LEGO 7144 Slave I und 75312 Boba Fett’s Starship im Generationen-Vergleich

LEGO Star Wars 75312 Boba Fetts Starship Titelbild

Das Raumschiff des Kopfgeldjägers Boba Fett, die Slave I, gilt als eines der ikonischsten Schiffe aus der Originaltrilogie von Star Wars. Kein Wunder also, dass es bereits einige Umsetzungen als LEGO Modell gab. Auch das aktuelle Sortiment hält wieder eine Slave I bereit, dieses Mal passend zur zweiten Staffel der Serie „The Mandalorian“. Was das neue Set zu bieten hat und noch viel mehr, erfahrt ihr hier in unserer Review!

Das Set 75312 Boba Fett’s Starship folgt dem diesjährigen Trend bei LEGO, bekannte Raumschiffe aus der Originaltrilogie in einer kleineren, dafür aber auch günstigeren Variante neu aufzulegen. Als das Schiff im Rahmen der August-Neuheiten von LEGO Star Wars vorgestellt wurde, erinnerte es mich in seiner reduzierten Größe direkt an meine erste Slave I aus dem Jahr 2000. Um unsere Review-Reihe rund um die aktuelle LEGO Star Wars-Welle etwas aufzulockern habe ich mich dazu entschieden, statt einer normalen Review einmal beide Modelle näher zu betrachten und zu schauen, wie sich LEGO Sets in den vergangenen 20 Jahren verändert haben. Viel Spaß beim Lesen!

Allgemeine Informationen

7144 Slave I erschien im Jahr 2000 im Rahmen der zweiten LEGO Star Wars-Welle überhaupt. Das Set kam noch zu D-Mark-Zeiten mit einer UVP von 49,95 DM auf den Markt, bevor alle Preise zum 1. Januar 2002 auf Euro umgestellt wurden. Im Zuge der kürzlich aufgeflammten Diskussionen rund um eine Preiserhöhung einiger LEGO Sets ab 2022 ist es an dieser Stelle interessant, dass das Set ein Jahr nach Verkaufsstart ebenfalls eine Preiserhöhung auf 54,95 DM erfuhr, bevor es ab dem 1. Januar 2002 schließlich 27,99 Euro kostete. Die weiteren Daten und Fakten im Überblick:

  • Setnummer: 7144
  • Name: Slave I
  • Erscheinungsjahr: 2000
  • Teile: 166
  • Preis: 27,99 Euro (inflationsbereinigt: 37,90 Euro)
  • Teilegewicht: 245 Gramm
  • Preis/Teil: 16,86 Cent (inflationsbereinigt: 22,84 Cent)
  • Preis/Gramm: 11,42 Cent (inflationsbereinigt: 15,47 Cent)
  • Altersempfehlung: 7 – 12
  • Anzahl Minifiguren: 1 + Karbonitblock
  • Anzahl Sticker: keine

LEGO Star Wars 75312 Boba Fetts Starship Titelbild

75312 Boba Fett’s Starship stellt die insgesamt sechste Auflage der Slave 1 als eigenständiges Spielset dar und ist seit August im LEGO Onlineshop und bei zahlreichen anderen Händlern, wie etwa Amazon, verfügbar. Seit dem ersten Modell von 2000 erschienen zudem noch eine UCS-Variante, eine kleine Umsetzung innerhalb des Sets 75222 Verrat in Cloud City sowie diverse Miniatur-Modelle. Die neueste Version dieses Schiffs orientiert sich hierbei am Auftritt der Slave I in den letzten drei Folgen der zweiten Staffel von „The Mandalorian“.

  • Setnummer: 75312
  • Name: Boba Fett’s Starship
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • Teile: 593
  • Preis: 49,99 Euro
  • Teilegewicht: 405 Gramm
  • Preis/Teil: 8,43 Cent
  • Preis/Gramm: 12,34 Cent
  • Altersempfehlung: 9+
  • Anzahl Minifiguren: 2 + Karbonitblock
  • Anzahl Sticker: 9

Bisherige Sets und Auftritte im Star Wars-Universum

Das Set 7144 Slave I orientiert sich ganz klassisch am ikonischsten Auftritt dieses Raumschiffs in der klassischen Trilogie, als Boba Fett den in Karbonit eingefrorenen Han Solo auf Bespin in sein Schiff lädt, um ihn an Jabba the Hutt auszuliefern. In Anbetracht der ersten Umsetzung der Slave I als LEGO Modell ist diese Wahl auf jeden Fall nachvollziehbar. Mit Ausnahme von Jango Fett’s Slave I aus dem Jahr 2002, die thematisch zu Episode II gehört, orientierten sich alle folgenden Sets ebenfalls an den Szenen in der Wolkenstadt auf Bespin, wenn auch mit wechselnder Figurenauswahl.

Mit dem Set 75312 Boba Fett’s Starship erschien zum ersten Mal seit 2002 wieder eine Slave I, die sich nicht an Episode V orientiert. Durch die Rückehr von Boba Fett in der Live-Action-Serie „The Mandalorian“ erlebten wir auch ein Revival seines legendären Raumschiffes, das in den letzten drei Folgen der zweiten Staffel zu sehen ist. In Kapitel 14 (Die Tragödie) folgen Boba Fett und Fennec Shand dem Mandalorianer auf den Planeten Thython, um Boba Fetts alte Rüstung zurückzuerhalten. Da die beiden im Austausch für die Rüstung zugesagt hatten, Grogu kein Leid geschehen zu lassen, verbünden sie sich nach der Entführung von Grogu durch Moff Gideon mit dem Mandalorianer, um das Kind zurückzuholen. Im Zuge dieser Mission reist das Trio in Begleitung von Cara Dune und Migs Mayfield auf den Planeten Morak, um den Standort von Gideons Kreuzer ausfindeig zu machen (Kapitel 15: Der Getreue). In dieser Folge präsentiert sich Boba auch mit seiner neu lackierten Rüstung, die im Set 75312 enthalten ist.

Verpackung und Inhalt

Die Verpackung von 75312 Boba Fett’s Starship kommt im gewohnten Boxart zu „The Mandalorian“ und zeigt das Raumschiff auf der Vorderseite im Flug. Am unteren Rand der Box sind wie aktuell üblich die enthaltenen Minifiguren aufgeführt. Der Hintergrund ist an den Planeten Morak angelehnt, auf dem wir die Slave I in der (bisher) vorletzten Folge von „The Mandalorian“ im Einsatz erleben. Die Rückseite zeigt das Schiff in Landeposition und stellt einige der Funktionen dar, auf die wir im Laufe dieser Review noch eingehen werden.

Im Inneren des Kartons befinden sich vier nummerierte Tüten mit Steinen, eine Bauanleitung in quadratischem Format und ein Stickerbogen.

Die Verpackung der Slave I (7144) ist im üblichen Stil der damaligen LEGO Star Wars-Sets gehalten. Das Logo in der rechten oberen Ecke basiert auf einem Entwurf von Christian Faber und wurde in den ersten Jahren für alle Sets zur klassischen Trilogie verwendet. Die Vorderseite ordnet das Set den Geschehnissen auf Bespin zu und zeigt neben dem fliegenden Schiff auch Boba Fett, der den in Karbonit eingefrorenen Han Solo schiebt. Die Rückseite der damaligen Sets zeigte das Modell stets (teil-)zerlegt und hielt auch alternative Bauvorschläge bereit. Meistens waren diese zwar recht einfach und hatten wenig mit dem eigentlichen Set zu tun, bei der Slave I gab es jedoch zwei sehr passende Ideen: Eine Art Kohlenstoff-Gefrieranlage ähnlich der in Cloud City und eine Präsentationsecke für den Karbonitblock, wie sie in Episode VI in Jabbas Palast zu sehen ist. Die Seiten der Box zeigen weitere Setbilder und nachgestellte Szenen.

Die Anleitung des alten Sets zeigte übrigens auf jeder Seite ein kleines Bild aus den Filmszenen, in denen Boba Fett oder sein Raumschiff eine Rolle spielen. Wer die damalige Bauanleitung gerne einmal in Ruhe durchblättern möchte, findet sie hier.

Der Aufbau

Der Zusammenbau des Modells 75312 Boba Fett’s Starship beginnt mit der Unterseite der Slave I, auf der eine Konstruktion aus Technic-Liftarmen die Basis für die späteren Aufbauten bildet. Verschiedene Wedges, also schräg angewinkelte Steine, erzeugen in Kombination mit einigen Dachsteinen die runden Formen des Schiffs. Der untere Ausleger des Bügeleisen-förmigen Raumschiffs besteht aus zwei langen schwarzen Technic-Bricks, die mithilfe einiger Brackets verkleidet werden. Hierbei werden auch zum ersten Mal 6×2 Wedge Plates in light bluish grey verwendet, die zuvor bereits bei Darth Vaders Helm in schwarz verbaut wurden.

Anschließend wird der Bereich rund um das Cockpit gebaut. Auch hier wird mithilfe von Brackets die Möglichkeit geschaffen, die Form der runden Flügelaufnahmen mithilfe verschiedener Bautechniken trotz des kleinen Maßstabs gut zu treffen. Als letztes werden noch die beiden drehbaren Flügel und die Zwillingsgeschütze angebaut, bevor die Slave I komplett vor uns auf dem Tisch liegt.

Zusätzlich zur Slave I enthält das Set auch noch einen kleinen Servicewagen, dessen Art man eigentlich eher aus der Rebellenbasis auf Yavin IV kennt. Nachdem auch dieser Teil des Sets gebaut wurde verbleiben einige zusätzliche Kleinteile, darunter Zubehör für die mandalorianischen Helme und Ersatzmunition für die Stud-Shooter.

Der Aufbau der 7144 Slave I gestaltet sich, bedingt durch die damals zur Verfügung stehenden Elemente und Bautechniken, deutlich simpler. Statt verborgener Technic-Konstruktionen oder seitlich angebauten Teilen werden hier alle Steine ganz normal aufeinandergesetzt, um sich nach oben hin immer mehr der endgültigen Form des Schiffes anzunähern. Interessanterweise wurden damals bereits etliche Steine in bunten Farben im Inneren verbaut, um die verwendeten Formen voneinander abzugrenzen. Die 2×2 Steine in Blau, 2×3 Steine in Rot und 2×4 Steine in Gelb verschwinden jedoch nach und nach unter der Außenverkleidung und sind im fertigen Modell nicht mehr erkennbar.

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Bedingt durch die zur Jahrtausendwende verfügbare Farbpalette wurde die Außenverkleidung in Grün, Braun und Grau gestaltet, wobei die letzten beiden Farben noch in ihrer alten Variante enthalten sind (brown statt reddish brown und light / dark gray statt light / dark bluish gray). Die drehbaren Flügel sind durch eine Technic-Achse im Inneren verbunden und bleiben in ihrer Position, wenn das Raumschiff aufgestellt wird.

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Sticker

Falls ihr unschlüssig seid, ob ihr die Aufkleber beim Set 75312 Boba Fett’s Starship anbringen sollt oder falls ihr euch einfach nur einen Eindruck davon verschaffen möchtet, wie viel die Sticker bei diesem Set zum Gesamteindruck beitragen, bekommt ihr hier einen direkten Vergleich beider Varianten.

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Die Minifiguren

7144 – Boba Fett

Als Besitzer der Slave I und der Kopfgeldjäger im Star Wars-Universum schlechthin, durfte Boba Fett in der ersten Umsetzung dieses Schiffs natürlich nicht fehlen. Anfang des Jahrtausends unterschieden sich einige Merkmale noch deutlich von den heute üblichen Umsetzungen. Der mandalorianische Helm war fest mit dem Jetpack am Rücken verbunden, auch das seitlich am Helm angebrachte Zielfernrohr war eher angedeutet und stand kaum über den Kopf hinaus. Damals war es zudem noch üblich, die schwarzen Visiere von Boba und Jango Fett, aber auch der Phase I- und II-Klontruppen in den Helmen auszusparen und durch schwarze Minifigurenköpfe darzustellen. Dies änderte sich erst im Jahr 2008 mit den Klontruppen zur Animationsserie „The Clone Wars“, deren Helme erstmals komplett geschlossen waren und einen Aufdruck für die Visiere besaßen.

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Trotz der sehr einfach gehaltenen Umsetzung ohne die Möglichkeit, den Kopf zu drehen oder das Zielfernrohr herunterzuklappen, erreichte die frühere Umsetzung von Boba Fett zumindest bei mir durch das Videospiel „LEGO Star Wars II“ Kultstatus, da Boba dort ein recht starker und gut spielbarer Charakter war. Unterhalb des Jetpacks war die Rückseite des Torsos nicht bedruckt, was allerdings dem Standard der damaligen Zeit entspricht.

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7144 – Han Solo in Karbonit

Der zweite berühmte Passagier des Schiffs (wenn auch ein unfreiwilliger) lag dem ersten Set zur Slave I ebenfalls bei: der in einen Karbonitblock eingefrorene Schmuggler Han Solo. Die Umsetzung durch einen Druck auf einem schwarzen 1x2x5 Stein war zwar simpel, dennoch recht beeindruckend für das Jahr 2000. Diese Form hielt sich auch bis ins Jahr 2006 und kam in dieser Zeit in insgesamt vier Sets vor. Die inzwischen verwendete Form eines größeren Hohlblocks, in den auch eine Minifugur von Han Solo gesetzt werden kann, erschien erst 2010.

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75312 – Boba Fett

Boba Fetts Minifigur aus Set 75312 zeigt den Kopfgeldjäger in seiner neu lackierten Rüstung nach dem Zusammentreffen mit Din Djarin auf Tython. Der Brustpanzer ist in einem dunkleren Grünton gehalten und unter seiner Rüstung trägt er ein schwarzes Gewand mit Waffenrock. Der Helm ähnelt zwar dem bekannten Element vergangener Boba Fett-Minifiguren, besitzt durch die Restaurierung in der Serie allerdings keine Schrammen mehr. Auch die Delle auf der Stirn ist ohne abgeplatze Farbe nur noch als Vertiefung angedeutet. Ein breiter Gürtel zieht sich über die Verbindung zwischen Torso und Beinen, wobei sich die Drucke nahtlos zusammenfügen. Die Beine in pearl dark gray sind mit einem schwarzen Rock, gelben Rüstungselementen und bedruckten Stiefeln verziert.

Unter dem Helm ist auch das gealterte und von Narben gezeichnete Gesicht Bobas zu sehen, der nach seiner Flucht aus dem Sarlacc einige Jahre auf Tatooine verbrachte. Als Klon von Jango Fett wurde dabei das neue Gesicht der LEGO Klontruppen als Basis verwendet und entsprechend angepasst.

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Die Vernarbungen ziehen sich auch auf der Rückseite des Kopfes weiter, was einen rundum stimmigen Eindruck erzeugt. Das Jetpack ist im bekannten Sandgrün beigelegt, darunter ist die Rückseite des Torsos ebenfalls detailliert ausgestaltet.

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Ein weiteres Highlight bei dieser Figur sind die bedruckten Arme. Diese zeigen gelbe Schulterplatten und dunkelrote Handgelenkwaffen. Der linke Schulterpanzer ist außerdem mit einem Emblem eines Mythosaurier-Schädels ausgestattet, der das Symbol der Mandalorianer ist.

75312 – Der Mandalorianer / Din Djarin

Abgesehen vom Imperial Armored Marauder enthält jedes Set zur Serie „The Mandalorian“ aus dem Jahr 2021 eine Minifigur von Din Djarin in seiner glänzenden Beskar-Rüstung. In Anbetracht seiner Rolle als zentrale Figur der Serie ist dies zwar nachvollziehbar, löst allerdings beim dritten Set keine Begeisterungsstürme mehr bei mir aus. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle betonen, wie schön und detailliert diese Minifigur gestaltet ist! Fans, die nicht die ganze Serie kaufen, haben so zudem die Chance, recht einfach an den namensgebenden Protagonisten von „The Mandalorian“ zu kommen.

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Leider besitzt „Mando“ nach wie vor kein Gesicht, sondern nur einen schwarzen Kopf unter dem Helm. In diesem Set ist er zudem erstmals mit dem Beskar-Speer ausgestattet, den er in der Mitte der zweiten Staffel im Duell erringen konnte. Torso, Beine und Arme der Figur sind teils silber glänzend bedruckt und zeigen etliche Details, wie die verschiedenen Platten der Rüstung, Waffengürtel, Munitionsgurt und Waffen an den Handgelenken. Trotz der Überdeckung durch den Umhang ist auch die Rückseite des Torsos bedruckt und detailliert gestaltet.

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Auf dem rechten Schulterpanzer der Rüstung ist ein Schlammhorn abgebildet, das der Mandalorianer sich im Laufe der ersten Staffel der Serie als sein Siegel verdient.

75312 – Gamorreaner in Karbonit

Die Razor Crest (75292) enthielt erstmals seit 2006 wieder Karbonitblöcke in Form von 1x2x5 Steinen. Des Weiteren waren dort zum ersten Mal andere Charaktere als Han Solo in solchen Blöcken eingefroren. Dieses Schema wird bei Boba Fett’s Starship fortgeführt, dieses Mal ist ein Gamorreaner Beute des Kopfgeldjägers. Der Karbonitsarkophag ist eine schöne Ergänzung für alle, die bereits die Razor Crest besitzen und passt in seiner Größe auch gut zur kleineren Umsetzung der Slave I. Der eingefrorene Gamorreaner ist jedoch leider nur durch einen Aufkleber umgesetzt, ein Druck hätte dem Element deutlich besser zu Gesicht gestanden.

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Details und Funktionen

Der im Set enthaltene Servicewagen erschien im ersten Moment zwar etwas sonderbar, hat jedoch eine clever umgesetzte Funktion: Er dient als Stütze, um die Slave I in aufrechter Flugposition präsentieren zu können. Die leicht drehbar gelagerten Flügel an den Seiten bleiben durch ihr eigenes Gewicht beim Drehen des Schiffs in einer waagrechten Position.

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Diese Präsentationsmöglichkeit gibt uns auch die Gelegenheit, die interessant gestaltete Rückseite des Raumschiffs zu begutachten. Neben den Triebwerken wurden auch verschiedene Greebles hinzugefügt, um die Rückseite interessanter und mehr wie die Außenhülle eines Raumschiffs wirken zu lassen. Eine invertierte 2×2 Fliese in Sandgrün gibt der Leiter des Präsentationswagens einen festen Halt, sodass das Schiff nicht aus Versehen umkippt.

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Die Rückseite hält ein weiteres Feature bereit, das wir bereits von der Vorgängerversion aus der „20 Jahre“-Jubiläumsreihe kennen: einen Haltegriff zum Spielen und Herumfliegen. Dieser ist aus Technic-Liftarmen gebaut und fest in der inneren Struktur verankert. Während man die Version von 2000 noch von hinten mit der Hand umschließen oder unter dem Rumpf greifen musste, lässt sich das neue Modell dadurch sehr angehem halten.

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Ein Versuch mit dem Servicewagen und der alten Version zeigt interessanterweise: Auch das Set aus dem Jahr 2000 kann stabil auf dem Ständer stehen. Dies wird durch die angebrachten 2×2 Inverted Dishes möglich gemacht, die sich in der richtigen Höhe befinden, um das Schiff an der Leiter des Präsentationswagens anzulehnen und zu halten. Der Unterschied im Detailreichtum war zwar bereits auf der Vorderseite sichtbar, fällt auf der Rückseite allerdings noch deutlicher auf. Lediglich fünf Inverted Dishes in Trans-Neon Orange dienen zur Nachbildung der dort befindlichen Triebwerke, weitere Strukturierungen fehlen komplett.

Natürlich darf bei beiden Modellen eine der wichtigsten Funktionen des Originalschiffs nicht fehlen: Unter dem hervorstehenden Schiffsrumpf befindet sich eine Luke, hinter der die in Karbonit eingefrorene Kopfgeldjägerbeute für den Flug verstaut werden kann. Bei Modell 75312 von 2021 wird die Luke nach oben geöffnet und der Karbonitblock darunter verstaut, beim Set 7144 von 2000 war es noch umgekehrt umgesetzt.

Im Gegensatz zu zwischenzeitlichen Umsetzungen der Slave I in größerem Maßstab besitzen diese beiden kleinen Modelle keine Funktion, um das Cockpit im Inneren beim Aufstellen des Raumschiffs mit den Flügeln mitzudrehen. Als Ersatz bieten beide Schiffe die Möglichkeit, eine Minifigur für beide Situationen zu positionieren. In der alten Slave I muss sich Boba jedoch etwas zurücklehnen, damit das Cockpit im Landemodus schließen kann, im neuen Raumschiff muss er lediglich sein Zielfernrohr am Helm einklappen.

Entgegen der ansonsten sehr schön umgesetzten Rundungen und Formen schließt das Cockpit bei Boba Fett’s Starship (75312) nicht ganz luftdicht mit dem angebauten Rumpf ab. Eventuell wäre hier eine minimale Verbreiterung der obersten Reihe nach der Scheibe nötig gewesen, um dieses Problem abzufangen.

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Vergleich der beiden Modelle

Natürlich lassen sich zwei Modelle, die mit 20 Jahren Abstand erschienen sind, nicht direkt miteinander vergleichen. Das sollte allerdings auch nie Ziel des Artikels sein. Anhand der beiden etwa gleich großen Modelle lässt sich aber schön sehen, wie sich die Bauweise von LEGO Sets in diesem Zeitraum verändert hat.

Auf den ersten Blick lassen sich anhand der reinen Setdaten bereits einige Unterschiede feststellen: Das Set von 2021 enthält mehr als dreimal so viele Teile, die jedoch nicht einmal das Doppelte wiegen. Mit 20 Jahren Unterschied kostet das neueste Set zudem knapp den doppelten Preis, was unter Beachtung der Inflationsrate trotzdem für ein besseres Preis/Gewicht-Verhältnis sorgt. Das Preis/Stein-Verhältnis fällt aufgrund der kleinteiligeren Bauweise ohnehin deutlich zugunsten der neuesten Auflage aus.

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Das neueste Set zum Schiff von Boba Fett ist dabei mit einem Preis von 49,99 Euro die (rein preislich gesehen) günstigste Slave I seit der ersten Umsetzung (27,99 Euro). Ebenso wartet das Set 75312 mit dem günstigsten Preis pro Stein aller bisher erschienenen Modelle der Slave I auf, selbst wenn man die Inflation oder veränderte Kaufkraft in den Jahren seit 2000 außen vor lässt. Zu den Teilegewichten der Sets finden sich leider kaum Daten, den Vergleich zwischen 7144 und 75312 gewinnt jedoch auch hier die neueste Auflage (unter Einbezug der Inflationsrate). Den „Spitzenplatz“ im Bezug auf das Preis/Stein-Verhältnis belegt Jango Fett’s Slave I (7153) von 2002, die mit 360 Teilen 69,99 Euro kostete. Diese Faktoren beschreiben ein Set natürlich nie ganz ausreichend, dienen aufgrund ihrer Vergleichbarkeit aber immerhin als objektive Anhaltspunkte. Lässt man das UCS-Modell von 2015 außen vor, ist die Umsetzung aus dem Jahr 2019 im Rahmen des 20-jährigen LEGO Star Wars-Jubiläums für mich die bisher schönste Umsetzung, während man aus meiner Sicht bei der Slave I (6209) von 2006 das beste „Preis-zu-Volumen“-Verhältnis hatte (537 Teile, 64,99 Euro). Allerdings ist dieses Schiff aus heutiger Sicht natürlich recht detailarm und wirkt verglichen mit neueren Modellen etwas „klobiger“.

Durch die neu hinzugekommenen Farben und Formen lässt sich das Schiff deutlich akkurater und dem Vorbild entsprechend nachbauen. Neue Teile und Elemente bieten zudem immer die Möglichkeit, neue Bautechniken umzusetzen, was den Aufbau wiederum interessanter macht. Mit den oben aufgeführten Metriken veränderte sich somit auch der Bauspaß, der jedoch deutlich subjektiver und somit schwerer zu messen ist.

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Es fällt auf, dass dem Schiff in der neuesten Auflage einige Details wie Kratzer oder Oberflächenstrukturen hinzugefügt wuden. Die dafür verwendeten Sticker ersetzen allerdings keine früheren Drucke, die Details waren beim alten Raumschiff schlicht nicht vorhanden. Aus diesem Grund fällt es mir oftmals auch nicht schwer, die Sticker heutzutage wegzulassen, da sie im Vergleich zu den Sets von früher meist optionale Details hinzufügen. Etwas anders sieht es allerdings beim Karbonitblock aus. Hier hätte ich trotzdem einen Druck erwartet, da die Karbonitblöcke für mich wie Minifiguren zählen.

Fazit

Unabhängig von „geschichtlichen“ Vergleichen ging es in diesem Artikel natürlich auch darum, euch die Slave I der aktuellsten LEGO Star Wars-Welle vorzustellen. Wer die vorausgegangenen Umsetzungen gewohnt ist, mag das Modell zunächst eher klein finden. Trotzdem ist es sehr schön ausgestaltet, die Form des Originals ist für den kleinen Maßstab sehr gut umgesetzt. Der Aufbau war abwechslungsreich und bietet ein paar interessante Techniken. Durch den geschickt integrierten Präsentationsständer macht sich das kleine Set auch gut als Ausstellungsmodell, was für ein Spielmodell eines so ikonischen Raumschiffs in dieser Größe bei LEGO Star Wars nicht selbstverständlich ist.

An Minifiguren des Mandalorianers in Beskar-Rüstung mangelt es in diesem Jahr zwar nicht, wer nicht alle Sets kauft, hat so aber immerhin die Chance, ihn auch in einem Set zu bekommen, das sich in eine Sammlung zur klassischen Trilogie einfügen lässt. Dafür enthält das Set Boba Fett mit neu lackierter Rüstung, die er in „The Mandalorian“ zum ersten Mal zeigt. Torso, Beine und Arme sind sehr schön bedruckt und auch der Kopf ist beidseitig gestaltet. Lediglich der Helm und das Jetpack hätten im Vergleich zur Serie einen dunkleren Farbton vertragen, eventuell war der Sprung zum nächstdunkleren Grünton in der LEGO Farbpalette aber zu groß und hätte die Vorlage ebenso verfehlt.

Der ohnehin moderate Teilepreis und die Verfügbarkeit bei zahlreichen Händern, verbunden mit den entsprechenden und bereits erhältlichen Rabatten, machen das Set zu einem lohnenswerten Kauf für alle Fans von „The Mandalorian“ oder Boba Fett, die die letzte Version der Slave I verpasst haben oder denen sie zu teuer war.

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Mir hat es viel Spaß gemacht, mich im Rahmen dieser Review auch mal wieder mit den alten LEGO Star Wars-Sets meiner Kindheit zu beschäftigen und über die zwischenzeitlichen Weiterentwicklungen des LEGO Systems zu staunen. Zwanzig Jahre sind allerdings auch eine lange Zeit und wir dürfen gespannt sein, in welche Richtung sich die LEGO Sets in den kommenden Dekaden entwickeln!

Nun bin ich aber auf eure Meinung gespannt! Hat euch die etwas andere Art der Review gefallen und interessieren euch ab und an auch Rückblicke zu älteren Umsetzungen der Modelle? Natürlich dürft ihr euch auch zum aktuellen Set 75312 Boba Fett’s Starship austauschen und über die Vorzüge und Schwächen des Sets diskutieren. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Über Tobias 12 Artikel
Als Star Wars Fan kaufte er sich als Kind von seinem ersten Taschengeld Luke's Landspeeder (7110) und kam während des Studiums durch das Modell der Saturn V zurück zu LEGO.

30 Kommentare

  1. Das UCS Modell 75060 bleibt für mich persönlich immer noch eines der schönsten Star Wars Sets/ USC Sets der vergangenen Jahre. Nicht nur der Aufbau macht riesigen Spaß und ist abwechslungsreich, optisch ist es schlichtweg eine Augenweide!

  2. Ich selbst habe die UCS Slave I. Die neue Slave I finde ich wirklich schön. Die neue Figur von Boba mit dem Mandolorian Update sieht auch super aus. Das Set scheint auch sehr beliebt zu sein, bei Amazon ist es fast durchgehend nicht auf Lager.

  3. Diese neuen midi Scales (auf Kosten weniger Steine, weniger Detail und einem niedrigeren Preis für den Verbraucher) gefallen mir ehrlich gesagt nicht so wirklich. Ich hoffe, dass Lego davon in Zukunft wieder etwas Abstand nimmt.

    • Ich denke schon, es müssen halt immer reihum alle Gruppen bedient werden 🙂 Die letzte Slave I für 119,99€ (UVP) war eben eher das Sammlerstück, diese hier sieht in ihrem Maßstab optisch nicht weniger gelungen aus und passt mit 35€ – 40€ am Markt eben besser ins Taschengeld-Budget. Ich würde stark vermuten, dass die nächsten Auflagen der diesjährigen Schiffe (X-Wing, TIE-Fighter, Slave I, Imperial Shuttle) wieder größer, detaillierter und dadurch auch teurer werden.

  4. Ein interessanter Artikel und eine super Idee für einen Vergleich, der sich ja in anbetracht von über 20 Jahren Star Wars und etwa tausend Varianten jedes einzelnen Raumschiffes auch gut anbietet. Ich fand die Slave I damals auch echt cool, aber vergleicht man sie mit heutigen Standards, wirkt sie natürlich schon ziemlich…naja. 😉 Umso interessanter, die Entwicklung da zu verfolgen, da die generelle Form ja schon ziemlich gleich bleibt. Gerne auch mehr solcher Artikel, da mich als nicht-SWler die „normalen“ Reviews eh nicht ganz so brennend interessieren.

    Als Außenstehender, der zuletzt ’99/’00 Star Wars LEGO hatte (allerdings ohne die Slave I), finde ich die neue Welle kleiner günstiger Sets der wichtigsten Schiffe echt gelungen, inklusiver der neuen Slave I. Die Aufkleber für Sachen wie Kratzer oder so (vgl. auch Rostflecken beim ECTO-I) finde ich aber generell immer etwas überflüssig und das würde mich auch als Druck stören (da vielleicht sogar noch mehr). Solche Details kann man sich auch einfach „dazudenken“. Am Ende ist LEGO ja immernoch eine Abstraktion.

  5. Welches Vergleichsmodell uns LEGO 2040 bescheren wird?
    In diesem Sinne: Herrje, wie die Zeit vergeht… Ich erinnere mich gut an die ersten Star Wars Wellen, war ich doch bereits aus den Dark Ages heraus… Und hätte es damals schon digitale Fan Medien diesen Umfangs gegeben, der Aufschrei über Preiserhöhungen wäre kein geringerer gewesen. Fan Medien scheinen den Gallier im Fan zu wecken. Früher bekamen das die Leserseiten gedruckter Fanmagazine zu spüren. Das ist keine Erfindung der Jetztzeit.
    Also, auf in Richtung 2040!

  6. Vielen Dank für diesen Doppelreview 🙂
    Ein solcher Vergleich von Sets der ersten und der aktuellen Generation zeigt immer wieder sehr gut die Weiterentwicklung von Teilen, Bautechniken und Farbgestaltung. Einen ebenso großen Unterschied habe ich z.B. auch beim X-Wing (7140 zu 75218) und beim Tie (7146 zu 75211) bemerkt. Die neueste Slave I finde ich, wie die anderen „abgespeckten“ Modelle recht gut gelungen und als preiswerten Einstieg in die LEGO Star Wars Welt begrüßenswert. Allerdings habe ich, soweit vorhanden, für alle meiner älteren Sets bereits eine neuere Version.
    Meine erste und einzige Slave I (bis jetzt) ist die 20th Anniversary 75243 mit ein paar Modifikationen 😁
    Aufkleber verwende ich beim Aufbau nicht, daher würde mich bei der aktuellen Slave I der Gamorreaner in Karbonit schon etwas stören, den Rest der Aufkleber finde ich jedoch verzichtbar.
    Die Figuren sind super gestaltet, allerdings wäre Fennec Shand hier auch nicht fehl am Platz.

    In Zukunft bitte gerne mehr Reviews auch von älteren Star Wars Sets im Vergleich zu den aktuellen Ausführungen 😀

  7. Super Review. Ich selber besitze beide Modelle. Wobei die alte Version in einer Kiste lagert, da ich sie optisch „heutzutage“ nicht mehr als Vitrinen Model präferiere. Die neuere Version gefiel mir bei Aufbau sehr und auch ich habe mir Gedanken gamcht, was sich in 20 Jahren so alles getan hat… Wahnsinn.

    Übrigens: Im aktuellen REAL Prospekt für kommende Woche wird bei uns die 75312 Boba Fett’s Starship mit 39,99 beworben! Was 20 % Rabatt wären.

  8. Danke für den etwas anderen Review! Gerne mehr davon, wenn es dazu passt. Die Slave 1 ist gut „gealtert“ ;p Die erste LEGO Slave 1 war ja wie ein Rohdiamant mit vielen Ecken und Kanten. Die Zeit hat sie dann wohlproportioniert abgeschliffen und ihr Rundungen verpasst ^^ Ich finde die aktuelle Welle eigentlich ziemlich top, was die Bepreisung und auch Umsetzung angeht. Super für Kinder (taschengeldfreundlich, im Sinne von ein bissel was ansparen) und super für Sammler (die sich mit weniger Details zufrieden geben).

  9. Vielen Dank für den tollen Review, Tobias 😀

    Erstaunlich, wie die Modelle sich entwickelt haben – die erste Slave 1 sieht im Vergleich zum aktuellen Modell doch sehr rustikal aus 😉
    Auch die Teileanzahl ist bemerkenswert gering.

    Der Unterschied zu ‚früher‘ ist mir zuletzt bei den VW Käfer aufgefallen – da war das Ursprungs-Set auch noch sehr eckig.

    Sind die neueren Modelle immer detailgetreuer, so versprühen die ‚alten‘ doch immer noch ihren speziellen Charme 😀

  10. Die erste Slave I sieht aus als würde die jeder 8 Jährige hinbekommen. Mag eher die neuen Modelle, Figuren usw. von Star Wars. Klar alles eine Frage des Geschmacks.

    Soll jeder sich das sammeln worauf er Lust hat.

      • Das ist tatsächlich eine Frage, die mich auch ab und an beschäftigt: Wie sehr beeinflusst die zunehmende Perfektion der Sets das Bauverhalten der Kinder? Die bei der Slave I (7144) gezeigten Umbaumöglichkeiten gehen ja sogar noch von der Optik her, aber bei der Ritterserie meiner Kindheit (Knight´s Kingdom von 2000/2001) waren die Umbauvorschläge in den Anleitungen so simpel, dass sich Kinder fast schon als echte Designer fühlen mussten, sobald sie etwas eigenes kreiert haben, denn das sah mit hoher Wahrscheinlichkeit besser aus 😀

        • Das ‚Bauverhalten‘ von Kindern ist in der Tat eine sehr spannende Frage 😀

          Wie baut die heutige Generation? Haben junge Fans aufgrund der immer spezifischeren Teileauswahl überhaupt die Möglichkeit ihre Kreativität in dem Maße auszuleben wie die in den 80ern und 90ern Heranwachsenden?

          Aufgrund des Fehlens von eigenem Nachwuchs kann ich diese Frage nicht beantworten – aber es gibt bestimmt genug andere, die dem Lego-Nachwuchs beim Spielen über die Schulter schauen können 😉

          • Nun, ich hab ja 3 von diesen jungen Fans zuhause – das eigene Umbauen oder Entwerfen geht zwar aber man macht bestehende Modelle damit idR schlechter und hat damit kein so tolles Erfolgserlebnis. Wir haben sehr viele Legoteile in 2 großen Kisten für die Kinder. Die Teile sind so ab 2012 bis heute und durch die vielen vielen „Spezialteile“ und Formen ist das freie Bauen wesentlich anstrengender. Man muss viel mehr nach gleichen Teilen suchen und wenn man die Farben nich mit beachtet – nunja – ich finde die Entwicklung insgesamt für Kinder nicht gut. Das betrifft auch die Anleitungen. Daher wäre auch heute für ein Kind <10 sicher der alte Slave I wesentlich geeigneter.

          • Ich habe meine Star Wars Sets als Kind allerdings auch nie zerlegt, dazu waren sie zu „heilig“. Und das waren damals noch Sets wie die vorgestellte 7144 Slave I. 😀 Allerdings habe ich mit meinen restlichen Teilen oft zusätzliche Basisstationen oder ähnliches für meine Star Wars Minifiguren gebaut, das wird aus heutiger Sicht stilistisch auch nicht zusammen gepasst haben, aber als Kind stört einen das ja nicht.

            @Bob: Was findest du an den heutigen Anleitungen nicht so gut? Sind sie zu einfach?

          • Das mit den ‚zu heilig‘ kenne ich auch… 😉

            Ja, das die Spezialteile das freie Bauen verkomplizieren kann ich mir gut vorstellen 😞

  11. Super Review! Der Vergleich mit dem alten Modell ist Klasse.
    Ich finde es gut das Lego kleinere Modelle rausbringt. Den Kindern reichen solche Modelle bis 50 Euro locker aus.
    Und zur Preisdiskussion und UVP, gestern erst im lokalen Spielzeughandel, da gibt es eher wenig Rabatte aber so Kindergeburtstagsboxsn. Da liegt schon Lego drin aber oft Sets die gleich 70/80 Euro kosten. Da denk ich mir immer für solche Anlässe sollte Lego mehr im Bereich 20 bis 50 Euro bringen.

  12. Was ich ein bisschen schade finde, ist dass der Gamorreaner-Aufkleber minim von denjenigen der Razor Crest abweicht (Kein „Bedienfeld“)…

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