LEGO Ideas: Darum wurden alle Piratenschiffe archiviert

Ideas Titel 3

Die Einführung der LEGO Ideas 21322 „Pirates of Barracuda Bay“ ist für viele Fans bisher einer der Höhepunkte im LEGO Jahr gewesen. Nach vielen Jahen steht endlich wieder ein Piratenset im Regal. Doch was für die meisten ein Grund zur Freude ist, wird für die Ideas-Fandesigner von Schiffprojekten zum echten Problem.

Am 2. Juli machte Ideas offensichtlich einen verspäteten Frühjahrsputz. Wie wir durch einen Leser erfuhren, setzte das Ideas-Team viele große Schiffsprojekte auf den Status „archived“. Die Aktion hatte zur Folge, dass die Entwürfe per sofort vom Voting ausgeschlossen wurden und nahezu komplett von der Platform verschwanden. Doch was genau war passiert und was mag der Grund für die Aktion gewesen sein? Welche Konsequenzen hat das für Fans und Fandesigner? Wir versuchen den Vorfall zu erklären.

Die Vorgeschichte

Am 9. Februar 2019 lud der Fandesigner Bricky_Brick seinen Entwurf „Pirate Bay“ auf der Ideas-Website hoch. Innerhalb von nur 25 Tagen erreichte der von Fans gefeierte Entwurf die notwenigen 10.000 Stimmen und zog damit in die erste Reviewrunde 2019 ein.

Am 26. September 2019 wurden dann die Träume von vielen Piratenfans wahr: Das Ideas-Team gab bekannt, dass die „Pirate Bay“ eines der nächsten Ideas-Sets werden sollte. Voller Vorfreude fieberten große und kleine Piraten dem endgültigen Set entgegen. Am 24. März 2020 wurde dann das Set offiziell vorgestellt und seit dem 1. April 2020 kann es im LEGO Online Shop oder in den Brand Store gekauft werden.

Die Ideas-Sperrlisten

Bis hierhin ist das ein völlig normaler Vorgang. Ideas steht auch für Ideenvielfalt. Deswegen wird ein Thema oder eine Lizenz, die bereits über Ideas veröffentlicht wurde, auf eine Sperrliste gesetzt, um zu verhindern, dass weitere identische Entwürfe hochgeladen werden können. Die Liste verlängert sich also mit jeden neuen Ideas-Set um eine zusätzliche Position.

Gleichzeitig gibt es noch eine Sperrliste, die euch die aktuellen LEGO Lizenzthemen anzeigt, die LEGO nicht bei Ideas sehen möchte, weil die Themen bereits im Sortiment sind. Im Gegensatz zur „Ideas-Set“-Sperrliste wird die Aufstellung der genutzten Lizenzen ständig aktualisiert. Eine aktuelle Version beider Verzeichnisse findet ihr hier.

Ideas Sperrliste

Wir ihr sehen könnt, stammt die letzte Aktualisierung vom 23. Juni 2020 und beinhaltet auch schon die im letzten Review ausgewählten Entwürfe. Dieser Vorgang ist auch erstmal nichts Ungewöhnliches. Allerdings lohnt es sich im Fall der „Pirate Bay“ etwas genauer hinzusehen:

Das Ideas-Team setzte zunächst nur das Konezpt „Pirate Bay“ auf die Sperrliste, wie ihr hier sehen könnt. Wahrscheinlich wurde erst mit der Entwicklung des Ideas-Sets klar, dass auch ein Piratenschiff zum Bestandteil das offiziellen Sets werden würde. Mit Wirkung zum 17. April 2020 wurde der Eintrag der „Pirate Bay“ um den Zusatz „(and Pirate Ship)“ erweitert. Damit wurde nicht nur das Konzept der Piratenbucht gesperrt, sondern auch Piratenschiffe. Das zukünfitge Hochladen weiterer Projekte wird also unterbunden. Doch was bedeutet das für noch laufende Entwürfe, die um die Gunst der Fans werben? 

Die Ideas-Regeln

Überlappung

Jeder Fandesigner geht mit dem Hochladen des Entwurfs das Risiko einer Überlappung ein. Damit ist gemeint, dass während das Projekt auf Ideas präsent ist, LEGO schon an einer ähnlichen Idee arbeitet. Das betrifft vor allem Projekte, die auf einer Lizenz beruhen, denn LEGO versucht natürlich auch das Sortiment ständig attraktiv zu halten und bedient sich ganz gerne mal mit einer Lizenz. Das jüngste Beispiel dürfte der LEGO Creator 10271 Fiat 500 F sein. Der Fandesigner saabfan hatte im ersten Review 2018 einen ähnlichen Entwurf des roten Fiat 500 F, der aber abgelehnt wurde.

Für solche Fälle gibt es eine klare Regel in den Ideas Guidlines:

If you get an idea for a new LEGO set, it’s possible our team of designers has had a similar idea on their own. If the LEGO Group introduces a product similar to an idea submitted on LEGO Ideas, you understand and acknowledge that any coincidence is unintentional and release the LEGO Group against any claims of infringement.

LEGO warnt euch quasi mit diesen Passus: Es kann jederzeit passieren, dass eure Idee gleichzeitig bei LEGO entwickelt wird und von LEGO selbst auf den Markt gebracht werden kann. In solchen Fällen habt ihr keine Ansprüche an LEGO. Es ist schlicht euer Risiko. Diese Regel führte schon in der Vergangheit immer wieder zu heißen Diskussionen.

LEGO Ideas Fiat500

Rückwirkende Überschneidung mit den Sperrlisten

Mit einer Aktualisierung der Ideas-Sperrliste oder der Lizenzliste hätten wir auf einmal Entwürfe, die zwar regelkonform hochgeladen wurden, aber durch Updates in Widerspruch zu den Regeln stehen. In den Ideas Guidlines lässt sich unter dem Punkt „What is a product idea?“ im Abschnitt „Don’t base your idea on a licensed property“ folgendes dazu finden:

„Whenever we release a new license, or re-release a set from a past licensed property, we’ll archive any related product ideas to follow this guideline.“

Das Verfahren dürfte ähnlich wie bei der Einführung der Sperrlisten im April 2017 sein. Damals stellte sich nämlich genau die gleiche Frage: Was passiert mit den Entwürfen, die mit Wirksamwerden der Regeln rückwirkend gegen die neuen Anforderungen verstießen. Dort hieß es:

In some cases, when we introduce new Guidelines we’ve archived affected projects. [….] Projects currently being reviewed, as well as active projects that reach 10,000 supporters in the future, will still be evaluated as part of the LEGO Review. Just like before, these projects would have a slimmer chance of passing the LEGO Ideas review, as they overlap with existing licenses in the LEGO product portfolio.

Es lag damals in der Hand von Ideas, ob ein Entwurf archiviert wurde oder noch um die Stimmen der Fans werben durfte. Die Entwürfe, die auf Ideas verblieben, hatten allerdings eine wesentlich geringere Chance auf eine Umsetzung.

Zedkay Denied

So wie es aussieht, hat das Ideas-Team im aktuellen Fall entschieden, dass sämtliche Entwürfe, die an die „Pirate Bay“ angelehnt sind oder auf dem Konzept eines Piratenschiffs basieren, gemäß dieser Klausel in den Status „archived“ (archiviert) zu setzen und damit die Ideen vorzeitig aus dem Wettbewerb zu nehmen. Fandesigner ZedKay, der die „Flying Dutchman“ entworfen hat, bestätigt die Vermutung mit seinem Posting auf Eurobricks.

Besonders interessant ist, dass das Projekt mit Verweis auf die Überlappung mit dem Thema „Pirates of Barracuda Bay / Pirate Ship“ archiviert wird. Die „Flying Dutchman“ ist aber eines der großen Piratenschiffe im Film „Pirates of the Caribbean“. Anscheinend wurden unabhängig von der genutzten IP alle Piraten- oder Handelsschiffe archiviert. Wichtig ist, dass die Projekte nicht – wie sonst üblich – durch Zeitablauf („Expired“) aus dem Rennen genommen wurden.

Abgelaufender vs archivierter Entwurf

Ihr mögt euch jetzt vielleicht sagen: „Das ist doch gar nicht so schlimm. Ob der Entwurf abgelaufen ist oder archiviert wird – ist doch egal“ Das stimmt leider nicht, denn hier gibt es riesige Unterschiede, die für Fans irritieren sein mögen, aber für Fandesigner gravierende Nachteile haben.

Wenn es ein Projekt nicht schafft in der vorgegebenen Zeit die Meilensteine zu erreichen, erhält den Status „Expired“, also abgelaufen. Ihr könnt die Entwürfe jederzeit als Unterstützer in eurem Nutzerkonto unter „Supported“ oder aber unter „Saved“ wiederfinden. Auch wenn ihr die Idee nicht unterstützt habt, ist es kein Problem den Eintrag über die etwas umständliche Suche auf der Ideas-Website zu finden. Das einzige Manko ist, dass die Kommentarfunktion irgendwann gesperrt wird.

Ideas Expired Search

Die Sichtbarkeit auf Ideas ändert sich jedoch massiv, wenn der Entwurf stattdessen den Status „Archived“ (archiviert) erhält. Sowohl bei den Fans verschwindet das Projekt aus der Übersicht „Supported“ oder „Saved“ als auch bei den Fandesignern taucht der Entwurf nicht mehr unter den Einreichungen auf. Besonders deutlich wird das am Beispiel von Babyteeth. In der Aufstellung der eingereichten Projekte ist nur noch der Caribbean Clipper sichtbar.

In unserem Beitrag anläßlich des Erreichens des Ideas-Reviews erwähnten wir bei der kurzen Fandesigner-Beschreibung, dass Babyteeth eine Vorliebe für Segelschiffe hat und aktuell drei maritime Projekte im Wettbwerb hat. In der Übersicht ist aber nur noch der Caribbean Clipper auffindbar. Das „Spanish Galleon Warship“ und das „Caribbean PirateGalleon“ fehlen.

Ideas Babyteeth Contributions

Nur wer ganz genau hinsieht, wird entdecken, dass irgendetwas nicht stimmt, denn es wurde immerhin 3x das „1k-Badges“ und 2x das „5k-Badges“ vergeben. Aber mit welchen Projekten? Sie fehlen. Wahrscheinlich hat Babyteeth sehr viel Glück gehabt, dass das Ideas-Team die neue Sperrliste mit Gültigkeit vom 23. Juni 2020 erst am 02. Juli umsetzte: Der Caribbean Clipper erreichte am 26. Juni das Review und ist sehr wahrscheinlich gerade so der Archivierung entkommen. Die Umsetzungschancen dürfte jedoch gleich Null sein.

Das größte Problem für die Fandesigner ist aber, zum einen dass die Sichtbarkeit der Projekte verloren geht und zum anderen dass der Kontakt mit den Fans nicht mehr möglich ist, da gleichzeitig die Kommentare gesperrt werden. Dem Fandesigner wird damit die Möglichkeit genommen die Unterstützer darauf hinzuweisen, dass der Entwurf nicht mehr im Wettbwerb ist bzw. warum der Entwurf nicht weiter unterstützt werden kann.

Ideas Archived Störetebricker

In den offiziellen LEGO Kommentaren findet sich auch kein Hinweis darauf, was mit dem Entwurf passiert ist. Dort finden sich lediglich die Standard-Postings zum Erreichen der Meilensteine. Nur wer sich die Mühe macht einmal auf das Datum zu sehen, wird feststellen, dass etwas passiert sein muss. Am Beispiel des „The „Rolling“ Dutchman“ von Störtebricker könnt ihr die Postings der Zeitgutschrift sehen, aber dann endet die offizielle Kommunikation.

Rein rechnerisch müsste das Projekt bis mindestens 14. August 2021 laufen. Warum der Entwurf jedoch eingefroren wurde erfährt man nicht und Störtebricker kann aufgrund der gesperrten Kommentarfunktion keine Erklärung mehr geben.

Ideas beschreibt den Vorgang im Detail hier. Diesen Link haben wir nur durch puren Zufall entdeckt. Leider müssen wir feststellen, dass Ideas sich nicht an die eigene Beschreibung hält, denn dort steht:

We leave an official comment on all archived projects to explain the reasons why it has been archived to help clear up any confusion.

Wie wir am Beispiel von Störtebrickers „The „Rolling“ Dutchman“ sehen, war es dem Ideas-Team nicht möglich, innerhalb von sechs Wochen den offiziellen LEGO Kommentar mit den Hinweis auf eine Archivierung hinzuzufügen.

Wie viele Entwürfe sind betroffen?

Wir können nicht genau einschätzen wie viele Entwürfe von der aktuellen Löschung betroffen sind. Daher möchte wir die von ZedKay bei Eurobricks gepostete Liste übernehmen und für euch in tabellarischer Form aufbereiten.

Das sind die archivierten Projekte:

EntwurfBildFandesignerVotes
The Sword of the SeasLEGO Ideas Sword Of The SeasBricky_Brick6315
Spanish Galleon WarshipLEGO Ideas Spanish Galleon WarshipBabyteeth5476
The Flying DutchmanFlying Dutchman 2Zed Kay3905
Caribbean Pirate GalleonLEGO Ideas Caribbean Pirate GalleonBabyteeth3168
Spanish GalleonLEGO Ideas Spanish GalleonSparksBricks2024
EndeavourLEGO Ideas The Endavourtombungee1503
HMS SurpriseLEGO Ideas Hms Surprise1Skull12341185
Wreck in the AbyssLEGO Ideas Wreck In The AbyssIan Malcom1177
The "Rolling" DutchmanLEGO Ideas The Rolling DutchmanStöretebricker1147
Tintin - The UnicornLEGO Ideas Tintin The UnicornSalty Fish947
The Royal FlagshipLEGO Ideas Royal FlagshipKolonialbeamter719
Pirates of the Caribbean - Maelstrom DuelLEGO Ideas Maelstrom DuelMicro_Model_Maker704
H.M.S. IdeasLEGO Ideas Hms IdeasXman208
The Skull´s Eye SchoonerLEGO Ideas Skull Eye SchoonerRed Spaceman131

Wie ihr sehen könnt, gibt es bei einer Archivierung keinen Bonus. Wer von euch häufiger auf Ideas unterwegs ist, wird merken, dass hier auch bekannte Fandesigner betroffen sind: Drei „10k-Club Member“ sind von der Aktion mit ihren Entwürfen betroffen.

Besonders pikant: Mindestens fünf Projekte wurden nach der Veröffentlichung des Pirate-Bay-Konzepts auf der Sperrliste, aber vor Erweiterung um das Piratenschiff-Konzepts in der Aufstellung am 17. April 2020 hochgeladen. Für die Baumeister muss die Erweiterung eine böse Überraschung gewesen.

Wie geht es jetzt weiter?

So wie es aussieht, werden wir wohl keine Piratenschiffe oder einen möglichen Gegenpart auf Ideas mehr erleben. Dafür spricht die Archivierung von Ideas ein sehr deutliche Sprache. Wie weit der Begriff „Pirate Bay“ als dauerhaft gesperrtes Thema geht, kann wohl nur Ideas selbst beurteilen. Fraglich bleibt auch, ob zukünftige Piratenthemen überhaupt noch eine Chance haben werden. Die beiden Entwürfe „The Fortress- Imperial Army“ und „Seagull Bay„, die erst vor wenigen Tagen die zweite Reviewrunde erreicht haben, lassen ein wenig Hoffnung aufkommen.

Besonders verwirrend wird das Thema „Piraten“, wenn ihr mal auf die Liste der möglichen freien Lizenzen schaut: Die automatische Vorprüfung gestattet euch nämlich sowohl ein Projekt in der Kategorie „Piraten“ aber auch bei „Pirates of the Caribbean“.Vermutlich könnt ihr Piratenideen, die etwas anderes als ein Piratenschiff darstellen, immer noch erfolgreich hochladen. Die Idee zu „Davy Jnoes“ aus „Pirates of the Caribbean“ war nicht von der Archivierung betroffen.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle auch nochmal deutlich klarstellen, dass andere Schiffsprojekte nicht betroffen sind. Die römische Galeere, die Titanic oder das Wikingschiff dürfen weiterhin um eure Gunst werben.

Ideas Ip Use

Fazit

Um es kurz zu machen: Nach der eindeutigen Aktion von Ideas sind meiner Meinung nach jegliche Hoffnungen auf ein weiteres Piraten- oder Handelsschiff (im Rahmen der Ideas Serie) auf null gesunken. So wie es aussieht, konnte der Caribbean Clipper sich gerade so ins Review retten. Ich gehe davon, dass dieser Entwurf ansonsten auch der Archivierung zum Opfer gefallen wäre. Er wird meiner Meinung im zweiten Review chancenlos sein.

Ich kann verstehen, dass die Ideas-Plattform von der Vielfalt lebt und über den Einsatz der Sperrlisten Wiederholungen vermieden werden sollen. Zum Risiko eines Fandesigners gehört leider auch, dass der Entwurf während der Laufzeit von der Realität „eingeholt“ wird. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor das Projekt hochgeladen wird. Die Folgen einer solchen Überlappung sind im Regelwerk eindeutig beschrieben.

Ich bin aber offen gesagt von der Art und Weise schockiert, welche Konsequenzen eine Archivierung seitens Ideas nach sich zieht. Im Gegensatz zum normalen Zeitablauf („Expired“) werden die Entwürfe bei einer Archivierung auf Ideas digital nahezu getilgt und sind nur noch über eine Google-Suche oder den direkten Link auffindbar.

Sowohl den Fandesignern aber auch den Fans wird dadurch jegliche Möglichkeit genommen miteinander in Verbindung zu treten und sich in den Kommentaren darüber auszutauschen. Gleichzeitig ist es den Fandesignern auch nicht mehr möglich zum Beispiel in den Updates eine Nachricht für die Supporter zu hinterlassen. Besonders bedenklich finde ich, dass noch nicht mal in den offiziellen LEGO Kommentaren eine Nachricht gepostet wird.

Die Archivierung bewirkt zusätzlich auch, dass der Track Record um die archivierten Projekte „korrigiert“ wird und somit das Werk des Fandesigners und die Stimmen der Fans meiner Meinung nach missachtet werden. Mir ist es unverständlich, warum die Entwürfe nicht mehr in den Übersichten angezeigt werden dürfen.

Um diesen Dilemma Abhilfe zu schaffen, müsste meiner Meinung nach das Regelwerk leicht geändert werden. Wenn die Fandesigner schon dem „Sperrlisten-Risiko“ ausgesetzt sind, sollten die Entwürfe nicht auf „Archived“ gesetzt werden, sondern auch den Status „Expired“ oder „Early Expired“erhalten, um für die Nachwelt in vollem Umfang erhalten zu bleiben. Bleibt die Hoffnung, dass Ideas auch Handlungsbedarf sieht oder ein Änderungsvorschlag hier eingereicht wird.

Was denkt ihre über das Verhalten von Ideas? Könnt ihr die Aktion nachvollziehen? Habt ihr schonmal ihr eure unterstützten Projekte geschaut? Wie findet ihr es, dass die archivierten Entwürfe auf Ideas unsichtbar werden?  Schreibt uns eure Meinungen in die Kommentare.

Über Oliver 58 Artikel
Fan des Classic Space, Technik-Begeisterter und Freund von Creator 3-in-1. Ständig auf der Suche nach den kleinen Besonderheiten im LEGO Sortiment und interessiert an den Hintergründen im Spielwarenmarkt.

105 Kommentare

  1. Lego macht die Regeln. Ich denke da gibt es wenig zu diskutieren. Die MOCs sind ja nicht verloren, man kann sie ja immer noch auf anderen Plattformen veröffentlichen.

  2. ich könnte gerade explodieren. Der Entwurf der Pirate Bay hatte nichts, rein nichts mit einem Schiff zu tun. Was im Rahmen der Überarbeitung rauskam, nämlich ein Schiff, das mehr oder weniger schlecht als Piratenbucht umgebaut werden konnte. Hat mich seit Vorstellung extrem gewurmt, da der Entwurf völlig verhunzt wurde. Und jetzt hat es zusätzlich zur Folge, dass wegen der dämlichen Umgestaltungs-Idee keine weiteren Schiffe mehr kommen.

    Bombe, herzlichen Glückwunsch.

    Hätte man sich bei der Designentscheidung einmal Gedanken gemacht und die Entscheidung zu Ende gedacht, hätte man noch einmal in sich gehen können und sich genau überlegen, ob das ne gute Idee war.

    Wie dem auch sei, es ist nicht mehr zu ändern, mich ärgert das jetzt kolossal.

    Kürzlich mit einem Lego Store Manager gesprochen, der meinte, die Pirate Bay läuft eh nicht gut, trotz ausreichender Verfügbarkeit.

    Für mich kein Wunder, am Anfang haben sich die Fan-Boys eingedeckt und dann wars das. Dies führt wiederum dazu, dass Lego sich in seiner Einstellung bestätigt fühlt, dass Piraten nicht mehr so beliebt sind.

    Dass die nicht mal auf den Gedanken kommen, dass das mit der völlig veränderten Konzept-Idee zu tun hat, ist einfach bedauerlich.

    Grundlegende (in meinen Augen falsche) Entscheidung immense Folgewirkung.

    Was soll’s, gibt genug andere schöne Dinge, zur Not, baut man sich selbst was!

    • Genau solche Kommentare machen die Diskussion schwer (Thema toxisch aus dem Podcast).
      Mir hat die Bay gefallen, ich hab sie gekauft – somit bin ich direkt irgendein doofer „Fanboy“ der blind Lego hinterherrennt. Meine These ist, dass Piraten aktuell Popkulturell einfach out sind – sie hatten ihr neuerliches hoch dank Fluch der KAribik, aber das wars dann jetzt.

      Fakt ist nunmal, dass es nur um die Idee geht – niemals um den konkreten Entwurf. Das sind die Spielregeln.Und einen Beweis dafür, dass der Originalentwurf besser laufen würde, kann nicht erbracht werden. Ist pures Spekulieren.

      Und klar ist auch, dass Lego Ideas niemals zur Fortführung von irgendeinem Thema durch die Hintertür nutzen wird. Wir hatten jetzt ne Bay inkl Schiff und das 3in1 Schiff und mehr Piraten sind offensichtlich nicht eingeplant.
      Da ist es nur konsequent, jetzt ähnlichen Entwürfen den Stecker zu ziehen.
      Man könnte sie ja auch sinnlos durchlaufen lassen und dann einfach nur nicht umsetzen, wenn sie ins Review kommen.

      • Dem kann ich absolut nur zustimmen. Man kann es nie allen recht machen und ich gehöre zu denen die vieles was gerade läuft kritisieren. Mir hat auch der (mit Photoshop bearbeitete!) ursprüngliche Entwurf besser gefallen. Was mich allerdings stört ist, dass Kritik zumeist nicht sachlich Geäußert wird, sondern zumeist mit einer persönlichen Kategorisierung derjenigen verbunden wird, die anderer Meinung sind.

        PS: Hab mir trotzdem das Set gekauft da mir das Segelschiff und die grundsätzliche 2:1 Idee gefallen hat. Und man kann nicht zu oft betonen, das Ideas keine 1:1 Umsetzung bedeutet 😉

      • Es bleibt durchaus die Frage ob es wirklich um die Idee geht und nicht um den Entwurf. Ich finde das überraschend unklar von Seiten Legos.

        Dafür spräche, dass das ganze Projekt so heißt und Lego gerne Ideen umbaut – auch mal bis hin zu einem Punkt der mit dem Originalentwurf nur noch verhältnismäßig wenig zu tun hat. Dagegen, dass Lego selbst damit wirbt dass DER Antrieb für Lego Ideas es ist „sein Set“ verwirklicht zu sehen.

        „the incredible prize of seeing your creation become a real LEGO set makes all that effort worthwhile“

        Dazu kommt dass selbst diese Fanpage hier Artikel hat wo man der Frage nachging inwiefern Lego die Lorbeeren eines Designers auch mal außer Acht lässt wie z.B. der oben verlinkte Artikel um das Jurassic Park Tor. Gegenargument war damals, dass der Entwurf sich massiv von Legos Produkt unterscheide weil ein Auto dabei sei und der Maßstab nicht stimme. Ansonsten sahen sich beide Sets zum Verwechseln ähnlich. Hier wurden also die Modelle verglichen. Ginge es um die Idee müsste man das komplette Fazit dahingehen ändern dass Lego dann doch den Künstler hätte ehren müssen. Ginge es strikt um das Modell aber würde Lego ja die Gewinner ihrer Ideas Sets um den „unglaublichen Preis“ berauben, indem sie deren Set teilweise nochmal massiv umbauen.

        Es herrscht also nicht einmal auf wirklich bemühten Fan Homepages Einigkeit darüber was nun das genaue Ziel von Lego Ideas sei – die Idee zu liefern oder einen konkreten Entwurf. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht mal Lego hat eine konkrete Vorstellung davon sondern nutzt es wie es ihnen gerade an Besten nützt um Sets auf den Markt zu bringen die sich ihrer Ansicht gut verkaufen lassen.

    • Bitte nicht vergessen. Lego macht viel Marktforschung. Das hindert Lego natürlich nicht daran, auch falsche wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen, ich möchte aber bezweifeln, dass jedes Set welches ein einzelner Afol schlecht findet, wirklich wirtschaftlich schlecht läuft. Ich denke sogar, dass viele der Sets, die früh vom Markt gehen, am Ende doch noch Gewinn erwirtschaften.

      Aber naja, bei jeder Lego-Diskussion ist’s wie bei den Fussballtrainern oder (neuerdings) medizinischen Wissenschaftlern (z.B. Virologen): jeder glaubt es selbst am besten zu wissen und alle die sowas beruflich machen (Fußballer trainieren, Viren erforschen, Lego-Sets designen und vermarkten) können das ja eigentlich gar nicht [Ironie off]…

      @masmiseim
      Volle Zustimmung.

    • Dass sich die Bay nicht gut verkauft, glaube ich unbesehen.
      Dass das daran liegen soll, dass die Leute lieber den Originalentwurf wollten, halte ich für großen Quatsch. Sehr viele Lego-Käufer wissen überhaupt nicht, was Lego Ideas ist – sie sehen das Set im Laden und kaufen es, wenn es ihnen gefällt oder wenn sie glauben, dass es ihren Kindern gefallen könnte (und es dafür nicht zu teuer ist). Die Ideas-Fans, die Stunden um Stunden mit dem genauen Studium von MOCs zubringen, sind nur ein ganz ganz kleiner Bruchteil der Lego-Kundschaft (der sich leider oft viel zu wichtig nimmt).
      Dass Lego aus schlechten Verkäufen den Schluss zieht, dass Piraten out sind, glaube ich wiederum unbesehen – denn sie tun es vermutlich größtenteils zu recht. Meiner Erfahrung aus meiner Arbeit mit Kindern nach sind Piraten nur noch bei den ganz kleinen „cool“, weil die Eltern es für cool halten. Die älteren Kinder (so um die 10-14) muss man mühselig für das Thema begeistern, und scheinbar sind die meisten Erwachsenen nicht gewillt, viel Geld für Piratenspielzeug auszugeben – nicht für sich selbst und schon gar nicht für maximal mild interessierte Kinder. Als Firma würde ich dann auch nicht zu viel in ein solches Thema investieren.

      • Wozu dann die 10.000 Marke wenn Lego dadurch nicht die Rückmeldung bekommt dass ein Set finanziell rentabel ist weil eine ausreichend große Gruppe ihr Ja-Wort dazu gegeben haben, dass sie so etwas gerne kaufen würden?

        Die Argumente, warum es „großer Quatsch“ sein soll zu behaupten, ein Set hätte als Originalentwurf mehr Käufer finden können, sind für mich nicht nachvollziehbar. Natürlich kann Lego durch massive Änderungen am Entwurf am Kunden vorbei arbeiten. Einerseits verärgert man einen Anteil der Supporter, die lieber den Originalentwurf gesehen und gekauft hätten für den sie gestimmt haben. Andererseits hat man keine Garantie, dass die eigene Überarbeitung dem breiteren Publikum wirklich besser gefällt und nicht vielleicht schlechter. Es kann natürlich auch gelingen aber ist bei jedem Set ein neues Risiko, dass man eingeht. Lego will noch mehr potentielle Kunden einbeziehen und verliert am Ende vll. dabei das Klientel, das ein Ideas Set überhaupt erst in die Review brachte.

        Und zu guter Letzt versteckt Lego seine Ideas Sets doch auch förmlich. Da muss sich ein Kunde schon auf die Homepage verirren, in einen Lego Shop oder in einen der zwei großen Läden um überhaupt darauf aufmerksam zu werden. Dementsprechend sucht sich Lego gezielt sein Publikum dafür aus – mMn primär bei denen, die sich für Lego und Ideas Sets auch aktiv interessieren.

        • Dann müssen wir uns darauf einigen, verschiedener Meinung zu sein. Ich halte die kleine Bubble derer, die viele Stunden am Tag mit Lego-Recherche verbringen, für außerordentlich insignifikant, was Verkaufszahlen angeht. Ich denke die 10000 Stimmen sind allenfalls ein Barometer, was wenigstens eine kleine Käufergruppe interessant finden könnte. Dass nicht immer die Entwürfe, die am schnellsten Stimmen sammeln, auch ausgewählt werden, und dass man die Entwürfe so stark verändert, spricht dafür, dass man es letztlich aber nicht nur der Bubble recht machen sondern vor allem ein breites Publikum ansprechen will. Die Bubble ist ab dem Zeitpunkt sicher in den Verkaufszahlen nicht mehr tragend. Aber hey, jeder darf sich genau so wichtig nehmen, wie er will.

          • 100% stimmen zu.
            Die 10.000 Unterstützer bedeuten nicht so viel: Man kann eine Idee „unterstützen“, sich aber NIEMALS zu einem Verkauf verpflichten. Ich habe das in der Vergangenheit getan und viele tun es.
            Tatsache ist, dass ein Großteil der Unterstützung für Lego-Ideen von Personen kommt, die ihr eigenes Projekt auf der Plattform haben und andere Entwickler aktiv um Unterstützung „belästigen“. Dies geschieht so oft, dass das Lego IDEAS-Team eine neue Regel aufgestellt hat: Bitten Sie die Leute nicht über die Blogs und Kommentare um Unterstützung für Ihr Projekt. Es sagt viel aus: Lego weiß wahrscheinlich, warum die 10-km-Marke zu oft erreicht wird.

            Heutzutage bedeutet es nichts, 10.000 Unterstützer zu bekommen: Jemand, der in sozialen Netzwerken sehr aktiv ist, kann einige Wochen brauchen, um es zu erreichen, mit einer SEHR schlechten Idee. Auf der anderen Seite können Leute, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern und versuchen, durch das Projektkonzept selbst Unterstützung zu erhalten, länger brauchen.

            LEGO weiß das. Es gibt zu viele Projekte in der Review-Phase, von denen einige in Bezug auf den Umsatz eindeutig Katastrophen wären. Die ursprüngliche Piratenbucht wäre leider kommerziell wahrscheinlich gescheitert. Es fehlt der „Wow-Effekt“. Piraten verkaufen sich nicht so gut wie SW, Ninjago oder Technic.

            Was den Verkauf der Piratenbucht betrifft; Nun, es könnte aufgrund der COVID-Krise gedimmt sein. In den USA haben viele Menschen Arbeitsplätze verloren, die Wirtschaft hat sich verlangsamt. Wir werden sehen, wie die allgemeinen Verkäufe für Lego im Jahr 2020 sind. Mein Verdacht ist, dass sich nur ein Set gut verkauft hat (der Set-Name hat „501“)…

          • Es ging um die Aussagekraft solcher Behauptungen bei zu vielen unbekannten Variablen. Du erachtest diesen festen Kern der AFOL Community auf Ideas lediglich als eine „kleine Bubble“ die täglich „viele Stunden“ mit Lego Recherchen verbringt und in sich insignifikant für Lego wäre. Ich erachte das bereits als eine nicht ausreichend fundierte Annahme. Ich kenne auch Lego Ideas, vote hin und wieder mal dort aber verbringe nicht „viele Stunden täglich“ damit, kaufe aber dennoch gerne Ideas Sets.

            Es bleibt dass niemand sagen kann ob sich die Pirate Bay als Originalentwurf nicht besser verkauft hätte. Jegliches Gegenargument ist einfach deine persönliche Einschätzung. Es herrscht zu viel Unklarheit über die tatsächliche Signifikanz der 10000+ Unterstützer als auch überhaupt das Wissen darum, als was Lego selbst das Ideas Projekt sieht und nach welchen Maßstäben und Erwartungen sie z.B. die 10000 Grenze festgelegt haben oder sich für bzw gegen Sets entscheiden. Da sie die Sets aber weitaus exklusiver vermarkten (und somit pro Set auch eine höhere Gewinnmarge haben) kann man annehmen, dass sie auch nicht anstreben so viele Kunden zu erreichen wie mit der normalen Katalogware. Man kann das auch als AFOL Fanservice sehen den man zu Geld machen will, der also bewusst auf diese kleinere Gruppe abzielt, die du für insignifikant erachtest. Und die Pirate Bay untermauert mMn diese Theorie, da das Set in erster Linie wie eine Hommage an die Lego Piratensets der 80er/90er wirkt und dementsprechend auf AFOLs abzielt.

      • 10 bis 14jährige sind generell schwer zu begeistern, sag ich als Vadder von einem teen und eines twens… Versuchs mal mit ritter, Eisenbahn oder Western in der Altersklasse….

        Läuft nicht?

        Da würde ich lieber ein Statement von Lego selbst sehen…

        Selbst wenn es in den Stores schlecht liefe, könnte es daran liegen, dass wir alle es online im lockeren gekauft haben, ich bin storekaufer, aber die Bay musste sofort sein

        Zum Thema Piraten sollten wir uns auch die Verkaufszahlen von dem 3in1 ansehen… 200 Flocken gibt man nicht so aus, warte mal das Weihnachtsgeschäft ab…

      • Also ich fand den Entwurf klasse – hätte ich mir sofort gekauft und noch mehrere davon zurückgelegt. Was dann letztendlich bei herausgekommen ist hat mich absolut nicht angesprochen. Und nicht nur „etwas weniger interessant“, sondern quasi so als ob man einem Bayern Fan ein BVB Fanartikel verkaufen wollte. Das hatte mit dem Entwurf für mich nichts mehr zu tun davon abgesehen das es um Piraten geht. Es hat sich von einem wahnsinnig schönen Diaroma zu einem Spielzeug gewandelt, allein schon die Verpackung hält mich vom Kauf ab,

    • also ich kann den Ärger von der Guff verstehen, wenngleich man sich das mit dem fanboy sparen kann, solche falschen verallgemeinerungen kann ich nicht ausstehen.

    • Kann der Guff nur zustimmen, absolut meine Meinung. Die Bay ist ein einziges Drama! Ein absolute geiler Entwurf, den man auch easy in diese furchtbar bemühte 18+ Kategorie hätte stecken können, wurde hart versaut. Statt das düstere, coole Ding so zu veröffentlichen, wurde es bunter und verkindlicht, mit einem halbseidenen Umbaukonzept komplett gegen die Wand gefahren und dann wundert man sich, dass das für DEN Preis keine Kinder zum Spielen kaufen..

      Hätten sie die Bay einfach so gelassen und stattdessen das Schiff als eigenständiges Set mit rausgebracht… Ich trau mir wetten, das hätte Absatzrekorde eingestellt. So bleibt auf ewig ein fader Nachgeschmack, dass da mit Entscheidungen auf Weitblick bedeutend mehr drin gewesen wäre – und zusätzlich wird es jetzt bei Ideas auch keine Piratenschiffe mehr geben. Glückwunsch Lego, wieder nen Kracher abgeliefert! Oh Mann…

      Toller Beitrag übrigens, meine Hochachtung! Ich finde es einfach klasse, dass ihr Themen setzt und kritisch hinterfragt. Wenn es so etwas wie investigative Lego-Berichterstattung gibt… Hier ist sie zu finden. Bester Lego-Blog im deutschsprachigen Raum, ohne jeden Zweifel! 😊👍

      • Der Entwurf war nur düster, weil da einmal mit Photoshop drüber gegangen und die Farben entsättigt wurden.
        Davon abgesehen hat man sich nämlich schon sehr an die Vorlage gehalten…

    • Denke mal die Pirate Bay läuft nicht so gut weil die meisten Leute darauf warten das sie bei smythtoys, mytoys und Galeria rabattiert kommen wird. Und das mache ich auch so.

    • @Der Guff

      ich halte es für unmöglich, von der ferne zu beurteilen, ob sich die pirate bay besser verkaufen würde, wenn man sich näher am entwurf bewegt hätte. das wäre sehr spekulativ. wenn man allerdings spekulieren will, dann gibt es durchaus faktoren, die einen in die gegenteilige richtung spekulieren lassen.
      das fan-echo war insgesamt positiv, trotz der veränderungen, in vielen fällen auch wegen der veränderungen.
      das finale set ist deutlich näher an klassischen lego-piraten, auf die viele afols so nostalgisch zurückblicken.
      und der weit größte teil der durchschnittlichen lego käufer, hat vermutlich keine ahnung von lego ideas, kennt also den fan entwurf nicht. für diese käufer spielt nur das finale set eine rolle. und objektiv betrachtet ist das finale set ein sehr starkes set, dem die umbaumöglichkeit zum schiff ein riesiges zusätzliches verkaufsargument beschert.
      natürlich darf man persönlich enttäuscht sein von der umsetzung, geschmäcker sind verschieden. aber der standpunkt, dass mögliche unter erwartungen bleibende verkaufszahlen (was wir ohne zahlen sowieso nicht beurteilen können) in diesem speziellen fall an der deutlich veränderten umsetzung lägen, lässt sich mit etwas kritischer distanz und unter ausblendung persönlicher vorlieben, nur schwer halten.
      letzten endes werden wir es nie erfahren und sollten unsere energie nicht darauf verschwenden, uns darüber aufzuregen. denn der zug ist abgefahren. oder wie der engländer sagt: that ship has sailed… 😉

    • Mit dem Store Manager sollte man mal ein Wörtchen sprechen. Eigene Meinung gut und schön, aber als Leiter eines Legogeschäftes aktuelle Sets schlechtreden ist imho eher nicht so gut. 😉

    • Ruhig Blut. Brauner! Aber ja ich kann Dich ja verstehen aber bitte nicht so laut.
      Ich finde es auch schade das jetzt keine weiteren Schiffe kommen sollen. Evtl..haben sie selber was in petto und sperren daher die Vorschläge damit es nicht heißt…

  3. Also ich werd daraus nicht schlau. Da hat man ein Produkt, welches von den Fans offensichtlich begeistert angenommen wird, und beraubt sich anschließend der Möglichkeit weitere Entwürfe von den Fans umzusetzen.

    Oder Ideas ist tatsächlich halt das, was immer wieder als Kritik aufkommt. Eine billige Möglichkeit für Lego den Markt zu sondieren. Denn dann würde die Sperrung von nachahmenden Entwürfen Sinn ergeben. Wobei dem entgegen steht, das auf Ideas Sets kaum was von Lego selbst folgt.

    Möchte nicht wissen, wieviel Sets mit klassischen Koggen, Schonern und ähnlichem verkaufbar wären.

    • Nun, ich glaube wir müssen akzeptieren, dass nur Lego selbst weiß, welches Sets gut laufen und welche nicht. Du schreibst was von begeistert angenommen, weiter oben schreibt wer, dass das Set angeblich nicht gut laufen würde…

      Und, nur weils bei IDeas nicht mehr zugelassen wird, heisst das ja nicht, dass Lego nicht selbst Schiffe designen und zb unter 18+ Label verkaufen könnte…

  4. Ich finde, der Artikel bringt es gut auf den Punkt: Nachvollziehbares Motiv und furchtbar schlechte Umsetzung. ^^“

    Ich hoffe mal für die MOCer, dass Lego das bald besser hinkriegt.

  5. Ich finde es OK so. Bei LEGO Ideas geht es um neue Ideen und nicht darum seine Mocs dort zu präsentieren die eh nicht umgesetzt werden. Deshalb kann ich es auch nachvollziehen das solche Einreichungen kommplett „entfernt “ werden. Wenn du MOCs sehen bzw teilen willst dann nutze eine andere Plattform wie Instagram o.ä.. Es ist zwar schade um vorher eingereichte Objekte die nun einfach entfernt wurden allerdings ist das einfach ein gewisses Risiko was jede Einreichung hat. Nur das LEGO das kommentarlos (im Sinne der Supporter) entfernt hat ist nicht wirklich nett.

  6. Ich muß es so platt sagen: sind die bei Lego doof? Von den 14 archivierten Entwürfen sind gerade mal 4 Piratenschiffe (5, wenn man den Fliegenden Hollender dazunimmt). Das andere sind keine Piratenschiffe, sondern sonstige Segelschiffe! Sagt doch gleich, daß ihr keine Segelschiffe mehr wollt! Komischerweise sollen aber Wikingerschiffe erlaubt bleiben, obwohl die deutlich näher an der Piratenidee sind! Wieso kam nach Porsche und Bugatti ein Lamborghini? War die Idee „Sportwagen“ nicht bereits besetzt? Wieso hat Lego 500 verschiedenen Helikoptermodelle im Sortiment? Ist die Idee Hubschrauber nicht längst ausgelutscht? Wie kamen die Beatles-Mosaike durch die Prüfung, wenn Beatles längst durch sind? Wie kann es sein, daß jedes Jahr ein Modular House rauskommt? Die Idee wird jetzt seit mehr als einem Jahrzehnt durchgenudelt! Ein neuer AT-AT? Die hatten wir doch schon dutzendfach!

    Nicht falsch verstehen: ich finde es gut, daß es all diese Produkte gibt. Ich verstehe nur nicht, warum für (Piraten-)Schiffe jetzt ein Denkverbot herrscht. Wenn ein Vorschlag 10.0000 Stimmen hat, kann LEGO immer noch im Review nein sagen, wenn ihnen das Thema nicht interessant genug erscheint. Aber einfach archivieren? Was soll das?

  7. Einige der Umsetzungen der letzten Zeit hatten leider so gar nichts mehr mit dem ursprünglichen Entwurf zu tun. Exemplarisch erwähne ich hier mal die Pirate Bay und die Dinosaurier, aber auch das Baumhaus war ja leicht umgewandelt im Vergleich zum Original-Entwurf.
    M.E. (meines Erachtens) nach wird aber nunmal für die Original-Entwürfe gestimmt, nicht für ein Set, daß irgendwie mit dem Thema zu tun hat.
    Die Suche nach Ideen mag zwar das Konzept von Lego-Ideas sein, aber dafür brauch es dann keine MOC Einreichungen, stattdessen könnte ich ja auch einfach was vorschlagen, z.B. „baut mal ein Klavier“.
    Daher taten mir bei den letzten Ideas-Umsetzungen auch die Erbauer echt leid. Die Dinosaurier z.B. hätte ich sofort in der Originalversion gekauft, so aber habe ich sie links liegen lassen.

    Irgendwann werden Ideas die guten Moccer weglaufen. Der Erbauer des alten Angelladens ist jetzt wohl mit Bluebrixx eine Kooperation eingegangen. Seine anderen fünf Entwürfe, die Thematisch gut zu dem Angelladen passen, werden demnächst von Bluebrixx als Sets rauskommen.
    Den Winkelzug aus Flörsheim finde ich durchaus pfiffig, die Sets sind toll. Warum Lego nach dem Erfolg mit dem Angelladen nicht selber auf die Idee gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel. Wenn jetzt auch alle Piratenschiffe vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, dann kann ich mir schon vorstellen, aus welcher Werft die demnächst kommen werden…
    Lego, und besonders die Ideas-Macher, sollten aufpassen daß sie die Fanbase nicht vergraulen, nichts ist so nachtragend wie eine enttäuschte Liebe.

    • „Die Suche nach Ideen mag zwar das Konzept von Lego-Ideas sein, aber dafür brauch es dann keine MOC Einreichungen, stattdessen könnte ich ja auch einfach was vorschlagen, z.B. „baut mal ein Klavier“.“

      Dann wäre aber nicht klar, wie man sich das vorstellen soll. Groß oder klein? Schwarz oder braun? Mit oder ohne Funktion? Flügel oder Spinett? Das ist einfach zu vage. Es braucht schon eine gewisse Grundstruktur, damit man es als Ausgangsposition benutzen kann. Wenn du dir eine Wandfarbe aussuchst, sagst du ja auch nicht zum Maler „streich mal grün“ – du zeigst ihm etwas, was die Farbe hat, und sagst „vielleicht so ähnlich“, (oder suchst konkret in der Farbpalette).
      M.E. würde es reichen, wenn es eine genaue Beschreibung gäbe, aber die würde sich kaum einer durchlesen wollen, und dann wäre der Traffic auf Lego Ideas und die Beteiligung an den Abstimmungen zu gering, also fordert Lego schon aus wirtschaftlichen Gründen was visuelles ein. M.E. ist trotzdem klar, dass man hier nicht für eine 1:1-Umsetzung stimmt – und wer das nach vielen Jahren Lego-Fandom immer noch nicht gelernt hat, der will es vielleicht einfach auch nicht akzeptieren.

      • Zitat: „Wenn du dir eine Wandfarbe aussuchst, sagst du ja auch nicht zum Maler „streich mal grün“ – du zeigst ihm etwas, was die Farbe hat, und sagst „vielleicht so ähnlich“, (oder suchst konkret in der Farbpalette).“

        Eben, genau das ist mein Punkt. Ich gebe dem Maler eine Farbe vor, und erwarte dann auch, daß er es genauso macht wie ich es vorgegeben habe.
        Der ursprüngliche Entwurf der Pirate Bay ist aber so weit weg vom späteren Set, daß ich persönlich, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben, den Maler in diesem Fall nicht bezahlt hätte. Ich weiß, viele Andere finden den jetzigen Entwurf besser, und die Idee mit dem Schiff finde ich auch nett. Aber es wird dem ursprünglichen Moccer wenig gerecht.
        Ob ich das jetzt akzeptieren mag oder nicht ist dabei völlig unerheblich, denn ich kann es ja nicht ändern. Aber wenn ich als jemand der bei Ideas teilnimmt, von soetwas betroffen bin, dann wird meine Bereitschaft einen weiteren Beitrag einzustellen, sicher durch so ein Vorgehen nicht steigen. Das mag im Moment noch keinen Unterschied machen, aber wie man sieht, lernen andere Firmen schnell.

        • Hmm, aber wenn dir der Maler doch sagt: „genauso wird’s eher nicht, weil wir genau die gleiche Farbe fast nie machen – wollen sie sich trotzdem dafür entscheiden?“, sagst du dann „nein“ oder „ja“? So müsstest du dann ja auch über dein Abstimmverhalten entscheiden – wenn du es nur haargenau so willst, dann stimm doch nicht dafür ab. Steht groß dabei, dass es Veränderungen geben wird.
          Auch, wenn ich die Idee einreiche, weiß ich das. Ich glaube sogar, dass viele, die sich als Künstler empfinden, deshalb nichts einreichen. Das ist nur konsequent. Aber wenn ich einreiche und abstimme, obwohl ich die Regeln kenne, kann ich mich doch nicht hinterher beschweren? Und wenn mir der Maler in den Vertrag geschrieben hat, dass Abweichungen möglich sind, kann ich mich auch nicht weigern, ihn zu bezahlen. Macht für mich keinen Sinn.

        • Wobei gerade mit der Farbe darf man bei der Pirate Bay eben nicht argumentieren, weil die ist beim Entwurf einmal durch Photoshop gelaufen und ist de facto gar nicht umsetzbar gewesen!
          Und wenn man von der Farbe absieht hat man sich eigentlich schon sehr direkt an die Vorlage gehalten (Anzahl, Struktur der Räume, etc.)…

          • @Stefan – Die Wandfarbe stand hier auch sinnbildlich für das Setdesign, das natürlich immer noch sehr anders ist, auch wenn – und da stimme ich dir zu – die (jedenfalls für mich) wesentlichen und wichtigen Elemente übernommen wurden.

    • Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? RobenAnne ist offensichtlich auf maritime Modulars spezialisiert – wenn da gleich 5 exklusiv umgesetzt werden ist das ja kein Argument für oder gegen Ideas.
      Ideas ist eben sowas wie ne Casting Show – dass man da 5mal gewinnt ist wohl eher unwahrscheinlich.
      Und ganz ehrlich, der neueste Entwurf bei Ideas von RobbenAnne ist aus meiner Sicht kein umsetzungswürdiges Highlight.

    • „Der Erbauer des alten Angelladens ist jetzt wohl mit Bluebrixx eine Kooperation eingegangen. Seine anderen fünf Entwürfe, die Thematisch gut zu dem Angelladen passen, werden demnächst von Bluebrixx als Sets rauskommen.“

      Oh Gott ich geh kotzen.
      Bluebrixx Häuser Qualität ist meistens unter aller Sau.

      • BlueBrixx fehlt eindeutig eine Qualitätssicherung. Schaut euch mal Reviews von BlueBrixx an. Da sind die Farbaweichungen noch das geringste Problem…

      • Nach der Logik von Ideas keine ähnlichen Sets herzustellen und alle Piratenschiff und Segelschiff-MOCs zu archivieren hätte es dann aber auch keine Dinosaurierfossile geben dürfen weil es schon ein Dinoskelett im Research Institute gab. Ich sehe auf der Liste der IP fehlen auch die ISS (die hatte auch wieder ein Space Shuttle), Old Fishing Store, das Labyrinth, die Vögel. Darf man dann weitere solche Ideen einreichen? Die ganze Liste ist wage da mache Themen als Konzept blockiert werden und bei Lizenzen nur der Name.
        Wieso hat LEGO nicht auch das Konzept Sitcom/TV Show blockiert und schreibt lediglich nur die Namen der Shows? BBT, Friends, Seinfeld sind doch auch ähnlich und widersprechen den eigenen Regeln.
        Finde es dumm, dass die Ideen die vor der Aktualisierung der Liste im Rennen waren zu löschen. Wieso nicht archivieren wie die abgelaufenen Ideen damit man sie trotzdem noch sehen kann?

        • Es stimmt natürlich, dass offensichtlich einige Ideas-Themen auf der Sperrliste fehlen. Selbst wenn eine Einreichung möglich wäre, schätze die Chance auf eine Umsetzung mit „null“ ein, da Ideas in den Guidelines schreibt, dass keine Konzepte akzeptiert werden, die auf bereits umgesetzten Idee basieren. Im Zweifel wir die Liste nur eine Klarstellung sein.

          Ich persönlich kann verstehen, warum die Entwürfe aus dem Wettbewerb genommen werden, allerdings finde ich die Folgen einer Archivierung wie sie jetzt vorgesehen sind, als sehr nachteilig für den Fandesigner.

          Meiner Meinung nach ist auch der Prozess einer Archivierung nirgends vernünftig einsehbar erklärt. Wie im Artikel geschrieben, entdeckte ich durch reinen Zufall die Beschreibung der Archivierung versteckt in der Ideas-Uservoice.
          Besonders traurig, finde ich, dass es Lego entgegen der eigenen Beschreibung nicht geschafft hat, einen offiziellen Kommentar zu verfassen, der den Vorgang erklärt.

          Deshalb schlage ich ja einen Status „Early Expired“ vor, damit die Entwürfe zumindest sichtbar bleiben und Fans und Designer evtl. für eine Woche noch die Option haben sich in den Kommentaren auszutauschen.

  8. Der Vorteil an Lego ist eindeutig der, daß sich die wenigsten Kunden darüber so sehr auslassen wie ihr hier.
    Das Lego mit den Ideas Projekten den Markt „sondiert“ ist ein Märchen.

  9. Zunächst kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es für die Ideengeber unerfreulich ist, wenn ihre Entwürfe nach der Archivierung nicht mehr in ihren Portfolios auftauchen. Allerdings frage ich mich dann auch warum keiner der betroffenen sich bislang ersichtlich für eine Änderung diesbezüglich bei Ideas eingesetzt hat. Oliver hat ja in seinem Artikel einen möglichen Weg, sich dafür stark zu machen, aufgezeigt.
    Wenn ich mein eigenes Verhalten betrachte, dann muss ich ehrlicherweise eingestehen, dass ich persönlich eigentlich so gut wie nie alte Ideas-Einreichungen durchsuche. Die mögen genial sein und ich will nicht bestreiten, dass sie dem ein oder anderen MOCer noch als Fundgrube für kreative Anstöße dienen können, aber für mich ist das alter Kaffee.
    Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, dass Lego diese Sperrlisten führt und sich bei deren Fortführung mehr an den tatsächlichen Modellen statt an den eingereichten Entwürfen orientiert. Natürlich finde ich es als eingefleischter Lego-Piraten-Fan schade, dass wir über Ideas so schnell keinen Entwurf im Minifigurenmaßstab mehr erhalten werden, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir vielleicht doch nochmal eine richtige Piratenserie im Hauptprogramm erhalten werden. Und vielleicht hat einer der Entwürfe, die auf Seiten der Blauröcke noch durchgekommen sind, unwahrscheinliches Glück und wir kriegen doch den Counterpart für die Piratenbucht.

    • Ich glaub nicht, dass sie noch Blauröcke in einem großen Set rausbringen, schon gar nicht, wenn die Piratenbay kein absoluter Verkaufsschlager wird. Das wäre einfach zu viel Investition in Fanservice, der wirtschaftlich mit Verlusten verbunden wäre. Aber ich drücke denen, die ein solches Set gern hätten, trotzdem die Daumen. Vielleicht kommt ja irgendwann nochmal ein Hype!

  10. Ich habe drei Enkel. Noch nie, in sieben Jahren, noch nie hat irgendeines davon gesagt: komm, Omi, wir spielen Pirat. Ich glaube für Kinder ist das aktuell kein Thema. Und für die Erwachsenen hat es wohl einen nostalgischen Wert, also für einige. Für mich zum Beispiel gar nicht, da wären eher Indianer ein Thema. Nach der gestrigen Diskussion der „Afol Community“ mit etlichen Beiträgen a la: oh, es sind zu viele Sets, oh es sind zu hochpreisige Sets…wenn jetzt noch die Piraten kämen, kommt dann sicher….bäh, jetzt auch noch Piraten, wieso macht Lego so was, sie können jetzt nicht noch ein Schiff rausbringen….ich hab schon die NES, das Piano, die Winkelgasse und das vielleicht kommende Kolosseum kaufen müssen, jetzt habe ich kaum noch Geld… Jetzt soll mal,was Günstiges kommen so für unter 50 Euro, dann kommt was Günstiges , bäh zu klein, bäh, hinten offen, bäh…Ihr seht, das Thema ficht mich nicht an, ich finde den Beitrag und die Diskussion eher unnötig. Es kommen immer wieder schöne Ideas Sets raus, was kümmert es uns, was da für Regeln laufen. Und demnächst haben wir wieder ne neue Review Runde und wieder wird ein Sets dabei sein, das einigen von uns sehr gut und anderen nicht gefällt. Ist halt so.
    Meine Omi sagte : jedem Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Kluge Frau, ich glaube Lego weiß das und macht viele tolle Sachen, die vielen gefallen, anderen halt nicht. Meine Empfehlung: weniger Diskussion, mehr Spaß am Bauen.

      • ja, man würde Lego vorwerfen, sich anzubiedern … ich glaube sie machen das ganz richtig, dass sie sich auf solche Diskussionen i.d.R. gar nicht einlassen

    • Na ja, die Kids wollen aber auch offensichtlich nicht mit Hidden Side, Trolls, Dots und wahrscheinlich auch nicht mit dem schwachen Mario Sets spielen.

      Die Barracuda Bay war für mich auch eine Enttäuschung, das Set so weit zu Nostalgie (die alte Piratenserie) und Pseudo-Bespielbarkeit um zu basteln, das am Ende nicht mehr denen gefallen hat, die eigentlich dafür gevotet haben. IMO ein Alibi Produkt (wir hören auf die Fans und machen Piraten).

      Auch wenn Lego weiterhin die stärkste Produktpalette und das qualitativ beste Basis Produkt hat, wirkt das Vorgehen auf viele Legofans mittlerweile befremdlich (das sieht man ja auch hier immer häufiger, das auf einem Lego Blog soviel kritisiert und gestritten wird).

      Als Spielzeug wird Lego weiterhin die Nummer 1 bleiben (für mich und meine Kinder), aber als AFOL/B schaue mich schon lange nach alternativen um.

      • Hidden Side war ein Versuch, und die Einstellung zeigt, dass er gescheitert ist. Gleiches gilt für viele andere Reihen, die Lego eben einfach mal ausprobiert (Chima u.ä.). Das ist eigentlich auch schon lange so – ich erinnere mich da noch an so schlimme Ideen wie Jack Stone). Mit Ninjago haben sie einen absoluten Treffer gelandet – da schwärmen meine 11jährigen nämlich davon und sind ganz neidisch, dass ich den großen Flugsegler aus dem Film habe. Der nächste große Wurf wird eben noch gesucht, aber Piraten sind es – jedenfalls in der klassischen Variante – schon mal nicht. Und ich denke auch nicht, dass es Monkey Kid wird – zu ähnlich wie Ninjago, zu lokal etc. Ich bin jedenfalls gespannt auf interessante neue Ideen und schöne Teile, wenn sie den nächsten Versuch starten. Meinetwegen dürfen es gern Piraten oder Ritter sein, aber für die Kinder vermutlich eher nicht.

        Was die anderen Themen, die du erwähnst, angeht, sind diese nicht wirklich eine Konkurrenz für ein hauseigenes Piratenthema: Dots ist außer Konkurrenz, weil es nicht zum Spielen ist, und Trolls und Mario sind Lizenzthemen – da muss man gegen die eigentliche Lizenz und andere Lizenznehmer anstinken. Das klappt bei Harry Potter gut, bei Videospielen und bunten Filmen für Kleinkinder scheinbar weniger gut. Ein aktuelles Piraten-Lizenzthema ist auch gerade nicht in Sicht.

    • Und, hast du das Thema Piraten irgendwann mal angeboten? Klingt mir nicht danach.
      Unser Duplo Piratenschiff ist jedenfall häufig unterwegs auf Schatzsuche und die alte Barracuda, die wir letztes Jahr einer kleinen Freibeuterin zum Geburtstag geschenk haben, war der Hit. Inspfern könnte man jetzt behaupten, 50 % aller Kinder finden Piraten toll 😉
      Ich glaube, bei Kindern trendet gerade das, was bei den Eltern Mode ist.

      Ich werde jedenfalls, obwohl ich sonst eher nichts auf Vorrat kaufe, noch die Pirate Bay und das 3-in-1 Schiff kaufen und einlagern für unsere Kleine und falls evtl. Adie Piraten noch ein paar Gegenspieler bekommen, gilt für die das gleiche.

      • Ich hab das als Langzeit-Thema in einem Schulbuch – ich freu mich immer, dass da sowas spannendes drin ist, und die Kinder gucken mich mitleidig an, weil die alte Frau so einen alten Hut wie Piraten spannend findet. Da muss ich mich immer ganz schön strecken, um sie davon zu überzeugen, dass das doch eigentlich cool und abenteuerlich ist.

        • Ich denke, da schlägt voll durch, das auch die Kleinsten heutzugaschon schon auf Star Wars und Figuren aus Comics, Videospielen usw. geprägt sind. Wir versuchen das ja zumindest ein wenig zum vermeiden, aber das ist quasi aussichtslos. Zum einen weil es ja sowieso allgegenwärtig ist (nicht zuletzt im eigenen Haushalt) und zum anderen weil man natürlich selbst auch schwach wird, wenn man was witziges sieht 😉
          Aber solange Piraten und Ritter auch cool sind, ist alles in Ordnung 😀

      • Ich sag’s mal so: wir machen natürlich viel, was den Kids Spaß macht. Und ja, wir haben Pirateninsel gespielt, im Garten, neben dem Teich. Das war lustig, wir hatten Zelte und einen Ausguck. Das allerbeste aber war zu Mittag der Piratentoast 😉, da kannst du alles, was so im Kühlschrank an Resten ist, draufpacken, Käse drüber, unter den Grill und im Garten alles verspachtelt. Dennoch würde ich kein Legopiratenset kaufen, auch kein Schiff. Am nächsten Tag gab es Prinzessinnenburg mit demselben Equipment, das hält sich deutlich länger, obwohl zwei Jungs dabei sind😉. Es geht mir auch nicht drum, jemanden zu überzeugen oder zu belehren. Ich z.b. habe für die Zukunft 😂😉 alle Harry Potter Sets der letzten 3 Jahre im Schrank…für später 🤷‍♀️😉😂. Vielleicht mögen sie es, vielleicht baue ich alleine, wer weiß das schon. Ich habe da nach meinen Vorlieben gekauft…Und wie gesagt, gib mir paar Indianer und paar Cowboys und ich bunkere los.
        Ich wollte einfach nur vermitteln, dass immer irgendwas ist…und man sich einfach die Sachen herauspicken sollte, die einem Freude machen. Sonst bleibt vom eigentlich herrlichen und auch teuren Hobby doch nur Ärger, das braucht doch keiner, oder?

    • Meine Enkelin ist 5 und liebt Piraten. Fasching war sie eine Piratin, ihr Lieblingsbuch ist „heute ist Lucy Piratin“ Wandtattoos in ihrem Zimmer haben alle mit Piraten zu tun. Hab mir, auch wegen ihr, beide Piratenschiffe gekauft und was soll ich sagen, sie spielt nicht wirklich damit. Mit meinen Modular Buildings kann sie sehr viel mehr anfangen.
      In ihrem Fall funktioniert das Konzept Lego und Piraten also überhaupt nicht.

  11. Lego braucht sich nicht wundern, dass die besten Moccer zur Konkurrenz überlaufen wie z.B. brunojj1 zu CaDA. Im Bereich MOCs steckt meiner Meinung nach ungeheures Potenzial, welches Lego in keinster Weise nutzt. Wenn sich das mal nicht noch rächt…

    • Das hat doch jetzt überhaupt nichts mehr mit Ideas zu tun.
      Ideas lässt es zu, dass jedermann/frau eine Idee vorstellen kann. Und am Ende kommen einige Vorschläge ins Review und 1-3 kommen ins Regal.

      Das ist kein Vergleich zu dem Vorgang, wenn ein Moccer direkt über Bluebrixx, Cada oder sonstwem ein Modell vertreiben lässt. Und wenn ich mir die Einsendungen bei Ideas so anschaue, gibt es unfassbar viele talentierte Moccer – soviele Sets kann man mit Klemmbausteinen überhaupt nicht als Verkaufsversion realisiseren. Alleine die gefühlten 10 modulars von BrickyBrick zb.

      • Ich finde, das hat sehr viel mit Ideas zu tun: Die grundlegende Idee ist es, ein MOC in mehr oder weniger abgeänderter Form als offizielles Set herauszubringen. Wären meine MOCs gut genug, würde ich mir zweimal überlegen, ob ich sie bei Ideas einreiche und meine Rechte an meinem Modell weitestgehend an Lego abtrete mit einer minimalen Chance auf Verwirklichung. Oder ob ich versuche mit einem seriösen Konkurrenten von Lego einen fairen und transparenten Deal zu machen.

        • Und das ist doch gut, oder? Lego hat so viele Leute, die Ideen einreichen, und selbst genügend talentierte Designer, um aus guten Ideen auch gute Sets zu machen. Dann sind die Einreichungen eben nicht perfekt – es kommt ja eh auf die Idee an. Und ich bezweifle auch, dass sie das Gros ihrer Einnahmen mit Ideas machen. Und so kommen auch die Konkurrenten mal an ein attraktives Set. Ich denke nicht, dass sich Lego da Sorgen machen muss – ich würde Cada schon deshalb nicht kaufen, weil ich schon für meine Lego-Sammlung zu wenig Platz habe und ich mir meinen wenigen Platz nicht mit Billig-Versionen zustelle. Wer das machen will, bitte sehr gern, das freut dann den Kunden, Cada und den Fandesigner. Win-win.

    • Problem ist, dass die Konkurrenz nicht das Know How, die Zeit und das Geld hat, aus einem eingereichten Entwurf auch ein konstruktionsmäßig und bautechnisch solides Modell zu machen. Die wollen ohne zusätzlichen Aufwand schnelles Geld sehen. Deshalb sind solche 1:1 umgesetzten MOC-Designer-Modelle in der Regel sehr unbefriedigend im Bau, wenn man den ganzen Reviews zu solchen Sets Glauben schenkt

    • Lego-Modelle folgen eigenen Richtlinien, denen die meisten komplexeren Technik-MOCs nicht gerecht werden können.
      Insofern gibt es schon eine gewisse Schnittmenge es wird aber nie wirklich vergleichbar sein.

      Daher verzeihe ich MOCs auch viel. Es sind halt MOCs… man schaut sich die Sache an, liest die Beiträge des Designers und entscheidet dann, ob man das machen möchte/kann.
      Wenn Hersteller MOCs als Sets rausbringen ist aus meiner Sicht der „MOC-Bonus“ passé. Dann ist das ein Set von Hersteller XY. Der Hersteller wird sich angesehen haben und bringt es so raus, wie er das für richtig hält. Und wenn es dann ein einziger Krampf ist, taugt das Set halt nix -> Das macht den MOC aber nicht schlechter.

      Von daher sehe ich das mit den MOCs als gute Ergänzung ohne direkte Konkurenz.

      Bei Ideas sehe ich ein ganz anderes Konzept. Ideas Sets werden unter Berücksichtigung der Lego internen Konzepte auf „Verkaufspotential“ und Machbarkeit geprüft und dann komplett neu konstruiert.

  12. Ich gebe Dir vollkommen Recht: Konkurrenz ist gut für uns Kunden und Ideas ist für Lego nur eine kleine Sparte. Ich meine nur, dass Lego mit seiner Vorgehensweise mit MOCs viel Potenzial verschenkt. In einem Punkt möchte ich aber widersprechen: CaDA ist mit Sicherheit keine „Billigversion“ von Lego. Günstiger ja, aber die Teile sind qualitativ auf Augenhöhe mit Lego.

  13. Ich möchte mich für die Verwendung des Fan-Boy Begriffes von heute Mittag entschuldigen: der Beitrag, die Hitze, die Müdigkeit und die verwurstelte Pirate Bay haben die Emotionen bei mir zu hoch kochen lassen.
    War blöd, normal kann ich mich zügeln, das war ein Ausrutscher

  14. Wenn die Pirate Bay wirklich nicht so gut läuft, liegt es meiner Meinung nach wohl eher am Preis. Ich geb schon nicht gerade wenig für Lego aus, aber habe auch noch nicht zugeschlagen (steht aber auf der Haben-wollen-Liste). Denn sind wir mal ehrlich, es gibt einfach zu viele Must-haves in dem Preissegment. Und Kinder sind bestimmt auch nicht die Zielgruppe für die hochpreisigen Produkte. Kleinere Sets, die auch kombinierbar wären, würden bestimmt besser laufen und würden sowohl Kinder als auch uns AfoLs ansprechen.
    Ich sehe z.B. auch eine verpasste Chance bei Ninjago City. Was hätte gegen weitere kleinere, aber natürlich auch größere Erweiterungen gesprochen? Es muss nicht immer 200€ aufwärts sein.

    • Das stimmt – das hätte man sogar insgesamt modular machen können: Die Shoppingzeile, der Foodcourt, der Dojo, Lloyds Haus etc. Leider hätte man sich dann immer noch ein Spiel-Feature überlegen müssen, denn Kindern ein Viertel-Haus hinzustellen, ist vermutlich eher nicht so erfolgreich.
      Aber ich war ja schon froh, dass der Hafen kam – und sogar in den freien Handel.

  15. Bei Sets mit Bezug auf TV-Serien, Filme oder Popkultur gibt es bei Lego scheinbar kein Problem, zumal derartige Ideen schon mehrfach als Sets umgesetzt wurden und dennoch gibt es keine allgemeine meine Beschränkung. Mehr als ein Schiff (Dabei ist die „Pirate Bay“ eigentlich nur als „B-Modell“ ein Schiff) ist da schon zu viel. Lego scheint mir was seine Regelungen angeht ziemlich inkonsequent (Siehe Bell Osprey). Warum das so ist habe ich bisher noch nicht durchschaut. Man könnte eventuell davon ausgehen, dass sich die Pirate Bay, konträr zum Hype unter erwachsenen Lego-Fans, nicht gut verkauft.

  16. Wow, die Marken auf die Liste zu setzen finde ich ja ganz vernünftig und sinnvoll. Aber das generelle Thema Piratenschiffe als ganzes, also wie sie selber schreiben das Konzept von Piratenschiffen? Wow das finde ich Ultra hart und und irgendwie Blödsinning. Was kommt als nächstes? Bringen sie die das Modulargebäude der Bäckerei raus und setzen dann das Konzept „Häuser“ auf die Liste? Nach deren Logik müssten sie das.
    Wie wär’s mit Musikinstrumente? Haben ja nun das Klavier.
    Wenn man so nen Blödsinn ein Mal anfängt fragt man sich schon wie die Zukunft ausschaut…

  17. Das wirkt jetzt erstmal nicht sehr transparent, aber was bedeutet das jetzt?
    Piraten sind tot, wird nie kommen, ihr braucht keine Energie in Ideen zu dem Thema verschwenden? Oder eher wir legen Piraten selber groß auf und Ideen würden auf jeden Fall wegen thematischer Überschneidung abgelehnt?

    • Das weiß man nur bei Lego….
      Wobei ich darauf tippe, dass Piraten (vorläufig) raus sind. Wie hier auch von beschrieben wurde, sind die aktuell nicht „in“.

    • Die Entscheidung von Ideas bedeutet, dass über Ideas keine Piratenschiffe oder das Spielthema „Pirate Bay“ (was immer das auch heißen soll) mehr erscheinen wird. Wie du im Artikel sehen kannst, erlaubt Ideas weiterhin die Einreichung im Thema „Piraten“ oder „Pirates of Caribbean Seas“.
      Die Sperrlisten von Ideas haben keine Auswirkungen auf das normale Sortiment. Piraten oder Piratenschiffe können also irgendwann ein Comeback erleben.

      • Noch virtuoser als mit LEGO Steinen, mit Buchstaben oder Musiknoten kann man mit dem Begriff „Logik“ spielen, bar jeglichen Spannungsbogens, jeglicher Harmonielehre… Herrlich, wie hier mal wieder an den Entscheidungen der LEGO Entscheider heruminterpretiert wird, der Eine oder Andere am eigentlichen Thema vorbeidiskutiert. Das zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Und das bei der Hitze. Danke dafür 🙂

  18. grundsätzlich richtig, dass solche projekte dann archiviert werden.
    je weniger projekte in die review phase kommen, die von vorneherein keine chance auf realisierung haben, desto besser.

    nur die konsequenzen der archivierung sind unverständlich. das sollte anders gehandhabt werden. aber das ließe sich ja seitens lego recht einfach umsetzen. sofern auch lego hier handlungsbedarf sieht.

    • Genau, glaube in der ganzen Aufregung ist ein wenig auf der Strecke geblieben, dass es eigentlich nur um die Art und Weise geht, wie mit solche Entwürfen umgegangen wird.

      Dass grundsätzlich Themen gesperrt werden, ist ja nun nichts neues – man muss sich ja nur die Liste im Artikel anschauen…bspw kann man auch nichts mit dem Thema „Familie Feuerstein“ einreichen etc.

      Und ganz ehrlich – von den 14 betroffenen Entwürfen hätten vermutlich kaum welche die 10K geknackt…

  19. Ich hätte gerne noch zwei oder drei Segelschiffe. Lieber die bei Ideas gesehenen als weitere von Ninjago 😉

    Das Problem aus meiner Sicht ist vor allem die Verfügbarkeit der Rumpfteile. Und vielleicht könnten Anleitungen als Inspiration angeboten werden? Rebrickable?

  20. Ich find’s, abseits der unzulänglichen Kommunikation der Konsequenzen für die Einreicher, absolut korrekt, bestimmte Themen einfach auf die Blacklist zu setzen. Es fällt ja schon auf, wie sehr nach einem erfolgreichen Entwurf plötzlich massenhaft gleichartige Ideen aus dem Boden schießen. Das war ja z.B. schon bei der Flut an Raketen nach der Saturn V so und auch jetzt ist es einfach nur albern, dass plötzlich alle Welt wieder ihre Piratenschiffentwürfe aus der Schublade kramt, nur weil’s die Barracuda Bay geschafft hat. Andererseits bin ich weiterhin verwundert, dass nicht ähnlich konsequent bei stilistischen/ thematischen Ähnlichkeiten vorgegangen wird, also beispielsweise dem fünfhundertsten „Guckkasten“ zu irgendeiner Fernsehserie…

  21. Die im Artikel gut recherchierte und beschriebene Umsetzung der Archivierung, die LEGO hier im Fall „Piratenschiff“ angewandt hat, finde ich sehr unglücklich, um es mal moderat auszudrücken. Man setzt hier die aufgestellten Vorgaben um, so weit, so klar, aber die Art und Weise wirkt eher dahingehudelt, ohne sich im Vorfeld mal Gedanken über eine für die Einreicher faire und nachvollziehbare Anwendung gemacht zu haben.

    Wie bei so einigen Dingen in jüngsten Zeit, würde ich mir hier wünschen, dass LEGO sich mal genügend Zeit nimmt, um eine angemessene Lösung zu finden. So wirkt es wie blinder Aktionismus, Hauptsache Haken dran und erledigt. Gegen den Vorgang an sich habe ich nichts einzuwenden, denn dafür gibt es ja die Vorgaben, nur die Art und Weise kommt mir sehr undurchdacht vor.

    Was ich aber wirklich unverständlich, bzw. nicht nachvollziehbar empfinde, ist die Definition der von Archivierungsmaßnahmen betroffenen eingereichten Ideen. Einerseits wird ein Thema wie z.B. „Seinfeld“ gesperrt. Andererseits alles, was auch nur im entferntesten wie ein Segelschiff auf dem Piraten zur See gefahren sein könnten, anmutet. Da passt was nicht zusammen für mich, denn während ein Verbot z.B. vom „Flaschenschiff-Konzept“ eine überschaubare Thematik von möglichen Sets ausschließt, so kommt ein generelles Verbot der Thematik Piratenschiffe und -festungen, deutlich massiver daher.

    Es ist also eine Sache der Definition und die wiederum bestimmt LEGO. Daran will ich nicht rütteln, aber ich würde mir wünschen, dass LEGO sich hier mit Bedacht auf die daraus resultierenden Konsequenzen, ausreichend Zeit nimmt, so eine Definition zu erstellen. Denn wenn man der Art und Weise, wie sie jetzt bei der Piraten-Thematik angewendet wurde, folgt, wird der Raum der Möglichkeiten für Ideen irgendwann sehr klein! Was würde wohl passieren, wenn jetzt eines der unzähligen Sets mit dem Prädikat „Mittelalter“ umgesetzt werden würde. Verschwindet dann alles, was auch nur im Ansatz „Mittelalter“ beinhaltet?

    Dass die Entscheidung zur Archivierung in beschriebenen Fall nicht vollständig durchdacht erscheint, sieht man auch daran, dass hier Settings, die auf Lizenzthemen basieren ebenfalls betroffen sind, z.B. Tim & Struppi.

    Mehr Sorgfalt bei der Verschlagwortung, bzw. Definition von Themen, die auf die Restricted-Liste wandern, würde ich LEGO ans Herz legen wollen, sonst verschwinden irgendwann richtig große Themenbereiche für sehr lange Zeit von der Ideen-Liste.

    Eine ideale Lösung wird es vermutlich nie geben, aber warum lässt man nicht einfach alle Sets zur Bewertung zu und versieht dann diejenigen, die aufgrund einer Restriktion nicht mehr umgesetzt werden, mit einem entsprechenden Tag?

    Damit hätten die Erbauer/Ideengeber nach wie vor die Möglichkeit sich auf der Ideas-Plattform mit Supporten und auch LEGO auszutauschen, und LEGO hätte ein deutlich präziseres Tool, um die Beliebtheit von Themenbereichen auszuloten. Und könnte davon dann später profitieren. Wäre auch weniger aufwändig als selbst Versuchsballons möglicher Themenbereiche zu starten. Wobei ich mich hier schon lange frage, warum man diese Versuchsballons nicht in Form kleiner Sets startet, bevor man in die mittleren oder größeren Sphären vordringt? Aber das ist ein anderes Thema.

    • Wenn eine mittelalterliche Burg erscheint, werden wohl Burgen archiviert. Ein mittelalterlicher Marktplatz könnte nach dem hier angewendeten Prinzip noch umgesetzt werden.

    • Ich fürchte, hier liegt eine Fehleinschätzung vor:
      Bislang hat Ideas noch nie nachgewiesen, dass es zur Sondierung von populärn Themenbereichen genutzt wird. (persönlich halte ich das für einen Mythos)
      Ich sehe übrigens Ideas genau entgegengesetzt: Es ist die Möglichkeit, Sets abseits der normalen Themenwelten zu realisieren.
      Versuchsballons zu starten klingt auch eher leichter als es ist – denn wenn so einer voll einschlägt, müsste Lego ja spontan massiv nachlegen. Sonst passiert sowas wie bei Overwatch – da kamen die Sets raus, als der Hype schon wieder weg war. Glaube, man unterschätzt gerne mal, dass Lego mit Sicherheit eine Roadmap mit einer sehr stark definierten mittelfristigen Planung hat.

      • Da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt…ich gehe auch davon aus, das die Ideas-Plattform eher nicht der Sondierung gilt, aber sie könnte es, wenn man es geschickter anstellen würde.

        Und das mit den Versuchsballons bezog sich auf die allgemeine Veröffentlichungsstrategie neuer Welten von LEGO selbst. Wenn man hier klein anfange würde, mit ein paar kleinen Basic-Sets, fiele ein Fehlversuch nicht so sehr ins Kontor, als wenn man direkt mit einem größeren Portfolio in den Bereichen kleine, mittelere und große Sets einsteigt seitens LEGO.

        Daher würde es sich auch lohnen, alle auf der Ideas-Plattform eingebrachten Entwürfe zum Support im Spiel zu lassen. Ein Tag/Icon würde ja darauf hinweisen, dass die entsprechenden Sets, auch bei erreichen der 10k nicht ins Review rutschen. Als Tool zur Sondierung gesehen könnte man so schauen, welche Themengebiete wann laufen. Und es hätte den Vorteil das eingebrachte Ideen nicht plötzlich im Nirwana verschwinden.

  22. LEGO muss endlich das Lager zu 100% automatisieren und die Bestellung von individuellen Sets ermöglichen. Ideas muss zu einer Plattform weiterentwickelt werden die das Hochladen von MOCs durch den Designer und das Bewerten der MOCs durch Kunden und zumindest teilweise auch LEGO-Mitarbeitern erlaubt (um dem Kunden vor dem Kauf ein Gefühl für die Qualität eines Entwurfs zu geben).

    Eine Hand voll Ideas-Set pro Jahr – einige davon arg verunstaltet wie die Pirate Bay – das ist definitiv nicht die Zukunft des Klemmbaustein-Marktes.

    Für die MOCer gibt es zunehmend bessere Alternativen als Ideas, wie z.B. BlueBrixx. Wenn einer kleiner Hersteller beim Umfang des Angebots und auch beim Preis an LEGO vorbeizieht, dann sollte das bei LEGO doch irgendwem zu denken geben.

    Hier ist der Link zur BlueBrixx-Ankündigung:
    https://www.youtube.com/watch?v=pOqJxFswLWE

    Viele BlueBrixx-Sets waren bisher bzgl. Design echt mies, aber wenn nun Sets von talentierten MOCern erscheinen wird sich dieser Zustand recht schnell ändern.

    • Es ist schon lustig, dass BlueBrixx hier MOCs verkaufen will, deren Rechte noch bei LEGO liegen. Zumindest für etwa die Hälfte der genannten MOCs von dem Designer trifft das zu. Aber das weiß der Designer wahrscheinlich selber nicht, weil er die Regeln bei Ideas nie gelesen hat…

        • Ich habe mir das Video kurz angesehen. Leider ist der Typ von Blue Brixx so unsympathisch. Dennoch: wenn Sets von RobbenAnne kämen, huuui, da würde ich das erste Mal NACHDENKEN, ob ich das haben möchte. Allerdings glaube ich, die Sachen dürfen drei Jahre nicht woanders verkauft werden, wenn sie bei Ideas eingereicht wurden. Und, das hab ich mir nebenher auch gedacht: auch beim Alten Angelladen hat Lego noch drübergeschaut und vermutlich einiges abgewandelt. Ich habe schon etliche Bauanleitungen gekauft und nachgebaut und es ist ein Unterschied in der Stabilität, wenn auch teilweise nicht gravierend, vorhanden. Das ist nicht jedermanns Sache. Wie gesagt, bei RobbenAnne würde ich erstmals NACHDENKEN. Bei Blue Brixx jedoch eher nicht, so unsympathisch.

        • Jeder der bei Ideas mitmacht, kennt die Regeln.
          Außerdem ist glaub ich eine Veröffentlichung des eigenen Entwurfs bei Ideas doch etwas anderes als bei irgendwelchen Konkurrenten…
          Folgende Szene: wenn jemand sagt, „mein Set wurde bei Firma xxx veröffentlicht“, werden die meisten Leute denjenigen wohl nicht verstehen. Wenn allerdings Firma xxx Lego ist, wird die Reaktion beim Gegenüber-nicht-Afol wohl etwas interessierter ausfallen.

    • jeder will immer irgend eine alternative, ne alternative für deutschland, für lego,… 😉
      sry aber blue brixx is echt das letzte…und der typ dazu ist so unsympathisch und heuchlerisch…

      • Blue Brixx schraubt die Preise doch eh schon in die Höhe, möchte nicht wissen, was die kosten würden, wärens wirklich auf Lego Niveau. Was mir aber auffällt, dass Fans der ganzen Alternativen, recht oft erwähnen müssen, wie teuer das alles bei Lego wäre. Der zwanghafte Fokus auf Lego ist doch seltsam.
        Ich bin glücklich mit Lego und hab mir noch nie gedacht, bei Blue Brixx wär das Ganze sicher instabil. Ist mir einfach egal, was die Anderen so machen.

  23. Für viele vielleicht ganz Interessant der Robert Anne schreibt unteranderem folgendes auf seiner Homepage:

    Answer to many questions,

    Terms of Service, state that the LEGO Group retains the rights to my models for 3 years from the date that my project is not approved. So in the case of the Boat House Diner, The Lighthouse and The Dive Shop, this would be 3 years from the 31st of May, 2018, while for the Boat Repair Shop it would be 3 years from the 3rd of August, 2017. At the end of these respective periods the rights for commercializing the model return to me,

    Quelle: https://www.ramt-brick-design.com/contact

    Ergo, kann er seine MOCS / Ideen folglich legal weiterverkaufen.

    • „Drei Jahre ab 31. Mai 2018“ – das heißt, all diese Entwürfe gehören erst ab dem 31. Mai 2021 wieder ihm. Vorher darf er sie nicht verkaufen.

      Die Captains Wharf gehört sogar noch bis zum 19. September 2022 offiziell LEGO.

          • Hoffe, der gute Robert rechnet da nochmals nach, denn Grundsätzlich finde es gut, wenn man die Chance hat, Mocs als Gesamtpaket erwerben zu können. (okay, muss nicht gleich die 1500 EUR Variante sein)
            Und es ist ja auch völlig logisch, dass das nicht über Lego/ideas gehen kann. Robert baut grundsätzlich nur maritime Modular Buildungs – glaube, dass ist dann auch ein richtiges Nischenthema für Fans.

    • Now that is such a nice approach from a worldwide behemot company (TLG) to demand 3yrs „rights“ on something that they were not willing to use at the first place. Simply misusing their market power. And the same company will TEACH US what is wrong with promoting Police / Fire sets based on a single unfortunate incident?? Could also someone explain to me why the Technic 42066 so-called „air RACE jet“ was not a problem and aka „rescue“ version of Osprey is? I do not recall any manufacturer in the world who would base his SOLE and ONLY business on a manufacture of „race jets“.. a single US Army jet nowadays costs over 100 mil (split research and development).. and now we have LEGO group trying to tell us that 42066 was OK because there we no military ties attached and Osprey is not? come on.! These people in LEGO marketing can not see the top of their nose in their hypocrisy… I do not want LEGo to dictate the world what is GOOD and what is WRONG..

      • It‘s quite simple. The „42066 so-called „air RACE jet““ wasn‘t a licensed set, so LEGO can define it as they want and the Osprey was a licensed set where the original was developed only for military purposes. And LEGO does not dictate the world what is good and what is wrong but just follow their own internal rules. They don‘t say that you are not allowed to like realistic contemporary military vehicles but they just don‘t want offer them in their portfolio.

  24. Erstmal vorab: Ich finde die Umbauidee der Piraten Bay super. Steht auch noch auf meiner Haben-Wollen-Liste. Da stehen aber einige Sets drauf. Und da das Baumhaus auch noch drauf stand und es dieses Jahr ausläuft, kam das erstmal dran.

    Mein Zehnjähriger war auch ganz großer Piratenfan, allerdings eher im
    Kindergartenalter. Er findet es immer noch gut, aber andere Themen viiiieeelll interessanter. Wikinger zum Beispiel mit den ganzen Göttern und einer Siedlung und Schiffen. Da würde ihm der Mund offen stehen. Hier habe ich das erste Mal gebrauchtes Playmobil gekauft und er liebt es bis heute und kann sich nicht davon trennen. Ganz groß wäre auch das Römische Reich oder Ägypten oder so eine Abenteurer-Reihe wie früher, im Indiana-Jones-Stil. Die griechischen Sagen und Götter findet er auch interessant. Eigentlich mögen das gerade viele Jungs in der Klasse, auch wegen Percy Jackson. UND natürlich Harry Potter. Das lieben sie alle, Mädchen und Jungen. Und wenn dann jetzt noch die Winkelgasse und die Minifiguren-Serie kommt, dann kann es passieren, dass das Geld für die Bay in diesem Jahr jedenfalls aus ist. Und das obwohl ich sie sehr gut finde. Ich denke das geht vielen LEGO-Fans so.

    Fazit:Noch mehr Schiffe? Wie wäre es denn mal mit nem Wikinger-Schiff oder einer römischen Galeere.

    ÜBRIGENS die Nordmänner Burg von Jonas passt da auch schon mal super hinein. 😊

  25. Ich finde sowohl Lego als auch die MOC Designer und erst recht alle Anderen sollten mit dem Ideas Konzept entspannter umgehen, da die Idee sonst eines Tages nicht mehr funktionieren wird. Lego sollte keinerlei Themen sperren, immerhin entscheiden die letztendlich was sie sich näher anschauen und was letztendlich umgesetzt wird und wie es umgesetzt wird und wenn die z.B. vorerst kein Piratenschiff mehr umsetzen wollen müssen sie es ja nicht, auch wenn mehrere Fanentwürfe die 10.000er überschreiten. Das eigentliche Problem ist ja eher, dass Lego sich offensichtlich schonmal von Fanentwürfen inspirieren lässt und dann außerhalb des Ideas Themas ein ähnliches Set rausbringt – daran ändern aber auch keine Ausschlusslisten zu bereits umgesetzten oder offiziell in der Umsetzung befindliche Ideas Sets etwas. Also TLG, weniger die Ideas Plattform beschneiden und dafür eine anständige Lösung für hart inspirierte Sets finden. So baut man eine Fanbase aus.

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