Die LEGO 76391 Hogwarts Icons Collector’s Edition im Review: Magisches Monument oder einfach ’ne Eule?

LEGO 76391 Hogwarts Icons Reviewtitel

Nach dem Aufreger-Thema Preiserhöhung widmen wir uns nun lieber etwas Schönem. Die LEGO 76391 Hogwarts Icons Collector’s Edition ist ein außergewöhnliches Set, mit dem in dieser Form wohl niemand gerechnet hätte. Im heutigen Review schauen wir uns an, ob das Konzept aufgeht und wo die Stärken und Schwächen des Designs liegen.

Während LEGO bei der Harry Potter-Themenwelt sonst großen Wert auf Bespielbarkeit legt, handelt es sich bei den Hogwarts Icons um ein reines Ausstellungsstück, das zudem noch im Hochpreissegment angesiedelt ist und sich wohl mehr als jedes vorherige Set der Reihe an erwachsene Fans richtet. Denen verspricht es interessante Bautechniken und mit der großen Schneeeule Hedwig einen echten Hingucker, den es in ähnlich aufwendiger Form noch nicht als LEGO Set gegeben hat.

Die Reaktionen nach der Vorstellung reichten von „Staubfänger“ bis „Wunderschön!“, wobei ich mich eher zur zweiten Fraktion zählte. Jetzt, da ich das Set aufgebaut habe, ist meine Meinung etwas differenzierter. Warum, das erzähle ich euch im folgenden Review.

Box und Inhalt

Ein Display-Set, das eine erwachsene Käuferschicht ansprechen soll – und darum handelt es sich bei den LEGO Hogwarts Icons mit ihren 3010 Teilen und einer UVP von 249,99 Euro definitiv – muss schon durch seine äußeren Werte überzeugen, um am Markt erfolgreich zu sein. Werfen wir deshalb zunächst einen Blick auf die Gestaltung der Verpackung.

Die Verpackung: Edel und stimmig

Das mattschwarze Karton-Design der LEGO 18+ Reihe harmoniert nicht mit allen Sets gleichermaßen gut. Hier passt es allerdings hervorragend, da es das ohnehin recht komplexe Modell ganz in den Mittelpunkt stellt und das Auge nicht durch zusätzliche grafische Spielereien ablenkt. Um den Kontrast zwischen weißer Eule und schwarzem Hintergrund etwas aufzuweichen, nutzt LEGO einen bläulichen Schimmer, der dem Ganzen eine magische Atmosphäre verleiht und trotz des anderen Konzepts eine Brücke zum Design der regulären Harry Potter-Sets schlägt, auf deren Kartons die Farbe Blau ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

Der Name des Sets ist – wie bei den 18+ Sets allgemein üblich – groß auf der Vorderseite abgedruckt und mit einer goldenen Silhouette von Hogwarts versehen, was sehr stimmig wirkt und gut zum Harry Potter-Schriftzug in der unteren rechten Ecke passt.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Karton Vorne

Auf der Rückseite der Box sehen wir auch das Modell in der Rückansicht. LEGO wählt für den Karton meist nur „kamerafreundliche“ Perspektiven, und das ist hier erfreulicherweise ebenfalls gegeben – das Set macht folglich auch freistehend im Raum eine gute Figur. Ein wenig getrickst wird bei solchen Fotos gleichwohl immer, in diesem Fall etwa, indem Zaubertrank-Flaschen, Schokofrosch und Brille neu arrangiert wurden, um die Ansicht interessanter zu gestalten.

Auf der Rückseite tauchen erstmals die drei enthaltenen Sammelfiguren von Prof. Dumbledore, Prof. McGonagall und Hagrid auf ihrem Präsentationsständer auf, der, wie wir später sehen werden, zwar für sich genommen sehr gelungen ist, aber nicht so recht zum Rest des Modells passen will. Außerdem finden wir rechts einige Detailbilder, die auf die Austauschbarkeit des Schals hinweisen, der die Zugehörigkeit zu einem der vier Hogwarts-Häuser symbolisieren soll, und die das Augenmerk auf den Einladungsbrief nach Hogwarts lenken, den Hedwig in den Krallen hält. Auch die offiziellen Maße des Sets erfahren wir hier: Das fertige Modell ist laut LEGO 44 cm hoch, 50 cm breit und (laut Homepage) 33 cm tief.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Karton Hinten 2

Auf den Seitenflächen der Verpackung gibt es ebenfalls einiges zu entdecken. Die rechte Schmalseite zeigt noch einmal den Setnamen nebst Hogwarts-Silhouette, links sehen wir hingegen eine Real-Abbildung der drei Hauptcharaktere aus den Filmen, Harry, Hermine und Ron. Diese sind in ähnlicher Form zwar auf vielen Produkten der LEGO Harry Potter-Reihe zu finden, doch ist hier noch zusätzlich Hedwig abgebildet, die sonst nicht vorkommt. Auf der oberen Längsseite des Kartons hat LEGO die Zaubertrank-Flaschen groß abgebildet, die beim folgenden Aufbau eines meiner persönlichen Highlights sein werden. Außerdem gibt es dort zur Einordnung der Größe wie üblich die 1:1-Abbildung eines Teils, das im Set enthalten ist.

LEGO hat sich in diesem Fall ausgerechnet für die bedruckte Fliese mit dem Hogwarts-Wappen entschieden, die im Set als Briefkopf Verwendung findet. Diese dürfte zwar für viele Fans interessant sein und ist insofern keine schlechte Wahl, doch enthält sie leider einen Rechtschreibfehler. Beim Schulmotto  Draco Dormiens Numquam Titillandus, also frei übersetzt Kitzle niemals einen schlafenden Drachen, wurde „Titillandus“ fälschlicherweise mit einem O anstelle des U geschrieben. Die prominente Platzierung des Teils auf der Box macht es noch unverständlicher, warum dies bis zur Produktion offenbar niemandem bei LEGO aufgefallen ist.

Unboxing: 22 Bauschritte und Innenkarton

Genug der schnöden Verpackung! Kommen wir nun zu dem, was wirklich zählt: Dem Inhalt. Öffnet man die Box an den drei Klebesiegeln, gibt diese einen Innenkarton sowie 12 Tüten frei, die nach Bauabschnitten nummeriert sind. Nachfolgend könnt ihr euch durch eine Galerie der einzelnen Tüten klicken, die schon sehr gut erkennen lassen, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Bestandteile des Sets aufgebaut werden. Da die Nummern nicht lückenlos sind, muss auch gleich der Innenkarton geöffnet werden, um das Set „in einem Rutsch“ bauen zu können.

Der Innenkarton enthält 10 weitere Tüten, sodass wir in Summe bei insgesamt 22 Tüten landen, die jeweils einen kompletten Bauabschnitt umfassen. Auch die Bauanleitung ist im Innenkarton enthalten und in einer Folie eingeschweißt, gemeinsam mit dem sehr kleinen Stickerbogen, der gerade einmal neun Aufkleber enthält. Außerdem liegen im Karton die drei bedruckten Fliesen, die nachher zusammen den Brief ergeben, lose bei. Leider ziert auch die reale Fliese das fehlerhafte Wappen – es besteht allerdings die Hoffnung, dass LEGO diesen Fehler irgendwann beheben und der Kundenservice das Teil austauschen wird, sofern man sich daran stört.

Interessant ist beim Auspacken immer ein Blick auf die alphanumerischen Codes der Kartons und der Tüten, da diese Aufschluss darüber geben, wo und über welchen Zeitraum ein Set verpackt wurde. Bei diesem Set etwa wurden sowohl Außen- als auch Innenkarton in der letzten Juli-Woche im tschechischen Werk in Kladno verpackt (Code 30S1), einzelne Tüten hingegen schon bis zu 5 Wochen vorher. Diese Zeitspanne, verbunden mit der Tatsache, dass die meisten der enthaltenen Teile wiederum nicht in Tschechien, sondern in Dänemark, China oder anderen Werken produziert werden, verdeutlicht sehr schön den logistischen Aufwand, der hinter einem solchen Set steckt.

Bauanleitung

Bevor wir uns dem Aufbau widmen, werfen wir noch einen Blick in die Anleitung, die klebegebunden und mit 411 Seiten sowie 720 g Gewicht recht umfangreich geraten ist. Alle Texte der gedruckten Version sind wie üblich in englischer Sprache verfasst, eine deutsche Übersetzung ist allerdings inzwischen bei LEGO online abrufbar und bildet die Grundlage für die Auszüge, die ich in diesem Artikel eingebunden habe.

Die Anleitung enthält, neben den bloßen Bauschritten, einige Informationen zum Designteam sowie einen Abschnitt, der die Historie der Harry Potter-Reihe bei LEGO nachzeichnet. Denn obwohl auf der Verpackung bis auf die Benennung der Minifiguren („Anniversary…“) kein Hinweis dazu zu finden ist, erscheinen die LEGO 76391 Hogwarts Icons anlässlich deren 20-jährigen Bestehens. Wenigstens geht die Anleitung auf dieses Jubiläum ein, und LEGO ist es sehr schön gelungen, im Rahmen des abgebildeten Zeitstrahls einen Bezug zu einigen Elementen des Sets herzustellen.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Anleitung Jubiläum

Überhaupt versucht LEGO, den einzelnen Komponenten in der Anleitung möglichst viel Kontext zu geben, z.B. indem nach vielen Bauabschnitten ein Vergleichsbild der „realen“ Vorlage sowie einige erklärende Sätze zum Hintergrund eingefügt wurden. Diese Seiten und eine Übersicht, die man direkt vor dem Baubeginn in der Anleitung findet, habe ich unten ebenfalls eingebunden. Einige Bestandteile des Sets haben keine Erläuterung, was schon darauf hindeutet, dass es sich hierbei um „Füllmaterial“ handeln könnte. Wie ihr später sehen werdet, waren es auch just diese Abschnitte des Aufbaus, die mich oft am wenigsten begeistert haben.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Anleitung Übersicht

Aufbau

Wenn auch das Auspacken eines Sets immer ein besonderer, weil einmaliger Moment ist, so ist es letztlich doch nur Mittel zum Zweck, um endlich mit dem Aufbau loslegen zu können! Diesen werde ich nachfolgend analog zur Anleitung in mehrere Kapitel unterteilen, wobei ich manche Bauabschnitte zusammenfassen werde, wo sich dies anbietet.

Abschnitt 1: Harrys Brille, Zauberstab und eine Flasche Glück

Jeder fängt mal klein an. Das gilt auch für den Aufbau der LEGO Hogwarts Icons, wo wir uns zunächst um einen Teil des „Drumherums“ kümmern, bevor es an das Hauptmodell geht. Die erste Tüte umfasst die Teile für Harrys Brille, seinen Zauberstab sowie die kleine Phiole mit dem Zaubertrank Felix Felicis, dem flüssigen Glück, das im sechsten Teil der Reihe in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle spielt. Während Brille und Zaubertrank später nur lose dem Modell beigelegt werden, hat der Zauberstab eine Befestigungsmöglichkeit in Form eines Kugelgelenks.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 1 1

Für die Brille kommen als Fassungen für die (nicht vorhandenen) Gläser erstmals neue Ringelemente (79851) zum Einsatz, die LEGO eingängig als 3.2 SHAFT, DIA. 7M W/ CROSS HOLE bezeichnet. In der Community wird sich wohl ein anderer Name dafür durchsetzen.

Wie dem auch sei, die neuen Teile sind für Moccer sehr interessant, denn sie haben nicht nur auf beiden Seiten eine Aufnahme für Technic-Achsen, die sich aufgrund ihrer Kreuzform zudem zwischen vier Noppen stecken lässt, sondern der Durchmesser des Rings wurde auch so gewählt, dass Minifiguren-Hände, Clips usw. daran befestigt werden können. Es handelt sich also um ein vielseitig einsetzbares neues Teil, das wir bestimmt bald auch in anderen Sets und Eigenbauten sehen werden. Die Brille ist mit wenigen Handgriffen zusammengesteckt und groß genug, dass man sie mit etwas gutem Willen auch als erwachsener Fan aufsetzen kann.

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Als zweites ist der Zaubertrank Felix Felicis an der Reihe, der im Buch als goldene Flüssigkeit beschrieben wird. Allerdings basieren die LEGO Harry Potter-Sets nicht auf den Büchern, sondern auf den Filmen, und dort ist der Trank farblos, scheint aber in manchen Szenen von innen heraus zu leuchten. Die LEGO Designer entschieden sich deshalb, diesen Aspekt zu betonen und entwarfen die Phiole nicht aus transparentem oder goldenem, sondern aus phosphoreszierendem Material, wie es z.B. kürzlich bei der LEGO 76389 Kammer des Schreckens für die Minifigur des Fast Kopflosen Nicks zum Einsatz kam.

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Hier kommt für das Label der erste Aufkleber zum Einsatz, dessen Design zwar nicht im Film, aber bei anderen Merchandise-Artikeln sehr ähnlich verwendet wird. Zur Baurichtungsumkehr dient ein Stab, auf den der untere und der obere Teil der Phiole in entgegengesetzten Ausrichtungen gesteckt und so miteinander verbunden werden.

Der Zauberstab schließlich basiert im Wesentlichen auf modifizierten 1 x 1 Steinen (4733) mit Noppen auf allen vier Seitenflächen, die in mehreren Schichten mit langen Platten und Fliesen überbaut werden. Zwei auffällig rote Steine im Inneren der Konstruktion sollen wahrscheinlich die Phönixfeder symbolisieren, die Harrys Zauberstab seine magische Kraft verleiht. Diese ist insofern für die Geschichte wichtig, dass der Stab von Lord Voldemort eine Feder desselben Phönix enthält, was für eine besondere Verbindung der beiden sorgt.

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Bis auf das vorderste Teil, das nur von einer Noppe gehalten wird, aber von vier Seiten umbaut ist, ist der fertige Zauberstab überraschend robust. Mit ca. 82 g bei 35 cm Länge liegt er gut in der Hand, wenn er auch etwas zu groß wirkt. Weil die dargestellte Größe jedoch ohnehin von Film zu Film variiert und vor allem der Griff sehr gut gelungen ist, ist der Zauberstab mein persönliches Highlight des ersten Bauabschnitts. Accio zweite Tüte!

Abschnitt 2 – 3: Bunt, bunt, bunt sind alle meine Technic-Elemente

Gehört ihr zu denjenigen, die sich regelmäßig über bunte Teile im Innern ihrer LEGO Sets beschweren? Dann müsst ihr jetzt ganz stark sein. In den Bauabschnitten 2 und 3 konstruieren wir nämlich das „Rückgrat“ des Sets, das dessen Bestandteile, die auf den ersten Blick nur lose aufeinander gestapelt wirken, fest miteinander verbindet und der ganzen Konstruktion so viel Stabilität verleiht, dass später die Eule darauf thronen kann. Hierbei kommt ein buntes Potpourri von Technic- und Systemelementen in teils knalligen Farben zum Einsatz, wie schon der erste Blick auf den Inhalt von Tüte 2 verrät.

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Solche bunten Teile werden vom Design- bzw. Anleitungsteam aus verschiedenen Gründen eingesetzt, etwa um den Aufbau übersichtlicher und damit einfacher zu gestalten. Sie dienen andererseits aber auch dazu, das Teilebudget für ein Set einzuhalten. So lassen sich manchmal zusätzliche Details oder aufwendigere Teile „querfinanzieren“, indem man an den nicht sichtbaren Stellen auf Farben zurückgreift, die in der internen Kalkulation gerade günstiger zu haben sind. Was auch immer in diesem Fall den Ausschlag für das bunte Innenleben des Sets gegeben haben mag: Mich stört es nicht, solange am Ende davon nichts mehr zu sehen ist.

Auf Basis von Technic-Bricks, die besonders verwindungssteif sind, baut man zunächst einen Standfuß, der später ca. 2/3 der Breite und fast die gesamte Tiefe des untersten Buches einnehmen wird. In diesem Standfuß werden weitere, senkrecht nach oben ragende Technic-Bricks verankert und mit Liftarmen als Verstrebungen stabilisiert. An der Spitze dieses „Turms“ werden wir später die Beine der Eule montieren.

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Im obigen Bild sind bereits Teile des Buchrückens von Tom Riddles Tagebuch angedeutet. Im nächsten Schritt kommen dann die Ränder der aufgeklappten Buchdeckel an die Reihe. Diese baut man mehrlagig aus Platten auf, die schließlich mit einer Deckschicht aus schwarzen und goldenen Elementen sowie einer Reihe sandfarbener Fliesen als angedeuteter Buchseite versehen werden. Zur Befestigung am Technic-Gerüst kommen neue Teile in Form eines 1 x 2 Technic-Bricks (73109) mit mittig angebrachter Platte zum Einsatz – ein sehr praktisches Teil, um für flache Konstruktionen eine solche Verbindung zu ermöglichen!

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Die Baugruppe wird zweimal identisch zusammengesteckt und beidseitig am Standfuß befestigt, der außerdem mit zusätzlichen Technic-Elementen weiter verstärkt wird. Das Grundgerüst des Sets ist damit fertiggestellt und wird in den folgenden Bauabschnitten Schicht für Schicht verkleidet.

Abschnitt 4 – 5: Tagebuch oder Trafalgar Square?

Die Bauabschnitte 4 und 5 widmen sich ganz der Fertigstellung von Tom Riddles Tagebuch, das aufgeschlagen zuunterst im Stapel liegt. Dafür beginnt man zunächst am Buchfalz, der durch Bogenelemente und Fliesen realisiert wird. Auch für die Befestigung der nächsten Ebene wird bereits in Form zweier Drehteller-Basen (61485) vorgesorgt, die es ermöglichen werden, das zweite Buch schräg auf dem Tagebuch liegend zu montieren. Die graue Platte mit Kugelpfanne links im Bild dient später dazu, den Zauberstab aus dem ersten Bauabschnitt mit dem Hauptmodell zu verbinden.

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Für die Ränder der aufgeschlagenen Buchseiten haben sich die Designer an eine Bautechnik erinnert, die erstmals beim LEGO Architecture 21045 Trafalgar Square für die Treppe zum Einsatz kam und damals allgemein für Begeisterung sorgte. Durch einfaches Stapeln mehrerer Paneele, wobei nur das oberste fixiert wird und die anderen wie in einer Schiene aufliegen, erreichte LEGO damals wie heute eine sehr flache Stufenoptik, die hier natürlich ganz wunderbar geeignet ist, um den leichten Versatz der Buchseiten darzustellen.

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Die flache Wölbung der Seiten zum Rand hin wird mit 8 x 2 Curved Slopes (42918) realisiert, die erstmals 2019 im LEGO 10265 Ford Mustang Verwendung fanden und hier ganz neu in Sandgelb enthalten sind.

Die Kombination dieser Bautechniken sorgt für ein sehr glaubhaftes Aussehen des Tagebuchs, das ja auch in der Geschichte zunächst leer erscheint. Ich finde es fast ein bisschen schade, dass man im weiteren Verlauf des Aufbaus dieses gelungene Buch mit den anderen Teilen des Sets überdecken muss.

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Übrigens: Die Platte, die an der rechten vorderen Kante hervorlugt, ist keinem Baufehler meinerseits geschuldet, sondern dient später dazu, den Hogwarts-Hausschal daran zu befestigen.

Abschnitt 6 – 9: Zwei Bücher, jedoch eher günstige Ausgaben

Jetzt folgen die vier Bauabschnitte, an denen ich am meisten zu bemängeln habe. Wir kümmern uns nämlich nun um das „Füllwerk“, also die beiden anderen Bücher, die in der Übersicht am Anfang der Anleitung nicht explizit einer bestimmten Vorlage zugeordnet wurden, nach Aussage der Designer allerdings durch ihre farbliche Gestaltung die beiden Hogwarts-Häuser Gryffindor und Ravenclaw symbolisieren sollen.

Der Aufbau des ersten, des Ravenclaw-Buches beginnt zwar unspektakulär, da hier recht monoton Stein um Stein auf Stein gesetzt wird, allerdings ist die Verwendung der dunkelblauen 2 x 2 Jumper Plates eine nette Idee. Hierdurch beträgt der Überstand des Buchdeckels über die Seiten nicht eine ganze Noppenbreite, was etwas unrealistisch gewirkt hätte, sondern nur eine halbe. Dunkelblau ist zudem als erste der beiden Ravenclaw-Farben passend gewählt.

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Auf der Unterseite bleibt das Buch bis auf die zur Befestigung an den Drehtellern benötigten Rundplatten komplett offen. Der so entstehende Rahmen hat eine Größe von 24 x 16 Noppen, was exakt den Deckelmaßen von Tom Riddles Tagebuch entspricht. Da es sich hier allerdings um ein geschlossenes Buch handelt, wirkt das Ravenclaw-Buch dennoch wesentlich kleiner.

Für die Darstellung der Seiten haben sich die Designer einer effektiven, aber leider beim Bauen recht langweiligen Technik bedient: In zwei Reihen werden 1 x 2 Steine (2877) mit Rillenprofil auf dem Rahmen hochgezogen, wobei die horizontalen Rillen nach außen zeigen. So ergibt sich eine relativ realistische Optik, wenn man an den Ecken, wo manche der sichtbaren Flächen zwangsläufig keine Rillen haben, nicht allzu genau hinsieht.

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Das Ganze wird schließlich mit einer Deckschicht aus verschiedenen Platten versehen, die den oberen Buchdeckel darstellen, wobei auch hier wieder eine recht große Fläche frei bleiben muss, um das Buch über die Technic-Konstruktion zu „fädeln“, die später die Eule halten soll. Der Buchrücken wird separat gebaut und mittels SNOT-Steinen im 90 Grad-Winkel befestigt, wobei als kleine Besonderheit an den beiden Enden noch eine goldene Standplatte eingearbeitet wird, wie sie auch für die Sammelfiguren zum Einsatz kommt. Das wirkt als Fadenheftung zwar nicht sehr glaubwürdig, ist aber dennoch ein schönes Detail.

Weniger schön ist hingegen, wie offensichtlich bei diesem Buch der Rotstift angesetzt wurde. So wurde als Akzentfarbe statt Silber einfach Hellgrau verwendet. Das kann man sich evtl. noch damit erklären, dass ein Set wie die Hogwarts Icons, die das Augenmerk des Betrachters auf einige Highlights wie die Eule und den goldenen Schnatz lenken sollen, durch den Einsatz zu vieler Metallic-Farben an „unwichtigen“ Stellen leicht überfrachtet wirken könnte. Die Tatsache hingegen, dass der Großteil des Buchdeckels nicht gefliest wurde und dadurch nicht nur in einem auffälligen Kontrast zum Buchrücken, sondern auch zum Rest des Sets steht, kann ich nur als Sparmaßnahme interpretieren, was mir in Anbetracht des aufgerufenen Preises sehr missfällt.

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Das Gryffindor-Buch, dessen Aufbau mit Abschnitt 8 beginnt und das später ebenfalls mittels (kleinerer) Drehteller auf dem bestehenden Ensemble befestigt wird, ist nahezu identisch zum gerade eben gebauten Exemplar. Auch hier ist die Hauptfarbe mit Dark Red passend gewählt, aber auch hier wird die Oberseite nicht gefliest und als Akzentfarbe nicht Gold, sondern Dark Tan verbaut – schade.

Der sich wiederholende Aufbau bedeutet leider auch, dass erneut 50 identische Profilsteine als Buchseiten gestapelt werden müssen. Das machte schon beim Ravenclaw-Buch keinen Spaß, und dass man es hier gleich noch einmal tun muss, macht die Sache nicht besser. Einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Büchern (von der etwas anderen Mechanik zur Montage einmal abgesehen) gibt es dann aber doch noch: Für die Jumper Plates, die zur Einrückung der Seiten dienen, kommt nicht Dark Red, sondern Reddish Brown zum Einsatz. Da die entsprechenden Teile in Dark Red gerade für einige andere Sets in Produktion und somit verfügbar gewesen wären, handelt es sich wahrscheinlich auch hierbei um eine Sparmaßnahme, die die Gesamtoptik des zweiten Buches weiter abwertet.

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Wie man vielleicht zwischen den Zeilen herauslesen kann, war ich vom Aufbau dieser beiden Bücher alles andere als begeistert. Es ist allerdings gut möglich, dass ihr das völlig anders empfinden werdet, denn ich stelle immer wieder fest, dass ich an einem LEGO Set nichts weniger mag, als das bloße Hochziehen von Wänden – und so fühlten sich hier große Teile des Aufbaus für mich an.

Abschnitt 10: Ein Loch ist in der Kiste

Kommen wir deshalb schnell wieder zu erfreulicheren Dingen. In Abschnitt 10 bauen wir nämlich Hermines Zaubertrank-Kiste, wie sie im zweiten Film… nicht zu sehen ist. Dort wird die Tragehilfe beim heimlichen Brauen des Vielsafttranks nämlich als einfache Holzkiste mit einem klappbaren Griff, ähnlich einer Werkzeugkiste, dargestellt. Die Designer nahmen sich hier also die künstlerische Freiheit, die Kiste filigraner, farblich passender zur Eule und vor allem flacher als die Vorlage zu gestalten.

Dabei kommt neben Zaunelementen (19121) mit Ornament-Muster unter anderem ein bedrucktes Paneel zum Einsatz, dessen Gestaltung diesen Zaunelementen nachempfunden ist, aber noch zusätzlich die Initialen H. G. für Hermine Granger enthält – zumindest diese finden sich auch auf dem Kasten in der Filmvorlage wieder.

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Wie die Überschrift des Kapitels schon andeutet, ist der Boden der Kiste nicht geschlossen, sondern enthält ein U-förmiges Loch. Dieses dient dazu, die Kiste zwischen den beiden oben an der Technic-Konstruktion schräg angebrachten Liftarmen einrasten zu lassen und damit ganz ohne Noppen in ihrer Position zu fixieren.

Leider haben die Designer die Aussparung im oberen Deckel des Gryffindor-Buches etwas zu groß gestaltet, sodass sie nicht vollständig von der Kiste verdeckt wird. Da diese Stelle des Modells aber später unter dem Hogwarts-Einladungsbrief verschwindet, ist der kleine Designfehler nicht weiter von Bedeutung.

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Mit diesem Abschnitt, auf den nicht, wie ich es erwartet hätte, gleich die Zaubertrankflaschen folgen, endet der Teil des Aufbaus, der sich – vom großartigen Tagebuch einmal abgesehen – über weite Strecken wie eine Pflichtübung angefühlt hat. Doch jetzt kommt die Kür, denn im nächsten Abschnitt beginnt endlich der Bau der Eule!

Abschnitt 11: Endlich, eine Eule!

Wir werden Hedwig in den folgenden Abschnitten von unten nach oben bauen, folgerichtig beginnt Abschnitt 11 mit den Füßen. Diese werden – zunächst ohne die Krallen, die später an den Kugelgelenken befestigt werden – um eine stabile Technic-Konstruktion herum konstruiert und anschließend mit jeweils vier Pins, später noch mit Platten und Fliesen, am Technic-Grundgerüst des Modells befestigt. Diese Verbindung ist so stabil, dass man problemlos das ganze Set daran hochheben kann.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 11 2

Jetzt, da Hedwig Füße hat, auf denen sie stehen kann, beginnt der interessanteste Teil, nämlich der Aufbau von Körper und Flügeln.

Abschitte 12 – 13: Ein schöner Rücken kann entzücken

Wir beginnen dabei in Abschnitt 12 mit dem Bauch, der auch schon zwei erste Schwanzfedern mitbringt. In Bauabschnitt 13 folgt dann der Bürzel mit den restlichen Schwanzfedern. Das Innenleben der Eule ist bunt und mit reichlich SNOT-Elementen versehen. Auffällig ist auch, wie an vielen Stellen z.B. durch Bögen statt regulärer Steine versucht wurde, Gewicht zu sparen und für eine gute Balance der Eule zu sorgen. Das wird, wie wir sehen werden, noch eine wichtige Rolle spielen. Wichtig sind auch die stabil befestigten Technic-Winkelverbinder rechts im Bild, mit deren Hilfe die Eule später auf ihre Beine gesteckt wird.

Umbaut wird das Innenleben mit allen erdenklichen (Curved) Slopes, die auch den beiden Schwanzfedern, die auf Basis von Platten und Steinen mit einer Noppe Breite konstruiert werden, ihre schöne, abgerundete Form verleihen.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 12 1

Bauabschnitt 13 beschert uns die Rückenpartie des Vogels. Drei Kugelgelenke zu beiden Seiten dienen später dazu, die Flügel daran zu befestigen, interessant fand ich an diesem Abschnitt aber vor allem die mittlere Schwanzfeder, die fest mit dem Körper verbunden ist. Um deren spiegelsymmetrische Form zu ermöglichen, werden nämlich die beiden Hälften identisch aufgebaut, am oberen Ende jeweils an zwei Brackets befestigt und unten, quasi als 180 Grad Baurichtungsumkehr, mit einem der neuen Bar 2L with Stop Ring (78258) miteinander verbunden. Diese Bautechnik zur Richtungsumkehr, für die in MOCs früher gerne der Minifiguren-Lippenstift (93094) herhalten musste, ist etwas, das ich in einem offiziellen LEGO Set bisher noch nicht gesehen habe.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 13 1

Ein weiteres interessantes und offenbar auch sehr praktisches neues Teil ist die 6 x 6 Platte mit 5 Pinlöchern (73110). Diese kommt an den Unterseiten von Bauch und Rücken zum Einsatz und bietet eine einfache, dabei aber gleichzeitig stabile Möglichkeit, diese beiden Hälften des Eulenkörpers miteinander zu verbinden.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 13 2

Im Anschluss baut man die sechs noch fehlenden Schwanzfedern zusammen, von denen jeweils die beiden gegenüberliegenden identisch sind. Da alle bis auf die mittlere Feder über Clips befestigt werden, kann man ihre Anordnung ein wenig verändern und damit das Gefieder spreizen, wie es in der folgenden Animation zu sehen ist.

76391 Hogwarts Icons Schwanzfedern

Nun, da der Rumpf der Eule fertig ist – und zwar wesentlich kleiner, als ich es erwartet hätte – widmen wir uns als nächstes den Flügeln.

Abschnitt 14: Einmal Owl Wings zum Mitnehmen

Spätestens im Bauabschnitt 14, in dem wir die beiden Flügel von Hedwig vorerst noch ohne Schwungfedern bauen, wird mir bewusst, wie modular diese Eule und im Grunde das ganze Set konstruiert ist. Neben Beinen, Bauch- und Rückenpartie werden nämlich auch die Flügel vollständig separat zusammengesteckt und erst am Schluss über wenige Befestigungspunkte mit dem Rest des Modells verbunden. Das erleichtert zum einen den Aufbau, hat aber für Menschen wie mich, die ihre Modelle gerne mal wieder im Karton verstauen, auch den Vorteil, dass dies sehr einfach möglich ist, ohne das komplette Set zu zerlegen. Gut gemacht, LEGO!

Beim Bauen der Flügel kommen Freunde von Brackets, also Winkeln zur Baurichtungsumkehr, voll auf ihre Kosten. Obwohl ich mich nicht zu dieser Gruppe zähle, kann ich nicht umhin zu bewundern, wie es die Designer geschafft haben, auf sehr kompaktem Raum einen in seiner Formgebung ansprechenden Flügel zu entwerfen, der auch noch von beiden Seiten gut aussieht.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 14 1

Ich spreche übrigens bewusst von „einem Flügel“, da die beiden Exemplare zwar in ihrem Aufbau gespiegelt, sonst aber absolut identisch sind. Überhaupt baut man bei Hedwig sehr viele Bestandteile doppelt, was mich im Gegensatz zu den Büchern, wo dies vermeidbar gewesen wäre, aber hier nicht stört: Schließlich sind in der Natur viele Symmetrien vorhanden und unser Auge empfindet oft gerade diese Eigenschaft als besonders schön.

Abschnitt 15 – 16 : Köpfchen muss man haben

Ob wir wollen oder nicht: Bei Gesichtern, und seien sie nur aus Klemmbausteinen, achten wir besonders auf Aspekte wie Symmetrie, Abstände und Formen – ein gelungenes Modell eines Tieres steht und fällt also mit der Gestaltung des Kopfes. Dieser war etwa einer der Hauptkritikpunkte bei der kleineren Version der Eule, dem Set LEGO 75979 Hedwig aus dem Jahr 2020. Bei den Hogwarts Icons, so viel darf ich schon vorwegnehmen, ist dem Team hingegen ein richtig gutes Design gelungen.

Bevor es ans Gesicht geht, ist allerdings erst einmal der Hinterkopf an der Reihe. Dieser ist weitgehend hohl und wartet mit einigen Teilen auf, die auf den ersten Blick etwas willkürlich gewählt wirken, etwa den schwarzen 1 x 2 x 3 Panels (87544), von denen eines im folgenden Bild zu sehen ist.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 15 1

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 15 3

Aufgebaut ist der Kopf auf einer oktagonalen 10 x 10 Platte (89523), die hier übrigens erstmals in Weiß in einem Set vorkommt. Diese Platten kann man auf einer Drehteller-Basis (61485) montieren, wie sie praktischerweise an der Oberseite des zuvor gebauten Eulenkörpers vorhanden ist – auch diese beiden Module lassen sich also sehr einfach miteinander verbinden.

Ich sprach ja vorhin bereits das Thema Balance an, und dass diese hier ungemein wichtig sei. Ein sehr schönes Beispiel verdeutlicht das folgende Video. Wie man leicht sieht, ist der Kopf in seiner jetzigen, unvollständigen Form alles andere als gut ausbalanciert. Der Drehteller bietet fast keinen Widerstand, und egal, wie man den Kopf dreht: Er fällt immer wieder in die gleiche Position zurück. Es gab schon Sets, etwa den LEGO Ideas 21303 Wall-E, wo dies zu einem echten Problem wurde und im Nachhinein ausgebessert werden musste.

 

In unserem Fall haben die Designer diesen Aspekt allerdings offenbar ausgiebig getestet und im Design berücksichtigt, wie sich gleich zeigen wird – denn nun bauen wir im 16. Abschnitt das Gesicht der Eule.

Zwar hat, wenn man ehrlich ist, das Gesicht und eigentlich der gesamte Vogel nur eine rudimentäre Ähnlichkeit mit einer echten Schnee-Eule, zumal mit einer weiblichen – deren Gefieder ist nämlich z.B. zu einem ebenso großen Anteil schwarz wie weiß, weshalb Hedwig in den Filmen auch von einer männlichen Eule gespielt werden musste. Dafür kann man der LEGO Version nicht absprechen, einen hohen Niedlichkeitsfaktor zu haben, was letztlich wohl auch die Hauptsache ist. Ein wichtiger Aspekt des Gesichts sind hierbei die Augen, die mit Goldfarbe auf schwarzen 2 x 2 Rundplatten mit gewölbtem Boden, also auf sogenannten Boat Studs (2654) gedruckt sind. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Pupillen der Augen nicht mittig, sondern leicht nach oben versetzt sind.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 16 1

Zunächst ging ich davon aus, dass es sich hier um eine Produktionsungenauigkeit seitens LEGO beim Bedrucken handeln könnte, doch offenbar ist der Versatz genau so gewollt. Die Anleitung zeigt das Gesicht nämlich extra noch einmal mit rotem Rahmen und in Frontalaufnahme (S. 275), wobei auch im digitalen Modell eine leichte Verschiebung erkennbar ist. Wenn ich versuche, mir die Augen perfekt symmetrisch vorzustellen, so glaube ich, dass das Gesicht dadurch an Ausdruckskraft verloren hätte – ich bin daher mit der Designentscheidung absolut einverstanden. Auch die Bautechnik zur Befestigung der Augen hat mir Freude bereitet.

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Schließlich wird das Gesicht über drei 1 x 2 Hinge Bricks (3937) fest mit dem Hinterkopf verbunden, mit dem es beinahe nahtlos abschließt.

Nun, da der Kopf komplett ist, stellt sich natürlich die Frage, wie es sich mit seiner Balance verhält und ob er jetzt auch in einer beliebig gedrehten Position verharren kann. Hierzu habe ich wieder ein kurzes Video aufgenommen, und was soll ich sagen: Besser kann man es wohl kaum hinbekommen! Jetzt erklärt sich auch die etwas merkwürdige Teileauswahl im Hinterkopf: Durch leichtere Teile an strategisch wichtigen Stellen sorgten die Designer für eine bessere Verteilung des Gewichts.

 

Jetzt dürfen wir die Eule auch endlich auf ihren eigenen Füße setzen. Der ganze Körper wird dabei tatsächlich nur von den beiden Technic-Winkelverbindern gehalten, die wir im Abschnitt 12 verbaut haben. Nur vorne liegt er minimal auf den Beinen auf, was vielleicht noch etwas zusätzliche Stabilität verleiht.

Ein Hochheben des Modells an der Eule ist also keinesfalls möglich, am besten greift man hierzu direkt unter ihre Füße. Gleichwohl steht Hedwig so stabil, dass man sich keine Sorgen machen muss, dass sie irgendwann herunterfällt.

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Mit dem Aufsetzen der Eule ist der Bauabschnitt allerdings noch nicht vollendet. Auch die oberen Handschwingen sowie die Schirmfedern gehören dazu, die spiegelverkehrt bzw. genau gleich aufgebaut und anschließend an den Flügeln befestigt werden. Die Handschwingen werden dazu auf eine Technic-Achse aufgesteckt, vermutlich, da bei diesen Federn der durch ein Kugelgelenk entstehende Abstand negativ aufgefallen wäre.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 16 9

Damit fehlen nun auf jeder Seite nur noch fünf Federn, dann ist Hedwig komplett!

Abschnitt 17 – 18: Weiße und goldene Flügel

Um diese Federn kümmern wir uns sofort in den nächsten Bauschritten. Abschnitt 17 umfasst jeweils die unteren drei, Abschnitt 18 die restlichen Federn, die wieder paarweise spiegelverkehrt aufgebaut werden. Interessant finde ich, wie es die Designer geschafft haben, die Federn trotz der eigentlich sehr beweglichen Befestigung via Kugelgelenk in einer klar definierten Position zu fixieren. Zu diesem Zweck sind verschiedene „Stopper“ verbaut, die verhindern, dass eine Feder weiter als bis zum gewünschten Punkt absacken kann. Auf der Vorderseite, wo die Federn nicht flach sind, sondern am Ansatz noch jeweils eine kleinere Feder angedeutet ist, verhindern genau diese, dass die großen Federn zu hoch ausgerichtet werden, da sie unter der nächsthöheren Feder einhaken. So ergibt sich beim Zusammenstecken quasi automatisch die gewünschte, optisch sehr ansprechende Ausrichtung des Federkleids.

Solche Ideen sind es, die mich an einem LEGO Set begeistern und die in diesem Fall den Aufbau eines potentiell schwierigen, weil organischen Modells auch für ungeübte Käufer einfach und nachvollziehbar gestalten.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 17 3

Hedwig ist nun also fertig, der Bauabschnitt aber noch nicht. Schließlich ist die Eule nicht der einzige geflügelte Bestandteil dieses Sets. Der goldene Schnatz fehlt nämlich noch, wobei LEGO sich für Ballon-Segmente (18969) als Flügelelemente entschieden hat. Diese finden hier erstmals in Pearl Gold Verwendung und sind meiner Meinung nach optimal gewählt.

Der Körper des Schnatzes ist mit 3 x 3 Radarschüsseln (43898) in Gold Ink verkleidet, das als Veredelung auch für die an den Ecken der Innenkonstruktion verbauten Rundfliesen zum Einsatz kommt. Während ich zunächst Bedenken hatte, dass die unterschiedlichen Goldtöne womöglich schlecht miteinander harmonieren würden, bin ich vom Ergebnis sehr angetan und empfinde den leichten Kontrast sogar als optische Aufwertung. Die nachfolgende Animation zeigt euch, wie der Schnatz aufgebaut ist:

76391 Hogwarts Icons Schnatz

Der kleine goldene Flügelball wird neben dem Modell schwebend über eine Technic-Kreuzachse knapp unterhalb von Hedwigs Füßen montiert. Diese Verbindung ist in mehrfacher Hinsicht einer der Design-Schwachpunkte des Sets.

Zunächst einmal wäre optisch eine transparente Verbindung ansprechender gewesen, etwa mit einer Stange (99784), wie sie beim LEGO 75252 Sternzerstörer für die kleine Tantive IV zum Einsatz kommt. Zwar wird ein Teil der Technic-Achse später durch den großen Brief verdeckt, aber störend ist sie dennoch.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 18 17

Mein zweiter Kritikpunkt ist der Stress, dem die Teile ausgesetzt werden. Falls man sich in Billund aus Stabilitätsgründen für die Technic-Achse entschieden hat, so ging dieser Plan jedenfalls nur zur Hälfte auf. Die Achse an sich ist zwar stabil, aber der gesamte Schnatz nebst Stange wird am Hauptmodell von einem einzigen Technic-Pin gehalten, der zudem nur unten fixiert ist.

Durch die Hebelwirkung ist schon nach wenigen Tagen eine deutliche Verformung des Pins erkennbar und der Schnatz hängt nicht mehr gerade, sondern hat inzwischen einen Neigungswinkel von etwa 15 Grad nach unten. Hier empfiehlt es sich also, das Set umzubauen oder sich wenigstens einige Exemplare des Technic-Pins (32054) in Pearl Gold auf Halde zu legen, um diesen gelegentlich zu ersetzen.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 18 16 Detail

Vom Stabilitätsproblem und der störenden schwarzen Kreuzachse einmal abgesehen, gefällt mir die Gestaltung und Positionierung des Schnatzes allerdings ausgesprochen gut. Man kann sich geradezu vorstellen, wie er um das Modell herumflitzt.

Abschnitt 19: Die kleine Hausapotheke

Ein für mich völlig unerwartetes Highlight stellte die 19. Tüte dar. Hier bauen wir nämlich die gut sortierte Hausapotheke eines jeden Hogwarts-Schülers, also die kleinen Vorratsflaschen für Zaubertränke und deren magische Zutaten.

Auch wenn alle Flaschen gleich aufgebaut sind und nur aus jeweils 9 Teilen bestehen, so muss ich sagen, dass ich das Ergebnis beinahe von allen Aspekten dieses Sets am schönsten finde. Meinetwegen kann LEGO als nächstes Erwachsenen-Set gerne „Snapes Vorratsschrank“ oder etwas Ähnliches herausbringen – solange viele kleine Flaschen mit buntem Inhalt und toll gestalteten Labels enthalten sind, werde ich darüber sehr glücklich sein!

Neben der Phiole für das Felix Felicis ganz am Anfang ist dies der einzige Bauabschnitt, wo Sticker zum Einsatz kommen. Diese lassen sich allerdings (wenn man nicht unkonzentriert ist und sie deshalb vertauscht) sehr leicht anbringen, da man sich für ihre gerade Ausrichtung gut an den Rändern, Noppen und Angusspunkten der Teile orientieren kann. Die Gestaltung der Labels ist einfach großartig, aber das erwähnte ich ja schon. 😉

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 19 1

Bei drei der Fläschchen kommen als Inhalt 1 x 1 Rundplatten, also Studs, in verschiedenen Farben zum Einsatz. Der Vielsafttrank (Polyjuice Potion) ist trans-bright green, was halbwegs gut zum beschriebenen Aussehen wie dunkler, blubbernder Schleim passt, bevor sich mit der Beigabe der letzten Zutat – einem Teil der Person, in die man sich verwandeln möchte – das Aussehen individuell verändert.

Affodillwurzel (Asphodel) und Wermut-Sud (Wormwood Infusion) ergeben zusammen den Trank der lebenden Toten, wie wir in Harrys erster Zaubertrank-Stunde von Professor Snape lernen. Erstere wird durch braune Studs, zweiterer durch Studs in Trans-Green symbolisiert. Ein nettes Detail sind die verschiedenen Füllhöhen der drei Flaschen, die durch unterschiedlich viele Studs erreicht wird. In allen Flaschen verbirgt sich übrigens ein 2 x 2 x 2 Kegel (3942), der auf dem Boden befestigt wird und für zusätzliche Füllhöhe sorgt, ohne, dass dafür noch mehr Kleinteile notwendig wären. Dennoch enthält jede Flasche zwischen 50 und 70 Studs.

Bei der vierten Flasche, Dianthuskraut (Gillyweed), ist kein Kegel verbaut, da diese nicht mit Studs, sondern passend zur Filmvorlage, wo Harry dieses Kraut zur Bewältigung der zweiten Prüfung des Trimagischen Turniers benötigt, mit Seegras-Elementen (55236) befüllt wird.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 19 3

Flaschen und Phiole werden anschließend in und um die schwarze Kiste herum platziert, was auch erklärt, warum die Designer diesen Bauschritt so weit nach hinten verlegt haben: Dadurch hatte man mehr Freiraum für Gestaltung und Montage der Eule. Theoretisch passen auch alle fünf Gefäße gleichzeitig in die Kiste, jedoch wird es dann etwas eng darin, was zulasten der Sticker und der sehr kratzempfindlichen Klarsichtelemente geht.

Abschnitt 20: Eine schöne Figur und eine Pommestüte

Mit großen Schritten nähern wir uns nun der Fertigstellung der LEGO Hogwarts Icons. In den letzten drei Abschnitten bauen wir immer parallel einen kleinen Teil des Hauptmodells und einen Teil der goldenen Sammelfiguren nebst Präsentationsständer, sodass am Ende beide gleichzeitig fertig werden.

Den Anfang macht im 20. Bauabschnitt  die goldene Version von Prof. McGonagall, die bis auf die Farbgebung und einige Sterne, die ein Funkeln symbolisieren sollen, genau der Minifigur aus dem LEGO 76382 Hogwarts Moment: Verwandlungsunterricht entspricht.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 20 7

Wie alle Jubiläumsfiguren (bis auf Quirrell) hat sie allerdings nur einen, glücklicherweise den freundlicheren Gesichtsausdruck. Ebenfalls gemeinsam haben alle Figuren den Aufdruck „20 YEARS LEGO Harry Potter“ auf der Rückseite des Torsos. Eine Besonderheit speziell dieser Figur ist ihr Hut (73213) mit integriertem Haarteil, denn der wird normalerweise immer aus zwei verschiedenfarbigen Kunststoffen gefertigt und kommt hier erstmals einfarbig vor.

Neben der Figur selbst, die mit goldener Standplatte und einem goldenen Zauberstab als Accessoire daherkommt, bauen wir in diesem Abschnitt auch einen Teil des Präsentationsständers, auf dem nachher alle drei enthaltenen Sammelfiguren, optional sogar sämtliche neun Figuren der Reihe platziert werden können. Am Mittelteil, der später Prof. Dumbledore beherbergen wird, befindet sich eine schön gestaltete Fliese mit dem Aufdruck „LEGO Harry Potter“ darauf.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 20 8

Nach diesem kleinen Highlight kommen wir leider auch direkt zum größten Lowlight des Sets, der Pommestüte. Entschuldigung, das war falsch – es handelt sich nämlich gar nicht um die Pommestüte einer bekannten Fast-Food-Kette, sondern um das Ende eines Gryffindor-Hausschals, das unter dem Bücherstapel hervorschaut.

Diesen Schal kann man – so zumindest der Plan von LEGO – in allen vier Hausfarben bauen und so dem Set eine individuelle Note verleihen. In der Praxis scheitert diese prinzipiell gute Idee allerdings daran, dass eine Farbkombination furchtbarer aussieht als die andere und dass auch das noppige Design des Schals so gar nicht zum Rest des Sets passen will. Warum LEGO hier auf die viel zu knalligen „Grundfarben“ des Systems zurückgegriffen hat, die höchstens im Falle von Hufflepuff als halbwegs passend bezeichnet werden können, muss wohl ein Geheimnis bleiben.

76391 Hogwarts Icons Schals

Immerhin werden die gelben und die grauen Teile für jeweils zwei Häuser verwendet, sodass nicht ganz so viele, aber immerhin trotzdem stolze 71 Teile übrig bleiben, mit denen man in diesem Set nichts mehr anfangen kann. Ich finde, dieses Teilebudget hätten die Designer besser in einige zusätzliche Fliesen für die beiden Bücher investieren und den Schal ganz weglassen sollen. So, wie er jetzt enthalten ist, ist er für mich höchstens ein Störfaktor, aber weder optisch noch bautechnisch eine Bereicherung für das Set.

Abschnitt 21 – 22: Besser als Corned Beef

„Ending on a high note“ heißt ein englisches Sprichwort (und ein Album von a-ha, aber das tut nichts zu Sache), was so viel bedeutet wie „mit einem Höhepunkt aufhören“. Das hat sich das Designteam offenbar auch für dieses Set vorgenommen, denn nach der gerade erlebten Enttäuschung über die Haus-Schals sind die letzten beiden Bauabschnitte eine große Freude.

Wir beginnen mit dem Schokofrosch, dessen Gestaltung äußerst gelungen ist und mit dessen Augen das Set für mich persönlich einen besonderen Teile-Leckerbissen enthält. Diese werden nämlich mittels zweier Technic Ball Joints (32474) in Reddish Brown gebaut – die letzte Farbe, die mir zur Verwirklichung meines lange geplanten Snooker-Tisches noch fehlte! Die restliche Konstruktion ist interessant, aber die Bautechniken nicht weltbewegend. Etwas schade finde ich die eingeschränkte Beweglichkeit der Hinterbeine, da die Kniegelenke sich nur nach außen, aber nicht nach unten drehen lassen. Immerhin ist eine springende Pose mit nach hinten ausgestreckten Beinen möglich, wenn man die Füße anders herum montiert.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 21 3

Nach dem Schokofrosch ist das noch fehlenden zweite Ende des Präsentationsständers an der Reihe, und mit diesem kommt die Jubiläumsfigur, auf die ich mich am meisten gefreut habe: Rubeus Hagrid. Hagrid zählt zu meinen absoluten Lieblingscharakteren im Potter-Universum und die LEGO Version zu meinen liebsten Minifiguren.

Auch diese Figur ist dem Design der „normalen“ Version, die seit 2018 in drei Sets zum Einsatz kam, nachempfunden, aber in einigen Details verändert. Zuletzt war Hagrid regulär in der LEGO 75978 Winkelgasse enthalten.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 21 1

Auch er hat als goldene Figur nur einen Gesichtsausdruck und trägt das Jubiläumslogo auf dem Rücken, allerdings hat er keinen Zauberstab dabei (hüstel), sondern seinen ikonischen Regenschirm.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 21 2

Im 22. und letzten Bauabschnitt ist schließlich Albus Dumbledore an der Reihe, der lose an die Version aus der zweiten LEGO Harry Potter Sammelserie angelehnt ist, aber einen anders gestalteten Körper hat. Dumbledore steht nicht wie die anderen Figuren auf einer einfachen Präsentationsplatte, denn die LEGO Designer haben sich für ihn etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Eine dreidimensionale Schokofrosch-Sammelkarte, wie Harry sie auf seiner ersten Fahrt mit dem Hogwarts Express auspackt! Deren Zusammenbau macht Freude und auch das Ergebnis überzeugt, der bedruckte Curved Slope mit Dumbledores Namen darauf ist dabei das Sahnehäubchen.

Zusammen mit den anderen beiden Jubiläumsfiguren und den restlichen Bestandteilen des Präsentationsständers ergibt sich ein wirklich tolles kleines Ausstellungsstück, das sich zwar nur schwer mit dem Rest des Sets optisch in Einklang bringen lässt (und vermutlich auch deshalb auf der Vorderseite der Verpackung gar nicht zu sehen ist), aber z.B. separat auf dem Schreibtisch stehend ein echter Hingucker ist.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 22 5

Darüber, wie fair es den Fans gegenüber ist, drei der begehrenswertesten Jubiläumsfiguren und den schönen Präsentationsständer mit zwei exklusiven Drucken ausgerechnet in das mit Abstand teuerste Harry Potter-Set des Jahres zu packen, kann man freilich geteilter Meinung sein.

Immerhin hat LEGO die Weitsicht bewiesen, denjenigen Fans, die alle Figuren sammeln möchten, gleich eine Möglichkeit zur Erweiterung in diesem Set mitzuliefern. Man baut nämlich noch zwei zusätzliche Module, die jeweils Platz für drei Figuren bieten und die goldenen Standplatten praktischerweise gleich mitbringen. Diese Erweiterungen lassen sich über ein cleveres Stecksystem ganz leicht zwischen dem Mittelteil und den beiden Endstücken mit Prof. McGonagall und Hagrid einfügen. Wenn man alle neun Jubiläumsfiguren beisammen hat und womöglich noch selbst einen kleinen Rahmen für die thematisch passenden, bedruckten Schokofrosch-Fliesen dazu baut, ergibt sich ein Anblick, der das Fan-Herz höher schlagen lässt.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 22 8

Ebenfalls ein Highlight für manche Potterheads dürfte der aus drei großen, bedruckten 8 x 16 Fliesen bestehende Einladungsbrief nach Hogwarts sein, den wir als letzten Bestandteil des Sets nun zusammenbauen. Dazu werden die Fliesen auf der Rückseite mittels einfacher Kugelgelenke verbunden, am oberen Ende sorgen zwei Clips dafür, dass der Brief direkt unterhalb von Hedwigs Krallen befestigt werden kann.

Dort, wo der Name des neuen Schülers bzw. der neuen Schülerin stehen würde, deren Aufnahme in Hogwarts der Brief bestätigt, hat LEGO eine Lücke gelassen, sodass man an dieser Stelle den eigenen Namen eintragen kann. Ich glaube allerdings nicht, dass es tatsächlich viele Käufer gibt, die ein so teures Set mit einem Permanent-Marker verunstalten wollen. Einen selbst hergestellten Sticker auf Basis einer transparenten Folie halte ich daher für den weitaus besseren Weg.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 22 Brief

 

Damit ist der Aufbau, der viele Höhen, aber auch einige Tiefen hatte, vollständig abgeschlossen. Werfen wir deshalb abschließend noch einmal einen Blick auf das gesamte Modell, seine Stärken und seine Schwächen.

Das fertige Modell

Die fertig aufgebauten LEGO 76391 Hogwarts Icons sind insgesamt ein echter Augenschmaus, wenn man auch sagen muss, dass hierzu hauptsächlich die Eule, die Zaubertrankflaschen, der Schnatz und Tom Riddles Tagebuch beitragen. Einige Details wie den Schokofrosch, die Brille und vor allem den furchtbaren Schal hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, zumal erstere nicht einmal fest mit dem Modell verbunden sind, sondern nur lose dazugelegt werden. Auch der Präsentationsständer mit den Jubiläumsfiguren ist zwar für sich genommen großartig, wirkt direkt neben dem Hauptmodell aber ein wenig deplatziert, weshalb ich ihn losgelöst vom Rest des Sets aufbewahren werde.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 22 12

Sehr erfreulich ist, dass die Hogwarts Icons aus nahezu jeder Perspektive eine gute Figur machen und deshalb auch frei im Zimmer stehend – zum Beispiel auf einem Raumteiler – ausgestellt werden können. Der drehbare Kopf von Hedwig bietet hierbei die Möglichkeit, das Modell den räumlichen Gegebenheiten anzupassen, und auch die losen Bestandteile wie Zaubertrankflaschen, Brille und Schokofrosch können natürlich so arrangiert werden, dass sie das Set in der gegebenen Wohnsituation möglichst interessant wirken lassen. Der große Brief ist ein nettes Gimmick, verdeckt allerdings für meinen Geschmack zu viel vom Rest des Modells, was man im Falle der beiden geschlossenen Bücher aber auch wieder als Vorteil ansehen kann, weil dann die noppigen Oberflächen weniger ins Gewicht fallen.

An einigen, allerdings sehr wenigen Stellen scheinen unpassende Farben durch. Am auffälligsten tritt dies an den Flügeln zutage, wo die die Kreuzachsen zur Befestigung der oberen Schwungfedern in gelben Technic-Bricks stecken, die nicht komplett verdeckt werden. Warum LEGO sich für diese Farbe entschieden hat, wo doch weiße oder wenigstens hellgraue Teile ebenfalls gerade für eine Vielzahl von Sets in Produktion sind, ist mir ein Rätsel, denn auch für die Nachvollziehbarkeit der Bauanleitung spielt die Farbe an dieser Stelle (S. 245/ 256) nun wirklich keine Rolle!

Betrachtet man allerdings das Set von vorne, wie es die meisten von uns im Regelfall tun werden, sind diese Stellen nicht zu sehen.

Nicht zu sehen sind auch ganze 108 Teile, da diese nach dem Aufbau übrig bleiben. Neben den üblichen Ersatzteilen, die sogar in vergleichsweise geringer Menge anfallen, ist diese hohe Gesamtzahl primär den alternativen Farben des Haus-Schals geschuldet. berücksichtigt man dann noch die insgesamt 180 Studs, die zum Auffüllen der Zaubertrank-Flaschen verwendet werden, beginnt man allmählich, den Teilepreis des Sets etwas kritischer zu bewerten. Fairerweise muss man aber berücksichtigen, dass auch viele große und außerdem 15 exklusiv bedruckte Teile in diesem Set zum Einsatz kommen.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review übrige Teile

Kurzum: Der Teilepreis ist wie immer nur bedingt geeignet, um sich ein Bild vom Preis-Leistungsverhältnis des Sets zu machen. Persönlich bin ich deshalb ein Befürworter der Methode, die JANG bei seinen Reviews anwendet, nämlich den „price per volume of stuff“ zu bewerten, also das Verhältnis des Preises zum (subjektiv empfundenen) Umfang eines Sets.

Nachfolgend habe ich zur Einordnung und als Größenvergleich einmal die beiden baubaren Minifiguren LEGO 76393 Harry Potter & Hermine Granger neben die Hogwarts Icons gestellt, die mit einer UVP von 129,99 Euro nur etwas mehr als die Hälfte kosten.

LEGO 76391 Hogwarts Icons Review Schritt 22 17

Berücksichtigt man noch die Jubiläumsfiguren, die auf diesem Bild nicht zu sehen sind, so empfinde ich die preisliche Relation als fair, hätte aber gegen eine UVP von 220,- Euro für die Hogwarts Icons auch nichts einzuwenden gehabt.

Vom reinen Ausstellungswert her, also wenn es einem nur darum geht, einen Harry Potter-basierten Blickfang in der Wohnung stehen zu haben, sind die baubaren Minifiguren für mich das bessere Angebot. In Sachen Bauspaß haben die Hogwarts Icons allerdings wesentlich mehr zu bieten, zumal Harry und Hermine bis auf den Kopf quasi identisch aufgebaut sind.

Die wichtigsten Fakten zusammengefasst

Hier findet ihr noch einmal die wichtigsten Fakten zum Set stichpunktartig zusammengefasst, unter anderem die real gemessenen Dimensionen und das Gewicht des fertigen Modells. Beim Gewicht habe ich die übrig gebliebenen Teile mit berücksichtigt (ohne diese ergibt sich ein Gramm-Preis von 10,1 Cent), bei den Maßen müsst ihr zusätzlich noch Platz für Frosch, Brille und Minifiguren finden.

  • Setnummer: 76391
  • Deutscher Name: Hogwarts Ikonen – Sammler-Edition
  • Englischer Name: Hogwarts Icons Collectors‘ Edition
  • Anzahl Teile: 3010
  • Anzahl Minifiguren: 3
  • Preis: 249,99 Euro
  • Preis/Stein: 8,3 Cent
  • Gewicht des Sets: 2531 g
  • Preis/Gramm: 9,9 Cent
  • Maße offiziell: 50 cm x 44,5 cm x 33 cm (B x H x T)
  • Maße gemessen: 51 cm x 43,5 cm x 33 cm (B x H x T)
  • Release: 2. September 2021
  • LEGO-Designer: Marcos Bessa
  • Altersempfehlung: 18+
  • Anzahl Sticker:  9
  • Bedruckte Elemente: 15
  • Übrige Teile: 108

Fazit

Wie ihr wohl schon herausgelesen habt, bin ich etwas hin- und hergerissen. Die LEGO 76391 Hogwarts Icons sind auf der einen Seite ein außergewöhnliches, optisch ungemein ansprechendes Set, das phasenweise auch großen Spaß beim Aufbauen macht, speziell Tom Riddles Tagebuch, Hedwig, die Zaubertrankflaschen und der Präsentationsständer für die Minifiguren.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch diverse Bauabschnitte, die eher langweilig sind, speziell die beiden anderen Bücher und der Haus-Schal. Auch einige Designschwächen wie die Farbwahl und die fehlenden Fliesen auf den Buchdeckeln trüben bei diesen Abschnitten den sonst positiven Gesamteindruck.

Ich habe lange überlegt, ob ein weniger umfangreiches und dafür günstigeres Design nicht vielleicht die bessere Wahl für LEGO gewesen wäre. Aufgrund der Größe der Eule bin ich allerdings zu der Überzeugung gelangt, dass man allenfalls einige Spielerein wie den Schokofrosch, den Schal und die Brille hätte weglassen können, das Gesamtvolumen des Sets aber nicht viel geringer hätte ausfallen dürfen, da Hedwig sonst verloren gewirkt hätte.

Insgesamt möchte ich deshalb eine Kaufempfehlung für das Set aussprechen, wenn es im LEGO Onlineshop ein schönes GWP oder doppelte VIP-Punkte gibt, bzw. wenn das Set (eingeschränkt) in den Einzelhandel kommt und dort mit Rabatt verfügbar ist. Wer sich an den genannten Schwächen nicht stört, macht aber auch zur UVP nicht viel falsch.

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Wie findet ihr die LEGO 76391 Hogwarts Icons Collector’s Edition, jetzt, da ihr das Review gelesen habt? Stimmt ihr mir zu, was die Stärken und Schwächen des Sets angeht, oder habt ihr eine andere Wahrnehmung? Ich freue mich auf den Austausch in den Kommentaren!

Über Jens Herwig 164 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

46 Kommentare

  1. ich freue mich auch und bin gespannt wie sw bzw herr herwig das sieht…
    jetzt aber erstmal kindergeburtstag vorbereiten!
    ps: snail bis die tage mit teil drei.

    • Danke Daniel, freut mich sehr. 🙂 Nach so einem Artikel habe ich dann aber auch meistens einige Wochen keinen Bock mehr auf das Schreiben von Reviews. 😉

  2. Hab das Set hier stehen und bin einfach nur begeistert davon. Die Eule ist ein absoluter Hingucker im Wohnzimmer und der Aufbau hat richtig viel Spaß gemacht.

  3. Hihi, die Überschriften sind echt lustig. Wiedermal ein tolles Review!
    Ich mag das Set, aber mein Fan-Herz lässt es leider nicht höher schlagen, scheint die Harry Potter Reihe doch immer mehr zu Regalmodellen zu verkommen. Ja es ist groß, ja es ist viel weiß, aber es ist eben nicht das weiterhin schmerzlich vermisste Gringotts.

    Meine bis zu diesem Jahr fast vollständige HP-Sammlung taugt jetzt nicht mehr als Start einer großen Harry Potter Welt, sondern „nur noch“ als erstes Füllmaterial meiner neuen Kleinteilemagazine. Nach drei Jahren wundervoller Sets bleibt nur ein merkwürdiges Gesamtkonzept, dass zu sehr auf Sammelfiguren und -fliesen fixiert ist. Nun teilt sich mein Harry Potter ein Schicksal mit Vidiyo, dessen Figuren immerhin nicht alle dasselbe Gesicht haben 😀
    Sei’s drum (traurige Klaviermusik klingt aus).

  4. Selten so ein ausführliches Review gelesen. Respekt. Hat richtig Spaß gemacht und noch dazu mit super aussagefähigen Bebilderungen und und und. Stonewars macht sich dadurch zu einer wahrlich ernstzunehmenden Lego Seite. Meinen Respekt und ich ziehe meinen Hut dafür. Wer hätte gedacht was aus einem Blog mal wird. Super und herzlichen Dank dafür!

  5. So ein Mist – jetzt hatte ich mich in den letzten Tagen schweren Herzens vom Kauf dieses Sets verabschiedet, da kommt Jens mit diesem ausführlichen und lesenswerten Review um die Ecke… 😉

    Gehe ich recht in der Annahme, dass man Hedwig, wenn man sie auf die Bücher setzen muss, auch leicht wieder abmontieren kann?
    Bei mir würde die schicke Eule nach dem Aufbau nämlich in eine staubgeschützte Obi-Box wandern 😉
    An ‚einem Stück‘ würde dies nicht funktionieren, was eine Entscheidung gegen das Sammlerherz leichter gemacht hat.

    Alles in allem bleibt mir wohl nur wieder einmal die Hoffnung auf den Lotto-Gewinn heute Abend… 😀

    • „Gehe ich recht in der Annahme, dass man Hedwig, wenn man sie auf die Bücher setzen muss, auch leicht wieder abmontieren kann?“

      Klar, man kann die Eule ganz leicht wieder nach oben abziehen! Und tut mir leid, wenn Du das Set nun doch kaufen musst. 😉

  6. Ich schließe mich der Begeisterung an über das ausführlich gestaltete Review mit tollen Bildern aller Art (sogar bewegt) …und sich selbst bewegenden Steinen 🎉 war sehr überrascht 👍😀

    Die einfallsreichen Überschriften und Deine toll ausgeührte innere Auseinandersetzung runden das aufwändige Ganze für mich prima ab. Chapeau 🎩

    Ich hab mich (nur) für die Figuren mit Schokofrosch-Karte sowie den Schokofrosch und das Kästchen mit den Zutaten erwärmen können… das bleibt auch nach der Lektüre so.

    Noch einmal herzlichen Dank 🌻

  7. Sehr schönes Review. Ich persönlich hätte den ganzen Krimskrams (Zauberstab, Brille, Frosch, Lesezeichen, Minifiguren) nicht gebraucht, bin jetzt aber auch nicht der mega Harry Potter Fan. Der Bücherstapel und Hedwig sind aber top, bis auf zwei Kritikpunkte:

    1.für den Kopf hätte Lego direkt einen Turntable mit Rastung verwenden sollen. Die Gewichtsverteilung im Kopf ist zwar ganz gut austariert, aber da der Turntable keinerlei Widerstand hat, verdreht er sich viel zu leicht. Ich habe einen Turntable mit Rastung nachgerüstet, damit Hedwig die eingestellte Pose auch behält.
    2. die Symmetrie der Flügel triggert mich etwas. Da man die Teile in der Anleitung einzeln baut, hätte man hier problemlos leichte Variationen einbauen können. Da werde ich vermutlich auch noch einmal dran gehen.

    Davon abgesehen ein super Set, der Preis ist für Lego-Verhältnisse auch ganz ok, dank VIP-Punkten konnte ich ein wenig sparen.

  8. Ich finde das Set selbst als Nicht-Potter-Fan ehrlich gesagt ziemlich krass. Man kann nichts weglassen, ohne dass ein doch recht bedeutendes Detail fehlt. Und wenn man nichts mehr weglassen lassen kann… 😀

  9. Ich bin kein HP Fan aber ich liebe Eulen, daher werde ich den Brief weglassen und noch ein paar Kleinigkeiten …
    die Eule kann ja auch einfach so auf den Büchen sitzen ohne HP Bezug…
    (wie in einer alten Bibliothek) …

    Mein Mann hat mir das Set vor einer Weile geschenkt jetzt muss ich es nur noch bauen 🙂

    • Falls Du (außer dem Weglassen mancher Details) noch etwas am Set umbaust, würde ich mich sehr über ein Foto freuen. Ich überlege nämlich auch, ob ich das „Ensemble“ dauerhaft so lasse und suche noch nach Inspirationen, was man daraus machen könnte. 😉

  10. Vielen Dank für dieses sehr ausführliche und kritische Review. War die Winkelgasse vor einem Jahr noch etwas, wo ich zähneknirschend den Preis in Kauf genommen und den Kauf nicht ein einziges Mal bereut habe, hadere ich hier echt noch ganz schön. Von daher hoffe ich, dass es das Set in absehbarer Zeit im regulären Handel und dann mit 20% Ersparnis geben wird. Das ginge für mich in Ordnung.
    Von dem Plan, die goldenen Figuren und deren Stand separat zu kaufen, habe ich mittlerweile Abstand genommen. Ich finde die mittlerweile echt dekorativ, aber die aufgerufenen Preise sind derzeit echt jenseits von…

    • Die aktuellen Preise für die Figuren haben mich auch schockiert. Andererseits ist das natürlich toll für alle, die keinen Wert darauf legen, denn die bekommen dann auf Ebay usw. die Eule und den Rest teilweise für einen WIRKLICH guten Preis.

      • Deine Einstellung dazu ist äußerst löblich und ich versuche, mir daran ein Beispiel zu nehmen. Allein schon wegen Kharma und so 🙂
        Mit etwas Glück schlägt sich dann das Universum auf meine Seite und die Goldminis werden irgendwann zu Schloeuderpreisen veräußert 🙂 🙂

  11. Ich finde dieses Set einfach grandios. Vielleicht wird das mein nächstes Großes Set, mal sehen. Sehr schöne Review. Der Anblick mit den Froschkarten ist einfach nur wunderschön.

  12. Boah Hammer! Vielen Dank für dieses super ausführliche Review. Es zeigt doch nochmal eine ganz andere Seite von dem Set. Die super schönen Fotos runden dann das ganze Review perfekt ab! Ich bin begeistert 🙂 und mit deinem Satz am Anfang hab ich mich direkt abgeholt gefühlt weil ich es genauso sehe „Wenn auch das Auspacken eines Sets immer ein besonderer, weil einmaliger Moment ist, so ist es letztlich doch nur Mittel zum Zweck“

  13. Ich möchte mich den anderen hier anschließen und dir für die tolle, ausführliche Review danken. Es ist ein bisschen als sei man beim Aufbau dabei gewesen und das ist schön, denn aus Platz- und Geldmangel wird dieses Set nicht bei mir einziehen. Große Klasse!

  14. Vielen Dank für diese tolle Review! Mir gefallen viele Dinge innerhalb der Komposition, aber ich habe keinen Bedarf das Set zu kaufen / aufzustellen. Umso mehr freue ich mich deshalb so einen tiefen Einblick in die Details zu erhalten, gespickt mit einigen Zusatzinfos. 🙂

    Ich fand die kleinere Hedwig mit dem Mechanismus ja ganz interessant, werde diese nun aber auch nicht kaufen. Ich war ohnehin unentschieden, aber nun schwingt halt immer mit, dass es ja auch eine größere und schönere Version gäbe – dann lasse ich es lieber ganz. 😀

    Die Parabolspiegel mit der offnen Noppe am Schnatz sehen für mich nach 3×3 aus (43898).

    Die (glow-in-the-dark) Slider, animierten Bilder und Videos sind mal wieder super!

    • Oh Mann, mit dem Zählen stehe ich aktuell bei Reviews irgendwie auf Kriegsfuß. 😅 Danke für den Hinweis, werde ich gleich korrigieren! Ansonsten schön, dass Dir das Review trotz mangelnden Kaufinteresses gefallen hat. 🙂

      Was die kleine Version von Hedwig anbelangt, kann ich Dich total verstehen – unabhängig davon, ob ich das große Set jetzt gekauft hätte oder nicht, war sie quasi im Moment der ersten Bilder der Hogwarts Icons von meiner Wunschliste gestrichen.

  15. Ein Potpourri voll illustrer Utensilien in dieser magischen Symphonie! Ich bin kein großer Fan dieses Sets, da für mich so etwas besser in Ausstellungen aufgehoben ist (und ich sowieso nicht wüsste, wohin damit). Dennoch gefallen mir der Hedwig (würde ich sogar einzeln kaufen, da er hier viel besser umgesetzt ist als in dem Set mit dem Drehorgelmechanismus) und der Schokofrosch sowie die Fläschchen ziemlich gut.

    Zum Review haben bereits andere Kommentierende vor mir ein überschwängliches großes Lob ausgesprochen und sich verneigt. Ich tue es ihnen hiermit gleich. Chapeau! Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie viel Arbeit hier drin steckt.

  16. Danke nochmals für all die netten Rückmeldungen – nach so einem Artikel ist man manchmal etwas „leergeschrieben“, aber das motiviert dann wieder. 😉

  17. Ein beeindruckend aufwendiges Review, das einen wirklich differenzierten Blick auf dieses Set bietet. Und auch praktische Galerien, wenn man am Smartphone begriffen hat, dass man das Bild zur Seite wischen oder antippen kann, auf den ersten Blick war ich da verwirrt.
    Vielen Dank auch für die eingeflochtenen Kommentare zu den Großfiguren von Harry und Hermine!

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