

Zumeist wurden in den Themenwelten wesentlich mehr Sets im westeuropäischen Mittel vergünstigt als verteuert. Die einzige Ausnahme bildet die Creator Expert-Reihe, wo sich die Anzahl der Preiserhöhungen und -senkungen die Waage hält. Auch bei der LEGO Technic-Reihe wurde nur ein Set mehr vergünstigt als verteuert. Bei diesen beiden Themenwelten wollen wir uns deshalb auch noch die konkreten Preisänderungen ansehen. Beginnen wir mit den Creator Expert Sets:

Setnr.NameMittel 2021UVP 2022Diff. €Diff. %
10270Buchhandlung159,99 €179,99 €+20,- €+12,5 %
10273Geisterhaus auf dem Jahrmarkt229,99 €249,99 €+20,- €+8,7 %
10272Old Trafford- Manchester United269,99 €279,99 €+10,- €+3,7 %
10266NASA Apollo 11 Mondlandefähre96,49 €99,99 €+3,50 €+3,6 %
10255Stadtleben251,99 €259,99 €+8,- €+3,2 %
10265Ford Mustang136,99 €139,99 €+3,- €+2,2 %
10290Pickup128,99 €129,99 €+1,- €+0,8 %
10295Porsche 911138,99 €139,99 €+1,- €+0,7 %
10274Ghostbusters ECTO-1199,99 €199,99 €0,- €0 %
10278Polizeistation179,99 €179,99 €0,- €0 %
10283NASA-Spaceshuttle Discovery179,99 €179,99 €0,- €0 %
10284Camp Nou Stadion329,99 €329,99 €0,- €0 %
10294LEGO Titanic629,99 €629,99 €0,- €0 %
10276Kolosseum499,99 €499,99 €0,- €0 %
10271Fiat 50082,49 €79,99 €-2,50 €-3 %
10282adidas Originals Superstar92,99 €89,99 €-3,- €-3,2 %
10292Friends Apartments154,99 €149,99 €-5,- €-3,2 %
10289Paradiesvogelblume104,99 €99,99 €-5,- €-4,8 %
10291Queer Eye - Das Loft der Fab 5104,99 €99,99 €-5,- €-4,8 %
10280Blumenstrauß53,29 €49,99 €-3,30 €-6,2 %
10281Bonsai Baum53,29 €49,99 €-3,30 €-6,2 %
10293Besuch des Weihnachtsmanns95,99 €89,99 €-6,- €-6,3 %

Hier wurden acht Sets im Mittel verteuert, acht vergünstigt und sechs Sets aus unserer Stichprobe blieben konstant. Die Preiserhöhungen sind prozentual breiter gestreut als die -senkungen. Wer alle betrachteten Produkte kauft, muss 2022 im Vergleich zur Summe der mittleren UVPs 2021 zwar etwa 33,40 Euro mehr bezahlen, dies entspricht aber nur einer mittleren Verteuerung von 0,8% – im Großen und Ganzen bleibt die Creator Expert-Reihe also preislich in Westeuropa auf dem Vorjahresniveau.

Verhält es sich bei LEGO Technic ebenso? Dazu werfen wir ebenfalls einen Blick auf die konkreten Preisänderungen in unserer Stichprobe:

Setnr.NameMittel 2021UVP 2022Diff. €Diff. %
42110Land Rover Defender179,99 €199,99 €+20,- €+11,1 %
42128Schwerlast-Abschleppwagen152,99 €169,99 €+17,- €+11,1 %
42115Lamborghini Sián FKP 37379,99 €399,99 €+20,- €+5,3 %
42096Porsche 911 RSR153,49 €159,99 €+6,50 €+4,2 %
42114Knickgelenkter Volvo-Dumper (6x6)249,99 €259,99 €+10,- €+4 %
42083Bugatti Chiron392,99 €392,99 €0,- €0 %
42107Ducati Panigale V4 R59,99 €59,99 €0,- €0 %
42116Kompaktlader9,99 €9,99 €0,- €0 %
42117Rennflugzeug9,99 €9,99 €0,- €0 %
42118Monster Jam Grave Digger19,99 €19,99 €0,- €0 %
42119Monster Jam Max-D19,99 €19,99 €0,- €0 %
42124Geländewagen129,99 €129,99 €0,- €0 %
42125Ferrari 488 GTE AF Corse #51179,99 €179,99 €0,- €0 %
421294x4 Mercedes-Benz Zetros Offroad-Truck299,99 €299,99 €0,- €0 %
42131Appgesteuerter Cat D11 Bulldozer449,99 €449,99 €0,- €0 %
42126Ford F-150 Raptor144,99 €139,99 €-5,- €-3,4 %
42122Jeep Wrangler51,79 €49,99 €-1,80 €-3,5 %
42123McLaren Senna GTR51,79 €49,99 €-1,80 €-3,5 %
42121Hydraulikbagger41,49 €39,99 €-1,50 €-3,6 %
42111Dom's Dodge Charger104,49 €99,99 €-4,50 €-4,3 %
42120Luftkissenboot für Rettungseinsätze31,49 €29,99 €-1,50 €-4,8 %

Dort ergibt sich auf den ersten Blick ein sehr ähnliches Bild, allerdings fällt auf, dass die Preissteigerungen (5 Sets) prozentual deutlich höher angesetzt sind als die Senkungen (6 Sets). Insgesamt muss ein Technic-Sammler, der alle Sets der Stichprobe kaufen möchte, im Jahr 2022 ca. 57,40 Euro mehr bezahlen als im Vergleich zur Summe der mittleren UVPs des Vorjahres. Dies entspricht einer mittleren Verteuerung von 1,8% – die LEGO Technic-Reihe wird also tatsächlich im westeuropäischen Durchschnitt etwas teurer.

Bestehendes Sortiment vs. Neuheiten

Alle obigen Auswertungen bezogen sich auf das bestehende Sortiment, also auf Sets und sonstige Produkte, die seit mindestens letztem Jahr bei LEGO erhältlich sind. Wenn aber in Westeuropa schon für diese Produkte die Preise in allen Ländern angeglichen wurden, so wäre es zu erwarten, dass auch die LEGO 2022 Neuheiten gleich von Beginn an in all diesen Märkten zur gleichen UVP angeboten werden.

Wir haben deshalb unseren Datenabruf auch für die Neuheiten durchgeführt, was diese Vermutung bestätigt: Sämtliche LEGO 2022 Neuheiten aus dem Januar haben in allen Ländern des Euroraums West die gleiche UVP (also in Belgien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien). Dies erklärt wohl auch, warum manche neuen Produkte bestimmter Reihen von vielen LEGO Fans als ungewöhnlich teuer empfunden wurden, denn auch hier greift wieder die Tatsache, dass Deutschland im europäischen Vergleich bisher stets zu den günstigsten LEGO Ländern gehörte.

Länder mit Fremdwährungen

Wie euch bestimmt schon aufgefallen ist, haben wir bei unserer Analyse Länder mit Fremdwährungen außen vor gelassen und diese Daten auch nicht abgerufen, da Wechselkurs-Effekte die Auswertung möglichweise verfälscht hätten.

Bei Brickset hat Huw allerdings bereits eine Übersicht der Preisänderungen in Großbritannien gepostet. Zwar moniert sein Artikel, dass eine konsistente Angleichung an die restlichen europäischen Preise nicht erkennbar sei, allerdings liegen dieser Aussage nach unserem Verständnis noch die alten Euro-Preise zugrunde. Vergleicht man mit den neuen UVPs, so ist auch in Großbritannien eine Angleichung erkennbar, denn bei 109 der von uns verglichenen 138 Preisänderungen verringern diese den Unterschied zur neuen Euro-UVP, wohingegen die Differenz nur bei 29 Sets steigt. Identisch sind die neuen UK-Preise zwar nicht, aber der Unterschied zum Euro-Preis liegt bei durchschnittlich gut 4%, wobei es nur wenige Ausreißer gibt.

Konkrete Preisanpassungen in Deutschland

Nach den „globalen“ Auswertungen interessierte uns natürlich besonders, inwieweit unsere Vorhersagen für die konkreten Preisänderungen in Deutschland zugetroffen hatten. Und wie so oft liegen hier Freud und Leid dicht beisammen: Zwar stellten sich alle unsere Informationen sowohl was die nicht-exklusiven als auch was die exklusiven Sets betrifft als korrekt heraus, was uns natürlich freut. Leider bedeutet dies aber auch, dass in Deutschland und Österreich als einzigen Ländern tatsächlich ausschließlich Preissteigerungen, aber keine -senkungen stattgefunden haben.

Insgesamt wurden hierzulande 41 Sets im Preis erhöht, nämlich die 39 bereits von uns prognostizierten sowie zusätzlich der LEGO Technic 42096 Porsche 911 RSR und der LEGO Star Wars 75288 AT-AT. Die zwischenzeitlich kolportierte Preiserhöhung der LEGO Creator 31120 Mittelalterlichen Burg konnten wir anhand unserer Daten zu keinem Zeitpunkt nachvollziehen, und sie ist nun auch nicht eingetreten. Nachfolgend findet ihr noch einmal eine aktualisierte Gesamtübersicht der in Deutschland und Österreich von der Preisanpassung betroffenen Sets, getrennt nach (teil-)exklusiven und regulären Sets.

(Teil-)exklusive Sets

BildSetnr.TitelUVP altUVP neuPlusRelease
LEGO 21056 Taj Mahal21056Taj Mahal99,99 €119,99 €20 %2021, 06
LEGO 75316 Mandalorian Starfighter75316Mandalorian Starfighter59,99 €69,99 €17 %2021, 08
LEGO 21319 Central Perk21319Central Perk69,99 €79,99 €14 %2019, 09
LEGO 75955 Hogwarts Express75955Hogwarts Express79,99 €89,99 €13 %2018, 08
LEGO 10270 Buchhandlung10270Buchhandlung159,99 €179,99 €13 %2020, 01
LEGO 10266 NASA Apollo 11 Mondlandefähre10266NASA Apollo 11 Mondlandefähre89,99 €99,99 €11 %2019, 06
LEGO 10273 Geisterhaus auf dem Jahrmarkt10273Geisterhaus auf dem Jahrmarkt229,99 €249,99 €9 %2020, 06
LEGO 10255 Stadtleben10255Stadtleben239,99 €259,99 €8 %2017, 01
LEGO 10265 Ford Mustang10265Ford Mustang129,99 €139,99 €8 %2019, 03
LEGO 10295 Porsche 91110295Porsche 911129,99 €139,99 €8 %2021, 03
LEGO 71043 Schloss Hogwarts71043Schloss Hogwarts399,99 €419,99 €5 %2018, 09
LEGO 10272 Old Trafford- Manchester United10272Old Trafford- Manchester United269,99 €279,99 €4 %2020, 02

Reguläre Sets

BildSetnr.ThemaTitelUVP altUVP neuTeurer
LEGO 10956 Erlebnispark10956DUPLOErlebnispark99,99 €119,99 €20%
LEGO 31109 Piratenschiff31109Creator 3-in-1Piratenschiff99,99 €119,99 €20%
LEGO 75255 Yoda75255Star WarsYoda99,99 €119,99 €20%
LEGO 60282 Mobile Feuerwehreinsatzzentrale60282CityMobile Feuerwehreinsatzzentrale49,99 €59,99 €20%
LEGO 10952 Scheune, Traktor und Tierpflege10952DUPLOScheune, Traktor und Tierpflege59,99 €69,99 €17%
LEGO 21166 Die verlassene Mine21166MinecraftDie verlassene Mine19,99 €22,99 €15%
LEGO 21167 Der Handelsplatz21167MinecraftDer Handelsplatz19,99 €22,99 €15%
LEGO 76191 Infinity Handschuh76191MarvelInfinity Handschuh69,99 €79,99 €14%
LEGO 42128 Schwerlast-Abschleppwagen42128TechnicSchwerlast-Abschleppwagen149,99 €169,99 €13%
LEGO 42110 Land Rover Defender42110TechnicLand Rover Defender179,99 €199,99 €11%
LEGO 41685 Magische Jahrmarktachterbahn41685FriendsMagische Jahrmarktachterbahn89,99 €99,99 €11%
LEGO 60295 Stuntshow-Arena60295CityStuntshow-Arena89,99 €99,99 €11%
LEGO 75948 Hogwarts Uhrenturm75948Harry PotterHogwarts Uhrenturm89,99 €99,99 €11%
LEGO 10698 LEGO Große Bausteine-Box10698ClassicLEGO Große Bausteine-Box44,99 €49,99 €11%
LEGO 10947 Rennwagen10947DUPLORennwagen44,99 €49,99 €11%
LEGO 11014 Steinebox mit Rädern11014ClassicSteinebox mit Rädern44,99 €49,99 €11%
LEGO 41681 Wohnmobil- und Segelbootausflug41681FriendsWohnmobil- und Segelbootausflug44,99 €49,99 €11%
LEGO 41688 Magischer Wohnwagen41688FriendsMagischer Wohnwagen44,99 €49,99 €11%
LEGO 60205 Schienen60205CitySchienen17,99 €19,99 €11%
LEGO 71755 Tempel des unendlichen Ozeans71755NINJAGOTempel des unendlichen Ozeans99,99 €109,99 €10%
LEGO 10933 Große Baustelle mit Licht und Ton10933DUPLOGroße Baustelle mit Licht und Ton119,99 €129,99 €8%
LEGO 41682 Heartlake City Schule41682FriendsHeartlake City Schule64,99 €69,99 €8%
LEGO 41683 Reiterhof im Wald41683FriendsReiterhof im Wald64,99 €69,99 €8%
LEGO 42096 Technic Porsche 911 RSR42096TechnicPorsche 911 RSR149,99 €159,99 €7%
LEGO 75288 Box75288Star WarsAT-AT149,99 €159,99 €7%
LEGO 43196 Belles Schloss43196DisneyBelles Schloss79,99 €84,99 €6%
LEGO 71739 Ultraschall-Raider71739NINJAGOUltraschall-Raider84,99 €89,99 €6%
LEGO 42115 Lamborghini Sián FKP 3742115TechnicLamborghini Sián FKP 37379,99 €399,99 €5%
LEGO 42114 Knickgelenkter Volvo-Dumper (6x6)42114TechnicKnickgelenkter Volvo-Dumper (6x6)249,99 €259,99 €4%

Auswirkungen auf die Händler

Die betrachteten Preisangleichungen bezogen sich stets auf die UVP, doch was ist mit den Händlerpreisen? Deren Einkaufspreise sind zwar im Großen und Ganzen proportional zur UVP, aber werden nun z.B. in Deutschland auch die Preiserhöhungen an sie weitergegeben? Hierzu haben wir Rücksprache mit einigen deutschen Händlern gehalten, und die kurze Antwort lautet: Ja, das werden sie.

Steigt eine UVP, so steigt der Einkaufspreis proportional mit. Als Kompensation hat LEGO allerdings die Einkaufspreise bei vielen Produkten, deren UVP in Deutschland gleich bleibt, auch leicht gesenkt. Die genauen Zahlen können wir euch aus Vertraulichkeitsgründen natürlich nicht zeigen, aber zusammengefasst lässt sich sagen, dass einige Sets auch im Einkauf wesentlich teurer, dafür aber viele Sets ein wenig günstiger werden. Insgesamt steigen die Einkaufspreise der Händler analog zu den deutschen Endkundenpreisen leicht an.

Fazit

Zugegeben: Wir waren skeptisch. Nachdem für den deutschen Markt im vergangenen Jahr ausschließlich Preiserhöhungen durchgesickert waren und diese teils deutlich über dem europäischen Mittel, teils sogar über dem bisherigen Maximalpreis lagen, befürchteten wir statt der von LEGO versprochenen Preisangleichung eine effektive Preiserhöhung in ganz Europa. Umso mehr freut es uns nun, sagen zu können: Diese Sorge war unbegründet.

Leider ist es zwar tatsächlich so, dass die deutschen und österreichischen Kunden zukünftig etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, denn hier kam es ausschließlich zu Preiserhöhungen. In Anbetracht der in diesen Ländern besonders starken Rabattierung der meisten Sets im Einzelhandel sollte das allerdings zu verschmerzen sein, wenngleich die betroffenen Sets natürlich unbestritten dadurch noch etwas mehr zum Luxusartikel werden. Allerdings ist dies alles, gemessen an den Preisen, die unsere europäischen Nachbarn schon seit Jahren zahlen mussten, noch Jammern auf hohem Niveau, und für genau diese Länder ist es umso erfreulicher, dass LEGO tatsächlich viele Sets im Preis gesenkt hat.

LEGO hat also tatsächlich sein mit der zweiten Pressemeldung gegebenes Versprechen eingelöst, dass eine westeuropäische Preisangleichung in beide Richtungen stattfinden würde. Jetzt ahnen wir auch, warum das erste Statement der deutschen Presseabteilung seinerzeit als „nicht korrekt“ von Billund zurückgerufen würde. Dort hatte LEGO nämlich „für den deutschsprachigen Raum“ eine „höhere Preisempfehlung für einige Sets, aber auch eine Senkung für andere Produkte“ zugesichert – was, wie wir nun wissen, nur für andere Länder galt.

Insgesamt können wir auf Basis der von uns analysierten Stichprobe europaweit betrachtet keine effektive Preiserhöhung des Sortiments feststellen, sondern im Gegenteil eine leichte Senkung. Wie sich dies alles auf das Preisgefüge im deutschen Einzelhandel auswirken wird, bleibt abzuwarten – hoffen wir für die Händler, dass in Summe durch die vielen kleinen Einkaufspreis-Reduktionen der anderen Artikel (oft im Cent-Bereich) ein wenig mehr Marge hängenbleiben wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Preiserhöhungen hierzulande – die für sich alleine genommen zwar nachvollziehbar gewesen wären, in Anbetracht der Rekordumsätze von LEGO und einiger Qualitätsthemen aber einen sehr schalen Beigeschmack gehabt hätten – nun etwas leichter zu akzeptieren sind. Zwar freut man sich als Kunde immer über den besten Preis, aber unsere europäischen Nachbarn sollen schließlich auch Freude an den bunten Bausteinen aus Billund haben.

Wie denkt ihr über die Angleichung der europäischen LEGO Preise? Seid ihr auch überrascht, wie konsequent LEGO diese für Westeuropa umgesetzt hat? Habt ihr anhand der Excel-Dateien noch weitere interessante Aspekte herausgefunden? Tauscht euch gerne im Kommentarbereich aus!

Über Jens Herwig 224 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

222 Kommentare

  1. Das könnte eine Bachelor-Arbeit sein. Danke. Bestätigt alle meine Stichproben der letzten Jahre. Und zeigt, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte bevor losgepoltert wird.

    • Ich finde durchaus, dass man sich ärgern darf, wenn die Preise teurer werden. Es ist einem ja nicht damit geholfen, dass die in einem anderem Land nun günstiger werden/würden. Weiterhin denke ich wird der deutsche Markt in Europa eben durchaus der stärkste Markt sein.

      Naja, letztlich ist es einerlei. Man zahlt oder lässt es.

      Ich hoffe jedoch, dass man nach dieser Preisangleichung auch irgendwann den Vertrieb angleicht, sodass diese Exklusivität die manche Sets (Creator Expert aka 18+) innerhalb von Deutschland haben bald auch irgendwann Geschichte ist und eben dadurch auch Rabatte zustande kommen.

      • Letzteres sehe ich leider gar nicht kommen. Auch wenn es partiell wünschenswert wäre. Zumindest für Marken-Botschafter wie JB Spielwaren, Lucky Bricks, Steinelädle und weitere.

        • Den Doktor-Titel ist dieser Artiek auf jeden Fall wert! Wenn ich den nur verleihen könnte😊 Aber mal ernsthaft…manche Kommentare hier kommen mir so fern der Realität in Deutschland vor….muß einer vom Euch das Auto ab und an volltanken? Seine Heizung zahlen? Brot und Nutella einkaufen? Schon mal was von Inflation gehört??? Da sind wohl viele hier etwas Realitäts-fremd….sorry, aber das mußte jetzt raus!

          • Wo ist nun der Punkt?
            Ich darf mich auch über steigende Preise bei Lebensmitteln, Benzin und Wärme ärgern.

            Ich finde es aber irgendwie verwegen anderen sagen zu wollen, dass man deswegen voller Freude nun mehr bezahlen kann.

            Und wie bereits gesagt nur weil die Preise in div kleineren Märkten, die zuvor teurer waren runtergehen interessiert mich als Kunden eigentlich nicht.

      • Natürlich kann man sich ärgern – es ist aber halt schon etwas ein Unterschied, ob man sich über Preiserhöhungen ärgert – oder wie es bei einigen Kommentaren unter dem Ursprünglichen Artikel war, erstmal (teilweise recht unsachlich) Behauptungen aufgestellt wurden, die sich jetzt ja nicht mal annähernd als wahr herausstellen ;).

    • Wow. Das ist wirklich ein sehr umfangreiche und super recherchierte Artikel. Hier zeigt sich mal wieder die besondere Qualität von Stonewars. Damit habt ihr euch von allen anderen deutlich ab.
      Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn Lego alle Preise auf die niedrigsten angepasst hätte… 😬

  2. Bei uns wird eine Schippe draufgelegt, dann kaufe ich halt ein paar Sets weniger.Ich schmeiß LEGO nach all dem der letzten Jahre nicht mehr in den Rachen.

  3. Vielen Dank für MEGA Auswertung und das Gesamtbild.

    Es freut mich natürlich dass insgesamt doch mit Verstand bei Lego gearbeitet wurde (wenn mann alle Sets und alle Länder betrachtet).

    Aaaber, wir sind leider die Deppen, die in DE und AT mehr zahlen müssen.

      • Die Rechnung funktioniert aber nur, wenn du auch das ganze Programm kaufst… und ja, wenn du das kannst, interessieren dich die paar Euro mehr nicht 😉

        Wenn du aber nur vereinzelt Sets kaufen möchtest und genau davon stehen einige nun auf der Liste, wird prozentual mehr als nur 1,3% und schmerzt irgendwann schon.
        Bleibt nur zu hoffen, dass der ein oder andere Händler bei so manchem Set den Rabatt etwas höher ansetzt als bisher und uns somit einen Teil der Erhöhung abnimmt.

    • Dafür waren vorher die anderen die Deppen, ich finde die Harmonisierung nachvollziehbar und in Ordnung.
      Sieh es so, dass wir vorher einfach Glück hatten.

      • Warum waren vorher die anderen die Deppen? Wir leben in der EU und da sollten viele Dinge ein gleiches Preisniveau haben, gerade, wenn wir von Produkten im Export reden, die überall gleich sind. Es ist ein Unding, dass hier DE und AT so erhöht werden.

  4. Wow! Das nenn ich mal gründlich und ausführlich Recherchiert!
    Wirklich beeindruckend zu sehen wie „günstig“ bisher alles bei uns war. Unverständlich, dass da viele sagen Lego wäre so teuer 😉

    Jetzt bleibt halt noch die Frage wie sich die Endkundenpreise bei den nicht exklusiven Sets verhalten werden. Gehen die parallel hoch oder werden einfach die Rabatte größer?
    Bisher hat es sich zumindest was ich so gesehen habe bisher nicht auf den Verkaufspreis ausgewirkt. Abgesehen von den exklusiven Sets natürlich.

  5. Schöne Zusammenfassung, wobei die meiner Meinung für den allgemienen Leser oft schon zu sehr ins Detail geht, bzw. anders Ausgewertet werden müsste. Hier wäre z.B. auch eine Videopräsentation sinnvoll, wo ihr auf der Tonspur vermutlich einiges leichter verständlich hättet veranschaulichen können. Irgendwo ab der Hälfte bin ich dann ausgestiegen und haben nur noch überflogen und bin beim TL;DR gelandet 😉

    So ein Artikel macht aber durchaus Sinn, nur vielleicht zu Beginn als etwas kompaktere Zusammenfassung und dann unten ein Button für ergänzende Informationen?

    Unterm Strich ist es für die Nachbarn natürlich schön, dass Sie jetzt etwas weniger als unheimlich zu viel bezahlen müssen, für mich als deutscher Kunde bleiben aber nur Preiserhöhungen stehen. Und das hauptsächlich bei Sets, die vorher zur UVP schon „schwer“ vermittelbar waren. Der Sian lag ja selbst mit 30% bei den Händlern wie Blei im Regal, da Frage ich mich schon, was die Marktforschung bei Lego macht?

    Ich persönlich werde mich weiterhin am Preis pro Stein grob orientieren und wenn das Set zu teuer ist, wird es halt nicht gekauft. Punkt aus. Irgendwann geben den Händler immer Rabatt und es wird käuflich.

    Zu Weihnachten z.B. den großen Elsa Eispalast für 118€ und das Space Shuttle für knappe 130€ (hier sogar nochmal 25€ als Gutschrift on top, da der Karton kaputt war) bekommen. Man muss nur warten und nicht alles am ersten Tag direkt bei Lego kaufen (wer das bei normalen Sets macht, dem ist eh nicht mehr zu helfen).

    • „Man muss nur warten und nicht alles am ersten Tag direkt bei Lego kaufen (wer das bei normalen Sets macht, dem ist eh nicht mehr zu helfen).“

      Soweit richtig. Leider, für die Händler, die nur noch mit Rabatt verkaufen können und sich somit gegenseitig kaputt machen. Ich fand einige Preise vor dieser Erhöhung schon grenzwertig, und daran ändert das Wissen über die Preise in anderen Ländern der Welt auch nichts. Ebensowenig dürfte es die Käufer in anderen Ländern der Welt interessieren, wie viel mehr oder weniger wir hier in Deutschland für Luxusspielzeug zahlen, weil die so wie wir den Preis vor Ort zu zahlen haben.

  6. Wirklich sehr anschaulich aufbereitet, Hut ab! Ich bin positiv von der Preisanpassung überrascht und finde sie auch in Hinblick auf unsere Nachbarländer, sehr fair gestaltet.

  7. Danke für eure, wieder einmal, ausführliche Arbeit und gründliche Recherche!
    Damit wird ja jetzt auch etwas klarer was da passiert ist und es ist, wie ihr sagt, verschmerzbarer!
    Für mich persönlich habe ich mich, ebenfalls dank eurer Liste im Herbst, während den doppelten Punkten Aktionen mit den Sets eingedeckt die ich wollte und mich von ein paar Wunschsets verabschiedet die ich jetzt auch nicht mehr kaufen möchte nach der Erhöhung.

    Aber ich habe keinen Grund mich zu ärgern, für mich ist das alles ok und ich hoffe euer Bericht sorgt dafür so manche Diskussionen in der Szene sachlich führen zu können!

  8. Fantastisch aufbereitet, Jens! Ich ziehe meinen Hut und finde den Schritt, wie ihn Lego hier vollzogen hat, durchaus gerechtfertigt – auch, weil ich mich eh als eine Art Europäer begreife und es so nur fair finde.
    Die von dir angesprochenen Qualitätsprobleme und der Fakt, dass Lego ein – für Deutsche – nun noch teureres Hobby ist, sind natürlich kritikwürdig. Ich finde es aber gut, dass ihr hier dennoch fair bleibt, weil es eben ein anderes Thema ist. Dem kann man als Kunde eben nur mit Kaufverzicht entgegenwirken.
    Daher für diesen Artikel: Daumen hoch!

    • Ich wünsche es mir so sehr, habe persönlich aber wenig Hoffnung. Differenzierte Betrachtungen aus der Ecke gibt es aus meiner Sicht nicht mehr… Sehr schade!

  9. Schöner Artikel, Top aufbereitet.
    Ein Problem dabei ist die Mehrwertsteuer, welche nicht in jedem europäischen Land gleich hoch ist. Deshalb kommen auch Abweichungen im bereinigten Preis zu Stande. Im Grunde darf nicht von der UVP ausgegangen werden, da kein Unternehmen etwas für die Mehrwertsteuer kann und an seine Kunden auf preist.
    Grüsse

  10. Danke, interessant. Aber ich finde es trotzdem unglaublich für z.B. 60295 (Stunt Arena) einen UVP von 99.99€ zu verlangen. Das ist extrem, vor allem für die Zielgruppe…

    Ich sehe die jetzige Angleichung aber nur als einen ersten Schritt, an jetzt ist es für Lego viel einfacher die Preise anzupassen also nach oben zu schrauben und man sollte davon ausgehen das die Sommerets schon etwas teurer sein werden, wenn passiert die nächste Erhöhung dann zum Jahreswechsel 22/23 statt aber der steigende Mindestlohn und Inflation werden die Sets in Deutschland nochmal etwas teurer machen.

  11. Wie gut, dass gewisse Youtuber das für ihren massiven Hate und Clickbait nutzen konnten, währenddessen es wie bei so Vielem was diese Helden ablassen einfach nur heiße Luft ist.

    • Diesen Youtuber geht es überhaupt nicht darum Hass zu schüren! Nein nein, die berichten ganz sachlich, den Sachlichkeit wird auf Youtube mehr angeschaut als reisserische Titel…

      • Richtig. Reißerische Artikel bzw. Videos laufen einfach besser – am ende geht es da, zumindest bei den meisten um Klicks und Views und am Ende einfach um die eigenen Einnahmen ;). Die, die wirklich ihre Freude am Haten haben sind da glücklicherweise eher in der unterzahl – wenn leider auch Teilweise viewstark…

        Wobei es natürlich auch, und das sollte man nicht unerwähnt lassen, auch Kanäle gibt, die in der Regel sehr Sachlich unterwegs sind und auf reißerische Videos meist verzichten.

      • @Valerio (und @alle, die immerwährend denselben Tenor anstimmen): du kannst gerne das Video vom 02.01.2022 besagten Händlers anschauen. Es steht dir selbstverständlich frei, weiterhin sarkastisch wie bisher durch die YouTuber-/ Influencer-Welt zu laufen 😉

        • Ja, das Video ist gut gemeint und generell zu begrüßen. Aber über seinen Schatten springen, kann er trotzdem nicht. Und damit wäre wohl alles gesagt, was die Netiquette noch erlaubt. 😉

        • Naja, wenn der größte LEGO YouTuber der Welt anprangert, dass deine Fans und Abonnenten deines Kanals bei ihm randalieren, dann ruft man eben auch in Frankfurt mal zur Ruhe auf. Jangbricks hat ja schon länger vom „German Anti-LEGO Mob“ gesprochen. Notwendig wäre so ein Aufruf aber vor allem gewesen, als bei Klemmbausteinlyrik in den Kommentaren die übelsten Beleidigungen zu lesen waren, jeweils nach der Ferrari und Ducati Geschichte. Aber solange es nur der kleine deutsche YouTuber aus Kiel ist, muss man selbst ja nichts befürchten in der eigenen „Kuschelcommunity“, vom großen Kanal will man sich dann aber lieber doch nicht als Brandstifter darstellen lassen

          • Natürlich kommt das Video viele Zeitpunkte zu spät, keine Frage. Aber besser spät als nie. Dennoch bringt es die Community hier nicht weiter, wenn ständig abwertend mit dem Zeigefinger auf den Herren dort drüben gezeigt wird. Ist mindestens genauso wenig wogenglättend wie die dortigen randalierenden Individuen, die alles unreflektiert nachplappern.

          • Da stimme ich Dir voll zu! 🙂 Trotzdem (oder gerade deswegen) bitte ich alle Beteiligten, die Nebendiskussion über Thomas hier zu beenden, siehe Netiquette.

  12. sind die Endkundenpreise gleich, bei unterschiedlicher USt? Erstaunlich, heißt ja die Sets bringen unterschiedliche Profite je nacc USt-Satz.

    • Nur darum geht es, alles andere ist total nix sagend. Man müsste die Netto Preise mal vergleichen können um festzustellen wo es teurer oder billiger ist. Daher wirft diese Preisanpassung nur mehr Fragen auf, aber die Kuh will gemolken werden 😉

      • Es wird sich nur eins ändern.
        Wo man gestern 30% Discount bekommen hat, wird es morgen 40% geben.
        TOP Angebote werden bei 50-60% liegen.

          • Ne, der 40%-Rabatt gewährende Händler geht nicht wirklich pleite – sofern er nicht nur in LEGO sein einziges Standbein setzt. Eine goldene Krösusnase verdient sich am ganzen trotzdem nur LEGO…

  13. Ein großes Kompliment mal wieder für den Recherche- und Aufarbeitungsaufwand bei StoneWars. Das setzt das ganze schon etwas mehr in Relation und lässt auch etwas mehr Vernunft abseits reiner Poriftgier erkennen. Zwar ändert das natürlich nichts am persönlichen Schicksal oder der Tatsache, dass man sich eben wohl die Luxussets für die massivsten Preissteigerungen herauspickt, aber das ist wohl auch eine natürliche Konsequenz. Die fetten Jahre in Deutschland sind dann halt vorbei, schade aber wat soll’s.

    Der einzige persönliche Lichtblick ist dann, dass die 3-in-1 Burg nicht den Weg des Piratenschiffs geht. Porsche, Mustang und Handschuh hab ich schon und die Teile für mein Taj Mahal hab ich auch schon fast fertig gesammelt.

  14. Dieser Artikel zwingt mich förmlich dazu, hier mal etwas loszulassen:

    Es ist zwar kein neues Phänomen, dass Medien schnell drauflos poltern wenn es gerade eine Gelegenheit gibt, aber in der“skandal-geilen“ deutschsprachigen LEGO Szene ist es fast nochmal schlimmer als ohnehin schon. Das meiste stützt sich dabei auf oftmals nicht ganz vollständige Informationen oder Gerüchte, seien es die angeblich verschwindenden Grundplatte oder eben die Preiserhöhungen. Hier bei Euch liest man diese Dinge zwar auch direkt, aber sie werden gleich zu Beginn auch eingeordnet. Anderswo in Blogs und in Videos steht dann nur ein großer Aufreger in der Überschrift, bei dem ein Boulevardblatt aus dem Springer-Verlag neidisch werden könnte. Und sobald dann alle Informationen da sind und sich vieles deutlich abschwächt oder sogar revidiert, liest, sieht und hört man anderswo gar nichts mehr davon.

    Umso mehr Respekt verdient Ihr, dass Ihr das Thema nochmal derart umfangreich analysiert und aufarbeiten, auch wenn die Informationen und die Überschrift sicher nicht so viele Leser und Kommentare bringen wird wie die einfach Meldung, dass einfach alle Preise erhöht werden. In Relation zum Arbeitsaufwand wird es sich sicher nochmal deutlich weniger rentieren.

    Diese Art mit (schlechten) Meldungen umzugehen, sie einzuordnen und das auch nochmal zu tun, wenn man alle nötigen Informationen hat und das Gesamtbild überschauen kann, würde ich mir auch anderswo wünschen, auch abseits von LEGO. Aber wo Klicks und Aufregung die Währung sind, wird das wohl Wunschdenken bleiben…

    Euch noch einmal herzlichen Dank für dieses analytische Meisterwerk in der LEGO Welt, ihr seid fachlich einfach das beste LEGO Medium weltweit!

  15. Vielen vielen Dank diesen Artikel. Einmal mehr setzt Stonewars hier Maßstäbe – auch im internationalen Vergleich, soweit ich das beurteilen kann.

  16. Also war es wirklich viel heiße Luft um nichts.
    Danke aber für Euren Artikel, wie immer eine saubere Arbeit.

    Ich würde aber an Eurer Stelle noch, das eine oder andere, Fett hervorheben, weil viele Leute aus welchen Gründen auch immer einen solchen Artikel nicht komplett lesen, aber trotzdem wie die Großen mitreden.

    Oder eine kurze Zusammenfassung gleich obem 🙂

  17. Heiliger Bimbam, das ist ja ne BWL Bachelor Arbeit geworden.
    Sehr gut, auch wenn mir dazu wirklich die Zeit und das Interesse fehlt das im Detail durchzugehen.
    Mir reicht eigentlich die Aussage, dass es auch in einigen Ländern segnifikant günstiger geworden ist, bzw. die Preise im Euro Raum wirklich vereinheitlicht wurden.
    Ist für den deutschen Kunden halt doof, dass bei uns alles nur teurer wurde.

    • Man kann es sehen wie man mag:

      Entweder haben wir halt jetzt das Pech, dass bei uns alle Preise erhöht wurden.

      Oder wir hatten eben 20 Jahre lang das Glück, dass LEGO bei uns deutlich günstiger war als in allen Nachbarländern.

      • So kann man das natürlich auch sehen, und da ich in den letzten Jahren sehr viel Lego gekauft habe hab ich dann wohl auch sehr davon profitiert.
        Am Ende ist es bei soetwas wie Lego sowieso nicht ganz so wichtig, dass der Preis steigt.
        Wenn Geld über ist und ich etwas haben will, dann wird es gekauft (man schaut natürlich wo man es günstig bekommt).
        Ist jedenfalls etwas anderes als Brot, Butter, Heizkosten, die muss ich zahlen und wenn dort der Preis steigt, dann muss ich es immer noch zahlen.
        Bei Lego wird im schlimmsten Fall ein Set weniger gekauft weil Budget aufgebraucht ist.

  18. Danke für diese aufwendige Anaylse….die dann ja sogar etwas positiver für LEGO EUweit ausfällt, als gedacht…muss ich mal die Preise mit NL und BE vergleichen, ob ich öfters rüber fahre…^^

  19. Für mich als Fazit bleibt: Die Preise wurden teilweise massiv angehoben. Denn was interessiert mich als Kunde in Deutschland, wie das Preisgefüge insgesamt europaweit ist? Ob nun dort die bisher höhere UVP gesenkt wurde und damit das ganze „relativiert“ wird, ist mir ziemlich gleich, ich kaufe schließlich hier ein. Und das ist genau das, was von Anfang an befürchtet wurde.

    • Ja, steht ja auch so in Jens Fazit. Für Deutschland ist das ein schwacher Trost, aber LEGO hat uns (abgesehen von dem ersten, schnell zurückgezogenen Statement) keinen Quatsch erzählt: Es findet wirklich eine „Harmonisierung“ der Preise in Westeuropa statt und eben keine Preiserhöhung.

      • Würde ich anders sehen. Wenn man im stärksten Markt die Preise stark erhöht und in schwächeren Märkten dafür leicht senkt, kann am Ende sehr leicht ein Topf voll Gold rauskommen, der dann unter Gewinnmaximierung abgebucht wird. Aber so ist es natürlich schon recht clever versteckt!

      • Das Lego Marketing hat offensichtlich mit seiner Sprachregel einen guten Job gemacht. Aber was kümmert mich der „schwache Trost“ als Käufer in D, für den es eben keine „Harmonisierung“ ist, sondern eine astreine Preiserhöhung, vor allem im AFOL-relevanten höheren Preissegment?

        • @Christian: LEGO hat gesagt: „Wir machen die Preise in Westeuropa konsistenter“. Exakt genau das ist passiert. Dabei ist es in vielen Ländern billiger geworden, in anderen Ländern teurer. Dass dich das persönlich nicht interessiert, ist ja total in Ordnung, aber es ist ganz klar eine Harmonisierung. Und zwar eine, die sich unterhalb der vorherigen Mitte trifft. Eine Harmonisierung hätte auch auf dem Maximum (oder Minimum, oder eben irgendwo dazwischen) stattfinden können.

          Ich verstehe ja voll, dass das für Käufer in Deutschland nicht so wichtig ist. Aber wir hatten ja nun mal schon zwei Artikel, in denen wir die Preiserhöhungen in DE ausführlich besprochen (und kritisiert) haben. Hier haben wir sie jetzt nochmal ausführlich aufgegriffen. Aber dieser Artikel bezieht sich halt auf den europäischen Markt. Ich weiß also nicht, was du uns mit dem Kommentar mitteilen willst.

          Was die Änderungen im AFOL-relevanten, höheren Preissegment angeht: Ich habe die Preisanpassungen sporadisch mit unseren Affiliate-Statistiken über alle Kanäle hinweg verglichen. Die sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus der Realität, aber vielleicht ein kleines Stück weit repräsentativ für den „deutschen AFOL“. Und da sind eher wenige gut verkaufte Sets unter denen, die teurer werden. Die Topseller bleiben im Preis in DE gleich und sinken im EU-Vergleich sogar.

          • Die Sache mit dem „unter dem Mittel einpendeln“ ist ja auch eher relativ. Wenn DE als Markt deutlich Größer ist, dann sind 100 teurer verkaufte Sets hier in Summe mehr als die 5 billiger verkauften in z.b. NL.

          • Es geht in diesem Artikel aber nicht um den Umsatz von LEGO, sondern um die Preise aus Kundenperspektive.

          • Im Umkehrschluss heißt das doch nur das Lego in diesen Märkten extrem überteuert, und bei uns nur sehr überteuert. Und jetzt trifft man sich in der Mitte. Macht’s irgendwo auch nicht besser.

          • Erst einmal auch von mir ein riesen Lob für diesen Mega-Artikel!!!

            Ich finde aber auch, dass es legitim ist ruhig auch die Frage nach den Auswirkungen auf den Gesamt-Umsatz zu stellen. Sprich, unter Berücksichtigung der hohen Absatzzahlen gerade im deutschen Markt, bedeutet es in dieser Form für LEGO (unter der Annahme, der Absatz bleibt gleich) eine (versteckte) Umsatzsteigerung oder nicht?
            Denn schließlich hätten Sie, um das Ziel „Preisanpassung“ vorzunehmen, den Preis in Deutschland ja auch ein wenig weniger steigen und dafür in den anderen Ländern ein wenig stärker senken können. Somit hängt aus meiner Sicht beides schon zusammen.

          • Ja, natürlich ist die Frage legitim. Genauso ist die Anmerkung der unterschiedlichen Mehrwertsteuer legitim. Das sind aber eben aus meiner Sicht einfach andere Artikel. In diesem hier sollte es ja erstmal darum gehen, dass LEGO eben die Endkundenpreise so angepasst hat, das (West)Europa kein Flickenteppich mehr ist. Man kann da sicherlich nochmal eine nach Steuer bereinigte Betrachtung machen und irgendwie versuchen zu „erraten“, welche Länder wohl wie viel zum Absatz von LEGO beitragen, um die Umsatzentwicklung von LEGO zu betrachten. Aber der Aufwand wäre nochmal ungleich viel höher (bis hin zu unmöglich, weil es schlichtweg keine Zahlen gibt) und es ist eben ein anderes Thema, weshalb es in diesem Artikel nicht vorkommt.

            Aber egal wie man es macht: Es wird ohnehin immer Leute geben, die (egal was rauskommt) LEGO eine böse Absicht und reine Profitgier unterstellen. Genau wie es Leute gegeben hätte, die eine 20-prozentige Preissteigerung in allen Ländern als „völlig okay“ bezeichnen würden. Wir können es mit unseren Artikeln und Analysen niemals allen Recht machen… Das zeigt sich auch darin, dass die Leser, die bei „zu kritischen“ Artikeln manchmal „nörgeln“, nun hier in den Kommentaren schweigen. Andersrum ist ähnliches zu beobachten.

          • Klar, diesen Sachverhalt als Kalkulation noch komplett mit in den Artikel einzuarbeiten, wäre nicht nur unverhältnismäßig sondern wie du schon sagst wahrscheinlich auch unmöglich. Aber darum geht es mir ja gar nicht.

            Nehmen wir mal an, die Preise in Deutschland wären noch deutlich stärker gestiegen und dafür die Preise in den anderen Ländern entsprechend deutlicher gesunken, so dass ein positiver Effekt auf den Umsatz offensichtlicher wäre. Hättet ihr dies in solch einem Fall weiterhin komplett unerwähnt gelassen? Nach dem Motto: Preisangleichung erfolgt – Mission accomplished?

            Natürlich ist mein Beispiel nur hypothetisch, aber die Frage wäre für mich, ab welcher Größenordnung der Preisangleichung wäre für euch der Punkt erreicht, auf diesen Umstand einer möglichen Umsatzsteigerung zumindest hinzuweisen? Einfach zu sagen, das ist nicht das Thema des Artikels bzw. wir schreiben nur über das, was LEGO angekündigt hat, greift meines Erachtens etwas zu kurz. Über den Tellerrand zu schauen kann auch eine Bereicherung sein, zumal der Tellerrand hier äußerst schmal ist.

            Um es klar zu sagen, ich unterstelle LEGO hier keinesfalls, diese Preisanpassung bewusst als Deckmantel zur Umsatzsteigerung geplant zu haben. Auf der anderen Seite finde ich es aber auch nicht so unwahrscheinlich, dass dies mit eine Rolle gespielt hat. Von daher kann man das meiner Meinung nach durchaus auch mal in solch einem Artikel in einem Satz anmerken.

            Und ich hoffe ich muss nicht erneut erwähnen, dass ich euren Artikel weiterhin überdurchschnittlich gut finde. Tue ich aber sicherheitshalber einfach nochmal. 😉

          • @Nils: Es ist leider einfach nicht machbar, hierzu mit den aktuell vorliegenden Daten eine seriöse Aussage zu treffen. Tobias und ich haben das mal grob durchgerechnet: Legt man die Bevölkerungszahl der jeweiligen Länder als Gewichtungsfaktor zugrunde, ergibt sich insgesamt für Westeuropa noch immer eine Senkung (wenn auch unter 1%), mit dem Bruttoinlandsprodukt als Vergleichsfaktor hingegen eine Steigerung von ca. 1% aufs Gesamtsortiment. Nun sind aber leider weder Bevölkerungszahl noch BIP ein verlässliches Maß für die Größe des LEGO Marktes im jeweiligen Land, somit ist man hinterher noch immer genauso schlau wie vorher.

    • Dem kann ich mich nur anschließen. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die eine Preiserhöhung auf dem eigenen Markt besser finden, nur weil dadurch irgendeine Art von Gleichheit oder Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Märkten hergesetellt wird. Für mich spielt „Moral“ bei der Bewertung von Preisen keine Rolle. Ich habe Lego keine Gier für die Anhebung von Preisen vorgeworfen und lobe sie nun auch nicht für die Angleichung von Preisen. Ich stelle mir nur die Frage, ob Preis und Leistung im richtigen Verhältnis stehen.

      Trotzdem vielen Dank für die sehr fundierte Analyse!

      • @Tara: Das ist ja auch eine vollkommen gesunde Sichtweise. Wir wollen mit dem Artikel auch niemandem eine Meinung vorschreiben, sondern erstmal eine Analyse erstellen. Dass die Angleichung im Regelfall nicht dafür sorgt, dass der deutsche LEGO-Käufer am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche hat, sondern umgekehrt, ist nun mal ein Fakt. Und den darf und soll jeder so doof finden wie er mag.

        Aber es gab natürlich viele Leute, die LEGO ausschließlich böse Absichten und Profitgier unterstellt haben. Und vielleicht bekommen die jetzt ein umfassenderes Bild und haben die Gelegenheit sich eine neue Meinung bilden. Oder sie können natürlich auch bei ihrer vorherigen Meinung bleiben.

        • Mein Beitrag war keinesfalls als Kritik an Stonewars zu verstehen. Ich habe allergrößten Respekt vor der Datenanalyse und empfinde sie als sehr sachlich geschrieben.

        • @Lukas: Da die exakten Umsatzwerte in den einzelnen Ländern nur Lego selbst wissen wird ist es zwar nur Spekulation, aber so eine „Anpassung“ geschieht nicht aus Nächstenliebe oder so etwas. Eure Vermutungen von einfacherer Buchhaltung halte ich ebenso für etwas weit hergeholt bzw. höchst spekultaiv. Oder habt ihr da konkrete Quellen für?

          Die ganze Aktion ist ohne Zweifel knallhart durchkalkuliert. Und unter dem Strich wird Lego durch die „Anpassung“ eben höchstwahrscheinlich ein Umsatzplus auf Gesamteuropa gesehen erwarten. Durch die Marketingabteilung hübsch als Angleichung und Preissenkung in vielen kleinen Ländern verpackt.

          Zumindest in meinen Augen ist die Anpassung reine Profitgier. Was aber auch total OK ist, da Lego nunmal eine Firma in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem ist, deren einziger Zweck in der Gewinnmaximierung liegt. Und das werden sie mit allen Mitteln versuchen zu erreichen, ob uns das als Kunden gefällt oder nicht. Jeder muss da seine eigenen Schlüsse draus ziehen.

  20. Super Artikel, sehr gut analysiert, sogar noch umfangreicher als erhofft und erwartet, danke Jens!

    Kann jetzt bitte stonewars dich direkt bei Lego als Agent einschleusen, damit du auch die Preiskalkulation der Sets an sich einmal für uns analysieren kannst? 😉

  21. Ich würde ja sagen, die wirkliche Preiserhöhung ist in den 2022er Sets. So hat das neue 100 Euro Sets der Chinese New Year Reihe über 200 Teile weniger, als das Frühlingslaternenfest aus dem letzten Jahr.
    Und beim Technic-Vergleich zwischen CAT und Liebherr fehlen ganze 400 Teile, ein Smarthub und vier Motoren.

    • Was sich gehalten hat, ist der Polizeiwagen aus der City-Reihe. Drei Jahre Abstand, aber gleicher Preis und gleiche Teileanzahl 😀
      Die machen sich sehr gut nebeneinander.

  22. Vorerst, ein sehr guter Artikel.

    Nun zu einer (marginalen) konstruktiven Kritik daran, da diese mehr hilft als jedes Lob der Welt und zur Verbesserung führt.

    Das Titelbild als Eyecatcher würde meiner Meinung nach besser aussehen und weniger täuschend/manipulierend wirkend, wenn die Balkendiagramme um das Logo entfernt werden. Diese suggerieren das es mehr Preissenkungen gibt als Preiserhöhungen, durch fehlende Achsendimensionen natürlich nicht relativierbar. Ob das wirklich der Fall ist, sei hier nebensächlich, denn es kann unbewusst den Leser schon vor dem lesen des Beitrags eine vorschnelle Meinung über den Artikel bilden lassen.

      • Vielleicht ist es etwas subjektives von mir, aber ich würde keine Ergebnisse oder Diagramme als Eyecatcher oder bei einer Präsentation als erste Folie verwenden, das stört mich beim lesen des „Roten-Faden“ eines Artikels: Einleitung->Ergebniss->Diskussion (oder eine Abwandlung draus).

      • Kritik:
        Für Theoretisch ~168Mio. Kunden in Europa gibt es eine Preissenkung, für ~173Mio Kunden in Europa gibt es eine Preiserhöhung.

        Die Schlussfolgerung daraus zu ziehen das es mehr Preissenkungen als Erhöhungen gibt find ich ziemlich Fragwürdig.

    • Prinzipiell hast Du recht, aber in diesem Fall basieren die Balken auf einem realen Diagramm, das dann später im Artikel auch gezeigt wird. Wir haben uns diesmal aber auch ein wenig schwer damit getan, ein passendes Titelbild für dieses trockene Thema zu finden.

  23. Da man keine Umsatzzahlen zu den einzelnen Sets in den einzelnen Ländern hat, ist das alles nur eine nette Spielerei und wenig aussagekräftig. Wenn ich z.B. den Preis für das Piratenschiff in einem Markt wie Deutschland um 20% erhöhe und gleichzeitig z.B. den Preis für Old Trafford in Finnland um 20% senke, dann hat das bei euch die gleiche Gewichtung und man kann das als gleichwertige Preisanpassung verkaufen. Ist es aber logischerweise nicht, sondern eine starke Preiserhöhung. Alles andere ist Augenwischerei!

    • Bei allen Unwägbarkeiten, die das Leben gerade bereithält, ist es schön, dass man sich wenigstens auf Dich verlassen kann! ❤️

      • Na ja auch im neuen Jahr scheint es so zu sein, dass alle gewillt sind jedweder Argumentation von Lego zu folgen, obwohl doch schon der eine oder andere Kritikpunkt an Legos Geschäftspolitik aufgefallen sein sollte. Aber Geld scheint ja genug vorhanden zu sein, von daher vergessen wir die ganze Negativität einfach ganz schnell und geben das Geld wie letztes Jahr einfach Lego. Die wissen schon was Sinnvolleres damit anzufangen! Beim Kunden liegt es ja nur rum…

      • Ach so ganz nebenbei könntest du auch mal auf meinen Punkt eingehen statt mit einem lockeren Spruch drüber hinwegzugehen. Ihr macht doch immer so auf faktenbasierten Journalismus, dann sollte das doch ein Leichtes sein auf meinen Kritikpunkt einzugehen, oder? Ihr wollt doch nicht etwa als Legos Schönredemedium verstanden werden?! 😉

        • Kann ich: Der Artikel behandelt die Preise aus Kundenperspektive, Du argumentierst aber mit dem Gesamtumsatz von LEGO. Der mag durchaus steigen, das ist aber hier nicht das Thema gewesen. Zwei verschiedene Paar Schuhe. Dass die Preise(!) im Mittel gesunken sind, habe ich, glaube ich, ausreichend mit Fakten belegt. Von einer europäischen „Preiserhöhung“ zu sprechen, ist also schlicht falsch. Was eine Steigerung des Umsatzes (und damit der Gewinne) insgesamt aber nicht ausschließt, damit könntest Du durchaus richtig liegen. Alle Daten liegen im Excel-Dokument vor. Wenn Du es schaffst, Deine Vermutungen in Verbindung mit anderen konkreten Daten nachzuweisen, darfst Du uns gerne jederzeit einen Entwurf für einen Gastbeitrag schicken. 😉

          • Na ja so einfach ist es dann auch nicht. Was du gezeigt hast ist, dass es keine Preiserhöhung gibt wenn du über die Preise der einzelnen Nationen mittelst. Wenn du allerdings über den Preis der einzelnen Kunden europaweit mittelst, kannst du am Ende durchaus bei einer insgesamten Preiserhöhung landen. Insofern ist der Kommentar bzgl Augenwischerei mMn schon gerechtfertigt und sicher nicht falsch. Das ist ein klassisches Beispiel wie man die Statistik interpretieren will. Und ich denke am Ende macht es schon Sinn, die mittlere Preisänderung auch pro Kunde zu betrachten und nicht pro Nation. Wenn Lego die Preise in Finnland senkt und in Deutschland erhöht, schauen am Ende einfach deutlich mehr Kunden in die Röhre.

  24. Vielen Dank für den Artikel (und die viele Arbeit die sicherlich damit zusammenhing). Fast ein bisschen zu Umfangreich um sich mal eben nebenbei zu informieren, aber dann braucht es halt mehr als eine kurze Pause um zum Ende zu kommen.

    Ich finde es doch sehr spannend zu sehen, dass Lego hier offenbar tatsächlich den angekündigten Schritt gegangen ist. Und unabhängig davon, dass das natürlich ein wenig ärgerlich für uns die jetzt manchmal mehr zahlen müssen ist, kann ich die Preisanpassung grundsätzlich verstehen.
    Natürlich hätte ich es begrüßt, wenn Lego die preise eher nach unten angeglichen hätte, aber man kann ja nicht alles haben.

    Ich hoffe allerdings tatsächlich, dass die Margen der Händler:innen dadurch ein wenig besser werden, da scheint es ja manchmal etwas problematisch zu sein.

  25. Dass wir da am unteren Ende einiger UVPs im EU-Vergleich nun teilweise (haha) erheblich mehr zahlen – muss man halt akzeptieren. Für mich hat allerdings die ganze Sache einen faden Beigeschmack: Denn auch wenn mit Eurere Recherche eine mögliche Erklärung für die Umsetzung von Lego gefunden ist, halte ich es für schlichtweg unangemessen für verschiedenste Länder dieselben UVPs anzusetzen obwohl die finanziellen Spielräume der dortigen durchschnittlichen potentiellen Käufer es nicht sind ubd auch die Wirtschaftssysteme sich sehr unterscheiden. Auch andere identische Waren haben in verschiedenen Ländern abweichende Preise, werden deswegen bekannterweise auch ex-/importiert, aber wenn Lego mit den Differenzen und jeweils niedrigsten Preisen und Rabatten doch trotzdem bekanntermaßen gute Gewinne erwirtschaftet – musste eine EU-weite Preisangleichung dann wirklich sein? Scheint mir auch eher die Vorbereitung für noch folgende Maßnahmen zu sein.

    • Wenn ich Deine Gedanken zu Ende führe, müsste in D ja alles noch teurer und deutlich über dem Durchschnitt sein, da die potentiellen Kunden hier im Schnitt auch eine höhere Kaufkraft haben.

  26. Super Übersicht über die (west-)europaweite Preisanpassungen. Den Artikel auf Brickset habe ich mir auch schon zu Gemüte geführt und mich gewundert, wann Eurer kommt^^

    Jetzt müsste im gleichen Umfang auch mein Gehalt um dieselbe Prozentzahl „harmonisiert“ werden wie LEGOs Preisvorstellungen für Deutschland. Unwitzig, ich weiß. Als Endkunde wird dann eben weniger gekauft. LEGO kann ohne Kunden nicht überleben, ich ohne LEGO schon 🙂 Bin auf den Finanzbericht 2023 für’s Jahr 2022 gespannt.

    • (sorry für die leichte Provokation: ) Wie wär’s aber im gleichen Zuge mit der Harmonisierung der Lebensmittelpreisen? 😉
      Danach hat noch keiner gefragt, da wir in DE einiges weniger als die anderen bezahlen.
      Aber natürlich hätte ich auch nichts gegen einer Lohnerhöhung von 20% (ich würde gern einen 2. Piratenschiff kaufen 😉 )

      • Kein Problem. Bleibt noch weniger für LEGO übrig (und die Hoffnung, dass wir hier in DE besser mit Lebensmitteln umgehen) 😉

  27. Super gemacht, top Artikel, noch dazu richtige Fleißarbeit.
    Ich gehörte nach eurem ersten Artikel der damals die Wellen schlug auch eher ins Team „Lego Verteufler“ das Bild änderte sich nun, auch wegen diesem Artikel wieder ins positive. So ungern ich das als „sehr gerne Lego günstig Einkäufer“ sage….
    Verdammt es ist jetzt doch ne faire Angelegenheit geworden 🙂

  28. Nachdem lesen einiger Kommentare verstehe ich die Euphorie nicht?
    Egal wie schön die Recherche ist, sie bringt nichts, da jedes Land einen anderen Steuersatz sowie Kaufkraft hat. Die UVP ist also zur Heranziehung des Preisniveaus falsch.
    Das einzige was man zur 100% Sicherheit sagen kann ist, dass es teurer wird.

    • Vielen Dank für deine messerscharfe, in vier Sätzen zusammenfassende Analyse eines Artikels, der das Niveau einer wissenschaftlichen Arbeit hat und von den Autoren auch 20 Minuten aufmerksames Lesen einfordert.

    • Was hat der Steuersatz, die Kaufkraft oder die relative Kaufkraft damit zu tun?
      Die sind bei der Überprüfung, ob eine Preisharmonisierung stattgefunden hat, irrelevant. Es geht hier einzig um die Frage, ob dir Preise in Westeuropa angepasst wurden.

      • Ähm alles? Das ist von seitens Lego nur Augenwischerei. Lego wird in Deutschland teurer und das wars. Das hat aber null mit Harmonisierung zu tun. Es zählt immer nur der Netto Preis!

        100€ Set in Deutschland (19%) sind 81€
        100€ Set in Belgien (21%) sind 79€
        Wenn du jetzt statt 100€ auf einmal 120€ zahlen musst, zahlst du 97,20€
        In Belgien kostet das Set also 79€
        In Deutschland zahlst du für das gleiche 97,20€
        Super Harmonisierung 👍

        • Erstes stimmen deine Nettopreise nicht.
          Zweitens hast du in deinem Beispiel vergessen, dass der belgische Bruttopreis ebenfalls auf 120 Euro angehoben (Preisharmonisierung).
          Somit stimmt deine ganze Rechnung nicht.

          Welchen Endverbraucher interessieren die Nettopreise?
          Ich kann keine Vorsteuer geltend machen. Ich schau nur auf Bruttopreise.

          Ich aber sehr gespannt auf deine umfangreiche Analyse der Preiseentwicklung. Bitte berücksichtige dabei dann ebenfalls die geltenden Doppelbesteuerungsabkommen der jeweiligen Länder.

          • Das sollte nur ein Beispiel sein und damit zeigen das es nichts bringt mit der UVP zu recherchieren

          • @Relik
            Dein Beispiel geht zusätzlich von gewerblichen Handel aus. Ansonsten wären Nettopreise bzw. die Vorsteuerverrechnung nicht von Interesse. Diese sind jedoch per AGB vom Lego Onlineshop ausgeschlossen. Ein weiteres Argument die Bruttopreise zu verwenden.

          • @Hand
            Nach der Logik müsste Lego die Preise sofort senken wenn der Steuersatz in Deutschland auf 50% steigt, da dadurch die Harmonisierung nicht mehr gegeben wäre… würden sie aber niemals tun. Wie gesagt, nur Augenwischerei 😉

          • @Rellik
            „Wie gesagt, nur Augenwischerei 😉“
            Schade.
            Entweder bist du nicht gewillt oder nicht in der Lage dein Argument sachlich vorzubringen. Hätte mich gerne damit auseinander gesetzt.

    • Würde man die Kaufkraft noch einbeziehen, dann wäre die Lego Preise in Deutschland immer noch (am) günstig(sten)…
      Z.B. Kaufkraftindex in DE 160 vs. FIN 147 (2019)
      Es gibt nicht viele Euro-Länder vor Deutschland. Somit kann man eigentlich sagen, dass zum Glück die Kaufkraft nicht berücksichtigt wurde. 😉

  29. Vielen Dank für diesen Beitrag. Eine Recherche und Auswertung auf dem Level ist eine beeindruckende Arbeit und würde durchaus ein Entgelt rechtfertigen. Es freut mich dass Ihr das Thema noch einmal aufgreift, es freut mich wieviel Arbeit ihr in den Artikel gesteckt habt und natürlich freut es mich auch dass Lego Wort gehalten hat – auch wenn die dt. Kunden davon eher wenig haben.

  30. Ein sensationeller Artikel, der sehr aufschlussreich ist. Herzlichen Dank dafür. Ich liebe solche Zahlenanalysen, denn Zahlen lügen nicht (… außer man hat die Statistik selbst gefälscht).

    Eine Frage: Was ist der (historische?) Grund dafür, dass LEGO in Deutschland tendenziell günstiger war als in Rest-Europa, obwohl wir hier tendenziell grundsätzlich ein eher höheres Preisniveau haben (letzteres behaupte ich einfach mal so)?

  31. Den Großteil meiner Käufe tätige ich sowieso auf Amazon (natürlich über den Link) mit höheren Rabatten, bei Lego direkt werden nur Ausnahmefälle wie die Titanic (bestes Set ever) gekauft. Dementsprechend sehe ich Preiserhöhungen relativ gelassen und gehe davon aus, dass die Rabatte einen Großteil davon abfangen.

  32. Waren bei einigen Produkten die Preise bisher bereits vom Mond, bewegt sich TLG mit der Anpassung nun Richtung Lagrangepunkt 2.
    Kann man sehen wie man will – wenn im grössten Markt in Europa unterm Strich ausschliesslich Preiserhöhungen rauskommen, interessieren die Senkungen in den anderen Gefilden mal knapp gar nicht. Gerade bei den zumeist eh schon überteuerten Lizenzsets wirken selbst kleine prozentuale Erhöhungen schlicht nur noch gierig.
    Das Resultat wird sein, dass TLG sich damit mittel- bis langfristig selbst ins Knie schiesst und der Einzelhandel noch mehr in die Rabattschlachten einsteigen muss. Gut, sehen wir bei Amazon und Co. dann demnächst eben nicht mehr nur 30% Rabatt, sondern auch vermehrt 35 bis 40%. Gutgehen kann diese Spirale auf lange Sicht nicht, schon gar nicht bei den massiven Qualitätsmängeln, die TLG in den letzten Jahren angehäuft hat.

    • Also mich würden wirklich mal stellvertretend aus diesem Post diese „massiven“ Qualitätsmängel die immer mal wieder besungen werden im Detail interessieren.

      Farbabweichungen? Ja, die stelle ich auch fest. Aber die haben andere Hersteller auch (das ist nunmal ein Fluch der Chargenproduktion unter dem auch andere Branchen leiden), und ich sehe definitiv einen Qualitätsmangel. Aber massiv? Wo kommt das – abgesehen von der Dauerwerbesendung aus Frankfurt – her?

      Klar, mit 5 Sets im Monat im Durchschnitt bin ich sicher nicht der Megakenner – aber abgesehen davon sind meine Tochter und ich unter dem Strich sehr zufrieden mit Lego…

      Bitte nicht falsch verstehen – ich will niemanden bashen, aber ein Problem das andere auch haben bei Lego als massiv zu bewerten verstehe ich nicht.

      • Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass das keine Dauerwerbesendung aus Frankfurt ist. Ich hatte im letzten Jahr sehr viele Teile in regulären Sets, die unter Garantie nicht das ständig vollmundig beworbene Premiumversprechen eingehalten haben. Die Farbabweichungen mal außen vor gelassen. Und ich kann dir auch sagen, dass ich froh war, nicht zu LEGOs Wunsch-UVP gekauft zu haben, obwohl es am Ende der Handel ausbadet.

      • Durch Querfinanzierungen und Mischkalkulationen kann sich alles noch als lohnend zusammengerechnet werden. Ich weiß nicht, wie es bei dir in der Gegend aussieht, aber im hiesigen Handel hast du folgendes Bild: bei Müller sind die Regale durch die vielen Rabatte schon seit mehreren Wochen wie leergefegt (dazu kommt noch das Lieferproblem, jaja). Bei Galeria sind die rabattierten Sets schnell weg, der Rest steht weiterhin rum. Der (inzwischen) kleine Spielzeugladen fünf Minuten zu Fuß entfernt, der zu einem guten Teil Lego im Sortiment geführt hat, hatte volle Regale. Weil er sich keine bis kaum Rabatte leisten kann – eigentlich konnte. Er hat zum Jahresende dicht gemacht (Gründe dafür gab’s viele)…

        Rabattschlachten sind nicht erst seit heute oder gestern da. Man verfolge nur mal hier die Onlineshops und Big Player wie es abgeht, nachdem Stonewars oder ein anderer Blog eine News rausschickt. Der Handel würde nicht andauernd mit rabatten werben, wenn alle nur zur UVP einkaufen würden.

        (Mich würde an dieser Stelle auch mal interessieren, auf welchen Kanälen LEGO den meisten Umsatz generiert🙈)

        • Ich denke die meisten Umsätze macht LEGO über den eigenen Onlineshop und Amazon, wobei ich nicht sagen kann was davon auf Platz 1 und 2 liegt. Dann kommt erstmal ganz lange nichts. Dann irgendwann andere Onliner und Ketten wie Smyths, Alternate und Spielwarenverbände. Und dann kommen vermutlich irgendwann die Brand Stores. Aber das ist nur so ein Gefühl, gefüttert mit einigen wenigen Einblicken in unsere eigenen Statistiken.

          • Das ist interessant, Danke! Und irgendwie auch nicht überraschend, dass Amazon oben steht. Eure Statistiken beruhen auf, vereinfacht gesagt, der Community, die über eure Affiliatelinks einkaufen, oder? Da fällt dann ja der größere Ottonormal-Legokäufer wie z.B. Omma und Oppa (ja, auch eine Omma und ein Oppa können begeisterungsfähige und nerdige AFoLs sein, aber die meine ich nicht) raus?

  33. Das sich so viele Kommentatoren hier über die „faire“ Preiserhöhung eines Milliardenkonzerns für dessen Produkte in Deutschland freuen habe ich so noch nie bei einem Hobby oder Produkt erlebt. Ich kann es kaum glauben!

    Deutschland mit seinen 83 Millionen Einwohnern und seiner großen Kaufkraft ist mit Abstand der größte europäische Markt für Lego. Wenn hier die Preise bis zu 20% erhöht werden gleicht das Verluste durch Preissenkungen in anderen (kleineren) Länder um ein vielfaches aus. Wer die Zeche zahlt ist klar und deswegen verwundert mich diese Freude doch sehr.

    Seit ich vor ziemlich genau 3 Jahren aus den Dark Ages kam, hatte ich eine steile Lernkurve. Es gabe anfangs sehr viel zu entdecken, z.B von den Modulars hatte ich vorher nie etwas gehört und ich habe einfach wahllos Sets verschiedenster Themengebiete gekauft… heutzutage kaufe ich fast nur noch einzelne Steine (und nur sehr selten Sets), was sehr viel günstiger ist.
    Und selbst an der PAB Wall in Düsseldrof bekommt man z.B die 1×3 Bricks, vom Mitarbeiter geschüttet + „Extraschippe“ für 5,3 cent/Stück. Und damit kann man schon „was richtiges“ bauen.

    • Also ich habe viele der Kommentare gelesen und wirklich nicht den Eindruck, viele Leute würden sich über die Preiserhöhung freuen, zumindest nicht in einem Maße, dass ich so noch nie bei einem Hobby erlebt hätte und gar nicht glauben könnte. Es nervt viele Kommentatoren schon nach wie vor, auch wenn vielleicht die größeren Zusammenhänge verständlicher erscheinen. Was viele abfeiern, ist der Artikel selbst, aber das ja wieder was anderes.

      • Du sagst (schreibst) es! Die größeren Zusammenhänge erscheinen verständlicher. Der Artikel ist zweifelsohne erhaben 🙏

  34. Hallo Jens,

    leider hast du dir mit diesem Artikel zu Beginn des Jahres keinen Gefallen getan 😉

    Was soll jetzt noch besseres 2022 kommen? Der Artikel ist super detailliert und mit viel Aufwand recherchiert und geschrieben, so dass ihn auch jeder Verstehen kann, der sich die 20 Minuten Zeit nimmt.

    Ein großes Kompliment von mir. Ich wünschte manche meiner Mitarbeiter würden so etwas abliefern.

    Und jeder soll seine Meinung zu der Veränderung haben. Ich finde die Anpassung gut und denke mir: „gut, dass ich die letzten Jahre Lego günstiger bekommen habe“ 😉 😉

    Nochmals danke und weiter so.

  35. Was mich irritiert: Deutschland extrem hoch und Frankreich runter und Spanien deutlich runter. Sowohl Amazon Frankreich, als auch Spanien hat die deutlich besseren Angebote gehabt. Damit müsste Amazon Frankreich und Spanien dieses Jahr noch deutlich besser da stehen.

    • So ähnlich habe ich auch gedacht – hatte nicht Amazon fr vor kurzem noch ein schönes 3 für 2 Angebot? (Nein, ich habe da nix gekauft)
      Also ich denke, man wird für den gleichen Budget dieses etwa ähnlich viel wie 2020 bekommen.
      Durch die breitere Masse an Interessenten sowie Alternativmarken wird es bestimmt auch in der Zukunft gute Deals geben – vielleicht halt nicht zu Day One 🙂

  36. Wie schön solch ein Thema intelligent von einem Physiker aufbereitet zu bekommen, statt […] von irgendwelchen Demagogen. 👍

    Anm. der Redaktion: Kommentar gekürzt.

        • Über diese Frage haben wir gerade intern mit mehreren Leuten diskutiert und beschlossen, Deine Formulierung etwas abzumildern. Siehe Netiquette, Punkt 2 unter „nicht erlaubt“. Ich verstehe, worauf sich diese Kritik bezieht, aber bitte versuche sie trotzdem etwas sachlicher auszudrücken. 🙂

    • Es freut mich zwar, dass Dir der Artikel gefällt, aber ohne die drastische Formulierung des zweiten Teil Deines Kommentars hätte ich mich noch mehr gefreut. 😉

  37. Viele Kommentare hier zu der Preispolitik machen mich sprachlos, ich denke aber,
    das ein Großteil überhaupt nicht in der Lage ist, sich all das zu kaufen,
    was sie hier groß posten.
    Als Sonderpädagogin geht es mir finanziell noch gut,
    aber ich bekomme immer weniger für mein monatliches Lego-Budget.
    Ich überlege ernsthaft, es aufzugeben und mich neuen und alten
    Interessen wieder mehr zu widmen.
    Ich habe eine Bitte für das Forum hier:
    Hört auf ständig zu verkünden was ihr alles gekauft habt.
    Ich habe das mal rückblickend recherchiert.
    Ein Forum Teilnehmer hatte innerhalb von einer Woche gepostet was er alles neu gekauft hat, und ich bin auf eine Summe von 2300€ gekommen. Und er kauft weiter …..
    Ja, es kann stimmen, es kann aber gelogen sein, und seine Motive sind mir so oder so völlig schleierhaft.
    Und er ist nur einer von den „Glücklichen“ hier.
    Wenn man das alles ließt, gibt es hier fast nur Großverdiener,
    die in Unmengen Lego kaufen.

    Mein Eindruck:
    Hier wird gelogen bis sich die Bricks biegen.

    (Schade wenn es gelöscht wird, Schade für die Betreiber von Stonewars )

    • Interessant, fallen dir die, die sich das nicht mehr leisten können/wollen, hier nicht auf?
      Wenn jemand in einer Woche 2300 Euro für Lego ausgibt, falls das stimmt, ist es mir egal. Vielleicht hilft es dir ja, da nicht extra nachzurechnen?
      Lego kann, muss aber nicht überteuert sein. Wenn man nicht alles haben muss und warten kann, ist Lego für viele immer noch erschwinglich.

    • Naja, ich muss zwar auch nicht unter jeden Artikel „Day-One-Kauf!“ schreiben, aber großartig meine Welt ins wanken bringen die Kommentare nun auch nicht. Irgendwie gehört es auch zum Hobby dazu, dass man sich erzählt, was man gekauft hat (zumal ein Großteil der Artikel ja auch quasi Einladungen genau dazu in Form von Schnäppchenwerbung sind) und sich darüber freut.

      Ich muss es jemandem nicht gelichtun, der sich ein 500€-Set UVP im Store kauft, aber mir ist das Set und die Person einfach zu egal, um überhaupt nachzurechnen, ob er sich das leisten könnte oder vielleicht gar lügt. Diese Idee käme mir gar nicht in den Sinn. Wenn er 2000€ die Woche für LEGO ausgibt, dann soll er das tun. Wer hat, der kann, sagt man so schön. Oder vielleicht hat er gerade geerbt? Was kümmert’s mich, ob er die Wahrheit spricht, oder stattdessen seine Stromrechnung nicht bezahlt oder Steuern hinterzieht. Er hat sich ein LEGO-Set gekauft und freut sich drüber. Das ist ja jedes eigene Entscheidung.

      Ich denke das verzerrt sicher auch etwas dadurch, dass hier eben die absoluten Pros unterwegs sind, die sich nunmal viel LEGO kaufen. Aber was soll ich mich darüber groß echauffieren oder gar mutmaßen ob sie das denn könnten? Die selben Leute schreiben ja in den nächsten drei Artikeln wie sehr ihre Brieftasche darunter leidet.

      Und sich davon kirre machen zu lassen, weil man selbst es sich nicht leisten kann, ist auch irgendwo die eigene Entscheidung. Einen LEGO-Blog zu lesen hat als Nebeneffekt auch die Tatsache, dass man zu viel sieht, was man sich nie wird nicht leisten können. Das muss man auch irgendwo abkönnen, denn so ist das Leben mit einem derart konsumbetonten Hobby.

    • Guten Abend,
      ich habe diese Mitteilungen zwar bisher noch nicht weiter mitbekommen, aber ich kann mir gut vorstellen das in diesem Blog bestimmt viele Leute reinschauen die echte Legoenthusiasten sind, und daher viel von Ihrem Einkommen in die schönen Steine investieren. Und da ich auch persönlich weiß wie viel Kopfschütteln und Strirnrunzeln das Präsentieren von Tollen (und auch meist Teuren) Legosets gegenüber Themafremden-Leuten ist finde ich, dass es schön ist wenn man sich mit (höchst wahrscheinlich) gleichgesinnten darüber austauschen kann.

      Sonst noch Vielen dank für den Super Artikel, der hat mir einen bessern Einblick in den LEGO-Markt gebracht. Und dank euch konnten ja auch noch alle die wollten zu den „Günstigen“ Legopreisen im letzten Jahr zuschlagen. Macht weiter so. 🙂

  38. Andere Seiten sind bei manchen News und Leaks womöglich schneller oder offener, die fundierten und bestens recherchierten Beiträge gibt es aber hier!

    Bin wahrlich kein Fan von den Preiserhöhungen, aber was soll ich sagen? Die „fetten Jahre“ sind wohl vorbei, an den Gedanken muss man sich wohl nun gewöhnen.

    Ähnlich ist es ja bei den PS5 und XBSX Spielen, die nun standardmäßig eine höhere UVP haben. Da habe ich es mir nun angewöhnt, eher zu warten, bis der Preis nach Release fällt. Wenn es dann so mit Lego weiter geht, dann warte ich da eben auch, oder hol mir insgesamt weniger.

    Wie weiter oben schon jemand schrieb: Hier kann ich mich noch entscheiden, bei anderen Preiserhöhungen nicht so sehr.

    • Der letzte Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Strom, Wohnung, Lebensmittel brauche ich zum Überleben. Lego, Playstation usw. nicht.

      Und genau deshalb sollten solche Unternehmen es mit Preiserhöhungen nicht übertreiben.

  39. Genau so sehe ich das auch Christian, für uns sind es ausschließlich Preiserhöhungen und fertig.
    Wie man das nun rechtfertigen will und teils abstruse Aussagen trifft wie „Ich fühle mich ohnehin als Europäer“ finde ich äußerst fragwürdig.
    Oder fragt im Ausland jemand danach, wie exorbitant hoch in Deutschland die Strom- und Energiekosten sind und das doch unfair ist? Vermutlich nicht…

    Ich finde es einfach traurig, wie tiefgreifend diese „heile Welt“-Kultur in der Bevölkerung verankert ist und selbst massive Preiserhöhungen damit versucht werden zu rechtfertigen.
    Da kann man schon von einer gewissen Realitätsverweigerung sprechen!

    • Ich finde es wirklich ein bisschen seltsam, wie hier die Diskussion verzerrt dargestellt wird, als gäbe es hier eine Party, dass Preise erhöht werden. Ich lese es eher so, dass die Aussage „Blöd, dass es für uns teurer wird“ eine Binse ist und insofern (glücklicherweise) nicht von jeder Kommentatorin geschrieben wird. Stattdessen, wie schon oben jemand schrieb, gibt es Anerkennung für die strategische Einordnung und den Blick über den deutschen Tellerrand in dem Artikel. Das muss einen ja nicht interessieren, aber für die Aussage „Mondpreise all the way“ muss man halt nicht in diesen Blog kommen, die gibt es sicher anderswo mit weniger Leseaufwand.

      • Der Artikel ist ja auch super geschrieben und informativ, einige Kommentatoren hier kann ich dennoch nicht nachvollziehen, muss ich aber auch nicht, schließlich ist das ja die Grundlage einer Diskussion.
        Insofern kann ich auch mit deiner Kritik an meiner Kritik leben, die Aussage, mir einen anderen Blog zu suchen schießt dann aber doch etwas über das Ziel hinaus und finde ich bedenklich!

    • Wo ist denn diese „Heile-Welt-Kultur“ bitte zu finden. Im Artikel sicherlich nicht – und ein Versuch da irgendwas zu rechtfertigen sicherlich auch nicht – es ist schlicht eine äußerst fundierte Analyse der Entwicklung der Lego-Preise Westeuropas – und eine Prüfung ob Lego mit der Aussage auch recht hatte.
      Wenn man daran gar nicht interessiert ist und stattdessen sowieso nur die deutschen Preise interessieren, dann verstehe ich nicht so recht, warum man den Artikel dann überhaupt liest.

      Ähnliches gilt für die Kommentare. Wüsste jetzt nicht wo einige ihre Freudensprünge über die Preiserhöhungen gezeigt hätten, vielmehr gab es auch viele kritische Kommentare – und eine Menge, die vor allem völlig zu Recht den Artikel für seine Sachlichkeit gelobt haben.

      Generell muss ich auch sagen, dass ich in der Bevölkerung eher das Gegenteil einer „heile-Welte-Kultur“ sehe – dein Beitrag ist da ein gutes Beispiel dafür ;).

    • Massive Preiserhöhung … heile Welt-Kultur … Realitätsverweigerung“

      Bei einer Erhöhung von 1,3% bei einer Inflation von 5% allein in 2021. 🤪

  40. In Kurz,

    Lego „Harmonisiert“ die Preise um an Ende mehr „Gewinn“ zu bekommen da das „+“ hauptsächlich in Ländern mit mehr Money (Median Einkommen etc.) statt findet.
    Wirtschaft halt.

  41. Was mich noch ratlos zurücklässt, warum hat Lego gleiche UVPs bei unterschiedlichen Steuersätzen? Griechenland hat 24 %, genau wie Finnland. Einige nicht Euro-Länder sind noch höher. Luxemburg hat dagegen 17 %.

    Das sich das ganze ausgleicht, ist reine Theorie. Dazu fehlen einfach 2 Informationen: Welche Sets verkaufen sich häufiger als andere, und welche Märkte machen wieviel Umsatzteile. Ich würde mal tippen, das Netto mehr Kronen in Dänemark landen, wenn man Deutschland verteuert und stattdessen etliche kleine Märkte senkt.

    • „Tippen“ kann man das sicherlich, aber leider eben nicht berechnen – sonst hätten wir das getan. Es ging hier in dem Artikel, wie Jens ja mehrfacht betont hat, um die Analyse des Preisgefüges in Europa, nicht um die dadurch erwarteten Umsätze bei LEGO. Und das Preisgefüge ist nun mal jetzt aus Endkundensicht gleichmäßiger.

      Wenn eine korrekte Umsatzanalyse bei LEGO der Anspruch sein muss, kann man dem nicht gerecht werden, da es dazu einfach keine öffentlichen Zahlen gibt.

  42. Bevor ich die nächsten 3h abtauche, schonmal meine Vorschusslorbeeren: Geil, Tabellen, Zahlen, Diagramme, Danke schonmal vorab.. ich liebe solche Artikel. Und dann noch solche Ausarbeitungen mit Bezug zum LEGO Thema.. ich denke, der Abend ist gerettet, mein Schlaf ist in Gefahr 😅

  43. Richtig veräppelt müssen sich doch die Leute in Finnland und Griechenland vorkommen… Das einzige, was die von der „Harmonisierung“ abbekommen haben, ist die Erhöhung von einigen Premium-Sets… Und die Summe wird dort noch durch die relativ „normalen“ Preise der exklusiven Sachen gedrückt: Das frei verkäufliche kostet in Finnland 25% mehr!

    Die baltischen Staaten scheinen dagegen ihre Sonderbehandlung mittelfristig zu verlieren; allerdings gibt es einige Sets im Bereich 100-150€, die sich weiter von dem Durchschnitt entfernen (darum ist auch der prozentuale Rückgang nicht so deutlich).

    Die Slowakei hat als einziges Land nennenswert Abweichungen nach unten – und zwar bei kleinen Sets. Da will man wohl mehr Neukunden.

  44. Ich finde es schade, dass die Preise im Median harmonisiert und nicht maximiert und hochgeschraubt wurden. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Preise der Star Wars Spielsets und UCS-Sets näher zusammenrücken. Dann kann ich nämlich guten Gewissens einfach gleich das größere Set kaufen. 🙂 Jetzt feiere ich aber erstmal die, von vielen angepriesene, Preisparty.

  45. Toll aufbereiteter Artikel, Danke dafür.

    Und klar ist es doof wenn man jetzt für sein Hobby mehr Geld hinlegen muss, aber das ist halt nunmal wie Marktwirtschaft funktioniert, kann man doof finden aber den Frust beim Stonewars Team abladen ist auch eher Blödsinn aus meiner Sicht.

    Für mich persönlich ändert sich gefühlt nichts, ich schau mir ein Set an, überlege ob es mir den aufgerufenen Preis Wert ist oder nicht. Das war vor der Preisanpassung so und wird weiter so gemacht.

  46. Lukas: Jens, wie viel Arbeit willst du dir mit dem Artikel machen? Jens: Ja!

    Ein echt klasse Artikel und dafür liebe ich das StoneWars Team. Ich hoffe dieser nimmt einigen Nörglern den Wind aus den Seglen. Obwohl, nörgeln geht ja immer.
    Offentsichtlich passen die Stores selbst die Preise nicht zeitgleich an. In Bonn kosteten Porsche und Mustang am Montag noch 129,99 Euro.

  47. Habt ihr bei euren Berechnungen denn auch die MwSt. berücksichtigt, die in den einzelnen Ländern ja sehr unterschiedlich ist und ob das bei den Preisanpassungen mit bedacht wurde?

    • Wenn ich in Österreich ein Set zur UVP kaufe, zahle ich den gleichen Betrag wie in Deutschland, trotz unterschiedlicher Mwst.
      Da ich nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin, interessieren mich Nettosummen z. B. überhaupt nicht.

  48. Hier wäre die andere Möglichkeit für Lego: man nimmt die bisherigen Preise aus Deutschland und Österreich als Referenz und senkt den Rest Europas auf diese Preise. Zack, hat man eine Preisangleichung und verlangt immernoch eine durchweg freche UVP.

    Deutschland und Österreich sind starke Märkte. Eine Preissteigerung hier bedeutet mehr Umsatz für Lego, auch wenn man gleichzeitig in anderen kleinen Märkten die Preise senkt.

    Die „Angleichung“ ist reines Marketing und hat euch aufs Glatteis geführt. Die Angleichung bedeutet eine riesige Umsatzsteigerung, wenn der Kunde es mitmacht und einkauft wie bisher.

    • In deinem Beispiel geht du in Deutschland und Österreich von unelastischen Preisen aus. Des Weiteren ignorierst du, dass in anderen Teilen Europas die Nachfrage durch gesunkene Preise steigen könnte.

      Es müsste demnach zu einer Umsatzverlagerung kommen, denn die Ausländer haben kaum noch Anreize in Deutschland oder Österreich zu kaufen.
      Bester Beispiel:
      Das 21319 Friends habe ich nur bei Amazon FR gekauft, weil in Frankreich die UVP 10 Euro niedriger lag. Diese Nachfrage dürfte zukünftig in DE und AT wegfallen.

  49. As living in Czech Rep. I can confirm that most if not all (did not have time to check every single thing) price „adjustements for Western Europe aka EURO zone“ took place also on the local Czech SAH. Just one example.. 10270 cost before 4199 CZK (exchange rate at the end of December per Czech National bank was something like 24.50) .. so that would make 10270 roughly 171 EUR.. now its listed as 4799 CZK, Czech Crown got stronger in the last week.. but again using the December Exchange rate it would be 195 EUR.

    so this is what TLG meant with their „price adjustments“.. ?

  50. Naja, „reines“ Marketing ist die Angleichung ja nun nicht. Sie hätten schließlich auf auf allen Märkten so anziehen können wie bei uns. Und da genau so über Lego hergefallen wurde hätte es am Image gleichermaßen geändert oder eben nicht.
    Viele beschweren sich hier immer wieder über Preisanstiege. Die sind ja auch da und gleichermaßen gierig wie bei anderen Playern auch. Es wirkt nur immer so als wären viele überrascht. Meine Empfehlung: stellt euch drauf ein, dass es mit den Steigerungen so weitergehen wird. Schont den Blutdruck. Es ist doof, wird sich aber nicht ändern. Zumindest solange Legos Gewinne nicht Einbrechen.

    Der Artikel ist mal wieder Top! Natürlich hätte man noch mehr Faktoren einfließen lassen können, aber es ist so schon sehr viel. Und die Umsatzsteuer (wie von manchen gefordert) ist hier nicht relevant, da es um die Perspektive der Käufer geht.

  51. Der Artikel sieht erstmal gut aus, aber ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, das statistisch zu prüfen.
    Das Argument, dass andere noch viel mehr zahlen, ist fadenscheinig. Entweder werden sie abgezockt, oder man müsste da die Gesamtsituation betrachten. Ein Schweizer verdient halt in der Regel auch viel mehr, die zahlen auch 15€ für einen Kaffee, da fallen 20€ mehr fürs Lego nicht ins Gewicht. Keine Ahnung wie das in Griechenland ist.

    Im Gesamtbild sollte man auch schauen, welche Sets teurer geworden sind, nämlich vor allem die interessanten mit viel Steinen.
    Und die Steine insgesamt scheinen mir auch teurer geworden zu sein.
    D.h. Lego bedient eher mehr als zuvor einen Spekulantenmarkt und fördert die Schattenwirtschaft.
    Ich bin da auch immer noch zutiefst über die Bricklink Sache mit dem Forestmen Castle verärgert.
    Creator wird teurer, das ist unterm Strich nur schlecht und ärgerlich für mich.

    Wer dann die Einzelsteine such, bekommt die auch meist nur noch über gewerbliche Drittverkäufer zum Mehrfachpreis.

    Die sollten sich mal ernsthaft um ihre Legofans kümmern und auf sowas eingehen, ansonsten werden immer mehr zu anderen Herstellern abwandern.

    • Ein Schweizer muss aber auch ggf. mehr Stunden/Woche arbeiten, hat weniger Urlaub und die Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten (auch Dienstreisen) – so hieß es beim Vorstellungsgespräch meiner Firma im Standort Basel im Vergleich zu meinem aktuellen Arbeitsort in DE…
      Da relativiert sich die Summe am Ende des Monats wieder.

      • Das kommt ja auf deine Verhandlungen an.
        Am besten ist es, du arbeitest in der Schweiz und wohnst in DE 😉
        Klar ist die Schweiz teurer, aber halt vor allem für uns.
        Und beschissene Arbeitsverträge und Firmen, bei denen du dann regel,äßig 50-70 Stunden die Woche arbeitest bei schlechter Bezahlung, die dann sagen Reisekosten abgegolten sowie Anfahrtszeit keine Arbeitszeit, die gibt’s tatsächlich auch in Deutschland, kann ich dir ein Lied von singen.

  52. Wow. Was für eine Analyse. Danke dafür. Ärgerlich für den deutschen Kunden, dass der Preisvorteil der letzten Jahre (der gefühlt keiner war) nun weg ist. Aus LEGO Sicht macht es wohl Sinn. Als Ergänzung würde mich noch interessieren ob es auch bei LEGO einen Trend zum Direktvertrieb (sprich Exclusives) gibt. Entsprechend sinken dann auch die Rabatte. Das wird z.B. in der Branche in der ich arbeite zunehmend Praxis. Meine Wahrnehmung ist, dass die großen und mutmaßlich hochmargigen Sets immer mehr werden. Habt ihr da Zahlen wie hoch der Anteil bzw. das Wachstum da ist? Das ist auch glaube ich für viele „der Stein des Anstoßes“. Diese Diskussion findet glaube ich auch in erster Linie unter Fans statt. Meine Mutter schaut nicht darauf ob sie bei Set XY 10€ spart für ihren Enkel zu Weihnachten oder Geburtstag. Ich guck da aber schon drauf, kaufe aber auch wesentlich mehr große Sets und vor allem auch exclusives….Und im Endeffekt kaufe ich dann die teuren Sets bei LEGO direkt. Weil man es halt haben will und es ja nur dort bekommt. Da stellt sich auch die Frage, ob der große Anteil der Käufer halt AFOLs mit Dammeldrang/-Leidenschaft sind oder halt Kinder und deren Gönner, die nicht so genau hinschauen oder sich schlicht die Preisjagd sparen.

  53. Das könnte echt eine BA-Arbeit sein 😀 Sehr interessanter und ausführlicher Artikel eurerseits. Man merkt richtig, wie viel Herzblut ihr in eure Arbeit steckt. Chapeau hierfür! Ich kann es aus Sicht des Unternehmens nachvollziehen, diesen Schritt gemacht zu haben und natürlich verstehe ich auch, dass es in erster Linie ziemlich ärgerlich ist, für dasselbe Produkt mehr zu zahlen (als üblich). Gemessen an der Inflation, Pandemie und dem ganzen „Gedöns“, kann man aber nicht wirklich hier 24/7 rumnörgeln, dass LEGO ******* ist und alles total unfair ist.
    Die Holländer z.B. kommen sehr oft und sehr gerne nach DE in die LEGO Stores, weil es dort viel teurer ist als bei uns Mein Bruder, der in einem Store arbeitet, berichtet mir auch oft darüber, dass viele holländische Händler ebenfalls den halben Laden leer kaufen.
    Ist auch schwierig, jemanden solche Unterschiede beim Preis zu erklären…aber jetzt muss man diese krassen Preisschwankungen auch nicht mehr erklären, weil sie angepasst wurden. Und es ist wie im Leben: Des einen Leid ist des anderen Freud..für (einige) unserer europäischen Nachbarn wird es günstiger, während es bei uns etwas teurer wird. It is how it is…ich kann damit leben. Und natürlich interessiert sich LEGO primär dafür, wie man den Umsatz steigern kann und welche legalen Wege man einschlagen kann, um den Umsatz zu steigern (und es irgendwie noch gut erklären).
    Aber Hand aufs Herz…LEGO brauch eigentlich keine teure Werbung oder sonstiges: es verkauft sich auch so gut, da eine hohe Anzahl an Menschen bereit ist, eine große Summe an Geld für Klemmbausteine auszugeben…Versteht mich nicht falsch..ich finde auch, dass vieles viel zu teuer ist (ich bin froh, dass ich die meisten Sets mit einem Mitarbeiterrabatt erhalte 😀) – aber aus Sicht von LEGO macht es Sinn: „Mal gucken wie lange die Kunden das mitmachen..“ Und ich glaube ich kenne die Antwort bereits: „Laaange…😀“

    Danke nochmals für den Artikel und macht weiter so!

    • Wieso teure Werbung, wenn jahrezehntelang LEGOs Steinchen durch monopolistische Marktdominanz mit allem, was im sog. ‚Business‘ dazugehört, regiert hat (und es noch tut), und sich die Marke ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. Was ich aber nicht verstehe, du sagst, holländische Händler kaufen den halben LEGO-Store leer. Hat LEGO da keine Vorgaben, z.B. wie sonst aktuell im Supermarkt oft zu lesen „Verkauf nur in haushaltsüblichen Mengen“? Darf man an dieser Stelle LEGO die Unterstützung von Schattenwirtschaft vorwerfen? Oder ist das LEGO total wurscht, solange Geld in den eigenen Stores rollt?

      • Das kommt anscheinend tatsächlich auf den store und den Managern an… bei einigen Sets gibts Begrenzungen aber meistens kriegen die dann tatsächlich alles, was sie auch kaufen wollten. Das gilt natürlich auch für Händler aus Deutschland 😅 ich hab’s mal live in einem anderen LEGO store mitbekommen, wie ein Händler mit einem großen rollcontainer (sowas in der Art) über 30-40 verschiedene Sets – von brickheadz bis exclusive Lego Sets – gekauft hat. Die meisten Mitarbeiter finden das auch ziemlich ärgerlich wegen den Händlern.. aber anscheinend ist der Gewinn dann doch lukrativer 😅

  54. Danke für den tollen Artikel! Das Thema „Preisanpassung“ uns die Begründung von LEGO ist ja derzeit ein heißes Thema. Es wäre noch interessant zu wissen, wie die Verkaufszahlen in den jeweiligen Ländern aussehen, um sich ein besseres Bild machen zu können. Ich habe nämlich den Verdacht, dass LEGO insbesondere in den Ländern die Priese senkt, in denen bestimmte Sets eher schlecht laufen oder LEGO Sets sich generell weniger gut verkaufen, da die Kaufkraft gering ist und LEGO entsprechend teuer. Deswegen kann ich mir auch vorstellen, dass gerade in DE und AUT die Preise so stark gestiegen sind, weil das die stärksten Absatzmärkte sind und die Kaufkraft relativ hoch ausfällt. Ist nur meine eigene Meinung/Spekulation.
    Die Begründung (Händler würden billiger in Nachbarländern einkaufen und Kunden wären verwirrt wegen unterschiedlichen Preisen) für diese Anpassung sind doch lächerlich… Viele andere Produkte sind im Ausland auch oft zu unterschiedlichen Preisen verfügbar (Benzin, Tabak, Lebensmittel), das ist eben die Preisgestaltung der Firmen (und zu einem gewissen Teil auch die Besteuerung des Produktes). Möchte man diese Probleme beseitigen, müsste man in jedem Land die selben Preise verlangen… so einfach wäre das.

  55. Wenn eine Excel-Tabelle bis Spalte BG und Zeile 447 geht, erkennt man daran unglaubliche Hingabe und Motivation. Und ich bin sehr froh, dass ihr die meisten möglichen Erkenntnisse dann auch noch zu diesem aufschlussreichen Artikel verarbeitet habt, der es einem bei Interesse erlaubt, in Textform statt aus Zahlenkolonnen einiges zu lernen. Vielen Dank dafür!
    Gibt es schon jemanden mit der Idee, die typischen Vergleichswerte Preis pro Stein und Preis pro (Kilo)gramm zu vergleichen, noch eine Stufe fortgeschrittener dann mit Lizenzberücksichtigung? Das wäre ja möglicherweise spannend (vielleicht aber auch vergeblich, weshalb ich doch mal nachfragen wollte 😉).

  56. Habt ihr eigentlich intern abgestimmt, welchen freien Abend ihr zum moderieren der Kommentare zur Veröffentlichung des Artikels opfert? 😅

  57. ‚Preiserhöhung‘ klang erstmal nicht so toll, nach dem Lesen des Artikels haben sich die Wogen allerdings wieder etwas geglättet 😉

    Ein großes Dankeschön an die Stonewars-Redaktion für die unglaubliche Mühe 😎

    Lego konnte bereits und wird auch weiterhin ein teures Hobby bleiben 😉

  58. Danke für den Artikel.
    Da wurde die Suppe wieder unnötig überkocht. Die Leute empören sich einfach zu gerne.

    Rabatte wirds ja weiter geben.

  59. Geiler Artikel, ich liebe eure hompage! Als Statistik und Six Sigma Nerd gern mehr davon. Und mit der Excel Tabelle kann man toll spielen!
    Zum Thema: Verglichen mit anderen Märkten wie USA oder China sind wir mit geradezu „riesigen“ Rabatten verwöhnt (Da geht scon mal 40-50%). Da relativieren sich die UVPs weiter.

  60. Danke für den informativen Artikel. Schade wurden die Schweizerpreise nicht berücksichtigt. Hätte mich interessiert. Bei uns (CH) sind die LEGO Sets immer enorm teurer! Vergleicht mal einen Artikelpreis in Deutschland mit der Schweiz. Ich finde der Unterschied macht nicht nur die Währungsumrechnung aus! Eigentlich sollte doch die selbe Ware überall gleich viel kosten? Und noch eine Fehlmeinung: Nicht alle SchweizerInnen verdienen mehr als die anderen EuropäerInnen. Zudem bezahlen wir nebst der täglichen Mehrwertsteuer auch noch die Gemeindesteuer, die Kantonssteuer und die direkte Bundessteuer an den Staat. Egal. Es ist halt immer noch so: Es gilt Angebot und Nachfrage auf jedem Markt.

  61. In meinem Job habe ich eine Grundregel: ZDF statt ARD (Zahlen, Daten, Fakten statt Alle reden durcheinander).

    Und genau das habt ihr wiedermal weltklasse umgesetzt!
    Großen Redpekt für eure Arbeit um dieses heiß diskutierte Thema in den passenden Kontext zu setzen! 👏

  62. Super Artikel, danke! Als Holländer freue ich mich, nur die Buchhandlung die ich noch kaufen möchte wird dann halt ein bisschen teuerer.
    Es tut mir Leid für die Deutschen. Aber alles ist ja relativ, und nun wohl ehrlicher verteilt. Griechenland verstehe ich dann nicht. Wegen den Inseln? Und Finnland?

  63. Ein ziemlich gut getrickster Marketingmove von Lego. Preisangleichung lässt sich super vermarkten. Dass unterschiedlich große Märkte davon unterschiedlich betroffen sind, fällt dabei fast gar nicht auf. Man kann schön auf die vielen kleinen Länder zeigen, in denen Lego etwas billiger wurde. In der Masse der Verkäufe dürfte Lego trotzem einen höheren Umsatz machen, da die größten Märkte am geringsten gesenkt bzw. am stärksten erhöht wurden.

    Versteckte Umsatzsteigerung trotz weitreichender gut präsentierbarer Preissenkungen in winzigen Märkten. Besser kann eine Marketingabteilung nicht arbeiten.

  64. Sehr ausführlich und informativ, vielen Dank. Was für ein Wahnsinnsaufwand, aber so wird mal Klarheit geschaffen.
    Da die Preise für Lego in der Schweiz ohnehin schon ein ganzes Stück höher sind – und das bei viel niedrigerer Mehrwertsteuer -, ändert sich für mich persönlich wenig. Wenn ich etwas unbedingt haben möchte, dann kaufe ich es sowieso.

  65. Vielen Dank an Stonewars für den sehr guten und informativen Artikel. Als Luxemburger freut es mich natürlich dass die meisten Preie angepasst werden da Lego in Luxemburg und auch im Online Shop von Lego meistens leicht höher waren als jetzt in Deutschland, nicht bei allen Artikeln aber bei vielen. Einige Sets wie z. B. der Mandalorian Starfigher sind aber nun auch in Luxemburg um 5€ teurer geworden, der war bei 64,99 € und ist nun 69,99. In Deutschland ist der Preis von diesem Set sogar um 10€ gestiegen, also von 59,99 auf 69,99€. Nur mal so als Vergleich.

  66. Deshalb liebe ich Stonewars: gute Recherche, umfassendes Beleuchten zahlreicher Aspekte, wissenschaftliche Neutralität so weit wie möglich. Danke euch, dass ihr die aktuelle Wutkultur nicht einfach so mittragt.
    Klar, man hätte noch erwähnen können, dass sich summa summarum wahrscheinlich doch ein Plus für Lego ergibt, einfach weil sie in einem der umsatzstärksten Märkte die Preise anziehen, während sie sie in schwächeren Märkten senken, oder dass durchschnittlich Sets, die sich möglicherweise besser verkaufen (stärker werdender Erwachsenenmarkt), eher von Preissteigerungen betroffen sind als solche, die sich vielleicht weniger gut verkaufen. Das mag auch der Grund sein, dass genau diese Preise in diesem Märkten gesenkt werden – um noch mehr zum Kauf anzuregen und die „Preisnachlässe“ bzw. Preisstabilität, wenn man die Inflation mit einbezieht, über Sets wieder reinzuholen, die sich sowieso auch für mehr Geld verkaufen. Lego legt hier jedenfalls nicht die Rekordgewinne auf die Kunden um, sondern arbeitet an der Stabilisierung dieser Rekordgewinne für sich selbst. Aber ich finde es richtig und wichtig, auch die positiven Seiten dieses (kapitalistisch wohl nachvollziehbaren) Handelns zu beleuchten.

    • Erstmal vielen Dank für das Lob! 🙂 Zu deinen zwei Punkten will ich aber etwas sagen: Ich finde nicht, dass wir im Rahmen dieses Artikels Spekulationen darüber hätten unterbringen müssen, dass für LEGO am Ende ein Umsatzplus bleibt. Denn das ist (leider) bisher nur eine Spekulation. Es gibt keinerlei Daten, die das belegen würden. Wir würden liebend gerne mal einen Artikel dazu schreiben, welches Land wie viel % an den Umsätzen von LEGO beteiligt ist, aber wir sehen hier aktuell (abgesehen von einer Analyse der generellen Kaufkraft) keinen Angriffspunkt für. Wenn jemand dazu einen Tipp hat, freuen wir uns sehr darüber. Aber eine gefühlte Wahrheit oder anekdotische Aussagen Einzelner sind zumindest aus meiner Sicht keine gute Grundlage für einen weiteren Punkt in diesem Artikel – denn der sollte ja die Veränderungen des Preisgefüges analysieren und nicht das Umsatzplus bei LEGO. Das haben wir ja auch schon anderweitig getan.

      Was den anderen Punkt angeht (Preissteigerung von Sets, die sich ohnehin sehr gut verkaufen), dazu habe ich woanders schon geantwortet, daher kopiere ich das hier nochmal hin: „Was die Änderungen im AFOL-relevanten, höheren Preissegment angeht: Ich habe die Preisanpassungen sporadisch mit unseren Affiliate-Statistiken über alle Kanäle hinweg verglichen. Die sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus der Realität, aber vielleicht ein kleines Stück weit repräsentativ für den „deutschen AFOL“. Und da sind eher wenige gut verkaufte Sets unter denen, die teurer werden. Die Topseller bleiben im Preis in DE gleich und sinken im EU-Vergleich sogar.“

      • Über den Grund und Nutzen der „Angleichung“ habt ihr dagegen aber sehr schön spekuliert. Ich zitiere: „..und auch intern würde bei LEGO die Buchhaltung natürlich wesentlich einfacher, wenn die Produkte überall gleich viel kosten würden.“ Ein Punkt, den ich so überhaupt nicht nachvollziehen kann und der im Ergebnis auch keineswegs erreicht wird, bleiben doch unterschiedliche Preise in unterschiedlichen Ländern weiterhin bestehen, wie ihr anhand der Zahlen sehr schön gezeigt habt. Die eine Spekulation ist nicht besser als die andere.

        Aber vielleicht kann ja jemand vom (Buchhaltungs-)Fach erklären, inwiefern eine solche Angleichnung im Zeitalter von IT-gestützter Buchhaltung irgendetwas vereinfachen würde.

  67. Tjoar, die unlösbaren Probleme der Globalisierung.
    Das Gute daran ist sicherlich, dass weniger Warenverkehr über die Grenzen gehen wird.
    Das Schlechte ist halt, dass es hier teurer wird.

    Als Wenig-Käufer beträgt die Mehrbelastung für mich allerdings nur ein paar Euro. Wobei der genaue Betrag spekulativ ist, schließlich gibt es für kommende Sets keinen „alten Preis“.

  68. Damit mein Beitrag nicht nur ein Off-Topic-Beitrag zum üblichen Elefanten im Raum bleibt: Danke für solche Artikel – gibt’s im Lego-Kontext sonst einfach sehr selten, wenn dann englisch, und nirgends so ausführlich wie hier!

  69. Ich finde es ja durchaus verständlich, dass man sich über Preiserhöhungen nicht freut – mir geht es da nicht anders. Allerdings finde ich die meisten Argumente die hier in den Kommentaren gebracht wurden, doch etwas Fragwürdig.

    Zum einen wird zwar ständig das Argument gebracht, dass Deutschland das Land mit der höchsten Kaufkraft wäre und damit die Gesamteinnahmen ja steigen müssten – ohne genaue Zahlen wie viel Lego in welchem Land einnimmt etc. sind das erstmal nur Behauptungen ohne jegliche Fakten. Zumal mit Frankreich, Benelux und Spanien/Portugal in der Gesamtheit nun nicht unbedingt nur Länder mit niedriger Kaufkraft reduziert wurden. Und wenn man schon das Kaufkraftargument bringt, auch behaupten könnte, dass die Kaufkraft ja steigt, und damit die Preise auch steigen könnte – von der Inflation reden wir mal lieber gar nicht erst. In dem Sinne kann man eigentlich froh sein, dass die Preise im Produktdurchschnitt lediglich um 1,3% gestiegen sind.
    Wie gesagt, ich bin auch kein Freund von steigenden Preisen – aber trotzdem sehe ich hier jetzt aufgrund des Artikels erstmal nichts, was beweisen würde, dass dadurch die Einnahmen von Lego insgesamt steigen würden – auch wenn manche das hier behaupten wollen ;).

  70. Respekt für den ausführlichen und sachlichen Artikel!
    Ich hätte vorher nicht gedacht, dass die Marketingaussage zur Harmonisierung tatsächlich stimmt. Als insgesamt zu teuer empfinde ich trotzdem noch viele Legoartikel – schade, dass ich meinen Kindern dadurch weniger bieten kann als ich gern möchte.
    Als sonst immer stiller Leser/Zuschauer beider Lego-Lager werde ich mich aber sicher weiterhin köstlich über diesen unwichtigen Kleinkrieg amüsieren, der mich von den echten Sorgen des Lebens ablenkt.

    • Wir haben (auf mehrfachen Wunsch) eine Lösung gesucht, Zeitangaben für die Lesedauer einzuführen. Das System berechnet das anhand der Anzahl der Wörter im Beitrag, wobei es bei Tabellen und Grafiken leider nicht so gut klappt bisher. Ansonsten gehen wir von moderaten 250 Wörtern/Minute aus.

      Wir schrauben noch dran, aber ich kann nicht versprechen, dass das bei solchen „schwierigien“ Beirägen immer genau ist. Und dafür steht ja eben ein „ca.“ dran.

      Aber schön, dass es schon jemandem aufgefallen ist – wenn auch negativ.

        • Es sollte jetzt auch nicht nörgelig klingen bei mir, ich habe mich wirklich (!) gefreut, dass es jemandem aufgefallen ist! 😀 Der andere Kommentar dazu war mir durchgerutscht. Ich bin eh persönlich so begeistert, dass ich geschafft habe das zu implementieren, da kann ich über kleine Schwächen in der Umsetzung noch hinwegsehen 😉

          Ich hab aber auch irgendwie deinen Kommentar falsch gelesen, da steht was anderes als ich beim ersten mal dachte, weshalb ich das „negativer“ aufgefasst habe, als es ist 🙂

          • Dann muss ich wohl an meiner Formulierung arbeiten. 😉

            Was mir auch positiv auffällt, wenn ich den Namen der Teammitglieder anklicke, krieg ich genau die Infos, die mich interessieren. Sehr genial, die direkte Mail-Möglichkeit und natürlich die zugehörigen Artikel.
            Warum ist das nicht auch bei dir so? Da kommt man ja nur auf die Startseite.

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